Tilmann Köppe's research while affiliated with Georg-August-Universität Göttingen and other places

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Zusammenfassung Der Beitrag erläutert anhand von Beispielen die Konturen einer literarischen Hermeneutik, deren zentrales Ziel in der ästhetischen Wertschätzung des literarischen Textes besteht: Nicht das Verstehen der Bedeutung des Textes steht hier also im Vordergrund, sondern die Würdigung von dessen literarischen Errungenschaften (S. H. Olsen)....
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This paper defends a version of aesthetic cognitivism: the truth of statements expressed, implied, or alluded to by a work of fiction matters aesthetically, and bears upon the work’s aesthetic value. Our aim is to explore a route from truth to aesthetic value that claims, roughly, that, if our engagement with a work of fiction is based on truth, it...
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The article reconstructs the theory of political storytelling as outlined by political strategist Mark McKinnon. Stories that conform to this theory feature a suspense structure, and as such they invoke hope and fear in recipients, thereby instilling pro- or contra-attitudes. This is potentially problematic in four respects: Political storytelling...
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Often, part of the fictional content of a narrative is not stated explicitly. Interpreters are frequently concerned with establishing this content. In doing so, they sometimes argue that, fictionally, something is the case because under that interpretation, the aesthetic merit of the work would be greater than under an alternative interpretation. T...
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The article sketches a basic understanding of expressive properties as possessed by lyrical texts. Thus a lyrical text is expressive of, say, grief, if it is experienced as expressive of grief on the basis of an appropriate reading. Our theoretical outline of expressive properties gets substantiated by two case studies (on Schwarze Bohnen by Sarah...
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Current accounts of the aims and methods of criticism as developed in Emil Staiger’s seminal essay »Die Kunst der Interpretation« typically do not concentrate on the role of aesthetic experience. We clarify the notion of aesthetic experience employed in Staiger’s essay and point out the centrality of aesthetic experience for his view of criticism....
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Als Vorhersage bezeichnet man ganz allgemein das Beschreiben eines zukünftigen Sachverhalts, etwa eines Ereignisses oder eines Geschehensverlaufs, oder das Resultat des Beschreibens, die Beschreibung. Ein besonders vertrautes Alltagsbeispiel ist die Wettervorhersage: Es handelt sich um eine, obgleich aus komplizierten Messungen sowie Berechnungen g...
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This paper presents an experimental investigation of the narratological concept of narrative closure. While narrative closure is a well-studied phenomenon in contemporary narratology, it still lacks a serious empirical foundation. In order to fill that lacuna, we performed a controlled rating experiment aimed at validating some of the properties of...
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The paper discusses two approaches to defining internal, external, and zero-focalization. According to the first approach, the three types of focalization are defined in terms of a relation of a character’s knowledge to the narrator’s report. We argue that the definitions based on this approach are seriously flawed. According to the second approach...
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In this article, we shall contribute to the theory of narrative closure. In pre-theoretical terms, a narrative features closure if it has an ending. We start by giving a general introduction into the closure phenomenon. Next, we offer a reconstruction of Noël Carroll's (2007. Narrative closure. Philosophical Studies 135. 1-15) erotetic account of n...
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Current theoretical accounts of the telling vs. showing distinction suffer from the incompatibility of several very plausible intuitions. This leads to accounts which seem not even to be addressing the same phenomena. Going back to Lubbock and Genette, we uncover the intuitions in question, show that they are incompatible and propose a unificatory...
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In this article, we outline a critique of the program for an unnatural narratology recently proposed by Jan Alber, Stefan Iversen, Henrik Skov Nielsen, and Brian Richardson in their 2010 article “Unnatural Narratives, Unnatural Narratology: Beyond Mimetic Models.” The authors claim to have outlined “the basic theoretical framework of what [they] wo...
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Einen Überblick über medienwissenschaftliche Ansätze in der Literaturwissenschaft zu geben, ist zum einen schwieriger als eine Skizze der kulturwissenschaftlichen Ansätze, weil einige der Positionen noch weniger klar sind und den Namen gebenden Begriff ›Medien‹ programmatisch unscharf verwenden — genauer gesagt als polyseme Bezeichnung tatsächlich...
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›Anthropologie‹ bedeutet Lehre vom Menschen. In den Geisteswissenschaften wird diese oft mit der philosophischen Anthropologie identifiziert, zu deren bedeutendsten Vertretern Helmuth Plessner, Max Scheler und Arnold Gehlen gehören. Neben der Philosophie gibt es jedoch noch eine Vielzahl weiterer Disziplinen, in denen eine systematische Lehre vom M...
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›Rezeptionsästhetik‹ ist ein Sammelbegriff für die Theorie und Analyse der Beziehungen zwischen literarischem Text und Leser. Innerhalb dieser Forschungsrichtung lassen sich zwei enger umrissene Ansätze unterscheiden: ■ Eine Wirkungstheorie untersucht, inwiefern literarische Texte über eine implizite ›Leserrolle‹ verfügen, die steuert, wie Leser ei...
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Vertreter des Hermeneutischen Intentionalismus sind der Auffassung, dass der Autor eines literarischen Textes eine wesentliche Bezugsgröße bei der Interpretation sein muss. Wer einen Text verstehen will, so lautet die Kernannahme des hermeneutisch-intentionalistischen Interpretationsprogramms, will verstehen, was der Autor mit dem Text (aller Wahrs...
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Als ›analytisch‹ wird eine von der analytischen Philosophie und Wissenschaftstheorie beeinflusste literaturtheoretische Strömung bezeichnet, zu deren Gegenständen und Zielen insbesondere die Analyse und Explikation literaturtheoretischer Begriffe (etwa ›Literatur‹, ›Fiktion‹) und die Untersuchung unserer Umgangsweisen mit Literatur (etwa Beschreibe...
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Kulturwissenschaftliche Ansätze in den Geisteswissenschaften wurden bereits um 1900 entwickelt. Wichtige Beispiele sind Heinrich Rickerts wertphilosophische Begründung der Kulturwissenschaft, Karl Lamprechts kulturgeschichtliche und Georg Simmeis kulturphilosophische Forschungen, Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen (1923–1929) und n...
Chapter
Auch wenn sich diese Darstellung auf die ›neueren Literaturtheorie‹ beschränkt, müssen doch auch deren Vorläufer betrachtet werden. Jede neue Literaturtheorie steht in vielfältigen Bezügen zu älteren Ansätzen, sei es, dass sie deren Annahmen aufgreift und weiterführt, sei es, dass sie sich kritisch mit ihnen auseinandersetzt. Ohne zumindest eine ru...
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Untersuchungen zum Verhältnis von Literatur und Wissen sollten sich nicht auf die Identifikation wissenschaftlicher Inhalte in fiktionalen Texten bzw. auf die Analyse literarischer Darstellungsformen in wissenschaftlichen Texten beschränken. Zwar werden damit zum einen zentrale Einflüsse und Quellen für das vermeintlich autonome System literarische...
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Die Beschäftigung mit Literaturtheorie gilt als schwierig, und die Vielzahl der vertretenen Ansätze scheint kaum überschaubar zu sein, nicht allein für die Studierenden der ersten Semester. Während die Bezeichnungen ›Sozialgeschichte‹ und ›Gender Studies‹ zumindest nahelegen, welche Fragestellungen im Rahmen der Ansätze verfolgt werden, ist das für...
Chapter
Die psychoanalytische Literaturwissenschaft zählt zusammen mit einer Reihe von empirischen Ansätzen der Erforschung von Literatur zur Gruppe der literaturpsychologischen Ansätze. Deren Vertreter ziehen sehr unterschiedliche psychologische Theorien heran, um literarische Texte sowie psychische Prozesse auf Seiten der Autoren und Leser unter verschie...
Chapter
Die Frage, wie sich Literatur als gesellschaftliches Phänomen beschreiben lässt und welche Funktion sie für die Gesellschaft haben kann, in der sie entstanden ist, vermittelt und gelesen wird, hat eine sehr lange Tradition. Bereits um 1800 versuchen Autoren wie Johann Gottfried Herder, Friedrich Schiller und Anne Louise Germaine de Staël, Literatur...
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Seit seinem ersten Auftreten im Russischen Formalismus wird der Begriff ›Literaturtheorie‹ in der Literaturwissenschaft sehr unterschiedlich verwendet. Ziel dieses Kapitels ist es zu erläutern, wie der für dieses Lehrbuch zentrale Begriff im Folgenden eingesetzt wird.
Chapter
Der Strukturalismus ist eine Forschungsrichtung in verschiedenen Geistes- und Kulturwissenschaften, beispielsweise in der Ethnologie, der Psychologie, der Linguistik und Literaturwissenschaft. In der Literaturwissenschaft gibt es eine Reihe nebeneinander bestehender Forschungsfelder, etwa die Interpretationstheorie und- methodologie sowie die Drame...
Chapter
Die Empirische Literaturwissenschaft verfolgt das Ziel, auf literaturwissenschaftliche Fragen mit erfahrungswissenschaftlichen (empirischen) Methoden zu antworten. In Deutschland ist sie als eine eigene Forschungsrichtung aus dem Methodenstreit der 1970er Jahre hervorgegangen. Dabei stand der Gedanke im Vordergrund, der Literaturwissenschaft ein wi...
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Feministische Literaturwissenschaft und Gender Studies sind zwei Varianten literaturwissenschaftlicher Geschlechterforschung; sie untersuchen literarische Texte und Bedingungen literarischer Kommunikation mit Hilfe der Kategorie ›Geschlecht‹. Die beiden Richtungen lassen sich nicht trennscharf gegeneinander abgrenzen. Durchgesetzt hat sich eine his...
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›Poststrukturalismus‹ ist die nicht sehr klar bestimmte Bezeichnung für eine Gruppe semiotisch ausgerichteter Theorien und deren Anwendungen in verschiedenen, in aller Regel kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Mit dem Strukturalismus benennt diese Bezeichnung eine wichtige Bezugstheorie, an die die Vertreter dieser Richtung anschließen und von de...
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In den letzten Jahren sind weder neue ›Großtheorien‹ noch neue Literaturtheorien in dem Sinne entwickelt worden, wie wir sie in Kapitel 2 bestimmt haben. Ausgehend von dem gleichnamigen Werk von Terry Eagleton (2003) gibt es eine sogenannte After Theory-Debatte, in der je nach Position festgestellt oder beklagt wird, dass die Zeiten großer Theoriee...
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Im literaturwissenschaftlichen Umgang mit Literatur sind mindestens sechs Ziele institutionell etabliert: 1. Sichern der Textgrundlage, Herstellen verlässlicher Texte: Theorie und Methoden der Edition und Textkritik (vgl. II.1.1) 2. Analysieren und Deuten der Texte: Methoden der Textanalyse und Interpretationstheorien 3. Rekonstruktion der geschich...
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Most definitions of the narratological notion of internal focalization are cast in terms of what the text represents, namely some character and her point of view. In being thus couched in representational terms, definitions of internal focalization do not mention any linguistic surface properties of the respective text. In this paper, we search for...
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The article outlines an explication of the concept of ›mimetically unreliable narration‹ i. e. the idea that a fictional narrative is reliable if it gives an unobjectionable account of the fictional facts, and unreliable, if it does not.
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Most narratologists today maintain that all fictional narratives have a fictional narrator that is to be distinguished from its author. Call this a "pan-narrator theory" (PN). In this essay, we argue that there are good reasons against this position, while important arguments that seem to speak in favor of it can be shown to be ultimately untenable...
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Die analytische Literaturwissenschaft ist ein relativ junger Ansatz. Sie geht hervor aus den Bestrebungen zur Verwissenschaftlichung, die in der deutschen Literaturwissenschaft in den 1970er Jahren stattgefunden haben. Grund dieser Bestrebungen war die Diagnose, dass die vielfach vorherrschenden Verfahrensweisen der Literaturwissenschaft allgemeins...
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Der analytischen Literaturwissenschaft werden Arbeiten zugerechnet, die in besonderer Weise darum bemüht sind, grundlegende Standards wissenschaflichen Arbeitens einzuhalten. Der Literaturwissenschaft gebührt Vertretern des Ansatzes zufolge kein Sonderstatus gegenüber anderen wissenschaftlichen Disziplinen: Gelungene Arbeiten erkennt man unter ande...
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Auch wenn sich diese Darstellung auf die ›neueren Literaturtheorien‹ beschränkt, müssen doch auch deren Vorläufer betrachtet werden. Jede neue Literaturtheorie steht in vielfältigen Bezügen zu älteren Ansätzen, sei es, dass sie deren Annahmen aufgreift und weiterführt, sei es, dass sie sich kritisch mit ihnen auseinandersetzt. Ohne zumindest eine r...
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Kulturwissenschaftliche Ansätze in den Geisteswissenschaften wurden bereits um 1900 entwickelt. Wichtige Beispiele sind Heinrich Rickerts wertphilosophische Begründung der Kulturwissenschaft, Karl Lamprechts kulturgeschichtliche und Georg Simmeis kulturphilosophische Forschungen, Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen (1923–1929) und n...
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Einen Überblick über medienwissenschaftliche Ansätze in der Literaturwissenschaft zu geben, ist zum einen schwieriger als eine Skizze der kulturwissenschaftlichen Ansätze, weil einige der Positionen noch weniger klar sind und den Namen gebenden Begriff ›Medien‹ programmatisch unscharf verwenden — genauer gesagt als polyseme Bezeichnung tatsächlich...
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Die Empirische Literaturwissenschaft verfolgt das Ziel, auf literaturwissenschaftliche Fragen mit erfahrungswissenschaftlichen (empirischen) Methoden zu antworten. In Deutschland ist sie als eine eigene Forschungsrichtung aus dem Methodenstreit der 1970er Jahre hervorgegangen. Dabei stand der Gedanke im Vordergrund, der Literaturwissenschaft ein wi...
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Die Beschäftigung mit Literaturtheorie gilt als schwierig, und die Vielzahl der vertretenen Ansätze scheint kaum überschaubar zu sein, nicht allein für die Studierenden der ersten Semester. Während die Bezeichnungen ›Sozialgeschichte‹ und ›Gender Studies‹ zumindest nahelegen, welche Fragestellungen im Rahmen der Ansätze verfolgt werden, ist das für...
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Als ›analytisch‹ wird eine von der analytischen Philosophie und Wissenschaftstheorie beeinflusste literaturtheoretische Strömung bezeichnet, zu deren Gegenständen und Zielen insbesondere die Analyse und Explikation literaturtheoretischer Begriffe (etwa ›Literatur‹, ›Fiktion‹) und die Untersuchung unserer Umgangsweisen mit Literatur (etwa Beschreibe...
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›Anthropologie‹ bedeutet Lehre vom Menschen. In den Geisteswissenschaften wird diese oft mit der philosophischen Anthropologie identifiziert, zu deren bedeutendsten Vertretern Helmuth Plessner, Max Scheler und Arnold Gehlen gehören. Neben der Philosophie gibt es jedoch noch eine Vielzahl weiterer Disziplinen, in denen eine systematische Lehre vom M...
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›Rezeptionsästhetik‹ ist ein Sammelbegriff für die Theorie und Analyse der Beziehungen zwischen literarischem Text und Leser. Innerhalb dieser Forschungsrichtung lassen sich zwei enger umrissene Ansätze unterscheiden: Eine Wirkungstheorie untersucht, inwiefern literarische Texte über eine implizite ›Leserrolle‹ verfügen, die steuert, wie Leser eine...
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Vertreter des Hermeneutischen Intentionalismus sind der Auffassung, dass der Autor eines literarischen Textes eine wesentliche Bezugsgröße bei der Interpretation sein muss. Wer einen Text verstehen will, so lautet die Kernannahme des hermeneutisch-intentionalistischen Interpretationsprogramms, will verstehen, was der Autor mit dem Text (aller Wahrs...
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Der Strukturalismus ist eine Forschungsrichtung in verschiedenen Geistes- und Kulturwissenschaften, beispielsweise in der Ethnologie, der Psychologie, der Linguistik und Literaturwissenschaft. In der Literaturwissenschaft gibt es eine Reihe nebeneinander bestehender Forschungsfelder, etwa die Interpretationstheorie und -methodologie sowie die Drame...
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Handwerkszeug für Literatur- und Kulturwissenschaftler. Von Studenten wird verlangt, dass sie theoretische Positionen erkennen, Interpretationsmethoden unterscheiden und in eigenen Analysen anwenden. Dabei hilft das Lehrbuch, indem es alle wichtigen Theorien seit den 1980er Jahren systematisch vorstellt. Darunter: Diskursanalyse, Dekonstruktion, Ge...
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Die Psychoanalytische Literaturwissenschaft zählt zusammen mit einer Reihe von empirischen Ansätzen der Erforschung von Literatur zur Gruppe der literaturpsychologischen Ansätze. Deren Vertreter ziehen sehr unterschiedliche psychologische Theorien heran, um literarische Texte sowie psychische Prozesse auf Seiten der Autoren und Leser unter verschie...
Chapter
Feministische Literaturwissenschaft und Gender Studies sind zwei Varianten literaturwissenschaftlicher Geschlechterforschung; sie untersuchen literarische Texte und Bedingungen literarischer Kommunikation mit Hilfe der Kategorie ›Geschlecht‹. Die beiden Richtungen lassen sich nicht trennscharf gegeneinander abgrenzen. Durchgesetzt hat sich eine his...
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In diesem Beitrag umreiße ich die Konturen einer analytischen Literaturtheorie. Im Einzelnen gehe ich vor wie folgt: Zunächst bestimme ich den Gegenstandsbereich der Literaturtheorie im allgemeinen (2.). Anschließend schlage ich zwei Charakteristika einer auf analytische Weise betriebenen Literaturtheorie vor (3.): die Begründung von Aussagen (3.1)...
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Die Frage, wie sich Literatur als gesellschaftliches Phänomen beschreiben lässt und welche Funktion sie für die Gesellschaft haben kann, in der sie entstanden ist, vermittelt und gelesen wird, hat eine sehr lange Tradition. Bereits um 1800 versuchen Autoren wie Johann Gottfried Herder, Friedrich Schiller und Anne Louise Germaine de Staël, Literatur...
Chapter
›Poststrukturalismus‹ ist die nicht sehr klar bestimmte Bezeichnung für eine Gruppe semiotisch ausgerichteter Theorien und deren Anwendungen in verschiedenen, in aller Regel kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Mit dem Strukturalismus benennt diese Bezeichnung eine wichtige Bezugstheorie, an die die Vertreter dieser Richtung anschließen und von de...
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Seit seinem ersten Auftreten im Russischen Formalismus wird der Begriff ›Literaturtheorie‹ in der Literaturwissenschaft sehr unterschiedlich verwendet. Ziel dieses Kapitels ist es zu erläutern, wie der für dieses Lehrbuch zentrale Begriff im Folgenden eingesetzt wird.

Citations

... A further crucial feature of narrative is the existence of a narrative voice. For factual texts the narratological theory proposes the initiation of a factual pact (Fludernik 2020, 62) in analogy to Philippe Lejeunes (1989) "autobiographical pact" and to the "fictional pact" of the institutional theory of fictionality (Köppe 2014). The factual pact describes the "default assumption that a text […] as a [scientific] treatise is, by definition, taken to be making statements about the real world" (Fludernik 2020, 62; added by AH). ...
... In den Fußnoten der Einleitung en bloc angeführte Titel von Franz Hundsnurscher, Wilhelm Franke und Edda Weigand stammen ebenfalls aus den 1980er Jahren; neueren Datums ist nur der Hinweis auf den Einführungsband von Ehrhardt/Heringer (2011). Die Rezeption einschlägiger Arbeiten aus der germanistischen Linguistik beschränkt sich somit auf die 1970er/1980er Jahre und das, was neuere Einführungen in die Literaturtheorie (wie Köppe & Winko 2008) bzw. Pragmatik der Literaturinterpretation (s. ...
... Edebiyat sosyolojisi ise, edebiyat biliminin bir metodudur. Temel aldığı düşünce ise, edebiyat sosyolojisinin tarihsel olduğu ve edebiyat tarihinin de sosyolojik bir tutum sergilemesi gerektiğidir (Köppe ve Winko, 2013).Sosyolojik unsurların edebiyata yansıması kadar doğal bir durum yoktur. Bu sebepten dolayıdır ki, bir eserde anlatılan dönem, gelişen olaylar ve figürlerin betimlenmesi sayesinde bir durum tespiti yapılmaktadır. ...
... 62 This lack of closure may lead students to avoid new similar clinical experiences, which may hamper their professional development by preventing them from living and learning from the situations with which they struggle the most. 63 By contrast, medical students also manifested positive emotions, especially when they found the moral courage to stand and fight for their values or when, at least, they were able to reflect on the experiences and learn from then. The positive emotions such as pride and happiness brought a strong sense of professional fulfilment, which stimulated students to engage with subsequent clinical experiences. ...
... Text Case Style CharacteristicsNote. Psycho-narrative style describes a text style portraying a stream of consciousness. Focalization describes the restriction of narrative information(Stühring & Köppe, 2016). ...
... This is because the persona of the narrator, i.e. a perceptible personal/figural narrator (cf. Köppe & Kindt, 2011), is only intermittent in films (see e.g. Stam, Burgoyne, & Flitterman-Lewis, 1992). ...
... Cui engages with the study of parentheticals in the presentation of consciousness and shifting narrative perspectives. Finally, the origins of stylistics have often been found to reside in rhetoric; Klauk and Köppe (2014) revisit the classically rhetorical 'showing vs. telling' distinction, but focus on a readerresponse approach which, they claim, can unify current narratological accounts. ...
... This is due to the fact that, by creating a fictional narrative, the author invites the reader to imagine a fictive narrator that tells the story. According to this (recently contested) narratological standard-view (e.g., Currie, 2010;Köppe and Stühring, 2011) there are two levels of communication: 1) a text-external level where an author communicates with the reader and 2) a text-internal, "fictional" level where a fictive narrator introduces certain characters which may communicate with the narrator or with other characters. The narrator is the speaker who reports the plot of a story, describes the scenery and provides background information on the characters. ...
... First-person pronouns signal, by definition, an internal viewpoint, such that readers have privileged access to the inner life of the character, whereas third-person pronouns signal an external viewpoint, such that readers observe the character "from the outside." However, there are various ways in which a third-person character's internal viewpoint can be represented, for example, by the use of thought reports or verbs of sensory perception (see, hear; e.g., Klauk, Köppe, & Onea, 2012;Sanford & Emmott, 2012). A powerful linguistic device in third-person narrations to guide reader identification is the variation in referential expressions to characters, because these expressions can also position readers closer to or further away from a character. ...