Ines-Jacqueline Werkner's research while affiliated with Leibniz Universität Hannover and other places

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Dieses Open-Access-Buch führt in das noch relativ junge Konzept des gerechten Friedens ein. Es verhandelt seine drei Grundpfeiler: das Verständnis einer Friedensordnung als Rechtsordnung, die Beschränkung militärischer Gewalt zur Rechtsdurchsetzung sowie den Vorrang ziviler Konfliktbearbeitung. Dabei nimmt die Autorin konzeptinhärente Ambivalenzen...
Chapter
Der gerechte Frieden, so wie ihn die Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) fasst, basiert in seinen friedenspolitischen Dimensionen auf drei Grundorientierungen: dem Vorrang ziviler Konfliktbearbeitung, dem Verständnis einer Friedensordnung als Rechtsordnung sowie der Beschränkung militärischer Gewalt zur Rechtsdurchsetzung. Vor...
Chapter
Mit dem Wegfall der Bipolarität, einem veränderten Kriegstypus, den damit einhergehenden Reaktionen der internationalen Gemeinschaft sowie der zunehmenden Gefahr der Entgrenzung von Gewalt sind Kirchen und Theologie gefordert, neue friedensethische Bewertungsgrundlagen und Handlungskriterien zu entwickeln. Dafür steht das Konzept des gerechten Frie...
Chapter
Das in den 2000er Jahren entwickelte Konzept des Just Policing – verstanden als „gerechtes polizeiliches Handeln“ (Schlabach 2011, S. 66) – steht für den Versuch, das Ideal der Gewaltfreiheit mit der Friedensschaffung und internationalen Schutzverantwortung in Einklang zu bringen. So würden sich Polizeieinheiten aufgrund ihres Aufgabenprofils und i...
Chapter
Die Strategie der nuklearen Abschreckung ist seit den 1950er Jahren hoch umstritten. Innerkirchlich drohte sie die evangelische Kirche zu spalten. Angesichts der damaligen Kontroversen galt es, „unter dem Evangelium zusammen [zu bleiben]“ (EKD-Synode 1958, zit. nach Härle 2011, S. 396).
Chapter
Fragen nach der Legitimität militärischer Gewaltanwendung sind der Friedensethik inhärent. Das trifft in besonderem Maße auf Waffen zu, deren Einsatz das Ende der Menschheit bedeuten könnte. So galten Kriege unter den Bedingungen des atomaren Zeitalters als nicht mehr führbar.
Chapter
Mit dieser Beschreibung fasst der Philosoph und Theologe Bernhard Irrgang das Phänomen des Cyberwar. Dieser stellt – so die häufige Charakterisierung in der Literatur – neben Land, Wasser, Luft und Weltraum die „fünfte Dimension der Kriegsführung“ dar. Mit ihm verlagert sich die Kriegsführung in einen vom Menschen selbst geschaffenen virtuellen Rau...
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Das Konzept des gerechten Friedens – in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) entfaltet in der Denkschrift von 2007 – wird breit diskutiert. Reflexionen erfolgen vor allem im Hinblick auf drei friedensethische Kategorien: Recht, Gerechtigkeit und Gewalt. Dabei wird Recht als Mittel friedensfördernden Handelns verstanden, ausgedrückt in der...
Chapter
Unbemannte Waffensysteme – umgangssprachlich Drohnen – entfachen kontroverse Debatten: Während die einen vom „drohenden Ende der Menschlichkeit“ (Human Rights Watch) sprechen, gelten sie für andere als „einen bedeutenden ethischen Fortschritt in der Geschichte der Kriegsführung“ (Statman 2014, S. 46). Dass die Kriegsführung durch eine immer stärker...
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Die internationale Schutzverantwortung (Responsibility to Protect, R2P) hat wie kaum ein anderes Konzept in nur kurzer Zeit Eingang in die internationale Politik gefunden, begleitet von kontroversen politischen und ethischen Debatten, die bis heute anhalten. Während Befürworter einer Responsibility to Protect die Aufwertung individueller Menschenre...
Chapter
„Bündnissolidarität ist Teil deutscher Staatsräson“ – so ist es im aktuellen Weißbuch der Bundesregierung (2016, S. 49) zu lesen. Damit wird ihr höchste Priorität eingeräumt; sie scheint gesetzt und unhinterfragbar. Dass dies in der politischen Praxis nicht so eindeutig ist, zeigte sehr eindrücklich die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat bei...
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Der gerechte Frieden als ein noch junges Konzept in der christlichen Friedensethik stellt eine Alternative zu etablierten friedensethischen Ansätzen dar. Insbesondere grenzt er sich von der Lehre vom gerechten Krieg (bellum iustum) ab. So ist der gerechte Frieden von seiner Entstehungsgeschichte her auch nicht in Abgrenzung zu anderen Friedensbegri...
Book
Unbemannte Waffensysteme – umgangssprachlich Drohnen – entfachen kontroverse Debatten. Zwei Entwicklungen sind dabei zentral: zum einen die zunehmende Bewaffnung unbemannter Systeme, zum anderen ihre Autonomisierung. Während diese für die einen das „drohende Ende der Menschlichkeit“ bedeuten, gelten sie für andere als Ausdruck einer fortschreitende...
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Die „Charta von Paris für ein neues Europa“ besiegelte im November 1990 – getragen von dreißig Staaten Europas, den USA und Kanada – nach vier Jahrzehnten das Ende des Kalten Krieges. Das Ende der Blockkonfrontation zwischen Ost und West sollte Raum geben für Perspektiven auf eine gesamteuropäische Friedensordnung. Erstmals bestand die Chance eines...
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Die Strategie der nuklearen Abschreckung ist nicht neu, doch haben sich ihre Konstellationen verändert: Die Bipolarität während des Kalten Krieges ist einer Multipolarität gewichen; das macht Abschreckungsstrategien per se unsicherer. Nichtsdestotrotz erleben alte Großmachtrivalitäten und die nukleare Abschreckung eine Renaissance. Mit der Weiteren...
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„Si vis pacem para pacem“ (wenn du den Frieden willst, bereite den Frieden vor) – unter dieser Maxime steht das Leitbild des gerechten Friedens. Es steht „für einen fundamentalen Wandel in der ethischen Praxis“ und setzt „andere Bewertungsgrundlagen und Handlungskriterien voraus“ (ÖRK 2011, Präambel). Ausgehend von Psalm 85,11 „dass Gerechtigkeit u...
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Alternative Friedens- und Sicherheitsstrategien haben es schwer, müssen sie sich gegen herrschende Politikmuster durchsetzen (vgl. Czempiel 1986, S. 56). Das trifft in besonderer Weise für die gemeinsame Sicherheit zu. Die auf die Palme-Kommission 1982 zurückgehende Grundidee, die konfrontative Abschreckungspolitik durch kooperative bündnisüberwölb...
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„Friedenswahrung durch europäische Integration [bleibt] alternativlos“ – so Martina Fischer in ihrer Synthese –, ungeachtet „aktueller Zerfallserscheinungen“ der Europäischen Union. Damit schließt sie nahtlos an die Aussage der Friedensdenkschrift der EKD an.
Chapter
„Human Security: Paradigm Shift or Hot Air?“ – Diese Frage des Politikwissenschaftlers Roland Paris (2001) verweist sehr prägnant auf die Kontroversen und die Bandbreite der Debatten um das Konzept der menschlichen Sicherheit. Während Befürworter mit der Human Security einen notwendigen Paradigmenwechsel im Sicherheitsdiskurs – weg vom Staat hin zu...
Book
Das Konzept des Just Policing beinhaltet zwei Dimensionen, die in diesem Band näher in den Blick genommen werden: Zum einen grenzt es die polizeiliche von der militärischen Gewalt ab; zum anderen bezieht sich Just Policing nicht nur auf Polizeikräfte im Allgemeinen, sondern explizit auf gerechte Polizeikräfte. Vor diesem Hintergrund diskutieren die...
Chapter
Der Begriff der Orientierung ist sowohl in politischen und gesellschaftlichen Debatten als auch in philosophischen und ethischen Kontexten allgegenwärtig. Nach Herbert Schnädelbach (1992, S. 381) könne die Philosophie – und damit auch die Ethik – generell als ein „Versuch gedanklicher Orientierung im Bereich der Grundsätze unseres Denkens, Erkennen...
Chapter
„Eine christliche Friedensethik kann es am Ende des zweiten Jahrtausends nur noch als eine ökumenische Friedensethik geben.“ – so der Theologe Wolfgang Lienemann (2000, S. 58). Unbestreitbar ist, dass Frieden zu den zentralen Themen der Ökumene gehört. Davon zeugen unter anderem die Bestrebungen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK, auch Weltkir...
Chapter
Der Begriff der Orientierung ist sowohl in politischen und gesellschaftlichen Debatten als auch in philosophischen und ethischen Kontexten allgegenwärtig. Nach Herbert Schnädelbach (1992, S. 381) könne die Philosophie – und damit auch die Ethik – generell als ein „Versuch gedanklicher Orientierung im Bereich der Grundsätze unseres Denkens, Erkennen...
Chapter
Fragen nach der Legitimität militärischer Gewalt gehören zu den Kernfragen friedensethischer Debatten. So erweist sich militärisches Handeln per se als problematisch, ist es durch das, was unter Menschen nicht sein soll, bestimmt: durch Gewalt (vgl. Ebeling 2006, S. 9). Dabei zeigen sich die biblischen Schriften wie auch die kirchlichen Traditionen...
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Seit ihrem Bestehen diskutiert die Friedensforschung über ihren Untersuchungsgegenstand. Bis heute ist der Friedensbegriff kontrovers. Die vom norwegischen Friedensforscher Johan Galtung eingeführte Unterscheidung zwischen negativem und positivem Frieden als Abwesenheit von direkter bzw. struktureller Gewalt prägt zwar bis heute maßgeblich den – no...
Chapter
Damit deutet sich das zweite und wahrscheinlich deutlichste Unterscheidungskriterium an: die Einsatzmittel (material characteristics). Während zur polizeilichen Ausrüstung neben nicht-letalen Waffen vor allem Einzelschusswaffen gehören, die keine großflächige Wirkung entfalten, verfügt das Militär über (Groß-)Waffensysteme mit einem erheblichen Zer...
Chapter
Welche Schlussfolgerungen lassen sich nun aber bezüglich des Ausgangskontextes – der Frage nach der Bedeutung von Polizeikräften in internationalen Friedensmissionen – aus diesen Ergebnissen ziehen? In der Literatur finden sich drei Zugänge: Ein erster Ansatz betont die zunehmende Bedeutung internationaler Polizei in der Konfliktbearbeitung (Stateb...
Chapter
Gewalt erweist sich nicht nur als ein schwer fassbarer, vieldeutiger und mehrdimensionaler Begriff, er ist auch in hohem Maße ambivalent, und das in doppelter Hinsicht: Gewalt kann einerseits der Zerstörung wie der Herstellung und Begründung sozialer Ordnungen dienen; andererseits kann sie Ausdruck sowohl der Gefährdung und Vernichtung von Leben al...
Chapter
Die Unterscheidung militärischer und polizeilicher Gewalt reicht weit in die Geschichte zurück. Basierend auf der Trennung von äußerer und innerer Sicherheit vollzog sich diese mit der Westfälischen Ordnung und der Konstituierung der modernen Nationalstaaten. So unterschied beispielsweise der königlich-preußische Landesschluss 1648 zwischen der „Si...
Chapter
Einen weiteren zentralen Unterscheidungspunkt zwischen Militär und Polizei bilden die rechtlichen Rahmenbedingungen (legal characteristics, vgl. Tab. 5.1). Nach Art. 2 Ziff. 4 der UN-Charta ist den Staaten die Androhung und Anwendung von Gewalt untersagt. Das Gewaltverbot gilt als elementare Norm des Völkerrechts.
Chapter
Das Konzept des Just Policing, des gerechten polizeilichen Handelns, ist entwickelt worden, das Ideal der Gewaltfreiheit mit der internationalen Schutzverantwortung in Einklang zu bringen. Im Fokus dieses Ansatzes steht ein „rethinking war in terms of policing“ mit dem Ziel der Gewaltminimierung. In Auseinandersetzung mit diesem Konzept werden zwei...
Chapter
Bereits die Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen war von dem Willen der Kirchen, Krieg zu überwinden, geprägt. Dies setzte sich mit dem konziliaren Prozess, der Dekade zur Überwindung von Gewalt sowie der Friedenskonvokation mit dem Aufruf zum gerechten Frieden fort. Der gerechte Frieden steht für einen fundamentalen Wandel in der ethischen...
Chapter
Frieden „als Sehnsucht, Hoffnung, Traum oder Verheißung“ gehört zu den „ältesten Ideen der Menschheit“ (Picht 1971, S. 13). Er gilt als hohes, wenn nicht sogar höchstes Gut. Gleichzeitig sind Krieg und Gewalt omnipräsent. Sie sind zudem in einem steten Wandel begriffen. So haben sich in den letzten Jahrzehnten die Formen militärischer Gewaltanwendu...
Chapter
Vor dem Hintergrund der ökumenischen Debatte um Gerechtigkeit und Frieden sowie in deutlicher Abkehr zur Lehre vom gerechten Krieg etablierte sich insbesondere im deutschen kirchlichen Kontext das Konzept und Leitbild des gerechten Friedens. Hierfür steht das Hirtenwort der deutschen Bischöfe aus dem Jahr 2000 wie auch die 2007 veröffentlichte Frie...
Chapter
Nach Identität wird gefragt, wenn sie zum Problem geworden ist. – In diesem Sinne formulierte es der Marburger Religionspädagoge Bernhard Dressler (1998, S. 236f.). Mit den Erfahrungen in der internationalen Politik deckt sich dies auf offenbar signifikante Weise: Die heute verbreitete Rede von der „Rückkehr der Religionen“ (Riesebrodt 2000) oder a...
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Der Band untersucht religiöse Identitäten und ihre Rolle in politischen Konflikten, sowohl weltweit als auch in innenpolitischen Kontexten. Was bedeutet es für den Konfliktverlauf – so die Leitfrage –, wenn Religion zum zentralen Identitätsmarker avanciert? Autorinnen und Autoren verschiedener Disziplinen erörtern diesbezüglich Konzepte religiöser...
Chapter
Religionen bzw. deren Vertreter als Akteure der internationalen Politik zu betrachten, ist alles andere als selbstverständlich. So hat die Politikwissenschaft ausgehend vom Säkularisierungsparadigma der Religion lange Zeit nur wenig Bedeutung beigemessen. Dies betraf insbesondere die Disziplin der Internationalen Politik bzw. der Internationalen Be...
Book
Der Band untersucht das Agieren religiöser Akteure wie Religionsgemeinschaften und religiös basierte NGOs in der Weltpolitik und fragt nach den Potenzialen und Grenzen ihrer Einflussnahme. Erörtert werden theoretische und normative Aspekte im Verhältnis von Globalisierung, Global Governance und der Revitalisierung von Religion sowie Formen der tran...
Chapter
Die Europäische Union erlebt schwierige Zeiten. Im Gefolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sind eine ganze Reihe ihrer Länder in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten geraten. Deren wachsende Staatsverschuldung bei sinkender Wirtscbaftsleistung haben aus der internationalen Immobilien- und Finanzkrise von 2008 in Europa eine Wirtschaft...
Book
Die Europäische Union galt lange Zeit als rein säkulare politische Gemeinschaft, in der Religion nicht zu thematisieren sei. Mit der viel beschworenen Rückkehr der Religionen und der Idee der postsäkularen Gesellschaft stellt sich diese Frage ganz neu. Die verstärkte Aufmerksamkeit für die gesellschaftliche Bedeutung von Religion speist sich mittle...
Chapter
„Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“, so lautete die Aussage des Öku-menischen Rates der Kirchen auf seiner ersten Vollversammlung 1948 in Amsterdam. Dementsprechend müsste es das erklärte Ziel von Religionsge-meinschaften sein, dem Krieg entgegenzutreten, zumindest ihn aber nicht zu fördern. Können Religionsgemeinschaften aber diesem Anspruc...
Book
Das Verhältnis von Religion und Zivilgesellschaft ist komplex und ambivalent. Einerseits kann es keineswegs als ausgemacht gelten, dass Religion ein Teil der Zivilgesellschaft ist: Nicht jede Religion oder religiöse Gemeinschaft versteht oder verhält sich als zivilgesellschaftlicher Akteur und nicht alle Staaten weisen gleichermaßen jenen Bereich f...
Chapter
Die Bedeutung der Zivilgesellschaft für den Bestand und die Fortentwicklung von Gesellschaft und Politik hat in den zurückliegenden Jahren quer durch die Sozial- und Geisteswissenschaften ganz erhebliche Aufmerksamkeit erfahren. Die Ursachen dafür sind bekanntlich vielfältig. Wichtige Impulse der Debatte gingen zunächst von den Transformations- und...
Chapter
Im globalen Maßstab ist ohne Zweifel von einer erheblichen Bedeutungszunahme der Religionen auf der politische Bühne des 21. Jahrhunderts auszugehen. Bilder eines weltweit erstarkenden Islams und die anhaltende Bedrohung durch den Islamismus insbesondere als ideologischer Motor eines neuen transnationalenTerrorismus bestimmen die öffentliche Wahrne...
Book
60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind Menschenrechte auf dieser Welt nach wie vor keine Selbstverständlichkeit. Derzeit scheint vor allem die transkulturelle Geltung der Menschenrechte in Frage zu stehen. Im Zentrum dieses mit philosophischen und politischen Mitteln ausgetragenen Konflikts stehen vielfach Religion und Reli...
Chapter
In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Welt dramatisch verändert. Galt das Ende der Ost-West-Konfrontation zunächst als ein Schritt in Richtung einer friedlichen Lösung von Konflikten, erwiesen sich die nach 1990 aufbrechenden regionalen Konflikte in und um Europa und der global auftretende, transnationale Terrorismus als ein schwerer Rückschri...
Book
Das Verhältnis von Religion und Demokratie gehört zu den großen Zukunftsthemen demokratischer Gesellschaften. Nachdem die Politikwissenschaft diesem Spannungsfeld lange Zeit kaum Aufmerksamkeit geschenkt hat, erfährt das Wechselverhältnis von Religion und Demokratie in jüngster Zeit eine neue Aktualität. Einen Schwerpunkt in der neueren politischen...
Article
Der Begriff des gerechten Krieges reicht weit in die Geschichte zurück und ist in Europa eng mit den ethischen Traditionen des Christentums verbunden. Mit den aktuellen humanitären militärischen Interventionen scheint das Konzept des gerechten Krieges seine Aktualität zurückerlangt zu haben. So spricht beispielsweise der amerikanische Sozialphiloso...
Chapter
Die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Religion und Demokratie stößt in der Politikwissenschaft – nachdem diese in der Vergangenheit dem Thema Religion kaum Aufmerksamkeit schenkte und wenn, dann häufig nur im Zusammenhang mit der Säkularisierungsthese – zunehmend auf Interesse. Insbesondere angesichts friedenspolitischer Ansätze wie dem des...
Book
Das Buch stellt sich den essenziellen Fragen von Krieg und Frieden aus ethischer und religiöser Perspektive. Ziel ist es, die gegenwärtig stark umstrittene Lehre vom gerechten Krieg in den globalen Kontext einzubinden und aktuelle Weiterentwicklungen innerhalb – sowie außerhalb – dieser stark vom Christentum geprägten Lehre zu analysieren. Erörtert...

Citations

... Vor dem Hintergrund der zunehmenden religionspolitischen Debatten um die soziale Stellung und die Rechte islamischer Minderheiten in Europa, wird die Frage der religiösen Identitäten oft als Konflikt zwischen der nationalen Identität der Mehrheit und der "des Islam" aufgefasst (z. B. Werkner und Hidalgo 2016;Yendell 2013Yendell , 2014. Nach Befunden steht eine große Zahl der Europäer*innen Muslim*innen skeptisch bis ablehnend gegenüber (Pollack et al. 2014;Pickel 2013. ...
... A second trend is the rise in numbers of UN police officers authorized for deployment in peacekeeping operations and special political missions, which grew from 5,840 in 1995 to about 11,000 in 2020 (UN Nations Peacekeeping, n.d.). Commenting on the trend in peace missions, some scholars speak of "policing wars" (Holmqvist, 2014) or policialization ("Konstabulisierung") (Werkner, 2017). ...