Eva Senghaas-Knobloch's research while affiliated with Universität Bremen and other places

Publications (31)

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Durch die Einführung von Gruppenarbeit in Industriebetrieben werden neben den eingelebten Kooperationsformen auch die beruflichen Selbstbilder und die persönlichen Strategien der Beschäftigten zur Bewältigung von Arbeitsanforderungen tangiert. In dem Beitrag werden das Forschungsdesign und erste Befunde einer aktuellen empirischen Untersuchung darg...
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so der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), Juan So-mavía, im Jahre 1999, d.h. 80 Jahre nach Gründung der IAO in seinem Jahresbericht an die Mitglieder der Internationalen Arbeitskonferenz. Unter dem Titel „Decent Work“ bzw. „menschenwürdige Arbeit“ stellte er damit am Ende des letzten Jahrhunderts eine Agenda vor, mit der...
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Die Karriere des Begriffs und politischen Konzepts der Nachhaltigkeit hat vor allem damit zu tun, dass die ungeplanten oder nicht bedachten oder in Kauf genommenen, nicht selten katastrophischen Folgen zweckrational geplanten Handelns in Natur und Gesellschaft nicht mehr unbeachtet bleiben können. Angesichts dieser Folgen in Umwelt und Gesellschaft...
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Unter dieser theoretischen Perspektive entfaltete Birgit Volmerg in ihrem Beitrag über ‚Arbeit als erlebte Wirklichkeit‘ unsere Untersuchungsbefunde zur ‚betrieblichen Lebenswelt‘ in einem Industrieunternehmen Anfang der 1980er Jahre. Diese Untersuchung entstand zu einer Zeit, als subjektivitätsbezogene Probleme des Arbeitslebens in der interdiszip...
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Since the second part of the 20th century, paid work, for both women and men, has been the experience of participating in publicly appreciated social exchange. During the same time the industrial society has been changing into a service society, but also care-activities have and been integrated into processes of market and valorization. To cope wit...
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Die Überzeugung, „dass die Arbeit eine fundamentale Dimension der Existenz des Menschen auf Erden darstellt“ (Laborem Exercenc, 1981, S. 9), teilt die katholische Kirche seit der päpstlichen Enzyklika „Rerum Novarum“ von 1891 mit der Arbeiterbewegung, die sich im Kampf um Würde und Recht der Lohnarbeitenden konstituierte. Im Protestantismus — ob lu...
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Organisation als arbeitsteilige Kooperation zu spezifischen Zwecken ist eine gesellschaftspolitische Innovation, die mit der Entwicklung der Industriegesellschaft weit über Wirtschaft und Politik hinaus zu einem durchgängigen Handlungsprinzip geworden ist.57 Eine der grundlegenden Aufgaben, die sich für die Führung jeder einzelnen Organisation stel...
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Zu den großen Veränderungen am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts gehört der Strukturwandel der Erwerbsarbeit. Grundzüge des ökonomisch-sozialen Entwicklungspfads reifer Industriegesellschaften, der von der französischen Regulations-Schule nach dem Autobauer Henry Ford als Fordismus bezeichnet worden ist, sind im Wandel begriffen. Dies...
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Die Verwendung des Begriffs von Kultur im Zusammenhang mit zweckgerichteten Organisationen, wie sie beispielsweise Unternehmen darstellen, hat zwei Schwerpunkte: einen eher normativ-strategischen und einen eher analytisch-verstehenden. Im ersten Fall geht es um die Erkundung, Erprobung und Beförderung von solchen Kulturmustern, die einem übergeordn...
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Gewinnorientierte Wirtschaftsunternehmen — besonders Industriebetriebe — gelten gemeinhin nicht als Ort fürsorglicher Praxis, obgleich für Vorgesetzte eine Fürsorgepflicht besteht. Umgekehrt wird Familie102 unter dem Gesichtspunkt von Regeln zur Einhaltung einer Fairnessstruktur eher selten betrachtet. Demgegenüber soll im Folgenden gerade an jene...
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Die von der Nachhaltigkeitsproblematik inspirierte Debatte über radikalen und schnellen Wandel kann durch den Blick auf Politikfelder mit historischer Tradition lernen. Ein solches Politikfeld ist die internationale Arbeits- und Sozialpolitik. Dieses Politikfeld macht deutlich, dass es einer spezifischen Akteurskonstellation bedarf, um einen wahrge...
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Die arbeitsbezogene Sozialforschung ist in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, aber auch nach dem 2. Weltkrieg in der Bundesrepublik, in besonderer Weise in der Industrie- und Betriebssoziologie verankert gewesen, einer speziellen Soziologie, „die gleichwohl“ — wie Dahrendorf Ende der 1950er bzw. Anfang der 1960er Jahre konstatierte — „mit...
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Die Geschichte der industriellen Arbeits-und Technikgestaltung lässt sich auch als Geschichte von Strategien lesen, mit denen das konkrete Arbeitshandeln der Beschäftigten immer stärker im Detail vorgeplant und auf diese Planung mit den verschiedensten Methoden festgelegt werden sollte: Je tiefer die Arbeitsteiligkeit, desto reduzierter und leichte...
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Angesichts „der Verschränkung des aktuellen Wandels der Arbeits- und der Geschlechterverhältnissec (Verbund: „Zukunftsfähige Arbeitsforschung“ 2005, S.20) hat das von Frauenforscherinnen seit den 1970er Jahren vorgetragene Plädoyer für einen erweiterten Arbeitsbegriff in den letzten Jahren breiteren Zuspruch erhalten, auch in den klassischen Arbeit...
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David Mitrany (1888–1975) wurde in Bukarest geboren, studierte kurze Zeit in Paris und Hamburg und erhielt seine akademischen David Mitrany (1888–1975) wurde in Bukarest geboren, studierte kurze Zeit in Paris und Hamburg und erhielt seine akademischen Würden an der London School of Economics. Er wirkte in Princeton, Harvard, Yale und Smith. 1966 er...
Research
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Das Memorandum war ein ein konkretes Projekt der Vernetzung von ArbeitsforscherInnen und wurde als Discussion Paper 13/2005 online veröffentlicht. Dies geschah im Rahmen des BMBF-Projektes "GendA - Netzwerk feministische Arbeitsforschung" am Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. GendA widmete sich von 2002 bis 2005 mit...
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Wenn wir Frieden prozeßhaft — als gelingende kooperative Interaktionen zwischen verschiedenen sich voneinander abgrenzenden Akteursgruppen — begreifen, so kommt es für die Konzipierung von Friedensstrategien darauf an, die friedensrelevanten Akteursgruppen und Handlungsfelder zu identifizieren.1 Neben Staaten und innergesellschaftlichen Gruppierung...
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"Auf der interdisziplinären Fachkonferenz 'Flexible Arbeitsformen unter der Perspektive sozialer Nachhaltigkeit", zu der sich Ende April 2007 Arbeitsforscherinnen und -forscher verschiedener sozialwissenschaftlicher Disziplinen in der Uni Bremen trafen, wurden die Gestaltungsperspektiven für soziale Nachhaltigkeit bei flexiblen Arbeitsformen für dr...

Citations

... widerspricht (vgl. Madörin 2007;Biesecker et al. 2012;Senghaas-Knobloch 2005 Zu Care und Nachhaltigkeit gibt es schon seit längerem wissenschaftliche Diskussion. So setzt sich das Verbundvorhaben "Care, Gender und Green Economy. ...
... Hierbei wird die Auseinandersetzung pluraler betrieblicher Arbeitskulturen als soziale "Deutungskollektive"(Froschauer 2012, S. 341) mit sich verändernden internen und externen Handlungsbedingungen untersucht(vgl. Becke 2008;Bleses 2011;Senghaas-Knobloch 2008). Betriebliche Arbeitskulturen lassen sich als "konjunktive Erfahrungsräume"(Mannheim 1980, S. 213 f.) verstehen, in denen Beschäftigte in der interaktiven Auseinandersetzung mit einer gemeinsamen Primäraufgabe spezifische Handlungs-und Orientierungsmuster entwickeln (Becke 2008, S. 223 f.). ...
... At the level of the human individual, the link between resilience and well-being has been made with the question of " how lives are lived well despite adversity. " This is being studied across cul­ tures (Camfield and McGregor, 2005; Ungar and Liebenberg, 2005; Liebenberg and Ungar, 2008) and differentiating between social and age groups in different life situations within the same cultural context (Besthorn, 2005; Becke and Senghaas-Knobloch, 2008). The resilience concept is central in the analysis of social and social–ecological system dynamics and plays an increasingly important role in the development of social–ecological man­ agement and governance strategies. ...
... In secundis le trasformazioni del lavoro, non solo in ragione dell'innovazione tecnologica ma anche della (spinta alla) progressiva convergenza verso un modello di impiego di qualità che tenga in conto la dignità dei lavoratori (decent work. ILO, 1999;Senghaas-Knobloch, 2010;Gallas et al., 2016;Nizami e Prasad, 2017) e che sia compatibile con le esigenze di sostenibilità ambientale e sociale (ILO, 1999; Ribeiro-Duthie, 2020). ...
... Nachhaltigkeit umfasst dabei unterschiedliche Perspektiven, steht in keiner einheitlichen Forschungstradition und wird leider häufig als Begriff ohne Anbindung an ein definiertes Konzept verwendet (Mittnacht 2009;Schell et al. 2013). In diesem Beitrag wird unter Nachhaltigkeit die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit eines Gesellschaftssystems sowie dessen Zukunftsfähigkeit und Langfristigkeit verstanden (Hauff 1987;Senghaas-Knoblauch 2009;Spangenberg 2005). So ist "[...] eine Gesellschaft [...] dann nachhaltig, wenn sie so strukturiert ist und sich so verhält, dass sie über alle Generationen existenzfähig bleibt" (Meadows et al. 1995). ...
... In den letzten Jahren werden solche Kategorien zumindest ergänzt von vieldiskutierten Begriffen, die eher andere Aufgaben und Zielsetzungen der Sozialen Arbeit betonen. Ein solcher Begriff ist ‚Care' -der inzwischen gängige Sammelbegriff für Tätigkeiten und Orientierungen, die in der deutschsprachigen Literatur auch als Sorge, Fürsorge, Sorgearbeit Brückner, 2010), fürsorgliche Praxis (Senghaas- Knobloch, 2008;, Lebenssorge (Gerhard & Klinger, 2013;Klinger, 2019) oder Sorgsamkeit bezeichnet werden. Dabei wird Care als gemeinsam gestaltete soziale Praxis verstanden, der signifikante Machtdifferenzen innewohnen (vgl. . ...
... Das Konzept der Aneignungsweisen schließt an ein Subjektverständnis an, das das individuelle Vermögen der Deutung und Neudeutung von Wirklichkeit sowie die subjektiven Gestaltungschancen bei der Aneignung von Arbeit ins Zentrum stellt (Frey 2010). Damit wird an ältere Traditionslinien der deutschsprachigen Arbeitsforschung (Leithäuser 1986;Senghaas-Knobloch et al. 1997) sowie die internationale "Meaningful Work"-Diskussion (Isaksen 2000;Rosso et al. 2010) angeschlossen, die beide die Aushandlungen von Sinn in der Arbeit untersuchen. Wir nutzen diesen Zugang, da er im Gegensatz zu anderen Herangehensweisen nicht ausschließlich auf die neuen Begrenzungen und Einschränkungen handelnder Akteure fokussiert. ...
... Den Begriff der "Gegenkultur" aufgreifend, findet sie diese nicht nur in der Kultur der gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Betrieb, sondern in den lebensweltlichen Aspekten der Arbeitswelt überhaupt: "Diese Praxis der Selbsterhaltung und des Selbstschutzes findet teilweise ihren kollektiven Ausdruck in der gewerkschaftlichen Interessenorganisation, teilweise aber auch unabhängig von dieser in den informellen Beziehungen und Arbeitsweisen der Gruppen im Betrieb, die eine ganz eigene Wirklichkeit ausmachen. ... Man kann hier auch von einer in der betrieblichen Lebenswelt verankerten Gegenkultur der Arbeitenden sprechen, die aus der Erfahrung von Ausbeutung und Entfremdung erwächst (Volmerg, Senghaas-Knobloch, Leithäuser 1986 -Knobloch (1996-Knobloch ( , 1998-Knobloch ( , 1999 (Louis 1983, Gregory 1983, Martin, Sitkin und Boehm 1983, Martin und Siehl 1983, Van Maanen und Barley 1985, Jamison 1985, Meyerson und Martin 1987, in Deutschland Bleicher 1986. ...