Article

Theorie des Kommunikativen Handelns. Band 1: Handlungsrationalität und Gesellschaftliche Rationalisierung

Authors:
To read the full-text of this research, you can request a copy directly from the author.

No full-text available

Request Full-text Paper PDF

To read the full-text of this research,
you can request a copy directly from the author.

... Dafür wurde n der Handlungstheor e von Habermas und n se nem Ich-und W r-Konzept e ne kommun kat ve Verm lung ges chtet. Was genau kommun kat ve Verm lung st und w e s e konkret umgesetzt werden kann, hat Habermas n se ner D skurseth k herausgearbe tet (Habermas, 1983;Habermas, 1991;Habermas, 1998). D e D skurseth k räumt tatsächl ch n cht nur der protestantischen Ethik, sondern unter günstigen Voraussetzungen jeder universalistischen Ethik die Fähigkeit zur Moderne ein. ...
... Dafür wurde n der Handlungstheor e von Habermas und n se nem Ich-und W r-Konzept e ne kommun kat ve Verm lung ges chtet. Was genau kommun kat ve Verm lung st und w e s e konkret umgesetzt werden kann, hat Habermas n se ner D skurseth k herausgearbe tet (Habermas, 1983;Habermas, 1991;Habermas, 1998). D e D skurseth k räumt tatsächl ch n cht nur der protestantischen Ethik, sondern unter günstigen Voraussetzungen jeder universalistischen Ethik die Fähigkeit zur Moderne ein. ...
... Dafür wurde n der Handlungstheor e von Habermas und n se nem Ich-und W r-Konzept e ne kommun kat ve Verm lung ges chtet. Was genau kommun kat ve Verm lung st und w e s e konkret umgesetzt werden kann, hat Habermas n se ner D skurseth k herausgearbe tet (Habermas, 1983;Habermas, 1991;Habermas, 1998). D e D skurseth k räumt tatsächl ch n cht nur der protestantischen Ethik, sondern unter günstigen Voraussetzungen jeder universalistischen Ethik die Fähigkeit zur Moderne ein. ...
Full-text available
Article
Solidarität wurde schon vor der Entstehungsphase des Islams durch ethische Erwartungen geboten. Den Menschen wurde auch im Frühislam zugemutet, dass sie ihre wirtschaftssolidarische Verantwortung durch das Sadaqa-System wahrnehmen. Diese Normen waren in den Rahmen der natürlichen Gerechtigkeitsvorstellung eingebettet. Mit der Gründung der Umma genügten die bestehenden Gewohnheiten den universalistischen Normen des Islams nicht mehr. Im Rahmen der auf bestehenden Gewohnheiten basierenden Gerechtigkeitsvorstellungen konnten die Streitigkeiten zwischen den Individuen wie auch die gesellschaftlichen Konflikte auch trotz korrekter Anwendung von Analogien nicht mehr beigelegt werden. Angesichts dieser fortschreitenden Rationalisierung der Lebenswelt wurde die zunächst nur theologisch legitimierte freiwillige Solidarität in rechtlich erzwingbare Normen verwandelt. Folglich wurden die islamischen Gerechtigkeitsvorstellungen von logischen Prinzipien abgeleitet und in Form von Rechtsnormen implementiert. Genau dieser Schritt machte das Sadaqa-System zugunsten des Zakât-Systems obsolet. Der Bektaşi-Orden, der die Gründung des Osmanischen Reichs im Kleinformat darstellt, übernahm das Sadaqa- und Zakât- System in dieser universalisierten Norm und verwandelt sie im Form von Waqfs in eine nächst höhere Institution, nämlich in den Staat.
... Critical social theory, a neo-humanist approach, which considers how to improve the human condition [17]. Hence, its aim is an all-encompassing approach to active participation, observation and analysis of the situation and the design of an intervention to accomplish change. ...
... Hence, its aim is an all-encompassing approach to active participation, observation and analysis of the situation and the design of an intervention to accomplish change. According to Habermas [17], "content" and "relationship" are two criteria that can be used to analyse and validate discussion about research. ...
Full-text available
Article
The COVID-19 pandemic and the subsequent emergency measures had a fundamental and disruptive impact on societies and, in particular, on the educational sector. The transition of the modality of educational delivery from face-to-face to online occurred within days; this research study considered the concepts of digital trust and digital access, using structuration, postmodernism, and critical social theory as lenses to understand Higher Education (HE) student experiences during the first wave of the lockdown. The study compared these aspects in Hungary, South Africa, and Wales (UK) with different digital and network readiness indices. The digital development of the countries is presented using both the Digital Intelligence and Network Readiness indices. The research approach was cross-country, international, comparative, inductive, and quantitative. The research study found that there was a significant relationship between the countries’ GDP and their network readiness, impacting students’ online learning experiences. Significant differences were found between the participating universities in terms of digital access and digital trust; this research provides valuable insights for informing future pedagogical approaches and teaching best practice, specifically for residential universities. Understanding challenges and barriers to student learning experiences, and the impact of inequitable access to digital technologies and communication, is key for future pedagogical policy and practice. Several recommendations are made to inform practice.
... We should state the fact regarding some debatable aspects of discourse manifestation represented by scholars: different perception of certain pieces (we mean their connotative semantics) of discourse by the audience, the equating of discourse and the text, the negligence of the recipient's reaction, etc. Although, we can agree upon the scholars' opinion concerning the expansion of the notion "discourse" by including extra linguistic or paralinguistic components of communication (Serio, 1999: 14-53;Foucault, 1996;Bekhta, 2004;Greimas & Courte, 1983) alongside with the semantics of evaluative and attitudinal connotations (Habermas, 1981) into its structure; consideration of diverse speech genres (Batsevych, 2004: 138) and social orientation of speech (Karasik, 2000). ...
... The German scholar Habermas (Habermas, 1981) examines discourse in the framework of communication, defining it as a criterion for determining veracity or non-veracity of agreement which is reached in communication through reasoning. He highlights the importance of consensus in communicating. ...
Article
The Discourse of Science and Technology is represented in the viewpoint of its strategic and tactical vectors of manifestation. Some linguistic peculiarities characterising the discourse of science and technology are described; the appropriate translation techniques used while reproducing the content of the English technical terms originated from Latin and Greek in Chinese and Ukrainian are introduced. The constituents of the terminological competence as a component of the translator’s competence are presented in the article. Some translation quality criteria which could be used for evaluating students’ terminological competence are introduced. A set of teaching tools which could facilitate students’ academic success in translating terminology is specified. The required outcomes that students are to demonstrate (assessment criteria) after finishing their translation course within their professional training are clarified.
... Dem Referenzrahmen liegt ein Verständnis von Allgemeinbildung zugrunde, dessen Selbstzweck in der Auseinandersetzung mit Phänomenen der Welt, mit Personen, Gegebenheiten und Beziehungen entwickelt werden muss. Dabei geht es um mehr als die bloße Reproduktion des Vorgefundenen, nämlich um die geistige Durchdringung der Sache aus mehreren Perspektiven unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rationalitätsformen (Habermas, 1981). Habermas (1981) unterscheidet fünf Rationalitätsformen: kognitiv-instrumentelle Rationalität, kommunikative Rationalität, moralisch-praktische und evaluative Rationalität sowie expressive Rationalität, aus welchen unterschiedliche Autoren (Baumert, 2002;Dressler 2006) Allgemeinbildung im Spannungsfeld der Gegenwarts-und Zukunftsorientierung ist sinnstiftend. ...
... Dabei geht es um mehr als die bloße Reproduktion des Vorgefundenen, nämlich um die geistige Durchdringung der Sache aus mehreren Perspektiven unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rationalitätsformen (Habermas, 1981). Habermas (1981) unterscheidet fünf Rationalitätsformen: kognitiv-instrumentelle Rationalität, kommunikative Rationalität, moralisch-praktische und evaluative Rationalität sowie expressive Rationalität, aus welchen unterschiedliche Autoren (Baumert, 2002;Dressler 2006) Allgemeinbildung im Spannungsfeld der Gegenwarts-und Zukunftsorientierung ist sinnstiftend. Sie hat pragmatische Funktion (Klafki, 2004), die durch die Fähigkeit gekennzeichnet ist, notwendige Aufgaben des alltäglichen Lebens selbstständig zu bewältigen und legitime Interessen wahrzunehmen 15 . ...
Full-text available
Poster
Was sollen Lernende in den Lernfeldern „Ernährung“ und „Haushalt und Konsum“ wissen und können? Einerseits geht es inhaltlich sowohl um die bildungspolitische Frage nach einer verbindlichen Grundbildung für alle in den Themenbereichen Ernährung, private Alltagsgestaltung und Daseinsvorsorge als auch um Aspekte der beruflichen Qualifizierung. Andererseits werden damit auch zentrale fachdidaktische Fragen aufgeworfen, die sich mit dem Lehren und Lernen im Fach befassen. Diese sind vor allem im Bewusstsein der gesellschaftlichen Transformationen und ihren Auswirkungen auf Sozialisation und Erziehung bedeutsam. Entsprechend notwendig erscheint eine geeignete Orientierungshilfe, die auf einen Blick eine sinnstiftende Verortung der eigenen fachlichen und fächerübergreifenden Unterrichtstätigkeit in den Lernfeldern Ernährung und Gesundheit, Haushalt und Haushaltsmanagement, Konsum und Nachhaltigkeit ermöglicht, sowie Anschlussfähigkeit an Domänen und Konzepte von Bildung (Allgemeinbildung, Berufsbildung) aufzeigt. Der Referenzrahmen schaff t eine gemeinsame Grundlage für die Ernährungs- und Verbraucher_innenbildung im formalen Bildungsbereich. Die vorliegende Handreichung zum Poster 2015 versteht sich als Begleitschrift dazu und möchte die dahinterliegenden Konzepte und Theorien sichtbar machen, sowie die Anwendung des Referenzrahmens erläutern. Die explizite Darlegung von Positionen ist Voraussetzung dafür, dass sich ein pädagogischer Diskurs entfachen kann. Thematisches Netzwerk Ernährung
... Usually, these schematics consider variations of the variables 'micro versus macro' and 'subjective versus objective'. The result is usually an integrative matrix of three or four social dimensions which cannot be reduced to their (Habermas, 1981). Each of these dimensions brings a distinct methodological approach to the object of investigation. ...
Book
The book, deliberately written in generally understandable language for all interested readers, paints a unique, transdisciplinary overall picture of resilience as a national and international social factor of our time. It shows that in terms of socio-political significance, the concept of resilience is in no way inferior to the older, hitherto dominant concepts of sustainability and development; indeed, it actively complements them, in some cases contradicts them, but also completes them. Resilience as a societal factor involves all sectors, such as politics, the economy, science and civil society, and thus represents an indispensable frame of reference in the overarching recent debate on the "learning society".
... Usually, these schematics consider variations of the variables 'micro versus macro' and 'subjective versus objective'. The result is usually an integrative matrix of three or four social dimensions which cannot be reduced to their (Habermas, 1981). Each of these dimensions brings a distinct methodological approach to the object of investigation. ...
Chapter
From the considerations in the previous chapters, it can be concluded that all three currently dominant societal guiding concepts - the developed, the sustainable and the resilient society - contribute important aspects that need to be considered and integrated in the face of today’s and tomorrow’s global challenges. The eight principles outlined above provide a possible orientation for this integration. However, they are not sufficient on their own to trigger the necessary change. What are leverage points to induce societal change?
... However, Arzarello and Soldano's critique raises an important issue: it might be necessary to consider the purpose of an argumentation when looking at argumentation in a classroom context. One way to distinguish between different purposes in which argumentation may play a role is described by Habermas (1981). He postulates a distinction between two different types of action: communicative action towards reaching agreement, and strategic action focused on securing consent. ...
Full-text available
Conference Paper
In recent years, the Toulmin model seems to have become a "silver bullet" when analyzing argumentation (and proof) in mathematics education. While the model and its adaptations are well-fitted especially to reveal the structure of arguments, it is not suitable to grasp all aspects of argumentation which are relevant to the mathematics classroom. In this paper, we outline both, possibilities and limitations of the Toulmin model and present some additional considerations concerning this model undertaken in the last decades. Furthermore, we present and discuss some alternative approaches to argumentation and highlight their additional benefits.
... Os aspectos interpretativos da teoria da racionalização social de Weber são reordenados por Habermas ao marxismo ocidental de Lukács, porque Lukács compreendeu que "o capitalismo tardio revelava uma característica nova da maior importância: a luta para evitar a crise e, ao mesmo tempo, assegurar a dominação dos monopólios [que] teria levado o capitalismo a tentar 'racionalizar'submeter às regras do cálculo racional-formalo setor do consumo, criando todo um vasto e diversificado sistema destinado a manipular a vida dos indivíduos"(COUTINHO, 1996, p. 17). Para mais, cf.HABERMAS, 1981, pp. 453ss., e LUKÁCS, 2016. ...
Full-text available
Chapter
Este ensaio emprega o conceito de ‘confiabilidade informacional’ para discutir o cenário de desinformação presente no ambiente digital. Afirma que a confiança é a forma de uma relação entre dois agentes, que incorpora certa qualidade moral. Quando o conceito de ‘informação’ é acrescentado a esta discussão, é visível como a noção de confiança participa de seu significado. Quando esta relação de confiança funciona bem, a comunicação entre autor e leitor é ‘informativa’. O cenário de desinformação presente no ambiente informacional contemporâneo apresenta diversos modos de quebra de confiança. Essa relação de confiança/questionamento sugere o ‘desconfiar para confiar’ como novo modus operandi social na relação do indivíduo com a informação. Palavras-chave: Confiabilidade. Informação. Desinformação. Leitura crítica.
... Se racionalidade, por sua vez, for entendida como justificação ou apresentação de argumentos (Begründungsrationalität, Habermas, 1981), os discursos de ódio de grupos de extrema direita também podem assumir formas racionais. Ou seja, estes atores sociais podem revestir discriminação simbólica com sofisticados processos de argumentação (Meddaugh;Kay, 2009). ...
Full-text available
Article
A partir do reconhecimento do papel crucial dos veículos de comunicação pública para a democracia, este trabalho observa a cobertura jornalística da Agência Brasil (ABr/EBC) sobre os presidenciáveis Jair Bolsonaro e Fernando Haddad durante o segundo turno das eleições de 2018. Foi realizada uma análise temática de 297 conteúdos para identificar se a agência de notícias cumpriu os seus objetivos previstos em lei, como a promoção do debate público acerca de assuntos relevantes, a contribuição para a formação da consciência crítica e o fomento à participação social e à construção da cidadania. Dentre os resultados, destaca-se uma prática jornalística em regra protocolar, com limitada pluralidade temática, regional e de fontes e centrada em abordagens de assuntos factuais e polêmicos em detrimento das pautas sobre minorias sociais, plataformas políticas ou que valorizassem a democracia, a cidadania e os direitos humanos.
... Theoretische Ansätze zur Überwindung des Dilemmas zwischen einem individuellen Eigeninteresse und einem kollektiven Interesse existieren z. B. von Habermas (1981) mit seinem Modell eines intersubjektiven und herrschaftsfreien Diskurses oder von Petzold (1993) mit der "intersubjektive[n] Ko-respondenz" (S. 21) sowie bei Thomas Fuchs (2010), für den das Gehirn "ein Beziehungsorgan" ist. ...
Full-text available
Article
Zusammenfassung Selbsterfahrung hat viele Bedeutungen, begrifflich sowie in Bezug auf die jeweiligen Ziele. In der Praxis hat sie sowohl für KlientInnen als auch für Fachkräfte eine große Bedeutung. Sie unterliegt dabei jedoch – ebenso wie die Psychotherapie insgesamt – der Gefahr, ihr kritisches Potenzial zugunsten aktueller gesellschaftlicher Trends in Richtung Selbstoptimierung einzubüßen. Dieser Artikel der Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie versucht, nach einer Begriffsklärung die Chancen und Risiken von Selbsterfahrungsprozessen in der Psychotherapie sowie in Ausbildungsprozessen auszuloten.
Chapter
Given that the highly complex global crisis bundles and bundle crises of our time cannot be adequately addressed with the knowledge of a single scientific discipline, a transdisciplinary conception is becoming increasingly important. As early as the 1970s, the French philosopher and pioneer of cross-disciplinary research, Edgar Morin, criticised that the dominant view in science was characterised by the reductionism of the respective disciplines, could not capture the complexity of the world, even distorted reality and ultimately led to global ignorance (Morin, 2010). Since the 1990s, there has been increasing discussion about ‘multidisciplinarity’, ‘interdisciplinarity’ and ‘transdisciplinarity’ (for an overview, see Sect. 3.1). Although more and more disciplines are involved in crisis and resilience research, there has been a lack of approaches that bring together the diverse knowledge of the disciplines into a ‘big picture’ perspective.
Book
Der Band gibt eine kompakte Übersicht zu zentralen Theorien (in) der Kommunikationswissenschaft. Insgesamt werden 28 Schlüsselwerke aus der Mikro-, Meso und Makro-Ebene vorgestellt. Ziel ist es, Studierende und Dozierende in den Stand zu versetzen, ein wesentliches Werk in dessen Kontext zu verstehen und in die jeweilige Fachdiskussion einzuordnen. Darüber hinaus wird in diesem Band die Frage diskutiert, welches analytische und empirische Potenzial von den „Klassikern“ in Zeiten digitaler Kommunikation ausgeht.
Full-text available
Article
Стаття присвячена аналізу взаємозв'язку між глобалізацією і універсалізацією комунікативних норм і принципів, представленого, насамперед, в етосі науки. У статті зазначено, що практика кодифікації етичних і комунікативних регулятивів сучасної науки формує зразок міжкультурного діалогу в глобалізованому суспільстві й здатна вплинути на становлення етики солідарної відповідальності. Зазначено що глобальні виклики призводять до необхідності вироблення універсальних культурних норм взаємодії, розуміння глобальної відповідальності спільнот, які перебувають на різних стадіях розвитку і належать до різних культур.В данной статье актуальностью является обновленное содержание образования в Казахстане.
Full-text available
Chapter
Die „Theorie des kommunikativen Handelns“ (TkH) ist das Hauptwerk von Jürgen Habermas, dem wohl einflussreichsten Denker der Bundesrepublik Deutschland. Im Zentrum des Buchs steht das Konzept der kommunikativen Rationalität: Wer Sprache benutze, setze immer die Möglichkeit von rationalem Austausch voraus. Je freier der Austausch von Argumenten stattfinden könne, desto mehr Rationalität und Freiheit werde ermöglicht. In der Lebenswelt moderner Gesellschaften sei solche Rationalisierung so weit fortgeschritten wie nie zuvor. Zugleich sei die Rationalität aber auch begrenzt und bedroht. Die gesellschaftlichen Subsysteme von kapitalistischer Ökonomie und modernem Staat seien gut geeignet, die materielle Reproduktion zu gewährleisten, die Lebenswelt dadurch von diesen Aufgaben zu entlasten und Freiheit zu ermöglichen. Ihre Steuerungsmechanismen Geld und administrative Macht hätten aber auch die Tendenz, auf die Lebenswelt überzugreifen, diese zu kolonialisieren und Kommunikation zu verdrängen. Habermas’ Werk wurde und wird bis heute in all seinen Aspekten intensiv diskutiert – in der Kommunikationswissenschaft ebenso wie in zahlreichen anderen sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Der vorliegende Text fasst die wichtigsten Hintergründe, Argumente und Gegenargumente zusammen.
Chapter
To speak of the democratic state as the space for citizen participation in political life, it is an intellectual convention. Democracy is a form of government where individuals have the right to present their ideas in public and organise themselves, often by joining political parties. The semantic diversity employed to define those actors of democracy (individual, citizen, even, party member…) designates concrete ways in which people express themselves in the social realm. However, they may render invisible the fundamental concept that defines the human being: the person. Taking as starting point that human being is essentially a person, I contend that the specific conceptual reduction of the person to the individual-citizen dialectic in political-social life is at the basis of one of the fundamental deficits of democratic states, for it may constrain political actors to a specific sphere of their existence. This could lead to political disaffection and pervert the fundamental ethical and legal mechanisms of democracy itself, like the protection of fundamental human rights, which belong to the person as such, beyond his or her individual or civic status.
Chapter
COVID-19 has shown the inescapable connectedness of human beings. The virus does not defer to any geography, be it physical, mental or spiritual. Hard questions about collective and personal priorities and responsibilities loom in the face of disease, death and financial ruin. Mysticism is concerned with these questions, which highlight the boundary between life as we know it and the great Unknown. Many mystics embark on their spiritual journey as a result of severe crisis or trauma. Perennialism, social constructivism, and participatory theory are modern theoretical and philosophical perspectives on mysticism. These theories are presented and discussed in this chapter with the purpose of identifying arguments for or against mysticism as a unifying inter-religious meta-narrative in the context of COVID-19. The discussion and conclusion find a unifying narrative in its acknowledgement of altruism as a universal theme within the different mystical traditions.
Chapter
Der Critical Constructivism und die Postphänomenologie sind zwei Theorien der Technikphilosophie, die beide Tiefendeutungen von Technologien erlauben. Mit beiden Theorien ist die Analyse schwerer und nichtoffensichtlicher Probleme von Technologien möglich. Sie können Realabstraktionen in Technologien aufdecken, die dazu führen, dass Technologien nicht nur sinnlos sind, sondern allen in ihre Praxen eingebundenen Menschen schaden. Beim Critical Constructivism sind es die in Technologien eingeschriebenen Rationalitäten, sie werden an Webers klassischem Beispiel der mechanischen Gebetsmühlen vorgestellt, ebenso wie an dem für den Schulkontext besonders geeigneten Beispiel des Dosenöffners. Bei der Postphänomenologie sind es vor allem die Konzepte von Relation und Multistabilität, die man mit Rosenbergers Beispiel der Parkbänke gegen Obdachlose illustrieren kann (sog. hostile design).
Chapter
Der Empirical Turn hat zu einer Technikphilosophie geführt, in der Analysen konkreter Technologien genauso bedeutend sind wie ein philosophisch fundierter Theorierahmen. Einige Philosopheme sind in dieser Technikphilosophie über Theoriedifferenzen hinweg Konsens. Es bietet sich an, die für diese Philosopheme ikonischen Technologien im Unterricht explizit zu analysieren. Das sind: die Situiertheit von technologischen Praxen in der Lebenswelt an Don Ihdes Beispiel der polynesischen Navigation; die Zurückweisung eines Instrumentalismus und eines Substantialismus von Technologien, die man bereits an Heideggers Beispiel der Schuhe van Goghs erläutern kann; die soziale Konstruktion von Technologie am Beispiel der frühen Entwicklung des Fahrrads von Pinch und Bijker; sowie die intrinsische Normativität von Technologien, wie sie sich an Langdon Winners Beispiel der Brücken des Architekten Robert Moses zeigt. Die so erlernten philosophischen Analysekategorien können dann auf digitale Technologien angewandt werden.
Full-text available
Article
Annual of Educational Studies 115/3/2022: Abstract. Through being in a relationship with the world, diverse but extremely differentiable concepts of nature arise based on bonding, attachment and learning processes. This paper takes up existing concepts of nature as worldviews and, based on attachment-theoretical considerations, shows how inner working models emerge, each of which promotes and forms a specific understanding of nature. It can be shown that the respective configurations of nature concepts are closely and deeply connected with the personal and cultural attachment and relationship styles. The article provides an in-depth introduction to attachment theory and the organon model, both are used to clarify the phenomena, as are the attachment theory and the cultural-theoretical analyzes of biophilia. Based on the phenomenological discussion, learning-theoretical derivations are possible, which enable an extended understanding of transformative learning processes through inner working models about being human and being nature. Based on the integrative view of the phenomena, a modeling of the relations of nature concepts is offered as a finding. The article concludes with a reference to the fact that the human subject always includes and reflects on himself as soon as he thinks about his own relationship with the world.
Chapter
Digital forms and formations of communication are posing new challenges to the culture of social debate. The demands for truth, correctness and veracity in democratic discourse expressed by Jürgen Habermas seem to have lost relevance in the public sphere. Against this background, this volume examines the topic ‘cultures of dispute’ with a view to the history, present and future of public and democratic discourse: How were disputes conducted? How are disputes conducted? How could and should disputes be conducted? In an interdisciplinary discussion, the volume examines the conditions and ways in which, under shifting media conditions, understanding-oriented, tolerant and democratic communication can be shaped from a communication and media ethics perspective in order to constructively manage conflicts. With contributions by Christian Brosda, Andreas Büsch, Philip Dietrich, Philipp Dreesen, Alexander Filipovic, Rüdiger Funiok, Christian Gürtler, Hektor Haarkötter, Johanna Haberer, Otfried Jarren, Thomas Knieper, Julia Krasselt, Horst Pöttker, Marlis Prinzing, Cindy Ricarda Roberts, Fabian Wiedel, Thomas Zeilinger etc.
Chapter
Der Begriff Darstellung (performance) bildet den analytischen Kern in Goffmans sozialtheoretischer Erschließung der Analogie von Theater und sozialem Leben. Während die ideengeschichtlichen Wurzeln dieser Analogie bis zur Antike reichen, zeichnet sich Goffmans soziologische Neuschöpfung der Theater-Analogie durch die Entwicklung einer Reihe an originären Konzepten aus (z. B. front, backstage and frontstage, impression management), die sich weder bei ideengeschichtlichen Vorläufern noch in anderen Performance-Theorien finden. Darüber hinaus zielen Darstellungen bei Goffman darauf ab, in sozialen Interaktionen das öffentlich projizierte Selbstbild der Teilnehmenden durch die wechselseitige Befolgung ritueller Sorgfalt vor Beschädigung zu schützen. Auch wenn spätere Veröffentlichungen Goffmans den Performance-Begriff nur am Rande thematisieren, fundiert dieser dennoch eine grundlegende heuristische Perspektive in seinem Gesamtwerk. Sowohl innerhalb der Soziologie als auch in den Sozial- und Kulturwissenschaften insgesamt erzeugen die von Goffman ausgearbeitete Theater-Analogie sowie einzelne mit ihr in Verbindung stehende Konzepte nachhaltig große Resonanz.
Chapter
The Presentation of Self in Everyday Life ist die erste Buchveröffentlichung von Goffman und zugleich unverändert das von diesem erfolgreichen Autor bekannteste und meist gelesene Buch. In englischer Sprache gibt es zwei Fassungen, eine von 1956 in einer Schriftenreihe der University of Edinburgh veröffentlichte und eine zweite, erweiterte Fassung, die drei Jahre später in den USA erschienen ist. In Deutschland wurde dieses Buch lange als ein Beitrag zu der damals noch stark verbreiteten Rollentheorie aufgefasst. Dabei wurde übersehen und verkannt, dass hier nicht der Begriff der Rolle, sondern der der Darstellung im Zentrum steht. Eine Fehlrezeption ist es auch, in diesem Werk eine bloße Ausarbeitung seiner Dissertation zu sehen. Starke Spuren hat in diesem Werk der Existenzialismus von Jean-Paul Sartre hinterlassen und wesentlich zur Grundthese des unvermeidbaren und unausweichlichen Zwanges zur Darstellung in der Anwesenheit anderer beigetragen. In diesem Artikel werden zentrale Inhalte des Werkes dargestellt, wichtige Theoriebezüge aufgezeigt, die beiden Fassungen miteinander verglichen und die breite Rezeption nachgezeichnet.
Chapter
Die Darstellungen zu den verschiedenen Praktiken strategischer Ambiguität sind in der Forschung bislang überraschend vage geblieben. Mehrdeutigkeit wird in der Regel lediglich auf Aussagen und hier konkreter: auf Informationen und Bewertungen bezogen. Zudem bleiben selbst die Ausführungen zu mehrdeutigen Praktiken auf der Ebene von Informationen und Bewertungen bemerkenswert vage. Wenn man Mehrdeutigkeit allgemein versteht als Zuschreibung einer Koexistenz verschiedener Standpunkte und divergierender Sichtweisen auf die Welt (Guthey und Morsing 2014), kann sich diese Koexistenz verschiedener Sichtweisen auf mehrere Unterscheidungen und mithin verschiedene Dimensionen beziehen. Zusätzlich zu Informationen und Bewertungen, die z. B. im Kontext von Metaphern (z. B. Leitch und Davenport 2002; Scandelius und Cohen 2016) oder Mixed Messages (Sohn und Edwards 2018) untersucht wurden, können auf der Aussagenebene beispielsweise verschiedene Interpretationen zum Charakter eines Medienangebotes existieren: Ist es ein Advertorial oder ein journalistischer Text? Ebenso können verschiedene Interpretationen zur Wirklichkeitsbehauptung vorliegen: Ist es eine Lüge? Ist es wahrhaftig? Oder ist es Bullshit? In all diesen Fällen liegen mehrere Interpretationsmöglichkeiten vor. Die strategische Nutzung von Ambiguität zielt dann genau darauf, einen Raum zu kreieren, der offen für verschiedene Interpretationen durch die Adressaten ist (Davenport und Leitch 2005).
Full-text available
Article
New public management (NPM) tar stor plats i dagens sociologiska studier av arbetsliv och samhällsutveckling, men försök att ge begreppet teoretisk stadga är sällsynta. I denna artikel inplaceras NPM i en längre samhällsutveckling som går tillbaka till det moderna samhällets rationalisering och ”avförtrollning”. Dess inverkan på arbetsliv och samhälle diskuteras med hjälp av klassisk sociologisk teori som utgår från att samhället byggs upp av olika värdesfärer med inre lagbunden autonomi (Eigengesetzlichkeit). Idén, som kommer från Max Weber, har utvecklats inom den sociologiska funktionalismen samt av Jürgen Habermas. Här används den tillsammans med senare organisationssociologisk kritik av ledning och styrning av professionella verksamheter som delvis går emot professioners egenart, vilken också denna kan förstås utifrån idén om Eigengesetzlichkeit. Inom denna teoretiska ram diskuteras konfliktytan som uppstår då NPM möter samhällets sfärer, särskilt professioner. Ambitionen är att utforska möjligheterna att använda klassisk sociologisk teori för att analysera ett aktuellt och kontroversiellt ämne.
Chapter
Beach can be understood as a hybrid space, an ‘anomalous category’ (Fiske, J. (2003). Lesarten des Populären (Cultural studies, vol. 1). Wien: Löcker.) between land and sea. Due to its low determinacy, it offers space for activities beyond everyday obligations and has been symbolically charged in the course of cultural history. Accordingly, there are numerous stereotypes about the beach and beach life. With the help of the beach box, in which respondents could re-enact their ideas of the last beach they experienced and their ideal beach, we gained access to commonly-held understandings of beach specifically (also, interestingly, because respondents at the German Congress of Geography in September 2019 designed their ideal arrangements not under professional but recreational modes). Essential here are the relatively small deviations between the ideal and the most recently visited beach, as well, also the longing for solitude and sharing the experience with ‘significant others’.KeywordsBeachConstructivismExperienceCoastLandscapePhenomenologyLandscape socialization
Full-text available
Chapter
Zusammenfassung In Kapitel 5 werden die einzelnen Analyseschritte auf der Grundlage der praktischen Handlungsanweisungen für eine Diskursanalyse nach Konerding (2005, 2007) sowie die daraus abgeleiteten Analysekategorien mit den entsprechenden Ergebnissen aus der Korpusanalyse der Unternehmens- und Medientexte exemplarisch präsentiert. Unternehmens- und Medientexte bieten wichtige Diskursbeiträge, deren sprachliche Aushandlungen – explizit oder unterhalb der Textoberfläche – Begriffsbesetzungen des Untersuchungsthemas abbilden. Die Analyse stellt über die sprachlichen Phänomene des Nachhaltigkeitsbegriffs im Personalmanagement die thematische Entfaltung sowie die entsprechenden konzeptuellen Vorstellungen und Umsetzungsstrategien der am Diskurs beteiligten Akteure dar. Im Zusammenhang mit den Begriffskonzeptualisierungen wird methodengeleitet eruiert und systematisch aufgezeigt, welche Akteure bzw. Akteursgruppen in den Unternehmens- und Medientexten thematisch werden. Es wird dargestellt, wodurch sich ihr Handeln auszeichnet und welche akteursspezifischen Forderungen sich daraus für die zukünftige nachhaltige Entwicklung im Personalmanagement abzeichnen lassen, insbesondere hinsichtlich der praktischen Umsetzung von Handlungsempfehlungen. Dabei wurden 13.621 Kodierungen in den Unternehmenstexten und 9.183 Kodierungen in den Medientexten vorgenommen, was die Wichtigkeit des Nachhaltigkeitsthemas für die Unternehmen und Öffentlichkeit belegt. Die untersuchungsrelevanten Schwerpunktthemen Frauenförderung, Kampf um Talente und Führungsstil werden ausführlich beleuchtet und in Relation zum Matrixframe Zustand gesetzt.
Full-text available
Chapter
Zusammenfassung Ausgehend von einer Charakterisierung des Nachhaltigkeitsbegriffs werden in Kapitel 3 Aspekte grundlegender Nachhaltigkeitsforschung umrissen und diese auf das Personalmanagement angewandt. Es wird ein Nachhaltigkeitsbegriff entwickelt, der als Referenzobjekt für das Forschungsvorhaben einer linguistischen Untersuchung dient. Außerdem wird der Nachhaltigkeitsbegriff im Personalmanagement unter geschichtstheoretischen und wirtschaftspolitischen Aspekten beleuchtet sowie die für die Untersuchung relevanten Konzepte vorgestellt. Vor dem Hintergrund der praktischen Umsetzung der Nachhaltigkeitsidee in Unternehmen und den damit zusammenhängenden Fragen nach der Vereinbarkeit von nachhaltigem Handeln und unternehmerischer Gewinnmaximierung erforscht die Arbeit das Thema des Diskursstrangs „Nachhaltigkeit im Personalmanagement“ auf mehreren Ebenen: in der Wissenschaft, in Unternehmen und in der Öffentlichkeit.
Full-text available
Chapter
Zusammenfassung In Kapitel 7 erfolgt die zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und es wird ein Ausblick sowie Vorschläge für die weitere Forschung gegeben. Die Untersuchung erweitert die bisherige Nachhaltigkeitsforschung in einem wirtschaftswissenschaftlichen Themenfeld durch eine operationalisierte, theoretisch-fundierte linguistische Methodik. Dabei verzahnt die Arbeit die Analyse von Unternehmens- und Medientexten mithilfe der Zusammenführung einer framesemantisch fundierten Korpuskonstitution und (Unter-)Kategorienbestimmung mit einer innovativen thematischen Klassifizierung entsprechend des Personalzyklus innerhalb eins Unternehmens. Das primäre Ergebnis der Untersuchung stellt das Kategoriensystem inklusive der Unterkategorien dar. In der Untersuchung werden nicht nur die prominenten Themen, Akteure bzw. Akteursgruppen und ihre verbalen Handlungen innerhalb des Diskurses erfasst, sondern es lassen sich auch die für die Unternehmen und Gesellschaft zentralen Themen sowie ihre Relevanz und Häufigkeit spezifischer Phänomene nachzeichnen. Aus den Analyseergebnissen leitet die Arbeit konkrete Handlungsempfehlungen für die Unternehmen, den Staat und die Öffentlichkeit ab.
Full-text available
Chapter
Zusammenfassung Im zweiten Kapitel erfolgt eine theoretische Erklärung der für das Forschungsvorhaben relevanten Methodik und Termini. Darin werden diskurslinguistische Ansätze einschließlich der Darstellung der linguistischen Diskursanalyse nach Konerding und deren Abgrenzung zu anderen Formen der Diskursanalyse aufgeführt. Außerdem wird die Erweiterung des diskurslinguistischen und korpusbasierten Verfahrens durch eine linguistisch-operationalisierte Anwendung des Frame-Begriffs für die vorliegende Arbeit aufgezeigt. Dabei sind Konerdings Ausführungen zum Diskursthema zentral und werden für die Abbildung der thematischen Korpora berücksichtigt. Dem übergeordneten Diskursthema „Nachhaltigkeit im Personalmanagement“, verstanden als spezifikationsbedürftiger Konzeptframe einer nominalisierten Makroposition, wird ein allgemeiner sortal bestimmter Matrixframe – Zustand – zugeordnet (Konerding 1993, 2005, 2007). Der Matrixframe Zustand wird angewandt, da nachhaltiges Personalmanagement, ausgehend vom Ist-Zustand eines traditionellen Personalmanagements, durch die Umsetzung der Forderungen und Handlungen der am Diskurs beteiligten Akteure als spezifischer Zielzustand einer entsprechend gesteuerten Entwicklung erreicht werden soll. Auf dieser Grundlage werden Unternehmenstexte sowie diskurskonstituierende Medientexte recherchiert und analysiert.
Full-text available
Chapter
Zusammenfassung In Kapitel 4 werden die methodengeleitete Auswahl des Datenmaterials – der untersuchungsrelevanten Unternehmen und Printmedien – und die Konstitution der beiden Textkorpora beschrieben. Hier ist das Vorgehen zur Ermittlung der Schlüsseltexte aus den Unternehmens- und Medientexten von besonderer Relevanz. Es werden Unternehmenstexte sowie diskurskonstituierende Medientexte recherchiert, die über die Differenzierungstypen der thematischen Kohärenzbeziehungen (Kongruenz, Variation, Elaboration und Kontrastierung) miteinander verbunden sind. Insgesamt werden 77 Unternehmenstexte im Umfang von 14.531 DIN-A4-Seiten recherchiert. Den Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichten wird ein Vergleichskorpus in Form von 577 Medientexten gegenübergestellt.
Full-text available
Chapter
Zusammenfassung Unter Rückgriff auf die Analyseergebnisse erfolgt in Kapitel 6 die Ergebnisdiskussion anhand der ausgewählten Schwerpunktthemen Frauenförderung, Kampf um Talente und Führungsstil. Ein Fokus liegt auf den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den Unternehmen sowie der medialen Resonanz auf die eruierten Themen in Bezug auf die untersuchten Unternehmen über den Untersuchungszeitraum von 20 Jahren (1995–2014). Das Unternehmens- und Medientextkorpus zeichnen sich durch eine wechselseitige Einflussnahme aus: Die in den Unternehmenstexten behandelten Themen werden von den Massenmedien im gesellschaftlichen Diskurs aufgegriffen, wie auch umgekehrt der in den Medien ausgetragene Diskurs die Unternehmenskommunikation beeinflusst. Durch die Sichtbarmachung dieser wechselseitigen Beziehung sowie der unterliegenden Bedeutungsmuster werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf ein anscheinend konsensuelles Thema aufgezeigt.
Chapter
Das ‚traditionelle‘ Kartographie-Machen, also die Vorstellung, Karten stellten einfach das dar, was ‚ist‘, geriet seit den 1980er Jahren in den Fokus der sich formierenden ‚kritischen Kartographie‘. Diese stellte den Konstruktionscharakter von Karten heraus und kritisierte die in Karten eingeschriebenen Machtverhältnisse, was sich nicht zuletzt in einer Fundamentalkritik der ‚positivistischen, traditionellen Kartographie‘ äußerte. Eine ‚neopragmatische‘ Kartographie nimmt diese Kritik ernst, wendet sie jedoch in der Sensibilisierung professionell mit Kartographie befasster Personen für unterschiedliche theoretische Ansätze und die Kontingenz räumlicher Repräsentationen (zu denen Karten unter anderem zählen). Am Beispiel vielschichtiger Entscheidungen im Kontext der Erstellung thematisch-kartographischer Darstellungen wird der vielfältige Abwägungs-, Entscheidungs- und Begründungsprozess verdeutlicht, der zu sehr unterschiedlichen, für den Kreis potenziell Nutzender jedoch tauglicher, kartographischen Lösungen führen kann.
Chapter
In this chapter, linkages and connections between politics, economy, transport, population, settlement and tourism become more manifested and will be actively accounted for by us – here explicitly between global, national, regional and local reconnections, which entail specific elucidations in each case in addition to the dimension of complexity. First, Olaf Kühne and Florian Weber focus on mass media representations of Germany (Sect. 7.1). They then turn to the more intensive dimensions of environment, sustainability and climate by considering Germany within global climate change (Sect. 7.2), regionalised conservation of nature in the form of large-scale conservation areas (Sect. 7.3) and the energy transition (“German Energiewende”, Sect. 7.4). Finally, the authors examine minerals as raw materials, which are almost indispensable in everyday life, but which can cause regional and especially local resistance to their extraction (Sect. 7.5). The last two sections in particular pay tribute to a society that is becoming more complex and in which more and more (micro-)conflicts are arising.
Chapter
Auch im Ökosystem Wald ist ein erheblicher Artenschwund festzustellen. Neben der Ausweitung von Schutzgebieten bzw. der weiteren Nutzungseinstellung, um diesem entgegenzuwirken, besteht eine Alternative auch darin, in weiter wirtschaftlich genutzten Wäldern mehr natürliche Strukturen als bisher zuzulassen. Dazu zählen etwa das Belassen bzw. die Anreicherung von Totholz. Dieser Beitrag thematisiert, wie sich diese Veränderungen auf die Erholungsleistung auswirken, eine der wichtigsten kulturellen Ökosystemleistungen (ÖSL) von Wäldern. Zur Operationalisierung der Erholungswirkung von Wäldern wurde ein Choice Experiment eingesetzt, das auf einer Befragung einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe in Bayern basiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Totholz-Menge keine Auswirkungen auf die Erholungspräferenzen der Bevölkerung hat. Allerdings hat die Totholzqualität durchaus einen Einfluss, wobei die an natürliche Strukturen erinnernden Zustände präferiert werden. Da die Befragten gleichzeitig stärkeren Artenschutz in Wäldern bevorzugen, besteht kein Widerspruch zwischen den ÖSL Habitatleistung und Erholung, was für die weitere Umsetzung von integrativen Waldnaturschutzkonzepten in der Forstpraxis spricht.
Article
In Ottoman Empire cosmology was integrated with theology in the religious orders. Temporally and socially their descent goes hand in hand with the rise of the guilds. This coexistence of vakıflar and guild explained with the ideal type method of Weber with the two different type of social coordination, which are integration and inclusion. An integration based on the community norms could be achieved by generalizing the interest of the ethical and/or ethnic leader in vakıflar. On the other hand, inclusion within an organization of an instrumental rationality is expected less from historical personalities and more from the modern legal system on the basis of the contract. Within the Ottoman Empire, the most crucial actors of the transition from a community based on vakıflar to a society based on the symbolic communication inside guilds are the ayans. Ayans would need both integration through norms and inclusion through power and money. The coordination of these two types of social action is called complementarity. Following an examination of the preconditions of modernity, the article offers a theoretical frame for these change of form on the institutional level.
Full-text available
Conference Paper
My paper focuses on the communicative dimension in transformative learning theory and the intersection with systems thinking and narrative learning. To explore this perspective we need to work with a model that reflects circular intrapersonal communication, as well as the interpersonal dimension describing the dialogue between the adult learner and the adult educator. This framework offers us new ideas on how to be more intentional and creative in fostering transformative learning processes. Introduction According to the ancient Egyptians, the tongue is the repository of the mind. The tongue functions as a type of rudder, which enables humans to navigate through the currents of the world. As the fundamental structure of humanity, language has two fundamental functions; it not only enables movement through the world but also determines direction and purpose (Retzer, 2006, p. 13). The peculiarity of language becomes clear at this point; it is a type of bridge that can connect the mind and communication.. In this socio-communicative process, language not only functions as an organ of perception for the abstract acquisition of a social reality, but also actively changes this reality in terms of a circular process-which is one of the central assumptions of systems thinking (Schlippe & Schweitzer, 2007, p. 118). The role of language within processes of change becomes a point of departure itself when we analyze the intersectional potential of transformative learning theory, systems thinking and learning through story-telling. By exploring the communicative dimension in transformative learning theory the focus of this paper is on how to enable perspective transformation through communication or more precisely through language.
Article
This article demonstrates the ways in which Adorno’s and Horkheimer’s reflections on the dialectic of the domination of nature shed new light on recent discussions about the concept of the Anthropocene. A central motif is the fear of nature, which, according to Adorno, prevailed at the beginning of its mastery by humans in prehistoric times. Harnessing external nature enabled the stabilisation of internal nature and social relations. This link between nature’s relative stability and social relations was characteristic of the Holocene. In the Anthropocene, capitalist domination destabilises nature, which in turn destabilises social life. The natural terror of nature returns in the face of the socially produced climate catastrophe, adding a new aspect to Adorno’s and Horkheimer’s diagnosis of the domination of nature. The article concludes by suggesting a changed relationship to nature, which no longer would understand it as a mere object, but as a “subject in its own right”.
ResearchGate has not been able to resolve any references for this publication.