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Abstract

Wir leben in unsicheren Zeiten. Wir können nicht mit Gewissheit sagen, wie oder auch nur ob sich das Corona-Virus bezwingen lässt. Welche Erfolge der Rechtsextremismus noch feiern wird, wissen wir auch nicht. Hingegen wissen wir viel über die Folgen wie die Ursachen der Klimakrise. Wenig wiederum darüber, wie sie die Gesellschaft verändern wird. Eine Zumutung des Lebens lautet: Der historische Prozess hat keinen Pausenknopf, den wir drücken können, bis ein zur Krisenbewältigung kompetentes Wartungspersonal zum Einsatzort eilt. Ebenso sinnlos ist es allerdings, sich der allgemeinen Hast hinzugeben und von einem Notfall zum nächsten zu eilen. Wie können wir im Strom gesellschaftlicher Entwicklungen innehalten, um zu reflektieren, ohne tatenlos zu werden? Wie gelangen wir zu einer Balance zwischen Reflexion und Tun?
Gehalt ist immer ungerecht
Text: Lars Hochmann und Silja Graupe
Wir leben in unsicheren Zeiten. Wir können nicht mit Gewiss-
heit sagen, wie oder auch nur ob sich das Corona-Virus bezwin-
gen lässt. Welche Erfolge der Rechtsextremismus noch feiern
wird, wissen wir auch nicht. Hingegen wissen wir viel über die
Folgen wie die Ursachen der Klimakrise. Wenig wiederum da-
rüber, wie sie die Gesellschaft verändern wird. Eine Zumutung
des Lebens lautet: Der historische Prozess hat keinen Pausen-
knopf, den wir drücken können, bis ein zur Krisenbewältigung
kompetentes Wartungspersonal zum Einsatzort eilt. Ebenso
sinnlos ist es allerdings, sich der allgemeinen Hast hinzugeben
und von einem Notfall zum nächsten zu eilen. Wie können wir
im Strom gesellschaftlicher Entwicklungen innehalten, um zu
reflektieren, ohne tatenlos zu werden? Wie gelangen wir zu ei-
ner Balance zwischen Reflexion und Tun?
Unsere Bildungsinstitutionen tragen leider nicht viel zur Lö-
sung dieser Fragen bei. Dies liegt vor allem daran, dass sie
einen problematischen Widerspruch zwischen Bildung und
Gestaltung implizieren: Das saubere Denken soll dem schmut-
zigen Handeln vorauseilen, womit nicht nur ein handlungs-
theoretischer Schwebezustand erzeugt, sondern zugleich das
salbungsvolle „Umdenken“ begründet wird, das für jede Krise
immer wieder aufs Neue erfolglos beschworen wird.
Auch die Covid-19-Pandemie belegt wieder einmal, dass
sich Krisen nicht in ein solches Reich des reinen Denkens ver-
lagern lassen. Denn sie ist keineswegs abstrakt und kognitiv,
sondern konkret und akut. So macht sie gerade für Studie-
rende die gegenwärtige Gestaltungsunfähigkeit der Gesell-
schaft am eigenen Leibe erfahrbar: Hochschulen, die Semes-
ter verschieben, reduzieren oder aussetzen, sind ebenso wie
anfallende Pflegearbeit oder wegfallende Erwerbsarbeit keine
abstrakten Kennzahlen einer heraufziehenden Krise, sondern
betreffen unmittelbar, direkt das Leben der Lernenden. Es ist
vielen schmerzlich erfahrbar geworden, dass wir in Verhältnis-
sen leben, über die wir weder alles wissen noch alles wissen
können.
Gestaltungsloses Lernen
An Hochschulen kann heutzutage allerdings wenig gelernt
werden, was das akademische Ritual der Abstraktion nicht bis
zur Unkenntlichkeit von den konkreten Erfahrungen der Stu-
dierenden entfremdet hat. Der Soziologe Norbert Elias argu-
mentierte noch gegen Mitte des 20. Jahrhunderts, dass erst
durch Distanzierung die zum Verstehen erforderliche geistige
Klarheit entstünde, wohingegen die Engagierten als Objekte
ihrer Affekte und Parteilichkeiten vor Angst gelähmt wären.
Diese Haltung setzt eine akademische Tradition fort, die seit
dem 17. Jahrhundert ihr Fortschrittsversprechen an die Be-
dingung knüpft, alles aus der gebotenen Distanz und nach
demselben Muster zu erfassen. Was als Aufklärung mit dem
Wunsch begann, den Menschen durch fortschreitendes Den-
ken ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, ist heute na-
hezu beim Gegenteil angelangt: Jene Wissenschaften, die das
zur Beherrschung der Natur erforderliche Wissen zugleich mit
der für seinen Erwerb notwendigen desinteressierten, ja mit-
leidlosen Haltung schufen, konstatieren heute faktisch die Zer-
störung des Planeten. Analog dazu stehen die Wirtschaftswis-
senschaften wie Goethes Zauberlehrling weitestgehend hilflos,
mitunter gar stolz vor jenen Geistern, die sie riefen.
Wissenschaftliches Wissen über das Verhältnis zwischen
Wirtschaft, Gesellschaft und Natur ist oft derart weltlos, dass
es Studierende in ihrem Gestaltungswillen mehr hemmt als
beflügelt. So werden Modelle, Begriffe und Bezeichnungen
verwendet, obschon damit nahezu nichts im Erfahrungsschatz
der Studierenden Vorhandene begriffen und bezeichnet wer-
den kann – mit Ausnahme der dumpfen Annahme, die ganze
Welt würde irgendwie funktionieren wie die Urerfahrung im
Supermarkt: Alles in der Welt kann schweigend gegen Geld
getauscht werden. Solche Bildung muss an der Oberfläche
bleiben. Sie kann keine Tiefe entwickeln und Wurzeln in kon-
kreten Problemen schlagen und daher auch nicht orientieren,
aufrichten und ermöglichen. Wer als „Praxisschock“ daraus ei-
nen Mangel an „Transferkompetenz“ macht, lädt die Probleme
unzulässig bei den Studierenden ab. Die Lösung des Problems
beginnt mit einer grundlegend neuen Form des Erkennens –
und das bedeutet: sie beginnt anderswo.
Schwanken zwischen zwei Extremen
Problematisch ist am Prinzip des Erkennens, welches unsere
Vorstellungen von Wissenschaft und Bildung begründet, zu-
mindest dreierlei: Erstens vereinzelt es die Menschen, indem
es das Denken abspaltet von der gesellschaftlichen Situation
sowie dem gemeinsamen Erleben und Tätigsein. Zweitens
führt es in die Verkopfung, indem es Gefühle und Empathie,
handwerkliches Geschick und Erfahrung unterdrückt. Drittens
lädt es zur Naturbeherrschung ein, indem es eine Höherwer-
tigkeit abstrakter Reflexion und damit eine Sonderstellung der
Menschen begründet, so als ob Menschen außerhalb der na-
türlichen Zusammenhänge stehen würden. Solches Erkennen
entleert das Denken. Es leistet einer Bildungswelt Vorschub,
in welcher sich nur mehr große Worte bewegen, nicht aber
Menschen, deren Lebensführung ihnen einen deutlichen Sinn
geben könnten. Da aber ein Leben, das in vermeintlich „ob-
jektiver Distanz“ geführt wird, noch immer ein Leben inmitten
von Gesellschaft und Natur ist, wirkt dies auf die Praxis zurück.
Theorie ohne Praxis ist leer, aber auch die Welt der Praxis
ist problematisch. Verführt doch gerade die Beschleunigung
des wirtschaftlichen Lebens zur Gedankenlosigkeit. Oft scheint
schlicht die Zeit zu fehlen, das alltägliche Tun zu unterbrechen
und sich darüber klarzuwerden, was man gerade wie und war-
um tut und was wirkliche Alternativen sein könnten. Ja, oft fehlt
es überhaupt an der Sprache, um die Probleme und Chancen
des Alltags zu beschreiben, zu reflektieren und zu verstehen.
Eine akademische Bildung, die junge Menschen unfähig zu
jedweder kritischen Distanznahme entließe, kann deswegen
auch nicht des Rätsels Lösung sein – wiewohl die PISA- und
Bologna-Reformen mit ihrem Anspruch der bloßen Praxistaug-
lichkeit in den letzten Jahrzehnten die Weichen in genau diese
Richtung gestellt haben.
Theorie und Praxis neu zusammenstellen
Ein Ausweg, der weder einen tatenlosen Rückzug in den Elfen-
beinturm noch eine reflexionslose Praxis bedeutet, kann durch
eine Rückbesinnung auf eine heutzutage oftmals karikierte
akademische Spezies eröffnet werden. Es mag viele überra-
schen, aber es sind die armchair observers, die Beobachten-
den im Lehnstuhl. Diese, unter ihnen gerade auch Ökonomen,
zogen bis in das 19. und teilweise 20. Jahrhundert aus, um die
wirkliche Welt und ihre alltäglichen Phänomene – Zinswucher,
Hungersnöte oder etwa das egoistische Treiben der Kaufleute
– genauestens zu beobachten. Durch Feldforschung, Gesprä-
che, Einsicht in Statistiken und Literaturstudien spüren arm-
chair observers auf, was normalerweise entweder unbedeu-
tend erscheint oder den Menschen zu nah ist, um überhaupt
als bemerkenswert gelten zu können.
Gestalten
lernen
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HORIZONT
HORIZONT
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WEITWINKEL
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In der Rubrik WEITWINKEL werden plurale
und kritische Perspektiven auf aktuelle öko-
nomische und wirtschaftspolitische Themen
präsentiert. Denkgefängnisse, in denen wir
in politischen und alltäglichen Debatten oft
unwillkürlich gefangen sind, sollen aufge-
zeigt und deren Mauern gesprengt werden.
So soll sich der Blick auf das Neue, das Un-
gewöhnliche und durchaus auch Unbequeme
weiten.
In WEITWINKEL stellen Professorinnen
und Professoren sowie Mitarbeitende der
Cusanus Hochschule für Gesellschaftsge-
staltung ihre Vision einer lebensdienlichen
Wirtschaft und Gesellschaft vor. Die noch
junge Hochschule will ihren Studierenden
das Wissen, Können sowie die persönliche
Stärke vermitteln, damit sie die sozialen,
ökonomischen und ökologischen Krisen
der Gegenwart aktiv überwinden können.
Dafür rückt sie in ihren Studiengängen statt
abstrakter Fachdisziplinen die konkreten
Probleme der heutigen Welt in den Vorder-
grund und arbeitet mit ihren Studierenden
inter- sowie transdisziplinär an Lösungen.
Silja
Graupe
ist Professorin für Ökonomie und
Philosophie an der Cusanus Hoch-
schule für Gesellschagestaltung.
Lars
Hochmann
vertritt die Professur für Plurale
Ökonomie an der Cusanus Hoch-
schule für Gesellschasgestaltung.
Erst diese schmutzige Tätigkeit „da draußen“ rechtfertigt
den Rückzug in den Lehnstuhl, um – welch ein Affront gegen
die sonstige hektische Betriebsamkeit! – in Ruhe zweierlei zu
tun: Erstens Ungewöhnliches im Gewöhnlichen, Paradoxes im
Selbstverständlichen und Rätselhaftes im Unhinterfragten zu
entdecken und bewusst zu machen. Zweitens die Vorstellungs-
kraft zu kultivieren, die nicht wegführt von der Praxis, sondern
sie verbessern hilft. Wie lassen sich durch Einsicht in die Ambi-
valenzen alltäglicher Handlungen und des ansonsten unsicht-
baren Netzes, das sie weben, neue Bilder und Narrative ge-
winnen – und darauf neues Handeln begründen? Wie können
aus diesen Innovationen neue Gewohnheiten für Individuen,
Gruppen oder gar die Gesellschaft entstehen?
Lernen gestalten
Auch heute, so meinen wir, braucht es die Fähigkeit von airm-
chair observers, um zunächst vom Handeln zum Wissen zu
kommen und dafür nicht weg-, sondern desto genauer hin-
zusehen – ob es nun Änderungen im Jetstream in der Tropo-
und Stratosphäre sein mögen, Mikroplastik in den Weltmeeren
oder SARS-CoV-2-Viren in der Atemluft. Sodann geht es um
die umgekehrte Fähigkeit, die erkannten Zusammenhänge
mit Alltagspraktiken zu verbinden sowie Möglichkeiten neu-
er Normalitäten aufzuzeigen und darum, diese selbst tätig
voranzubringen. Spätestens hier haben Hochschulen viel mit
begründeter und verantworteter Imagination des Neuen, des
Noch-Nie-Dagewesenen oder zumindest des Nicht-Alltägli-
chen zu tun. Dafür braucht es eine besondere Mischung von
Orten des Engagements ebenso wie solchen des Rückzugs.
Genauer: Um im Modus des verstehenden Gestaltens so-
wohl die reflektierte Einlassung auf als auch die kritische Dis-
tanznahme zur Welt auszubalancieren, brauchen Hochschulen
Curricula und Didaktiken, die es ermöglichen, dass an, mit und
durch Erfahrungen gelernt werden kann. Ein Studium muss am
Leben ansetzen und die Zusammenhänge wie das Problemati-
sche im Normalen sichtbar machen können. Studierende brau-
chen Freiräume zum Nachdenken, zur Reflexion wie zur Lösung
von Rätseln und zur Imagination des Neuen – Freiräume also,
die konsequent gegen die hektische Betriebsamkeit und die
Sucht nach einfachen Antworten zu verteidigen sind. Zugleich
brauchen sie curriculare Räume des gemeinsamen Gestaltens
mit Akteur*innen etwa aus Politik, Wirtschaft und Kultur, um
ihre reflexiven und innovativen Fähigkeiten als armchair obser-
vers in der Praxis integrieren zu lernen.
Der Versuch, gemeinsam zu gestalten, ist nicht länger uto-
pisch, sobald Lehrende und Lernende gemeinsam lernen dür-
fen, ihre Gegenwart klar zu sehen, die Kraft des Vergangenen
aufzuspüren und sich nach anderen Zukünften zu sehnen, die
Bedingungen ihrer Möglichkeit zu schaffen und gemeinsam
darum zu ringen, das Neue im Alten vorzubereiten.
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Transhumanismus bedeutet, menschliche Grenzen auf
allen Ebenen mittels der Technik zu überschreiten – durch
genetische, neurotechnologische, prothetische und phar-
makologische Eingrie sollen Krankheit, Alter, Leid und
Tod überwunden und in letzter Konsequenz abgeschat
werden. Ziel ist es, die Erde und den Kosmos durch eine
Super-Intelligenz zu beherrschen. – Die Beiträge des vor-
liegenden Bandes gehen auf zwei Tagungen zurück, die
2018 und 2019 am Goetheanum stattgefunden haben. Sie
umspannen ein weites Spektrum an Themen aus der Philo-
sophie, Anthroposophie, der Pädagogik, Medizin, Medien-
wissenschaft, Naturwissenschaft und Kunst und zeigen, wie
das transhumanistische Gedankengut in den einzelnen
Lebensgebieten immer mehr handlungsleitend wird.
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Friedrich Glasl stellt als Konfliktforscher und Mediator dar,
wie Goethe die für Konflikte typischen Denkweisen und
Verhaltensmuster genau erkannt und im Faust-Drama
anschaulich gemacht hat. Die Konfliktforschung bestä-
tigt, dass es sich beim Agieren des Mephistopheles um
die Mechanismen handelt, die einen Menschen zu bösen
Handlungen treiben. Das gilt für den Verlust der Selbst-
steuerung in Krisensituationen, für die Teufelskreise in
Konflikten wie auch für das Schaen menschenfeindlicher
Organisationen und totalitärer Herrschaftsformen. Nach
den Gräueln des Nationalsozialismus, des Stalinismus und
des aktuellen Terrors ist das Durchschauen der Techniken
des Bösen wichtig, um vorbeugend handeln zu können.
Während eines Konflikts treten bei den beteiligten Men-
schen in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit, im Denken, Fühlen
und Wollen wesentliche Beeinträchtigungen auf, wodurch
sie nicht mehr Selbst-gesteuert, sondern Aekt-getrieben
handeln. Metanoische Mediation ist bemüht, Bewusstheit
für diese seelischen Vorgänge zu fördern, damit wieder
eigenverantwortlich gehandelt werden kann. Aufgrund
seiner mehr als vierzigjährigen Erfahrung als Forscher
und Mediator bringt der Verfasser konfliktpsychologische
Erkenntnisse auf anthroposophischer Grundlage und viele
praktische Methoden zur Steigerung der Konfliktfähigkeit.
Das Goetheanum als in der Schweiz ansässige Freie
Hochschule für Geisteswissenschaft zeichnet sich durch
die Verbindung von Forschung, Lehre und Praxis, indi-
vidueller und gemeinschaftlicher Verantwortung, von
innerer Schulung und weltweitem kosmopolitisch-
sozialem Engagement aus. Anlässlich der Corona-Pan-
demie wurden aus den elf Fachsektionen der Hochschule
Erkenntnisansätze und Handlungsorientierungen zu
einer um die geistige Dimension erweiterten Wis-
senschaft und Lebenspraxis zusammengetragen.
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