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„Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“ - Kunsttherapeutische Lehre und ihre Medien unter den Bedingungen der Abwesenheit

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Zusammenfassung: Gestützt auf Erfahrungen aus der digitalen Unterrichtspraxis untersucht der Autor Bedingungen digitaler Unterrichtsformate in der kunsttherapeutischen Lehre und erschließt deren Wirkungsweise aus medientheoretischer Perspektive. Dabei werden drei zentrale Aspekte in den Blick genommen: Kommunikation unter den Bedingungen der leiblichen Abwesenheit, Funktionen unterschiedlicher Medien als Mittel der Welterschließung sowie das Verschwinden realer Dinge als Gegenstand der Erfahrung. Übertragen auf menschliche Lern- und Entwicklungsprozesse werden anschließend die Konsequenzen für das didaktische und künstlerische Vorgehen in der kunsttherapeutischen Lehre kritisch diskutiert. Schlüsselwörter: Didaktik der Kunsttherapie – digitale Unterrichtspraxis – virtuelle Medien in der kunsttherapeutischen Lehre – Kommunikation unter Abwesenden – Medien der Welterschließung. A Horse Doesn ́t Eat Cucumber Salad In absentia – Art therapy education via digital media Summary: Supported by his experience with digital teaching practices, the author investigates digital art therapy education formats, revealing their ope- ration principles from a theoretical media learning perspective. He focuses on three central aspects: Digital communication in absentia; media as a gate- way to exploring the world, and the increasing absence of tangible objects of experience. A critical discussion ensues regarding human learning and deve- lopment as well as the educational and artistic consequences for art therapy students. Key words: art therapy education – digital teaching – virtual media in art therapy instruction – communication in absentia – media for exploring the world

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Der Beitrag besteht aus sieben Versuchen sich dem Phänomen Sprache zu nähern. Aus einer anthropologischen und soziologischen Perspektive analysiert er die Sprache als Medium der Selbst- und Fremderfahrung, die sich vor allem leiblich und nicht nur im Modus des Hörens und Sprechens vollzieht. Er untersucht das Verhältnis zwischen dem Faktischen und dem Möglichen, in deren Spannungsfeld Sprache ihre Wirkung entfaltet und stellt fest, das Sprache alternativlos ist. Er weist der Sprache eine zentrale Stellung im Konzert der Künste zu und versteht sie als Ort der Intermedialität, an dem sich unterschiedliche künstlerische Disziplinen begegnen und aufeinander beziehen lassen.
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Knowledge is often tied to our ideas about the standards that it has to comply with: it has to be correct to be seen to be valid, it has to be universal and therefore capable of being reproduced, and it needs to go beyond the individual case in order to be objective. But what about the kind of knowledge that cannot readily be retrieved, as it is closely linked to our experience; that which is locked within our individual consciousness? What about the knowledge, which we can gain no certainty about as it is not easily reproducible or quantifiable, such as the beauty of a sound, the irresistibility of a situation, the gripping nature of a scene, or the intensity of a moment? The following article draws an outline of a ‘didactic of elusive knowledge’ that relies on references to visual culture and aesthetics. It is derived from the practice of teaching art therapy and from a non-representative survey among students of the course Expressive Arts in Social Transformation at Medical School Hamburg (MSH) in Germany.
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In Zeiten der Modularisierung von Studiengängen ist viel von Wissensvermittlung, Kernkompetenzen oder Lernzielen die Rede. Das Studium wird gemessen in workloads, creditpoints und Modulen. Es werden Berufsbilder entworfen mit dem Ziel der gesetzlichen Anerkennung und gesundheitspolitischen Akzeptanz. An ihnen sollen sich die Ausbildungen orientieren und herauskommen sollen Kunsttherapeutinnen, die qualifiziert sind, weil sie vergleichbaren Standards genügen. Es gibt Fähigkeiten, für die es keine Ausbildungsstandards geben kann. Sie beruhen nicht auf identischem, abfragbaren und vergleichbarem Wissen. Einen entscheidenden Anteil an einer kunsttherapeutischen Ausbildung haben Spielräume, in denen nicht Stoff vermittelt, sondern Stoff künstlerisch verwandelt und Sinn erschlossen wird. In diesen Spielräumen entwickeln sich solche kunsttherapeutischen Fähigkeiten, die sich nur an Erfahrungen im eigenen künstlerischen und zwischenmenschlichen Handeln bilden können. Dafür gibt es – auch in Zeiten neuer Ausbildungsstrukturen – geeignete didaktische Modelle.
Gesellschaft funktioniert auch ohne anwesende Körper. Die Krise der Interaktion und die Routinen mediatisierter Sozialität
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Boehm, Gottfried (2015). Wie Bilder Sinn erzeugen: Die Macht des Zeigens. Berlin: Berlin University Press Dickel, Sascha (2020). Gesellschaft funktioniert auch ohne anwesende Körper. Die Krise der Interaktion und die Routinen mediatisierter Sozialität. In: Volkmer, Michael; Werner, Karin (Hg.). Die Corona-Gesellschaft. Bielefeld: transcript. S. 79-86
Wirklichkeit oder Konstruktion?
  • Felder
Felder, Ekkehard (Hg.). Wirklichkeit oder Konstruktion?: Sprachtheoretische und interdisziplinäre Aspekte einer brisanten Alternative. Berlin: De Gruyter. S. 220-242
  • Byung-Chul Han
Han, Byung-Chul (2016). Die Austreibung des Anderen. Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute. Frankfurt a.M.: S. Fischer Verlag Handke, Peter (1987). Die Abwesenheit. Ein Märchen. Frankfurt am Main: Suhrkamp Hoeren, Thomas (2008). Das Pferd frisst keinen Gurkensalat: Überlegungen zur Internet Governance ([Electronic ed.].). https://miami.uni-muenster.de/Record/0c8d4983-8218-4e1a-96b9-b93cf7ba8601/Docu-mentStatistics (abgerufen am 20.07.2021)
Das Gedächtnis de r Hand
  • Hans Huber
  • Dieter
Huber, Hans Dieter (2006). Das Gedächtnis de r Hand. In: Kirschenmann, Johannes; Schulz, Frank; Sowa, Hubert (Hg.). Kunstpädagogik im Projekt der allgemeinen Bildung. München: Kontext Kunstpädagogik 7. S. 39-51
Was also ist eine Spur? Und worin besteht ihre epistemologische Rolle? Eine Bestandsaufnahme
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Krämer, Sybille (2007). Was also ist eine Spur? Und worin besteht ihre epistemologische Rolle? Eine Bestandsaufnahme. In: Krämer, Sybille;
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Grube, Gernot (Hg.) (2007). Spur -Spurenlesen als Orientierungstechnik und Wissenskunst. Frankfurt am Main: Suhrkamp. S. 11-33
Ereignis und Aura. Untersuchungen zu einer Ästhetik des Performativen
  • Dieter Mersch
Mersch, Dieter (2002). Ereignis und Aura. Untersuchungen zu einer Ästhetik des Performativen. Frankfurt am Main: Suhrkamp
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Münker, Stefan (2009). Philosophie nach dem »Medial Turn«. Beiträge zur Theorie der Mediengesellschaft. Bielefeld: transcript
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Paul, Gerhard (2016). Das visuelle Zeitalter. Punkt und Pixel. Reihe: Visual History. Bilder und Bildpraxen in der Geschichte;
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Bd. 1. Göttingen: Wallstein Rosa, Hartmut (2016). Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung. Frankfurt am Main: Suhrkamp Schmitz, Hermann (1998). Der Leib, der Raum und die Gefühle. Stuttgart: Ed. Tertium "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat" -Peter Sinapius
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Seel, Martin (1998). Medien der Realität und Realität der Medien. In: Kraemer, Sybille. Medien Computer Realität. Wirklichkeitsvorstellungen und Neue Medien. Frankfurt am Main: Suhrkamp. S. 244-268