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Technologie und Gesellschaft – Das Wohl und die Würde des Menschen fest im Blick behalten

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Abstract

Wir finden uns heute in einer Zeit wieder, in der die Menschheit die Entwicklungen auf dem Planeten Erde richtungsweisend beeinflussen kann; in die eine oder andere Richtung und vielleicht auch „auf des Messers Schneide“. Für Technologie lassen sich in diesem Zusammenhang durchaus vielschichtige Perspektiven einnehmen. Beispielsweise hat Informations- und Kommunikationstechnologie die Erlangung von Erkenntnissen über den Zustand des Planeten Erde wie heute vorliegend ermöglicht. Und, für unseren Weg in die Zukunft sind nachhaltige Entwicklung und Digitalisierung verbunden zu denken. Am Ende könnte auch die Diskussion hierzu uns einmal mehr wieder dahin führen, dass wir die Lösungen für die Probleme „da draußen“ einzig und allein in uns selbst finden werden. Oder, wie ich es anderer Stelle einmal geschrieben habe: Jede und jeder einzelne von uns schreibt letztlich mit ihrem und seinem Leben eigenen Leben ihre und seine ganz eigene Geschichte an der Schwelle ins Anthropozän. […] ein kaum auszuschlagendes Angebot der Geschichte an jede und jeden von uns. Dabei sollten wir das Wohl und die Würde von Menschen fest im Blick behalten.
Technologie und Gesellschaft
Das Wohl und die Würde des Menschen fest im Blick behalten
Prof. Dr. Ronald Deckert
Dekan Fachbereich Technik
HFH · Hamburger Fern-Hochschule
2. Dezember 2021
Inhalt
Ausgewählte Perspektiven zur Ausgangssituation
auf dem Planeten Erde
Alte und neue Pfade
Mit der Welt im Einklang sein?
Diskussion
Eigene Darstellung unter Einbezug von
Luhmann (1968) und Ehrensperger (2021) 29. April 2021
Verhältnis von
Mensch und Natur
Zivilisatorische/r Rahmen/Errungenschaften
wie Demokratie & Menschenrechtskultur
„Nebenwirkung“
Klimawandel als
ein Beispiel
„Nebenwirkung“
Abnehmende Biodiversität
als ein Beispiel
Anwendung von
Technologien Konsequenzen
(UNEP 2021)
Sinn/
Zwecke/
Ideen
Kausal-
und
Wertvor-
stellungen
Ein ausgewählter Rahmen
Von der globalen Biomasse entfallen nach Bar-On et al. (2018) bemessen am
enthaltenen Kohlenstoff ungefähr 0,03% auf Säugetiere und Menschen, wovon
36% Menschen, 60% Vieh und 4% wilden Säugetieren zuzuordnen sind.
Ungefähr 75% der Landoberfläche auf der Erde können als nicht unberührt gelten
(IPBES 2019). In den für den IPBES-Bericht untersuchten Tier- und Pflanzengruppen
gelten im Mittel ungefähr 25% der Spezies als vom Aussterben bedroht und unge-
fähr 1 Million Spezies stehen vor dem Aussterben, sofern nicht wirksam gegen die
Ursachen für den Verlust von Biodiversität vorgegangen wird (IPBES 2019).
Über Natursphären wie Lithosphäre, Pedosphäre, Hydrosphäre, Kryosphäre, Biosphäre
und Atmosphäre hinaus finden sich heute auch die Begriffe Anthroposphäre „als Sum-
me aller Soziosphären“ (Leinfelder 2020, S. 21 f.) und Technosphäre. Eine „wissen-
schaftliche Abschätzung der Anthropocene Working Group besagt, dass die Menschheit
bislang die unvorstellbare Menge von 30 Billionen Tonnen an „Technosphäre“ her-
gestellt hat [Hervorhebung ergänzt]“ (Leinfelder 2020, S. 21 f.), wovon Zalasiewicz et al.
(2017) folgend ca. 37% Städten zugeschrieben werden können.
Ausgewählte Informationen und Perspektiven
auf dem Weg ins Anthropozän (I)
Ausgewählte Informationen und Perspektiven
auf dem Weg ins Anthropozän (II)
Zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf der Erde mit dem Ziel
der Einhaltung einer Erhöhung von nicht mehr als 1,5 oC über vorin-
dustrielles Niveau kann bei jährlichen durch den Menschen verursach-
ten CO2-Emissionen in die Atmosphäre i. H. v. ungefähr 42 Gt das „Restbudget“ als in
nicht viel mehr als 10 Jahren aufgebraucht gelten (IPCC 2018). Ab 2 oC Temperaturer-
höhung über vorindustr. Niveau könnten besond. Folgen drohen (Steffen et al. 2018).
Link zu einer Graphik aus
Schellnhuber, Rahmstorf
und Winkelmann (2016)
Die Menschheit hat Geyer et al. (2017) folgend mehr als 8,3 Milliarden Tonnen Kunst-
stoff erstellt, wovon mehr als die Hälfte verworfen wurde und/oder in die Umwelt gelangt
ist und nach Geyer et al. (2017) etwa ein Zehntel der Gesamtmenge verbrannt wurde.
„Wir haben sogar neue Fossilien geschaffen! Die Geologen nennen sie Technofossi-
lien: Plastikteilchen finden sich heute im Boden von Hochgebirgsseen genauso wie in
Tiefseesedimenten, elementares Aluminium, Betonfragmente oder Ascheteilchen aus
industriellen Verbrennungsprozessen sind als Ablagerungen weltweit nachweisbar.
[Hervorhebung ergänzt]“ (Leinfelder et al. 2016, S. 7).
Ausgewählte Informationen und Perspektiven
auf dem Weg ins Anthropozän (III)
Increasing energy consumption, overexploitation of natural resources and un-
precedented transformation of land-, freshwater- and seascapes over the past
150 years have paralleled technological advances and supported better living
standards for many but have also led to changes in climate and the accelerating
decline of biological diversity worldwide, both negatively impacting many as-
pects of good quality of life. A sustainable society requires both a stabilized climate
and healthy ecosystems. However, 77% of land (excluding Antarctica) and 87% of the
area of the ocean have been modified by the direct effects of human activities. These
changes are associated with the loss of 83% of wild mammal biomass, and half
that of plants“ [Hervorhebung angepasst] (Pörtner et al. 2021, S. 14).
„Es gibt keine unterschiedlichen Krisen, die nebeneinander bestehen – eine der
Umwelt, eine der Kultur, eine der Wirtschaft und eine der Gesellschaft , sondern es
gibt eine komplexe sozial-ökologische Krise, in der all diese Aspekte miteinander
verwoben sind [Hervorhebung ergänzt]“ (Müller 2019, S. 14).
Nach Crutzen (2011, S. 7) sprach bereits der Geologe Antonio Stoppani verbunden mit
Erkenntnissen aus dem 19. Jahrhundert von einem „anthropozänen Zeitalter“.
Bundesverfassungsgericht
„Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsge-
richts entschieden, dass die Regelungen des Klimaschutzgesetzes vom 12. Dezember
2019 (Klimaschutzgesetz <KSG>) über die nationalen Klimaschutzziele und die bis zum
Jahr 2030 zulässigen Jahresemissionsmengen insofern mit Grundrechten unvereinbar
sind, als hinreichende Maßgaben für die weitere Emissionsreduktion ab dem Jahr
2031 fehlen. Im Übrigen wurden die Verfassungsbeschwerden zurückgewiesen.
[...] Die zum Teil noch sehr jungen Beschwerdeführenden sind durch die angegriffe-
nen Bestimmungen aber in ihren Freiheitsrechten verletzt. Die Vorschriften verschie-
ben hohe Emissionsminderungslasten unumkehrbar auf Zeiträume nach 2030. [...] Von
diesen künftigen Emissionsminderungspflichten ist praktisch jegliche Freiheit poten-
ziell betroffen, weil noch nahezu alle Bereiche menschlichen Lebens mit der Emission
von Treibhausgasen verbunden und damit nach 2030 von drastischen Einschränkungen
bedroht sind. [Hervorhebung ergänzt]“
Bundesverfassungsgericht
Pressemitteilung Nr. 31/2021 vom 29. April 2021
Ausgewählte Informationen und Perspektiven
auf dem Weg ins Anthropozän (IV)
Krise?
Keine
Krise?
Das Naturkapital schrumpft und ist zur
limitierenden Ressource geworden. Wie
wir gegenwärtig mit der Natur umgehen, ist
nicht nachhaltig, nicht zukunftsfähig! Wir be-
finden uns inmitten einer Systemkrise und
müssen rasch eine Lösung finden [Hervor-
hebung ergänzt]“ (Mosbrugger 2020, o. S.)
Human choices and actions could narrow or widen
the safe and just corridor for human development.
[Hervorhebung ergänzt]“ (Rockström et al. 2021, S. 4)
Menschenwürde
als der „normative
Ausgangspunkt“
(WGBU 2019, S. 42)
Kontext:
Digitalisierung und Nachhaltige Entwicklung
UN Secretary-General’s High-level Panel on Digital Cooperation (2019):
“Nine values that […] should shape the development of digital cooperation”
“Inclusiveness – Leaving no one behind, so that we can maximise
equality of opportunity, access and outcomes to achieve the
Sustainable Development Goals“
“Respect – Embodying respect for human rights and human dignity,
diversity, the safety and security of personal data and devices, and
national and international law
Handlungsempfehlungen nach WBGU (2019):
Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen
Armutsbekämpfung und inklusive Entwicklung
Arbeit der Zukunft und Abbau von Ungleichheit
Zukunftsbildung
Big Data und Privatsphäre
Fragilität und Autonomie technischer Systeme
Ökonomische und politische Machtverschiebungen
Global Governance für die nachhaltige Gestaltung
des Digitalen Zeitalters Quelle: WBGU (2019),
Grafik: Wernerwerke Berlin
Human-centredness – …
Human flourishing – …
Transparency – …
Collaboration – …
Accessibility – …
Sustainability – …
Harmony – …
Kontext:
Digitalisierung und Nachhaltige Entwicklung
Quelle: WBGU (2019), Grafik: Wernerwerke Berlin
Kontext:
Digitalisierung und Nachhaltige Entwicklung
Quelle: WBGU (2019), Grafik: Wernerwerke Berlin
Eigene Darstellung unter Einbezug von Luhmann (1968),
WBGU (2019) und Ehrensperger (2021) 29. April 2021
Verhältnis von
Mensch und Natur
Zivilisatorische/r Rahmen/Errungenschaften
wie Demokratie & Menschenrechtskultur
„Nebenwirkung“
Klimawandel als
ein Beispiel
„Nebenwirkung“
Abnehmende Biodiversität
als ein Beispiel
Anwendung von
Technologien Konsequenzen
(UNEP 2021)
Sinn/
Zwecke/
Ideen
Kausal-
und
Wertvor-
stellungen
Ein ausgewählter Rahmen
Gefahr der
Verletzung von
Grundrechten
Beobachtung und
Analyse unterstützt durch
Digitalisierung
In Zukunft insb.
nachhaltigkeitsorientierte
Ziele/Indikatoren
Was ist ein
gutes Leben?
Halten wir dies hier einmal fest:
Der Einsatz von IuK-Technologie hat wesentliche Erkenntnisse zum Zustand von
Planet Erde ermöglicht. Entscheidend sind hier geeignete Methoden, wofür die
Erforschung komplexer Systeme betreffend insbesondere der aktuelle Physik-
Nobelpreis für Klaus Hasselmann, Syukuro Manabe u. Italiener Giorgio Parisi steht.
Auf dem Weg ins Anthropozän sind alle gefragt und es bietet sich insbesondere die
Kombination von Lösungsansätzen auf gesellschaftlicher, organisatorischer und
individueller Ebene an (vgl. bspw. Deckert 2021); die globalen Herausforderungen
sind voraussichtlich nicht allein techn(olog)isch zu lösen und es ist interdiszipli-
näres Zusammenwirken erforderlich. Insbesondere lebenslanges, erfahrungs-
basiertes und transformatives Lernen sowie Lernen aus Erfahrungsschätzen
von Ureinwohnern können Fokus erlangen (Leal Filho 2021).
„Wissenschaftler und Ingenieure stehen vor einer gewaltigen Aufgabe: […] der Ge-
sellschaft den Weg in Richtung eines ökologisch nachhaltigen Managements
des Planeten im Zeitalter des Anthropozäns weisen. [Herv. ergänzt]“ (Crutzen
2011, S. 10). Der Wissenschaftsrat (2021, 2015) sieht für Wissenschaft die Orien-
tierung an Gemeinwohl und Großen gesellschaftlichen Herausforderungen als
bedeutsam an.
Eigene Darstellung unter Einbezug von Luhmann (1968),
WBGU (2019) und Ehrensperger (2021) 29. April 2021
Verhältnis von
Mensch und Natur
Zivilisatorische/r Rahmen/Errungenschaften
wie Demokratie & Menschenrechtskultur
„Nebenwirkung“
Klimawandel als
ein Beispiel
„Nebenwirkung“
Abnehmende Biodiversität
als ein Beispiel
Anwendung von
Technologien Konsequenzen
(UNEP 2021)
Sinn/
Zwecke/
Ideen
Kausal-
und
Wertvor-
stellungen
Ein ausgewählter Rahmen
Gefahr der
Verletzung von
Grundrechten
“When we truly understand ourselves as Part of the natural
world then we have hope for a better future. When we admit
our tendency for technical triumphalismpast arrogance
in thinking that we are in total control of the natural world
then we are ready to accept unforeseen and Unintended
consequences and unknown unknowns. (Hervorhebungen
ergänzt)” (Blockley 2021, S. 182)
Wachstum, Beschleunigung und Innovierung kennzeichnen
Gesellschaft in dynamischer Stabilisierung; kulturell beglei-
tet durch „Verheißung der Weltreichweitenvergrößerung“ als
ein Antriebsmoment (Rosa 2021, S. 14 ff.).
„Wir können die teure Sahara-Safari […] kaufen, nicht aber
die Resonanz mit der Natur [Hervorhebung ergänzt]“
(Rosa 2021, S. 45).
Beispiel:
Diese Maschine schafft Arbeit!
(Klostermann 2017)
Stormarner Werkstätten Ahrensburg
Hier schließen grundlegende Diskurse an, auf
die hier wie folgt pointiert hingewiesen wird:
„Weder die instinktiven Belohnungen der Fürsorgearbeit noch die
psychologischen Erträge aus Handwerk und Kreativität sind von
irgendeinem Interesse für den Kapitalismus. […] Beschäftigung wird
als Kostenfaktor für die Produzenten gesehen, […]. Aus Beschäftigten-
sicht werden Arbeit und Herstellen als ein Opfer verstanden, das man
allenfalls und ausschließlich gegen Entlohnung auf sich nehmen kann“
(Jackson 2021, S. 181 f.).
„Der Lohn des Aufbauens ist überaus psychologisch und im Wesen sozial.
Der Lohn der Arbeit ist Leben. Der Lohn des Schaffens ist Flow und
ein Teilhaben am »Innewerden der Unsterblichkeit«“
(Jackson 2021, S. 180).
Sozialwirtschaft als Beispiel
Es stellen sich wichtige Fragen insbesondere rund um diese sechs
Perspektiven „der Umsetzung und des Erhandelns digitaler Lösungen“
(Deckert & Langer 2018, S. 884 f.):
Ambivalenzen der Einführung
Gleichberechtigte Nutzung
Sicherheit
Infrastrukturerhalt
Bürokratisierung
Isolation / Beziehungsabbruch
Ausgewählte Grundgedanken zu
Strategischer Mensch-Maschine-Partnerschaft
Sinngebung/Adlerperspektive
(Davenport 2016) (Deckert & Günther 2018)
Problemlösen/Kritisches Denken
(WEF 2015, 2016) (Aoun 2017)
Kreativität (WEF 2015, 2016)
(Frey & Osborne 2013)(Aoun 2017)
Emotionale Intelligenz
(Wahlster 2017)
Soziale Intelligenz
(Wahlster 2017) (Frey & Osborne 2013)
Feinmotorik/Sensorfusion
(Wahlster 2017) (Frey & Osborne 2013)
Teile kognitiver Intelligenz
(Wahlster 2017)
Nutzung komplexer
Muster bei Gefahr
von Verzerrungen/
statistisch gepräg-
ten Lösungen
(Brynjolfsson &
McAfee 2017)
Verlässliche
Prozeduren bei
Gefahr von „Über-
regulierung
Kontextualisierung/Intuition
(Krenn et al. 2020) (Weizenbaum 1978)
„Binäres Pokerface“
(Sichlidou, 2017)
Quelle: Deckert und Meyer (2020)
Big Five
einer wünschens-
werten Entwicklung
zu Künstlicher
Intelligenz (KI):
Orientierungswissen bieten
(Deckert, 2018)
Inhalt
Ausgewählte Perspektiven zur Ausgangssituation
auf dem Planeten Erde
Alte und neue Pfade
Mit der Welt im Einklang sein?
Diskussion
Alte Pfade … neue Pfade …
Das Naturkapital schrumpft und ist zur
limitierenden Ressource geworden. Wie
wir gegenwärtig mit der Natur umgehen, ist
nicht nachhaltig, nicht zukunftsfähig! Wir be-
finden uns inmitten einer Systemkrise und
müssen rasch eine Lösung finden [Hervor-
hebung ergänzt]“ (Mosbrugger 2020, o. S.)
Human choices and actions could narrow or widen
the safe and just corridor for human development.
[Hervorhebung ergänzt]“ (Rockström et al. 2021, S. 4)
Menschenwürde
als der „normative
Ausgangspunkt“
(WGBU 2019, S. 42)
„[…] Stillstellung und Krise zen-
traler gesellschaftlicher Institu-
tionen an einem solchen histo-
rischen Bifurkationspunkt
[Hervorhebung ergänzt]“
(Rosa 2020, S. 204)
Befunde zur Corona-Pandemie als Basis für Dis-
kurs nach Rosa (2020, S. 209):
Entschleunigung
Neue Ungleichheiten, Leiden bei ökonomi-
scher, physischer oder psychosozialer Not
Digitale Beschleunigung
Mehrheitlich unterstützte politische
Reaktion zwecks Bremswirkung für
einen „Albtraum der Moderne“
Alte Pfade … neue Pfade …
„[…] Stillstellung und Krise zen-
traler gesellschaftlicher Institu-
tionen an einem solchen histo-
rischen Bifurkationspunkt
[Hervorhebung ergänzt]“
(Rosa 2020, S. 204)
„Bifurkationspunkt“ als Stabilitätswechsel am
Beispiel Kurzer Exkurs zur Chaostheorie
Resilienz
Eigene Darstellung, Quelle: https://bit.ly/3BvFih4 . April 2021
Inhalt
Ausgewählte Perspektiven zur Ausgangssituation
auf dem Planeten Erde
Alte und neue Pfade
Mit der Welt im Einklang sein?
Diskussion
Ausgewählte anknüpfende Gedanken (I)
„[…] positive,
attraktive Kraft […] in der
Verheißung der Weltreich-
weitenvergrößerung
(Rosa 2021, S. 16)
Die wissenschaftlich und technisch,
ökonomisch und politisch verfügbar gemachte
Welt […]“ (Rosa 2021, S. 25)
Ausgewählte anknüpfende Gedanken (II)
„[…] positive,
attraktive Kraft […] in der
Verheißung der Weltreich-
weitenvergrößerung
(Rosa 2021, S. 16)
Mensch und Welt in Resonanz:
berührt, selbstwirksam, verwandelnd,
unverfügbar (Rosa 2021, S. 37 ff.)
„[…] dass der stumpfe Blick ei-
nes Menschen plötzlich leuch-
tend wird, oder dass wir mit ei-
nem Mal Tränen in den Augen
haben“ (Rosa 2021, S. 39), …
Begegnungen, die uns zu einem anderen Menschen
machen, „Erfahrung von Lebendigkeit“, „Der Berg auf
den ich gestiegen bin, ist (für mich) ein anderer […]“
(Rosa 2021, S. 41), …
„[…] Augen sind Resonanzfenster […] Blick zu spüren […] ein
Musikinstrument zu spielen […] ein Buch nicht nur lesen“
(Rosa 2021, S. 39 ff.), …
unvorhersagbar, niemals ausgeschlossen (Rosa 2021),
Ausgewählte anknüpfende Gedanken (III)
Alle sind
gefragt!
Quelle: Deckert (2021)
Stärkenthese
„Die Gesellschaft wird in dem
Maße nachhaltiger, wie es
die Menschen darin vermögen,
sich Ihrer individuellen Stärken
bewusst zu werden und diese
für den gesellschaftlichen
Wandel in Richtung einer
nachhaltigeren Zukunft
einzusetzen.“
Ronald Deckert und Maren Metz
im Jahre 2020
Inhalt
Ausgewählte Perspektiven zur Ausgangssituation
auf dem Planeten Erde
Alte und neue Pfade
Mit der Welt im Einklang sein?
Diskussion
Auf dem Weg ins Anthropozän …
Jede und jeder einzelne von uns schreibt letztlich mit ihrem
und seinem eigenen Leben ihre und seine ganz eigene Geschichte an der
Schwelle ins Anthropozän.“ „[…] ein kaum auszuschlagendes Angebot der
Geschichte an jede und jeden von uns.“
(Deckert 2021, S. 19 ff./37).
Literaturverzeichnis (I)
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essentials im Überblick:
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Technical Report
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The Scientific Outcome was produced by participants in the first-ever IPCC-IPBES co-sponsored workshop which took place in December 2020. This workshop is placed in the context of recent international agreements including the Paris Agreement, the Strategic Plan for Biodiversity 2011-2020 and ongoing preparation for the post-2020 global biodiversity framework, the Sendai Framework for Disaster Risk Reduction and the 2030 Agenda for Sustainable Development that converge on solving the dual crises of climate change and biodiversity loss as essential to support human well-being. The Scientific Outcome further develops and substantiates the conclusions of the Synopsis, summarizes the emerging state of knowledge involving climate change and biodiversity with the objective to inform decision making and highlight options for action, and to identify knowledge gaps to be filled by scientific research. The Scientific Outcome includes seven sections, the references outlining the evidence reviewed within those sections and the report glossary.
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Keeping the Earth system in a stable and resilient state, to safeguard Earth's life support systems while ensuring that Earth's benefits, risks, and related responsibilities are equitably shared, constitutes the grand challenge for human development in the Anthropocene. Here, we describe a framework that the recently formed Earth Commission will use to define and quantify target ranges for a “safe and just corridor” that meets these goals. Although “safe” and “just” Earth system targets are interrelated, we see safe as primarily referring to a stable Earth system and just targets as being associated with meeting human needs and reducing exposure to risks. To align safe and just dimensions, we propose to address the equity dimensions of each safe target for Earth system regulating systems and processes. The more stringent of the safe or just target ranges then defines the corridor. Identifying levers of social transformation aimed at meeting the safe and just targets and challenges associated with translating the corridor to actors at multiple scales present scope for future work.
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Zusammenfassung Der Beitrag versucht zunächst, das Wesen und die Erscheinungsform der Corona-Krise mit beschleunigungstheoretischen Mitteln genauer zu bestimmen. Zentral ist dabei die Diagnose einer politisch herbeigeführten, objektiv messbaren gesellschaftlichen Entschleunigung. Auf dieser Basis werden dann im zweiten Schritt in Auseinandersetzung mit der Systemtheorie einerseits und mit neomarxistischen Ansätzen andererseits die gesellschaftstheoretischen Konsequenzen gezogen. Der Fokus liegt dabei auf dem Argument, dass sich die politische Reaktion auf das SARS-CoV-2-Virus weder nach den Prinzipien funktionaler Differenzierung noch aus der Logik der Herrschaftssicherung oder der Kapitalakkumulation erklären lässt. Im Anschluss daran arbeitet der Beitrag heraus, welche Möglichkeiten sich in der Krisenlage für einen gesellschaftlichen Pfad- und Systemwechsel ergeben und welche Rolle die Soziologie als wissenschaftliche Disziplin in dieser historischen Lage spielen kann und spielen sollte.
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A census of the biomass on Earth is key for understanding the structure and dynamics of the biosphere. However, a global, quantitative view of how the biomass of different taxa compare with one another is still lacking. Here, we assemble the overall biomass composition of the biosphere, establishing a census of the ≈550 gigatons of carbon (Gt C) of biomass distributed among all of the kingdoms of life. We find that the kingdoms of life concentrate at different locations on the planet; plants (≈450 Gt C, the dominant kingdom) are primarily terrestrial, whereas animals (≈2 Gt C) are mainly marine, and bacteria (≈70 Gt C) and archaea (≈7 Gt C) are predominantly located in deep subsurface environments. We show that terrestrial biomass is about two orders of magnitude higher than marine biomass and estimate a total of ≈6 Gt C of marine biota, doubling the previous estimated quantity. Our analysis reveals that the global marine biomass pyramid contains more consumers than producers, thus increasing the scope of previous observations on inverse food pyramids. Finally, we highlight that the mass of humans is an order of magnitude higher than that of all wild mammals combined and report the historical impact of humanity on the global biomass of prominent taxa, including mammals, fish, and plants.
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Plastics have outgrown most man-made materials and have long been under environmental scrutiny. However, robust global information, particularly about their end-of-life fate, is lacking. By identifying and synthesizing dispersed data on production, use, and end-of-life management of polymer resins, synthetic fibers, and additives, we present the first global analysis of all mass-produced plastics ever manufactured. We estimate that 8300 million metric tons (Mt) as of virgin plastics have been produced to date. As of 2015, approximately 6300 Mt of plastic waste had been generated, around 9% of which had been recycled, 12% was incinerated, and 79% was accumulated in landfills or the natural environment. If current production and waste management trends continue, roughly 12,000 Mt of plastic waste will be in landfills or in the natural environment by 2050.
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We assess the scale and extent of the physical technosphere, defined here as the summed material output of the contemporary human enterprise. It includes active urban, agricultural and marine components, used to sustain energy and material flow for current human life, and a growing residue layer, currently only in small part recycled back into the active component. Preliminary estimates suggest a technosphere mass of approximately 30 trillion tonnes (Tt), which helps support a human biomass that, despite recent growth, is ~5 orders of magnitude smaller. The physical technosphere includes a large, rapidly growing diversity of complex objects that are potential trace fossils or ‘technofossils’. If assessed on palaeontological criteria, technofossil diversity already exceeds known estimates of biological diversity as measured by richness, far exceeds recognized fossil diversity, and may exceed total biological diversity through Earth’s history. The rapid transformation of much of Earth’s surface mass into the technosphere and its myriad components underscores the novelty of the current planetary transformation.
Chapter
Being part of, or witnessing, a terrible disaster is clearly very distressing. How do we minimize this kind of distress and continue to flourish in the future as we face extreme climate events such as wildfires and flooding? How do we identify and learn from past events lying hidden, unrecognized and unforeseen as failure incubated? What are the global ‘grand challenges’—both natural and man-made? What are the UN Sustainable Development Goals? To achieve them do we need to reverse the fragmentation of the professions into ‘silos’? What is ‘joined-up’ thinking in ‘joined-up’ organisations and nation states and how important is it? Despite all the advances in science, we know less actually than we think we know. Contingency planning that expects surprises must be the new norm. Learn anew how to learn together is the new wisdom. Use the golden rule ‘do not do to others that you would not have them do to you’, whatever you are told to believe, is our tenet. Behaviour is more important than belief—imperfect doing is better than uncertain knowing. But to do all of this collectively requires leadership that we can trust—perhaps the biggest challenge of all?
Book
Driverless cars are hitting the road, powered by artificial intelligence. Robots can climb stairs, open doors, win Jeopardy, analyze stocks, work in factories, find parking spaces, advise oncologists. In the past, automation was considered a threat to low-skilled labor. Now, many high-skilled functions, including interpreting medical images, doing legal research, and analyzing data, are within the skill sets of machines. How can higher education prepare students for their professional lives when professions themselves are disappearing? In Robot-Proof, Northeastern University president Joseph Aoun proposes a way to educate the next generation of college students to invent, to create, and to discover -- to fill needs in society that even the most sophisticated artificial intelligence agent cannot.A “robot-proof” education, Aoun argues, is not concerned solely with topping up students’ minds with high-octane facts. Rather, it calibrates them with a creative mindset and the mental elasticity to invent, discover, or create something valuable to society -- a scientific proof, a hip-hop recording, a web comic, a cure for cancer. Aoun lays out the framework for a new discipline, humanics, which builds on our innate strengths and prepares students to compete in a labor market in which smart machines work alongside human professionals. The new literacies of Aoun’s humanics are data literacy, technological literacy, and human literacy. Students will need data literacy to manage the flow of big data, and technological literacy to know how their machines work, but human literacy -- the humanities, communication, and design -- to function as a human being. Life-long learning opportunities will support their ability to adapt to change.The only certainty about the future is change. Higher education based on the new literacies of humanics can equip students for living and working through change. © 2017 Massachusetts Institute of Technology. All rights reserved.
Article
The Paris Agreement duly reflects the latest scientific understanding of systemic global warming risks. Limiting the anthropogenic temperature anomaly to 1.5–2 °C is possible, yet requires transformational change across the board of modernity.