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GESA-Studie. Psychische Gesundheit von Sexarbeiter*innen in der Covid-19 Pandemie.

Authors:
  • Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Germany, Aachen

Abstract

Wir präsentieren die ersten Ergebnisse der GESA-Studie - Psychische Gesundheit von Sexarbeiter*innen in der Covid-19 Pandemie.
GESA-Studie. Psychische Gesundheit von
Sexarbeiter*innen in der Covid-19 Pandemie
Mit Unterstützung durch:
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Definition Sexarbeit
Begrifflichkeiten: Sexarbeit vs. Prostitution
,
„Prostitution (lat. prostituere = öffentlich preisgeben) bezeichnet das Vornehmen sexueller Handlungen gegen Entgelt
oder andere Werte. […] Grundlegend ist die Unterscheidung zwischen freiwilliger Prostitution im Sinne von Sexarbeit
bzw. sexueller Dienstleistungen und erzwungener Prostitution. Die Übergänge sind jedoch fließend […]. (Fachlexikon der
Sozialen Arbeit 2017)
Der Begriff Sexarbeit beschreibt somit generell alle Arten sexueller und erotischer Dienstleistungen im
Zusammenhang mit der Arbeit in der Sexindustrie. Hierunter fallen beispielsweise Sexarbeit im Internet, das Mitwirken
in Pornofilmen, erotische Massagen, Domina, Escorts usw.., die monetär oder auf andere Weise vergütet werden.
(Küppers 2016)
Heterogenes Feld
-> unterschiedliche Biografien, Motivationen und Lebenslagen
-> Bedürfnisse und Wünsche unterscheiden sich (Albert & Wege 2015)
Ergo: es gibt nicht DIE Sexarbeiterin, Sexualassistenz, Selbständige usw.
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Ausgangslage
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
§40.400 Prostituierte nach dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) 2019 in Deutschland (Destatis 2020)
§24.900 Ende 2020 (Destatis 2021)
§Alter: 78% aller registrierten Personen zwischen 21 und 44 Jahre alt; deutsche Staatsbürgerschaft: 19% (Destatis 2020)
§Schätzungen: 200.000-800.000 Frauen und Männer (hohe Dunkelziffer) (Eger & Fischer 2019, TAMPEP 2010)
§Runder Tisch zur Prostitution in NRW: 200.000 (Deutscher Bundestag 2016)
§Berichtete Ausschlussmechanismen und Stigmatisierung der Sexarbeiter*innen (Hurenstigma) (Probst 2015).
§Arbeitsalltag ist durch fehlende Rechtssicherheit und Gesundheitsversorgung geprägt (Mörgen 2020)
§Die Belastungen führen oft zu Entspannungs-und Regulationsproblemen der psychischen und physischen Kräfte
(Hurrelmann 2013)
§Forschungsstand im Bereich der Prostitution sehr gering: wenige Studien zeichnen ein ausreichendes Bild der
vielfältigen Lebenslagen ab (Albert & Wege 2015)
Fazit: Aus gesundheitswissenschaftlichen Interesse ckt die psychische Gesundheit von Sexarbeiter*innen in den Fokus.
Es sollen Bezüge zwischen Stigmatisierung, Gesellschaft und psychischer Gesundheit in den Blick genommen werden. Da
die Studie zur Zeit der Covid-19-Pandemie durchgeführt wird, wird zudem auf die Auswirkungen der Restriktionen in
Folge der Covid-19 Pandemie im Bereich der Sexarbeit eingegangen
Ausgangslage Covid-19 Pandemie
§Erster Lockdown März 2020
§Zweiter Lockdown November 2020 -Juni 2021
§„Körpernahe Dienstleistungen“ werden verboten, Beratungsangebote werden eingestellt
§Viele Sexarbeiter*innen waren durch das vorherrschende Berufsverbot nicht mehr an den üblichen Stellen
anzutreffen. Bordelle, Laufhäuser und Clubs waren geschlossen und einige der Sexarbeiter*innen waren zu ihren
Familien ins Ausland gefahren, gingen der Sexarbeit im Verborgenen nach oder isolierten sich in ihren
Privatwohnungen
§Aachener Nachrichten am 8. Juli 2020 “Ekelhafte Zustände -Sexarbeit ist in Wohnviertel abgetaucht
§Pressemitteilung BesD e.V. am 17.11.20 “Neuer Lockdown Coronahilfen versagen viele Sexarbeitende in Not”
(MissAngelina (BesD e.V.), 2020)
§Nicht registrierte Personen nach dem ProstSchG können keine Soforthilfen und/oder Leistungen nach SGBII/I
beantragen (Eckert 2020)
→ Covid-19 Pandemie als Krise für Sexarbeiter*innen?
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Studiendesign
Onlinebasierte quantitative Querschnittserhebung.
Onlinesurvey mit 120 Items zu den Themen: Soziodemographie, Sexarbeit, psychische Gesundheit, Substanzkonsum,
sexuelle Gesundheit, Stigmatisierungserfahrungen, psychosozialen Folgen der COVID-19 Pandemie sowie
Unterstützungsbedarfe etc.
Erhebungszeitraum : 26.02. 18.04.2021.
Bewerbung über social media Kanäle sowie E-Mail Verteiler durch:
§Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen
§Aidshilfe NRW
§Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Stichprobe
§n = 50 Teilnehmende
§Durchschnittsalter: 38 Jahre (Range: 23-67 Jahre)
§Geschlecht: 84,1% weiblich; 11,4% männlich; 4,5% divers
§Geburtsland: 68% Deutschland / Österreich
§Sexuelle Orientierung: 62,5% heterosexuell; 22,5% bisexuell; 7,5% queer; 7,5% „eine andere Orientierung“,
0% homosexuell
Höchster Schulabschluss (n = 40)
%
Abitur/Fachhochschulreife
55,0
Mittlerer Schulabschluss/
Fachoberschulreife
35,0
Haupt
-/Volksschulabschluss
7,5
Anderer Abschluss (z.B. im Ausland
erworben)
2,5
Höchster Bildungsabschluss (n = 40)
%
Hochschul
-Fachhochschulabschluss
30,0
Berufsausbildung
37,5
Anderen Berufsabschluss
2,5
Keinen Berufsabschluss bzw. in
Ausbildung
30,0
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Sexarbeit
Selbstbezeichnung des Berufes
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Dauer der Sexarbeit (n = 50)
% (n)
weniger als ein Jahr
6,0 (3)
1
-3 Jahre
26,0 (13)
4
-7 Jahre
24,0 (12)
8
-11 Jahre
24,0 (12)
12
-15 Jahre
12,0 (6)
16
-19 Jahre
4,0 (2)
mehr als 20 Jahre
4,0 (2)
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Sexarbeit
2
2
6
8
12
12
16
36
42
54
56
98
98
94
92
88
88
84
64
58
46
44
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Woh nw agen
Straßenstrich
Laufhaus/Bordell
Saunaclub/Massagestudie/Swingerclub
Auto
BDSM-Studio
Sexualassistenz
Internetplattform
Hotelzimmer
Private/angemietete Wohnung
Escort-Service
Kontexte der Berufsausübung (n= 50)
Mehrfachangaben möglich; Angaben in Prozent.
Ja Nein
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Sexarbeit vor und während der Pandemie
9
Motive für die Sexarbeit
§74% der Teilnehmenden gehen der Sexarbeit aus finanziellen Gründen nach
§66% möchten sich durch ihre Tätigkeit als Sexarbeiter*in selbstverwirklichen/selbstständig sein.
§56% gehen der Tätigkeit aus Neugierde nach
§48% möchten ihre eigene Sexualität ausleben.
§18% fehlen berufliche Alternativen oder geben sonstige Gründe an der Tätigkeit nachzugehen
Kund*innen
Anzahl der Kund*innen/Woche vor der Covid-19 Pandemie: 8
Anzahl der Kund*innen/Woche nach der Covid-19 Pandemie: 3
„Ich hatte immer einen normalen Job in Teilzeit und habe mit der Escort-Arbeit den Rest
aufgestockt. Escort ist aber komplett ausgeblieben. Es ist furchtbar, wenn man sieht, dass
diejenigen, die Sexwork als Haupterwerb haben, so gut wie keine Unterstützung bekommen.
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Sexarbeit
10
Gründe der Sexarbeit nachzugehen
Finanzielle Gründe
Selbstverwirklichung/Selbstständigkeit
Neugierde
Ausleben der eigenen Sexualität
Fehlende berufliche Alternative
Sonstige Gründe
Ich wurde zur Sexarbeit gezwungen
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
4,2
2,1
8,3
20,8
33,3
31,3
0
5
10
15
20
25
30
35
1= nicht sicher 2 3 4 5 6= sehr sicher
Sicherheitsgefühl während der Sexarbeit
(Angaben in %; N = 48)
Stigmatisierungserfahrungen
Erlebte Ungleichbehandlung der Sexarbeiter*innen
Die Sexarbeiter*innen berichten über das Fehlen von Unterstützung, Stigmatisierungserfahrungen und den Wegfall
gesellschaftlicher Teilhabe. Besonders oft erleben Sexarbeiter*innen negative Reaktionen aufgrund ihrer Tätigkeit
durch die Presse (50%) und (64%) durch das Internet. Diese Reaktionen drücken sich in unterschiedlicher Form aus.
„Zwei Klassen-Gesellschaft. Die einen sind es Wert, Hilfe zu erfahren, andere nicht. Die einen
sind es Wert, schnell Öffnung der Berufsverbote zu erfahren, andere nicht. Diese ewige
Stigmatisierung ist menschenunwürdig und das Grundgesetz gilt für alle Menschen, nicht nur
für bestimmte Berufsgruppen.
„Mehr Umsicht, Rücksicht und Toleranz -weniger Stigmatisierung, Bevormundung,
Vorverurteilung ohne je selbst in diesem Bereich tätig gewesen zu sein. Die meisten
Sexworker haben ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein und die Politik und
gesellschaftliche, mediale Stigmatisierung zwingt sie in Zwangslagen, in der sie dann nicht
mehr verantwortungsbewusst handeln können, wenn sie in einer Pandemiesituation nicht
hungern wollen oder ihre Wohnungen verlieren.
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Stigmatisierungserfahrungen
12
Formen der Diskriminierung
%
Verbale Anfeindungen
56,0
Ich wurde ausgegrenzt
34,0
Rechtliche Benachteiligung
28,0
Ich wurde ignoriert
26,0
Psychische Gewalt
18,0
Körperliche Gewalt
2,0
Sonstige
30,0
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
10 10
4
20
24
16
0
5
10
15
20
25
30
0= gar nicht
belastend
1 2 3 4 5= sehr stark
belastend
Belastung durch Diskriminierungen
(Angaben in %; N = 42)
Wirtschaftliche Lage
Berufliche Einschränkungen
Durch das lange Berufsverbot müssen viele Sexarbeiter*innen neue berufliche Alternativen und Perspektiven finden,
wie z. B. online im Internet arbeiten, ihre beruflichen Pläne vorerst einstellen oder sich gänzlich umorientieren, wie
andere Erwerbsarbeit aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen. Da für sie nicht absehbar ist, wann sich der
momentane Zustand verändert und sich die berufliche Situation stabilisieren wird.
„Ich arbeite primär Online ohne es zu wollen und bekomme zunehmend weniger, mir fehlt der
Kontakt zu Menschen in meinem Beruf. Pläne können nicht umgesetzt werden. Alles steht still
oder ist rückläufig. Zunehmend weniger Kampfgeist.
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Wirtschaftliche Lage
Finanzielle Einschränkungen
Viele Teilnehmer*innen berichten über Arbeitslosigkeit, Schulden und einer räumlichen Veränderung aufgrund
finanzieller Notlagen. Um sich finanziell abzusichern, beginnen einige eine neue Ausbildung an, leben von ihren
Rücklagen oder erhalten finanzielle Unterstützung vom Staat.
§Schulden: 22% haben aufgrund den Folgen der Covid-19 Pandemie Schulden gemacht.
§Einkommen: Viele Befragte (44%) beziehen ihre finanzielle Lebensgrundlage aus Zweittätigkeiten, leben von ihren
Ersparnissen (34%) oder durch finanzielle Hilfe durch Angehörige und/oder Freunde (22%).
§Transferleistungen: 58% beziehen zudem verschiedene finanzielle Unterstützungen vom Staat (ALG -2, Kindergeld,
Krankengeld etc.)
„Ich musste Umziehen, da die alte Wohnung nicht mehr zu bezahlen war“.
„Beschissen. Wenig Arbeit, wenig Geld, frechere Gäste
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Wirtschaftliche Lage
15
Finanzielle Einbußen im Rahmen der Covid
-19
Pandemie
%
Keine finanziellen Einben
6,0
Sehr geringe finanzielle Einbußen
12,0
Deutliche finanzielle Einbußen
24,0
Sehr starke finanzielle Einbußen
28,0
Das Einkommen ist vollständig ausgeblieben
18,0
Antrag auf staatliche
Unterstützung?
n
Ja
19
Nein
24
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Auswirkungen der Covid-19 Pandemie
Negative Auswirkungen auf die psychischen Gesundheit
Einige Sexarbeiter*innen berichten von Belastungen durch die wegfallenden sozialen Kontakte, Sorgen in Bezug auf die
Zukunft, depressive Verstimmungen bis hin zu Essstörungen und suizidale Gedanken. Besonders hervorgehoben wurde
die erlebte Einsamkeit während der Covid-19 Pandemie.
„Die Einschränkungen sind belastend. Da es nur schleppend mit den Unterstützungen voran geht.
Viele Kolleginnen arbeiten nicht und sind mit ihren Nerven am Ende. Viele verfallen dem Alkohol
und der Depression.
„Ich habe eine Essstörung entwickelt und war in 2020 kurz davor, vor einen Baum zu fahren. Habe
Coachings hinter mir, die mir etwas helfen. Aber das sind nur Symptombekämpfungen..... die
Ursache ist kollektiver, politischer Natur.
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Psychische Gesundheit
Busch, M., Maske, U., Ryl, L. et al. (2013). Prävalenz von depressiver Symptomatik und diagnostizierter Depression bei Erwachsenen in
Deutschland. Bundesgesundheitsbl. 56, 733739. https://doi.org/10.1007/s00103-013-1688-3
Glaesmer, H., Kapusta, N. D., Teismann, T., Wagner, B., Hallensleben, N., Spangenberg, L., & Forkmann, T. (2018). Psychometrische Eigenschaften der deutschen
Version des Suicide Behaviors Questionnaire Revised (SBQ-R) PPmP: Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie, 68(8), 346
352. https://doi.org/10.1055/s-0043-118335
Kocalevent, R. D., Hinz, A., & Brähler, E. (2013). Standardization of a screening instrument (PHQ-15) for somatization syndromes in the general population. BMC
psychiatry,13, 91. https://doi.org/10.1186/1471-244X-13-91
Löwe, B., Decker, O., Müller, S., Brähler, E., Schellberg, D., Herzog, W., & Herzberg, P. Y. (2008). Validation and standardization of the Generalized Anxiety Disorder
Screener (GAD-7) in the general population. Medical care,46(3), 266274. https://doi.org/10.1097/MLR.0b013e318160d093
Sexarbeiter*innen GESA
-Studie
Vergleich Bundesdurchschnitt (Studie)
Mittelgradige Depression
(PHQ
-9 >10)
40%
8% (Busch et al. 2013)
Generalisierte Angststörung
(GAD
-7 >10)
52%
5% (Löwe et al. 2008)
Mind. mittelgradige somatische
Beschwerden (PHQ
-15 >10)
20%
9% (Kocalevent et al. 2013)
Erhöhtes Suizidrisiko
(SBQ
-R)
16%
6% (Glaesmer et al. 2018)
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Zusammenhang von Schulden und psychischer Gesundheit
18
* = die Korrelation ist auf dem 0.05 Niveau signifikant. ** = die Korrelation ist auf dem 0.01 Niveau signifikant
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Finanzielle Einbußen im
Zuge der Pandemie
Schulden im Zuge der
Pandemie
Somatisierung
Depression
Suizidalität während
sozialer Distanzierung
.389*
.487**
.415*
.411*
.525**
Bedarfe
Aus Sicht der Sexarbeiter*innen
§Vernetzung der Sexarbeiter*innen für eine abgestimmte Lobbyarbeit
§Entstigmatisierung des Sexarbeiter*innen-Berufes in der Gesellschaft
§Unterstützung durch Soziale Arbeit in bürokratischen und behördlichen Angelegenheiten
§Mehr Beratungsstellen insbesondere für jüngere Sexarbeiter*innen (z.B. Einstiegsberatung)
Aus Sicht der Forscher*innen
§Politik muss Sexarbeiter*innen in den Fokus nehmen und diese, wie andere Berufsgruppen auch, unterstützen.
§Hoher psychosozialer Unterstützungsbedarf: daher sind spezifische Angebote durch psychosoziale Beratungsstellen
und Soziale Arbeit erforderlich.
§Geringe Datenlage vorhanden. Daher sind weitere Forschungen notwendig.
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
Kontakt Prof. Dr. Daniel Deimel
Katholische Hochschule NRW, Abteilung Aachen
d.deimel@katho-nrw.de
Forschungsteam:
Anna Mühlen, Janette Rudy & Anna Böckmann
gesa-forschung@gmx.de
Anna Mühlen, M.A., Janette Rudy, M.A., Anna Böckmann, M.A., Prof. Dr. Daniel Deimel
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