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Zur rechtlichen Situation von Wuchshüllen in der Waldbewirtschaftung in Deutschland: Teil I: Definitionen, Rechtsrahmen, kreislaufwirtschaftsrechtliche Sicht und Bundesbodenschutzgesetz. (Legal Situation of Treeshelters in Forest Management in Germany – Part I: Definitions, Regulatory Framework, View Points from the Circular Economy Law and the Federal Soil Protection Act.)

Authors:
22 Allg. Forst- u. J.-Ztg., 191. Jg., 1/2
Zur rechtlichen Situation von Wuchshüllen
in der Waldbewirtschaftung in Deutschland –
Teil I: Definitionen, Rechtsrahmen, kreislaufwirtschaftsrechtliche Sicht
und Bundesbodenschutzgesetz
SEBASTIAN HEIN*) , MANUEL HAFNER1), CHRISTOPH SCHURR2)und YANNIC GRAF3)
(Angenommen April 2020)
DOI-Nummer: 10.23765/afjz0002056
SCHLAGWÖRTER KEY WORDS
Plastik; Abbaubarkeit; Wuchshülle; Kreislaufwirtschafts-
gesetz; Bioabfallverordnung; Waldgesetz; ordnungs-
gemäße Forstwirtschaft; Naturschutzgesetz.
Plastic; degradation; treeshelter; circular economy act;
bio waste ordinance; forest act; proper and sustainable
forest management; nature conservation act.
1. EINLEITUNG
Plastik stellt ein kostengünstiges und zugleich fast
beliebig langlebiges Material für verschiedenste Produk-
te dar und hat sich durch viele Vorteile im täglichen
Leben weit verbreitet (z. B. ANDRADY et al., 2009). Aller-
dings haben Plastikprodukte auch einen beachtlichen
Anteil am feststofflichen Müll (BARNES et al., 2009) und
zeigen eine sehr unterschiedliche Persistenz in der
Umwelt in Abhängigkeit von den verwendeten Roh- und
Werkstoffen, von Herstellungsprozessen sowie von den
Umweltbedingungen, in denen sie sich abbauen können
(EYERER, 2005).
Dabei ist Makro-, Mikro- und Nanoplastik (EFSA
CONTAM PANEL, 2016) seit einigen Jahren in die öffent-
liche Aufmerksamkeit und Kritik geraten, da es ver-
mehrt und meist unkontrolliert in die Umwelt gelangt
und eine Bedrohung für verschiedenste Lebewesen dar-
stellen kann (z. B. THOMPSON et al., 2009; COLE et al.,
2011; HUERTA et al., 2011; LIet al., 2016). Zusätzlich zei-
gen neuere Untersuchungen, dass auch in der unbeleb-
ten Umwelt negative oder zumindest unklare Wirkun-
gen auf Prozesse und Funktionen eintreten können (DE
SOUZA et al., 2018). Beides ist besonders darin begrün-
det, dass sehr kleine Partikel im Boden durch Bioturba-
tion, aber auch durch physikalisch-chemische Bodenpro-
zesse einer beachtlichen Mobilität unterliegen (z.B.
MAAß et al., 2017; RILLIG et al., 2017). In der jüngsten
Entwicklung hat dies dazu geführt, dass das EU-Parla-
ment in der Entschließung zur 1. Lesung des Entwurfs
einer EU-Plastikreduktionsrichtlinie die EU-Kommis-
sion am 27.03.2019 aufforderte, die Mitgliedsstaaten zu
ermächtigen, Produkte aus oxo-abbaubarem Plastik von
den Märkten auszuschließen (EUROPÄISCHES PARLAMENT,
2019).
Auch in der Waldbewirtschaftung in Deutschland spie-
len Plastikprodukte wie z.B. Wuchshüllen (TULEY, 1983,
1985), Wuchsgitter, Fegeschutzspiralen oder Terminal-
triebklemmen und auch Trassierbänder eine nicht
unwichtige Rolle (vgl. Produktkataloge des forstlichen
Versandhandels in Deutschland). Neueste Umfragen
und Hochrechnungen von HEIN et al. (2019b) schätzen
z.B. für alle Waldbesitzarten des Bundeslandes Baden-
Württemberg die jährliche Neuausbringung alleine von
Wuchshüllen auf 228.000 bis 387.000 Stück, sowie eine
jährliche Rückbaurate von 49 % im Staats- und Körper-
schaftswald und 20% im Großprivatwald. Demnach
befinden sich aus den vergangenen 20 Jahren, je nach
unterstellten Szenarien, zwischen 2,6 und 4,5 Mio. nicht
eingesammelte Wuchshüllen im Wald alleine in diesem
Bundesland.
Während jedoch für den Bereich der Landwirtschaft
der Verbleib von Plastik nach seinem Verwendungs-
zweck bereits diskutiert wird (z.B. NIZETTO et al., 2016;
NGet al., 2018), gibt es für die forstwirtschaftlichen
Anwendungen noch keine kritische Bestandsaufnahme.
Bisherige forstwirtschaftliche Beiträge zum Teilbereich
Wuchshüllen und Wuchsgitter beziehen sich zumeist nur
auf neue Einsatzbereiche (ILZHÖFER, 2006; PETERSEN,
2016; HEIN et al., 2020), die Optimierung von Produktei-
genschaften (HEIN et al., 2014), auf Marktanalysen und
Kostenaspekte (HEIN und GRAF, 2019; HELFENSTEIN et
al., 2017) und Nutzerpräferenzen (HEIN et al., 2019) oder
berichten über Tagungen zum Thema (z.B. IßLEIB, 2018).
Dabei fehlt bislang eine rechtliche Bewertung des Ein-
satzes von Wuchshüllen im Wald. Dies gilt besonders vor
dem Hintergrund der strengen Vorgaben einer naturna-
hen und nachhaltigen Bewirtschaftung und weiterer,
auch im Waldbesitz greifender rechtlicher Vorgaben.
Im Folgenden soll daher die rechtliche Situation von
Wuchshüllen in der Forstwirtschaft Deutschlands
beleuchtet werden. Das Ziel ist dabei zu prüfen, a) wel-
che umweltrechtlichen Gesetze und Normen nach dem
Aufstellen von Wuchshüllen anzuwenden sind, b) welche
inhaltlichen Konsequenzen sich daraus für die forstwirt-
schaftliche Verwendung dieser Gegenstände ergeben
1) MANUEL HAFNER, Ass. iur., Dipl.-Verww. (FH), Lehrbeauftragter
für Umwelt- und Bauproduktenrecht, Hochschule für Forst-
wirtschaft Rottenburg, D-72108 Rottenburg a.N.
E-Mail: manuelhafner@mail.de
2) CHRISTOPH SCHURR, Professur Forst- und Umweltpolitik,
Umweltrecht, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg,
D-72108 Rottenburg a. N. Tel.: ++49 (0)7472 951245.
E-Mail: schurr@hs-rottenburg.de
3) YANNIC GRAF, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hochschule
für Forstwirtschaft Rottenburg, D-72108 Rottenburg a. N.
Tel.: ++49 (0)7472951 216.
E-Mail: graf@hs-rottenburg.de
*) Korrespondierender Autor: SEBASTIAN HEIN. Professur Waldbau
und Waldwachstum, Hochschule für Forstwirtschaft Rotten-
burg, D-72108 Rottenburg a. N. Tel.: ++49 (0)7472 951 239.
E-Mail: hein@hs-rottenburg.de
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und schließlich, c) wie aus dieser Perspektive die aktuel-
le forstbetriebliche Praxis im Umgang mit Wuchshüllen
nach Erreichen der Funktionslosigkeit und die künfti-
gen Pfade der Weiterentwicklung dieses Schutzes zur
Wildschadensvermeidung zu beurteilen sind.
Damit sollen diejenigen Fragen mit rechtlicher Rele-
vanz aufgegriffen werden, die in der Sprache einer sehr
praxisnahen, forstbetrieblichen Betrachtungsweise häu-
fig in folgenden Formulierungen geäußert werden: a)
Müssen Wuchshüllen im Wald manuell rückgebaut und
entsorgt werden? sowie b) Müssen auch Wuchshüllen,
die Zertifikate wie z.B. „abbaubar“ oder „kompostierbar“
aufweisen, manuell rückgebaut und entsorgt werden
oder können sie im Wald verbleiben?
2. BEGRIFFLICHKEITEN DES GEGENSTANDES
Materieller Gegenstand: In der hier vorgelegten
Untersuchung wird vereinfachend der Fokus auf Gegen-
stände des Verbiss-, Fege- und Schälschutzes wie
Wuchshüllen, Wuchsgitter, Schälschutznetze, Verbiss-
schutzkappen und Fegeschutzspiralen gelegt, auch wenn
viele der hier dargestellten rechtlichen Aspekte auch auf
andere Plastikprodukte im forstbetrieblichen Außen -
bereich bezogen werden können. Vereinfachend, aber
auch bedingt durch die Bedeutung dieser Produktgruppe
wird dabei im weiteren Text nur von „Wuchshüllen“
gesprochen. Eventuell benötigte Befestigungsstäbe oder
Kabelbinder zum Anbinden aus Plastik oder auch Glas-
fasern bleiben unberücksichtigt, eine Übertragung der
hier vorgelegten Erörterungen ist jedoch im Analogie-
schluss naheliegend.
Räumliche Eingrenzung: Es werden nur die Pro-
dukte betrachtet, die in Europa hergestellt wurden und
die zugleich von einem Besteller in Deutschland erwor-
ben werden können. Auch werden nur die in Deutsch-
land geltenden relevanten rechtlichen Normen berück-
sichtigt. Neben den bundesweit geltenden normativen
Vorgaben sollen aufgrund der besonders in den Landes-
waldgesetzen unterschiedlichen Situationen die Länder
Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen als Fall-
beispiele prioritär, jedoch nicht ausschließlich betrachtet
werden. Zusätzlich werden neben den hoheitlichen Vor-
gaben auch innerbetrieblich geltende Rahmensetzungen
wie z.B. durch Zertifizierungssysteme der Waldbewirt-
schaftung in die Betrachtung integriert.
Kunststoff: Unter Plastik (synon. Kunststoff) wird in
der vorliegenden Untersuchung ein Werkstoff verstan-
den, der aus nicht- oder nachwachsenden Rohstoffen
erzeugt worden ist und weiten zeitlichen Spannen von
Abbaubarkeit in der Umwelt unterliegen kann (ENDRES
und SIEBERT-RATHS, 2009). Diese reichen bis zu mehre-
ren 100 Jahren in Abhängigkeit von Rohstoff, Additiven,
Prozess der Herstellung und Umweltbedingungen.
Dabei ist hervorzuheben, dass auch Kunststoff aus nach-
wachsenden Rohstoffen chemisch so aufgebaut werden
kann, dass er in den oben aufgeführten Zeiträumen als
nicht-abbaubar eingestuft werden muss (z.B. vulka -
nisierter Kautschuk). Umgedreht ist es durch den
technisch-chemischen Herstellungsprozess möglich, in
kurzer Zeit abbaubare Kunststoffe aus nicht-nachwach-
senden Rohstoffen herzustellen (BONTEN, 2014).
Wuchshüllentypen: Auf dem breit gefächerten
Markt an Wuchshüllen lassen sich zurzeit fünf Gruppen
unterschiedlicher Materialtypen voneinander trennen
(HEIN und GRAF, 2019), die in dieser Gruppierung für die
vorliegende Analyse zum Abbauverhalten des verwende-
ten Materials von Bedeutung sind:
Gruppe A: Wuchshüllen aus Plastik mit sehr hoher
Lebensdauer, Werkstoffe: Polypropylen (PP), Polyethy-
len (PE), High-Density Polyethylen (HDPE, HD-PE,
PEHD) oder Polyvinylchlorid (PVC), ohne Zertifizierung
zum Abbauverhalten.
Gruppe B: Wuchshüllen aus oxo-abbaubarem bzw. bio-
oxo-abbaubarem Plastik, Werkstoff: Polypropylen mit
Zugabe von z. B. Stärke aus nachwachsenden Rohstof-
fen, mit zeitlicher Steuerung von Funktionalität und
Abbaubarkeit, ohne Zertifizierung zum Abbauverhalten.
Gruppe C: Wuchshüllen aus kompostierbaren Kunst-
stoffmaterialien, geprüft nach DIN EN 13432 durch eine
Institution zur Zertifizierung zum Abbauverhalten.
Gruppe D: Wuchshüllen aus Holz, Papier oder Jute,
ohne Angaben zu einer eventuell vorgenommenen Halt-
barmachung (z.B. Imprägnierung) und ohne Zertifizie-
rung zum Abbauverhalten.
Gruppe E: Wuchshüllen ohne Angaben der Hersteller
oder Händler zum verwendeten Material oder zu einer
Zertifizierung zum Abbauverhalten. Durch Betrachtung
der Bilder in Katalogen kann davon ausgegangen wer-
den, dass es sich auch hier um Plastik-Materialien mit
unterschiedlicher Abbaugeschwindigkeit handelt.
Abbaubarkeit: Mit der Abbaubarkeit von Werkstof-
fen werden verschiedene Prozesse unterschieden, jedoch
je nach Anwendungsgebiet und Ziel der Abbaubarkeit
unterschiedlich definiert und im Folgenden hauptsäch-
lich betrachtet (DEUTSCHER BUNDESTAG, 2016):
a) als biologisch abbaubar werden Werkstoffe bezeich-
net, die durch Mikroorganismen und Enzyme über Oxi-
dations- und Hydrolyseprozesse zu Wasser und Kohlen-
dioxid abgebaut werden. Je nach Umweltbedingungen
kann dieser biologische Abbau unterschiedlich lange
andauern und auch als Restbiomasse sehr lange Zei-
träume überdauern (z.B. Kohle). Verschiedene Prüfnor-
men stehen dazu zur Verfügung: Testserien OECD 301
(A-F) und OECD 302 (A-C), sowie die Norm DIN
EN13432/ DIN EN 14995.
b) Oxo-abbaubare Werkstoffe werden zerlegbar durch
die Zugabe von zumeist Metall-Additiven, die den Ket-
tenabbau unter Einfluss von Wärme, UV-Strahlung,
Feuchtigkeit und Sauerstoff beschleunigen. Der weitere
potentielle Abbau der dabei entstehenden kleinen Ket-
tenfragmente (vgl. Makro-, Mikro-, Nanoplastik) und
deren Wirkungen in Nahrungskette und unbelebter
Umwelt, ist Gegenstand aktueller wissenschaftlicher
Debatten. Insbesondere in Deponien und im Meer konn-
te ein ausreichend schneller und vollständiger biologi-
scher Abbau bislang nicht nachgewiesen werden (EURO-
PÄISCHE KOMMISSION, 2018a,b). Eine Prüfnorm bis zum
rückstandslosen Abbau oxo-abbaubarer Werkstoffe gibt
es nicht.
c) Daneben gibt es Werkstoffe, die durch die
Zusammensetzung der beitragenden Stoffe als bio-oxo-
abbaubar bezeichnet werden. Aufgrund u. U. irreführen-
der Bezeichnung ist der Einsatz solcher Werkstoffe in
manchen Ländern (z.B. Frankreich) nicht gestattet.
d) Als kompostierbar dürften Werkstoffe bezeichnet
werden, die gemäß der oben genannten Norm DIN EN
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13432/ DIN EN 14995 zertifiziert wurden, wenn sie in
industriellen Anlagen innerhalb von 12 Wochen zu min-
destens 90% abgebaut werden können, oder nach dem
amerikanischen Standard ASTM D-6400, der jedoch
bereits erreicht werden kann, wenn der Kunststoff zu
60% innerhalb von 180 Tagen abgebaut ist. Eigenkom-
postierung im hausnahen Garten oder unter Wald -
verhältnissen ist bei beiden Normen nicht enthalten,
und ist wegen anderer Umweltbedingungen klar zu
abzutrennen und wird sehr wahrscheinlich andere
Ergebnisse zeitigen.
e) Nach der Norm DIN EN 17033 zertifizierte Kunst-
stoffe gelten als biologisch abbaubar für den Einsatz in
Landwirtschaft und Gartenbau. Bislang gilt diese Norm
nur für Mulchfolien und noch nicht für Wuchshüllen.
Tests zur Anwendung auf Werkstoffe, die als Wuchshül-
len vorgesehen sind, laufen jedoch bereits.
3. RECHTLICHE SITUATION
A. Rechtsrahmen
Vor der rechtlichen Prüfung der aktuellen Verwen-
dungspraxis von Wuchshüllen, ist vorab zu klären, wel-
che Normen (z.B. Gesetze) hierbei zu beachten sind. Es
wird also zunächst der rechtliche Rahmen abgesteckt,
bevor anschließend die Verwendungspraxis rechtlich
bewertet wird. Dabei war nicht die Zulässigkeit der Ver-
wendung einzelner Produkttypen Gegenstand der
Untersuchung, sondern mögliche Rechtspflichten (sog.
Handlungsgebote), die sich im Anschluss daran ergeben.
Die eingangs beschriebene Thematik lenkt den Blick
in Richtung abfallrechtlicher Normen. Betrachtet man
dabei die europarechtliche Ebene, die das nationale
Abfallrecht mittlerweile wesentlich bestimmt (ERBGUTH
und SCHLACKE 2016)1), so ist das einschlägige Regelwerk
die sogenannte Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG)2).
Die Abfallrahmenrichtlinie3) trat 2008 in Kraft und
brachte unter anderem eine veränderte Definition des
Abfallbegriffes mit sich.
Europäische Richtlinien entfalten grundsätzlich keine
Rechtswirkung für den Einzelnen, sondern bedürfen
dafür einer Umsetzung in nationales Recht. In den Mit-
gliedstaaten der Europäischen Union und damit auch in
Deutschland ist der zuständige Gesetzgeber gehalten,
die europäischen Vorgaben in nationales Recht umset-
zen. Die europäische Richtlinie gibt dabei das zu errei-
chende Ziel vor.
Die Vorgaben der Abfallrahmenrichtlinie wurden vom
Bundesgesetzgeber in Form des Kreislaufwirtschaftsge-
setzes (KrWG) umgesetzt. Es bildet heute den Kern des
zum Kreislaufwirtschaftsrecht gewandelten Abfall-
rechts. Thematisch erstreckt sich jedoch der Maßstab,
an welchem die Verwendungspraxis von Wuchshüllen zu
messen ist, auf bundesrechtlicher Ebene weiter auf das
Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) sowie das
Bundeswaldgesetz (BWaldG), das Bundesnaturschutzge-
setz (BNatSchG) und die Bioabfallverordnung (Bio-
AbfV).
Hinsichtlich des Kreislaufwirtschaftsrechts ist festzu-
stellen, dass die Regelungen des Bundesrechts weitge-
hend abschließend sind und sich die landesrechtlichen
Vorschriften4) nur noch auf vom Bundesgesetzgeber
offengelassene Einzelfragen beziehen. Darunter fällt ins-
besondere die Festlegung von Pflichten bei einem Ver-
stoß gegen geltendes Abfall- bzw. Kreislaufwirtschafts-
recht. Besondere Bedeutung kommt letztlich den
Landeswaldgesetzen zu, da diese die Anforderungen für
die Waldbewirtschaftung festlegen.
B. Handlungsgebote aus
kreislaufwirtschaftsrechtlicher Sicht
Im Folgenden wird geprüft, ob sich im Umgang mit
Wuchshüllen aus den Regelungen des KrWG in Verbin-
dung mit den Abfall gesetzen der Länder ein Handlungs-
gebot ergibt, wonach im Wald verbliebene Wuchshüllen
nach Absprengung durch die erstarkten Bäume einzu-
sammeln und fachgerecht zu entsorgen sind.
I. Anwendungsbereich KrWG
Der Geltungsbereich des Gesetzes richtet sich nach § 2
KrWG. Nach Abs. 1 gelten die Vorschriften des KrWG
für die Vermeidung, die Verwertung, die Beseitigung von
Abfällen und sonstige Maßnahmen der Abfallbewirt-
schaftung. Fraglich ist demnach, ob die eingangs
beschriebenen Wuchshüllentypen Abfall im Sinne des
KrWG darstellen.
Aufgrund der Vergleichbarkeit hinsichtlich ihrer
Inhaltsstoffe5) sollen nachfolgend die Gruppen A und B
der Wuchshüllentypen auf ihre Abfalleigenschaft hin
untersucht werden. Bezüglich Gruppe D ist indessen
nicht bekannt, welcher Inhaltsstoffe sich die Hersteller
zur Haltbarmachung bedienen. Bei Gruppe E sind wei-
ter weder die Inhaltsstoffe noch Angaben zum Abbau-
verhalten bekannt. Im Zweifel und nach Inaugenschein-
nahme ist davon auszugehen, dass auch die Gruppen D
und E Kunststoff im oben beschriebenen Sinne enthal-
ten, weshalb es rechtlich geboten ist, sie gleich den
Gruppen A und B zu behandeln.
1. Abfalleigenschaft Wuchshüllentyp Gruppe A, B, D
und E
Die Abfalleigenschaft eines Produktes richtet sich
grundsätzlich nach § 3 Abs. 1 S. 1 KrWG. Danach sind
Abfälle im Sinne dieses Gesetzes alle Stoffe oder Gegen-
stände, derer sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will
oder entledigen muss. Wuchshüllen der Gruppe A, B, D
und E stellen Stoffe oder Gegenstände im Sinne des § 3
Abs. 1 KrWG dar. Unter Sachen versteht man drei -
dimensional abgegrenzte körperliche Gegenstände, Stof-
fen kommt lediglich Körperlichkeit zu (SCHMEHL und
KLEMENT, 2018)6). Körperschaftliche oder private Wald-
besitzer sind zugleich Besitzer gemäß § 3 Abs. 9 KrWG.
1) § 12 Rn. 4.
2) Die Abfallrahmenrichtlinie wurde durch die im Rahmen des
europäischen Abfallpakets verabschiedete Änderungsrichtlinie
zur Abfallrahmenrichtlinie, die am 4.7.2018 in Kraft trat, geän-
dert. Allerdings wurde die Änderungsrichtlinie noch nicht in
nationales Recht umgesetzt. Der Bundesgesetzgeber hat dafür
24 Monate Zeit.
3) Flankiert wird die Abfallrahmenrichtlinie von zahlreichen Ein-
zelrichtlinien, doch sind diese hinsichtlich ihres Anwendungs-
bereiches vorliegend nicht einschlägig und bleiben daher hier
außer Betracht.
4) ausgehend von baden-württembergischem Landesrecht (Lan-
desabfallgesetz Baden-Württemberg, LAbfG).
5) s. hierzu: Einleitung „Wuchshüllentypen“.
6) § 3 Rn. 12ff.
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Sofern die betreffenden Wuchshüllen nach Abspren-
gung nicht eingesammelt werden, ist von einem „Entle-
digen“ im Sinne des § 3 Abs. 2 Var. 1–3 KrWG nicht aus-
zugehen. Die Hüllen werden weder der Verwertung noch
der Beseitigung zugeführt. Ein Entledigen nach § 3
Abs.2 Var. 3 KrWG ist weiter insofern nicht gegeben, da
– sofern die Wuchshüllen nicht verbracht werden, wovon
hier ausgegangen wird – die tatsächliche Sachherrschaft
nicht aufgegeben wird. Es könnte jedoch die Variante
entledigen will“ gegeben sein. Dazu enthält § 3 Abs. 3
S. 1 Nr. 2 KrWG eine gesetzliche Vermutungsregelung,
die grundsätzlich widerleglich ist. Diese Vermutungsre-
gelung nimmt einen Willen zur Entledigung für den Fall
an, dass die Zweckbestimmung entfällt oder aufgegeben
wird, ohne dass ein neuer Verwendungszweck an deren
Stelle tritt. In Zusammenschau mit § 3 Abs. 3 S. 2
KrWG wird man wohl sagen müssen, dass selbst nach
Auffassung des Besitzers unter Berücksichtigung der
Verkehrsanschauung die Zweckbestimmung der Wuchs-
hüllen entfällt, sobald sie durch die erstarkten Bäume
abgesprengt werden. Dass sich für die hier in Rede ste-
henden Wuchshüllen – selbst wenn diese sich nach eini-
ger Zeit abbauen nach Wegfall der Zweckbestimmung
ein neuer Verwendungszweck anschließt, ist nicht
ersichtlich. Welchen Zweck soll Plastik, das einfach so
im Wald herumliegt, auch erfüllen? Nach hier vertrete-
ner Auffassung ist damit ein Entledigungswille anzu-
nehmen, der mangels erkennbarem Anschlusszweck
nicht widerlegt werden kann.
Hilfsweise kann auch ein „entledigen muss“ gemäß § 3
Abs. 4 KrWG angenommen werden. Der dort normierte
Auffangtatbestand statuiert einen „Entledigungszwang“,
dessen Voraussetzungen vorliegend ebenfalls als erfüllt
anzusehen sind. Erstens werden die Wuchshüllen nach
Absprengung nicht mehr entsprechend ihrer ursprüng-
lichen Zweckbestimmung verwendet. Zweitens kommt
es hinsichtlich der „Gefährlichkeit“ nicht darauf an, ob
es sich um gefährlichen Abfall im Sinne des § 3 Abs. 5
KrWG handelt. Maßgeblich ist seine abstrakte Eignung,
entsprechende Gefahren auszulösen (SCHWARTZ,
2014)7). In Bezug auf Hüllen der Gruppe A, die sich nur
sehr langsam abbauen, wird man eine abstrakte Gefahr
nicht ausschließen, sondern im Gegenteil eher anneh-
men können oder sogar müssen. Zu denken ist dabei in
erster Linie an die Möglichkeit, dass härtere Plastikteile
von Wildtieren verschluckt werden können und diese
dann in der Folge ersticken. Hinsichtlich Gruppe B,
deren Wuchshüllen sich nur verkleinern bis sie für das
menschliche Auge nicht mehr sichtbar sind, kann im
Ergebnis nichts anderes gelten8). Mangels Herstelleran-
gaben hinsichtlich verwendeter Materialien, der Produk-
tionsweise zur Haltbarmachung sowie dem Abbau -
verhalten ist dies im Zweifel auch für Wuchshüllen der
Gruppen D und E anzunehmen. Dem bestehenden
Gefährdungspotenzial der Gruppen A, B, D und E kann
nach hier vertretener Auffassung nur durch ordnungs -
gemäße und schadlose Verwertung sowie durch eine
gemeinwohlverträgliche Beseitigung nach Maßgabe des
KrWG und der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen
Rechtsverordnungen Rechnung getragen werden.
Ob man wie hier von einem nicht widerlegbaren Ent -
ledigungswillen ausgeht oder von einem Entledigungs-
zwang, ist letztlich nicht erheblich. Die Voraussetzungen
des § 3 Abs. 1 S. 1 KrWG liegen vor. Bei den fraglichen
Gruppen handelt es sich um Abfälle im Sinne des
KrWG.
2. Abfalleigenschaft Wuchshüllentyp Gruppe C
Hinsichtlich der Abfalleigenschaft von Wuchshüllen
der Gruppe C stellt sich zunächst die Frage, ob diese
aufgrund ihrer natürlichen Bestandteile überhaupt in
den Anwendungsbereich des KrWG fallen. Zweifelhaft
erscheint dies, wenn man sich den Zweck des Gesetzes
gemäß § 1 KrWG vor Augen führt, der in der Förderung
der Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen
Ressourcen und der Sicherstellung des Schutzes von
Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirt-
schaftung von Abfällen besteht. Fraglich erscheint ins-
besondere, welche Gefahren von kompostierbaren und
aus natürlichen Materialien bestehenden Wuchshüllen
ausgehen sollen.
Konkret kommt zunächst ein Ausschluss aus dem
Anwendungsbereichs nach § 2 Abs. 2 Nr. 4 Alt. 2 KrWG
in Betracht. Es könnte sich um „…andere natürliche
nicht gefährliche land- oder forstwirtschaftliche Materia-
lien, die in der Land- oder Forstwirtschaft oder zur Ener-
gieerzeugung aus einer solchen Biomasse durch Verfah-
ren oder Methoden verwendet werden, die die Umwelt
nicht schädigen oder die menschliche Gesundheit nicht
gefährden“ handeln.
Es geht also um die Frage, ob die Wuchshüllen der
Gruppe C als forstwirtschaftliche Materialien im Sinne
dieser Vorschrift anzusehen sind. Darunter fallen nach
Auffassung des Gesetzgebers Hölzer aus der Forstwirt-
schaft und „…im Übrigen vornehmlich Pflanzenreste
wie Rübenblätter oder Gemüsestrünke“ (BT-DRUCK -
SACHE, 2011)9). Während der Bundesrat im Rahmen des
Gesetzgebungsverfahrens noch vorgeschlagen hat, nach
Materialien die Wörter „sowie Landschaftspflegemateri-
al, Aufwuchs an Feld- und Waldwegen und Aufwuchs in
und an Gewässern nicht gefährlicher Art, auch soweit
diese Stoffe bei der Verarbeitung in der Lebens-, Genuss-
und Futtermittelindustrie mechanisch behandelt wur-
den“ (BR-DRUCKSACHE, 2011)10) einzufügen, ist der
Gesetzgeber diesem Vorschlag nicht gefolgt. Die aktuelle
Fassung ist mit „Materialien“ zwar etwas unglücklich
geraten, aber nachdem Pflegematerial absichtlich nicht
mit aufgenommen wurde, muss eine Subsumtion unter
den Tatbestand ausscheiden. Die Wuchshüllen der Grup-
pe C stellen gefertigte Produkte dar, die zwar aus natür-
lichen Inhaltsstoffen bestehen, aber keine natürlichen
Produkte – wie sie der Gesetzgeber mit „Materialien“
vor Augen hatte im Sinne dieser Ausnahmevorschrift
darstellen. Es liegt mithin keine Vergleichbarkeit mit
den vom Gesetzgeber intendierten Materialien vor. Ein
Geltungsbereichsausschluss nach § 2 Abs. 2 Nr. 4 Alt. 2
KrWG ist nicht gegeben.
Die für die Anwendung des KrWG erforderliche
Abfalleigenschaft könnte sich indes aus § 3 Abs. 7 KrWG
ergeben. § 3 Abs. 7 KrWG stellt klar, dass es auch Bioab-
fälle geben kann, die dem KrWG unterfallen und damit
7) § 3 Rn. 27.
8) Für den maritimen Bereich sind die negativen Folgen mittler-
weile hinlänglich bekannt. Siehe zu den Auswirkungen von
Plastik und Mikroplastik auf Organismen an Land (z. B.
HUERTA et al., 2016).
9) S. 69.
10) S. 2.
26 Allg. Forst- u. J.-Ztg., 191. Jg., 1/2
dessen Anwendungsbereich. Es könnte sich um Land-
schaftspflegeabfälle nach § 3 Abs. 7 Nr. 2 KrWG han-
deln. Als Maßnahmen, bei denen entsprechende Abfälle
anfallen, kommen Baumschnitte oder Entbuschungen in
Betracht. Nicht dazu zählen Maßnahmen im Rahmen
der planmäßigen Bewirtschaftung von Acker- und Wei-
deland, aber auch solche der Forstwirtschaft als planmä-
ßige Nutzung des Waldes zur Gewinnung von Waldpro-
dukten (JARASS et al., 2014)11). Wuchshüllen, die zur
Aufforstung von Wald dienen, werden mithin nicht
erfasst.
Es könnte sich jedoch um Bioabfall nach § 3 Abs. 7 Nr.
4 KrWG handeln. Die Norm stellt einen Auffangtat -
bestand für Abfälle aus sonstigen Herkunftsbereichen
dar, soweit sie den in Nr. 1–3 genannten Abfällen nach
Art, Beschaffenheit oder stofflichen Eigenschaften ver-
gleichbar sind. Zu beachten ist dabei, dass sich die Ver-
gleichbarkeit auf die Abfälle bezieht und nicht auf ihre
Herkunftsbereiche (JARASS et al., 2014)12). Vorausset-
zung ist in jedem Falle die biologische Abbaubarkeit der
Abfälle (WAHLEN, 2013)13). Für die Wuchshüllen der
Gruppe C besteht eine solche Vergleichbarkeit, da sie
biologisch abbaubar sind und aus nachwachsenden Roh-
stoffen bestehen14). Ihre Verarbeitung zu Wuchshüllen
vermag daran nichts zu ändern. Sie stellen Bioabfälle im
Sinne dieser Norm dar.
Alle Wuchshüllentypen stellen Abfälle im Sinne des
KrWG dar. Das KrWG ist anzuwenden.
II. Rechtsfolge
Als Rechtsfolge ergibt sich, dass alle Arten von Hüllen
im Sinne des § 7 Abs. 2 S. 1 KrWG15) fachgerecht ver-
wertet werden müssen, wozu die nutzlos gewordenen
Hüllen wieder einzusammeln wären. Die Verwertung
hat dabei Vorrang vor der Beseitigung nach § 7 Abs. 2 S.
2 KrWG. Maßgeblich ist dabei nicht das bloße Zuführen
zu einem Verwertungsverfahren, sondern der konkrete
Verwertungserfolg. Ein Ausschluss der Verwertungs-
pflicht nach § 7 Abs. 4 S. 1 KrWG besteht weiter nicht.
Die Verwertung ist wirtschaftlich zumutbar. Nach § 7
Abs. 4 S. 3 KrWG liegt wirtschaftliche Zumutbarkeit vor,
wenn die mit der Verwertung verbundenen Kosten nicht
außer Verhältnis zu den Kosten stehen, die für eine
Abfallbeseitigung zu tragen wären. Die Kosten für das
Einsammeln der Wuchshüllen können dabei insofern
nicht als unzumutbar in Anschlag gebracht werden, als
die Abfallbesitzer bei Unmöglichkeit der Verwertung zur
Beseitigung verpflichtet wären, §§ 15 ff. KrWG.
1. Behandlung nach der BioAbfV
Hinsichtlich der Verwertung von Wuchshüllen der
Gruppe C könnten sich besondere Anforderungen an die
Verwertung aus der Bioabfallverordnung (BioAbfV)16)
ergeben. Voraussetzung ist auch hierbei, dass die betref-
fenden Wuchshüllentypen dem Anwendungsbereich der
Verordnung unterliegen. Der positive sachliche Anwen-
dungsbereich ergibt sich aus § 1 Abs. 1 BioAbfV, der
negative aus § 1 Abs. 3 BioAbfV. Der persönliche Anwen-
dungsbereich ist geregelt in § 1 Abs. 2 BioAbfV.
Bei diesem speziellen Wuchshüllentyp könnte es sich
um unbehandelte Bioabfälle im Sinne des § 1 Abs. 1
Nr. 1 Alt. 1 BioAbfV handeln. Was die BioAbfV unter
unbehandelten Bioabfällen versteht, ergibt sich aus § 2
Nr. 3 BioAbfV. Bei den Wuchshüllen der Gruppe C han-
delt es sich um Bioabfälle gemäß § 2 Nr. 1, 2. HS Bio-
AbfV in Verbindung mit Anhang 1 Nr. 1 Spalte 1
(Kunststoff abfälle). Diese wurden keiner Behandlung
gemäß § 2 Nr. 2, 2a BioAbfV unterzogen. Es handelt sich
also um unbehandelte Bioabfälle im Sinne der BioAbfV.
2. Ausschluss aus dem Anwendungsbereich
Zu prüfen ist, ob ein Ausschluss aus dem Anwen-
dungsbereichs nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 BioAbfV vorliegt,
mit der Konsequenz, dass dieser Bioabfall durch Eigen-
verwertung der Verwertung im Wald selbst zugeführt
werden darf. Unter Eigenverwertung versteht die Bio-
AbfV nach § 2 Nr. 6 S. 1 BioAbfV die Aufbringung der
auf selbst bewirtschafteten Betriebsflächen angefallenen
pflanzlichen Bioabfälle auf selbst bewirtschaftete
Betriebsflächen.
Ein entsprechender Ausschluss ist jedoch nicht gege-
ben. Es handelt sich zwar um entsprechende Bioabfälle.
Doch zum einen liegt Eigenverwertung nach § 2 Nr. 6 S.
1 BioAbfV nur bei pflanzlichen Bioabfällen vor, die auf
selbst bewirtschafteten Betriebsflächen angefallen sind.
Das trifft auf die fraglichen Wuchshüllen nicht zu. Diese
werden zunächst zum späteren Anfallort gebracht und
fallen somit dort nicht originär an. Zum anderen sieht
§ 1 Abs. 3 Nr. 2 BioAbfV den Anwendungsbereichsaus-
schluss nur für Bioabfälle pflanzlicher Herkunft in land-
wirtschaftlichen Betrieben oder Betrieben des Garten-
und Landschaftsbaus vor. Nicht genannt sind Betriebe
der Forstwirtschaft.
Da die Norm jedoch über den Verweis auf § 6 BioAbfV
auch die Aufbringung auf forstwirtschaftlichen Flächen
miteinbezieht, ist zu erwägen, ob nicht Betriebe der
Forstwirtschaft ebenfalls davon erfasst sind. Forst -
betriebe und damit die Aufbringung auf forstlich bewirt-
schafteten Flächen wurden jedoch so steht zu vermu-
ten – aufgrund der Sensibilität von forstwirtschaftlich
genutzten Flächen (WAHLEN, 2013)17) bewusst nicht für
eine Eigenverwertung im Sinne dieser Vorschrift zuge-
lassen, sodass insoweit die Wortlautgrenze gilt und eine
analoge Anwendung nicht in Frage kommt.
Ein weiteres Argument dafür, dass entsprechende Bio-
abfälle nicht vom Anwendungsbereich der BioAbfV aus-
genommen sind, ist der Zusatz in Anhang 1 Nr. 1 Spalte
3 (Kunststoffabfälle). Dort ist geregelt, dass entspre-
chende Materialien unter bestimmten Umständen von
11) § 3 Rn. 146.
12) Eba. § 3 Rn. 149.
13) S. 105.
14) Hinsichtlich der Hüllen aus Gruppe D kann dies gerade nicht
angenommen werden, da hierbei erforderliche Angaben zu den
verwendeten Materialien sowie dem Abbauverhalten fehlen.
Im Zweifel ist daher biologische Abbaubarkeit nicht anzuneh-
men. Zuzuordnen sind diese Hüllen daher wie diejenigen der
Gruppe A, B und E dem Abfallbegriff des § 3 Abs. 1 S. 1 KrWG
(s.o.).
15) s. ausführlich zum Begriff der Verwertung: ERBGUTH und
SCHLACKE (2016) § 12 Rn. 66ff.
16) Verordnung über die Verwertung von Bioabfällen auf landwirt-
schaftlich, forstwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten
Böden (Bioabfallverordnung – BioAbfV) in der Fassung der
Bekanntmachung vom 4. April 2013 (BGBl. I S. 658), die
zuletzt durch Artikel 3 Absatz 2 der Verordnung vom 27. Sep-
tember 2017 (BGBl. I S. 3465) geändert worden ist.
17) Vgl. S. 133f.
17) Vgl. S. 133f.
Allg. Forst- u. J.-Ztg., 191. Jg., 1/2 27
den Behandlungs- und Untersuchungspflichten nach der
BioAbfV freigestellt sind, die mit anderen Worten grund-
sätzlich für diese gelten.
Es ist davon auszugehen, dass es sich bei den frag-
lichen Wuchshüllen der Gruppe C um unbehandelte Bio-
abfälle im Sinne der BioAbfV handelt. Erzeuger und
Besitzer von Bioabfällen werden nach § 1 Abs. 2 Nr. Bio-
AbfV erfasst, sofern sie diese Abfälle nicht einem Ent-
sorgungsträger überlassen. Davon ist nicht auszugehen.
Der persönliche Anwendungsbereich ist damit ebenfalls
eröffnet.
3. Verwertung nach der BioAbfV
Die BioAbfV sieht als Verwertungsform die Aufbrin-
gung auf verschiedenartigen Flächen vor. Diese darf
nach Maßgabe der §§ 3ff. BioAbfV grundsätzlich erst
nach Durchlaufen eines bestimmten Prüf- und Behand-
lungsprogrammes erfolgen, wonach den entsprechenden
Bioabfällen die „Unbedenklichkeit“ der Aufbringung auf
Flächen bescheinigt wird. Entsprechend Anhang 1 Nr. 1
Spalte 3 (Kunststoffabfälle) gilt auch für dementspre-
chend zertifizierte Wuchshüllen der Gruppe C das
beschriebene Pflichtenprogramm jedoch nicht, wenn sie
an der Anfallstelle in den Boden eingearbeitet werden.
Unter Einarbeiten versteht man das händische Unterhe-
ben in die oberste Bodenschicht. Bei Erfüllung dieser
Voraussetzung, sind sie nach § 10 Abs. 1 BioAbfV freige-
stellt.
Für die Hüllen der Gruppe C kann durch einfaches
Liegenlassen im Wald dabei nur schwerlich von einer
entsprechenden Einarbeitung ausgegangen werden. Die-
se Hüllen bauen sich nur unter optimalen Bedingungen,
die faktisch nie herrschen, ab. Der Besitzer müsste eine
Einarbeitung aktiv vornehmen. Sofern er dies nicht tut,
kommt eine Freistellung nach § 10 Abs. 1 BioAbfV nicht
in Betracht, sodass grundsätzlich das Pflichtenpro-
gramm der §§ 3, 3a BioAbfV greift. Eine hygienisierende
Behandlung ist nach Maßgabe des § 3 Abs. 2 BioAbfV
wohl entbehrlich, doch ist gemäß § 3a BioABfV eine bio-
logisch stabilisierende Behandlung durchzuführen.
Gesetzt den Fall, die Wuchshüllen werden in den
Waldboden eingearbeitet, bedeutet eine Freistellung
dabei nicht, dass die speziellen Beschränkungen der Ver-
ordnung keine Anwendung fänden (BUND-LÄNDER-
ARBEITSGRUPPE „HINWEISE ZUM VOLLZUG DER BIOABFV“
2014)18). Speziell für forstwirtschaftlich genutzte Böden
bedeutet das, dass § 6 Abs. 3 BioAbfV zu beachten ist
und das Aufbringen von Bioabfällen dort nur im begrün-
deten Ausnahmefall mit Zustimmung der zuständigen
Behörde im Einvernehmen mit der zuständigen Forst -
behörde erfolgen darf. Sofern die Einarbeitung nach -
gewiesen werden kann, erscheint es denkbar, dass eine
entsprechende Zustimmung erteilt wird. Angesichts des
damit einhergehenden Aufwands erscheint diese Praxis
aber fraglich.
III. Ergebnis
Aus kreislaufwirtschaftsrechtlicher Sicht stellt sich
die Situation so dar, dass die verwendeten Wuchshüllen
der Gruppen A, B, D und E grundsätzlich einem Verwer-
tungsverfahren zuzuführen sind. Hüllen der Gruppe C
können zwar an dem Ort verbleiben, an welchem sie ein-
gesetzt wurden, müssen jedoch entsprechend zertifiziert
sein und sind dort grundsätzlich in den Boden einzu -
arbeiten. Diese Form der Verwertung unterliegt einem
Zustimmungsvorbehalt der zuständigen Behörde, die
nur im Einvernehmen mit der zuständigen Forstbehörde
ihre Zustimmung erteilt. Hüllen, die trotz bestehender
Verwertungspflicht nicht eingesammelt werden, gelten
darüber hinaus als unzulässig entsorgt, z.B. im Sinne
des § 4 Landesabfallgesetz (LAbfG) Baden-Württem-
berg. Darin normiert ist eine Pflicht zur Beseitigung die-
ses rechtswidrigen Zustandes, adressiert an den Abfall-
besitzer. Dieses Gebot kann behördlicherseits vollstreckt
werden.
C. Handlungsgebot
nach Bundesbodenschutzgesetz
Indem die verwendeten Wuchshüllen nach Abspren-
gen nicht mehr eingesammelt werden, könnte die Pflicht
zur Gefahrenabwehr nach § 4 Abs. 1 und 2 BBodSchG
ausgelöst werden. Möglicherweise ist jedoch das
BBodSchG gar nicht anzuwenden, und zwar aufgrund
von § 3 Abs. 1 Nr. 6 BBodSchG. Zu prüfen ist, ob im
zweiten Kapitel des BWaldG und in den Forst- und
Waldgesetzen, beispielsweise der Länder Baden-Würt-
temberg (LWaldG BW) und Nordrhein-Westfalen (LFoG
NW) Einwirkungen auf den Boden geregelt sind.
Die rechtliche Situation von Wuchshüllen in der Wald-
bewirtschaftung in Deutschland aus besonderer forst-
und naturschutzrechtlicher Sicht wird in einem weite-
ren Beitrag dieser Zeitschrift unter „Teil II“ am Beispiel
der Bundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-
Westfalen behandelt, einschließlich Lösungsansätze und
Folgerungen.
ZUSAMMENFASSUNG
Plastik stellt ein kostengünstiges und zugleich fast
beliebig langlebiges Material auch für zahlreiche Pro-
dukte in der Waldbewirtschaftung dar. Allerdings haben
Plastikprodukte einen beachtlichen Anteil am feststoff-
lichen Müll und zeigen sehr unterschiedliche Persistenz
in der Umwelt. Obwohl in vielen Bereichen der Umwelt-
nutzung der Verbleib von Plastik nach seinem Verwen-
dungszweck bereits diskutiert wird, gibt es noch keine
kritische Bestandsaufnahme für Wuchshüllen und
Wuchsgitter als wichtigsten, aber auch beispielhaften
Einsatzbereich von Plastik im Wald. Das Ziel ist daher,
die umfassende Bewertung bezüglich der auch im Wald-
besitz greifenden umwelt- und waldrechtlichen Vor -
gaben sowie besonders vor dem Hintergrund der stren-
gen Vorgaben einer naturnahen und nachhaltigen
Waldbewirtschaftung vorzunehmen und zu prüfen,
a) welche umweltrechtlichen Gesetze und Normen nach
dem Aufstellen von Wuchshüllen eröffnet werden,
b) welche inhaltlichen Konsequenzen sich daraus für die
forstwirtschaftliche Verwendung dieser Gegenstände
ergeben und c) wie aus rechtlicher Perspektive der
aktuelle Umgang mit Wuchshüllen im Wald und die
künftigen Pfade der Weiterentwicklung zu beurteilen
ist. Fünf Gruppen unterschiedlicher Materialtypen
A/Wuchshüllen aus Plastik mit sehr hoher Lebensdauer,
B/oxo-abbaubares Plastik, je ohne Zertifizierung zum
Abbauverhalten, C/kompostierbarer Kunststoff inkl.
DIN EN-Zertifizierung, D/Holz, Papier oder Jute ohne
18) S. 56.
28 Allg. Forst- u. J.-Ztg., 191. Jg., 1/2
Angaben zur Behandlung sowie E/ohne Angaben zum
verwendeten Material und jeweils ohne Zertifizierung
werden aus rechtlicher Sicht des Kreislaufwirtschafts -
gesetzes, der Bioabfallverordnung sowie des Bundes -
bodenschutzgesetzes beurteilt. Es ist dabei mit gelten-
dem Recht nicht vereinbar, jeglichen Wuchshüllentyp
ohne weiteres Zutun im Wald zurückzulassen. Insbeson-
dere aus kreislaufwirtschaftsrechtlicher Sicht sind
Wuchshüllen der Gruppen A, B, D und E grundsätzlich
einem Verwertungsverfahren zuzuführen. Hüllen der
Gruppe C könnten zwar an dem Einsatzort verbleiben,
wären jedoch in den Boden einzuarbeiten, was nur unter
Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Abfallbehör-
de im Einvernehmen mit der zuständigen Forstbehörde
möglich wäre. Dieser klaren Rechtslage bei Wuchshüllen
nach Ende ihres Verwendungszweckes widerspricht
dabei die zögerliche Praxis von Rückbau, Verwertung
und Entsorgung in Deutschland.
ABSTRACT
Title of the paper: Legal Situation of Treeshelters in
Forest Management in Germany – Part I: Definitions,
Regulatory Framework, View Points from the Circular
Economy Law and the Federal Soil Protection Act.
Plastics are both low-cost and almost arbitrarily long-
lasting materials also used for numerous products in for-
est management. However, plastic products constitute a
significant share of solid waste and show a varying per-
sistence in the environment. Although the use of plastics
in terrestrian and marine environments is already wide-
ly discussed, a comprehensive and critical appraisal of
treeshelters and treeguards has not yet been conducted.
This is all the more surprising as they are the most
important applications of plastic products in German
forestry. When considering the strict specifications of
close-to-nature and sustainable forest management in
Germany, there is an urgent need for a comprehensive
assessment of treeshelter and treeguard use taking into
account environmental as well as forestry legislation.
This study assesses plastic product use in forests based
on federal legislation and for two selected states, Baden-
Württemberg and North Rhine-Westphalia. We analysed
a) which environmental laws and norms are applicable
to treeshelters at the end of their life span of, b) which
are the resulting consequences for their use in forestry
practice, and c) which solutions exist for further use of
commercially available treeshelters and innovative new
treeshelters. Five groups of tree shelters have been
assessed: A/made of plastic with a long life span, B/oxo-
degradable plastic, each without certification on degra-
dation, C/compostable plastics certified by DIN EN-
norms, D/wood, paper or jute without information on
impregnation treatment as well as E/treeshelters with-
out any information on the material used nor certifica-
tion. The assessment takes into account federal legisla-
tion, particularly the circular economy act, the soil
protection act and the bio-waste ordinance. The study
comes to the conclusion that leaving any type of
treeshelters in the forests after they have fulfilled their
protective purpose, doesn’t conform with the laws in
force. Particularly, the circular economy act requires
treeshelters from group A, B, D and E to be removed.
Only treeshelters from group C can potentially be left at
the site of installation, if they are reduced to small
pieces which in turn are mixed with topsoil. However,
even for such a practice a specific permit needs to be
granted from the authority responsible for circular econ-
omy in consent with the forest authority. The current
practice of leaving treeshelters on site or just hesitant
removal and restrained disposal after having fulfilled
their purpose clearly contradicts legal provisions in Ger-
many.
RÉSUMÉ
Titre de l’article: La situation juridique des manchons
de protection dans la gestion forestière en Allemagne
Partie I: Définitions, cadre juridique, point de vue de
l’économie circulaire et loi fédérale sur la protection des
sols.
Le plastique est un matériau peu coûteux et en même
temps d’une durabilité presque illimitée pour de nom-
breux produits utilisés dans la gestion forestière. Cepen-
dant, les produits en plastique présentent une part
considérable de déchets solides et se révèlent être d’une
rémanence très variable dans l’environnement. Bien que
dans de nombreux domaines d’utilisation environnemen-
tale, l’utilisation du plastique soit toujours discutée, il
n’existe toujours pas de données critiques de peuple-
ments pour les manchons de protection ni pour le grilla-
ge en plastique en tant qu’introduction la plus importan-
te, mais aussi la plus exemplaire de plastique en forêt.
L’objectif est donc de procéder à une évaluation complète
des exigences en matière d’environnement et de droit
forestier qui s’appliquent également à la propriété fores-
tière et, en particulier, dans le contexte des exigences
strictes d’une gestion forestière proche de la nature et
pérenne, et de contrôler: a) quelles lois et normes envi-
ronnementales sont concernées par l’installation de
manchons de protection, b) quelles conséquences en
résultent pour l’utilisation forestière de ces objets et
c) comment l’utilisation actuelle des manchons de protec-
tion dans la forêt et leur devenir doivent être évalués
d’un point de vue juridique. Cinq groupes de différents
types de matériaux: A/ manchons de protection à très
longue durée de vie, B/ plastique dégradable par oxo-
fragmentation, chacun sans certification du comporte-
ment de dégradation, C /plastique compostable y com-
pris certification DIN EN-normes, D / bois, papier ou jute
sans information sur le traitement d’imprégnation ainsi
que E /sans information sur le matériau utilisé et cha-
cun sans certification, sont évalués d’un point de vue
juridique de la loi sur la gestion des déchets recyclés, de
la règlementation sur les déchets biologiques ainsi que
de la loi fédérale sur la protection des sols. Il n’est pas
compatible avec le droit actuel de laisser n’importe quel
type de manchon de protection en forêt sans autre infor-
mation. En particulier, du point de vue de l’économie à
flux circulaire, les manchons de protection des groupes
A, B, D et E doivent toujours être recyclés. Les man-
chons du groupe C pourraient rester sur leur site d’utili-
sation, mais devraient être enfoncés dans le sol, ce qui
ne serait possible que sous réserve de l’approbation de
l’autorité responsable de la gestion des déchets en accord
avec l’autorité forestière locale. Cette situation juridique
claire pour les manchons de protection à la fin de leur
utilisation prévue contredit la pratique hésitante du
démantèlement et de l’élimination en Allemagne.
Allg. Forst- u. J.-Ztg., 191. Jg., 1/2 29
DANKSAGUNG
Die Autoren danken zwei anonymen Gutachtern für
ihre Rückmeldungen zum Manuskript sowie der Fach -
agentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR)/ Wald -
klimafonds (WKF) für die Unterstützung im Rahmen
des Projektes [TheForestCleanup] (Förderkennzeichen
2219NR425).
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GESETZ ÜBER NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE (BUN-
DESNATURSCHUTZGESETZ – BNatSchG) vom 29. Juli 2009
(BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert durch Art. 1 G vom
4. März 2020 (BGBl. I S. 440).
GESETZ ZUM SCHUTZ VOR SCHÄDLICHEN BODENVERÄNDERUN-
GEN UND ZUR SANIERUNG VON ALTLASTEN (BUNDES-BODEN-
SCHUTZGESETZ BbodSchG) vom 17. März 1998 (BGBl. I
S. 502), zuletzt geändert durch Art. 3 III VO vom 27.
September 2017 (BGBl. I S. 3465).
GESETZ ZUR ERHALTUNG DES WALDES UND ZUR FÖRDERUNG
DER FORSTWIRTSCHAFT (BUNDESWALDGESETZ – BWaldG)
vom 2. Mai 1975 (BGBl. I S. 1037), zuletzt geändert
durch Art. 1 G vom 17. Januar 2017 (BGBl. I S. 75).
KREISLAUFWIRTSCHAFTSGESETZ (KrWG) vom 24. Februar
2012 (BGBl. I S. 212), zuletzt geändert durch Artikel 2
Absatz 9 des Gesetzes vom 20. Juli 2017 (BGBl. I S.
2808).
LANDESABFALLGESETZ BADEN-WÜRTTEMBERG (LAbfG BW)
vom 14. Oktober 2008 (GBl. 2008, 370), zuletzt geändert
durch Art. 4 G vom 17. Dezember 2009 (GBl. S. 802,
809).
LANDESFORSTGESETZ FÜR DAS LAND NORDRHEIN-WESTFALEN
(Landesforstgesetz – LFoG NW) in der Fassung vom 24.
April 1980 (GV. NW. 1980 S. 546), zuletzt geändert
durch Art. 4 G vom 26. Februar 2019 (GV. NRW. S. 153).
WALDGESETZ FÜR BADEN-WÜRTTEMBERG (LANDESWALDGE-
SETZ – LWaldG BW) in der Fassung vom 31. August
1995 (GBl. 1995, 685), zuletzt geändert durch Art. 3 G
vom 19. Juni 2018 (GBl. S. 223, 236).
Materialien
BR-DRUCKSACHE 216/1/11 (2011): Drucksache des Deut-
schen Bundesrates vom 17.05.2011: Empfehlungen der
Ausschüsse: Entwurf eines Gesetztes zur Neuordnung
des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts.
BT-DRUCKSACHE 17/6052 (2011): Drucksache des Deut-
schen Bundestages 17/6052 vom 06.06.2011: Entwurf
eines Gesetztes zur Neuordnung des Kreislaufwirt-
schafts- und Abfallrechts.
BUND-LÄNDER-ARBEITSGRUPPE „HINWEISE ZUM VOLLZUG DER
BIOABFV“ (2014): Hinweise zum Vollzug der novellierten
Bioabfallverordnung (2012). Verfügbar unter
https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_P
DF/Abfallwirtschaft/bioabfv_hinweise_bf.pdf abgerufen
am 23.05.2019.
EUROPÄISCHES PARLAMENT (2019): European Parliament
legislative resolution of 27 March 2019 on the proposal
for a directive of the European Parliament and of the
Council on the reduction of the impact of certain plastic
products on the environment (COM(2018) 0340 – C8-
0218/2018 2018/0172(COD)). P8_TA-PROV (2019)
0305.
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Article
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Despite great general benefits derived from plastic use, accumulation of plastic material in ecosystems, and especially microplastic, is becoming an increasing environmental concern. Microplastic has been extensively studied in aquatic environments, with very few studies focusing on soils. We here tested the idea that microplastic particles (polyethylene beads) could be transported from the soil surface down the soil profile via earthworms. We used Lumbricus terrestris L., an anecic earthworm species, in a factorial greenhouse experiment with four different microplastic sizes. Presence of earthworms greatly increased the presence of microplastic particles at depth (we examined 3 soil layers, each 3.5 cm deep), with smaller PE microbeads having been transported downward to a greater extent. Our study clearly shows that earthworms can be significant transport agents of microplastics in soils, incorporating this material into soil, likely via casts, burrows (affecting soil hydraulics), egestion and adherence to the earthworm exterior. This movement has potential consequences for exposure of other soil biota to microplastics, for the residence times of microplastic at greater depth, and for the possible eventual arrival of microplastics in the groundwater.
Article
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Plastics have transformed everyday life; usage is increasing and annual production is likely to exceed 300 million tonnes by 2010. In this concluding paper to the Theme Issue on Plastics, the Environment and Human Health, we synthesize current understanding of the benefits and concerns surrounding the use of plastics and look to future priorities, challenges and opportunities. It is evident that plastics bring many societal benefits and offer future technological and medical advances. However, concerns about usage and disposal are diverse and include accumulation of waste in landfills and in natural habitats, physical problems for wildlife resulting from ingestion or entanglement in plastic, the leaching of chemicals from plastic products and the potential for plastics to transfer chemicals to wildlife and humans. However, perhaps the most important overriding concern, which is implicit throughout this volume, is that our current usage is not sustainable. Around 4 per cent of world oil production is used as a feedstock to make plastics and a similar amount is used as energy in the process. Yet over a third of current production is used to make items of packaging, which are then rapidly discarded. Given our declining reserves of fossil fuels, and finite capacity for disposal of waste to landfill, this linear use of hydrocarbons, via packaging and other short-lived applications of plastic, is simply not sustainable. There are solutions, including material reduction, design for end-of-life recyclability, increased recycling capacity, development of bio-based feedstocks, strategies to reduce littering, the application of green chemistry life-cycle analyses and revised risk assessment approaches. Such measures will be most effective through the combined actions of the public, industry, scientists and policymakers. There is some urgency, as the quantity of plastics produced in the first 10 years of the current century is likely to approach the quantity produced in the entire century that preceded.
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Microplastics and nanoplastics are emerging pollutants of global importance. They are small enough to be ingested by a wide range of organisms and at nano-scale, they may cross some biological barriers. However, our understanding of their ecological impact on the terrestrial environment is limited. Plastic particle loading in agroecosystems could be high due to inputs of some recycled organic waste and plastic film mulching, so it is vital that we develop a greater understanding of any potentially harmful or adverse impacts of these pollutants to agroecosystems. In this article, we discuss the sources of plastic particles in agroecosystems, the mechanisms, constraints and dynamic behaviour of plastic during aging on land, and explore the responses of soil organisms and plants at different levels of biological organisation to plastic particles of micro and nano-scale. Based on limited evidence at this point and understanding that the lack of evidence of ecological impact from microplastic and nanoplastic in agroecosystems does not equate to the evidence of absence, we propose considerations for addressing the gaps in knowledge so that we can adequately safeguard world food supply.
Article
Plastics, despite their great benefits, have become a ubiquitous environmental pollutant, with microplastic particles having come into focus most recently. Microplastic effects have been intensely studied in aquatic, especially marine systems; however, there is lack of studies focusing on effects on soil and its biota. A basic question is if and how surface-deposited microplastic particles are transported into the soil. We here wished to test if soil microarthropods, using Collembola, can transport these particles over distances of centimeters within days in a highly controlled experimental set-up. We conducted a fully factorial experiment with two collembolan species of differing body size, Folsomia candida and Proisotoma minuta, in combination with urea-formaldehyde particles of two different particle sizes. We observed significant differences between the species concerning the distance the particles were transported. F. candida was able to transport larger particles further and faster than P. minuta. Using video, we observed F. candida interacting with urea-formaldehyde particles and polyethylene terephthalate fibers, showing translocation of both material types. Our data clearly show that microplastic particles can be moved and distributed by soil microarthropods. Although we did not observe feeding, it is possible that microarthropods contribute to the accumulation of microplastics in the soil food web.
Article
This review article summarises the sources, occurrence, fate and effects of plastic waste in the marine environment. Due to its resistance to degradation, most plastic debris will persist in the environment for centuries and may be transported far from its source, including great distances out to sea. Land- and ocean-based sources are the major sources of plastic entering the environment, with domestic, industrial and fishing activities being the most important contributors. Ocean gyres are particular hotspots of plastic waste accumulation. Both macroplastics and microplastics pose a risk to organisms in the natural environment, for example, through ingestion or entanglement in the plastic. Many studies have investigated the potential uptake of hydrophobic contaminants, which can then bioaccumulate in the food chain, from plastic waste by organisms. To address the issue of plastic pollution in the marine environment, governments should first play an active role in addressing the issue of plastic waste by introducing legislation to control the sources of plastic debris and the use of plastic additives. In addition, plastics industries should take responsibility for the end-of-life of their products by introducing plastic recycling or upgrading programmes.
Article
Plastic debris is widespread in the environment, but information on the effects of microplastics on terrestrial fauna is completely lacking. Here, we studied the survival and fitness of the earthworm Lumbricus terrestris (Oligochaeta, Lumbricidae) exposed to microplastics (Polyethylene, <150 μm) in litter at concentrations of 7, 28, 45, and 60% dry weight, percentages that, after bioturbation, translate to 0.2 to 1.2% in bulk soil. Mortality after 60 days was higher at 28, 45, and 60% of microplastics in the litter than at 7% w/w and in the control (0%). Growth rate was significantly reduced at 28, 45, and 60% w/w microplastics, compared to the 7% and control treatments. Due to the digestion of ingested organic matter, microplastic was concentrated in cast, especially at the lowest dose (i.e., 7% in litter) because that dose had the highest proportion of digestible organic matter. Whereas 50 percent of the microplastics had a size of <50 μm in the original litter, 90 percent of the microplastics in the casts was <50 μm in all treatments, which suggests size-selective egestion by the earthworms. These concentration-transport and size-selection mechanisms may have important implications for fate and risk of microplastic in terrestrial ecosystems.
Article
Shelters are 1.2 m tall plastic tubes which protect trees from animal damage and improve growth by creating a ‘greenhouse effect’ round each tree. After 3 years the mean height growth of sessile oak transplants in shelters was 142 cm compared with 45 cm in a mesh guard and 27 cm for unprotected trees and the average stem volume was 118, 37 and 19 cm3 respectively. There was no difference in growth in a range of sizes of conical and cylindrical shaped shelters and an 8 cm diameter cylinder is large enough for oak. Other experiments have confirmed that shelters made from a variety of plastics are equally effective but many lack adequate durability. Work continues to develop improved shelters and it appears that for oak a shelter effect for 2 to 3 years, support for 5 years and deer protection for 8 years would be ideal. In 1983/84 about a million shelters were used in Britain and trials have started in other countries.
Bericht der Kommission an das Europäische Parlament und den über die Auswirkungen der Verwendung von oxo-abbaubarem Kunststoff, einschließlich oxo-abbaubarer Kunststofftragetaschen
  • Europäische Kommission
EUROPÄISCHE KOMMISSION (2018b): Bericht der Kommission an das Europäische Parlament und den über die Auswirkungen der Verwendung von oxo-abbaubarem Kunststoff, einschließlich oxo-abbaubarer Kunststofftragetaschen, auf die Umwelt. COM (2018) 35 final.