Conference PaperPDF Available

Der Paramentenbestand des Salzburger Domes Bestandserfassung – Pflege – Aufbewahrung: Gestern. Heute! Morgen?

Authors:

Abstract

Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über den Paramentenbestand des Domes zu Salzburg. Auf den andauernden Gebrauch der Paramente während der Liturgie und daraus entstehende Schäden sowie erforderliche Pflegemaßnahmen wird ebenso eingegangen, wie auf die durch einen Mottenbefall im Jahr 2016 notwendig gewordenen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung. Besonders die dafür nötige Auslagerung der Paramente in ein externes Depot stellte eine große logistische Herausforderung dar.
KNALLER 7
Der Paramentenbestand des Salzburger Domes
Bestandserfassung – Pflege – Aufbewahrung:
Gestern. Heute! Morgen?
REGINA KNALLER
Als Paramente (von lat. parare = bereiten) werden die im Kirchenraum und in der Liturgie
verwendeten Textilien bezeichnet.1 Joseph Braun (*1857, †1947) führt dazu in seinem
1907 publizierten Werk aus:
„Unter liturgischer Gewandung versteht man diejenige Kleidung, deren sich die Geistli-
chen bei Ausübung ihrer gottesdienstlichen Funktionen zu bedienen haben. Es gibt nicht
bloß im lateinischen, sondern auch in den orientalischen Riten eine besondere Kulttracht.
Selbst der Protestantismus hat nicht einmal völlig auf sie Verzicht geleistet.“2
Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über den Paramentenbestand des Domes zu
Salzburg. Auf den andauernden Gebrauch der Paramente während der Liturgie und dar-
aus entstehende Schäden sowie erforderliche Pflegemaßnahmen wird ebenso eingegan-
gen, wie auf die durch einen Mottenbefall im Jahr 2016 notwendig gewordenen Maßnah-
men zur Schädlingsbekämpfung. Besonders die dafür nötige Auslagerung der Paramente
in ein externes Depot stellte eine große logistische Herausforderung dar.
Der Dom zu Salzburg und seine sakralen Objekte
Der Dom zu Salzburg beherbergt eine umfangreiche Kunstsammlung, deren Objekte im
Besitz der Domschatzkammer und des Dommuseums stehen oder Leihgaben aus Kir-
chen der Erzdiözese Salzburg sind. Bedeutende Exponate der Dauerausstellung finden zu
speziellen Anlässen für den liturgischen Gebrauch Verwendung. Bei Hochfesten können
die Pretiosen-Monstranz3 oder das Liechtenstein-Pastorale4 mitgetragen werden (Abb. 1).
Neben Kunstgegenständen aus kostbaren Materialien wie Elfenbein, Schildpatt, Emailar-
beiten und Holzskulpturen oder Tafelbilder, sind besonders prunkvolle liturgische Geräte5
sowie die prächtigen Messgewänder zu erwähnen.
1 Zum Begriff Paramente: https://
de.wikipedia.org/wiki/Parament
[30.06.2020].
2 Braun (1907) 1.
3 Der Salzburger Erzbischof Johann
Ernst Graf Thun (1687–1709) über-
gab die 1697 in Salzburg aus Gold,
Diamanten, Smaragden, Rubinen,
Saphiren, Amethysten, Granaten und
Chrysoliten sowie einem Hyazinth und
einem Aquamarin, über 70 cm hohe,
gefertigte Monstranz der Kirche.
Vgl. Kat. Dommuseum (1981) 110f,
Kat. 114, Tafel XVII.
4 Die um 1740 aus Silber gefertig-
te, teils vergoldete Krümme des
Bischofsstabes ist filigran gearbeitet
und mit Email und bunten Glasflüs-
sen verziert. Der St. Lamprechter
Abt, Eugen Graf Inzhagi, machte
das Pastorale Erzbischof Jakob
Ernst Graf Liechtenstein (Olmütz
1738–1745, Salzburg 1745–1747)
zum Geschenk. Vgl. Kat. Dommuse-
um (1981) 127, Kat. 143, Tafel XXI.
5 Als „liturgische Geräte“ werden
die bei sakralen Handlungen im
Gottesdienst verwendeten bewegli-
chen Gegenstände (Geräte, Gefäße
und Insignien), bedeutende Werke
des Kunstgewerbes, besonders der
Goldschmiedekunst bezeichnet.
Vgl. Glossarium Artis 2, unpag.
Abb. 1: Prozession im Firmian-Ornat mit
Liechtenstein Pastorale (Foto: Dietmar
Koisser).
1
8KNALLER
Die Paramente in der Schatzkammer des Domes zu Salzburg
Mit über 2200 textilen Objekten befindet sich im Salzburger Dom der wohl umfangreichs-
te Bestand an liturgischen Textilien in kirchlichem Besitz innerhalb Europas, vermutlich
sogar weltweit. Die Paramente sind in der Schatzkammer, auch Paramentenkammer ge-
nannt, untergebracht. Dieser nur über eine Wendeltreppe erreichbare Raum liegt oberhalb
der Domherrensakristei in südöstlicher Richtung des Domes (vgl. Abb. 1, Biebl S. 18).
In der Paramentenkammer befinden sich sechs Schränke und ein Wandtresor6 sowie in
der südwestlichen Ecke des Raumes ein Trafo, in dem die gesamte Elektrik für den Dom
untergebracht ist7 (Abb. 2). In vier Schränken werden liturgische Textilien gelagert.8 Der
überwiegende Teil der historischen Paramente ist liegend – entweder in schmalen Laden
oder auf Regalböden – deponiert9 (Abb. 3). Nur im Eckschrank werden Kirchengewänder
– die meisten stammen aus dem 20. Jh. – hängend aufbewahrt.
Die Entstehungszeit der Paramente umfasst eine Zeitspanne von neun Jahrhunderten.
Die gewebten Textilien sind in der Überzahl, aber auch bestickte Objekte, eine Lederkasel
oder eine Tapisserienserie mit Darstellungen aus der Genesis10 sind in der Sammlung
vorhanden. Das älteste liturgische Kleidungsstück, die sogenannte Rupertus-Mitra, datiert
um 1180. Die Paramente des 13. bis 15. Jh. sind in geringer Anzahl, jedoch hervorragender
Qualität, vorhanden und Ornate des 16. bis 18. Jh. können durch Wappen den bedeutenden
Salzburger Fürsterzbischöfen zugeordnet werden. Den größten und bedeutendsten Teil der
Sammlung bilden die barocken Textilien des 18. Jh., die vor allem durch die Vielzahl der zu
einem Ornat gehörenden Teile beeindrucken. Sie sind meist aus Seidenfäden und oft mit
zusätzlichen Metallfäden gewebt. Beispielhaft angeführt sei hier der mit 91 Einzelteilen11
umfangreichste sogenannte „Firmian“-Ornat,12 der nach wie vor bei Hochfesten13 und an
Tagen, für die Weiß als liturgische Farbe vorgegeben ist, von den Geistlichen getragen wird
(Abb. 1). Liturgische Gewänder des 19. Jh. sind ebenfalls in erwähnenswerter Anzahl vor-
handen, und schließlich wird die Sammlung mit Paramenten des 20. Jh. ergänzt.
Verwendung der Paramente
Eine besondere Herausforderung bei der laufenden Pflege der Paramente besteht darin,
dass historische Gewänder aus dem 18. Jh. noch heute bei Hl. Messen, Prozessionen oder
sonstigen Kirchenfesten, getragen werden. Die abgeschiedene Lage der Schatzkammer
stellt durch den anhaltenden Gebrauch und der damit wiederkehrenden Manipulation der
Paramente eine zusätzliche Problematik dar. So müssen die benötigten Textilien von den
Mesnern für den jeweiligen Anlass aus der Schatzkammer geholt, die vielen Stufen im
6 Die Schränke sind mit „Kasten I“
bis „Kasten VII“ gekennzeichnet; der
Wandtresor trägt die Bezeichnung
„Kasten III“. Vgl. Hahnl/Ullermann
(1994/95) III–IV.
7 Die Größe der Paramentenkammer
beträgt ca. 10 x 10 m in Länge und
Breite bei einer Höhe von etwa 6
bis 7 m. – Zur Beschreibung der
Einrichtung der Schatzkammer bzw.
der Kästen vgl. Hahnl/Ullermann
(1994/95) II–IV.
8 Die Paramente werden in den
beiden in der Raummitte stehenden
Schränken (Kasten I und II), dem
Eckschrank (Kasten VI) im Südosten
und dem Schrank mit tiefen Laden
(Kasten VII) im Osten gelagert.
9 Kleinere Objekte wie Stolen, Manipel,
Bursen, Pallen, Schuhe – an den
Schmalseiten auch Kaseln – werden
in den beiden in der Raummitte ste-
henden Schränken (Kasten I, II) und
die großformatigen Pluviale in Kasten
VII aufbewahrt.
10 Die in Brüssel hergestellten Tapis-
serien werden in das 2. Viertel des
17. Jh. datiert. Vgl. Kat. Meisterwer-
ke (1998) 141–148.
11 Der Ornat besteht aus 4 Dalmatiken,
11 Kaseln, 11 Pluvialen, 13 Manipeln,
13 Stolen, 12 Bursen, 11 Pallen,
11 Velen, 3 Antependien, 1 Segens-
velum und 1 Fronleichnamshimmel.
12 Leopold Anton Eleutherius Reichs-
freiherr von Firmian (*27. Mai 1679
in München, † 22. Oktober 1744 in
Salzburg) wurde 1727 zum Fürsten
und Erzbischof von Salzburg gewählt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_
Anton_von_Firmian [02.04.2018].
13 Der Firmian-Ornat wird drei- bis vier-
mal, bei außergewöhnlichen Festen
ev. fünfmal pro Jahr, verwendet. Dazu
zählen das Hochfest Rupert und Virgil
(Patrozinium am Rupertitag, dem
24. Sept.), Ostern, Fronleichnam
und Priesterjubiläen, aber auch bei
Priesterweihen ist das Tragen dieses
Ornates möglich. Frdl. pers. Mittei-
lung von Roland Hellrigl.
Abb. 2: Schematischer Grundriss der
Paramentenkammer mit Kennzeichnung
der Schränke (Abb. aus: Bericht Projekt-
wochen, S. 12).
Abb. 3: Aufbewahrung von Manipeln auf
Regalböden vor dem Ausräumen (Abb.
aus: Bericht Projektwochen, S. 20).
23
KNALLER 9
engen Gang von der Paramentenkammer hinuntergetragen und in die Domherrensakristei
gebracht sowie nach dem Gebrauch wieder zurücktransportiert werden. Für die Textilien
stellt dies eine große Belastung dar. Das Hervorräumen und Zurückbringen der Messge-
wänder führt zu Schädigungen der Gewebeoberfläche. An den meist mit Gold- und/oder
Silberfäden verzierten Geweben führt dies zum Abrieb durch Verhaken der scharfkantigen
Metallfäden an den dünnen Seidenfäden und zum Bruch der Kettfäden, welche die Metall-
fäden an das Gewebe binden. Dadurch entstehende Partien mit losen Schussfäden werden
durch den fortlaufenden Gebrauch größer und somit instabiler. Die deswegen erforderli-
chen Reparaturmaßnahmen – das Sichern abstehender und loser Schuss- oder bereits
gebrochener Kettfäden – werden von einer im Dom angestellten Schneiderin durchgeführt.
Gestern: Bestandserfassung und Zustandsbewertung
1994/1995 – Bestandserfassung
Eine Inventarisierung des Paramentenbestandes erfolgte Mitte der 1990er Jahre durch
Adolf Hahnl und Michael Ullermann.14 Im Zuge der Bearbeitung wurde ein Katalog der
aufbewahrten Objekte nach ihrem Standort erstellt und die Paramente mit einer Standort-
signatur versehen.15 Die direkt am Objekt mit einem Faserstift oder Kugelschreiber erfolgte
Kennzeichnung setzt sich aus drei Teilen zusammen: einer römischen Ziffer, die sich auf
den Schrank bezieht, gefolgt von zwei arabischen Ziffern, die erste benennt das Ablagefach
im Schrank, die zweite das Objekt selbst, zum Beispiel I/6/4 (Schrank I, Lade 6, Objekt 4).16
Die Dokumentation umfasste neben der Angabe der Standortsignatur (= neu vergebene
Inventarnummer) die Objektbezeichnung, Maßangaben, Datierung, Kurzbeschreibung
und – sofern vorhanden – Literaturverweise. Da die Vergabe der Inventarnummern nach
dem Standort der Textilien erfolgte, wurden nicht alle zu einem Ornat gehörenden Objekte
unter einer Inventarnummer zusammengefasst,17 was einen Überblick über die zu einem
Ornat gehörenden Stücke schwierig macht.
2007/2008 – Zustandsbewertung
Im Rahmen von zwei einwöchigen Projektwochen18 konnten in den Jahren 2007 und 2008
mit Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien, Institut für Konservierung
und Restaurierung, Fachbereich Textilrestaurierung, unter der Leitung der Verfasserin
über 2200 Inventarnummern gesichtet und elektronisch erfasst werden. Neben einer er-
gänzenden Kurzbeschreibung und Materialbestimmung wurden die Maße kontrolliert, der
Erhaltungszustand bewertet19 und die Objekte von beiden Seiten fotografiert.20 Allgemein
war der Erhaltungszustand der Paramente als gut bis sehr gut zu bewerten. Als Ursache
der festgestellten Faserbrüche konnten der durch die regelmäßig wiederkehrende Ver-
wendung einiger Paramente herbeigeführte Gewebeabrieb und direkte Lichteinwirkung
ermittelt werden. Alle durchgeführten Maßnahmen wurden in eine Datenbank eingetragen
und in einem ausführlichen Bericht dokumentiert.21 Abschließend erfolgten Empfehlungen
über durchzuführende konservatorische Maßnahmen wie Oberflächenreinigung, Siche-
rung loser Fäden, und Hinweise auf die Notwendigkeit präventiver Konservierung, also
Klimamessung und Monitoring bezüglich Schädlingsbefalles.
Heute: Pflege
2016 – Mottenbefall und erste Maßnahmen
Im Frühjahr 2016 wurden bei einem häufig verwendeten Woll-Ornat22 Löcher festgestellt
sowie herumfliegende adulte Tiere in der Schatzkammer gesichtet. Bei der Begutachtung
und Zustandsbeurteilung der Paramente im Juni 2016 erfolgten die Bewertung des aktu-
ellen Befalles und die Planung konservatorischer Maßnahmen. Es stellte sich heraus, dass
der Mottenbefall von den im Eckschrank aufbewahrten liturgischen Gewändern und groß-
formatigen Textilien des Kirchenraumes ausgeht. Die Paramente sind zwischen dem 18.
und 20. Jh. zu datieren. Neben Seiden-Objekten befinden sich wollene Cappae Magnae
und mozettenähnliche Schulterumhänge mit Kapuze23 – teilweise innen mit Pelz besetzt24
– ein Karton mit einem Hermelin sowie großformatige Objekte wie Antependien, Behänge
14 Vgl. Hahnl/Ullermann (1994/95)
passim.
15 Vgl. Hahnl/Ullermann (1994/95) V.
16 Vgl. Hahnl/Ullermann (1994/95) II.
17 Beim 91teiligen Firmian-Ornat sind
im Hahnl/Ullermann-Inventar vier
unterschiedliche Standortsignaturen/
Inventarnummern vermerkt: I/6/1-27,
IV/28/16-18, VI/221, VII/4/1-50,
somit 81 Objekte. Eine Zählung der
Einzelteile ergab eine Gesamtanzahl
von 91 Paramenten. Der Unterschied
ergibt sich daraus, dass im Inventar
16 statt 13 Manipel aufscheinen,
aber 2 Antependien und 11 Pallen
fehlen. Vgl. Anm. 11.
18 Die Projektwochen fanden im Zuge
von Lehrveranstaltungen statt: 2007
„Ausstellungs- und Sammlungsbe-
treuung“ sowie 2008 „Vorbeugende
Konservierung II – Pflege- und Erhal-
tungsstrategien“.
19 Für die Bewertung des Erhaltungszu-
standes wurde eine Skala von 1 bis
4 verwendet (1 = sehr gut: Keine bis
kleinere Schäden; Substanzverlust
nicht zu erwarten. 2 = gut: Wenig
bis mittlere Schäden; Objekte sind
als stabil zu betrachten. 3 = mäßig:
Schäden, die konservatorische
Maßnahmen erfordern, sonst Verlust
von Originalsubstanz. 4 = sehr
schlecht: Schäden, die bei weiterer
Verwendung unbedingt gesichert bzw.
konserviert werden müssen).
20 Als Basis dafür diente das von
Hahnl/Ullermann 1994/95 erstellte
Inventar. Für die fotografische Do-
kumentation der Paramente standen
der Fotograf der Erzdözese Joseph
Kral, und für die Manipulation der
Paramente der Dommesner Roland
Hellrigl hilfreich zur Seite.
21 Bericht Projektwochen (2007/2008)
passim.
22 Bei dem aus den 1960er Jahren
stammenden Ornat sind an einer
Kasel und Stola deutlich Mottenlö-
cher zu sehen. Vgl. Hahnl/Ullermann
(1994/95) 214, Inv. Nrn. VI/59–70,
12 Kaseln, im gotisierenden Schnitt;
Inv. Nrn. VI/71–82, 12 Stolen.
23 Es sind 6 Cappae Magnae mit den
Inv. Nrn. I/29/13–18 vorhanden.
Von den insgesamt 20 Schulterum-
hängen haben 11 einen Pelzbesatz
(Inv. Nr. I/29/1, alle anderen ohne
Inv. Nr.); die restlichen neun sind
ohne Pelzbesatz (alle ebenfalls ohne
Inv. Nr.). Vgl. Knaller (2016), hier im
Besonderen 17.
24 Bei Durchsicht der Objekte wurde
vor allem bei den wollenen und/oder
pelzbesetzten liturgischen Gewändern
starker Mottenbefall festgestellt.
10 KNALLER
und Decken in diesem Schrank. Vor allem auf letztgenannten, am Schrankboden liegen-
den, Textilien lagen viele tote Motten (Abb. 4). In einem ersten Schritt25 erfolgte das Aus-
räumen des Schrankes. Die geleerten Bereiche wurden, mit besonderer Aufmerksamkeit
auf Ecken und Ritzen, ausgesaugt und mit einem nebelfeuchten Tuch nachgewischt. Eine
beidseitige Oberflächenreinigung aller Textilien aus diesem Schrank erfolgte durch Ab-
saugen mit Staubsaugern mit feinen Saugaufsätzen und stark gedrosselter Saugleistung;
vorhandene Mottenexkremente sowie adulte Motten wurden dadurch entfernt. Sowohl die
Cappae Magnae als auch die Schulterumhänge befanden sich in einem schlechten Zu-
stand. Die Felle von den zuoberst im Schrank liegenden Objekten waren durch Mottenfraß
so beschädigt, dass die Haare aus dem Verband herausfielen (Abb. 5). Auch diese Klei-
dungsstücke wurden beidseitig abgesaugt, anschließend zuerst einzeln in Plastiksäcke,
dann in Kartons verpackt und von der Sammlung isoliert. Erstaunlicherweise befand sich
der Hermelin, der in einem eigenen Karton im Schrank aufbewahrt wurde, in einem guten
Zustand. Um einem Befall vorzubeugen, wurde auch er isoliert. Schließlich erfolgte die
Inspektion aller anderen Schränke, um einen Mottenbefall auszuschließen. In den obers-
ten beiden Laden von Schrank VII lagen tote Motten. Da aber in den Schränken zumeist
Seiden-Paramente gelagert werden, konnte kein aktueller Mottenbefall festgestellt werden.
Alle erfolgten Konservierungsmaßnahmen wurden dokumentiert.26
Mit dem Direktor des Dommuseums wurde vereinbart, Pheromon-Mottenfallen auf-
zustellen und Angebote zu unterschiedlichen Möglichkeiten der Schädlingsbekämpfung
25 Sämtliche Maßnahmen an den Para-
menten (Manipulation, Oberflächen-
reinigung, etc.) wurden bzw. werden
vom Dommesner Roland Hellrigl
gemeinsam mit der Verfasserin ausge-
führt.
26 Vgl. Knaller (2016), hier im Besonde-
ren 15–18.
Abb. 4: Behänge auf dem Schrankboden
des Eckkastens mit Mottenbefall.
Abb. 5: Löcher durch Mottenfraß und aus
dem Pelz herausgefallene Haare, Detail.
4
5
KNALLER 11
einzuholen.27 In 14 aufgestellten Fallen befanden sich bereits nach einem Monat 151
Motten28 (Abb. 6).
Nachdem im April 201729 abermals Mottenflug in der Paramentenkammer festzustellen
war, erfolgte noch einmal eine Überprüfung der im Eckschrank aufbewahrten Paramen-
te (vgl. Abb. 2, Biebl S. 19). Zum zweiten Mal wurde eine beidseitige Reinigung mittels
Absaugen durchgeführt und alle in den übrigen Schränken aufbewahrten Textilien auf
Schädlingsbefall kontrolliert. Wie im Jahr zuvor konnte in diesen Schränken kein aktiver
Schädlingsbefall festgestellt werden.
2017 – Möglichkeiten der Schädlingsbekämpfung
Da die Reinigungsmaßnahmen nicht den gewünschten Erfolgt gebracht hatten und bereits
vorliegende Angebote zur Schädlingsbekämpfung mit toxischen Verfahren30 angesichts
der Belastung für Mensch und Umwelt abgelehnt worden waren, wurden alternative Mög-
lichkeiten in Betracht gezogen und miteinander verglichen. Dazu zählten der Einsatz tiefer
Temperaturen, das feuchtegeregelte Warmluftverfahren und die Behandlung durch Sau-
erstoffentzug. Das Einfrieren kam trotz des relativ geringen Kostenaufwandes angesichts
der immensen Menge an Objekten und des dadurch erforderlichen Zeitaufwandes nicht
in Frage. Das feuchtegeregelte Warmluftverfahen wurde aufgrund des unterschiedlichen
Spannungsverhaltens der Materialien (Seide, etc. und Metallfäden) verworfen.31 Letztend-
lich fiel die Entscheidung auf eine anoxische Behandlung; dieses Verfahren ist derzeit
nicht nur die gängigste und wirksamste Methode zur Schädlingsbekämpfung, sondern
auch für Mensch und Umwelt unbedenklich.32
Die kurzfristigen Sofortmaßnahmen sowie Pro und Kontras zu den unterschiedlichen
Methoden werden im Beitrag von Stephan Biebl in diesem Band ausführlich besprochen.33
27 Zu diesem Zeitpunkt war Peter Keller
Direktor des Dommuseums.
28 Frdl. Mitteilung von Peter Keller,
E-Mail vom 18.08.2016.
29 Die Arbeitskampagne fand vom
18.–20. April 2017 statt.
30 Unter den Angeboten befanden sich
Verfahren zur Begasung mit Sulfuryl-
difluorid (Vikane) und Vernebelung
mit Kontaktinsektizid.
31 Vgl. Brokerhof et al. (2007) 44–50. –
Frdl. E-Mail von Agnes Brokerhof,
12. Mai 2017.
32 In die Entscheidung eingebunden
waren die Verantwortlichen des
Salzburger Domes, Domkustos Prälat
Hans Reißmeier und Dombaumeister
Hermann Aigner, Landeskonservatorin
Eva Hody vom Bundesdenkmalamt
(BDA) Salzburg, der Schädlingsexper-
te Stephan Biebl und die Textilrestau-
ratorin Regina Knaller.
33 Biebl (2020) 18–26, dieser Band.
Abb. 6: Mottenfallen in der Paramen-
tenkammer nach ca. 30 Tagen. Den
stärksten Befall weist die am Eckkasten
gelegene Falle (dritte von oben) auf.
6
12 KNALLER
Abb. 7: Mitarbeiter am Hebekran beim
Transport von Objekten in den Kirchen-
raum.
Abb. 8: Reinigung von Paramenten im
externen Depot nach erfolgter anoxischer
Behandlung.
8
7
KNALLER 13
2017 – Auslagerung
Ende September 2017 erfolgte die Auslagerung34 von sämtlichen in der Paramentenkam-
mer aufbewahrten Objekten, die mit großen logistischen Herausforderungen verbunden
war, da ein Transport über die enge Wendeltreppe nicht durchgeführt werden konnte. Es
war nötig, die für das Verpacken erforderlichen Materialien, wie Umzugskartons und Sei-
denpapier, über den Balkon in die Paramentenkammer zu transportieren. Danach muss-
ten die in Kartons verpackten, bzw. in ihren Laden belassenen, Textilien in den Kirchen-
raum gebracht werden; hierfür standen ein Hebekran und ein Scherenlift zur Verfügung
(Abb. 7). Die Kartons und Laden wurden dann auf einem Rollwagen gestapelt durch den
Kirchenraum vor den Haupteingang des Domes befördert und in zwei Lastkraftwagen ge-
laden, die für den Transport der Paramente in das externe Depot35 bereitstanden.36
Auf die Durchführung der Behandlung durch Sauerstoffentzug geht Stephan Biebls
Beitrag genauer ein.37
2018 – Reinigung der Paramente nach durchgeführter anoxischer Behandlung
Aus konservatorischer Sicht ist nach Durchführung einer Schädlingsbekämpfungsmaß-
nahme eine Objektreinigung unbedingt erforderlich. Werden Mottenreste nicht entfernt,
kann zum Beispiel nicht eruiert werden, ob die Reste oder schlechte Aufbewahrungsbe-
dingungen die Ursache für einen neuerlichen Befall sind. Zudem bieten tote Larven, Ko-
konhüllen, etc. einen Nährboden für eine neuerliche Kontamination.38 Während mehrerer
Kampagnen im externen Depot wurden die Textilien von Außen- und Innenseite sorgfältig
mit einem Spezialsauger gereinigt39 (Abb. 8). Für einen raschen Ablauf der Reinigungs-
maßnahmen stellte sich folgende Vorgehensweise als die Beste heraus: Zuerst erfolgte das
Herausnehmen aller Objekte aus den Laden und das Entsorgen des alten, zumeist nicht
säurefreien, teils stark verbräunten und fleckigen Seidenpapiers. Anschließend wurden die
Objekte von der Vorder- und Rückseite abgesaugt und mit neuem, säurefreiem Seidenpa-
pier zwischen den Paramenten wieder eingeordnet (Abb. 9).
34 Die Auslagerung der Paramente und
Behandlung durch Sauerstoffentzug
war möglich durch die finanzielle Un-
terstützung des BDA Salzburg unter
der Leitung der Landeskonservatorin
Eva Hody.
35 Ein abgedunkelter Raum mit den
Maßen (Länge x Breite): 11,5 x 8,7
m.
36 Die Auslagerungsarbeiten wurden
von Dommesner Roland Hellrigl,
Holzrestaurator Hans Strasser,
Zimmerer Christian Königsberger und
zwei Mitarbeitern sowie der Autorin
durchgeführt.
37 Vgl. Anm. 33.
38 Vgl. Brokerhof et al. (2007) 69–73.
39 Zwischen Oktober 2017 und Oktober
2019 fanden drei Reinigungskampag-
nen im Ausmaß von 12 Tagen statt.
Abb. 9: Wiedereinordnen der gereinigten
Paramente mit säurefreiem Seidenpapier.
9
14 KNALLER
2019 – Schimmelbefall
Für Oktober 2019 war die zunächst letzte Reinigungskampagne40 geplant, bei der alle
noch nicht bearbeiteten Paramente gereinigt werden sollten. Beim Betreten des Depots fühl-
te sich die Luft stickig und feucht an, und auch nach einem ersten Querlüften des Raumes
blieb der modrige Geruch im Raum. Bei einer Sammlungsbegutachtung wurde dann bei
einem schwarzen Ornat41 und einem Paar Schuhe42 Schimmel festgestellt (Abb. 10). Da
aktiver Schimmel nicht abgesaugt, sondern mit der Reinigung bis nach dem Kollabieren
der Sporen gewartet werden soll, wurden die kontaminierten Paramente des sogenannten
Rohracher-Ornates aus den Laden entnommen und zum Trocknen aufgehängt43 (Abb. 11).
Zu Versuchszwecken wurden die Schuhe zweimal täglich mit 70%igem Ethanol besprüht,
und bereits nach drei Tagen konnte der Schimmel erfolgreich behandelt werden. Durch
regelmäßiges Querlüften des externen Lagerraumes gelang es, die Klimawerte innerhalb
von vier Tagen von 18 °C und annähernd 80 % rF zu Beginn der Kampagne auf etwa 15 °C
und knapp über 60 % rF zu senken.44 Die Durchführung sämtlicher Arbeiten erfolgte in
Ganzkörper-Schutzanzügen und mit FFP3-Masken.
40 Die Kampagne fand vom
15.–18.10.2019 statt.
41 Im Inventar Hahnl/Ullermann wird der
aus 41 Teilen bestehende Rohracher-
Ornat zwischen 1943–1969 datiert.
Vgl. Hahnl/Ullermann (1994/95)
248f, Inv. Nrn. VII/5/1-41.
42 Von insgesamt 14 gemeinsam in
einer Lade aufbewahrten Pontifi-
kalschuh-Paaren, war allein dieses
Paar kontaminiert. Es ist aus grünen
Seidenstoff mit Ledersohle gefertigt,
datiert vom Ende des 19. Jh. und hat
die Inv. Nr. II/19/5. Vgl. Hahnl/Uller-
mann (1994/95) 104.
43 Besten Dank an Astrid Hammer
für das ausführliche Telefonat am
15.10.2019 und die Zurverfügung-
stellung ihrer Unterlagen. Weiteren
Dank an Carine Gengler, Edith
Oberhumer, Eva Schantl und Nina
Zangerl, die ihre Erfahrungen am
16.10.2019 mit mir teilten. Dank
auch an Liesa Brierley, Salzburg Mu-
seum, für das informative Gespräch
vom 17.10.2019.
44 Die Außentemperaturen betrugen
zwischen 6 °C (morgens) und 15 °C
(tagsüber) bei einer relativen Luft-
feuchte von bis zu annähernd
100 % rF.
Abb. 10: Schuhe aus grünem Seidenstoff
mit Schimmelbefall.
Abb. 11: Aufhängevorrichtung zum Trock-
nen der Schimmelsporen am Rohracher-
Ornat.
10
11
KNALLER 15
Morgen: Aufbewahrung
Sanierung der Schatzkammer
Bevor die Paramente in die Schatzkammer zurücktransportiert werden können, sind noch
zahlreiche Arbeiten durchzuführen. Alle Elektroinstallationen, inklusive der Verteiler- und
Trafostation, müssen aus Sicherheitsgründen aus der Schatzkammer entfernt werden. Die
Installation einer Klimaanlage ist ebenso geplant wie der Einbau eines Aufzuges, mit wel-
chem die Paramente in Zukunft von der Schatzkammer in die Domherrensakristei trans-
portiert werden sollen. Neben einer einfacheren Handhabung für die Mesner ermöglicht
dies auch eine schonendere Manipulation der Paramente.
Die Fenster müssen saniert und anschließend mit einer Beschattung versehen werden.
Zusätzlich ist der Einbau einer optimalen Raumbeleuchtung geplant. Vorkehrungen für
ein Monitoring der Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen getroffen werden und nicht
zuletzt ist eine umfassende Reinigung des Raumes inklusive der Schränke vor der Wieder-
einlagerung der Paramente erforderlich.
Bei der Neuanschaffung von Depotschränken ist auf möglichst säurefreies Holz zu ach-
ten.45 Säurehaltiges Holz dünstet noch nach Jahren aus und kann zu beschleunigter Ma-
terialalterung oder Verfärbungen von Metallfäden führen. Zu den präventiven Maßnahmen
zählen eine regelmäßige Klimakontrolle – die Werte sollten zwischen 18–20 °C Lufttem-
peratur und 45–50 % relative Luftfeuchtigkeit (+/- 5 %) liegen – sowie ein Schädlingsma-
nagement.
Zukünftige Aufbewahrung der Paramente
Damit bestimmte Paramente während der Liturgie auch weiterhin verwendet werden
können, bedarf es einer sorgfältigen Lagerung. Die schonendste und konservatorisch
optimale Aufbewahrung für historische Textilien ist eine flache Lagerung. Bei der Neu-
anschaffung bzw. -herstellung von Depotschränken sollten daher möglichst viele nied-
rige Laden eingebaut werden, wodurch die Lagerung der Paramente um ein Vielfaches
verbessert werden kann. Bis zur Auslagerung waren zu viele Paramente – teilweise zehn
und mehr Teile – übereinander gestapelt. Da bei jeder Verwendung für den liturgischen
Gebrauch die Paramente durch Abrieb und Hängenbleiben von losen Metallfäden beschä-
digt werden, ist für die Wiedereinlagerung zu empfehlen, eine Lage säurefreies Seiden-
papier zwischen die einzelnen Textilien zu legen. Falls notwendig, sollten nur Paramente
des 20. Jh. hängend aufbewahrt werden. In diesem Falle ist die Anfertigung passgenauer
Kleiderbügel unabdingbar, um möglichst viel Eigengewicht des jeweiligen Objektes aufzu-
nehmen.
Neuanschaffung von Depotschränken
Mit einer Raumhöhe von ca. sechs bis sieben Metern würde sich die Schatzkammer zum
Einbau von Depotschränken auf zwei Ebenen besonders gut eignen46 (Abb. 12). Bei ent-
sprechender Ausnützung der vorhandenen Fläche wäre auf zwei Etagen Platz für Schub-
laden und zusätzlich Raum für hängend aufzubewahrende Objekte. In der unteren, leicht
zugänglichen Ebene könnten alle sich noch in Verwendung befindenden Paramente sowie
die hängend zu lagernden Textilien aufbewahrt werden. In der oberen Ebene wäre Platz
für sämtliche liegend gelagerten Paramente und jene, die nicht mehr in liturgischem Ge-
brauch stehen.
Zusammenfassung / Summary
Der Dom zu Salzburg ist im Besitz einer der zahlenmäßig größten Bestände an liturgischen
Gewändern in Europa. Die Textilien werden in der Schatzkammer aufbewahrt, die meisten
stammen aus der Barockzeit und dem 19. Jh. Anlässlich eines Mottenbefalls im Frühjahr
2016 wurden die Paramente untersucht, um das Ausmaß des Befalls festzustellen und
entsprechende Maßnahmen zu treffen.
Um das Mottenproblem zu lösen, kamen umfassende und kostenintensive Maßnah-
men des Integrated Pest Managements zur Anwendung. Die Paramente wurden in ein
externes Lager verbracht, eine Behandlung unter Sauerstoffentzug durchgeführt und an-
45 Von Experten wird die heimische
Ulme empfohlen. Frdl. pers. Mittei-
lung von Gudrun Stracke-Sporbeck
am 17.03.2018.
46 Ein vorbildliches, auf zwei Ebenen
angelegtes Depot befindet sich
z. B. in Stift Admont. Vgl. Rupp
(2007/2008).
16 KNALLER
schließend gereinigt. Darüber hinaus musste auch ein Schimmelbefall behandelt werden,
der im Herbst 2019 aufgetreten war.
Nach der Neugestaltung der Schatzkammer gemäß den Richtlinien der präventiven
Konservierung ist vorgesehen, die Paramente wieder dort aufzubewahren.
The Salzburg Cathedral has one of the largest collections of liturgical vestments in Europe.
The textiles are kept in the cathedral‘s treasury, most of them date from the baroque period
and the 19th century.
In spring 2016 a moth infestation on some garments was observed and the textile
collection has been examined in order to determine the extent of the infestation and to
take appropriate measures. In order to solve the moth problem, comprehensive and cost-
intensive measures have been used according to the approach of Integrated Pest Manage-
ment. The collection was moved to an external storage; after a low-oxygen treatment in a
preassembled tent, the textiles were cleaned. In addition, mold infestation was found in
autumn 2019, which also had to be treated.
After the redesign of the treasury in accordance with the guidelines of preventive con-
servation, it is planned to store the liturgical vestments there again.
Abb. 12: Paramentendepot auf zwei Ebe-
nen, Stift Admont (Foto: Traute Rupp).
Abbildungsnachweis
Sofern nicht anders vermerkt:
© Regina Knaller.
12
KNALLER 17
Literaturverzeichnis
Braun (1907)
Braun, J., Die liturgische Gewandung im Occident und Orient nach Ursprung und Entwicklung,
Verwendung und Symbolik, Freiburg im Breisgau (1907).
Brokerhof et al. (2007)
Brokerhof, A., Van Zanden, B., Van de Watering, K., Porck, H., Buggy Biz – Integrated Pest Management
in Collections, aus dem Niederländischen von Jennifer Barnett, Amsterdam (2007).
Bericht Projektwochen
Bergt, E., Holzer, C., Tscherner, L., Zangerl, N., Zeindl, J., (Studierende) und Knaller, R. (verantwortliche Res-
tauratorin), Dommuseum zu Salzburg – Paramente der Schatzkammer, Bestands- und Zustandskatalog,
WS 2007/08, WS 2008/09, Textilrestaurierung, unpubl. Bericht über die Projektwochen im Oktober 2007
und Oktober 2008, Wien (2007/2008), 29 Seiten.
Glossarium Artis 2
Glossarium Artis, Deutsch-Französisches Wörterbuch zur Kunst, Faszikel 2, Kirchengeräte, Kreuze und
Reliquiare der christlichen Kirchen, 3., vollst. neu bearb. und erw. Aufl. (1992).
https://www.degruyter.com/view/book/9783110950403/10.1515/9783110950403.9.xml (30.06.2020).
Glossarium Artis 4
Glossarium Artis, Deutsch-Französisches Wörterbuch zur Kunst, Faszikel 4, Paramente und Bücher
der christlichen Kirchen, Tübingen, Strassbourg (1973).
Hahnl/Ullermann (1994/95)
Hahnl, A., Ullermann, M., Inventar des südlichen Oratoriums des Salzburger Domes, unpubl.
Inventar des Salzburger Domes, Salzburg (1994/95), 245 Seiten.
Kat. Dommuseum
Neuhardt, J. (Hg.), Dommuseum zu Salzburg und alte erzbischöfliche Kunst- und Wunderkammer,
unter Mitarbeit von Gerhard Croll, Adolf Hahnl, Dora Heinz, et al., Ausstellungskat., Salzburg, 2.,
stark veränd. Aufl. 1981 (1. Aufl. 1974), Salzburg (1981).
Knaller (2016)
Knaller, R., Pflege- und Konservierungsmaßnahmen an Paramenten im Dom zu Salzburg, unpubl. Bericht,
Wien (2016), 18 Seiten.
Kat. Meisterwerke
Meisterwerke Europäischer Kunst, 1200 Jahre Erzbistum Salzburg, Johannes Kronbichler (Konzeption und
Organisation), Ausstellungskat. XXIII. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, 2. Mai bis 26. Okt. 1998,
Salzburg (1998).
Rupp (2007/2008)
Rupp, T., Das neue Paramentendepot im Stift Admont, in: Historische Textilien. Konservierung,
Deponierung, Ausstellung, Österr. Sektion des IIC (Hg.), Restauratorenblätter 27,
Klosterneuburg (2007/2008) 163–166.
KONSERVIEREN / RESTAURIEREN
gestern heute morgen
26. Tagung des Österreichischen Restauratorenverbandes 2020
Redaktion: Anke Schäning
in der Konservierung und Restaurierung
IMPRESSUM
HERAUSGEBER
ÖRV – Österreichischer Restauratorenverband
Postfach 576, 1011 Wien, www.orv.at
REDAKTION
Anke Schäning
© bei den AutorInnen
LEKTORAT
Anke Schäning / Andreas Hartl / Beate Murr / Catherine Bouvier
FOTOS
© bei den AutorInnen
GRAFIK-DESIGN
Sibylle Gieselmann, www.null7.at
DRUCK
Medienfabrik Wien, www.mfg.at
Wien, 2020
Beiträge zur 26. Tagung des Österreichischen
Restauratorenverbandes
gestern heute morgen
in der Konservierung und Restaurierung
6. – 7. März 2020
In Kooperation mit der Messe Salzburg GmbH im Rahmen der MONUMENTO
„yesterday – today – tomorrow“, der internationalen Messe für Kulturerbe und
Denkmalpflege.
Mitteilungen des Österreichischen Restauratorenverbandes, Band 17/2020
ISBN: 978-3-9504618-3-1
In Kooperation mit
Inhalt
Vorwort 4
REGINA KNALLER
Der Paramentenbestand des Salzburger Domes
Bestandserfassung – Pflege – Aufbewahrung:
Gestern. Heute! Morgen? 7
STEPHAN BIEBL
Schädlingsbefall an den Salzburger Paramenten 18
CATHERINE BOUVIER / SIGRID EYB-GREEN / WOLFGANG BAATZ
Papierrestaurierung an österreichischen Archiven bis 2000 27
ELINA EDER / SIGRID EYB-GREEN / WOLFGANG BAATZ
Ein Beitrag zur Geschichte der Papierrestaurierung:
Bleichmethoden und Behandlung tintenfraß-
geschädigter Objekte an zwei Wiener Sammlungen 37
ANNA KAISER
Zur Geschichte der Papyruskonservierung –
Eine Untersuchung der Textquellen 50
SUSANNE BESELER
Abstract: Die St. Nikolauskapelle von Schloss Schmida
(Niederösterreich) – Überraschungsmomente bei
der Untersuchung einer verlorenen Ausstattung 64
KATHARINA BREUNHÖLDER / GABRIELA KRIST /
MARIJA MILCHIN / KATHARINA FUCHS
Die Prunktreppe von Schloss Harmannsdorf,
Niederösterreich. Erstellung eines Restaurierungskonzepts
und exemplarische Umsetzung 65
MARIJA MILCHIN / GABRIELA KRIST
Herausforderung Steinrestaurierung
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft 76
ALEXANDER LASSNIG
Abstract: Konservierung und Restaurierung eines
spätgotischen Kruzifixes aus dem Besitz von Stift Nonnberg
in Salzburg, im Volksmund genannt „Schifferkreuz“ 84
LIESA BRIERLEY / INÊS FELICIANO / TIAGO OLIVEIRA /
JUDITH NIEDERMAIR-ALTENBURG / MAXIMILIAN BERTET /
ROBERT LINKE / SABRINA GUALTIERI
Konservierung eines Kachelofens aus der späten
Renaissance mit nichtwässrigen Materialien 85
´
ELISABETH SCHEEL / ILSE PRENNER
Inszenieren – Vergessen – Wiederentdecken – Weitertragen.
Die Fürstenzimmer der Festung Hohensalzburg –
Bedeutungswandel eines profanen Raumensembles der
Spätgotik 96
ALMUT SCHILLING
<Patina>digital</Patina>…
…„es wird alles ästhetisch mit der Zeit“… 106
VALENTINA LJUBIC TOBISCH / ROBERT LINKE
Fröschebein und Krebs und Fisch – Untersuchung und
Restaurierung eines Waschtischsets, hergestellt von
Peter Kuster in Nürnberg um 1550 119
MAXIMILIAN BERTET
Restaurierung, Konservierung und Objektmontage eines
barocken Kürassier-Harnischs aus der Sammlung des
Salzburg Museums 134
ROBERT FÜRHACKER
Vom „provisorischen Hilfsaufseher“ zum
„Oberrestaurator“ – Zum Leben und Wirken des
von 1938 bis 1972 am Joanneum tätigen
Restaurators Friedrich Rath (1911–1977) 144
UWE PELTZ
„der Krieg pflegt mit Kunstwerken nicht eben glücklich
umzugehen“ – eine Berliner Sicht auf den Kulturschutz
zwischen 1939 und 1945 156
MANFRED KOLLER
Von Brandi bis Taubert – Begegnungen aus 40 Jahren
Restaurierungsgeschichte (1960–2000) 174
MICHAEL RAINER
Ausschreibung & Vergabe von restauratorischen Leistungen
Podiumsgespräch am 6. März 2020 192
Autorinnen und Autoren 196
ResearchGate has not been able to resolve any citations for this publication.
Buggy Biz -Integrated Pest Management in Collections, aus dem Niederländischen von Jennifer Barnett
  • A Brokerhof
  • B Van Zanden
  • K Van De Watering
  • H Porck
Brokerhof, A., Van Zanden, B., Van de Watering, K., Porck, H., Buggy Biz -Integrated Pest Management in Collections, aus dem Niederländischen von Jennifer Barnett, Amsterdam (2007).
Deutsch-Französisches Wörterbuch zur Kunst, Faszikel 2, Kirchengeräte, Kreuze und Reliquiare der christlichen Kirchen, 3., vollst. neu bearb. und erw
  • Glossarium Artis
Glossarium Artis, Deutsch-Französisches Wörterbuch zur Kunst, Faszikel 2, Kirchengeräte, Kreuze und Reliquiare der christlichen Kirchen, 3., vollst. neu bearb. und erw. Aufl. (1992).
  • Glossarium Artis
Glossarium Artis, Deutsch-Französisches Wörterbuch zur Kunst, Faszikel 4, Paramente und Bücher der christlichen Kirchen, Tübingen, Strassbourg (1973).
Inventar des südlichen Oratoriums des Salzburger Domes, unpubl. Inventar des Salzburger Domes
  • A Hahnl
  • M Ullermann
Hahnl, A., Ullermann, M., Inventar des südlichen Oratoriums des Salzburger Domes, unpubl. Inventar des Salzburger Domes, Salzburg (1994/95), 245 Seiten.
  • Kat Neuhardt
  • J Adolf Hahnl
  • Dora Heinz
Kat. Dommuseum Neuhardt, J. (Hg.), Dommuseum zu Salzburg und alte erzbischöfliche Kunst-und Wunderkammer, unter Mitarbeit von Gerhard Croll, Adolf Hahnl, Dora Heinz, et al., Ausstellungskat., Salzburg, 2., stark veränd. Aufl. 1981 (1. Aufl. 1974), Salzburg (1981).
Pflege-und Konservierungsmaßnahmen an Paramenten im Dom zu Salzburg
  • R Knaller
Knaller, R., Pflege-und Konservierungsmaßnahmen an Paramenten im Dom zu Salzburg, unpubl. Bericht, Wien (2016), 18 Seiten.
Konzeption und Organisation), Ausstellungskat. XXIII. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, 2. Mai bis 26
Kat. Meisterwerke Meisterwerke Europäischer Kunst, 1200 Jahre Erzbistum Salzburg, Johannes Kronbichler (Konzeption und Organisation), Ausstellungskat. XXIII. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, 2. Mai bis 26. Okt. 1998, Salzburg (1998).
  • T Rupp
  • Das Neue
Rupp, T., Das neue Paramentendepot im Stift Admont, in: Historische Textilien. Konservierung, Deponierung, Ausstellung, Österr. Sektion des IIC (Hg.), Restauratorenblätter 27, Klosterneuburg (2007/2008) 163-166.