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Märkte der Zukunft -Kinder brauchen mehr als Bewegung

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Abstract

«Ich kann nur jedem Fitnesstrainer, Kursleiter, Personaltrainer und Studioinhaber empfehlen, sich mit dem Thema Kindertraining zu beschäftigen. Das Potenzial ist vielversprechend, und wer jetzt nicht aufpasst, könnte einen neuen Trend verschlafen.» (#1 Pauling, 2005, S. 35) Dieses Fazit schrieb ich am Ende eines Artikels, welcher vor fünfzehn Jahren erschien. Der Titel des Artikels war der gleiche, wie die Überschrift dieses Artikels. Quellenangabe: Pauling, Kai & Hua, Pan. (2020). Märkte der Zukunft - Kinder brauchen mehr als Bewegung. In: Fitness Tribune, Nr. 187, S. 96 - 99, ISSN: 1424-1609. Link: https://www.sporting-expert.com/pdf/Pauling-Kids-Fitness-2020.pdf
96 FITNESS TRIBUNE Nr. 187 | www.fitnesstribune.com
Fachartikel Kids Fitness
Märkte der Zukunft:
Kinder brauchen mehr als Bewegung
«Ich kann nur jedem Fitnesstrainer,
Kursleiter, Personaltrainer und Stu-
dioinhaber empfehlen, sich mit dem
Thema Kindertraining zu beschäftigen.
Das Potenzial ist vielversprechend, und
wer jetzt nicht aufpasst, könnte einen
neuen Trend verschlafen.» (#1 Pauling,
2005, S. 35) Dieses Fazit schrieb ich
am Ende eines Artikels, welcher vor
fünfzehn Jahren erschien. Der Titel des
Artikels war der gleiche, wie die Über-
schrift dieses Artikels. Und einige Jahre
später 2007 schreib ich für die grösste
Zeitung in meiner Region, in der auch
eine wöchentliche Gesundheitsseite
mit Trainings- und Ernährungstipps von
mir erschien, erneut einen Artikel mit
einer deutlichen Warnung als Über-
schrift: «Dicke Kinder sind die überge-
wichtigen kranken Erwachsenen von
Morgen. Experten warnen – Defizite
schon im Kindergartenalter immer
häufiger.» Zu guter Letzt referierte ich
auf Vorträgen, u. a. der ersten FIBO
in China, die vom 10. bis 12.9.2014 in
Shanghai stattfand, zum Thema Kids
Fitness. Zeitgleich erschien in China ein
Fachartikel von mir in Chinesisch, in
welchem ich mein Konzept zur Imple-
mentierung von Kids Fitness in Fitness-
studios beschrieb (#2 Pauling, 2014).
Das Thema ist also nicht neu und ich
bin wahrlich nicht der erste und ein-
zige der sich dazu Gedanken gemacht
und darüber geschrieben hat. Interna-
tionale Organisationen, z. B. die WHO,
veröffentlichen jedes Jahr neue Sta-
tistiken. So ist es bereits seit Jahren
traurige Realität, dass weltweit mehr
Menschen an den Folgen von zu viel
schlechtem Essen und zu wenig Bewe-
gung sterben, als Menschen aufgrund
von zu wenig Essen verhungern. Auch
die Wissenschaft beschäftigt sich
intensiv mit dem Thema und jedes
Jahr werden neue Forschungsergeb-
nisse veröffentlicht. Durch die «neue
Normalität» in Coronazeiten hat sich
das Problem sicher noch immens ver-
schlimmert, und ich persönlich gehe
davon aus, dass die Statistik für 2020
zeigen wird, dass mehr Menschen und
vor allem Kinder durch Mangelbewe-
gung gesundheitliche Schäden erlitten
haben als in den Jahren zuvor. Doch
seinen wir einmal ehrlich, müssen wir
wirklich erst auf neue ausführliche
Studien warten, die uns z. B. über das
Metabolische Syndrom, die Folgen von
Diabetes im Kindesalter, mangelnde
Körper- und Gehirnleistung oder sozi-
alpsychologische Störungen durch die
Folge von mangelnder körperlicher
Aktivität aufklären?
In den Jahren 2005 und 2006 wurden
in Deutschland auf der FIBO viele Fit-
nessgeräte für Kinder vorgestellt. Doch
bereits im Folgejahr 2007 verschwan-
den diese Geräte wieder von der Messe.
Dies lag nicht zuletzt daran, dass es
zu den Geräten für die Studios keine
neuen Konzepte gab. Die Studioinhaber
waren ratlos, wie Kinder und Jugendli-
che als Zielgruppe in die Studios inte-
griert werden sollten und dadurch ist
ein möglicher grosser Trend noch vor
der Ausbreitung gestorben. Und auch
mehr als zehn Jahre später hat sich an
der Situation nicht viel geändert. Das
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Fachartikel Kids Fitness
gilt besonders für Deutschland und die
anderen Länder in Europa.
18 Mio. Kinder im Fitnessstudio
Als ich den ersten Artikel zum Kids-Fit-
ness-Markt schrieb, da steckte die Fit-
nessbranche in China noch in den Kin-
derschuhen und mein Konzept wurde
sehr interessiert aufgenommen. Zu
dieser Zeit ging der Know-how-Trans-
fer nahezu immer nur von West nach
Ost, d. h. von Europa nach China. Nun
ist jedoch die Zeit gekommen, in der es
umgekehrt sein könnte. Denn während
in Europa ein Trend zu Kids Fitness nie-
mals Fahrt aufgenommen hat, zeigt
sich auf dem grössten Fitnessmarkt
der Welt, was wir verpasst haben.
«Die IHRSA gibt für 2019 einen deut-
schen Branchenumsatz von 5,61 Milli-
arden Euro an. Damit belegt Deutsch-
land weltweit den zweiten Platz.
China rangiert in dieser Liste lediglich
auf Platz vier. Allerdings nur, da wie
erwähnt die Liste des US-Verbandes
nur zehn Städte, d. h. nur ca. 1,8 %
der landesweiten Studios gezählt hat.
In Wirklichkeit hat China aber bereits
selbst den Spitzenreiter USA mit seinen
28,88 Milliarden Euro Umsatz von Platz
eins verdrängt, denn der Umsatz für
alle knapp 100’000 Studios in China
liegt weit über 32,88 Milliarden Euro,
ohne dass dabei Hongkong und Taiwan
berücksichtigt werden.» (#3 Pauling,
2020 S.)
Für Deutschland werden 11,09 Mio., die
Schweiz knapp 1,14 Mio. und für Europa
insgesamt ca. 64,29 Mio. Mitglieder im
Global Report 2019 der IHRSA angege-
ben (#4 IHRSA, 2019, S.32). In China gibt
es laut offiziellen Angaben der Gene-
ralverwaltung für Sport (GASC) und
des chinesischen Bodybuilding Verban-
des (CBBA) mehr als 100 Mio. Mitglie-
der in ca. 97’746 Fitnessstudios und
Gesundheitsclubs, d. h. die Penetrati-
onsrate liegt bei etwa 12 Prozent.
Besonders interessant ist nun, um
beim Thema Kids Fitness zu bleiben,
der Blick in die Liste des American Col-
lege of Sports Medicine (ACSM) und
der Shanghai University of Sport (SUS)
zu den chinesischen Top-20-Fitness-
Trends für 2020. Während Gewichts-
reduktion bei uns ebenfalls ein Dau-
erbrenner ist, gibt es bei uns kein Kin-
dertraining als Top-Trend. Vereinzelt
zielen in Deutschland, insbesondere
bei den Discountern, Studios auf junge
Erwachsene ab. In China hingegen
belegt «Training für Kinder und Teena-
ger» Platz 2 der Top-20-Liste.
Nach Angaben des CBBA machen Kinder
und Jugendliche ein Anteil von 18 Pro-
zent der Mitglieder aus. Dies bedeu-
tet, dass in China mit ca. 18 Mio. mehr
Kinder in den Fitnessstudios trainieren
als Deutschland und die Schweiz insge-
samt an Mitgliedern aufweisen können.
Wie könnten Kinder und Jugendliche
in unsere Studios integriert werden?
Die Lösung für die Praxis vor Ort in den
Studios, d. h. wie die Trainer konkret
mit den jungen Mitgliedern arbeiten
sollten, habe ich in meinem vier Säulen
Model (Geist & Seele, Bewegung, Ernäh-
rung und Eltern) bereits 2014 in einem
Artikel vorgestellt (#2 Pauling, 2014).
Bei der Schaffung einer komplett
neuen Strategie und Struktur, damit
Kids Fitness überhaupt erst einmal ins
Studio kommt, hilft ein anderer kom-
mender Megatrend, denn ich ebenfalls
bereits vor 15 Jahren prognostiziert
habe. Die Rede ist von eFitness als
vierte Revolution der Fitnessindustrie.
Damals schrieb ich meine Vorhersa-
gen zur Evolution der Fitnessindustrie
und nahm die Unterteilung in einzelne
Generationsschritte vor (#5 vgl. Pauling,
2016, S. 124–126) und sprach darüber
hinaus, in Anlehnung an das von Kuhn
geprägte Konzept (vgl. Thomas S. Kuhn:
The Structure of Scientific Revolutions),
von drei grundlegenden Revolutionen in
der Fitnesswelt (#6 vgl. Pauling, 2004).
«Dabei sind jedoch nicht die als revo-
lutionär empfundenen Geräte- und
Kurserfindungen gemeint, sondern
Paradigmenwechsel, die die Fitness-
industrie in ihrer Struktur schlagar-
tig grundlegend verändert haben. Die
erste grosse Revolution entstand aus
der Zusammenführung von geräte-
gestütztem Krafttraining und Aero-
bic-Kurstraining hin zu grossen Group-
fitnessstudios. Zur zweiten Revolution
kam es nach der Wandlung vom Pro-
dukt Fitness zur Dienstleistung Fitness.
Die dritte Revolution war die Trans-
formation vom Gruppenservice zum
individuellen, persönlichen Fitnessser-
vice, der sich heute, wie seinerzeit von
mir prognostiziert, unter dem Begriff
«Personal Training» mit einem eigenen
grossen Marktsegment fest etabliert
hat. Die vierte Revolution ist die Hybri-
disierung des computergestützten Fit-
nesstrainings und die Fusion von vir-
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tueller Realität zur realen Virtualität
in eFitness.» (#7 Pauling, 2020, S.47)
Wobei eFitness auch die Komponente
des Exergamings umfasst.
Und erneut werfe ich einen Blick weit
zurück. Auf dem Weg zum eFitness
reichte ich im Jahr 2006 beim Deut-
schen Gründerpreis (ehem. Start-Up
Wettbewerb) meine Geschäftsidee
einer interaktiven Echtzeit-Trainings-
betreuung via Internet ein. Auch wenn
die Jury die Gesamtnote Zwei (1/3
der Kategorien wurden mit «sehr gut»
bewertet) vergab und der damalige
CMO und Vorstandsmitglied von T-On-
line Burkhard Grassmann persön-
lich das enorme Potenzial erkannte
und es exklusiv für T-Home als Con-
tent aufnehmen wollte, scheiterte es
u. a. an den seinerzeit noch immen-
sen technischen Herausforderungen.
Zu dieser Zeit hatten nur ein Viertel
der Menschen DSL und die Internet-
geschwindigkeit betrug trotzdem in
vielen Gebieten gerade einmal um die 1
Mbit/s. Das erste iPhone-Smartphone
kam erst ein Jahr später im Novem-
ber 2007 und die Xbox mit Kinect dann
sogar erst vier Jahre später im Jahr
2010 auf den deutschen Markt.
In den seither vergangenen 14 Jahren
hat sich viel getan. Was damals nur
von hoch spezialisierten Fachleuten mit
teurem Equipment simuliert werden
konnte, kann mittlerweile nahezu jeder
Jugendliche mit seinem Handy selbst
machen. Und mit der neuen 5G Tech-
nik wird das spielend möglich, was uns
2006 aufgrund der physischen Netzka-
pazität und limitierten Hardware noch
vor unlösbare Probleme gestellt hat.
Zum eFitness habe ich jüngst erneut
meine Zukunftsvorhersage wiederholt
und schrieb: «Nach meiner Prognose
wird mit eFitness bzw. Hybridgeräten
ab 2035 mehr Umsatz als mit klassi-
scher Fitness bzw. herkömmlichen
Fitnessgeräten generiert. Aus diesem
Grund werden Hybridgeräte zum Stu-
diostandard gehören und als Erstes die
derzeitigen klassischen Cardiogeräte
ab 2030 nahezu vollständig verdrängt
haben.» (#7 Pauling, 2020, S. 48) Diese
Vorhersage wurde von mir dahinge-
hend präzisiert, «dass uns in der Fit-
nessindustrie meiner Meinung nach
mindestens fünf «tote» Jahre bevor-
stehen. Aus diesem Grund ist es jetzt
die richtige Zeit, über die Möglichkeiten
nachzudenken, die wir in der nächsten
expansiven Phase, d. h. etwa 2026–
2030, haben werden.» (ebda., S. 48)
Diese fünf «toten» Jahre sind einerseits
dem Corona-Lockdown und anderer-
seits der sowie so schon vor der Pan-
demie von Experten vorgesagten und
sich jetzt noch beschleunigenden und
verschärfenden Rezession und einer
folgenden Depression mit nie dage-
wesenen internationalen Wirtschafts-
und Finanzverwerfungen geschuldet
(vgl. #8 Pauling, 2020).
Die Zukunftsprognose zur Fitnessin-
dustrie ergänze ich nun dahingehend,
dass ich es für möglich halte, dass
bis 2035 die Gruppe der Kinder und
Jugendlichen in Deutschland, Öster-
reich und der Schweiz als neue Ziel-
gruppe einen Anteil von fünf Prozent
erreichen könnte, wobei der Anteil in
der Schweiz aufgrund des höheren
Bewusstseins zur Eigenverantwortung
in der Gesundheitsvorsorge noch höher
sein könnte. Diese etwa 600’000 neuen
Mitglieder könnten dazu beitragen, die
Mitgliederzahlen im Markt zu stabili-
sieren und vor allem inhabergeführ-
ten Fitnessstudios neue Hoffnung und
Perspektiven zu geben. Ebenso könn-
ten Gerätehersteller wirtschaftlich
profitieren, wenn sie Hybridgeräte mit
Integration von Exergaming speziell für
die Bedürfnisse von Kindern und Jugend-
lichen anbieten und diesen Markt nicht
vollkommen an China verlieren, die hier
jetzt schon im deutlichen Vorsprung sind.
Diese potenzielle Marktentwicklung
hängt jedoch davon ab, dass erstens
dieser mögliche Supertrend, d. h. die
Kombination aus dem Kids-Fitness-
Trend und dem eFitness Megatrend,
nicht verschlafen wird. Zweitens wird
es notwendig sein, dass insbesondere
die Entscheider über ihren Schatten
springen und das Know-how von China
anerkennen und sich quasi bei ihnen auf
Schulbank setzen und von ihnen lernen.
China als Vorbild
Als ich im Jahr 2004 mein Geschäft
mit und in China aufnahm, sah ich
das Land ebenfalls nur als günstigere
Bezugsquelle, woraus u. a. auch die
«China Shopping Reise – Fitnessgeräte
& Zubehör» entstand, bei der wir Fit-
nessgeräte nach Deutschland impor-
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tierten und bis zu 70 Prozent günsti-
ger anboten, als sie zu der Zeit selbst
mit FIBO-Messerabatt zu bekommen
waren. Doch als ich im Jahr 2006
meine Vision von eFitness und den
Hybridfitnessgeräten entwickelte,
war ich bereits tief in die Kultur und
Sportgeschichte von China eingetaucht
und erkannte, dass es ganz spezifi-
sche Erfahrungen und gesellschaftli-
che Entwicklungen gab, von denen wir
viel lernen konnte. Dies waren u. a. die
sogenannte Lautsprecher- bzw. Radio-
gymnastik für die Landbevölkerung
und Morgengymnastik in Schulen.
Beide Arten der Gymnastik wurden
bereits im Jahr 1951 eingeführt. Dies
geschah auf Initiative eines interdis-
ziplinären Verbundes von neun Regie-
rungsorganisationen und Ausschüs-
sen, die vom Nationalen Sport Zent-
rum über das Bildungsministerium bis
zu Schüler- und Studentenverbänden
reichte. Die Einführung einer Laut-
sprecher- bzw. Radiogymnastik war
weltweit einzigartig. Täglich wurde
im Radio ein Gymnastikprogramm zum
Mitmachen zur Steigerung der Volks-
gesundheit ausgestrahlt. Da die arme
Landbevölkerung meist nicht über
eigene Radiogeräte verfügte, wurde
das Programm ebenfalls über Laut-
sprecher in den Dörfern übertragen.
Diese Form der Gymnastikkurse war
damit schon vor einem halben Jahr-
hundert viel erfolgreicher als etwa
die spätere Trimm-dich-Bewegung der
70iger in Deutschland und mit erheb-
lich grösserer Reichweite als das spä-
tere Tele-GYM oder heutige online Fit-
nesskurse via Internet.
Und während an Schulen in Deutsch-
land der Sportunterricht nicht nur
stiefmütterlich behandelt wurde und
seit den 90igern zunehmend zum
Streichobjekt wurde, so das Sport-
platz- oder Schwimmunterricht heute
zum Luxus gehören und Bundesjugend-
spiele seit 2015 ein ständiges Politikum
sind, ist Sport und das Gesundheitsbe-
wusstsein an Schulen in China immer
mehr ausgebaut worden. Ebenfalls seit
1951 gibt es in China jeden Morgen vor
Unterrichtsbeginn ein Programm zur
Morgengymnastik für alle Schüller auf
dem Schulhof. In China sind viele Bil-
dungseinrichtungen als Campus ange-
legt, wo Schüler und Studierende in
Wohnheimen leben. Auch diese Schü-
ler starten morgens mit einem 15 bis
20-minütigen Sportprogramm. Und
auch zwischen den Unterrichtsstun-
den gibt es zur ersten grossen Pause
jeweils um 10 Uhr ein Bewegungspro-
gramm mit Gymnastik Elemente, die
von Lehrern und Schülern gemeinsam
praktiziert werden. Sportliche Schü-
lerwettbewerbe gehören zum Pflicht-
programm und sind zusammen mit
den Sportnoten ein sehr wichtiges Kri-
terium für die spätere Laufbahn der
Kinder. Aufgrund dieser Prägung haben
die heutigen chinesischen Eltern ein
sehr hohes Bewusstsein dafür, dass in
einem gesunden Körper ein leistungs-
fähiger Geist steckt und melden ihre
Kinder daher gerne in einem Fitness-
studio an. Kombiniert mit der Digitali-
sierung und der Affinität für Computer
Games wächst neben dem Kinder-Fit-
ness-Markt die chinesische Exergaming
Branche exponentiell.
Fazit
In der Kombination aus eFitness, Exer-
gaming und Kids Fitness sehe ich ein
enormes Zukunftspotenzial insbeson-
dere für den Wiederaufbau der Fit-
nessindustrie nach der Zeit der aktuel-
len und kommenden gesellschaftlichen
und ökonomischen Verwerfungen.
Sollte ein Paradigmenwechsel einset-
zen und wir unser Know-how durch
das Lernen von China wieder auf Spit-
zenniveau zurückbringen, dann sehe
ich goldene Zeiten für die körperliche
und geistige Gesundheit unserer Kinder
und Jugend, sowie eine neue wirt-
schaftliche Blütezeit für die Fitnessin-
dustrie auf uns zukommen. Und auch
wenn diese Entwicklung vielleicht erst
in 15 Jahren wirksam werden wird,
muss jetzt schon begonnen werden die
notwendigen Weichen zu stellen.
Und als Teil des Lernens von China ist
dieser Artikel vom Wissenschaftspro-
jekt «Forschung zur Sportgeschichte in
der V.R. China 1949–2019» (Projekt Nr.:
19ZDA350) unterstützt.
Quellen
Quellen von Dr. Pauling sind abrufbar als
PDF unter https://www.sporting-expert.
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zur Wirtschaftskrise – So bereiten Sie
sich und Ihr Unternehmen auf die kom-
mende Krise vor.
Dr. Kai Pauling
Dozent und unabhängiger Experte
für Sport Management und Busi
ness Administration, insbesondere
eFitness. Als Chinaexperte war er
Gastdozent an chinesischen Hoch
schulen, u.a. Tsinghua University
– Division of Sports Science &
Physical Education (Beijing, China)

and economics (Taiyuan, China),

in China und hat die chinesische
Sprachprüfung HSK3 bestanden.

senschaftspublikationen, davon
vier auf Chinesisch in China.
Kontakt:

Prof. Dr. Ph.
Hua Pan
Professor und Doktorvater für Sport
wissenschaft und Germanistik an der
Sporthochschule Chengdu (China).
Er promovierte an der Salzburger


an der Deutschen Sporthochschule
Köln. Zu seinen Hauptwerken zählen
die in China geltenden Standartwerke:
«Sportgeschichte in Deutschland vom
Anfang bis zur Gegenwart», «Breiten
sportgeschichte in Deutschland» und
«Olympische Bewegung in China».

schaftspublikationen verfasst.
Co-Autor:
Hauptautor:
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Der asiatisch-pazifische Fitnessmarkt ist nach Nordamerika und Europa der drittgrößte der Welt. Zu seinen wesentlichen Regionen zählen China (Hongkong, Taiwan), Japan, Australien, Südkorea, Indien, Neuseeland, Singapur, Thailand, Indonesien, die Philippinen, Malaysia und Vietnam. Besonders die genauere Betrachtung des Fitnessmarktes in China und Vietnam ist lohnenswert, da beide Länder über besondere Entwicklungen, Potenziale und Eigenarten verfügen. Quellenangabe: Pan, Hua & Li, Zun & Pauling, Kai. (2020). Der asiatische Fitnessmarkt, Teil 1: China. In: BODYMEDIA, Nr. 4, S. 70 - 74. Link: https://www.sporting-expert.com/pdf/Pauling-China-Fitnessmarkt.pdf
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Beim Begriff „eFitness“ denken viele möglicherweise zuerst an Fitnessangebote, die online übers Internet angeboten werden, oder an konsolengestützte Bewegungsspiele. Doch weder das eine noch das andere trifft den Kern. Was ist eFitness, was ist der Unterschied zum eSport, wo liegen die enormen ökonomischen Potenziale und wie ist der Stand der Entwicklung hin zur eigenen eFitness-Industrie? Quellenangabe: Pauling, Kai. (2020). eFitness-Boom - Die vierte Revolution der Fitnessindustrie. In: bodyLIFE, Nr. 5, S. 46 - 48, ISSN: 1437-286X. Link: https://www.sporting-expert.com/pdf/Pauling-eFitness-Boom.pdf.
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"Eine der größten Herausforderungen von Unternehmern ist es, auf die Veränderungen der Märkte und Kundenwünsche zu reagieren. Noch schwieriger ist es mögliche Entwicklung vorherzusehen und die Unternehmensstrategie und gesamte Geschäftsplanung rechtzeitig neu auszurichten. Nach der letzten globalen Wirtschaftskrise haben sich viele gewünscht, dass sie vorher besser informiert gewesen wären, damit sie hätten Vorbereitung treffen können. [...] Einmal Hand aufs Herz, haben Sie einen persönliche Notfallplan? Und wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus, gibt es dort einen Doomsday Plan und konkrete Vorkehrungen, die bereits getroffen wurden?" Quellenangabe: 1. Kurzversion: Pauling, Kai. (2020). eFitness-Boom - Die vierte Revolution der Fitnessindustrie. In: bodyLIFE, Nr. 5, S. 46 - 48, ISSN: 1437-286X. 2. Vollversion: Pauling, Kai. (2020). eFitness-Boom - Die vierte Revolution der Fitnessindustrie. Sporting-Expert.com. Link: https://www.sporting-expert.com/pdf/Pauling-Doomsday-Plan.pdf References: #1 KenFM: Positionen 20: Der große Finanz-Crash – Das Ende der Demokratie. https://www.youtube.com/watch?v=KtGz4-W3twk #2 Otte, Max: Weltsystemcrash. FinanzBuchVerlag, München 2019, ISBN 978-3-95972-282-7. #3 http://www.deagel.com/country/forecast.aspx #4 https://www.wsj.com/articles/imf-predictsglobal-economy-will-reboundin-2020-11579525201 #5 Pauling, Kai & Vatanparast, Mir. (2016). Folgen des demografischen Wandels. In: bodyLIFE, Nr. 7, S. 38-42. #6 Kudla, R. (2005): Finanzierung in der Sanierung – Innovative Lösungen für Krisenunternehmen, Gabler Edition Wissenschaft, Wiesbaden, Deutscher Universitätsverlag 2005. # 7 Grethe, C. (2010): Restrukturierung von Krisenunternehmen durch Private-Equity-Gesellschaften – Theoretische Grundlagen und empirische Analyse, Wiesbaden, Gabler Verlag / Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH Wiesbaden 2010. #8 Staab, J. (2015): Die 7 häufigsten Insolvenzgründe erkennen und vermeiden, Wiesbaden, Springer Fachmedien Wiesbaden 2015. #9 Hohberger, S., Damlachi, H. (2014): Praxishandbuch Sanierung im Mittelstand, Wiesbaden, Springer Fachmedien Wiesbaden 2014. #10 https://thedailycoin.org/2020/02/16/760-million-people-now-under-quarantine #11 https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html #12 Pauling, Kai. (2016). Sanierung & Restrukturierung - 整顿 & 重组. Skript zur Vorlesung im Modul Sanierung & Restrukturierung für den Bachelor Studiengang Business Administration. 513 Seiten.
Article
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In this article the Competence Section of Sports Business (KSW) for Sports Economics & Sports Management of the German Competence Centre SMEs and Entrepreneurship (KCE) is concerned with the critical situation of SMEs in the German and Chinese fitness, health and sports industry based upon their research studies. The two substantial factors ‘spiral of market flexibility’ and ‘real virtuality’ jointly responsible for the changes in sports economics are presented. Furthermore one aspect of the consequential core-cause is introduced under the term of ‘vacant sports management’. The article concludes with an outlook on the factors threatening the existences of most Chinese and German SMEs as the lack of universities’ degree programmes in the sectors of sports business(sports economics and sports management) and the absent intensification of scientific research. Reference: Pauling, Kai. (2016). Changes in the sports economy - Consequences for SMEs from the sports and health sector. In: New Trails for SMEs in Germany and China - Co-operations. Opportunities. Challenges. Perspectives. FOM Schriftenreihe. Deutsch-chinesischer Wirtschaftsdialog, Nr. 4., S. 117-133, Essen, ISBN 3-89275-081-5. Link: https://www.sporting-expert.com/pdf/Pauling-Changes-in-the-sports-economy-EN.pdf References: Pauling, Kai. (2015). Das Ende vom Discount - Teil 2, Hohe Qualität versus günstiger Preis. In: Fitness Tribune, Nr. 157, S. 50-52. Pauling, Kai. (2015). Das Ende vom Discount - Teil 1, Qualität und individueller Service versus Preis und Masse. In: Fitness Tribune,Nr. 156, S. 16-18. China Sports Business (2011): https://chinasportsbiz.com/2011/07/01/huge-potential-of-fitness-market-in-china. Accessed 2014-03-13. Liu, B. (2008). Zeitgenössische deutsche und chinesische Sportpädagogik im Vergleich: Ausgewählte Beispiele. Dissertation thesis, Deutsche Sporthochschule Köln. Stemper, T. (1994). Effekte des gerätgestützten Fitnesstrainings. Hamburg: SSVVerlag. Pauling, Kai. (2016). STEPDO - Handbuch zur Step Aerobic. 2. vollst. überarb. Aufl. - Release follows. Pauling, Kai. (2004). Die dritte Revolution: Zukunftsmarkt Personaltraining. In: Shape up Trainer's only, Jg. 2, Nr. 1, S. 2-3. Stelzel-Morawietz, P. (2014). Bigger Data. In: PC-Welt (4/2014), 8. München: IDG Tech Media. Die Zeit, 2016: http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article153244642/Antelope-Fitnessanzug-setzt-Jogger-unter-Strom.html. Accessed 2016-03-21. Pauling, Kai & Vatanparast, Mir. (2016). Folgen des demografischen Wandels. In: bodyLIFE, Nr. 7, S. 38-42.
Article
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Märkte der Zukunft: Präventions- und Interventions-Programme für Kinder sind eine vorrangige Herausforderung für Trainer und Studios. Kinder sind nicht nur die Kunden von Morgen, sondern klopfen schon heute an die Tür vieler Fitnessstudios. Quellenangabe: Pauling, Kai. (2005). Kinder brauchen mehr als Bewegung - Märkte der Zukunft. In: shape up - Trainer's only, Jg. 3, Nr. 5, S. 34-35, ISSN: 0949-2380 Originallink: https://www.sporting-expert.com/pdf/Pauling-Kinder-brauchen-mehr-als-Bewegung.pdf
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Personaltraining bezeichnet eine Trainingsbetreuungsform, bei der ein einzelner Klient von einem in der zu trainierenden Sportart fachlich qualifizierten Trainer persönlich, direkt und individuell nach den aktuellen sportwissenschaftlichen, sportmedizinischen, sportpädagogischen und sportartspezifischen Grundlagen und Erkenntnissen trainiert wird. Quellenangabe: Pauling, Kai. (2004). Die dritte Revolution: Zukunftsmarkt Personaltraining. In: shape up - Trainer's only, Jg. 2, Nr. 1, S. 2-3, ISSN: 0949-2380 Originallink: https://www.sporting-expert.com/pdf/Pauling-Zukunftsmarkt-Personaltraining.pdf
儿童健身-未来的一个巨大市场 (Zukunftsmarkt Kids-Fitness)
  • Kai Pauling
Pauling, Kai. (2014). 儿童健身-未来的一个巨大市场 (Zukunftsmarkt Kids-Fitness). In: bodyLIFE China, Nr. 1, S. 54-55, Hong Kong (China).