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Corona - Weltgesellschaft im Ausnahmezustand?

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Corona - Weltgesellschaft im Ausnahmezustand?

Abstract

ENGLISH: If “Corona” is the name of a global crisis, then this name cannot designate a state of emergency. Crises are not something extra-ordinary – and nothing can be exempted or excluded from the world. The world society is an inclusive environment, which interlinks all its borders, which no longer separates the outside from the inside, which is complex and insecure, and from which there is no retreat into simplicity and security – an insight that can hardly be underestimated in its sharpness and bitterness. Through “Corona”, this insight becomes vivid and comprehensible: as an indication of the implications of networked, inclusive globality; as a problem that challenges perception and observation in equal measure, because it is the expression of a crisis that has not yet been understood. Conceived as a network of observations from various disciplines and perspectives, this anthology by Markus Heidingsfelder and Maren Lehmann combines both conceptual explanations and situational perceptions that take one’s own lack of knowledge – individual consternation – seriously, instead of discrediting it as a preliminary form of understanding. GERMAN: Wenn »Corona« der Name einer globalen Krise ist, dann kann dieser Name keinen Ausnahmezustand bezeichnen. Krisen sind nichts Außeralltägliches, und von der Welt kann nichts sich ausnehmen oder ausgenommen werden. Für die Gesellschaft, die sich als Weltgesellschaft zu verstehen gelernt hat, ist das eine an Schärfe und Bitternis kaum zu unterschätzende Erkenntnis. Die Weltgesellschaft ist eine inklusive Umgebung, eine Umgebung, die alle ihre Grenzen untereinander vernetzt, die kein Außen mehr abtrennt und kein Innen mehr isoliert, die komplex und unsicher ist und von der es keinen Rückzug in Einfachheit und Si-cherheit gibt: keine Ausnahme. Keine Dürre, keine Flut, kein saurer Regen, keine ›Neurodermitis‹ und kein ›Pseudokrupp‹-Husten haben es bis-her vermocht, diese Erkenntnis anschaulich und begreiflich zu machen. Dem Corona-Virus gelingt das, endlich - und weil auch die temporalen Grenzen der Welt vernetzt sind, nicht endlich, sondern jetzt, in schierer, gedehnter Aktualität. Ein Ausnahmezustand ist es nicht, eine Apokalypse ist es auch nicht (denn dafür müsste die Welt überschreitbar werden), aber eine Plage ist es, eine Warnung, das heißt: ein Hinweis - nicht auf die Folgen des Klimawandels oder einer Lungenerkrankung, sondern auf die Implikationen vernetzter, inklusiver Globalität. »Corona« indiziert eine lange schon gegenwärtige Krise, eine träge Gewohnheit, die jetzt ein plausibles Skript gefunden hat, eine Rollenvorschrift, die sich unter einer operettenhaften Heldenlarve einer Natur als Überlebensparcours umso energischer zu verbergen versucht, wie sie »Alltagsmasken« als städtisch-ängstliche Prothesen ablehnt. Mit dem vorliegenden Sammelband bringen Markus Heidingsfelder und Maren Lehmann die Auseinandersetzung mit dieser Krise auf die Höhe der gesellschaftlichen Praxis. Konzipiert als ein Beobachtungsgeflecht unterschiedlicher Disziplinen und Perspektiven, vereint er gleichermaßen begriffliche Erklärungen wie situative Wahrnehmungen, die das eigene Nichtwissen – die individuelle Betroffenheit – als eine Formvariante des Problemverstehens ernst nehmen, anstatt es als dessen Vorform zu diskreditieren.
Corona
Weltgesellschaft im Ausnahmezustand?
Herausgegeben von
Markus Heidingsfelder und Maren Lehmann
Erscheint im Dezember 2020
ca. 250 S. / EUR 34,90 / ISBN 978-3-95832-237-0
Vorbemerkung
Wenn »Corona« der Name einer globalen Krise ist, dann kann die-
ser Name keinen Ausnahmezustand bezeichnen. Krisen sind nichts Au-
ßeralltägliches, und von der Welt kann nichts sich ausnehmen oder aus-
genommen werden. Für die Gesellschaft, die sich als Weltgesellschaft zu
verstehen gelernt hat, ist das eine an Schärfe und Bitternis kaum zu un-
terschätzende Erkenntnis. Die Weltgesellschaft ist eine inklusive Umge-
bung, eine Umgebung, die alle ihre Grenzen untereinander vernetzt, die
kein Außen mehr abtrennt und kein Innen mehr isoliert, die komplex
und unsicher ist und von der es keinen Rückzug in Einfachheit und Si-
cherheit gibt: keine Ausnahme. Keine Dürre, keine Flut, kein saurer Re-
gen, keine ›Neurodermitis‹ und kein ›Pseudokrupp‹-Husten haben es bis-
her vermocht, diese Erkenntnis anschaulich und begreiich zu machen.
Dem Corona-Virus gelingt das, endlich – und weil auch die temporalen
Grenzen der Welt vernetzt sind, nicht endlich, sondern jetzt, in schierer,
gedehnter Aktualität. Ein Ausnahmezustand ist es nicht, eine Apokalyp-
se ist es auch nicht (denn dafür müsste die Welt überschreitbar werden),
aber eine Plage ist es, eine Warnung, das heißt: ein Hinweis – nicht auf
die Folgen des Klimawandels oder einer Lungenerkrankung, sondern auf
die Implikationen vernetzter, inklusiver Globalität.
»Corona« indiziert eine lange schon gegenwärtige Krise, eine
träge Gewohnheit, die jetzt ein plausibles Skript gefunden hat, eine
Rollenvorschrift, die sich unter einer operettenhaften Heldenlarve einer
Natur als Überlebensparcours umso energischer zu verbergen versucht,
wie sie »Alltagsmasken« als städtisch-ängstliche Prothesen ablehnt. Es ist
1
das Ressentiment des Selbstverständlichen, das seine Unwahrscheinlichkeit
versteht, aber nicht akzeptiert. Die Requisiten dieser Operette sind die
Schlachthöfe der Fleisch-, die Fließbänder der Auto-, die Laborkriege der
Rüstungs-, die Boxringe und Stadien der Sport- und die Strandwüsten
der Tourismusindustrie.1 Wer in diesem Fundus gräbt, fördert die verros-
teten Stahlgewitter des Krieges zutage und träumt sich in Bewährungs-
proben hinein, die – so sehr man ihn anklagt: man preist dann doch den
zwangsweise in Ketten legenden Lockdown, den gewaltsam niederwer-
fenden Shutdown – nur mittels der drei, vier griffbereiten Fernbedienun-
gen auf der Wohnzimmercouch bestanden werden müssen. Die Friseure
schließen! – Gottlob, also werden Samsons Haare wachsen, seine Stunde
wird kommen, dann wird er frei sein, und die Philister werden ihr blau-
es Wunder, ihren Showdown erleben. Dann werden die Masken fallen!
Das Ressentiment des Selbstverständlichen, das sich gegen seine Un-
wahrscheinlichkeit wehrt, ist kein irgendwie überraschendes oder neu-
es Phänomen. Für die Frage danach, wie Gesellschaft möglich ist (also
für Soziologie, Kulturwissenschaft, politische Ökonomie), bildet es ein
nicht nachrangiges Bezugsproblem. Und wo immer dieses Ressentiment
auftaucht, hält es sich an einem ständischen Floß fest und klagt über
eine virale Flut. Zusammen mit den Mikroben werden die Proleten ent-
deckt, zusammen mit ›Big Data‹ die urbanen Massen.2 Das unermess-
lich Kleine und unfassbar Bewegliche wird schon um 1900 als überall
sicher Eindringendes und nirgends sicher Auszuschließendes imaginiert,
und immer treffen Ekel und Ordnungsphantasie zusammen. Michel Ser-
res’ Parasit resümiert eine Geschichte, die auch Gabriel Tardes Gesetze
der Nachahmung oder Fritz Heiders Ding und Medium erzählen:3 das
Erschrecken der rational geordneten, modernen Welt angesichts der un-
begreiichen Vitalität der viralen Quanten, die – material und tempo-
ral instabil – sich mittels üchtiger Gastfreundschaft nahezu beliebiger
Wirte vernetzen, bis sie ausnahmslos überall sind. Es ist die Angst da-
vor, in seiner Welt nicht allein zu sein (die Angst vor allem, dass die af-
rikanischen Migranten aus den Kolonien über’s Meer kommen, und die
Angst, dass die asiatischen Konkurrenten, unbekümmert um Originali-
tätsansprüche, den Markt bestimmen, und in beiden Fällen: die Angst
1 Aaron Schwiegel sei Dank für ein erhellendes Referat (und dem Seminar zur
»Problemgeschichte der Soziologie« für die Diskussion) mitten im »Coro-
na-Semester« zu der Frage, welche Zeitschicht gemeint ist, wenn Trump von
›Make America great again‹ redet.
2 Vgl. nur Michael Gamper, Masse lesen, Masse schreiben. Eine Diskurs- und
Mediengeschichte 17651930, München: Fink, 2007.
3 Michel Serres, Der Parasit, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1987; Gabriel
Tarde, Die Gesetze der Nachahmung, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2009
[1890]; Fritz Heider, »Ding und Medium«, Symposion. Philosophische Zeit-
schrift für Forschung und Aussprache I, H. 2, 1927, 109–157.
2
vor der Begegnung mit dem schier Unbegreiichen – »Ansteckung«, »In-
fektion« –, vor dem plötzlichen Verstehen dessen, was der Ausdruck
»Unsicherheit« bezeichnet), die als »Corona-Krise« um sich greift. Die-
se Krise ist auch eine Orgie der Verachtung des Fremden.
Es ist nicht erstaunlich, dass aus dieser Angst und dieser Verachtung
ein Verwaltungsproblem gemacht worden ist, sind doch Organisationen
auf Unsicherheitsabsorptionen spezialisiert – was nicht heißt, dass Or-
ganisationen Unsicherheit beseitigen, sondern: dass sie Unsicherheit ver-
dauen, sich von ihr ernähren, mit ihr arbeiten und rechnen, weil ohne
Unsicherheit keine Entscheidungschancen entstehen und weil Entschei-
dungen distinkte Rollenzuschreibungen erlauben. Die »Corona-Krise«
(die in Europa in der »Flüchtlingskrise« einen verschärfenden zeitna-
hen Vorläufer hat) wird durch Organisationen sowohl ausgerufen als
auch bewältigt, und was »Ausnahmezustand« genannt wird, ist nichts
als eine organisationale Akquise von Entscheidungschancen, aus denen
sich ein »face-work«-Repertoire4 gewinnen lässt – das aber auch dazu
führt, dass das Maskentragen als organisationaler Habitus verstanden
wird, den man zum Feierabend ablegt und abzulegen verlangt. Die »Co-
rona-Krise« löst diesen Feierabend auf, sie dehnt – unter dem Namen
und dem Symbol der Maske vermutlich tatsächlich treffend beschrieben
– den organisationalen Alltag aus, und weil das als Übergriff empfunden
werden muss, lässt sich mit der Ausrufung des Ausnahmezustands auch
sogleich auf die Widerstände der Verweigerer wetten, die zuverlässig in
den Gleisen konventioneller Bürokratiekritik wandeln werden. Eine sol-
che Chance ist auch das Virus, das nicht verstanden werden muss, um
als Unsicherheitsquantum bewirtschaftet werden zu können. Dass die
Sehnsucht – zum Beispiel – nach einer Kanzlerkandidatur hier eine Ma-
cher-Maske erndet, zeigt, wie leicht es sein könnte, Krisen organisatio-
nal dadurch zu bewältigen, dass man sie in Karrieren übersetzt. Zugleich
ist diese Maske jedoch die Larve dessen, der Bürokraten als schüchter-
ne Deserteure blamiert, den zurechenbaren Entschluss jedem strukturell
verwobenen Verfahren vorzieht und auf den kurzen Dienstweg wie in
eine Schlacht geht. Je höher die Schlagzahl dieser Entschlüsse, desto fes-
ter zieht sich die Allianz der Macher-Maske und der maskenverweigern-
den Freizeit-Bürokratiekritik – und diese Allianz ist das Milieu des auf
das Herunterreißen von Masken spezialisierten Mobs.5
Dass die Organisationen sogleich bereit und strukturell auch mehr
oder weniger umstandslos darauf vorbereitet waren, ihr Face-Work in
4 Vgl. Erving Goffman, »On Face-Work«, in: ders., Interaction Ritual. Essays
on Face-to-Face Behaviour, London: Penguin Books, 1967, 5–45.
5 Unnötig vielleicht, zu verweisen auf Carl Schmitts Begriff der »Maskenexis-
tenz«, in ders., Der Leviathan in der Staatslehre des Thomas Hobbes. Sinn
und Fehlschlag eines politischen Symbols, Stuttgart: Klett Cotta, 3. Au.
3
die »Home-Ofces« zu verlegen und ihre Sozialkontrolle dort privatis-
tisch eskalieren zu lassen, zeigt, wie sinnvoll es sein dürfte, sich mit Mas-
ken (faces, personae) zu arrangieren. Diejenigen, denen das gelingt, ret-
ten vielleicht die leibliche Gesundheit, ganz sicher aber die unverfügbare
Individualität vor diesen Kontrollansprüchen. Sie nehmen es mit einem
Dispositiv der Sozialkontrolle auf, das in der von formalen Organisati-
onen bestimmten Welt als genialischer Geisterspielplatz geringgeschätzt
worden war: den digitalen Medien, den informationsverarbeitenden und
deshalb ebenfalls unsicherheitsabsorbierenden Algorithmen. Viren und
Informationen sind, als strukturbildende Unsicherheitsquanten, äquiva-
lent. Der Ausnahmezustand könnte unter dem Namen der »Corona-Kri-
se« also die Chance bieten, Algorithmen zur Unsicherheitsabsorption
heranzuziehen. Man könnte es bei aller Gefahr für Leib und Leben mit
einem ersten globalen, nicht nur privatwirtschaftlichen oder unterhal-
tungsmedialen Test für die Praktikabilität digitaler Technik zu tun haben
(ein Test, der angesichts der einsetzenden pragmatischen Fehlersuche, die
sich von der rauschhaften Emotionalität des Anfangs bereits gelöst hat,
den Krisenmodus bereits verlassen hat), einer unverhofft und vermutlich
nur ihrer Plötzlichkeit wegen katastrophisch erfahrenen Gelegenheit: ei-
nem ›preadaptive advance‹ der ›next society‹.
Wir haben das vorliegende Buch als Beobachtungsgeecht konzipiert,
das weder situativen Wahrnehmungen noch begrifichen Erklärungen
Vorrang gibt, ihnen allen aber den Platz einräumt, den diese sich oh-
nehin zu nehmen verstehen. Auf eine Auistung aller Namen und auf
Kurzreferate ihrer Beiträge verzichten wir daher, weil das zu viel Ord-
nung stiften und damit das suchende Lesen, das das Geecht aus unse-
rer Sicht ermöglicht, vielleicht orientieren, aber auch gängeln und er-
sticken würde. Alle Texte dieses Bandes tragen also Masken, und wir
nehmen sie ihnen nicht einleitend herunter. Inmitten der Bedrängnisse
der Pandemie geschriebene Überlegungen haben ebenso Eingang gefun-
den wie aus der Distanz entstandene Reexionen. Die Vorzüge gebilde-
ten – nicht exklusiv wissenschaftlichen – Nachdenkens und Schreibens
(das heißt: des Beobachtens »auf den zweiten Blick«)6 sollten gewürdigt
und nicht dem Ressentiment geopfert werden, das solche Vorzüge nur
im westlichen Mitteleuropa für möglich hält und sich zugleich im Plau-
derton des Authentischen selbst belobigt. Die »Vorsicht vor zu raschem
2003 [1938], 97. Unnötig vielleicht auch, darauf zu verweisen, wie sehr
leicht übertragbar nicht nur Viren, sondern auch fremdenfeindliche Attit-
üden sind, die sich gegenwärtig auf die Menschen Asiens richten, die das
Maskentragen gewohnt seien.
6 Niklas Luhmann, »Unverständliche Wissenschaft«, in: ders., Soziologische
Aufklärung 3: Soziales System, Gesellschaft, Organisation. Wiesbaden: VS
Verlag, 5. Au. 2009, 194.
4
Verstehen«7 sollte uns bewegen, ohne uns zu lähmen – und auch, ohne
die Unverständlichkeit dessen, was sich vollzieht, in Betroffenheit zu
übersetzen und damit alle Komplexität auszuwaschen.
Es fällt auf, dass die Autor/innen fast ausnahmslos sehr tastend vor-
gegangen sind, ihre gut sitzenden Lektüreerfahrungen in der Umgebung
des Rätselhaften gelüftet haben, nach geläugen wissenschaftlichen Ge-
wohnheiten zum Beispiel quellenkritisch lax vorgegangen sind (ein Buch
mit so vielen Zeitungs- und Blogzitaten wird sich selten nden lassen, so-
dass dies nicht zuletzt eine Würdigung des Lesens als Weltzugang gewor-
den ist) und vor allem eine Empirie der Wahrnehmung pegen, die sich
zumindest in sozialwissenschaftlichen Zusammenhängen kaum noch n-
den lässt. Das Krisenmanagement lernt gerade, was in Erziehung, Kran-
kenpege und Kunst zum Grundwissen gehört und was der Gegenstand
der neueren Netzwerktheorie ist: dass es neben der Prägnanz der Zah-
len und der Distinktion der Begriffe eine Evidenz der Wahrnehmung und
des üchtigen Eindrucks gibt, die nicht sinnvoll zu hierarchisieren sind.
Es ist ein contingency trade-off, der sich hier vollzieht8 – kein Ausnah-
mezustand, sondern eine sich vernetzende Welt.
Markus Heidingsfelder und Maren Lehmann, im November 20209
Beiträge aus dem Sammelband:
Annäherungen
Letters Against Separation
Liu Ding, Liu Qingshuo & Carol Yinghua Lu
Die große Überforderung
Durs Grünbein
Die luftleitenden Anteile der Lunge
Durs Grünbein
7 Niklas Luhmann, »Vorsicht vor zu raschem Verstehen. Niklas Luhmann im
Fernsehgespräch mit Alexander Kluge«, in:Wolfgang Hagen(Hg.), Warum
haben Sie keinen Fernseher, Herr Luhmann? Letzte Gespräche mit Niklas
Luhmann, Berlin: Kadmos, 2004, 49–77.
8 Mit dem Grundbegriff von Harrison C. White, Identity and Control. A Struc-
tural Theory of Action. Princeton, N.J.: Princeton University Press, 1992.
9 Mit Dank an Anna Staab und Elexis Ellis für alle Hilfe bei Korrektur und
Redaktion.
5
Seuchen am See
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»Artists in Quarantine«: Die Kunstwelt und das Problem
entleerter Heroik
Jörg Heiser
Immer Ärger mit Corona - Skizze zu einer
grassierenden Theatromanie
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6
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Hans-Ulrich Gumbrecht
Orientierung in der Corona-Krise.
Vom Wissens-Modus in den Orientierungs-Modus
Werner Stegmaier
7
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  • Vorsicht
  • Zu Raschem Verstehen
Niklas Luhmann, »Vorsicht vor zu raschem Verstehen. Niklas Luhmann im Fernsehgespräch mit Alexander Kluge«, in: Wolfgang Hagen (Hg.), Warum haben Sie keinen Fernseher, Herr Luhmann? Letzte Gespräche mit Niklas Luhmann, Berlin: Kadmos, 2004, 49-77.