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MULTIVARIATE LANDSCAPE AFFORDANCES IN SPATIO-ENVIRONMENTAL PERSPECTIVES

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Landscape and nature are considered a methodological dichotomy. However, this approach includes an anthropocentric conception of the world, which has developed from the emic perspective of the acting human being within his cultural landscapes. In this approach, nature is attributed a meaning – what inevitably contradicts itself. But how can such semantic categories be identified and how are landscapes assembled from different spatial and temporal components? In this work, the concept of landscape affordances developed by James J. Gibson in the late 1970’s is combined with the interdisciplinary approach of geoarchaeology to analyse and interpret human activity patterns in different chronological periods. Comprehensive environmental landscape analyses from two study areas of the Ostalb (Lauchheim) and the Upper Rhine region are presented, which are linked to archaeological distribution patterns, chronological phases, and sociocultural developments. The temporal focus lies on the Roman Empire and the Early Middle Ages and covers the first 700 years AD. The aim of this work is to link GIS-supported spatial analyses of past landscape dynamics with current issues of population development in pre-modern societies, their landscape perception, and transformation.
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Sven Jäger: Germanische Siedlungsspuren des 3. bis 5. Jahrhunderts n. Chr. zwischen Rhein, Neckar und Enz. (Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg, Band 14). Dr. Ludwig Reichert Verlag Wiesbaden 2019. 926 Seiten mit 270 farbigen und 60 s/w Abbildungen, 82 Tafeln und 44 Plananhängen, 3 Beilagen. Gebunden € 120,–. ISBN 978-3-95490-444-0
Chapter
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This paper is based on a talk given at the EAA in Barcelona back in 2018.
Chapter
‚Heimat‘ hat in den letzten Jahren in der medialen, politischen und gesellschaftlichen Aushandlung erneut an Bedeutung gewonnen. Gerade auch im Kontext des Stromnetz- und des Windkraftausbaus rekurrieren Bürger*innen und Bürgerinitiativen hierauf. In enger Koppelung aus Bezugnahmen auf die ‚Verschandelung‘ der ‚Landschaft‘ und die ‚Zerstörung‘ der ‚Heimat‘ erlangen Forderungen nach einer Bewahrung zentrale Wirkmächtigkeit. Die ‚heimatliche Normallandschaft‘ wird im aktuellen Zustand als ‚sakrosankt‘ konstituiert und in Verbindung mit weiteren Argumentationsbezugnahmen zu einem Anker des lokalen Engagements. Im Artikel wird auf Bürgerinitiativen im Kontext der Energiewende fokussiert und anhand mehrerer Fallstudien das Narrativ ‚Heimat‘ ausführlicher beleuchtet. Hierbei wird auf die sozialkonstruktivistische Landschaftstheorie zurückgegriffen, mit der Muster der Deutung und Bewertung von ‚Landschaft‘ sowie deren Verknüpfung mit anderen Begriffen – hier gerade ‚Heimat‘ – nachvollzogen werden kann.
Thesis
Die früh- und hochmittelalterlichen Siedlungsbefunde und -funde aus dem Gewann „Mittelhofen“ bei Lauchheim im Ostalbkreis konnten zwischen 1997 und 2005 durch die Denkmalpflege in Baden-Württemberg archäologisch ausgegraben werden. Aufgrund großflächiger Dokumentationen konnte nahezu der komplette Siedlungsplatz erfasst werden. Dessen Auswertung erfolgte zwischen 2008 und 2014 als Dissertation durch die Verfasserin. Neben der Siedlungsentwicklung werden in dieser Arbeit die dafür relevanten Befunde und Funde sowie Phasenpläne vorgelegt. Durch eine quellenkritische Fundanalyse konnte eine platzinterne Keramikchronologie erstellt werden. Die Nähe zu einem nur wenige hundert Meter entfernten, ebenfalls nahezu komplett archäologisch dokumentierten merowingerzeitlichen Gräberfeld macht diesen Fundplatz besonders wertvoll für die Forschung. Die Siedlungsauswertung zeigt drei grundlegende Veränderungen innerhalb der strukturellen Ausprägung, die als Siedlungsstrukturphasen bezeichnet werden. Die erste merowingerzeitliche Phase bezieht siedlungsinterne Bestattungen an einzelnen Hofplätzen ein, anhand derer sich eine lockere Bebauung in Form von einzelnen Gehöften entlang des Flusses Jagst aufzeigen lässt. In einer zweiten Phase kommt es zum einen zur Aufgabe von Hofplätzen im Osten der besiedelten Fläche und zum anderen zu einer Verdichtung der Bebauung im übrigen Siedlungsareal. Zeitlich erstreckt sich diese Phase über die Karolingerzeit. Im Hochmittelalter erfolgen massive strukturelle Veränderungen, in deren Folge lediglich zwei große Hofareale bestehen blieben bis an den Übergang zum Spätmittelalter. Durch die archäologische Auswertung kann die vorstädtische Siedlungsentwicklung innerhalb der Siedlungskammer Lauchheims beurteilt werden, was aufgrund fehlender Schriftquellen auf anderen Wegen nicht möglich wäre.