PreprintPDF Available

Neurofeedback bei AD(H)S -mit ILF Neurofeedback die Aufmerksamkeit verbessern

Authors:
Preprints and early-stage research may not have been peer reviewed yet.

Abstract and Figures

Etwa fünf Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter leiden unter AD(H)S. Betroffene und deren Eltern sind auf der Suche nach effektiven Behandlungsmethoden, insbesondere solchen, die ohne den Einsatz von Psychopharmaka anhaltende Behandlungserfolge bringen. Da neurologische und psychiatrische Erkrankungen mit spezifischen Veränderungen in der Gehirnaktivität einhergehen, kann Neurofeedback - eine nichtinvasive EEG-basierte und computergestützte Therapiemethode - eine sinnvolle Behandlungsoption sein. Um die Wirksamkeit von Neurofeedback zu untersuchen, wurde eine multizentrische Beobachtungsstudie mit 251 Kinder und Jugendliche mit AD(H)S-Diagnose durchgeführt. Diese absolvierten vor und nach einer ambulanten Neurofeedbacktherapie eine Aufmerksamkeitstestung. Es zeigte sich über alle TeilnehmerInnen eine signifikante Verbesserung der Aufmerksamkeit und Impulskontrolle sowie eine subjektiv empfundene Verbesserung AD(H)S-typischer Symptome nach der Neurofeedback-Therapie. Die Ergebnisse sind vielversprechend und unterstützen existierende Fallstudien und Berichte aus therapeutischer Beobachtung.
Content may be subject to copyright.
Neurofeedback bei AD(H)S mit ILF Neurofeedback die
Aufmerksamkeit verbessern
Autor: Jennifer Mackert, Neurofeedback Netzwerk (www.neurofeedback-netzwerk.org). Dieser Artikel ist im Mai 2020 in der
Vereinszeitschrift “neue AKZENTE” Heft Nr. 115 des ADHS Deutschland e.V. erschienen. Zitation: Mackert, J. (2020).
Neurofeedback bei AD(H)S mit ILF-Neurofeedback die Aufmerksamkeit verbessern. neue AKZENTE 115(1), 8-12.
Etwa fünf Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter leiden unter AD(H)S. Betroffene und deren Eltern
sind auf der Suche nach effektiven Behandlungsmethoden, insbesondere solchen, die ohne den Einsatz von
Psychopharmaka anhaltende Behandlungserfolge bringen. Da neurologische und psychiatrische
Erkrankungen mit spezifischen Veränderungen in der Gehirnaktivität einhergehen, kann Neurofeedback -
eine nichtinvasive EEG-basierte und computergestützte Therapiemethode - eine sinnvolle
Behandlungsoption sein. Um die Wirksamkeit von Neurofeedback zu untersuchen, wurde eine
multizentrische Beobachtungsstudie mit 251 Kinder und Jugendliche mit AD(H)S-Diagnose durchgeführt.
Diese absolvierten vor und nach einer ambulanten Neurofeedbacktherapie eine Aufmerksamkeitstestung.
Es zeigte sich über alle TeilnehmerInnen eine signifikante Verbesserung der Aufmerksamkeit und
Impulskontrolle sowie eine subjektiv empfundene Verbesserung AD(H)S-typischer Symptome nach der
Neurofeedback-Therapie. Die Ergebnisse sind vielversprechend und unterstützen existierende Fallstudien
und Berichte aus therapeutischer Beobachtung.
Was ist Neurofeedback?
Viele psychiatrische und neurologische Erkrankungen gehen mit Veränderungen in den Aktivitätsmustern
des Gehirns einher (Hammond, 2019). Mit Neurofeedback können dem Patienten bestimmte Komponenten
der eigenen Gehirnaktivität in Echtzeit visualisiert werden. Hierfür werden Elektroden an der
Kopfoberfläche angebracht und mittels Elektroenzephalogramm (EEG) die kortikale Aktivität gemessen.
Eine Software wandelt bestimmte Anteile der Aktivitätsmuster in Animationen auf einem Bildschirm um.
Beispielsweise sehen PatientInnen einen Jetski fahren, dessen Position und Geschwindigkeit von den
augenblicklichen EEG-Signalen abhängen. Somit werden bestimmte Komponenten der Gehirnaktivität
umgewandelt in sichtbare Vorgänge innerhalb einer Animation, das heißt die Geschwindigkeit oder Position
des Jetskis ändert sich.
1
Diese visuellen Reize stellen ein Feedback-Signal dar, welches von den optischen Hirnzentren dekodiert
werden kann. Ausgehend von der Visualisierung der Gehirnaktivität, können - je nach Therapieziel -
verschiedene Trainingsmodule ansetzen.
Abbildung 1: Funktionsweise Neurofeedback
Die Aktivität des Gehirns wird als EEG abgeleitet; ein Computer extrahiert aus diesem spezifische Frequenzen und
wandelt diese in Echtzeit in optische, akustische und taktile Signale um, die in multimediale Animationen eingebettet
und so dem Gehirn des Patienten über dessen entsprechende Sinnesorgane zurückgemeldet werden.
In dieser Studie wurde das Infra-Low-Frequency (ILF) Neurofeedback angewendet, welches das Gehirn
insbesondere mit Anteilen seiner Aktivitäten konfrontiert, die im besonders niedrigen Frequenzbereich
liegen. Durch die Platzierung der Elektroden auf der Kopfhaut oberhalb bestimmter assoziativer Hirnareale
können dem Gehirn bis zu 15 verschiedene Parameter der Aktivität rückgemeldet werden, um die
Änderungen seiner inneren Zustände zu spiegeln und die Veränderungsarbeit auf unbewusster Ebene
anzustoßen (Wiedemann, 2015).
Heute wird Neurofeedback bei verschiedenen Erkrankungen erfolgreich als Behandlungsmethode
eingesetzt. Besonders prominent ist der Einsatz von Neurofeedback bei AD(H)S, weitere Einsatzgebiete
sind u.a. Epilepsie, Autismus, Abhängigkeitserkrankungen, Angststörungen, Lernschwierigkeiten,
Depressionen, Schmerzstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen sowie Rehabilitation
beispielsweise nach einem Schlaganfall (Perl & Perl, 2019).
2
AD(H)S und Neurofeedback
Die Hyperkinetische Störung (ADS/ADHS) ist eine typischerweise im Kindesalter auftretende Störung der
Aufmerksamkeit und der Impulskontrolle. Leitsymptome sind Unaufmerksamkeit, Überaktivität und
Impulsivität (DGKJP, 2007). Etwa fünf Prozent der Kinder weltweit und vier Prozent der Kinder in
Deutschland sind betroffen (Banaschewski et al., 2017).
Bereits seit den 80er-Jahren zeigen klinische Studien mit AD(H)S-Patienten, dass sich durch Neurofeedback
verschiedene Parameter der Aufmerksamkeit und Impulskontrolle sowie schulische Leistungen signifikant
verbessern (Lubar & Lubar, 1985; Kaiser & Othmer, 2000; Sasu & Othmer, 2015). Folgestudien bestätigen
zudem eine anhaltende Verbesserung der Aufmerksamkeit und auch der schulischen Leistungen sechs und
24 Monate nach Beendigung der Neurofeedback-Therapie (Gani, Birbaumer & Strehl, 2008; Van Doren et
al., 2018). Dass eine Behandlung mit Neurofeedback dauerhafte und vergleichbare Effekte wie die
Behandlung mit Stimulanzien wie Methylphenidat (Ritalin) bringt, konnte in neueren Arbeiten
nachgewiesen werden (Fuchs et al., 2003.; Monastra et al., 2002; Rossiter, 2004).
Beobachtungsstudie
Konzeption: Ziel dieser multizentrischen Beobachtungsstudie war es zu untersuchen, ob ILF-
Neurofeedback eine therapeutisch relevante Behandlungsoption für Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene mit AD(H)S darstellt. Im Zeitraum von Januar 2015 bis September 2017 wurden 251 Kinder,
Jugendliche und junge Erwachsene (7-21 Jahre) mit einer AD(H)S-Diagnose begleitet, die in einem
Zeitraum von 15 Wochen etwa 30 Sitzungen Neurofeedback erhielten, was der empfohlenen Frequenz von
zwei Sitzungen pro Woche entspricht. Die PatientInnen nahmen jeweils vor und nach der Neurofeedback-
Therapie an einem spezifischen Test zur Erfassung verschiedener Parameter der Aufmerksamkeit und
Impulskontrolle teil und bewerteten zudem auch die Schwere ihrer Symptome.
StudienteilnehmerInnen und Behandlungsorte: In vier psychiatrischen Praxen in München und am
Chiemsee wurden 251 PatientInnen im Alter von 7-21 Jahren und diagnostizierter hyperkinetischer Störung
in die Studie aufgenommen und durch 25 ausgebildete Neurofeedback-TherapeutInnen behandelt.
Methoden & Technik: Für das ILF-Neurofeedback wurden EEG-NeuroAmp®-Systeme der Firma BEE
Medic genutzt. Das angewendete Behandlungsprotokoll entsprach der evidenzbasierten Methode nach
Othmer, bei der die Elektrodenplatzierung und Trainingsfrequenzen (<0.1 Hz) individualisiert festgelegt
werden (Othmer, 2017). Die Testung der Aufmerksamkeit und Impulskontrolle wurde mit dem Continuous-
Performance-Test (QIKtest) durchgeführt; einem 21-minütigen genormtem Testverfahren, das insbesondere
der Erfassung der selektiven Aufmerksamkeit (Reaktionszeit (RT)), der Daueraufmerksamkeit (Variabilität
der Reaktionszeit (VAR))) sowie des impulsiven Verhaltens (Auslassungsfehler (OM) und
Commissionsfehler (CM)) bei Kindern dient.
3
Ergebnisse
In die Auswertung wurden die Vorher- und Nachher-Testdaten von n=196 TeilnehmerInnen verglichen. Im
Durchschnitt hatten die PatientInnen ein Alter von 12,06 Jahren. 21% der Teilnehmenden waren weiblich
und 79% männlich. Tabelle 1 zeigt die gemessenen prä-post Werte in den vier Variablen der
Aufmerksamkeitstestung sowie (signifikante) Unterschiede.
n = 196
Prä
(vor Neurofeedback Therapie)
Post
(nach Neurofeedback Therapie)
absolute
Differenz
Signifikanz
Reaktionszeit (RT)
457 ± 88 ms
436 ± 85 ms
-21 ms
<.0001*
Variabilität der
Reaktionszeit
(VAR)
122 ± 31 ms
104 ± 30 ms
-18 ms
<.0001*
Ommissionsfehler
(OM)
9.6 ± 15.1
5.0 ± 9.3
-4.6
<.0001**
Commissionsfehler
(CM)
19.1 ± 17.2
9.0 ± 9.0
-10.1
<.0001**
* = Students t-Test; **= Wilcoxon signed rank test
Tabelle 1: Vergleich der prä-/post-Daten der Aufmerksamkeitstestung (QIK-Test)
Die Auswertungen des Aufmerksamkeitstests zeigt eine signifikante Verbesserung aller vier Parameter nach
der Neurofeedback Therapie. Dies lässt darauf schließen, dass jene zu einer verbesserten Selbstregulation
des Gehirns beiträgt. Im Schnitt reagierten die PatientInnen 21 ms schneller auf einen Go-Task und zwar
bei einer um 18 ms geringeren Variabilität der Reaktionszeit. Auch die Anzahl der Fehler ging signifikant
zurück. Eine besonders große absolute Veränderung zeigt sich bei den Commissionsfehlern: so machten die
Teilnehmenden nach der Neurofeedback Therapie im Mittel 10 Fehler weniger. Sie zeigten also signifikant
seltener ein impulsives Antwortverhalten.
Eine Verbesserung zeigt sich auch im Symptom Tracking. 97% der PatientInnen berichten subjektiv von
einer Verbesserung von Symptomen nach der Neurofeedback Behandlung. Nur 3% der PatientInnen gaben
an, im Vorher-Nachher-Vergleich keine Verbesserung in den Symptomen wahrgenommen zu haben. Eine
detaillierte Auswertung der Bewertung von ADHS-spezifischen Symptome vor und nach der
Neurofeedback Behandlung zeigt Abbildung 2.
4
Abbildung 2: Prä/Post- Bewertung von ADHS-Symptomen im Symptom Tracking (n=43)
Die Symptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität wurden von n=43 PatientInnen vor und
nach der Neurofeedback Therapie hinsichtlich ihrer Schwere auf einer Skala von 0 - 10 bewertet. Es wird
deutlich, dass die Symptome nach der Neurofeedback Therapie als weniger stark bewertet werden.
Besonders starke Veränderungen in der Bewertung zeigen sich bei den Symptomen Hyperaktivität und
Unaufmerksamkeit. Diese werden von den PatientInnen nach der Neurofeedback Therapie deutlich weniger
schwer bewertet.
Diskussion
Die Ergebnisse legen nahe, dass sich nach etwa 30 Neurofeedback Sitzungen Aufmerksamkeit,
Daueraufmerksamkeit und Impulskontrolle der PatientInnen signifikant verbessert hatten. Ebenso konnte
die wahrgenommene Stärke der Symptome stark reduziert werden. Der therapeutische Nutzen des ILF-
Neurofeedback kann basierend auf diesen Ergebnissen als sehr gut bewertet werden. Dies spricht dafür, dass
eine ILF-Neurofeedback Therapie bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit AD(H)S ein
sinnvoller Therapiebaustein sein kann. Die Rückmeldungen von Seiten der PatientInnen sowie deren Eltern
waren durchweg positiv. Auch die behandelnden TherapeutInnen bewerten die Behandlungsmethode sowie
die Veränderungen ihrer PatientInnen als sehr positiv.
Diese vielversprechenden Ergebnisse motivieren zu weiterer Forschung zu ILF-Neurofeedback in der
Behandlung von AD(H)S. Insbesondere solche, die über die Limitation dieser Beobachtungsstudie
hinausgehen und beispielsweise interventionellen Charakter haben, eine Kontrollgruppe und weitere
validierte Erhebungsinstrumente zu Parametern von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle et. - auch als
Validitätskriterien- umfassen. Studien, die Neurofeedback vergleichend zu anderen Therapieverfahren
und/oder die Langzeitwirkung der Effekte einer Neurofeedback Therapie untersuchen, wären ebenfalls
interessant.
5
Zusammenfassung
Obwohl die Ergebnisse aus der vorliegenden Beobachtungsstudie nur begrenzt generalisierbar sind, so
zeigen sie anhand einer recht großen Stichprobe, dass eine subjektive und behaviorale Verbesserung von
Symptomen durch die ILF-Neurofeedback Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit AD(H)S möglich
ist. ILF-Neurofeedback kann dabei als nichtmedikamentöse, nicht-invasive und schmerzfreie
Behandlungsoption die Therapiemöglichkeiten bei AD(H)S, bereichern.
Referenzen
Originalstudie: Schneider, H., Alfred, A., Blunck, A. & Wandernoth, B. (2019). Therapeutic effects of Infra-Low-Frequency (ILF-
) Training on Children and Adolescents with Attention Deficit (Hyperactivity) Disorder. Clinical Neurophysiology,
130(8), 125-126.
Banaschewski, T., Becker, K., Döpfner, M., Holtmann, M., Rösler, M. & Romanos, M. (2017). Aufmerksamkeitsdefizit-
/Hyperaktivitätsstörung. Deutsches Ärzteblatt, 114 (9), 149-59.
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie u.a. (Hrsg.). Leitlinien zur Diagnostik und Therapie
von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. Deutscher Ärzte Verlag, 3. überarbeitete
Auflage 2007, S. 239 254.
Fuchs, T., Birbaumer, N., Lutzenberger, W., Gruzelier, J. H. & Kaiser, J. (2003). Neurofeedback Treatment for Attention-
Deficit/Hyperactivity Disorder in Children: A Comparison with Methylphenidate. Applied Psychophysiology and
Biofeedback, 28 (1), 1-12.
Gani, C., Birbaumer, N. & Strehl, U. (2008). Long term effects after feedback of slow cortical potentials and of theta-beta-
amplitudes in chindren with attention-deficit/hyperactivy disorder (ADHD). International Journal of
Bioelectromagnetism, 10 (4), 209-232.
Hammond, D. C. (2019). Integrating Clinical Hypnosis and Neurofeedback. American Journal of Clinical Hypnosis, 61(4), 302-
321.
Kaiser, D.A. & Othmer, S. (2000). Effect of Neurofeedback on Variables of Attention in a Large Multi-Center Trial. Journal of
Neurotherapy, 4 (1), 5-15.
Lubar, J.O. & Lubar, J.F. (1984). Electroencephalographic Biofeedback of SMR and Beta for Treatment of Attention Deficit
Disorders in a Clinical Setting. Biofeedback and Self-Regulation, 9 (1), 1-23.
Monastra, V. J., Monastra, D. M. & George, S. (2002). The Effects of Stimulant Therapy, EEG Biofeedback and Parenting Style
on the Primary Symptoms of Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder. Applied Psychophysiology and Biofeedback, 27
(4), 231-249.
Othmer, S. (2017) Protocol guide ILF HD-module 6th Edition. Woodland Hills CA: EEG Institute.
Perl, M. & Perl, D. (2019). EEG amplitude neurofeedback: a review of the research. Asia Pacific Journal of Neurotherapy, 1(1),
044-055.
Rossiter, T. (2004). The Effectiveness of Neurofeedback and Stimulant Drugs in Treating AD/HD. Applied Psychophysiology
and Biofeedback, 29 (4), 233-243. DOI: 10.1007/s10484-004-0383-4
Sasu, R. & Othmer, S. (2015). Neurofeedback in Application to the ADHD spectrum. In Hanno W. Kirk (Hsg.) Restoring the
Brain: Neurofeedback as an Integrative Approach to Health. (S.231-260). Boca Raton, Florida: CRC Press.
Van Doren, J., Arns, M., Heinriich, H., Vollebregt, M. A., Strehl, U. & Loo, S. K. (2018). Sustained Effects of Neurofeedback in
ADHD: a Systematic Review and Meta-Analysis. European Child & Adolescent Psychiatry, doi: 10.1007/s00787-018-
1121-4.
Wiedemann, M. (2015). Infra Low Frequency (ILF-) Neurofeedback. In K.-M. Haus, C. Held, A. Kowalski, A. Krobholz, M.
Nowak, E. Schneider, G. Strauß & M. Wiedemann, Praxisbuch für Biofeedback und Neurofeedback (2. Auflage), 91-
115. Berlin, Heidelberg: Springer.
6
ResearchGate has not been able to resolve any citations for this publication.
Article
Full-text available
Hypnosis and neurofeedback each provide unique therapeutic strengths and opportunities. This paper provides an overview of some of the research on neurofeedback and hypnosis. The author’s perspective and recommendations are provided on the relative clinical utility of using either neurofeedback or hypnosis as the initial treatment of choice with various clinical conditions.
Article
Full-text available
Neurofeedback (NF) has gained increasing interest in the treatment of attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD). Given learning principles underlie NF, lasting clinical treatment effects may be expected. This systematic review and meta-analysis addresses the sustainability of neurofeedback and control treatment effects by considering randomized controlled studies that conducted follow-up (FU; 2-12 months) assessments among children with ADHD. PubMed and Scopus databases were searched through November 2017. Within-group and between-group standardized mean differences (SMD) of parent behavior ratings were calculated and analyzed. Ten studies met inclusion criteria (NF: ten studies, N = 256; control: nine studies, N = 250). Within-group NF effects on inattention were of medium effect size (ES) (SMD = 0.64) at post-treatment and increased to a large ES (SMD = 0.80) at FU. Regarding hyperactivity/impulsivity, NF ES were medium at post-treatment (SMD = 0.50) and FU (SMD = 0.61). Non-active control conditions yielded a small significant ES on inattention at post-treatment (SMD = 0.28) but no significant ES at FU. Active treatments (mainly methylphenidate), had large ES for inattention (post: SMD = 1.08; FU: SMD = 1.06) and medium ES for hyperactivity/impulsivity (post: SMD = 0.74; FU: SMD = 0.67). Between-group analyses also revealed an advantage of NF over non-active controls [inattention (post: SMD = 0.38; FU: SMD = 0.57); hyperactivity-impulsivity (post: SMD = 0.25; FU: SMD = 0.39)], and favored active controls for inattention only at pre-post (SMD = - 0.44). Compared to non-active control treatments, NF appears to have more durable treatment effects, for at least 6 months following treatment. More studies are needed for a properly powered comparison of follow-up effects between NF and active treatments and to further control for non-specific effects.
Article
Full-text available
Background: Neurofeedback studies have been criticized for including small numbers of subjects. The effect of SMR-beta neuro-feedback training on the Test of Variables of Attention was evaluated in more than 1,000 subjects from thirty-two clinics.Methods: 1089 subjects (726 children, 324 females, 186 with ADHD or ADD diagnoses) underwent twenty or more sessions of SMR-beta neurofeedback training for attentional and behavioral complaints at thirty-two clinical settings affiliated with EEG Spectrum, Inc. Subjects were evaluated prior to training and at training completion. One hundred and fifty-seven subjects who elected extensive training (forty sessions or more) were tested after both twenty and forty training sessions.Results: Neurofeedback training produced significant improvement in attentiveness, impulse control, and response variability. Significant clinical improvement in one or more measures was seen in eighty-five percent of those subjects with moderate pre-training deficits.Conclusions: Neurofeedback training is effective in remediating atten-tional dysfunction. Nevertheless, large-scale studies with greater control (e.g., wait-list designs) are sorely needed.
Article
Full-text available
Though it had already been shown in the 1970s that neurofeedback improves attention, academic performance and social behavior in children with ADHD, it has not been considered as a standard therapy so far. This is mainly due to the small number of controlled studies fulfilling methodological standards -especially long term data was not available so far. We are the first to present long term data of children undergoing neurofeedback training. 47 patients in the age of 8 – 12 years were randomly assigned to two different training groups. One group was trained to self regulate slow cortical potentials (SCP), the other group tried to influence Theta-and Beta-amplitudes. Follow-up evaluation was carried out 6 months and more than 2 years after the last training session. Eleven children of the SCP group and 12 children of the Theta/Beta group took part in three booster sessions. Parents rated behavioral symptoms as well as frequency and impact of problems. Attention was measured with the Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP).All improvements in behavior and attention that had been observed at previous assessments turned out to be stable. Yet another significant reduction of number of problems and significant improvement in attention was observed. EEG-self regulation skills were preserved. In each group, half of the children no longer met ADHD -criteria. Neurofeedback appears to be an alternative or complement to traditional treatments. The stability of changes might be explained by normalizing of brain functions that are responsible for inhibitory control, impulsivity and hyperactivity.
Article
Full-text available
One hundred children, ages 6-19, who were diagnosed with attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD), either inattentive or combined types, participated in a study examining the effects of Ritalin, EEG biofeedback, and parenting style on the primary symptoms of ADHD. All of the patients participated in a 1-year, multimodal, outpatient program that included Ritalin, parent counseling, and academic support at school (either a 504 Plan or an IEP). Fifty-one of the participants also received EEG biofeedback therapy. Posttreatment assessments were conducted both with and without stimulant therapy. Significant improvement was noted on the Test of Variables of Attention (TOVA; L. M. Greenberg, 1996) and the Attention Deficit Disorders Evaluation Scale (ADDES; S. B. McCarney, 1995) when participants were tested while using Ritalin. However, only those who had received EEG biofeedback sustained these gains when tested without Ritalin. The results of a Quantitative Electroencephalographic Scanning Process (QEEG-Scan; V. J. Monastra et al., 1999) revealed significant reduction in cortical slowing only in patients who had received EEG biofeedback. Behavioral measures indicated that parenting style exerted a significant moderating effect on the expression of behavioral symptoms at home but not at school.
Article
Full-text available
Clinical trials have suggested that neurofeedback may be efficient in treating attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD). We compared the effects of a 3-month electroencephalographic feedback program providing reinforcement contingent on the production of cortical sensorimotor rhythm (12-15 Hz) and betal activity (15-18 Hz) with stimulant medication. Participants were N = 34 children aged 8-12 years, 22 of which were assigned to the neurofeedback group and 12 to the methylphenidate group according to their parents' preference. Both neurofeedback and methylphenidate were associated with improvements on all subscales of the Test of Variables of Attention, and on the speed and accuracy measures of the d2 Attention Endurance Test. Furthermore, behaviors related to the disorder were rated as significantly reduced in both groups by both teachers and parents on the IOWA-Conners Behavior Rating Scale. These findings suggest that neurofeedback was efficient in improving some of the behavioral concomitants of ADHD in children whose parents favored a nonpharmacological treatment.
Article
Six children were provided with long-term biofeedback and academic treatment for attention deficit disorders. Their symptoms were primarily specific learning disabilities, and, in some cases, there were varying degrees of hyperkinesis. The training consisted of two sessions per week for 10 to 27 months, with a gradual phase-out. Feedback was provided for either increasing 12- to 15-Hz SMR or 16- to 20-Hz beta activity. Inhibit circuits were employed for blocking the SMR or beta when either gross movement, excessive EMG, or theta (4-8 Hz) activity was present. Treatment also consisted of combining the biofeedback with academic training, including reading, arithmetic, and spatial tasks to improve their attention. All children increased SMR or beta and decreased slow EEG and EMG activity. Changes could be seen in their power spectra after training in terms of increased beta and decreased slow activity. All six children demonstrated considerable improvement in their schoolwork in terms of grades or achievement test scores. None of the children are currently on any medications for hyperkinetic behavior. The results indicate that EEG biofeedback training, if applied comprehensively, can be highly effective in helping to remediate children who are experiencing attention deficit disorders.
Article
This study replicated T. R. Rossiter and T. J. La Vaque (1995) with a larger sample, expanded age range, and improved statistical analysis. Thirty-one ADIHD patients who chose stimulant drug (MED) treatment were matched with 31 patients who chose a neurofeedback (EEG) treatment program. EEG patients received either office (n = 14) or home (n = 17) neurofeedback. Stimulants for MED patients were titrated using the Test of Variables of Attention (TOVA). EEG (effect size [ES] = 1.01-1.71) and MED (ES = 0.80-1.80) groups showed statistically and clinically significant improvement on TOVA measures of attention, impulse control, processing speed, and variability in attention. The EEG group demonstrated statistically and clinically significant improvement on behavioral measures (Behavior Assessment System for Children, ES = 1.16-1.78, and Brown Attention Deficit Disorder Scales, ES = 1.59). TOVA gain scores for the EEG and MED groups were not significantly different. More importantly, confidence interval and nonequivalence null hypothesis testing confirmed that the neurofeedback program produced patient outcomes equivalent to those obtained with stimulant drugs. An effectiveness research design places some limitations on the conclusions that can be drawn.
Protocol guide ILF HD-module 6th Edition
  • S Othmer
Othmer, S. (2017) Protocol guide ILF HD-module 6th Edition. Woodland Hills CA: EEG Institute.