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Kommunikation nachhaltiger Ernährungskonzepte anhand des Praxisbeispiels: „FLinse & Co. Unverpackt Düsseldorf“

Authors:

Abstract and Figures

Die Konkurrenz im Lebensmitteleinzelhandel ist groß. Durch das Partizipieren der vorherrschenden Lebensmitteleinzelhandelsketten am neuen Nachhaltigkeits-Trend geraten lokale Einzelhändler mit Schwerpunkt auf regionalen, saisonalen, plastikfreien, Bio- oder FairTrade-Produkten zunehmend unter Druck und Start-Ups wird der Markteinstieg erschwert. Jedoch scheinen lokale Unternehmen einen Vorteil zu besitzen: Kundenbindung und Transparenz. Eine mögliche Lösung für das Problem der Monopolisierung ist die aktive Vermarktung von lokalen und nachhaltigen Unternehmen über Social Media wie Facebook oder Instagram. Durch das Aufbauen einer Community (Gemeinschaft) können lokale Einzelhändler ihre Kundenbindung verbessern und neue Kundschaft antizipieren. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Interaktion mit dem Kunden: In Social Media können Unternehmen Kundenwünsche und Rückmeldungen ohne viel Aufwand auffassen, der Kontakt zu neuen Lieferanten und weiteren Anspruchsgruppen kann hergestellt werden und Kunden können über Neuigkeiten sowie Veranstaltungen informiert werden.
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1
Tristan Nolting (Matrikel-Nr.: 918229)
Studiengang Oecotrophologie, Fachhochschule Münster
Bearbeitungszeitraum der Projektarbeit: 11.05.2020 – 20.07.2020
Betreuer: Prof. Dr. phil. Stefan Krings
Projektarbeit:
Vermarktung nachhaltiger Ernährungskonzepte
über Social Media anhand des Praxisbeispiels:
„FLinse & Co. Unverpackt Düsseldorf“
Wie können auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Start-Ups im Le-
bensmitteleinzelhandel sich besser vermarkten?“
2
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 3
2. Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel S. 6
3. Der Einfluss von Social Media S. 10
4. Praxisbeispiel „FLinse & Co. Düsseldorf S. 14
- Interview mit der Geschäftsführerin S. 15
- Umsetzung S. 17
- Redaktionsplan S. 17
5. Zusammenfassung S. 20
6. Reflexion S. 21
7. Anhang S. 23
8. Literaturverzeichnis S. 25
3
Einleitung
Die Projektarbeit im Rahmen des Bachelorstudiums Oecotrophologie der FH
Münster war für mich eine besondere Herausforderung und zugleich eine
große Freude, da ich mein Interesse an dem Bereich der Nachhaltigkeit auf die
Zukunftstauglichkeit im Bereich Soziale Medien (Social Media) prüfen durfte.
Beide Bereiche bestimmen gleichermaßen meinen Alltag und bringen mich
stets zum Nachdenken, wie ich meinen Lebensstil anpassen kann. Die Kommu-
nikation der Nachhaltigkeit über Social Media ist nicht neu - im Gegenteil: Es
zeigt sich, dass der Trend in Richtung eines wachsenden Nachhaltigkeits-Mark-
tes geht und, dass dieser vermehrt über Social Media kommuniziert wird.
Seitdem ich mich mit den Themen Ernährung und Gesundheit beschäftigt
habe, ist das Thema Nachhaltigkeit für mich zunehmend interessanter gewor-
den. Jeden Tag werden Produkte konsumiert und Dienstleistungen bean-
sprucht, die der Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft dienen und dennoch den
aktuellen Lebensstandard aufrechterhalten sollen, damit zukünftige Generati-
onen dieselben Chancen und Möglichkeiten haben, wie wir heutzutage. Der
primäre Gedanke der Nachhaltigkeit liegt somit in der Qualität des Erlebens,
nicht in der Quantität. Dies bestätigt auch das Konzept des ökologischen Fuß-
abdrucks von Brot für die Welt. Der ökologische Fußabdruck gibt an, über wie
viele Ressourcen der Planet Erde verfügt und setzt diesen in Verhältnis zum
eigenen Verbrauch. Dabei ist das Ziel dieser Berechnung eindeutig: Der
Mensch soll lernen, wie hoch sein eigener Verbrauch ist. Wenn für alle Men-
schen, ob in dieser Generation oder in zukünftigen Generationen, globale Ge-
rechtigkeit herrschen soll, so muss der Konsum verantwortungsvoll und wert-
schöpfend gestaltet werden.
1
Die Missachtung dieser Leitlinie ist vor allem in
Industrieländern ein großes Problem und muss zukünftig behoben werden, um
die Umwelt des Menschen zu schützen.
2
Dem Schutz der Umwelt hat sich auch die Agenda21 verschrieben. Dieses Ak-
tionsprogramm der Vereinten Nationen, zu dem 172 Länder gehören, sieht
vor, die nachhaltige Entwicklung des 21. Jahrhunderts zu fördern. Im allgemei-
nen Verständnis setzt sich der Begriff der Nachhaltigkeit aus drei Komponen-
ten zusammen, die auch als Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit oder als
4
Nachhaltigkeitsdreieck bezeichnet werden können. Die drei Säulen bilden da-
bei die Kernpunkte Umwelt (Ökologie), Wirtschaft (Ökonomie) und Gesell-
schaft (Soziales).
Die ökologische Nachhaltigkeit beschreibt das Ziel, Natur und Umwelt für die
nachfolgenden Generationen zu erhalten. Dies umfasst den Erhalt der Arten-
vielfalt, den Klimaschutz, die Pflege von Kultur- und Landschaftsräumen in ihrer
ursprünglichen Gestaltung sowie generell einen schonenden Umgang mit der
natürlichen Umgebung. Die ökonomische Nachhaltigkeit soll dauerhaft eine
tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand aller Menschen bieten. Von
besonderer Bedeutung ist hier der Schutz wirtschaftlicher Ressourcen vor Aus-
beutung. Die soziale Nachhaltigkeit versteht die Entwicklung der Gesellschaft
als einen Weg, der die Partizipation für alle Mitglieder einer Gemeinschaft er-
möglicht. Dies umfasst den Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine dauer-
hafte, zukunftsfähige und lebenswerte Gesellschaft zu erreichen. Die Nachhal-
tigkeit betrifft somit alle beschriebenen Betrachtungsebenen und kann als Leit-
faden auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene verwirklicht wer-
den.
3
Besonders wichtig ist bei dieser Thematik die Ernährung, welche einen Einfluss
auf die Säulen der Agenda21 hat. Das Bayrische Ministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten vertritt dabei folgenden passenden Leitsatz:
„Nachhaltige Ernährung bedeutet, sich so zu ernähren, dass die gesamten ge-
sundheitlichen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen unse-
res Ernährungsstils möglichst positiv sind.“
4
Laut Brot für die Welt machten 2007 35% des ökologischen Fußabdrucks die
Ernährung aus, nur 25% das Wohnen, 22% die Mobilität und 18% der Konsum.1
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
(BMU) gibt zudem an, dass „Klimawandel, Ernährung und Armut miteinander
verbunden sind.“
5
Die größten Umweltbelastungen würden laut BMU durch
Tierische Produkte,
Plastik und andere nicht biologisch-abbaubare Verpackungen,
Treibhausgase,
Lebensmittelverschwendung,
Wasserverbrauch,
und konventionelle Anbaumethoden
5
entstehen.
6
Eine nachhaltige Ernährung würde hauptsächlich durch den Kauf
von regionalen, saisonalen, klimaneutralen, plastikfreien, vegetarischen oder
veganen Bio-Lebensmitteln bestimmt werden. So kann jeder Konsument durch
die genannten Kriterien seinen Beitrag leisten, um Umweltbelastungen zu ver-
ringern.5 Damit zeigt sich die Bedeutung der Ernährung in Bezug auf die Nach-
haltigkeit.
Zum Wohle der Erde ist eine Veränderung der bisherigen Gewohnheiten der
Deutschen, aber auch in anderen Industrieländern, unbedingt notwendig. Die
Nutzung von mehr Ressourcen, als die Erde mit ihrer begrenzten Kapazität
aufweisen kann, führt dauerhaft zu einer starken Umweltbelastung, deren Aus-
wirkungen die Menschheit in Zukunft zu spüren bekommen kann. Als Beispiel
wäre hier unter anderem die Ansammlung von Plastik in den Ozeanen zu nen-
nen, welche den Fischen dann schaden. Inzwischen häufen sich die Beobach-
tungen von Forschern über das Thema Mikroplastik, dass der von den Men-
schen verursachte Müll der Ozeane über den Verzehr der Fische am Ende wie-
der auf dem eigenen Teller landet und vom Menschen gegessen wird.
7
Smith
et al. (2018) kommen zu dem Ergebnis, dass Mikro- und Nanoplastik für den
Menschen hoch toxisch sein kann und somit eine direkte Gefahr für die Ge-
sundheit darstellt.
8
Aber auch der Klimawandel
9
oder die Abholzung von Wäl-
dern und der Verlust der Biodiversität zur Nutzung von Agrarflächen
10
werden
von Forschern als potenzielle zukünftige Bedrohungen für die Gesellschaft und
Wirtschaft gesehen.
Diese Einleitung sollte aufzeigen, dass nachhaltige Ernährungskonzepte drin-
gend notwendig sind, um die Veränderungen des Konsumverhaltens zu be-
günstigen. Neben dem Aufwand, den politische Institute betreiben können,
um nachhaltige Gewohnheiten in der Bevölkerungen zu etablieren, können
aber auch Lebensmitteleinzelhändler durch die Vermarktung nachhaltiger
Trends dabei helfen. Wichtig ist hierbei eine konsequente Zielsetzung, die die
Wichtigkeit des Handelns im Sinne der Agenda 21 verdeutlicht. Dies sollte be-
sonders über Social Media geschehen, welche in den letzten Jahren zuneh-
mend an Nutzern gewonnen haben. Social Media können positive Ernährungs-
und Verhaltensweisen im Lebensmitteleinzelhandel begünstigen und somit ei-
nen nachhaltigen Wandel in der Gesellschaft schaffen.
6
Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel (LEH)
Jedes Unternehmen ist in erster Linie auf die Wirtschaftlichkeit ausgelegt. Jede
Idee, ob Nachhaltigkeit oder Tierwohl, muss der Rentabilität entsprechen.
Wird das angebotene Produkt nicht gekauft oder die Dienstleistung nicht in
Anspruch genommen, ist das Unternehmen nicht tragfähig. Somit können nur
Konzepte etabliert werden, die ein Wachstum des Unternehmens garantieren.
Bisher war das Thema Nachhaltigkeit nicht unbedingt für Unternehmen profi-
tabel, weil keine besonders hohe Nachfrage durch den Konsumenten bestand.
Die Umweltschutzorganisation WWF wies in diesem Zusammenhang in einem
Artikel (2019) auf die Mutter-Erde-Studie hin, welche besagt, dass Nachhaltig-
keit den Konsumenten in den letzten Jahren zunehmend wichtiger würde.
Demnach würde beim Kauf auf die Nachhaltigkeit geachtet und Konsumgüter
würden länger genutzt.
11
Diese Hypothese wird unterstützt durch die Umfrage
von VuMa Touchpoints (Verbrauchs- und Medienanalyse). Die Bevölkerung in
Deutschland wurde zu folgender Aussage befragt: „Beim Kauf von Produkten
ist es mir wichtig, dass das jeweilige Unternehmen sozial und ökologisch ver-
antwortlich handelt.“ In den Jahren von 2016 bis 2019 konnte ein leichter An-
stieg bei den Antwortmöglichkeiten „Trifft voll und ganz zu“ und „Trifft meist
zu“ verzeichnet werden und ein Rückgang bei der Antwortmöglichkeit „Trifft
überhaupt nicht zu“.
12
Auch in der Forschung wird die Nachhaltigkeit zunehmend wichtiger. In einer
2018 erschienenen Studie von Ruiz Real et al. wiesen die Forscher darauf hin,
dass die Anzahl der Artikel über die Kreislaufwirtschaft und die Umweltwissen-
schaft seit dem Jahr 2015 stark ansteigen. Während in den Jahren 2006 bis
2014 die Anzahl an Artikeln nicht auf über 35 pro Jahr stieg, wurden im Jahr
2015 63 Artikel veröffentlicht, im Jahr 2016 172 und im Jahr 2017 371 (ein
Wachstum von 1000% in 3 Jahren).
13
Somit ist innerhalb der letzten Jahre ein zunehmendes Interesse für das Thema
Nachhaltigkeit von Seiten der Forschung und Bevölkerung entstanden. Aber
auch der Handelsverband Deutschland (HDE) gibt an, dass die Nachfrage nach
nachhaltigen Produkten in der Wirtschaft steigt: „Die Nachfrage nach Lebens-
mitteln aus nachhaltiger Herstellung steigt seit Jahren rasant an.“ Zudem
würde der Umsatz an Bioprodukten stark wachsen. „Gemessen am Gesamtum-
satz ist Deutschland damit der größte Bio-Markt in Europa (2015).“
14
Aus einer
7
Statistik von Statista, dem Online Portal von Markt- und Meinungsforschungs-
statistiken, mit Daten vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.
(BÖLW), geht hervor, dass der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln vom Jahr 2000
(2,1 Mrd. Euro) bis zum Jahr 2018 (10,9 Mrd. Euro) konstant gestiegen ist und
damit in 18 Jahren einen Zuwachs von insgesamt 500% (8,8 Mrd. Euro) ver-
zeichnet.
15
Abbildung: Der Umsatz an Bio-Lebensmitteln ist konstant gestiegen, somit
lässt sich ableiten, dass die wachsende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln
den Markt für Unternehmen zunehmend rentabler macht.
In weiteren Umfragen wird deutlich, dass Aspekte der Nachhaltigkeit bei Kon-
sumenten sehr gefragt sind. In einer Umfrage aus dem Jahr 2014, veröffent-
licht vom Statista Research Department, wird deutlich, dass 63% der Befragten
(von insgesamt 1000 Befragten) in einem herkömmlichen Geschäft verpa-
ckungsfreie Lebensmittel (LM) kaufen würden und 35% in einem Geschäft, das
ausschließlich verpackungsfreie LM anbietet.
16
Eine weitere Umfrage (von Y-
ouGov, 1129 Befragte, über 18 Jährige in Deutschland, veröffentlicht auf Sta-
tista) ergab, dass 79% der Befragten Nachhaltigkeit als wichtig empfinden und
sich vorstellen könnten, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um dieses Ziel
8
zu erreichen. Dazu gehören in Unverpackt-Läden einzukaufen (71%), Upcycling
(71%) die Umwandlung von Abfallprodukten in neuartige Produkte oder
eigene wiederverwendbare Kaffee-Becher zu nutzen (66%). Maßnahmen, die
bereits umgesetzt würden, wären auf Plastik verzichten, wenn es möglich ist
(53%), Dinge reparieren, anstatt sie neu zu kaufen (53%), Kleidung ohne Trock-
ner an der Luft zu trocknen (52%), verantwortungsvolles Verhalten in Bezug auf
Energie (51%) und suffizientes Einkaufen bzw. insgesamt weniger zu kaufen
(39%).
17
Übertragen auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland würde die
YouGov-Befragung bedeuten, dass, nach Abzug der unter 18-Jährigen
18
,
knapp 49,3 Millionen Bürger*innen bereit wären unverpackt einzukaufen.
19
In
Bezug auf die vorher genannte Befragung (Statista Research Department) kon-
kretisiert sich die Anzahl an Menschen, die bereit wären Lebensmittel ohne
Verpackung einzukaufen, auf 43,7 Millionen Bürger*innen in herkömmlichen
Geschäften (LEH-Ketten, Reformhäuser, Bio-Supermärkte, Drogerien, etc.)
und auf 24,3 Millionen Bürger*innen in Unverpackt-Läden.
Die Qualität der Lebensmittel und die Art der Verpackung sind jedoch nur zwei
Faktoren, die ein steigendes Interesse durch den Konsumenten erfahren. Wei-
terhin ist auch das FairTrade-Siegel mehr denn je gefragt. FairTrade selbst gibt
an, die Nachhaltigkeitsziele der Agenda21 zu unterstützen: „Das Fairtrade-Sie-
gel kennzeichnet Produkte, bei deren Herstellung soziale, ökologische und
ökonomische Kriterien eingehalten wurden.“
20
Der Umsatz von FairTradePro-
dukten in Deutschland ist laut einer Statistik von Statista, mit Daten des Trans-
Fair Jahres- und Wirkungsberichtes 2019 (S. 9), seit dem Jahr 1993 bis 2019
konstant gestiegen. Während 1993 in Deutschland nur 29 Millionen Euro Um-
satz verzeichnet wurden, wurde 2016 erstmalig die Milliarden-Euro-Grenze
überschritten und 2019 konnte ein Rekord von zwei Milliarden Euro erwirt-
schaftet werden. Weltweit lag der Umsatz von FairTrade-Produkten 2018 bei
9,8 Milliarden Euro somit ist Deutschland ein Hauptabnehmer von FairTrade-
Produkten.
21
Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen
symbolisiert das zunehmende Interesse der Konsument*innen und Unterneh-
mer*innen. Das Thema Nachhaltigkeit ist somit attraktiv für Unternehmen, die
die die Umsetzung eines nachhaltigen Ernährungskonzeptes mit ihren Produk-
ten und Dienstleistungen anstreben. Jedoch ist zur Beurteilung der Rentabili-
tät auch die Marktsättigung zu betrachten. Die Marktsättigung wird durch den
Grad der Konkurrenz unter bereits etablierten Unternehmen bestimmt. Der
9
Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) gibt für 2017 an, dass 74,8% des Umsatzes
im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) auf die fünf umsatzstärksten Unternehmen
zurückzuführen ist. Die Top zehn der stärksten LEH-Ketten hat einen Anteil von
88,2%.
22
Somit ist durch die Markteintrittsbarriere der Einstieg und die lang-
fristige Etablierung für Start-Ups erschwert.
Ein neues Handlungsfeld, das im letzten Jahrzehnt zunehmend erschlossen
wurde, um den Markteinstieg und die Vermarktung von Produkten und Dienst-
leistungen zu verbessern, sind das Internet und speziell Social Media. Mehrere
Studien kommen zu dem Ergebnis, dass digitale Vermarktungstechniken durch
Social Media einen immensen Einfluss auf das Kaufverhalten von Bevölke-
rungsgruppen haben können.
23
,
24
Besonders Kinder und Jugendliche werden
dabei immer wieder als anfällig für eine solche Beeinflussung genannt.
25
,
26
Tan
et al. (2018) kommen dabei zu dem Schluss, dass Social Media einen ähnlichen
Einfluss haben, wie Fernsehwerbung und, dass sie zu positiven Ernährungsge-
wohnheiten beitragen können.
27
Zur weiteren Erschließung des Themengebietes, ist es unbedingt notwendig
zu verstehen, wie weitreichend der Einfluss von Social Media ist. Dadurch kann
eine Einschätzung über die Notwendigkeit zur digitalen Vermarktung gegeben
werden. Zur Evaluation wird nicht nur die Entwicklung und Nutzung von Social
Media beschrieben, sowie Werbetechniken, sondern auch durch den Lebens-
mitteleinzelhandel FLinse & Co. ein Praxisbeispiel angeführt. So kann eine Ver-
bindung aus Theorie und Praxis hergestellt werden, die einen umfassenden
Einblick in die Chancen und Möglichkeiten von regionalen Unternehmen be-
züglich Markteinstieg und Marktetablierung durch Social-Media-Nutzung ge-
ben kann. Entscheidend sind dabei auch die Vor- und Nachteile von lokalen
Unternehmen im Social-Media-Marketing gegenüber Großkonzernen.
10
Der Einfluss von Social Media
Wie hoch der tatsächliche Einfluss auf das Kaufverhalten durch Werbeanzeigen
in sozialen Netzwerken ist, lässt sich nur sehr ungenau bestimmen. Aus Daten
der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) geht hervor,
dass immerhin 8,6% der deutschen Befragten zugeben, bewusst durch Social
Media bei der Kaufentscheidung von Lebensmitteln und Getränken beeinflusst
zu werden.
28
Vermutlich werden jedoch wesentlich mehr Menschen unbewusst
zu einem bestimmten Kauf angeregt. Vassallo et al. (2018) kommen in ihrer
Studie zum Junk-Food-Marketing auf Instagram zu dem Ergebnis:
„Marken nutzen Social-Media-Plattformen wie Instagram, um ihre Produkte an
eine wachsende Anzahl von Verbrauchern zu vermarkten. Dabei werden häufig
gezielte und organisierte Posts verwendet, die die Emotionen der Verbraucher
manipulieren, anstatt Informationen über ihre Produkte zu präsentieren. Es sind
politische Maßnahmen erforderlich, die die aktuelle Medienumgebung besser
widerspiegeln. Öffentliche Gesundheitsbehörden müssen sich auch mit neuen
Medienplattformen befassen und überzeugende soziale Gegenmarketingkam-
pagnen entwickeln.“
29
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen auch Holmberg et al. (2016).
30
Beson-
ders Unternehmen mit einer hohen Reichweite haben einen Einfluss auf das
Verhalten der Bevölkerung in Deutschland, aber auch in anderen Ländern. Im
Folgenden lässt sich herausstellen, dass bereits etablierte Unternehmen über
einen Vorteil in der organischen (nicht-finanzierten) Reichweite verfügen, wenn
sie rechtzeitig in die digitale Vermarktung eingestiegen sind und langfristig
sowie regelmäßig Social Media nutzen.
Lokale Unternehmen sind im Bereich von Social Media (speziell bei Facebook)
keine Konkurrenz für internationale Unternehmen. Müssen Sie aber auch nicht,
wenn das Ziel nicht fortschreitende Expansion lautet. Marken wie Nescafé
Deutschland (27 Mio. Gefällt-Mir-Angaben), KitKat Deutschland (25,5 Mio. Ge-
fällt-Mir-Angaben), Knorr (12,4 Mio. Gefällt-Mir-Angaben) oder TUC Deutsch-
land, Schweiz und Österreich (864 Tausend Gefällt-Mir-Angaben) erreichten
im Mai 2020 die Höchstwerte an Gefällt-Mir-Angaben im Bereich Lebensmit-
tel
31
die Gefällt-Mir Angaben geben jedoch nicht an, wie hoch die Interaktion
des Nutzers mit der Marke ist, sondern lediglich die Bekanntheit der Marke.
11
Aufschluss darüber, wie hoch die tatsächliche Interaktion ist, gibt die Engage-
ment-Rate. Die Engagement-Rate ist eine Formel, die die Anzahl an Interakti-
onen misst, welche Social-Media-Inhalte im Verhältnis zu ihrer Reichweite oder
anderen Zielgruppenzahlen erzielen. Die Berechnung ist abhängig vom jewei-
ligen sozialen Netzwerk. Für die genannten Firmen entsteht ein ungenügender
Wert, da das Verhältnis der Gefällt-Mir-Angaben zu den Likes, Kommentaren,
Shares und anderen Interaktionsmöglichkeiten von Beiträgen sehr gering ist.
Folgende Kennzahlen sind dabei für die Unternehmen wichtig (Betrachtungs-
zeitraum 2. Juni bis 6. Juni 2020):
TUC (@TUCDACH) weist beispielsweise keine Beiträge im Mai auf. Die letzten
beiden Beiträge waren jeweils im März und April und erreichten einen Like.
Nescafé Deutschland (@Nescafe.DE) erreichte bei einer Anzahl von elf Beiträ-
gen eine Spanne von zwei bis 28 Likes durch reguläre Beiträge im Mai - durch
Gewinnspiele sogar bis zu 112 Likes, 107 Kommentare und sechs Shares. Knorr
(@KnorrDeutschland) wies mit 15 Beiträgen im Mai die meisten Posts auf. Die
Spanne von Interaktionen reichte dabei von drei Likes und einem Kommentar
bis zu 13 Likes, zwei Kommentare und vier Shares. KitKat Deutschland (@kit-
katde) erreichte den Spitzenwert an Interaktionen unter drei Beiträgen im
Mai fanden sich zwei Gewinnspiele mit bis zu 2905 Likes, 2017 Kommentaren
und 109 Shares. Reguläre Beiträge erhielten im Mai immerhin 29 Likes und 2
Shares.
Für die Berechnung der Interaktionsrate wird die Engagement-Rate nach Posts
(ER-Post-Formel: Gesamt-Engagement eines Posts / Gesamte Follower * 100)
genutzt.
32
Diese wird bei Facebook durch das Verhältnis zwischen der Gefällt-
Mir-Angaben der Seite und Gesamtinteraktionen eines bestimmten Posts in
Prozent gemessen. Die durchschnittliche Engagement-Rate lag 2019 laut einer
Studie von InfluencerDB in Deutschland bei 3,6% für unbezahlte Beiträge. Die-
ser Wert lag 2016 noch bei 8,9% und sank somit um 5,3%.
33
Für die genannten
Unternehmen ergibt sich bei der Berechnung folgende Engagement-Rate (in
Prozent), wenn die Beiträge vom Mai 2020 mit den meisten Interaktionen ge-
nutzt werden:
TUC: 1 / 864.000 * 100 = 0,00012 %
Nescafé: 225 / 27.000.000 * 100 = 0,00083 %
Knorr: 19 / 12400000 * 100 = 0,00015 %
KitKat: 5032 / 25500000 * 100 = 0,02 %
12
KitKat Deutschland ist bei der Berechnung der ER-Post eindeutiger Sieger,
trotzdem liegen alle Unternehmen weit unter dem Durchschnitt von 3,6%. Und
das, obwohl die Beiträge mit den meisten Interaktionen genutzt wurden. Die
Diskrepanz zwischen Bekanntheit und Interaktion ist somit sehr hoch. Dies ver-
deutlicht die Notwendigkeit der Relevanz des Unternehmens für den Kunden.
Durch Gewinnspiele wird der Kunde beispielsweise zur aktiven Teilnahme auf-
gerufen, da er profitieren kann. Hat das Unternehmen eine hohe Bekanntheit
bzw. Reichweite, können potenziell mehr Kunden erreicht werden. Das Inte-
resse des Kunden kann jedoch nur gehalten werden, wenn ein Nutzen besteht.
Wesentlich häufiger hat der Kunde jedoch keinen direkten Nutzen an den Bei-
trägen, daher findet auch keine Interaktion statt. KitKat Deutschland hatte ver-
mutlich deshalb eine höhere Reichweite als die übrigen Unternehmen, da bei
den Gewinnspielen viele Kunden profitieren konnten (bis zu 1000 Gewinner
pro Gewinnspiel). Trotzdem war die Engagement-Rate des Unternehmens weit
unter dem Durchschnitt. Zur Verbesserung der Performance sind somit nicht
nur regelmäßige Informationen notwendig, sondern auch interaktive Möglich-
keiten wie Umfragen, Gewinnspiele u.v.m., welche die Kunden in das Unter-
nehmen einbinden.
Für die Tatsache, dass Internet-Nutzer ökonomisch bzw. effizient handeln und
sich daher nur selten aktiv beteiligen, gibt es inzwischen Modelle, wie etwa die
Ein-Prozent-Regel. Bei diesem Modell wird geschätzt, dass nur ein Prozent der
Social-Media-Nutzer aktiv Inhalt schaffen (Content-Creator), 10 Prozent sollen
demnach auf diesen Inhalt reagieren und der Rest (89 Prozent) seien stille Mit-
leser.
34
Dieser Wert ist dabei als Durchschnitt zu betrachten, nicht als absolut.
Wie anhand der genannten Marken deutlich wird, ist die Performance auf
Social Media sehr stark schwankend. Die Ein-Prozent-Regel gibt jedoch eine
gute Einschätzung darüber, mit welchen Interaktionsraten bei Social-Media-
Nutzern zu rechnen ist.
Die Studie von InfluencerDB hilft beim Verständnis darüber, weshalb die En-
gagement-Rate seit einigen Jahren bei großen Unternehmen sinkt. Mikroin-
fluencer (Social-Media-Nutzer mit 1000 bis 5000 Followern) scheinen zuneh-
mend wichtiger zu sein, da sie durchschnittliche Interaktionsraten von 8,8%
erreichen. Dies könnte daran liegen, dass Kunden und Followern eine engere
Bindung wichtiger wird und ihre spezifischen Interessen besser angesprochen
werden. Somit findet möglicherweise eine Interessenumverteilung von inter-
nationalen auf lokale Unternehmen und Influencer statt. Lokale Unternehmen
13
können zudem zu ihren Kunden persönlicheren Kontakt aufbauen und eine
Community (Gemeinschaft) erschaffen, die für Selbsterhaltung sorgt.
Der Ausdruck „Global denken, lokal handeln“ fasst dabei gut zusammen, wel-
cher Trend sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Im Sinne der Nachhaltigkeit
hat sich das Bewusstsein der Social-Media-Nutzer in Richtung von persönli-
chem Kontakt, Kundenbindung und Anteilnahme verändert. Nachhaltige Un-
ternehmen, welche ihre Ernährungskonzepte (plastikfrei, vegan, bio, lokal, sai-
sonal, CO2-neutral etc.) vermarkten wollen, können durch ihre Kundennähe
profitieren. Eine Studie von Biakelsey gibt darüber Aufschluss, dass 97% aller
Kunden Suchmaschinen nutzen, um lokale Dienstleistungen in Anspruch zu
nehmen.
35
Eine Studie der Suchmaschine Google weist explizit daraufhin, dass
Verbraucher lokale Anzeigen von Dienstleistungen bevorzugen und speziell
50% der Kunden nach einer Suchanfrage noch am selben Tag ins Ladenge-
schäft kommen.
36
Das folgende Praxisbeispiel der Social-Media-Auswertung des Unternehmens
FLinse & Co. konzentriert sich somit auf die folgenden drei Kriterien:
Außendarstellung
Kundenbindung & persönlicher Kontakt
Performance-Verbesserung
Die genaue Auswertung findet sich im folgenden Kapitel. Das abschließende
Resümee bekräftigt somit den Nutzen und die Entwicklung von Social Media
für lokale und nachhaltige Unternehmen im Lebensmittelbereich. Wie bereits
beschrieben, sollten die Marketingziele sich dabei nicht auf die Konkurrenzfä-
higkeit bzw. Expansion im Marktsegment konzentrieren, sondern eher auf die
eigene Zielgruppe, das Image und das Alleinstellungsmerkmal (Unique-Sel-
ling-Proposition, USP). Dadurch wird die eigene Wirtschaftlichkeit langfristig
eher verbessert, wie wenn eine reine Erhöhung der Reichweite angestrebt
wird.
14
Praxisbeispiel: FLinse & Co. Unverpackt Düsseldorf
Das Unternehmen FLinse & Co. mit Sitz in Düsseldorf (Lindenstraße 165,
40233) ist ein nachhaltiges Lebensmitteleinzelhandelsgeschäft, dass sich auf
die Kategorien verpackungsfrei, bio, regional und transparent spezialisiert hat.
Das Motto des Unverpackt-Ladens lautet: „Ohne zeitlichen Mehraufwand
könnt Ihr Euch aktiv an der Erhaltung der Umwelt beteiligen, in dem Ihr Ein-
wegverpackung spart und Ressourcen schont.“ Die Bewertungen des Einzel-
handels FLinse & Co. sind entsprechend hoch: 4,9 Sterne auf Google bei 98
Bewertungen und fünf Sterne auf Facebook bei vier Bewertungen. Die Inha-
berin Christina Rau sagt selbst aus, dass die positiven Bewertungen durch die
Kundennähe und das Vertrauen zustande kommen.
Durch diese Projektarbeit soll das Social-Media-Marketing des Unternehmens
optimiert werden. Im Vergleich zu den genannten Großkonzernen ist die En-
gagement-Rate des Unverpackt-Ladens im Mai wesentlich höher und sogar
weit über dem Durchschnitt in Deutschland (Betrachtungszeitraum 11. bis 14.
Juni 2020):
Stärkster Post: 146 / 1285 * 100 = 11,36 %
Schwächster Post: 11 / 1285 * 100 = 0,87 %
Die ER von 11,36% beim stärksten Post zeigt die hohe Beteiligung der Kunden
an den Social-Media-Inhalten und das Potential des Unternehmens auf. Aber
auch der schwächste Post weist noch eine höhere ER auf, als die vorher ge-
nannten Unternehmen. Die Unterschiede in der Engagement-Rate signalisie-
ren, dass die Performance der FLinse angepasst werden kann, um eine kon-
stant herausragende ER von über 3,6% zu erreichen. Durch eine verbesserte
Performance lässt sich gleichzeitig eine Erhöhung der Reichweite erzielen (z.B.
über Shares und Reposts), ohne durch negative Bewertungen an Ranking zu
verlieren. In Absprache mit der Geschäftsführerin Christina Rau wurden daher
einige Maßnahmen geplant und durchgeführt, welche den vorher genannten
Marketingzielen dienen sollten. Das folgende Kurz-Interview gibt Aufschluss
über die Wichtigkeit von Social Media r die FLinse & Co., welche Möglich-
keiten bisher genutzt wurden und was in Zukunft verändert werden sollte. Das
Interview fand noch vor der Absprache und Umsetzung der Maßnahmen (am
20. Juni 2020) statt und hat die Wünsche der Unternehmerin aufgefasst.
15
Interview mit der Geschäftsführerin
Frau Rau, welche Maßnahmen haben Sie bisher genutzt, um die FLinse & Co.
öffentlich zu kommunizieren?
Zur Eröffnung (15. März 2018) habe ich einen Presseverteiler genutzt. Alle re-
gionalen Printmedien, aber auch viele Internetplattformen, die aus dem Le-
bensmittel- oder Nachhaltigkeitsbereich stammten, haben Artikel über die
FLinse & Co. veröffentlicht. Mit Social Media (Instagram und Facebook) habe
ich drei bis vier Monate später begonnen. Die Printmedien haben jedoch den
größten Erfolg gebracht.
Wie sehen Sie den Erfolg der bisherigen Maßnahmen auf Social Media?
Unsere Social-Media-Kanäle könnten durchaus noch mehr Leute erreichen,
speziell meine relevante Zielgruppe. Hier können vor allem Leute, die sich für
das Thema interessieren, Kontakt zu uns aufnehmen und halten. Ich denke
auch, dass über Facebook und Instagram die jüngere Zielgruppe angespro-
chen wird. In Bezug auf die Reichweite ist unser Social Media insgesamt noch
ausbaufähig. Bisher haben wir auf eine Kommunikation über Social Media ge-
achtet, die Struktur kann jedoch noch verbessert werden.
Was sind Ihre allgemeinen Marketingziele für die FLinse & Co.?
Marketingziele waren Teil meines Business-Plans. Im Vordergrund steht die Er-
höhung der Reichweite. Hierbei möchte ich mich darauf konzentrieren lokale
Kunden zu gewinnen, die meinen Laden möglicherweise noch nicht entdeckt
haben. Ich habe immer wieder Kunden hier im Viertel, die trotz Bestehens der
FLinse & Co. von nun über 2 Jahren, noch nie davon gehört haben und ganz
verwundert darüber sind, dass es uns gibt. Ich denke aber, dass sich gerade
hier im Viertel Stammkunden etablieren lassen, da die Strecke auch einfach
nicht so weit ist. Das macht es vielen leichter. Außerdem ist ein großes Marke-
tingziel die Kundenbindung zu verbessern. Die Kunden mögen die Wohlfühl-
atmosphäre hier im Laden und kommen gerade deshalb hierhin. Dies könnte
sich beispielsweise dadurch noch weiter verbessern lassen, dass wir eine Ge-
16
meinschaft zwischen Einzelhändlern herstellen und dies auch über Social Me-
dia kommunizieren. Zusammengefasst: Kundenbindung und lokale Reich-
weite.
Was würden Sie in Zukunft gerne ändern, um diese Ziele schneller zu erreichen?
Vor allem würde ich gerne mehr Kooperationen starten. Wir haben beispiels-
weise eine Zusammenarbeit mit Naturstrom, wodurch nicht nur wir profitieren,
sondern auch die Kunden. Die Kunden sind begeistert vom Umstieg auf mehr
Nachhaltigkeit und erhalten einen Gutschein beim Umstieg auf Naturstrom bei
uns. Wir haben einen neuen Kunden und kriegen den Gutschein von Natur-
strom erstattet. Naturstrom erhält Werbung durch uns und ebenso einen
neuen langfristigen Kunden.
Es gibt dabei vielseitige Maßnahmen, die sich umsetzen lassen. Ich denke, dass
die Kommunikation über die Maßnahmen dabei auch einen wesentlichen An-
teil hat. Daher würde ich gerne auch das Social-Media-Marketing verbessern
und regelmäßig über Neuigkeiten, Produkteinführungen oder Kooperationen
informieren. Dadurch kann ich nicht nur zielgruppenspezifisch werben, son-
dern auch die Kundennähe erhalten. Gezielte Maßnahmen auf Facebook und
Instagram sind dafür hilfreich und sollten intensiviert werden. Inwiefern solche
Maßnahme umzusetzen sind, dafür sind regelmäßige Analysen recht hilfreich.
Können Sie sich ein Marketing der FLinse & Co. ohne Social Media vorstellen?
Das ist eher schwer vorstellbar. Social Media gehört heutzutage einfach dazu.
Gerade als wir mit Social Media angefangen haben, kamen Kunden und haben
erzählt, dass sie gelesen haben, was wir dort kommuniziert haben. Und was
kommuniziert werden kann, ist so vielseitig, dass dem kaum Grenzen gesetzt
sind: Ob Veranstaltungen, interne Aktionen oder neue Produkte. Medien wie
Facebook, Instagram und Co. sind heutzutage für fast jeden Laden ein Muss.
Sicherlich gibt es Ausnahmen, die nicht darauf angewiesen sind, allerdings er-
leichtert es viele Aspekte im Marketing immens.
17
Umsetzung
Zur Verbesserung der Außendarstellung und Performance wurde im Zeitraum
vom 22. Juni 2020 bis 5. Juli 2020 (14 Tage) eine Optimierung der Social-Me-
dia-Beiträge vorgenommen. Diese Optimierung wurde dann mit den vorange-
gangenen 2 Wochen (8. Juni 2020 bis 21. Juni 2020) verglichen. Zu den Maß-
nahmen der Optimierung gehörten die Neugestaltung des Beitragslayouts
(Corporate Design), die gezielte Nutzung von Hashtags zur Erhöhung der
Reichweite, die Einbindung von interaktiven Features (z.B. Umfragen) und
Festlegung von festen Social-Media-Tagen zur Gewöhnung der Kunden an re-
gelmäßige Postings. Hierfür wurde ein Veranstaltungs- und Marketingkalender
(„Redaktionsplan“) gestaltet, der zur Übersicht von zukünftigen Social-Media-
Posts dient. Dieser findet sich im Anhang.
Für den Betrachtungszeitraum sollten drei Beiträge pro Woche an festen Ta-
gen (Dienstag, Donnerstag und Samstag) gepostet werden. Hierunter finden
sich Umfragen zu Produkteinführungen, Informationen über Veranstaltungen,
Neuaufnahmen ins Sortiment, Aktionen, Rezepte und Lieferungen, Reposts
von Kundenbeiträgen und Erinnerungen über bereits geteilte Inhalte. Die Bei-
träge werden auf allen sozialen Medien der FLinse & Co. verbreitet. Dazu ge-
hören Instagram, Facebook und der interne Blog. Da der Blog jedoch bisher
keine Besucherzahlen aufgewiesen hat, ist er nicht weiter relevant. Die Art des
Beitrags war dabei abhängig von der Kampagne. Zur Vereinheitlichung wur-
den übergeordnete Themenwochen eingeführt, die der offiziellen Einführung
von Produkten dienen. Folgende Posts fanden im genannten Zeitraum statt:
Redaktionsplan
Tag
Aufgabe / Beitrag / Thema
Kampagne/Thema
Mo.,
22.06
Di.,
23.06
Mi.,
24.06
FLinse-Mehrwert-Steuer-Spendenaktion
(2,5% des Umsatzes)
Die FLinse.Aktion "Spende"
Do.,
25.06
Pintobohnen
Abgelaufen, aber gut.
Fr.,
26.06
Sa.,
27.06
18
Repost/ Spendenaktion MwSt.
Die Flinse.Aktion "Spende"
Mo.,
29.06.
Di.,
30.06.
Leinöl (inkl. Erinnerung: Backhefe wieder da)
FLinse-Sortiment.Wieder da!
Mi.,
01.07
Do.,
02.07
Umfrage: Einkaufstaschen mit FLinse-Logo
Deine Meinung ist gefragt.
Fr.,
03.07
Sa.,
04.07
Rezept/ Verköstigung Leinöl
FLinse-Sortiment.Wieder da!
So.,
05.07
Auswertung
Zur Berechnung der Engagement-Rate Performance der jeweiligen Zeiträume
wurde folgende Formel genutzt: Summe Interaktionen / Anzahl Posts / Follo-
wer * 100 = Gesamt-Engagement-Rate.
Anhand des Redaktionsplanes wird ersichtlich, wie viele Interaktionen in den
jeweiligen Zeiträumen stattgefunden haben. Die Auswertung ergab Folgen-
des:
Facebook (08.06.20 bis 21.06.20): 126 / 4 / 1203 * 100 = 2,62%
Facebook (22.06.20 bis 04.07.20): 259 / 6 / 1203 * 100 = 3,598%
Instagram (08.06.20 bis 21.06.20): 152 / 4 / 654 * 100 = 5,81%
Instagram (22.06.20 bis 04.07.20): 187 / 5 / 654 * 100 = 5,72%
Obwohl die Anzahl der Beiträge als Faktor für die Erhöhung der Engagement-
Rate ausgeschlossen werden konnte, da die durchschnittliche ER-Post berech-
net wurde, hat trotzdem eine Zunahme der Interaktionen auf Facebook statt-
gefunden. Auf Instagram ist die Anzahl an Interaktionen in etwa gleich geblie-
ben. Dies könnte dadurch erklärt werden, dass Facebook mehr interaktive
Möglichkeiten bietet (Umfragen, Link-Klicks, Shares) und diese auch genutzt
wurden. Auf Instagram ist eine Interaktion zu erzielen wesentlich schwieriger
dort werden in der Regel nur Likes oder Kommentare zur Interaktion genutzt.
Insgesamt ist die ER auf Instagram (Zeitraum 08.06.20 bis 21.06.20) mit 5,81%
im Vergleich zu Facebook (2,62%) schon recht hoch gewesen. Daher bestand
auf Facebook mehr Optimierungspotenzial, als auf Instagram.
19
Die ER-Post war während des Projektes auf Facebook vergleichbar zum Mai.
Der schwächste Post hat eine etwas bessere Rate erzielt, als im Mai, der
stärkste Post eine etwas schlechtere Rate:
Stärkster Post: 130 / 1285 * 100 = 10,12 %
Schwächster Post: 16 / 1285 * 100 = 1,25 %
Die Kampagne kann trotz einiger Schwierigkeiten somit als Erfolg gewertet
werden. Zu den Hindernissen gehörte zum Beispiel, dass der Beitrag FLinse-
Mehrwert-Steuer-Spendenaktion (24.06.20) eigentlich am 23. Juni gepostet
werden sollte, damit die Kunden und Social-Media-Nutzer sich an regelmäßige
Postings gewöhnen können. Hier musste jedoch noch Rücksprache mit der Or-
ganisation fiftyfifty gehalten werden, um die Details der Spendenaktion zu klä-
ren. Zukünftig soll jedoch weiterhin dienstags, donnerstags und samstags auf
den Social-Media-Kanälen kommuniziert werden.
Im Anschluss an die Hausarbeit wurde der Redaktionsplan um weitere zwei
Monate vorausgeplant. Somit konnte die Hausarbeit einen Anstoß zur profes-
sionellen Gestaltung des Corporate Design der FLinse & Co. auf Social Media
geben und Klarheit über die Wichtigkeit der Social Media Kommunikation brin-
gen. Weiterhin wurden vor Ort einige Schilder angebracht, die auf die Kom-
munikation auf Social Media hinweisen. Dadurch wurden innerhalb von kurzer
Zeit einige positive Rückmeldungen von Kunden gegeben, die sich zukünftig
mit der FLinse & Co. über Social Media verbinden möchten.
Lokale Unternehmen zeichnen sich durch ihre starke Interaktionsrate aus. Da-
rauf sollte aufgebaut werden. Wenn die Kunden stärker mit eingebunden wer-
den, dann verbessert sich gleichzeitig die Kundenbindung. Daher wird emp-
fohlen, dass Funktionen und Konzepte auf Social Media genutzt werden, die
den Kunden die Möglichkeit bieten, sich selbst in das Unternehmen einzubrin-
gen.
Zukünftig soll dieser erfolgsversprechende Leitfaden weitergeführt werden.
Die Anzahl an Gesamt-Interaktionen hat sich auf Facebook um knapp 1% er-
höht. Im Sinne der genannten Marketingziele ist weitere Beobachtung und
Auswertung nötig, um die Verbesserung der Kundenbindung und den Kun-
denkontakt beurteilen zu können. Hierzu wird geraten, eine regelmäßige Ana-
lyse über die Social-Media-Kennwerte durchzuführen und die Maßnahmen im
Sinne der Marketingziele anzupassen. Die Kampagnen sind öffentlich auf Fa-
cebook einsehbar. Die Ergebnisse finden sich im Redaktionsplan (Anhang).
20
Zusammenfassung:
Die Konkurrenz im Lebensmitteleinzelhandel ist groß. Durch das Partizipieren
der vorherrschenden Lebensmitteleinzelhandelsketten am neuen Nachhaltig-
keits-Trend geraten lokale Einzelhändler mit Schwerpunkt auf regionalen, sai-
sonalen, plastikfreien, Bio- oder Fair-Trade-Produkten zunehmend unter Druck
und Start-Ups wird der Markteinstieg erschwert. Jedoch scheinen lokale Un-
ternehmen einen Vorteil zu besitzen: Kundenbindung und Transparenz. Eine
mögliche Lösung für das Problem der Monopolisierung ist die aktive Vermark-
tung von lokalen und nachhaltigen Unternehmen über Social Media wie Face-
book oder Instagram. Durch das Aufbauen einer Community (Gemeinschaft)
können lokale Einzelhändler ihre Kundenbindung verbessern und neue Kund-
schaft antizipieren. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Interaktion mit dem Kun-
den: In Social Media können Unternehmen Kundenwünsche und Rückmeldun-
gen ohne viel Aufwand auffassen, der Kontakt zu neuen Lieferanten und wei-
teren Anspruchsgruppen kann hergestellt werden und Kunden können über
Neuigkeiten sowie Veranstaltungen informiert werden.
Diese Hausarbeit hat den qualitativen und quantitativen Nutzen von Social Me-
dia für lokale, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmen im Lebensmittel-
bereich analysiert und die Vorteile gegenüber Großkonzernen herausgestellt.
Als Praxisbeispiel diente dabei der Lebensmitteleinzelhändler Unverpackt
FLinse & Co. aus Düsseldorf. Durch eine Recherche zum Thema Social-Media-
Marketing, einem Experteninterview mit der Geschäftsführerin Christina Rau
und den Social-Media-Analyseprogrammen von FLinse & Co. wurden die As-
pekte der öffentlichen Kommunikation herausgearbeitet. Hierzu zählten vor al-
lem die allgemeine Bekanntheit, Interaktion (Engagement-Rate) und die Be-
wertung der Nutzer. Diese Hausarbeit hat ein vergleichendes Fazit für die
Stärke von lokalen und nachhaltigen Lebensmittelhändlern gegenüber Einzel-
handelsketten herausgestellt und aufgezeigt, welche Möglichkeiten es gibt,
um das Social-Media-Marketing in Bezug auf die Kundennähe zu verbessern.
Die zunehmende Digitalisierung schafft gerade für kleinere Unternehmen ein
Fundament, um das Nutzerbedürfnis nach persönlicher Interaktion und Zuge-
hörigkeit zu erfüllen. Besonders diese beiden Aspekte könnten in Zukunft die
Überlebensfähigkeit von Start-Ups und lokalen Lebensmitteleinzelhändlern
maßgeblich mitbestimmen.
21
Reflexion
Die Gestaltung der Hausarbeit hat sich durch mein Interesse am Thema Nach-
haltigkeit und meine enge Zusammenarbeit mit der FLinse & Co. zu einem
Herzensprojekt gewandelt. Ich durfte vieles dazulernen, meine Kenntnisse auf-
frischen und zudem praktisch anwenden. Dies hat mir nicht nur aufgezeigt,
dass ich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit Nachhal-
tigkeit gerne mehr Berufserfahrung sammeln würde, sondern auch, dass ich
gerne mit klein- und mittelständigen Unternehmen zusammenarbeite, bei de-
nen die Atmosphäre sehr herzlich und freundschaftlich ist.
Zu Beginn gab es für mich einige Schwierigkeiten in der Planung: Beispiels-
weise wusste ich nicht genau, wo ich bei der Hausarbeit anfangen sollte. Hier-
bei hat mir der Zeitplan und das Exposee geholfen, dass ich für Prof. Dr. phil.
Stefan Krings zur Besprechung (8. Mai 2020) angefertigt habe. Die grobe Skiz-
zierung hat mir bei der Herausstellung der wichtigsten Ziele der Hausarbeit
geholfen und mir so vor Augen geführt, wie wichtig Ideenfindung, Dokumen-
tation und Planung ist. Für den weiteren Verlauf der Hausarbeit hat dies einen
wichtigen Beitrag geleistet.
Zu Anfang des Schreibprozesses war ich sehr um die Recherche von Informa-
tionen bemüht. Dies hatte den Sinn, dass ich mir ein Fundament an Wissen
bilden konnte, mit dem ich hinterher das Marketing der FLinse & Co. ausrich-
ten konnte. Auch, wenn dies viel Zeit und Arbeit gekostet hat, so hat es mir
dennoch Spgemacht. Ich habe in etwa vom 15. bis 19. Mai die Einleitung
verfasst. Dabei war vor auch meine Intention von wichtiger Bedeutung. Jedes
Thema sollte mit der eigenen Relevanz und dem Interesse verknüpft werden.
Die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit wurde mir daher schon zu Beginn bewusst.
Zudem wurde mir der Stellenwert meines eigenen Handelns klar. Da ich selbst
in dem Lebensmitteleinzelhandelsbetrieb Flinse & Co. arbeite, konnte ich mich
gut mit dem Thema identifizieren. So habe ich mich schon zu Beginn meines
Projektes gefreut, einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Thematik und zum Un-
verpackt-Laden zu leisten. Vom 21. bis 31. Mai habe ich dann das Kapitel der
deutsche Lebensmitteleinzelhandel (LEH) geschrieben. Durch diverse Statisti-
ken über den deutschen Lebensmitteleinzelhandel konnte ich mich in das
Thema meiner Hausarbeit vertiefen und einen Bezug zu meinem Praxisbeispiel
herstellen.
22
Beim Kapitel der Einfluss von sozialen Netzwerken auf den LEH (1. bis 8. Juni)
konnte ich einen Vergleich zwischen klein- und mittelständigen Unternehmen
zu Großkonzernen ziehen. Durch diesen Vergleich konnte ich die Vorteile eines
lokalen Unternehmens herausstellen, die da wären: Kundenbindung und Trans-
parenz. Im Bereich von Social Media lässt sich bei lokalen Unternehmen be-
sonders die zielgruppenspezifische Werbung und die Interaktionsrate als Mit-
tel zum Erfolg betonen. So haben im Verhältnis zur Reichweite mehr Menschen
Interesse und reagieren häufiger auf die Inhalte von lokalen Unternehmen.
Dies bietet die Möglichkeit zur Intensivierung der Kundenbeziehung und
Stammkundenbindung über Social Media. Zur Überprüfung, ob die Inhaberin
der FLinse & Co. über diese Sachverhalte Bescheid weiß, wurde ein Interview
geführt und anschließend in stetiger Kommunikation und Absprache darüber
informiert, welche Maßnahmen zur Verbesserung anvisiert werden. Dies hat
mir sehr viel Spaß gemacht, da die Kommunikation unkompliziert war und ich
recht frei in dem Projekt planen durfte (9. Bis 21. Juni). Die Planung der Social-
Media-Inhalte diente der anschließenden Umsetzung. Die Erstellung des Re-
daktionsplans, die Gestaltung des Layouts und die Festlegung der Beitragszei-
ten und -tage wurden von der Inhaberin Christina Rau mit Begeisterung emp-
fangen und nach Rücksprache und kleinen Verbesserungen öffentlich genutzt.
Zur Probe und Auswertung diente dann der Testzeitraum, in dem die Maßnah-
men auf Instagram, Facebook und im internen Blog implementiert wurden. Als
besonders wertvoll habe ich die Dankbarkeit empfunden, die mir entgegen-
gebracht wurde, ebenso wie meine eigene Dankbarkeit dafür, dass ich einen
Beitrag zu einem solchen aktuellen Thema leisten durfte. Die Auswertung hat
viele aufschlussreiche Erkenntnisse zum weiteren Vorgehen der FLinse & Co.
auf Social Media geleistet. Diese wurden zum Abschluss zusammengefasst (22.
bis 29. Juni).
Weiterhin möchte ich Prof. Dr. phil. Stefan Krings danken, der mir das Ver-
trauen entgegengebracht hat, mich frei an dieser Projektarbeit zu versuchen.
Durch die Eigenständigkeit in Theorie und Praxis habe ich viel über mich und
das Thema lernen können. Dies habe ich versucht, am Schluss zu reflektieren
(30. Juni bis 20. Juli) und wiederzugeben. In der Arbeit habe ich einmal mehr
verstanden, wie wichtig die eigene Leidenschaft für Themen und Sinnhaftigkeit
des eigenen Handelns, beispielsweise in Bezug auf Themen wie Nachhaltig-
keit, ist und wie es die Sicht auf das Arbeitspensum verändert. So kann auch
ein hoher Arbeitsaufwand entsprechend geschätzt werden.
23
Anhang
Redaktionsplan
KW Feiertag Aufgabe / Beitrag / Thema
Besc hreib ung
Juni 1Mo 23
Pfingstmontag
2Di
3Mi
4Do
5Fr
6Sa
7So
8Mo 24
9Di
10 Mi
11 Do Fronleichnam
12 Fr Eier wieder da
13 Sa
14 So
15 Mo 25 Hyg iene Unverpack t e. V. (mit neue m Layout)
16 Di
17 Mi
18 Do Back hefe liefe rbar
19 Fr Kulinarische Schnitzeljag d Erinnerung (noch 8 Tick ets)
20 Sa
21 So
22 Mo 26
23 Di
24 Mi FLinse-MwSt-Spendenaktion (2,5% des Umsatzes)
25 Do Pintobohnen
26 Fr
27 Sa
28 So Repos t/ S pendena ktio n MwS t
29 Mo 27
30 Di Leinöl (inkl. Erinnerung: Backhefe wieder da)
Juli 1Mi
2Do Umfra ge: Eink aufs tasch en mit F Linse -Logo
3Fr
4Sa Reze pt/ V erkös tigung Leinö l
5So
24
Kampagnen-, Themenzuordnung Autor Facebook Instagram
Beschreibung Na m e Interaktion Interaktion
Tristan 21 33
Tristan 70 70
Tristan 29 25
Tristan 16 24
Start: Projektarbeit
Die FLinse. Ak tion "Spende" Tristan 130 79
Abgelaufen, aber gut. Tristan 23 32
Die Flinse. Ak tion "Spende" Tristan 14
FLinse-Sortiment.Wieder da! Tristan 15 18
318 281
Deine Meinung ist gefragt. Tristan 70 36
FLinse-Sortiment.Wieder da! Tristan 722
Ende: Projektarbeit/ Auswertung
25
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Full-text available
Fragmented or otherwise miniaturized plastic materials in the form of micro- or nanoplastics have been of nagging environmental concern. Perturbation of organismal physiology and behavior by micro- and nanoplastics have been widely documented for marine invertebrates. Some of these effects are also manifested by larger marine vertebrates such as fishes. More recently, possible effects of micro- and nanoplastics on mammalian gut microbiota as well as host cellular and metabolic toxicity have been reported in mouse models. Human exposure to micro- and nanoplastics occurs largely through ingestion, as these are found in food or derived from food packaging, but also in a less well-defined manner though inhalation. The pathophysiological consequences of acute and chronic micro- and nanoplastics exposure in the mammalian system, particularly humans, are yet unclear. In this review, we focus on the recent findings related to the potential toxicity and detrimental effects of micro- and nanoplastics as demonstrated in mouse models as well as human cell lines. The prevailing data suggest that micro- and nanoplastics accumulation in mammalian and human tissues would likely have negative, yet unclear long-term consequences. There is a need for cellular and systemic toxicity due to micro- and nanoplastics to be better illuminated, and the underlying mechanisms defined by further work.
Article
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Exposure to the marketing of unhealthy foods and beverages is a widely acknowledged risk factor for the development of childhood obesity and noncommunicable diseases. Food marketing involves the use of numerous persuasive techniques to influence children’s food attitudes, preferences and consumption. This systematic review provides a comprehensive contemporary account of the impact of these marketing techniques on children aged 0–18 years and critically evaluates the methodologies used. Five electronic academic databases were searched using key terms for primary studies (both quantitative and qualitative) published up to September 2018; 71 eligible articles were identified. Significant detrimental effects of food marketing, including enhanced attitudes, preferences and increased consumption of marketed foods were documented for a wide range of marketing techniques, particularly those used in television/movies and product packaging. Together, these studies contribute strong evidence to support the restriction of food marketing to children. However, the review also signposted distinct gaps: Firstly, there is a lack of use of qualitative and physiological methodologies. Secondly, contemporary and sophisticated marketing techniques used in new media warrant increased research attention. Finally, more research is needed to evaluate the longer-term effects of food marketing on children’s weight.
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Background: Abundant historical evidence demonstrates how environmental changes can affect social stability and, in turn, human health. A rapidly growing body of literature, largely from political science and economics, is examining the potential for and consequences associated with social instability related to current climate change. However, comparatively little of this research incorporates the effects on human health or the role of health systems in influencing the magnitude and types of instability that could occur. Objective: The objective of this commentary is to articulate a conceptual framework incorporating health outcomes and health systems into theorized and observed linkages between climate change and social instability, illustrating in particular the health effects of natural resource shortages, infectious disease outbreaks, and migration. Discussion: Although increasing evidence exists that climate change, health, and social instability are related, key questions remain about the pathways linking these factors, as well as the magnitude, causality, and directionality of relationships across spatial and temporal scales. Models seeking to explain and predict climate-related social unrest should incorporate the many linkages between climate change, human health, and social instability. Members of the environmental health research community should work closely with those in the political science and economics communities to help deepen understandings of climate-related stressors and shocks that affect instability and worsen health outcomes. https://doi.org/10.1289/EHP4534.
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Objectives: To examine the impact of social media influencer marketing of foods (healthy and unhealthy) on children's food intake. Methods: In a between-subjects design, 176 children (9-11 years, mean 10.5 ± 0.7 years) were randomly assigned to view mock Instagram profiles of 2 popular YouTube video bloggers (influencers). Profiles featured images of the influencers with unhealthy snacks (participants: n = 58), healthy snacks (n = 59), or nonfood products (n = 59). Subsequently, participants' ad libitum intake of unhealthy snacks, healthy snacks, and overall intake (combined intake of healthy and unhealthy snacks) were measured. Results: Children who viewed influencers with unhealthy snacks had significantly increased overall intake (448.3 kilocalories [kcals]; P = .001), and significantly increased intake of unhealthy snacks specifically (388.8 kcals; P = .001), compared with children who viewed influencers with nonfood products (357.1 and 292.2 kcals, respectively). Viewing influencers with healthy snacks did not significantly affect intake. Conclusions: Popular social media influencer promotion of food affects children's food intake. Influencer marketing of unhealthy foods increased children's immediate food intake, whereas the equivalent marketing of healthy foods had no effect. Increasing the promotion of healthy foods on social media may not be an effective strategy to encourage healthy dietary behaviors in children. More research is needed to understand the impact of digital food marketing and inform appropriate policy action.
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The relevance of circular economy to environmental science has led to a notable increase of research works during the last few years. It is very important to know the evolution of the publications that relate these two concepts, as well as the main areas of knowledge in which these investigations are framed. The purpose is to understand and highlight the state of art of circular economy and the role and relationship of the environment. Bibliometric analysis allows to evaluate developments in knowledge on a specific subject and assesses the scientific influence of researches and sources. This paper analyses the worldwide research dynamics on circular economy in the period from 2006 to 2017. A bibliometric analysis of 743 articles was completed. The most productive journals in this field were Journal of Cleaner Production. The five most productive countries were China, United Kingdom, Italy, the Netherlands, and Germany. Works on the circular economy and environment has considerable potential and it is open to research fields as sustainability or industrial production. The findings of this study could prove useful for studies into environmental circular economy, as they show a global sight of this line of study. Thus, the article represents a contribution to identify the main trends in circular economy research and environment and, from there, propose future research initiatives.
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Purpose of Review We describe evidence regarding human exposure to microplastics via seafood and discuss potential health effects. Recent Findings Shellfish and other animals consumed whole pose particular concern for human exposure. If there is toxicity, it is likely dependent on dose, polymer type, size, surface chemistry, and hydrophobicity. Summary Human activity has led to microplastic contamination throughout the marine environment. As a result of widespread contamination, microplastics are ingested by many species of wildlife including fish and shellfish. Because microplastics are associated with chemicals from manufacturing and that sorb from the surrounding environment, there is concern regarding physical and chemical toxicity. Evidence regarding microplastic toxicity and epidemiology is emerging. We characterize current knowledge and highlight gaps. We also recommend mitigation and adaptation strategies targeting the life cycle of microplastics and recommend future research to assess impacts of microplastics on humans. Addressing these research gaps is a critical priority due to the nutritional importance of seafood consumption.
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Background: Unhealthy food marketing to children is a key risk factor for childhood obesity. Online video platforms have surpassed television as the primary choice for screen viewing among children but the extent of food marketing through such media is relatively unknown. We aimed to examine food and beverage advertisements (ads) encountered in YouTube videos targeting children in Malaysia. Methods: The social media analytics site SocialBlade.com was used to identify the most popular YouTube videos (n = 250) targeting children. Ads encountered while viewing these videos were recorded and analyzed for type of product promoted and ad format (video vs. overlay). Food and beverage ads were further coded based on food category and persuasive marketing techniques used. Results: In total 187 ads were encountered in sampled videos. Food and beverage ads were the most common at 38% (n=71), among which 56.3% (n = 40) promoted noncore foods. Ads for noncore foods were more commonly delivered as video rather than overlay ads. Among ads promoting noncore foods, the most commonly employed persuasive marketing techniques found were taste appeal (42.3%), uniqueness/novelty (32.4%), the use of animation (22.5%), fun appeal (22.5%), use of promotional characters (15.5%), price (12.7%), and health and nutrition benefits (8.5%). Conclusions: Similar to television, unhealthy food ads predominate in content aimed toward children on YouTube. Policies regulating food marketing to children need to be extended to cover online content in line with a rapidly-evolving digital media environment. Service providers of social media can play a part in limiting unhealthy food advertising to children.
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Background: Omnipresent marketing of processed foods is a key driver of dietary choices and brand loyalty. Market data indicate a shift in food marketing expenditures to digital media, including social media. These platforms have greater potential to influence young people, given their unique peer-to-peer transmission and youths' susceptibility to social pressures. Objective: The aim of this study was to investigate the frequency of images and videos posted by the most popular, energy-dense, nutrient-poor food and beverage brands on Instagram and the marketing strategies used in these images, including any healthy choice claims. Methods: A content analysis of 15 accounts was conducted, using 12 months of Instagram posts from March 15, 2015, to March 15, 2016. A pre-established hierarchical coding guide was used to identify the primary marketing strategy of each post. Results: Each brand used 6 to 11 different marketing strategies in their Instagram accounts; however, they often adhered to an overall theme such as athleticism or relatable consumers. There was a high level of branding, although not necessarily product information on all accounts, and there were very few health claims. Conclusions: Brands are using social media platforms such as Instagram to market their products to a growing number of consumers, using a high frequency of targeted and curated posts that manipulate consumer emotions rather than present information about their products. Policy action is needed that better reflects the current media environment. Public health bodies also need to engage with emerging media platforms and develop compelling social counter-marketing campaigns.
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Objectives: We assessed the amount, reach, and nature of energy-dense, nutrient-poor (EDNP) food and beverage marketing on Facebook. Methods: We conducted a content analysis of the marketing techniques used by the 27 most popular food and beverage brand Facebook pages in Australia. We coded content across 19 marketing categories; data were collected from the day each page launched (mean = 3.65 years of activity per page). Results: We analyzed 13 international pages and 14 Australian-based brand pages; 4 brands (Subway, Coca-Cola, Slurpee, Maltesers) had both national and international pages. Pages widely used marketing features unique to social media that increase consumer interaction and engagement. Common techniques were competitions based on user-generated content, interactive games, and apps. Four pages included apps that allowed followers to place an order directly through Facebook. Adolescent and young adult Facebook users appeared most receptive to engaging with this content. Conclusions: By using the interactive and social aspects of Facebook to market products, EDNP food brands capitalize on users' social networks and magnify the reach and personal relevance of their marketing messages.