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Der zweifältige Körper. Die Leib-Körper-Differenz als diskriminierungskritische Perspektive. Vignettenforschung zu Rassismus, Sexismus und Behinderung

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Abstract

Der Beitrag betrachtet die Leib-Körper-Differenz unter dem Aspekt des diskriminierungskritischen Potenzials phänomenologischer Forschung. *** The article considers the difference between the body as subject (Leib/lived body ) and the body as object (Körper) under the aspect of the discrimination-critical potential of phenomenological research.

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Ist Lernen ein Finden oder ein Erfinden? In einer theoretisch präzisen und zugleich erfahrungsnahen Analyse überwindet das Buch die Dichotomie zwischen Lernen als autopoietischer Leistung eines autonomen Subjekts oder aber der reinen Reaktion auf Weltanforderungen. Es legt damit Grundlagen für ein neues Verständnis von Lernen. In der Tradition der phänomenologischen Lernforschung widmet sich dieses Buch der Fragestellung, wie das Lernen von Lernenden und Lehrenden verstanden und folglich auch besser gestützt und angestoßen werden kann, ohne den affektiven Teil des Geschehens aus dem Blick zu verlieren. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen Lernen als Finden (des Gegebenen) und Erfinden (des Neuen) nicht einfach aufgelöst, sondern in seinem eigentümlichen Zusammenspiel von reproduktiven und produktiven Elementen im Zwischenfeld von Subjekt und Objekt gedeutet: Sowohl in einer theoretischen Analyse als auch anhand von exemplarischen Unterrichtsbeispielen, so genannten Vignetten, wird das Moment der kreativen Verformung des Gegebenen im Lernvollzug in immer neuen Facetten ausgeleuchtet. Damit legt die Autorin Grundlagen für eine kritische Lerntheorie, die Wirkungen von Schule und Unterricht aufzeigt und die Frage nach der schöpferischen Genese von neuen Selbst-, Fremd- und Weltbildern vor dem Hintergrund der Möglichkeiten gegenwärtigen Bildungsdenkens diskutiert.
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Zeitschrift für Pädagogik (ISSN 0044-3247), Ausgabe 04, Jahr 2015, Seite 527 - 545 This contribution is an attempt at redefining the relation of the circle problem of theory, empiricism, and practice in pedagogics with phenomenological operations of insight and research and to link it back to a theory of pedagogical experience. A pedagogical approach oriented by empirical science allows us to productively interrelate pedagogical action and educational research as incongruent and subsequent articulations of experience. Such an approach may succeed if based on a phenomenologically oriented form of pedagogical empiricism that investigates subjective and social experiences in learning and education with the category of embodiment, operationalizes their communicative interrelations apparent in the reactions, and, finally, determines their pedagogical dimensions based on the practice and form of showing geared towards attracting attention. Der Beitrag unternimmt den Versuch, das Zirkelproblem von Theorie, Empirie und Praxis in der Pädagogik mit phänomenologischen Erkenntnis- und Forschungsoperationen neu zu relationieren und an eine Theorie der pädagogischen Erfahrung zurückzubinden. In einer erfahrungswissenschaftlich ausgerichteten Pädagogik können pädagogisches Handeln und erziehungswissenschaftliches Forschen als inkongruente und nachträgliche Artikulationen von Erfahrung produktiv aufeinander bezogen werden. Das kann mit einer phänomenologisch orientierten pädagogischen Empirie gelingen, die subjektive und soziale Erfahrungen im Lernen und Erziehen mit der Kategorie der Verkörperung erfasst sowie deren kommunikative Relationierung im Antwortgeschehen operationalisiert und schließlich mit der Praxis und der Form des auf Aufmerksamkeit zielenden Zeigens pädagogisch dimensioniert.
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Die Schule Rottenschwil hat sich vor sechs Jahren auf den Weg von einer separati-ven zu einer inklusiven Schule gemacht. Im Zentrum der verschiedenen Schulent-wicklungsschritte stand jeweils das persönliche Lernen der Schülerinnen und Schü-ler. Als ‚lernende Schule’ passt sich die Schule den Bildungsbedürfnissen der Schü-lerinnen und Schülern an. Nicht nur die Heterogenität der Schülerinnen und Schü-lern, sondern auch diejenige unter den Lehrerinnen und Lehrern sollen als Chance genutzt werden. Der Autor beschreibt die verschiedenen Entwicklungsschritte, wel-che die Schule Rottenschwil in den letzten Jahren durchlaufen hat und diskutiert die Frage, wie Schulentwicklung im Zeichen der Inklusion gelingen kann.
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Am Beispiel von zwei Vignetten der Innsbrucker Forschungsgruppe zeigt der Artikel die Unterscheidung von lehrseits und lernseits als die beiden Seiten des Unterrichts und diskutiert dabei die Frage nach einem pädagogischen Behinderungsbegriff. Durch den Perspektivenwechsel, so die These des Autors, zeigen sich ein pädagogischer Lernbegriff und damit ein Zugang zum Umgang mit Heterogenität. Wenn das Handeln eines Schülers, einer Schülerin der Ausgangspunkt für die schulische Intervention ist, dann entfällt der Begriff der Behinderung. Die Selbstreferenzialität des eigenen Lernens benötigt keine Unterscheidung zwischen Behindert/Nichtbehindert. Das Lernen misst sich an der eigenen Auseinandersetzung.
Article
The materiality of bodies is crucial for establishing theories of practice. To unfold the ‘black box’ of the performing body some theorists have implemented the difference between the lived body and the material body (Leib/Kçrper) in practice theory. This corporeal difference finds one systematic origin in phenomenology. It has come under attack for naturalising and subjectivising the lived body as a primordial category, and thus being unable to integrate to practice theory. It will be argued that critics can be refuted insofar as the corporeal difference is taken serious as a bodily experienced difference which is never to be reduced to some kind of objectivity.
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In einer qualitativ gehaltvollen Beschreibung einer schulischen Lernsituation, einer phänomenologischen Vignette, werden an einem empirischen Beispiel negative Erfahrungen aufgesucht. In einer ersten Lesart der Vignette wird ermittelt, welche wissenschaftlich-theoretischen, subjektiven und biographischen Vorannahmen und Vorurteile den Blick auf negative Erfahrungen im Lernen prägen.
Article
The literature of the 90s confronts us with representations of maimed or injured human bodies and transgression at their boundaries. Although differing in style and subject, the works of Roes ( Haut des Südens ), Rabinovici ( Suche nach M. ), Hettche ( Nox ) and Beyer ( Das Menschenfleisch ) all share the topic of injured skin as a conceptual center of the narrative. As semiotic systems, fiction offers access to the phenomenon of altered reality and self-experience and the associated change of the body. My book combines Greimas structural text semiotics with Lacan's structural theory of the subject and its cultural implications (as developed by Waltz). This allows for a sound methodological approach to the texts and, thus, through the meta-semiotic detour of narrative discourse, for a cultural analysis. The research question addresses the relationship between the assumption of a genuinely contemporary constitution of the subjects and the current desire for crossing borders. The study demonstrates how the decline of the symbolic (Lacan) is tried to be expressed in the system of text / language.
Article
He word “learning” has the endless meanings. The learning occurs not only from knowledge but also as knowledge. Learning in this sense depends not only on our initiative. We cannot just resolve to learn. The whole reliable order can reach deadlock.. The old reliable knowledge and ability mismatchwhile we do not yet have any new possibility. Learning in this sense means a kind of “awakening”, in statu nascendi as the response to a challenge. Thus the condition of learning is sensitiveness to the other or to something, while it is possible via agreement that is not always disposed to us because of our peculiar attitudes. We always think more than we can express. Inevitably, we can do more than we anticipate. Only after the other takes this surplus the knowledge and the ability correspond to reality before they are realized. In learning we are met by another, to which we answer as to something.. This Something is always outstripping the meanings and aspirations. That is why this learning in true sense begins not in us. The destiny of every experience concerning us depends on this, while we cannot anticipate it exactly. Thus, the sense of in statu nascendi corresponds to the saying modo praeterito. Article in: Lithuanian Article published:
Re exionen aus dem beschädigten Leben. Gesammelte Schri en
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Adorno, eodor W. Minima Moralia. Re exionen aus dem beschädigten Leben. Gesammelte Schri en, Bd. 4. Frankfurt a. M. 2003 [1951].
Leibsein als Aufgabe. Leibphilosophie in pragmatischer Hinsicht
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Lernen und Erfahrung -Epagogik: zum Begri der didaktischen Induktion. 3. erweiterte Au age
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Die Geburt des Gefängnisses. Frankfurt am Main
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Die Sorge um sich. Sexualität und Wahrheit 3. Übersetzt von U. Raul und W
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Die Traumdeutung. Studienausgabe Bd. II. Frankfurt am Main
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Phänomenologie der Wahrnehmung. Übers. und mit einem Vorw. versehen von Rudolf Boehm
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Illusionen von Autonomie. Diesseits von Ohnmacht und Allmacht des Ich. 2. Au age
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Zur Bedeutung der Sichtbarkeit für zwischenmenschliche Beziehungen
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  • Egon Schütz
  • Existenz
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Schütz, Egon. Existenz und Humanismus. Sartres und Heideggers Stellung zur Humanismusfrage in pädagogischer Sicht. Vorlesungen WS 1985/1985. Zugegri en: 12. November 2019 https://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/de/allgemeine/egon-schuetz-archiv/ verzeichnis-der-unveroe entlichten-schri en/11.
Racial Pro ling: Kontrollen jenseits des Rechts
  • Anke Schwarzer
Schwarzer, Anke. Racial Pro ling: Kontrollen jenseits des Rechts in "Blätter für deutsche und internationale Politik" Nr. 1/2014, 2014, S. 17-21.
Autobiogra sche Aufzeichnungen. Gedichte, Träume, Analysen. 1. Au
  • Verena Stefan
  • Häutungen
Stefan, Verena. Häutungen. Autobiogra sche Aufzeichnungen. Gedichte, Träume, Analysen. 1. Au. München 1975.
  • Bernhard Waldenfels
  • Das
  • Selbst
Waldenfels, Bernhard. Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des Leibes, Hrsg. R. Giuliani. Frankfurt a. M. 2000.