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Digitale Analysekarten und handgemalte Infozeichnungen: Visualisierung regionaler Daseinsvorsorge in Beteiligungsprozessen: Eine Gegenüberstellung von Techniken visueller Kommunikation aus der Planungspraxis

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Abstract

Der Beitrag stellt den Methodenmix der visuellen Kommunikation eines konkreten Beteiligungsprozesses in der Regionalentwicklung vor. Auf der einen Seite wurden auf Grundlage komplexer Datensätze mithilfe eines Geografischen Informationssystems (GIS) digitale Analysekarten erstellt, auf der anderen Seite handgemalte Infozeichnungen in Form von Skizzen und Symbolen. Der Beitrag beruht auf den Erfahrungen der Mitwirkenden mit diesen Visualisierungstechniken. In einem Rückblick reflektieren wir das Vorgehen und geben daraus abgeleitete Anleitungen für Projekte im Kontext von Regionalentwicklung und -planung weiter. Der Beitrag hilft bei der Abwägung, welche dieser Techniken in welchen Situationen mit welchem Nutzen adäquat einzusetzen sind und welcher Aufwand dabei in Kauf zu nehmen ist. Die Techniken werden in einer systematischen Übersicht dargestellt, um dann ihre jeweiligen Eigenschaften in einer Gegenüberstellung zusammenzufassen. Zudem werden sie in den Kontext anderer Kommunikationstechniken, wie beispielsweise Moderation, eingeordnet. Der Beitrag zeigt auf, wie beide Visualisierungstechniken – GIS-Analysekarten und Infozeichnungen – sinnvoll miteinander kombiniert werden können. Er schließt mit der Empfehlung, die Balance zwischen Technik und Kommunikation jeweils den Anforderungen der realen Situation der Beteiligung (Zeit, Gruppengröße etc.) genau anzupassen.

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Bilder und Visualisierungen sind allgegenwärtig: als Planzeichen, als Piktogramme auf Hinweisschildern, Symbole der Apps auf Smartphone und Tablet oder als Emojis, die unsere Stimmung in digitalen Chats ausdrücken. Und fast jeder hat schon einmal eine Prezi-Präsentation gesehen (auf der durch eine Bildlandschaft gezoomt wird und daran orientiert Inhalte erklärt werden) oder war schon dabei, als ein Graphic-Recorder eine Veranstaltung live mitgezeichnet hat. Diese Art der Vermittlung von Inhalten weckt Interesse und regt Diskussionen an. Daher fragen wir uns: Was fasziniert uns daran und wie können wir diese Vermittlungswege auch für den beruflichen Kontext nutzen?
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Accessibility concepts are increasingly acknowledged as fundamental to understand cities and urban regions. Accordingly, accessibility instruments have been recognised as valuable support tools for land-use and transport planning. However, despite the relatively large number of instruments available in the literature, they are not widely used in planning practice. This paper aims to explore why accessibility instruments are not widely used in planning practice. To this end we focus our research on perceived user-friendliness and usefulness of accessibility instruments. First, we surveyed a number of instrument developers, providing an overview on the characteristics of accessibility instruments available and on developers’ perceptions of their user-friendliness in planning practice. Second, we brought together developers and planning practitioners in a number of local workshops across Europe and Australia, where participants were asked to use insights provided by accessibility instruments for the development of planning strategies. We found that most practitioners are convinced of the usefulness of accessibility instruments in planning practice, as they generate new and relevant insights for planners. Findings suggest that not only user-friendliness problems, but mainly organizational barriers and lack of institutionalization of accessibility instruments, are the main causes of the implementation gap. Thus user-friendliness improvement may provide limited contributions to the successful implementation of accessibility concepts in planning practice. In fact, there seems to be more to gain from active and continued engagement of instrument developers with planning practitioners and from the institutionalization of accessibility planning.
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We conduct a systematic survey with the aim of assessing open government data initiatives, that is; any attempt, by a government or otherwise, to open data that is produced by a governmental entity. We describe the open government data life-cycle and we focus our discussion on publishing and consuming processes required within open government data initiatives. We cover current approaches undertaken for such initiatives, and classify them. A number of evaluations found within related literature are discussed, and from them we extract challenges and issues that hinder open government initiatives from reaching their full potential. In a bid to overcome these challenges, we also extract guidelines for publishing data and provide an integrated overview. This will enable stakeholders to start with a firm foot in a new open government data initiative. We also identify the impacts on the stakeholders involved in such initiatives.
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Hand, Hirn und Werkzeug - eine komplexe Interaktion. Dieser aus der Architekturpraxis initiierte Band untersucht aus der Perspektive verschiedener Wissensdisziplinen, inwiefern die manuelle Intelligenz des Menschen kreative Prozesse befördert. Besteht in Zeiten programmierter Umgebungen ein Widerspruch zwischen instrumentellem Handeln und intuitivem Arbeiten? Die Beiträge aus Kunst, Design, Architektur, Kultur- und Kognitionswissenschaft gehen dieser Frage nach und treten in einen interdisziplinären Dialog über die Technik des Entwerfens.
Thesis
Erreichbarkeitsfragen betreffen alle Menschen, denn Erreichbarkeit wirkt auf die Existenz und das Handeln jedes Einzelnen. Ihre Gestaltung ist ein klassisches Themenfeld der Raum- und Verkehrsplanung in Deutschland. Diese Arbeit befasst sich mit der Modellierbarkeit und Analyse von Naherreichbarkeit in Kommunen. Naherreichbarkeit umfasst die nahräumliche Erreichbarkeit menschlicher Aktivitätsziele der Daseinsgrundfunktionen in Wohnungsnähe. Im Zusammenspiel mit gesellschaftlichen und demographischen Transformationsprozessen verwandeln die zunehmende Spezialisierung und Konzentration von Standorten und die fortschreitende Ausweitung von Aktionsräumen die Erreichbarkeit in städtischen und ländlichen Wohnquartieren. Im Zentrum von Naherreichbarkeitsanalysen stehen alltägliche Aktivitäten wie die Nahversorgung mit Lebensmitteln, das Aufsuchen von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen oder die medizinische Grundversorgung. Aufgrund ihrer hohen Distanzsensibilität ist der Anteil an Wegen, die mit nicht-motorisierten Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, hoch. In dem Konzept von Naherreichbarkeit erfährt die Erreichbarkeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad daher eine besondere Rolle. Erstrebenswert sind gute Naherreichbarkeitsverhältnisse aus sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Motiven. Denn sie stützen verkehrs-, umwelt- und klimapolitische Ziele, bewahren die Teilhabechancen am örtlichen Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen, reduzieren soziale Exklusionsentwicklungen, fördern die lokale Ökonomie und beleben Wohnquartiere. In dieser Arbeit wird eine sachliche Bewertungs- und Vergleichsmethode entwickelt, mit der kleinräumige Veränderungen in der Naherreichbarkeit wissenschaftlich exakt messbar, sichtbar und überprüfbar gemacht werden können. Aufbauend auf dem Stand der Wissenschaft und Technik wird ein System von standörtlichen Naherreichbarkeitsindikatoren definiert, das komplex genug ist, um die Wechselwirkungen zwischen Flächennutzung und Verkehr adäquat wiederzugeben, das aber auch einfach genug ist, um gut nachvollziehbar und vermittelbar zu sein. Mit dem Indikatorensystem lassen sich verkehrsmittel- und aktivitätsspezifische Naherreichbarkeitsdisparitäten oder -engpässe quantifizieren und aus der Sicht verschiedener Bevölkerungsgruppen bewerten. Bewertungsindizes ermöglichen die Evaluation von Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenbündel der Flächennutzungsplanung, Verkehrsplanung oder relevanter Fachplanungen hinsichtlich ihrer sozial-räumlichen Auswirkungen auf die Naherreichbarkeit in den Wohnquartieren und können für ein kommunales Naherreichbarkeitsmonitoring genutzt werden. Diese Arbeit zielt darauf ab, zu einem tieferen Verständnis und Wissen über Naherreichbarkeit als bedeutende Informations- und Planungsgrundlage für Kommunen beizutragen. Auf der Entwicklung einer mit einem Geoinformationssystem anwendbaren Methode zum kleinräumigen und akkuraten Messen von aktivitäts- und verkehrsmittelspezifischen Naherreichbarkeitsverhältnissen in Wohnquartieren liegt der Fokus dieser Arbeit. Der praktische Nutzen des Ansatzes wird am Fallbeispiel der Stadt Dortmund verdeutlicht, für die eine Naherreichbarkeitsanalyse für zehn Aktivitäts- und vier Verkehrsarten durchgeführt wird. Die Ergebnisse werden in der Arbeit kartographisch und statistisch aufbereitet dargestellt. Mit standörtlichen Reiseaufwandsindikatoren können die Reisezeiten zu nächstgelegenen Einrichtungen wiedergegeben werden. Sie sind besonders gut verständlich und einfach zu vermitteln. Durch die Analyse wird aufgezeigt, dass die Erreichbarkeit mit dem Pkw in der Stadt Dortmund nahezu ubiquitär gut ist. Die fußläufige Naherreichbarkeit dagegen wird stark durch die Raumplanung, das heißt durch die räumli16 che Anordnung der Aktivitätsziele bestimmt. In der Regel stellt eine hohe Einwohnerdichte ein deutliches Indiz für gute Naherreichbarkeitsverhältnisse dar. Unterstützt wird die hier vorhandene gute Erreichbarkeit durch ein auf die Stadtteilzentren ausgerichtetes ÖPNV-Angebot. In gering verdichteten Wohnquartieren abseits der ÖPNV-Linien sind die Bewohner für das Erreichen von Aktivitätszielen der Daseinsgrundfunktionen auf das Fahrrad und den Pkw angewiesen. Personen ohne Pkw-Verfügbarkeit sind hier benachteiligt und haben entsprechend geringere Teilhabechancen an der Ausübung sozialer Aktivitäten und wirtschaftlicher Austauschprozesse. Die Methode zum Messen von Naherreichbarkeit in Kommunen kann zur Etablierung eines kontinuierlichen Erreichbarkeitsbeobachtungssystems und zur Unterstützung einer integrierten kommunalen Naherreichbarkeitsplanung genutzt werden, die auf eine abgestimmte Förderung verbesserter Naherreichbarkeitsbedingungen abzielt.
Göttinger Erzählcafé Am Goldgraben
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Partizipative Visualisierungen als Forschungsmethode. Zum Einsatz visuell-partizipativer Ansätze zur Erforschung des Phänomens Multilokalität
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Mehr als Tausend Worte: Über die Rolle von Visualisierungen in der Raumplanung
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