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Studieren unter Covid-19-Bedingungen. Ergebnisse der Studierendenbefragung an der FHS St.Gallen

Authors:
  • Eastern Switzerland University of Applied Science
  • OST - Ostschweizer Fachhochschule University of Applied Sciences
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Studieren unter Covid-19-Bedingungen
Ergebnisse der Studierendenbefragung
an der FHS St.Gallen zum Thema
Studieren unter Covid-19-Bedingungen
FHS St.Gallen
Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Institut für Soziale Arbeit und Räume IFSAR-FHS
27. Mai 2020
Tobias Kindler | tobias.kindler@ost.ch
Prof. Dr. Stefan Köngeter | stefan.koengeter@ost.ch
Thomas Schmid | thomas.schmid@ost.ch
Inhalt
1 Einleitung................................................................................................. 3
2 Methodisches Vorgehen ..................................................................... 3
3 Ergebnisse ............................................................................................... 4
3.1 Demographische Daten und Angaben zum Studium ............. 4
3.2 Subjektive Einschätzung der Studiensituation ........................ 5
3.3 Berufstätigkeit und Betreuungsverpflichtungen .................... 6
3.4 Herausforderungen der Home-Learning Situation ................ 7
3.5 Einstellungen zum Studium ............................................................. 8
3.7 Lernstrategien ....................................................................................... 9
4 Zusammenfassung .............................................................................. 10
5 Ableitungen ........................................................................................... 11
3
1 Einleitung
Auch an der FHS St.Gallen sind alle unmittelbar von der Corona-Pandemie betroffen. Neben
den Mitarbeitenden haben sich auch die Studierenden mit grossem Engagement auf die aus-
sergewöhnliche Situation eingestellt und doch ist derzeit wenig über ihre Situation bekannt.
Im Projekt „Studieren unter Covid-19-Bedingungen wurden zwischen dem 29. April und dem
8. Mai 2020 mittels eines Onlinefragebogens die Studierenden aller Studiengänge der FHS
St.Gallen befragt. Ziel der von der Hochschulleitung der FHS St.Gallen beauftragten Befra-
gung war es, mehr über den Studienalltag unter Covid-19-Bedingungen zu erfahren: Wie geht
es den Studierenden? Mit welchen Herausforderungen sind sie konfrontiert? Welche Strate-
gien wenden sie an, um ihren Alltag in diesen Zeiten zu meistern? Welche Unterstützung wün-
schen sie sich von ihrer Hochschule und ihrem Studiengang?
Die Ergebnisse der Befragung sollen dazu beitragen, die aktuelle Situation der Studierenden-
schaft breit abgestützt beurteilen zu können. Gleichzeitig dienen die Antworten auch dazu,
zukünftige Entwicklungen wie z.B. die Herausforderungen, die mit einer Digitalisierung des
Lernens für den Alltag der Studierenden mit sich bringt besser einschätzen zu können.
1
2 Methodisches Vorgehen
Zur breiten Erfassung der Alltags- und Studiensituation von Studierenden der FHS St.Gallen,
die während der Corona-Pandemie ausschliesslich im Home-Learning studierten konnten,
wurde vom Institut für Soziale Arbeit und Räume der FHS St.Gallen (IFSAR) ein Fragebogen
entwickelt. Dieser beinhaltet Fragen aus einer österreichweiten Studie der Universität Wien
2
und ergänzt diese um eigene, dem Kontext und spezifischen Erkenntnisinteresse angepasste
Items. Der so entwickelte Fragebogen besteht aus insgesamt 80 Items, bei 13 davon handelt
es sich um Fragen, die nur gestellt wurden, wenn eine Filterfrage zuvor entsprechend beant-
wortet wurde. Die Gliederung orientiert sich an den folgenden Themenbereichen:
Demographische Daten und Angaben zum Studium
Persönliche Lage und Wohlbefinden
Berufstätigkeit und Betreuungsverpflichtungen vor/nach Umstellung auf Home-Learning
Weitere Verpflichtungen und freiwilliges Engagement seit Umstellung auf Home-Learning
Herausforderungen im Zusammenhang mit der derzeitigen Home-Learning-Situation
Einstellungen zum Studium und Lernstrategien vor/nach Umstellung auf Home-Learning
Die Befragung war unter www.fhsg.ch/coronabefragung mittels persönlichen Codes zugäng-
lich. Am 29. April 2020 erhielten die 1674 Bachelor- und Master-Studierenden aller Studien-
gänge an der FHS St.Gallen per E-Mail eine Einladung zur Teilnahme. Am 4. Mai 2020 wurde
eine Erinnerungsmail versandt und der Fragebogen wurde am 8. Mai 2020 geschlossen.
1
Ende Mai findet eine weitere Umfrage der Hochschulleitung der FHS statt. Dabei geht es um die Eva-
luation des Distance Learnings, wie es in diesem Semester erfahren wird. Ein wesentliches Ziel jener
Befragung ist es, Hinweise für einen zukunftsgerichteten Fachhochschulunterricht zu gewinnen.
2
Schober, B., Lüftenegger, M., & Spiel, C. (2020). Lernen unter COVID-19-Bedingungen. https://ler-
nencovid19.univie.ac.at (Zugriff am 09.05.2020).
4
Die Auswertung der quantitativen Ergebnisse erfolgte mittels univariater Methoden der quan-
titativen Sozialforschung. Dazu wurden die erhobenen Daten im Rahmen der Datenbereini-
gung vollständig anonymisiert und im Programm SPSS (Statistical Package for the Social Sci-
ences) analysiert.
Die Auswertung der sieben offenen Fragen wurde noch nicht vorgenommen und soll in einem
studentischen Praxisprojekt vorgenommen werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit,
je nach Bedarf der Studiengänge und Hochschulleitung Einzelauswertungen und bivariate
Analysen vorzunehmen.
3 Ergebnisse
3.1 Demographische Daten und Angaben zum Studium
Zwischen dem 29. April und dem 8. Mai 2020 nahmen insgesamt 1006 Studierende an der
Umfrage teil. Dies entspricht einem Rücklauf von 60 Prozent. 924 der 1006 Teilnehmenden
(92%) haben die Befragung vollständig abgeschlossen.
Tabelle 1. Altersverteilung (N=1006) Tabelle 2. Geschlechtsverteilung (N=1002)
Jahre
Häufigkeit
Prozent
Geschlecht
Häufigkeit
Prozent
18-24
551
55.0 %
divers
3
0.3 %
25-29
300
29.9 %
männlich
349
34.7 %
30-34
83
8.3 %
weiblich
654
65.0 %
35-39
29
2.9 %
40-44
19
1.9 %
45+
20
2.0 %
Tabelle 3. Studienform (N=1006) Tabelle 4. Stufe (N=1006)
Form
Häufigkeit
Prozent
Stufe
Häufigkeit
Prozent
Teilzeit
484
48.1 %
Bachelor
911
90.6 %
Vollzeit
522
51.9 %
Master
95
9.4 %
Tabelle 5. Studiengang (N=1006)
Studiengang
Häufigkeit
Prozent
Architektur
35
3.5 %
Business Administration
232
23.1 %
Corporate/Business Development
14
1.4 %
Pflege
137
13.6 %
Soziale Arbeit
437
43.4 %
Wirtschaftsinformatik
94
9.3 %
Wirtschaftsingenieurwesen
57
5.7 %
Tabelle 6. Zählen Sie sich zum Kreis der gefährdeten Personen? (N=939)
Risikogruppe
Häufigkeit
Prozent
ja
46
4.9 %
nein
893
95.1 %
5
3.2 Subjektive Einschätzung der Studiensituation
Tabelle 7. Wie viele Stunden pro Woche wenden Sie durchschnittlich für Ihr
Studium auf (inklusive Präsenzveranstaltungen)? (N=956)
Stunden
Studienform
Mittelwert
Standardab-
weichung
Vor der Umstellung
auf Home-Learning
Teilzeit
21.4 Stunden
9.2
Vollzeit
33.5 Stunden
13.8
Derzeitige Studien-
Situation
Teilzeit
20.8 Stunden
12.1
Vollzeit
33.9 Stunden
17.0
Abbildung 1
Abbildung 2
5% | 51
20% | 190
50% | 476
21% | 204
4% | 35
mehr als 15h
weniger
zwischen 15 und
5h weniger
zwischen 5h
weniger und 5h
mehr
zwischen 5h
und 15h mehr
mehr als 15h
mehr
Wie viel Stunden wenden Studierende aktuell im Vergleich
zu vorher für Ihr Studium auf? (N=956)
25% | 238
42% | 404
26% | 247
7% | 70
nein eher nein eher ja ja
Gehen Sie davon aus, dass die aktuelle Situation Ihre
Studienzeit verlängert? (N=959)
6
3.3 Berufstätigkeit und Betreuungsverpflichtungen
Tabelle 8. Berufstätigkeit neben dem Studium (ja/nein)
(N=939)
Berufstätigkeit
Ja
Vor der Umstellung auf Home-Learning
72 %
Derzeitige Situation
64 %
Tabelle 9. Wie viele Stunden pro Woche arbeiten Sie neben dem Studium?
Stunden
M
SD
Vor der Umstellung auf Home-Learning (N=673)
20.9
12.4
Derzeitige Situation (N=601)
23.5
13.8
Tabelle 10. Wie viel Prozent Ihres Lebensunterhalts erwirtschaften Sie
durch Ihre Berufstätigkeit?
Prozent
M
SD
Vor der Umstellung auf Home-Learning (N=669)
69.3
32.8
Derzeitige Situation (N=597)
72.2
32.4
Tabelle 11. Leben Sie zusammen mit betreuungspflichtigen Kindern oder haben
Sie andere Betreuungsverpflichtungen? (N=937)
Betreuungsverpflichtungen
Anzahl
Prozent
ja
91
9.7 %
nein
846
90.3 %
Tabelle 12. Wie viele Stunden pro Woche wenden Sie für Betreuungsverpflich-
tungen auf? (N=91)
Stunden
M
SD
Vor der Umstellung auf Home-Learning
32.1
45.2
Derzeitige Situation
43.4
52.9
Tabelle 13. Übernehmen Sie derzeit weitere Verpflichtungen und/oder Enga-
gements? (N=936)
Engagement
Anzahl
Prozent
ja
274
29.3 %
nein
662
70.7 %
Durchschnittliches ehrenamtliches Engagement (N=272): 10.0 Stunden pro Woche
(SD=25.5).
7
3.4 Herausforderungen der Home-Learning Situation
Abbildung 3
8%
9%
15%
12%
19%
19%
25%
34%
18%
18%
19%
26%
30%
31%
28%
38%
14%
8%
7%
13%
10%
13%
13%
7%
21%
25%
21%
20%
23%
21%
23%
14%
39%
39%
38%
29%
17%
16%
11%
7%
dass ich mich gleichzeitig um Angehörige kümmern muss.
dass ich technische Einschränkungen habe
dass ich keinen Arbeitsplatz habe, an dem ich ungestört
arbeiten kann.
dass ich mich alleine fühle.
meinen Tag zu planen.
dass ich mir viele Sorgen mache.
dass ich nebst dem Studium so viel anderes erledigen
muss.
dass mich viele Dinge ablenken.
Bei der derzeitigen Home-Learning Situation ist für mich besonders
herausfordernd… (N=936)
stimmt stimmt eher weder noch stimmt eher nicht stimmt nicht
8
3.5 Einstellungen zum Studium
Abbildung 4
Abbildung 5
Abbildung 6
5%
21%
28%
55%
27%
18%
30%
5%
10%
Derzeitige Situation
Vor der Umstellung auf Home-Learning
Ich finde das Lernen für mein Studium richtig spannend. (N=934)
stimmt stimmt eher weder noch stimmt eher nicht stimmt nicht
15%
53%
33%
37%
24%
7%
19%
2%
9%
Derzeitige Situation
Vor der Umstellung auf Home-Learning
Ich fühle mich von meinen Studienkolleg*innen unterstützt. (N=934)
6%
35%
28%
63%
22% 34%
2%
10%
Derzeitige Situation
Vor der Umstellung auf Home-Learning
Ich komme mit den Anforderungen in meinem Studium gut zurecht. (N=934)
9
3.7 Lernstrategien
Abbildung 7
Abbildung 2
Abbildung 9
Abbildung 10
22%
32%
50%
51%
13%
9%
11%
6%
4%
2%
Derzeitige Situation
Vor der Umstellung auf Home-Learning
Ich nehme mir vor, was ich jeweils schaffen möchte. (N=927)
stimmt stimmt eher weder noch stimmt eher nicht stimmt nicht
8%
32%
23%
44%
20%
13%
32%
11%
16%
1%
Derzeitige Situation
Vor der Umstellung auf Home-Learning
Ich schaffe eine gute Work-Life-Balance. (N=927)
10%
26%
36%
47%
20%
15%
25%
10%
9%
2%
Derzeitige Situation
Vor der Umstellung auf Home-Learning
Ich gestalte meine Umgebung so, dass ich möglichst wenig vom Lernen abgelenkt
werde. (N=926)
8%
27%
27%
46%
22%
16%
31%
9%
12%
3%
Derzeitige Situation
Vor der Umstellung auf Home-Learning
Ich hole mir Rückmeldung und Feedback, wenn ich es brauche. (N=926)
10
4 Zusammenfassung
Die deskriptive Auswertung der Umfrage verdeutlicht, dass sich die Studienbedingungen im
Kontext der aktuellen Massnahmen und des Verbots von Präsenzveranstaltungen verändert
haben. Dies betrifft die gesamte Alltags- und Studiensituation der Studierenden:
1. Obwohl nach wie vor im Durchschnitt gleich viele Stunden pro Woche für das Studium
aufgewendet werden, wenden ca. 25% deutlich weniger und 25% deutlich mehr Zeit für
das Studium auf als vorher. Bei ungefähr 50% entspricht der derzeitige Aufwand demje-
nigen vor den Massnahmen. Diese Verschiebungen lassen sich dadurch erklären, dass
eine Gruppe der Studierenden deutlich mehr Betreuungsaufwand hat, mehr arbeiten muss
oder sonstige Hilfsdienste übernommen hat. Der Mehraufwand erklärt sich zudem über
die Herausforderungen des Distance Learning, das von einem Teil der Studierenden als
zeitaufwändiger beschrieben wird.
2. Obwohl insgesamt 7% weniger Studierende aktuell erwerbstätig sind, erhöht sich der Zeit-
aufwand für Erwerbstätigkeit im Durchschnitt. Das weist auf eine Mehrbelastung in der
Berufstätigkeit bei denjenigen hin, die nach wie vor arbeiten können bzw. müssen.
3. 10% der Studierenden haben neben ihrem Studium Betreuungsaufgaben. Die durch-
schnittliche Betreuungszeit von Angehörigen erhöht sich um 25%.
4. Insgesamt fühlt sich ein grosser Teil der Studierenden verunsichert in der gegenwärtigen
Studiensituation:
Ein Drittel der Studierenden geht davon aus, dass die aktuelle Situation sich studien-
verlängernd auswirkt.
Vor der Umstellung waren bis auf wenige, die Studierenden überzeugt, dass sie mit
den Anforderungen ihres Studiums zurechtkommen. Diese Zahl ist stark zurückgegan-
gen. Dabei steht die Herausforderung der anstehenden Prüfungen im Mittelpunkt.
5. Die Herausforderungen bestehen darin, dass im Modus des Distance Learning und in der
aktuellen Krisensituation die Studierenden von anderen Dingen abgelenkt werden, gleich-
zeitig unterschiedliche Aufgaben erledigen müssen und sich Sorgen um Gesundheit, An-
gehörige und gesellschaftliche Entwicklungen machen. Diese Herausforderungen lassen
sich auch durch eine gute Online-Didaktik nur bedingt auffangen, sondern sind dieser be-
sonderen gesellschaftlichen Situation geschuldet.
6. Diese soziale und schulische Konstellation führt zu einer Veränderung der Einstellung
zum Studium:
Von vorher über drei Viertel findet unter der gegebenen Situation noch knapp ein Drittel
der Studierenden sein Studium spannend oder hat Spass daran.
Die Studierenden fühlen sich insbesondere von ihren Kolleg*innen getrennt. Es fehlt
ihnen der Austausch mit und Unterstützung von diesen, der offensichtlich ein wichtiger
Faktor dafür ist, das Studium gut zu bewältigen.
Die Work-Life-Balance ist bei einem grossen Teil der Studierenden herausfordernder
geworden. Nur noch 31% schätzen ihre Work-Life-Balance als gut ein (vorher: 76%).
7. Interessant ist, dass die Studierenden versuchen, produktive Lernstrategien aufrechtzu-
erhalten. Das gelingt knapp der Hälfte der Studierenden (Planen: 53%, feste Lernzeiten:
54%, Selbstmotivation: 50%, Umgebungsgestaltung: 46%, Feedback einholen: 35%).
11
5 Ableitungen
Die FHS St.Gallen versteht sich als Hochschule, die eine ganzheitliche Bildung fördert, sich
durch ihre Praxisnähe auszeichnet und die grossen Wert auf einen lebendigen Austausch zwi-
schen Studierenden untereinander sowie mit Dozierenden legt. Die Ergebnisse der Studieren-
denumfrage verdeutlichen, dass Studieren mehr ist als das, was in den Seminarräumen statt-
findet. Persönliche Kontakte (zu Peers und Dozierenden) sind zentral und dieser Austausch
wurde aufgrund der COVID-19-Situation erschwert: Die Umstellung auf Distance Learning
während der Corona-Krise ist deshalb besonders herausfordernd. Die Studierendenumfrage
zeigt, dass die bundesrätlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise für das Stu-
dieren als Ganzes belastend sind. Studierende mit Betreuungsaufgaben, mit weiteren ehren-
amtlichen Verpflichtungen und solche, die der Risikogruppe angehören, sind signifikant stärker
von den durch COVID-19 hervorgerufenen Massnahmen betroffen. Allerdings erklären diese
persönlichen Konstellationen nur circa 10% der Veränderung. Die Situation ist auch für dieje-
nigen Studierenden belastend und eine unbekannte Herausforderung, die nicht noch weitere
Verpflichtungen haben.
Gleichzeitig lassen sich in den Antworten auch ein grosses Durchhaltevermögen der Studie-
renden erkennen, welche sich in den letzten Monaten nicht haben hängen lassen und zum
Beispiel trotz der herausfordernden Situation immer noch das schaffen, was sie sich vorneh-
men.
Die Hochschulleitung der FHS St.Gallen nimmt die Ergebnisse der Studierendenumfrage ernst
und hat erste Schritte eingeleitet, um geeignete Antworten und Strategien zu finden, um die
Studierenden weitergehend zu unterstützen. Bereits während des Semesters hat die FHS
St.Gallen aufgrund der ausserordentlichen Situation des Distance Learnings die Prüfungsord-
nung für das Frühlingssemester 2020 angepasst. Studierende können einen Lernplatz im
Fachhochschulzentrum beantragen, wenn im privaten Umfeld keine adäquate Umgebung zur
Verfügung steht. Auch in den einzelnen Modulen konnte auf die Situation eingegangen wer-
den. Dabei gibt es in den einzelnen Studiengängen unterschiedliche Modelle. Als Good-Prac-
tice-Beispiel kann die ArchitekturWerkstatt genannt werden, wo eine zweiwöchentliche virtu-
elle Vollversammlung der Studierenden und Dozierenden stattfindet, um sich auszutauschen,
Herausforderungen zu besprechen und Lösungen zu initiieren. Damit im Studiengang Pflege
bestimmte, zu übende Lehrinhalte vermittelt werden können, setzte der Studiengang ein eige-
nes Schutzkonzept für die Praxisräume um. Zudem konnten sich Dozierende und Lehrbeauf-
tragte mit maximal vier Studierenden zu Kolloquien vor Ort treffen, wobei den Sicherheitsbe-
stimmungen gerecht werden konnte.
Da noch nicht abschliessend geklärt ist, wie der Unterricht im Herbstsemester 2020/2021 statt-
finden kann, werden die Antworten des Projektes Studieren unter Covid-19-Bedingungen
unter den Studiengangsleitungen und Modulverantwortlichen vertieft diskutiert und der Dialog
zur Studierendenschaft wird weiterhin stattfinden, damit möglichst passend auf die grossen
Herausforderungen des Distance Learning reagiert werden kann.
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