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Verkörperungen und Aufmerksamkeit in pädagogischen Relationen: Der Beitrag der phänomenologischen Unterrichtsforschung für die qualitative erziehungswissenschaftliche Forschung

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Abstract

Um den Beitrag der phänomenologischen Unterrichtsforschung für die qualitative erziehungswissenschaftliche Forschung zu skizzieren, wird diese zunächst im Umkreis aktueller theoretischer und gegenstandstheoreti-scher sowie methodologischer Diskurse kontextualisiert. Ich versuche, ihn zum einen in den Umkreis aktueller Bestrebungen einer "reflexiven Empirie" (1) und zum anderen in aktuellen bildungs-, lern-und sozialtheoretischen Dis-kursen (2) einzuordnen. Danach werde ich die theoretischen Grundlagen und die methodologischen Prinzipien, insbesondere die Operationalisierungen der phänomenologischen Aufmerksamkeitsforschung vorstellen und diese an Bei-spielen veranschaulichen, um einen Einblick in unser Vorgehen geben zu kön-nen (3). Ich möchte deutlich machen, dass mit diesem Zugang eine Möglich-keit eröffnet wird, den Gegenstand erziehungswissenschaftlicher Forschung reflexiv zu bestimmen und bildungs-und erziehungstheoretisch zu justieren.

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... In diesen wird von einer doppelten Hermeneutik(Giddens 1997) und damit von einem doppelten Verstehensbegriff ausgegangen: die Akteure verstehen sich selbst in der Praxis, die untersucht wird, und darin können sie von den Forscherinnen und Forschern verstanden werden. 2 Die folgenden forschungspraktischen und methodologischen Überlegungen wurden im Kontext der pädagogisch-phänomenologischen Videographie entwickelt (vgl.Brinkmann/Rödel 2018/2020, Brinkmann 2020b. ...
... Sie richtet sich auf das Sichtbare und "übersetzt" dieses in phänomenologischenBeschreibungen (vgl. Brinkmann/Rödel 2018;Brinkmann 2020b). ...
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Verstehen wird in rekonstruktiv-hermeneutischen Ansätzen methodologisch als Rekonstruktion eines impliziten Sinnes gesehen und in unterschiedlichen Methodologien operationalisiert. Von diesem hermeneutischen Verstehensbegriff wird der phänomenologische unterschieden. Phänomenologisches Verstehen ist deskriptiv orientiert. Es ist nicht an Text oder an Diskurs, sondern an den Begriff der Erfahrung und an die leibliche Wahrnehmung zurückgebunden. Es ist damit am Leib und an seinen Ausdruck orientier. Phänomenologisches Verstehen wird in diesem Text im Modus der Deskription, Reduktion und Variation als ein methodologisch operatives Verfahren bestimmt. Aus der Perspektive einer theoretischen, pädagogischen Empirie wird Verstehen als zentralen Vollzugsmodus sowohl der Forschungspraxis als der pädagogischen, verkörperten "Praxis" gesehen. Darauf aufbauend wird die phänomenologische Beschreibung als verstehendes Verfahren vorgestellt, das, subjektkritisch sowie voraussetzungs-und geltungskritisch, die unterschiedlichen Ordnungen zwischen dem Impliziten und Expliziten sowie zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren zu differenzieren und einer methodologischen Reflexion zuzuführen versucht.
... Aristoteles antwortete zum Beispiel auf die Frage nach der Möglichkeit, gleichzeitig oder in derselben Zeit zwei Dinge wahrnehmen zu können: "die lustvollere verdrängt die andere, und zwar um so mehr, je mehr sie Lust macht, und schließlich hört die Tätigkeit bei der andern überhaupt auf" (Aristoteles 2007, S. 431 (Crary 2002;Assmann 2003), Medienwissenschaft und Medienökonomie (Franck 1998(Franck , 2014Fichter 2001), Psychologie und Neurowissenschaft (Gallagher 2005;Breyer 2011), Anthropologie (Tomasello 2002(Tomasello , 2009), Phänomenologie (Waldenfels 2004;Blumenberg 2002) und Erziehungswissenschaft (Reh 2008(Reh , 2015Kade 2011Kade , 2015Prondczynsky 2007;Brinkmann 2015Brinkmann , 2016aBrinkmann , 2018Brinkmann , 2020Dinkelaker 2011Dinkelaker , 2015 (Wolff 1751(Wolff /1983). ...
Thesis
In der soziologischen, philosophischen, kulturwissenschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Forschung ist in den letzten Jahrzehnten ein starkes Interesse für Aufmerksamkeit zu verzeichnen, eine gestiegene Aufmerksamkeit für Aufmerksamkeit, die sich nicht zuletzt in einer steigenden Zahl von empirischen Studien, insbesondere im Schulunterricht, niederschlägt. Mithilfe der pädagogisch-phänomenologischen Videographie geht die vorliegende Arbeit mit ihrem Anspruch allerdings über eine empirisch-videographische Studie zur Aufmerksamkeit hinaus. Sie bietet zudem eine Reflexion darauf, wie unterrichtliche Aufmerksamkeit als nicht unmittelbar sichtbare pädagogische Erfahrung und Praxis sowie als pädagogisches Phänomen methodisch angemessen und gehaltvoll beschrieben, tentativ angenähert und zugänglich gemacht, produktiv interpretiert und analysiert werden kann, ohne diese auf Verhalten zu reduzieren; denn die pädagogisch-phänomenologische Videographie setzt die pädagogische Erfahrung, genauer gesagt die leibliche, intersubjektive, vor-sprachliche, vor-reflexive, vor-prädikative Aufmerksamkeitserfahrung der Lernenden und Lehrenden in den Mittelpunkt. Außerdem bietet diese Arbeit in Anlehnung an die Theorien der Aufmerksamkeit von Waldenfels und Meyer-Drawe eine phänomenologische Theorie der Aufmerksamkeit, die sich historisch orientiert, mit unterschiedlichen Diskursen auseinandersetzt und diese pädagogisch konkretisiert. Diese Theorie geht über die kognitive Perspektive heraus und bezeichnet Aufmerksamkeit als ein Zwischengeschehen, das weder eindeutig auf das Subjekt noch eindeutig auf das Objekt zurückgeführt. Nicht zuletzt liefert die Arbeit noch eine interkulturelle Perspektive auf chinesischen und deutschen Schulunterricht, mit der Aufmerksamkeit interkulturell beschrieben und in unterschiedlichen Praxen verglichen werden.
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Der Beitrag vergleicht Zugänge und Ergebnisse quantitativer und qualitativer Forschung zur Qualität von Unterricht. Zunächst wird die Bedeutung von Normativität für die Unterrichtsforschung dargestellt. Anschließend werden überblicksartig zentrale Annahmen, Ansätze und Befunde der quantitativen Unterrichtsqualitätsforschung sowie auf den Qualitätsdiskurs beziehbare Forschungsansätze und -befunde in der qualitativen Unterrichtsforschung skizziert. Abschließend folgen eine vergleichende Darstellung der Leistungen beider Ansätze sowie eine Diskussion zentraler Herausforderungen. https://link.springer.com/referenceworkentry/10.1007%2F978-3-658-24734-8_40-1
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Der Beitrag möchte die in der Erziehungswissenschaft wenig beachtete Praxis und Theorie des pädagogischen Verstehens im Sinne einer Ausdruckshermeneutik interkorporaler Symbolik reformulieren. Damit wird die Frage nach dem Fremdverstehen als Verstehen Anderer wieder aufgegriffen. Fremdverstehen wird zunächst sowohl von Theorien der Einfühlung als auch von hermeneutischen Zugängen abgegrenzt. Mit der Perspektive auf Verkörperungen des bewegten Leibes wird mit Bezug auf phänomenologische, kulturwissenschaftliche und ästhetische Theorien in der Unmittelbarkeit und Performativität des leiblichen Ausdrucks Performanz und Materialität unterschieden. Während in der Materialität kulturelle Symbole dekodierbar bleiben, wird in der wiederholenden Performanz der Verkörperung ein Ereignis sichtbar, das sich nicht symbolisch dekodieren lässt. Die interkorporale Symbolik kann so von der Symbolik kultureller Ordnungen unterschieden werden. Die Verschiebung weg vom Diskurs und Dialog hin zum Leiblichen und Impliziten führt zu einer Ausdruckshermeneutik der Verkörperung, die hermeneutische (Dilthey, Gadamer) und diskurstheoretischen (Butler, Derrida) Ansätze mit phänomenologischen (Scheler, Waldenfels) im Sinne eines Antwortgeschehens verbindet. Diese wird mit Beispielen aus der phänomenologisch orientierten Unterrichtsforschung entwickelt. Es werden Video-Sequenzen aus Forschungsprojekten zur Aufmerksamkeits- und Zeigeforschung analysiert. In einem Ausblick kann sie a) als Modell pädagogischen Verstehens in pädagogischen Situationen und Relationen und b) als Perspektive einer qualitativ orientierten, nicht rekonstruktiven Bildungsforschung fruchtbar gemacht werden.
Conference Paper
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Der Beitrag macht sich auf die Suche nach einer Theorie des Verstehens, die gleichermaßen leibliche und implizite Dimensionen deskriptiv erfassen kann. Zum einen möchte ich zeigen, dass sich Verstehen am Modell des Leibes von einem textbezogenen Verstehen am Modell der Sprache oder am Modell des Diskurses unterscheidet. Gibt es darüber hinaus eine spezifische Form pädagogischen Verstehens, die sich von anderen Verstehens-Praxen in anderen sozialen Feldern unterscheiden lässt? Ich möchte argumentieren, dass sich pädagogisches Verstehen als geteilte Aufmerksamkeit auf einen Gegenstand (interkorporale Interattentionalität) bestimmen lässt, dass also Aufmerksamkeit als leibliches, soziales Phänomen der Schlüssel sein könnte, Verstehen als pädagogisches Verstehen bestimmen zu können. Zunächst werden, ausgehend von einem Beispiel aus unserer phänomenologischen Video- und Unterrichtsforschung, die Konzepte der Verkörperung und des Antwortgeschehens einleitend vorgestellt werden. Danach wird mit Husserl die signifikative Differenz zwischen Erfahren und Sprechen als zentralen Unterscheidungsmodus für eine pädagogische Empirie vorgestellt und diese für eine Deskription und eine Analyse empirischer (Video-)Daten fruchtbar gemacht. Danach stelle ich drei Modelle hermeneutischen Verstehens vor: Verstehen als Dekodieren (Dilthey), Verstehen als Anders-Verstehen (Gadamer) sowie Verstehen als Fremd-Verstehen (Ethnographie). Die Probleme hermeneutischen Verstehens werden sodann mit dem responsiven Modell des Verstehens als Antworten auf den Anspruch des Anderen konfrontiert. Responsivität wird dann von der Resonanztheorie nach Rosa abgegrenzt und mit Bezug auf posthermeneutische und postphänomenologische Ansätze die Materialität der Verkörperung von ihrer Performanz unterschieden. Damit kann es gelingen, sozialisatorische Prozesse der Normalisierung von ereignishaften Erfahrungen der Singularität zu unterschieden. Schließlich wird pädagogisches Verstehen im Sinne einer phänomenologischen Theorie des körperlichen Ausdrucks als interkorporales Verstehen ausgewiesen und diese interkorporale Ausdruckshermeneutik für eine pädagogische Interattentionalität gegenstandstheoretisch und empirisch fruchtbar gemacht.
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Der Beitrag gibt zunächst einen Überblick über Methoden, die gegenwärtig im deutschsprachigen Raum in Vorhaben zur qualitativen Unterrichtsforschung eingesetzt werden. Er stellt anschließend den Ansatz für eine pädagogisch-phänomenologische Unterrichtsforschung vor, der an der Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelt worden ist und im Projekt „SZeNe“ („Schulunterrichtliches Zeigen und Negativität“) erprobt wurde. Das Projekt arbeitet videographisch mit einer nicht-semiotischen Ausdruckshermeneutik, die sich auf Operationalisierungen der Verkörperung gründet und interkorporale Formen von Interattentionalität untersucht, die pädagogisch präzisiert, gegenstandstheoretisch reflektiert und für Unterricht spezifiziert werden. Der Beitrag schließt mit einer Skizze zu den bisherigen Erträgen dieses Projekts. Das SZeNe-Projekt ist Teil der Zusammenarbeit einer interdisziplinären, interkulturellen und interprofessionellen Forschungsgruppe an der East China Normal University in Shanghai und der Zhejiang Normal University in Jinhua. Anfang 2018 wurde ein Forschungslabor (video research laboratory) für pädagogische Unterrichts- und Videoforschung an der Zhejiang Normal gegründet.
Conference Paper
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Ich werde zunächst im Sinne einer erkenntniskritischen Vorbemerkung die phänomenologische Kritik an der Objektivierung des Wissens und der Subjektivierung des Subjekts in den Wissenschaften darstellen, mit der die Vergegenständlichung des Menschen und seines Selbstverhältnisses im Horizont einer „Metaphysik der Subjektivität“ (Heidegger) dekonstruiert wird. Sodann wird die phänomenologische Bestimmung der Doppelstruktur von Körper und Leib bzw. von Objektivierung und Erleben in fünf Punkten zusammenfassend vorgestellt. Danach werde ich die Frage nach dem Verhältnis von Leib und Denken an zwei Beispielen (dem Sich-selbst-berühren und dem Handgeben bzw. Handschlag) variierend veranschaulichen und präzisieren (3.) und ein Modell interkorporaler Reflexivität im Urteilen als soziales und leiblich dimensioniertes Zurückgebeugtsein im Horizont von Andersheit vorstellen. Hier führe ich meine Überlegungen zu einer ersten These zusammen, dass leibliche Reflexivität als Urteilen die Bedingung der Möglichkeit logischen Urteilens und zugleich seine dezentrierende Instanz ist, indem nämlich die Verfügungen der Vernunft auf die Unverfügbarkeit leiblicher Erfahrungen im Anspruch von Ich und Anderem zurückgeführt werden (4.). Anschließend wird das phänomenologische Modell der Leiblichkeit bzw. der leiblichen Reflexivität auf seine Pädagogizität hin befragt. Im Modell der pädagogischen Interattentionalität lassen sich leibphänomenologische und sozialtheoretische Perspektiven fruchtbar machen, und zwar indem lernendes Aufmerken und erziehendes Zeigen in pädagogischen Situationen zusammengeführt werden (5.). Ich werde meinen Vortrag mit 3 Zwischenbemerkungen unterbrechen, in denen ich in kurzen Abschweifungen (oder Ausschweifungen) zum spannungsgeladenen Verhältnis von Phänomenologie und Anthropologie, zum Verhältnis von Diskurstheorie und Leibphänomenologie und zu Möglichkeiten einer leib-basierten, nicht-semiotischen Ausdruckshermeneutik Stellung nehme. Mit der Abgrenzung von Anthropologie, Diskurstheorie, Hermeneutik markiere ich die Grenzen einer phänomenologischen Betrachtungsweise und zugleich die Möglichkeiten weiterer theoretischer Untersuchungen.
Article
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Die konventionelle Doppelung von Pädagogik und Erziehungswissenschaft muss unter einer erfahrungstheoretischen und -wissenschaftlichen Perspektive nicht mehr aufrecht erhalten werden.. Erziehungswissenschaft richtet sich gleichermaßen reflexiv auf Theorie, Empirie und Praxis, in denen sich auf je unterschiedliche Weise Erfahrung artikuliert.
Article
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Zeitschrift für Pädagogik (ISSN 0044-3247), Ausgabe 04, Jahr 2015, Seite 527 - 545 This contribution is an attempt at redefining the relation of the circle problem of theory, empiricism, and practice in pedagogics with phenomenological operations of insight and research and to link it back to a theory of pedagogical experience. A pedagogical approach oriented by empirical science allows us to productively interrelate pedagogical action and educational research as incongruent and subsequent articulations of experience. Such an approach may succeed if based on a phenomenologically oriented form of pedagogical empiricism that investigates subjective and social experiences in learning and education with the category of embodiment, operationalizes their communicative interrelations apparent in the reactions, and, finally, determines their pedagogical dimensions based on the practice and form of showing geared towards attracting attention. Der Beitrag unternimmt den Versuch, das Zirkelproblem von Theorie, Empirie und Praxis in der Pädagogik mit phänomenologischen Erkenntnis- und Forschungsoperationen neu zu relationieren und an eine Theorie der pädagogischen Erfahrung zurückzubinden. In einer erfahrungswissenschaftlich ausgerichteten Pädagogik können pädagogisches Handeln und erziehungswissenschaftliches Forschen als inkongruente und nachträgliche Artikulationen von Erfahrung produktiv aufeinander bezogen werden. Das kann mit einer phänomenologisch orientierten pädagogischen Empirie gelingen, die subjektive und soziale Erfahrungen im Lernen und Erziehen mit der Kategorie der Verkörperung erfasst sowie deren kommunikative Relationierung im Antwortgeschehen operationalisiert und schließlich mit der Praxis und der Form des auf Aufmerksamkeit zielenden Zeigens pädagogisch dimensioniert.
Chapter
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Der Aufsatz versucht einen Beitrag zu einer grundlagentheoretischen Bestimmung und Differenzierung qualitativer empirischer Forschung in der Pädagogik zu geben. Es wird eine phänomenologisch orientierte Theorie pädagogischer Erfahrung und eine Methodologie ethnographischer und videographischer Praxis unter einer bildungstheoretischen Perspektive vorgestellt. Drei Fragen werden beantwortet: Was ist pädagogische Erfahrung im Lernen und Lehren? Wie kann man pädagogische Erfahrung empirisch rekonstruieren? Wie lassen sich pädagogische Praxen mit den Mitteln ethnographischer Videographie erforschen? Pedagogical experience The paper contributes to a basic theoretical description and differentiation of qualitative research in educational studies. It introduces a phenomenologically oriented theory of pedagogical experience and a special methodology of ethnographical and videographic research practice, both in the perspective of theory of Bildung. Three paper key questions are central to this reflection: What is pedagogical experience in learning and teaching? How can pedagogical experience be reconstructed from empiric data? How can ethnographic videography contribute to researching pedagogical practice?
Book
Cover Blurb: Researching Lived Experience introduces an approach to qualitative research methodology in education and related fields that is distinct from traditional approaches derived from the behavioral or natural sciences—an approach rooted in the “everyday lived experience” of human beings in educational situations. Rather than relying on abstract generalizations and theories, van Manen offers an alternative that taps the unique nature of each human situation. The book offers detailed methodological explications and practical examples of hermeneutic-phenomenological inquiry. It shows how to orient oneself to human experience in education and how to construct a textual question which evokes a fundamental sense of wonder, and it provides a broad and systematic set of approaches for gaining experiential material that forms the basis for textual reflections. Van Manen also discusses the part played by language in educational research, and the importance of pursuing human science research critically as a semiotic writing practice. He focuses on the methodological function of anecdotal narrative in human science research, and offers methods for structuring the research text in relation to the particular kinds of questions being studied. Finally, van Manen argues that the choice of research method is itself a pedagogic commitment and that it shows how one stands in life as an educator.
Book
Abbreviations Preface and acknowledgements 1. The emergence of practice 2. Mind/action/body 3. The social constitution of mind/action and body 4. Social practices 5. Dimensions of practice theory 6. Practices and sociality Postscript: individual and totality Notes References Index.
Phänomenologische Methodologie und Empirie in der Pädagogik -Ein systematischer Entwurf für die Rekonstruktion pädagogischer Erfahrungen
  • Malte Brinkmann
Brinkmann, Malte (2015b): Phänomenologische Methodologie und Empirie in der Pädagogik -Ein systematischer Entwurf für die Rekonstruktion pädagogischer Erfahrungen. In: Brinkmann, Malte/Kubac, Richard/Rödel, Severin Sales (Hrsg.): Pädagogische Erfahrung. Theoretische und empirische Perspektiven. Phänomenologische Erziehungswissenschaft, Band 1. Wiesbaden: Springer VS, S. 33-60.
Vortrag Wittenberger Gespräche 26.-28
  • Malte Brinkmann
Brinkmann, Malte (2018b): Epoché: Einklammern, Anhalten, Zurücktreten, um Anderes und Fremdes zu sehen: Zur Praxis der phänomenologischen Epoché in der qualitativen Forschung. Vortrag Wittenberger Gespräche 26.-28. April 2018 in der Leucorea: "Theoretische Empirie" -Erkenntnisproduktion zwischen Theoriebildung und empirischen Praxen. https://www.researchgate.net/publication/325 251035_Epoche_Einklammern_Anhalten_Zurucktreten_um_Anderes_und_Frem des_zu_sehen_Zur_Praxis_der_phanomenologischen_Epoche_in_der_qualitative n_Forschung [Zugriff: 06.09.2018].
Bildung im Ort der Zeit -Reflexive Begegnungen zwischen schulischer, künstlerischer und forschender Praxis
  • Birgit Engel
Engel, Birgit (2010): Bildung im Ort der Zeit -Reflexive Begegnungen zwischen schulischer, künstlerischer und forschender Praxis. In: Brinkmann, Malte (Hrsg.): Erziehung. Phänomenologische Perspektiven. Würzburg: Königshausen & Neumann, S. 179-202.
Zur Dialektik von qualitativer Forschung und soziologischer Theoriebildung
  • Herbert Kalthoff
Kalthoff, Herbert (2008): Zur Dialektik von qualitativer Forschung und soziologischer Theoriebildung. In: Kalthoff, Herbert (Hrsg.): Theoretische Empirie. Zur Relevanz qualitativer Forschung. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, S. 8-32.
Interpretation und Interferenz
  • Robert Kreitz
Kreitz, Robert (2016): Interpretation und Interferenz. In: Kreitz, Robert/Miethe, Ingrid/ Tervooren, Anja (Hrsg.): Theorien in der qualitativen Bildungsforschung -Qualitative Bildungsforschung als Theoriegenerierung. Opladen/Berlin/Toronto: Barbara Budrich, S. 177-198.
Phänomenologische Betrachtungen in der Pädagogik
  • Käte Meyer-Drawe
Meyer-Drawe, Käte (1996): Von anderen lernen. Phänomenologische Betrachtungen in der Pädagogik. In: Borrelli, Michele/Ruhloff, Jörg (Hrsg.): Deutsche Gegenwartspädagogik. Band 2. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren, S. 85-100.
Verlernen Vermitteln. Kunstpädagogische Positionen, Band 30
  • Nora Sternfeld
Sternfeld, Nora (2014): Verlernen Vermitteln. Kunstpädagogische Positionen, Band 30. Hamburg: Repro Lüdke.
Zeigen und Sprechen: Ironie und Unbestimmtheit in der Erziehung
  • Christiane Thompson
Thompson, Christiane (2011): Zeigen und Sprechen: Ironie und Unbestimmtheit in der Erziehung. In: Aßmann, Alexander/Krüger, Jens-Oliver (Hrsg.): Ironie in der Pädagogik. Weinheim, München: Juventa.