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Anschrift der Autoren: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main

Authors:
  • Universidad Autónoma de Chiriquí (UNACHI)
ZEITSCHRIFT FÜR MYKOLOGIE, Band 77/1, 2011 89
Anschrift der Autoren:
1Rheinstr. 15, 64546 Mörfelden-Walldorf; e-mail: hermine.lotz@email.de
2Abt. Mykologie, Institut für Ökologie, Evolution & Diversität, Goethe-Universität Frankfurt am Main,
Siesmayerstr. 70, Geb. B, 60323 Frankfurt am Main
Pilze im Botanischen Garten der
Universität Frankfurt am Main
HERMINE LOTZ-WINTER1*, TINA HOFMANN2,
ROLAND KIRSCHNER2, MARCO KURSAWE2,
TANJA TRAMPE2, MEIKE PIEPENBRING2
H. Lotz-Winter, T. Hofmann, R. Kirschner, M. Kursawe, T. Trampe & M. Piepenbring (2011):
Fungi in the Botanical Garden of the University of Frankfurt. Z. Mykol. 77/1: 89-122.
Key words: Fungi, botanical garden, Frankfurt am Main, biodiversity, ecology, Cistella grumosa,
Erysiphe magnifica, Fusicladium phillyreae, Hypoderma ilicinum, Planistromella acervata, Pseu-
docercospora sambucigena, Ramularia pteridiicola
Summary: Between November 2002 and July 2010 the biodiversity and ecology of non-lichenized
fungi were monitored in the garden grounds of the botanical garden of the J.W. Goethe University
Frankfurt/Main (outside greenhouses).
A total of 372 collections resulted in 312 species of Fungi (true fungi), Mycetozoa (slime molds)
and Oophyceae (straminipilous fungi), including several new records for Germany. The high biodi-
versity and the occurrence of threatened and rare species (e.g. Boletus queletii, Clathrus ruber) pro-
vide important arguments in the discussion on maintaining the botanical garden in its present form.
Zusammenfassung: Zwischen November 2002 und Juli 2010 wurden stichprobenartige Erhebungen
zur Biodiversität und Ökologie der nicht-lichenisierten Pilze in den Freilandflächen des Botanischen
Gartens der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt am Main durchgeführt.
Insgesamt wurden durch 372 Aufsammlungen 312 Arten von Echten Pilzen, Schleimpilzen und
Cellulosepilzen gefunden, davon einige Arten erstmals für Deutschland. Die hohe Biodiversität sowie
das Vorkommen bedrohter und seltener Pilzarten (z.B. Boletus queletii, Clathrus ruber) sind stich-
haltige Argumente in der Diskussion zur Erhaltung des in seinem Bestehen bedrohten Botanischen
Gartens.
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
90 Z. MYKOL. 77/1, 2011
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
1. Einleitung
Zwischen dem Grüneburgpark und dem Palmengarten gelegen, ist der Botanische Garten der
J.W. Goethe-Universität in Frankfurt am Main heute Bestandteil der größten zusammenhän-
genden Grünanlage in der Innenstadt Frankfurts. Er bietet auf annähernd acht Hektar Freiland-
fläche 20.000 bis 25.000 Besuchern pro Jahr die botanische Vielfalt von ca. 5000 Pflanzenarten.
Hinzu kommen ca. 1000 Arten in Gewächshäusern, die für den Besucher allerdings geschlos-
sen sind.
Wie viele weitere Frankfurter Einrichtungen sind auch die Anfänge des Frankfurter Botani-
schen Gartens mit dem Arzt Johann Christian Senckenberg verbunden, dessen Stiftung im Rah-
men der Einrichtung einer medizinischen Akademie 1767 den ersten botanischen Garten
gründete. Nach einer wechselvollen Geschichte entstand der Botanische Garten in seiner heu-
tigen Form ab den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts auf dem Areal der 1914 gegründeten
Frankfurter Universität in unmittelbarer Nachbarschaft verschiedener Institutsgebäude (ZIZKA
2005, Übersicht bei KURSAWE 2007).
Der Garten gliedert sich in pflanzensoziologische Areale Mitteleuropas (vorwiegend Wald-
und Wiesengesellschaften, Moor- und Sumpfhabitate, eine Teichvegetation, Dünenvegeta-
tion), pflanzengeographische Abteilungen (Darstellung der Pflanzendiversität im alpinen, me-
diterranen, nordamerikanischen, ostasiatischen und kaukasischen Bereich), eine systematische
Abteilung zur Darstellung der Verwandtschaften Höherer Pflanzen in räumlicher Nachbar-
schaft (ALBERTERNST et al. 2005) sowie den ab 2005 errichteten Neuen Senckenbergischen
Arzneipflanzengarten (DINGERMANN et al. 2010).
Neben dem Aspekt eines Naherholungsziels hat der Botanische Garten Frankfurt zwei
umfangreiche, miteinander verzahnte Teilfunktionen: Er ist Ort der Lehre und Hort der Bio-
diversität.
Mit insgesamt 6000 Pflanzenarten beherbergt der Frankfurter Botanische Garten eine hohe
Diversität und spielt zudem eine wichtige Rolle in der Erhaltung der Artenvielfalt durch Kulti-
vierung von in der Natur z.T. ausgestorbenen bzw. gefährdeten Arten sowie durch Teilnahme an
internationalen Samentauschprogrammen (GRASMÜCK 2005a). Ein weiterer wichtiger Aspekt
bei der Erhaltung von Biodiversität ist die Bereitstellung von Habitaten für Tiere, vor allem
Vögel (WITTIG 2005). Für Honig- und Wildbienen wurden eigens Brutmöglichkeiten geschaffen.
Neben der bewusst angesiedelten Diversität der Pflanzen und z.T. der Tiere gibt es in Bo-
tanischen Gärten eine weitgehend unerschlossene Diversität an Pilzen, Algen und Bakterien,
die sich spontan angesiedelt haben. Diese zusätzliche Diversität wird in der Lehre wenig ge-
nutzt, obwohl sie ein wichtiges Argument für den Erhalt von Botanischen Gärten darstellt.
Als Lehrstätte dient der Garten der Öffentlichkeit (mittels eines gedruckten Gartenführers,
ALBERTERNST et al. (2005), verschiedener Hinweistafeln sowie zahlreicher Führungen), als Aus-
bildungsort dem gärtnerischen Nachwuchs (GRASMÜCK 2005b), jedoch in erster Linie der uni-
versitären Lehre. Neben der Vermittlung von taxonomischen und morphologischen Kenntnissen
durch die Beschilderung der ausgestellten Pflanzen stellt der Garten Material für Praktika bereit,
das auch in der Forschung genutzt werden kann. Hinzu kommen semesterbegleitende Fachfüh-
rungen zu systematischen und ökologischen Themen. Seit der Gründung der Universität hat die
mykologische Lehre in Frankfurt Tradition, zunächst im Rahmen der Botanik. Bereits MÖBIUS
(1909), der erste Institutsvorstand des Botanischen Instituts der J. W. Goethe-Universität Frank-
furt, leitete in seinem „Botanisch-mikroskopischen Praktikum“ zum morphologischen Studium
von Pilzen an. Sein Nachfolger LAIBACH, sonst eher
als „Erfinder“ von Arabidopsis thaliana als Mo-
dellpflanze bekannt, nutzte den Botanischen Gar-
ten im Rahmen der Mycosphaerella-Forschung für
Infektionsversuche (LAIBACH 1921, 1922). Für die
mykologische Nutzung des Gartens gibt es sonst
wenige direkte schriftliche Nachweise. Einige kon-
servierte Fruchtkörper mit der Angabe „Botanischer
Garten Frankfurt“ aus den 1950er Jahren, z.B. von
Clathrus ruber (Abb. 1), belegen indirekt, dass der
Garten auch in dieser Zeit in der mykologischen
Lehre genutzt wurde. Ab Mitte der 70er Jahre bis
Ende der 80er Jahre wurden Veranstaltungen für
fortgeschrittene Studierende als Bestandteil der bo-
tanischen Ausbildung – sogar mit eigenen Pilzbe-
stimmungsübungen – mit Material von Großpilzen
und Mikropilzen aus dem Botanischen Garten
durchgeführt und Führungen über Pilze im Botani-
schen Garten angeboten (H. Lange-Bertalot, mündl.
Mitteilung). Seit der Etablierung der Arbeitsgruppe
„Mykologie“ des Instituts für Ökologie, Evolution
und Diversität an der J. W. Goethe-Universität in
Frankfurt am Main im Jahr 2002 wird die Funga
(= „Pilzflora“) des Botanischen Gartens Frankfurt
verstärkt untersucht. Der Garten wird zudem im
Rahmen der Ausbildung zum „Fachberater für Mykologie, univ. gepr.”, die von der Deutschen
Gesellschaft für Mykologie koordiniert wird, zu Lehrzwecken genutzt. Mithilfe von mykologi-
schen Schautafeln, Faltblättern und Führungen im Garten werden ökologische und systemati-
sche Besonderheiten von Pilzen auch der breiten Öffentlichkeit nahe gebracht.
2. Pilze in botanischen Gärten
Pilze sind als heterotrophe Organismen auf autotrophe Lebewesen angewiesen, sie stellen
sich bei Vorhandensein passender Habitate und Substrate von selbst ein. Daher erscheinen
die Freilandflächen von Botanischen Gärten mit ihren mannigfachen Habitaten, Arten und
damit Substraten prädestiniert für eine große, im Vergleich zu natürlichen Standorten mögli-
cherweise sogar erhöhte Biodiversität an Pilzen.
Einer der ersten in Deutschland, der dieser Annahme systematisch nachging, war KREISEL
(1967), der über 15 Jahre die Funga des Botanischen Gartens von Greifswald untersuchte.
Etwa zeitgleich wurden Untersuchungen zur Vielfalt von Pilzen der Botanischen Gärten von
Tübingen (KAUTT 1967) und Berlin-Dahlem (STRAUS 1967) publiziert. Auch für den Botani-
schen Garten Rostock (DOLL & KWELLA 1971) und für den Botanischen Garten Halle (DÖR-
FELT & SOMMER 1973) wurden Artenlisten veröffentlicht. BENKERT (1979) ergänzte erstmals
die Artenliste für das Arboretum Berlin-Baumschulenweg durch ökologische Schlussfolge-
rungen und verglich die Pilz-Artenlisten verschiedener Botanischer Gärten. Die jüngste um-
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 91
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Abb. 1: Clathrus ruber, in Weingeist kon-
servierter Beleg aus dem Botanischen Gar-
ten Frankfurt am Main vom August 1955
Foto: R. KIRSCHNER
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fassende Publikation legte BESL (1993) über die Funga des Botanischen Gartens Regensburg
mit 400 gelisteten Arten (inkl. Schleimpilze und Cellulosepilze) vor. Im Botanischen Garten
Frankfurt untersuchte KURSAWE (2007) von Oktober 2005 bis September 2006 die Diversität
der Großpilze. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Hausarbeit wurde eine Liste mit 52 Arten
erstellt. Porlinge wurden nicht erfasst.
Darüberhinaus gibt es vergleichbare Arbeiten über städtische Parkanlagen, z.B. aus den
städtischen Gärten Augsburgs (STANGL 1962, die erste Publikation zu diesem Thema über-
haupt, Übersicht bei BESL 1993), zahlreiche Berichte über Fundnotizen in Gewächshäusern
(für den Palmengarten Frankfurt z.B. LEHR 2004), die nach Ansicht von KREISEL (1967) eine
einheitliche Pilzflora aufweisen, sowie Einzelberichte aus Botanischen Gärten und ver-
gleichbaren Einrichtungen (z.B. für den Palmengarten in Frankfurt POHL 1984, 1985a, 1985b,
1985c, 1986a, 1986b, 1991a, 1991b).
3. Ziele
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die im Laufe verschiedener Projekte und Stichproben
gesammelten Kartierungsdaten der Arbeitsgruppe „Mykologie“ des Instituts für Ökologie,
Evolution und Diversität an der J. W. Goethe-Universität in Frankfurt am Main zusammen-
zuführen, durch weitere Begehungen zu vervollständigen und eine vorläufige Bestandsauf-
nahme der Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt in ihrem ökologischen
Kontext zu erstellen. Hauptziel der Untersuchung ist die Erfassung der nicht lichenisierten
Echten Pilze (Regnum Fungi). Es werden nur Arten ausgewertet, für die Belege angefertigt
worden sind. Diese sind in einer öffentlichen Sammlung hinterlegt.
4. Material und Methoden
Alle in der Artenliste aufgeführten Pilze wurden im Botanischen Garten der J.W. Goethe-
Universität Frankfurt gesammelt. Das Sammelgebiet umfasst die pflanzensoziologischen
Areale Mitteleuropas, das Alpinum, die pflanzengeographischen Abteilungen, den Heilpflan-
zengarten und die systematische Abteilung. Gewächshäuser, Anzuchtanlagen und das Ge-
lände um die Instituts- und Wirtschaftsgebäude der Universität wurden nicht berücksichtigt.
Der Sammelzeitraum erstreckte sich von November 2002 bis einschließlich Juli 2010. In-
tensität und Frequenz der Begehungen waren unterschiedlich und bestimmt von der Zielset-
zung der jeweiligen Sammler. Neben Daten aus der kontinuierlichen Sammeltätigkeit von R.
Kirschner (ab September 2003) und H. Lotz-Winter (ab Juni 2009 ein bis zwei Begehungen
monatlich, jeweils ca. 90 Minuten) wurden Daten aus Projekten von T. Hofmann (HOFMANN
2003), einem Fachberatergutachten (TRAMPE 2006) und der weiter oben zitierten Hausarbeit
von KURSAWE (2007) einbezogen (2005 bis 2006 ein bis zwei Begehungen in der Großpilz-
Saison Juni bis November, jeweils ca. 90 Minuten), des weiteren Daten aus Begehungen an-
derer Sammler sowie Einzeldaten, teilweise auf Hinweis der Gärtner. Schleimpilze wurden
lediglich im Rahmen eines Praktikums erfasst (EHLERT & LÜDICKE 2003). Vereinzelt wurden
auch Cellulosepilze (Oophyceae = „Oomycota“ = Peronosporomycetes) notiert. Lichenisierte
Pilze wurden nicht berücksichtigt.
Das Sammelgut wurde in der Regel im Frischzustand lichtmikroskopisch untersucht und
als Beleg präpariert. Bemerkenswerte Fundnotizen wurden makro- und mikrofotografisch do-
kumentiert. In Einzelfällen wurden zur Bestimmung, speziell von Fungi Imperfecti, Kulturen
angelegt. Die Bestimmung von Artengruppen, bei denen eine Isolierung auf speziellen Nähr-
böden zur Artbestimmung erforderlich gewesen wäre, überstieg die organisatorischen Mög-
lichkeiten. Solche Artengruppen wurden daher aus der Untersuchung ausgeklammert. Falls in
der Artenliste nicht anders gekennzeichnet, sind alle Arten im Herbarium Senckenbergianum
(FR) hinterlegt.
Charakterisierung des Sammelgebiets
Der Botanische Garten Frankfurt liegt auf einer Meereshöhe von etwa 100 m (TK 5817/4/2,
Frankfurt-West). Mit einer Vegetationsperiode von ca. 180 Tagen im Jahr gehört das Areal zu
den wärmsten und trockensten Regionen in Deutschland (BUCHER & WITTIG 1996). Der Garten
wurde in seiner heutigen Form ab 1936 auf einem Parkgelände angelegt. Durch Umgraben,
Düngen und Aufbringen von Kompost wurde ein 40–80 cm starker A-Horizont geschaffen. Die
Böden des Gartens besitzen durch eingebrachte Nährstoffe und Schadstoffe des Verkehrsauf-
kommens (Innenstadtlage an einer stark befahrenen Verkehrsader) einen höheren pH-Wert als
Areale außerhalb des Gebietes (BUCHER & WITTIG 1996). Als maßgebliche abiotische Faktoren,
die die Etablierung unterschiedlicher Vegetationen ermöglichen, sind die Bodenqualität (Basen-
und Nährstoffgehalt) sowie die künstliche Bewässerung anzusehen. Je nach Habitat führt das
Gartenpersonal unterschiedlich häufig Bewässerung, Düngung, Ausmagerung durch Übersan-
dung, Eingriffe wie Fällungen, Mähen und Entfernen von Fallholz und Laub durch.
In der Artenliste werden die Pilzfundnotizen den folgenden Habitaten zugeordnet, falls
diese bei der Fundbeschreibung miterfasst wurden:
Pflanzensoziologische Reviere der Flora Mitteleuropas
(nach WITTIG in ALBERTERNST et al. 2005; Website Botanischer Garten Uni Frankfurt)
„Waldgersten-Buchenwald“: größte Waldgesellschaft des Gartens mit Fagus sylvatica, Carpinus be-
tulus, Quercus robur auf leicht basischem Boden.
„Kalkbuchenwald“: Nachbildung des Carici-Fagetums (Seggen- (=Orchideen-)Buchenwald); auf war-
men Kalkböden in Nachbarschaft des „Mediterraneums“ und anderer eher trockener Bereiche.
„Eichen-Hainbuchenwald“: Feuchte Ausbildung auf leicht basischem Boden im Übergang zum bach-
begleitenden Wald mit Carpinus betulus, Quercus robur.
„Bachauenwald“: Nasser, luftfeuchter Standort als Nachbildung eines Hain-Sternmieren-Erlenwalds
mit Alnus glutinosa, Fraxinus excelsior mit Übergängen zum Schluchtwald.
„Birken-Eichenwald“: Nachbildung eines atlantisch geprägten Waldes auf nährstoffarmen, sauren
Böden mit Quercus robur, Betula pendula; spärliche Krautschicht.
„Kiefern-Eichenwald“: Nachbildung eines eher kontinental geprägten Waldes auf nährstoffarmen, sau-
ren Böden mit Quercus robur und Pinus sylvestris; lückenhafte Krautschicht.
„Atlantische Zwergstrauchheide“: Modell einer Heidefläche zwischen „Birken-Eichenwald“ und
„Kiefern-Eichenwald“, nährstoffarmer, saurer, relativ trockener Boden mit Calluna vulgaris, Ge-
nista-Arten.
„Moor- und Sumpfpflanzen“: Feuchtbereich mit Arten von Bruchwäldern, Bachauenwäldern, Feucht-
wiesen etc., in Nachbarschaft zu Alnus spp. und Fraxinus excelsior.
„Sanddüne“: Modell einer anthropogenen Steppenlandschaft auf sandigen Trockenstandorten (Bin-
nendünen mit Sandrasen), basenreiche Ausprägung.
„Sonniger Kalkhang“: Modell einer Steppenheide auf südexponierten Hängen mit flachgründigen, ba-
senreichen, sommertrockenen, warmen Böden mit Frühblühern wie Pulsatilla-Arten, Adonis vernalis.
„Wiese“: Glatthaferwiesenbereich vorwiegend wärmeliebender Ausprägung (mit Salvia pratensis) und
Magerkeitszeigern, im Bereich des Teiches feuchte Ausprägung. An einer Bachmündung eine
Feuchtwiese.
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„Teichrand“: Uferbereich mit Phragmites australis, Carex-Arten, Acorus calamus, Iris pseudacorus,
Lythrum salicaria etc.
„Alpinum“: „Steingarten“ mit etwa 800 Hochgebirgspflanzenarten auf Silikat- oder Kalkgestein.
Pflanzengeographische Reviere
„Mediterraneum“, „Nordamerika“, „Ostasien“, „Kaukasus“: Dargestellt wird die Diversität ver-
schiedener Pflanzengesellschaften einer Region, mit einem unterschiedlich großen Anteil an typi-
schen Bäumen, Sträuchern und Halbsträuchern.
„System“: In der systematischen Abteilung (Darstellung verwandter Pflanzen in räumlicher Nähe) wer-
den etwa 250 Arten kultiviert, davon viele Einjährige, die Beete werden im Herbst „abgeräumt“.
„Heilpflanzengarten“: Im neuen Senckenbergischen Arzneipflanzengarten, der 2007 eröffnet wurde,
werden etwa 170 Arten von Heil- und Gewürzpflanzen in Hochbeeten, geordnet nach 13 Indikations-
gebieten, präsentiert.
5. Ergebnisse
5.1. Artenübersicht und Artenliste
Von November 2002 bis Juli 2010 wurden in den Freilandrevieren des Botanischen Gartens
der Universität Frankfurt und vereinzelt in angrenzenden Arealen insgesamt 372 Aufsamm-
lungen von Pilzen gemacht und bearbeitet. Die Gesamtzahl der bestimmten Arten beträgt 312,
davon wurden 18 nur bis zur Gattungsebene („sp.“) bestimmt. Echte Pilze waren mit 352 Auf-
sammlungen und 293 Arten vertreten, davon wurden 18 nur auf Gattungsebene bestimmt.
Während die Pilzarten in der Artenliste (Abschnitt 5.1.2) systematisch gruppiert sind (KIRK
et al. 2008, SCHOCH et al. 2009, SPATAFORA et al. 2006), lehnt sich die Gliederung in Tabelle 1
an traditionelle Formgruppen an (z.B. BREITENBACH & KRÄNZLIN 1984, 1986, 1991, 1995, 2000,
2005, KRIEGLSTEINER 2000a, 2000b, 2001, 2003) .
Die größte Artenzahl im Berichtszeitraum stellt das Phylum Basidiomycota mit 216 Auf-
sammlungen und 173 Arten (Phylum Ascomycota: 92 Aufsammlungen/79 Arten). Innerhalb
der Basidiomycota waren die Pucciniomycotina und Ustilaginomycotina mit 16 bzw. 5 Auf-
sammlungen/16 bzw. 5 Arten vertreten, den Hauptanteil stellten die Agaricomycotina mit 195
Aufsammlungen und 152 Arten. Die artenreichste Ordnung waren die Agaricales (127 Auf-
sammlungen/96 Arten), gefolgt von den Russulales (23 Aufsammlungen/22 Arten), Boletales
(17 Aufsammlungen/11 Arten) und Polyporales (15 Aufsammlungen/13 Arten). Weitere Ord-
nungen waren lediglich mit wenigen Arten vertreten (s. Artenliste, Abschnitt 5.1.2). Bei den
Ascomycota stellten die Pezizomycotina mit 91 Aufsammlungen und 78 Arten den Hauptan-
teil. Artenreichste Ordnungen waren die Helotiales und die Xylariales (29 bzw. 17 Auf-
sammlungen/26 bzw. 14 Arten). Nur ein Vertreter der Taphrinomycotina wurde erfasst,
Saccharomycotina wurden nicht berücksichtigt (s. Abschnitt 4. Methoden). Fungi Imperfecti
waren mit 48 Aufsammlungen und 45 Arten (2 Aufsammlungen wurden nur bis zur Gattung
bestimmt) repräsentiert (siehe auch Anmerkungen zu Tabelle 1).
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Darüberhinaus wurden neun Cellulosepilz-Arten notiert, neun Schleimpilz-Arten sowie Scle-
rotium rolfsii in einem Glashaus.
5.1.2 Artenliste Fungi (Echte Pilze)
Dem wissenschaftlichen Artnamen (Nomenklatur in der Regel nach INDEX FUNGORUM) folgen
in der Liste: deutscher Artname (ggf.) nach BOLLMANN et al. (2007), Sammel- bzw. Herbar-
belegnummer*, Funddatum, Habitat im Botanischen Garten (falls erfasst, s. Erläuterung der
Habitate, s. Abschnitt 4. Methoden, Charakterisierung des Sammelgebiets, bzw. ein von den
aufgelisteten Habitaten abweichender Fundort), Angaben zum Substrat in Klammern. Bei
Funden von Nebenfruchtformen, die laut Literatur im Artrang einer Teleomorphe (ANAMORPH-
Aufsammlungen Arten
Ascomycota 92 79
Pezizales 5 4
Helotiales 36 33
Erysiphales 6 5
Pyrenomyceten i.w.S. 44 36
Sonstige 1 1
Basidiomycota 216 173 (plus 4 Varietäten)
Blätterpilze i.w.S. 115 86
Boletales 15 10
Russulales 17 17
Heterobasidiomyceten
(ohne Rost- und Brandpilze)
4 4
„Gasteromyceten“ 11 7
Sonstige „Aphyllophorales s.l.“ 33 28
„Rostpilze“ 16 16
Brandpilze 5 5
Fungi Imperfecti 41* 39*
Zygomycota 3 2
Gesamtzahlen Echte Pilze 352 293
Tab. 1: Echte Pilze im Botanischen Garten Frankfurt gruppiert nach traditionellen Formgruppen.
* 7 weitere Aufsammlungen/6 weitere Arten (Cryptosphaeria eunomia/Cytosporina millepunctata,
Cymadothea trifolii/Polythrincium trifolii, Epichloë sylvatica/Neotyphodium sp., Eutypella qua-
ternata/Libertella faginea, Rhytisma acerinum/Melasmia acerina, Trochila laurocerasi/Ceutho-
spora laurocerasi) wurden als Nebenfruchtform einer Teleomorphe zugeordnet (ANAMORPH-
TELEOMORPH database 2010, KIRK et al. 2008) und sind zahlenmäßig dort erfasst.
* RoKi = Roland Kirschner, HLW = Hermine Lotz-Winter, Kursawe = Marco Kursawe, TT = Tanja
Trampe, TH = Tina Hofmann, W. Pätzold = Walter Pätzold
5.1.1 Übersicht Aufsammlungen/Arten im Untersuchungsgebiet
TELEOMORPH database 2010, KIRK et al. 2008) zugeordnet werden können, werden diese so-
wohl bei der Teleomorphe als auch den Fungi Imperfecti mit einem entsprechenden Hinweis ge-
listet. Die Nomenklatur der Gefäßpflanzen folgt der Standardliste der Gefäßpflanzen von
BUTTLER et al. (2010) bzw. dem „Zander“ (ERHARDT et al. 2008).
ASCOMYCOTA
Taphrinomycotina (1 Aufsammlung/1 Art)
Taphrinales (1 Aufsammlung/1 Art): Taphrina deformans (Berk.) Tul., „Kräuselkrankheit”: RoKi
3316/10.06.09 Eingangsbereich Garten (Prunus x amygdalopersica (Weston) Rehder „Pollardii”, Blätter).
Pezizomycotina (91 Aufsammlungen/78 Arten)
Capnodiales (2 Aufsammlungen/2 Arten): Cymadothea trifolii (Pers.) F.A. Wolf: RoKi n.n./06.07.06
als Anamorphe Polythrincium trifolii Kunze (Trifolium repens L., lebende Blätter) – Planistromella
acervata (Ellis & Everh.) M.E. Barr: TH 31/28.07.03 (Yucca gloriosa L., lebende Blätter).
Diaporthales (2 Aufsammlungen/2 Arten): Diaporthe detrusa (Fr.) Fuckel: HLW 565/25.11.09 „Ei-
chen-Hainbuchenwald” (Mahonia sp., Ästchen, hängend) – Gnomonia cerastis (Riess) Ces. & De Not.:
HLW 524/28.10.09 „Mediterraneum” (Acer monspessulanum L., Blätter in der Laubstreu, Petiolen).
Erysiphales (6 Aufsammlungen/5 Arten): Erysiphe aquilegiae var. ranunculi (Grev.) Zeng & Chen:
TT 190/14.09.06 (Ranuculus flammula L., Blattoberseite) Erysiphe heraclei DC.: RoKi 3064/09.07.07
„System” (Heracleum sphondylium L.) Erysiphe magnifica (U. Braun) U. Braun & S. Takam.: RoKi
3360/24.09.2009 „System“ (Nelumbo nucifera Gaertn., lebende Blätter); RoKi 3372/03.11.2009 „Sys-
tem“ (Magnolia liliiflora Desr., lebende Blätter) Erysiphe trifolii Grev.: HLW 492/09.10.09 Wiese
am Rand der Sanddüne (Trifolium pratense L., lebende Blätter) – Phyllactinia fraxini (DC.) Fuss.:
RoKi 3106/13.10.07 „Eichen-Hainbuchenwald” (Fraxinus excelsior L., Blätter).
Geoglossales (2 Aufsammlungen/2 Arten): Geoglossum umbratile Sacc., Schwarze Erdzunge: HLW
1025/26.11.08 „Wiese“ trockener Bereich (Erde) – Trichoglossum hirsutum (Pers.) Boud., Behaarte
Erdzunge: RoKi 3237/08.10.08 „Steppenheide” (Erde).
Helotiales (29 Aufsammlungen/26 Arten): Calycellina alniella (Nyl.) Baral: HLW 536/28.10.09 „Bach-
auenwald“ (Alnus glutinosa (L.) J. Gaertner, weibliche Kätzchen, Bodenschicht) – Calycellina lachno-
brachya (Desm.) Baral: HLW 528/28.10.09 „Mediterraneum” (Acer monspessulanum L., Blätter in der
Laubstreu) – Calycina herbarum (Pers.) Gray: HLW 499/09.10.09 „Wiese” Teichnähe (Urtica dioica L.,
Stängel) – Calycina sp.: HLW 541/28.10.09 „Moor- und Sumpfpflanzen” (Lythrum salicaria L., tote
Stängel) – Cistella albidolutea (Feltgen) Baral: HLW 496/09.10.09 „Moor- und Sumpfpflanzen” (Carex
remota L., Sprosse vorjährig, Mulchbereich) – Cistella grumosa Senn-Irlet & Aeberh.: HLW 522/28.10.09
„Mediterraneum” (Acer monspessulanum L., Blätter in der Laubstreu) – Cyathicula fraxinophila (Svrček)
Baral: HLW 575/25.11.09 „Bachauenwald” (Fraxinus excelsior L., Blattstiel) – Eupropolella sp. (cf. Eu-
propolella hederae nom. prov. ss. Baral (BARAL & MARSON 2005): HLW 1022/09.03.10 Eingangsbereich
(Hedera helix L., hängendes, trockenes Blatt, soc. Trochila craterium (DC.) Fr.) – Hyalopeziza ciliata
Fuckel: HLW 527/28.10.09 „Mediterraneum” (Quercus sp., Blätter in der Laubstreu) – Hymenoscyphus
caudatus (P. Karst.) Dennis: HLW 523/28.10.09 „Mediterraneum” (Acer monspessulanum L., Blätter in der
Laubstreu, Petiolen) – Hymenoscyphus phyllogenus (Rehm) Kuntze: HLW 504/09.10.09 „Bachauen-
wald” (Populus tremula L., Blätter, Laubstreu) – Hymenoscyphus scutula (Pers.) W. Phillips: HLW
502/09.10.09 „Bachauenwald” (Lythrum salicaria L., vorjährige Sprosse); HLW 540/28.10.09 „Moor- und
Sumpfpflanzen” (Lythrum salicaria L., vorjährige Sprosse) – Hymenoscyphus syringicolor Svrček: HLW
535/28.10.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Fagus sylvatica L., Blatt) – Incrucipulum ciliare (Schrad.)
Baral: HLW 519/28.10.09 „Mediterraneum” (Quercus pubescens Willd., Blätter in der Laubstreu) –
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Lanzia luteovirescens (Roberge ex Desm.) Dumont & Korf: HLW 526/28.10.09 „Mediterraneum” (Acer
monspessulanum L., Blätter in der Laubstreu, Petiolen) – Mollisina acerina (Mouton) Höhn.: HLW 525/
28.10.09 „Mediterraneum” (Acer monspessulanum L., Blätter in der Laubstreu) – Pseudopeziza trifolii
(Biv.) Fuckel: TH 29/30.06.03 (Trifolium pratense L., lebende Blätter) – Psilachnum cf. inquilinum (P.
Karst.) Dennis, Schachtelhalm-Wollbecherchen: HLW 115/24.06.09 „Moor- und Sumpfpflanzen” (Equi-
setum telmateia J.F. Ehrhart, vorjährige, feuchtliegende Internodien) – Psilachnum chrysostigmum (Fr.)
Raitv., Weißes Farnbecherchen: HLW 107/24.06.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Dryopteris filix-mas
(L.) H.W. Schott, abgestorbene Stängel in der Bodenschicht); HLW 108/ 24.06.2009 „Eichen-Hainbu-
chenwald” (Athyrium filix-femina (L.) A.W. Roth, abgestorbene Stängel in der Bodenschicht) – Rut-
stroemia sydowiana (Rehm) W.L. White: HLW 521/28.10.09 „Mediterraneum” (Quercus pubescens
Willd., Blätter in der Laubstreu, Blattstiele) – Trichopeziza sulphurea (Pers.) Fuckel: HLW 498/09.10.09
„Wiese“ nahe Teich (Urtica dioica L., Stängel) – Trichopezizella nidulus (Kunze) Raitv., Nestförmi-
ges Haarbecherchen: HLW 102/24.06.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Polygonatum multiflorum (L.) Al-
lioni, vorjährige Sprosse) – Trochila craterium (DC.) Fr.: HLW 1021/09.03.10 Eingangsbereich Garten
(Hedera helix L., hängendes, trockenes Blatt, soc. Eupropolella sp.) – Trochila ilicina (Nees ex Fr.)
Courtec., Stechpalmen-Deckelbecherchen: HLW 112/24.06.09 „Atlantische Zwergstrauchheide” (Ilex
aquifolium L., vorjährige Blätter, Bodenschicht); TH 28/10.07.03 (Ilex aquifolium L., Blätter, trocken) –
Trochila laurocerasi (Desm.) Fr.: HLW 484/09.10.09 Eingangsbereich als Anamorphe Ceuthospora lauro-
cerasi Grove (Prunus laurocerasus L., vorjährige Blätter, Bodenschicht) – Vibrissea flavovirens (Pers.)
Korf & J.R. Dixon: HLW 495/09.10.09 „Moor- und Sumpfpflanzen” (Laubholz indet., Ästchen sub-
mers in künstlichem Bachlauf).
Hypocreales (7 Aufsammlungen/5 Arten): Claviceps purpurea (Fr.) Tul., Mutterkorn: TH 35/01.08.03
(Phalaris canariensis L., Korn) – Epichloë cf. sylvatica Leuchtm. & Schardl, Graskernpilz: HLW
120/24.06.09 u. HLW 486/09.10.2009, beide „Waldgersten-Buchenwald” als Anamorphe Neotypho-
dium sp. (Brachypodium sylvaticum W., lebende Halme) – Epichloë typhina (Pers.) Tul. & C. Tul.,
Graskernpilz: HLW 1024/01.07.10 „Waldgersten-Buchenwald“ (Dactylis polygama Horvátovszky, le-
bende Halme) – Nectria cinnabarina (Tode) Fr.: TH 1/17.11.02 (Betula pendula A.W. Roth, Zweige);
HLW 566/25.11.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Fagus sylvatica L., Stumpf abgestorben, seitlich) –
Nectria peziza (Tode) Fr.: RoKi 3366/12.10.09 „Waldgersten-Buchenwald” (Meripilus giganteus (Pers.)
P. Karst., alte Basidiomata).
Hysteriales (1 Aufsammlung/1 Art): Gloniopsis praelonga (Schwein.) Underw. & Earle: HLW
109/24.06.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Vitis vinifera L. subsp. sylvestris (C.C. Gmel.) Hegi, abge-
storbene Reben).
Microthyriales (8 Aufsammlungen/6 Arten): Aulographum hederae De Not.: TH 51/01.10.03 (Phil-
lyrea latifolia L., tote Blätter); TH 609/25.03.08 (Phillyrea latifolia L., tote Blätter) – Lichenopeltella
pinophylla (Höhn.) P.M. Kirk & Minter: TH 41/18.09.03 (Pinus sylvestris L., tote Nadeln) – Micro-
thyrium cf. inconspicuum J.P. Ellis: HLW 529/28.10.09 „Mediterraneum” (Quercus sp., Blätter in der
Laubstreu) – Microthyrium cytisi Fuckel: TH 48/01.10.03 (Genista anglica L., tote Zweige) – Mi-
crothyrium ilicinum De Not.: TH 50/01.10.03 (Quercus ilex L., tote Blätter) – Microthyrium macro-
sporum (Sacc.) Höhn.: TH 608/25.03.08 (Buxus sempervirens L., tote Blätter); TH 40/18.09.09 (Buxus
sempervirens L., tote Blätter).
Pezizales (5 Aufsammlungen/4 Arten): Cheilymenia sp. Boud.: RoKi 3136/23.01.08 Eingangsbereich
Garten (Mauer) – Cheilymenia sp. Boud.: RoKi 3248/24.10.08 Eingangsbereich Garten (Kompost) –
Helvella crispa (Scop.) Fr., Herbstlorchel: Kursawe 64/14.10.05 „Nordamerika” (Erde); RoKi
3356/23.09.09 „Mediterrane Pflanzen” (Erde) – Otidea alutacea (Pers.) Massee, Lederbrauner Öhrling:
HLW 532/28.10.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Erde).
Pleosporales (5 Aufsammlungen/5 Arten): Coleroa robertiani (Fr.) E. Müll.: HLW 104/24.06.09 „Bu-
chen-Mischwald”, Wegrand (Geranium robertianum L., lebende Blätter) – Leptosphaeria acuta (Moug.
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& Nestl.) P. Karst.: HLW 497/09.10.09 „Wiese“ Teichnähe (Urtica dioica L., Stängel) – Leptosphae-
ria arundinacea (Sowerby) Sacc.: HLW 118/24.06.09 „Teichrand” (Phragmites australis (Cavanilles
Palop) von Steudel, vorjährige Sprosse) – Lophiostoma angustilabrum var. crenatum (Pers.) Chesters
& A.E. Bell: HLW 501/09.10.09 „Wiese” Bachlauf nahe der Düne (Salix sp., feuchtliegendes Ästchen) –
Lophiostoma fuckelii var. pulveraceum (Sacc.) Chesters & A.E. Bell: HLW 490/10.10.09 „Eichen-Bir-
kenwald” (Lonicera xylosteum L., Ästchen, hängend).
Rhytismatales (5 Aufsammlungen/5 Arten): Colpoma quercinum (Pers.) Wallr.: HLW 515/28.10.09
„Eichen-Hainbuchenwald” (Quercus sp., dürres Ästchen am Baum) – Cyclaneusma minus (Butin) Di-
Cosmo, Peredo & Minter: RoKi 3202/26.08.08 „Alpinum“ (Pinus mugo Turra, abgefallene Nadeln) –
Hypoderma ilicinum De Not.: HLW 520/28.10.09 „Mediterraneum” (Quercus pubescens Willd., Blät-
ter in der Laubstreu, an Blattnerven) – Hypoderma rubi (Pers.) DC.: TH 47/01.10.03 (Rubus frutico-
sus agg., tote Zweige) – Rhytisma acerinum (Pers.) Fr.: TT 200/14.09.06 als Anamorphe Melasmia
acerina Lév. (Acer platanoides L., Blattoberseite).
Xylariales (17 Aufsammlungen/14 Arten): Caudospora taleola (Fr.) Starbäck: HLW 516/28.10.09 „Wald-
gersten-Buchenwald” (Fagus sylvatica L., liegender Ast) – Cryptosphaeria eunomia (Fr.) Fuckel: HLW
489/10.10.09 als Anamorphe Cytosporina millepunctata Sacc. Randbereich „Atlantische Zwergstrauch-
heide” (Fraxinus excelsior L., liegender Ast) Diatrypella favacea (Fr.) Ces. & De Not., Birken-Ecken-
scheibchen: HLW 114/24.06.09 „Heide” (Betula pendulaA.W. Roth, liegender Ast) – Diatrypella quercina
(Pers.) Cooke, Eichen-Eckenscheibchen: HLW 111/24.06.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Quercus sp., lie-
gender Ast) Diatrypella verrucaeformis (Ehrh.) Nitschke, Warziges Eckenscheibchen: HLW
119/24.06.09 „Atlantische Zwergstrauchheide” (Corylus avellana L., liegender Ast) Eutypa maura (Fr.)
Sacc., Ahorn-Krustenhöckerpilz: HLW 105/24.06.09 „Waldgersten-Buchenwald” (Acer pseudoplatanus L.,
liegender Ast, entrindet) Eutypella quaternata (Pers.) Rappaz: HLW 517/28.10.09 „Waldgersten-Bu-
chenwald” (Fagus sylvatica L., liegender Ast, soc. Caudospora taleola (Fr.) Starbäck); RoKi 2842/21.06.06
als Anamorphe Libertella faginea Desm. (Fagus sylvatica L., Borke) Hypoxylon cohaerens (Pers.) Fr.,
Zusammengedrängte Kohlenbeere: HLW 117/24.06.09 „Atlantische Zwergstrauchheide“ Beeteinfassung
(liegender Laubholzast); HLW 538/28.10.09 „Atlantische Zwergstrauchheide“ Beeteinfassung (liegender
Laubholzast) – Hypoxylon fuscum (Pers.) Fr., Rotbraune Kohlenbeere: RoKi 3181/15.07.08 „Birken-
wald” (Carpinus betulus L., toter Stamm) Hypoxylon howeianum Peck, Zimt-Kohlenbeere: HLW 509/
10.10.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Quercus sp., liegender, morscher Ast) Kretzschmaria deusta
(Hoffm.) P.M.D. Martin, Brandkrustenpilz: HLW 530/28.10.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Quercus pe-
traea L., Stumpf) Xylaria carpophila (Pers.) Fr., Buchenfruchtschalen-Holzkeule: RoKi 2495/08.07.05
(Fagus sylvatica L., Cupulae); HLW 103/24.06.09 „Buchen-Mischwald” (Fagus sylvatica L., Cupulae)
Xylaria hypoxylon (L.) Grev., Geweihförmige Holzkeule: RoKi 3132/10.12.07 Wegeinfassung Gebäude
B (Holz) Xylaria polymorpha (Pers.) Grev., Vielgestaltige Holzkeule: Kursawe 65/01.08.06 „Eichen-
Birkenmischwald” (Totholz).
Incertae sedis (2 Aufsammlungen/1 Art): Seuratia millardetii (Racib.) Meeker: TH 139/08.07.03 (Ilex
aquifolium L., lebende Blätter); TH 610/25.03.08 (Ilex aquifolium L., lebende Blätter).
BASIDIOMYCOTA
Agaricomycotina (195 Aufsammlungen/151 Arten plus 5 Varietäten/13 zur Gattung bestimmt
Agaricales (127 Aufsammlungen/96 Arten plus 4 Varietäten/7 zur Gattung bestimmt: Agaricus aes-
tivalis (F.H. Møller) Pil., Flüchtigberingter Egerling: Kursawe 8/01.08.06 „Waldgersten-Buchenwald”
(Laubstreu) Agaricus augustus Fr., Braunschuppiger Riesenegerling: Kursawe 9/12.10.05 „Waldgers-
ten-Buchenwald” (Laubstreu); RoKi 3246/21.10.08 „Waldgersten-Buchenwald” an Miquelallee (Nadel-
streu) Agaricus leucotrichus (F.H. Møller) F.H. Møller), Haarigschuppiger Anis-Egerling: Kursawe
10/14.10.05 „Nordamerika” (Nadelstreu) Agaricus sp. Fr.: Kursawe 12/25.08.06 „Ostasien” (Laub-
streu) Agaricus sylvaticus Schaeff., Kleinsporiger Blut-Egerling: HLW 556/25.11.09 „Waldgersten-
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Buchenwald” (Humus) Agaricus xanthoderma Genev., Karbol-Champignon: RoKi 3358/23.09.09
„Kaukasus” (Humus) Agaricus xanthoderma var. xanthoderma Genev., Veränderlicher Karbol-Eger-
ling: Kursawe 11/12.10.06 „Waldgersten-Buchenwald” (Laub-Nadelstreu) Agrocybe dura (Bolton) Sin-
ger, Rissiger Ackerling: RoKi 3245/21.10.08 „Birken-/Eichenwald-Heide” (Humus) Amanita muscaria
(L.) Lam., Fliegenpilz: RoKi 2893/26.10.06 (Boden) Amanita rubescens Pers. ex Fr., Perlpilz: Kursawe
13/10.08.06 „Birken-Eichenwald” (Boden) Amanita strobiliformis (Paulet ex Vittad.) Bertill., Fransi-
ger Wulstling: RoKi 3407/01.07.10 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) Armillaria gallica Marxmül-
ler & Romagn., Fleischfarbener Hallimasch: RoKi 3110/17.10.07 „Teichrand” (Totholz); RoKi 3252/
28.10.08 „Nordamerika” nahe Kompost (Totholz) Armillaria mellea (Vahl ex Fr.) P. Kumm., Honig-
gelber Hallimasch: Kursawe 14/14.10.05 „Wiese” am Großen Teich (vergrabenes Totholz); RoKi
3109/16.10.07 „Wiese” Feuchtbereich mit Totholz (Salix caprea L., Holz); RoKi 3112/24.10.07 „Eichen-
Hainbuchenwald” (Corylus avellana L., Holz) Arrhenia retiruga (Bull.) Redhead, Blasser Adermoos-
ling: RoKi 1909/25.11.03 (Moos indet.); RoKi 2242/07.11.04 (Moos indet.) Bovista plumbea Pers.,
Bleigrauer Bovist: W. Pätzold 3233/29.10.08 „Wiese“ Teichnähe (Boden) Bovista pusilla (Batsch)
Pers.: HLW 493/09.10.09 Rand der „Sanddüne” (Boden) – Calyptella capula (Holmsk.) Quél.: HLW
494/09.10.09 „Wiese” Teichnähe (indet. Dikotyledonenstängel) Chondrostereum purpureum (Pers. ex
Fr.) Pouz., Violetter Schichtpilz: RoKi 2519/20.12.05 (Malus xscheideckeri Späth ex Zabel „Hillieri”,
Holz) Clitocybe cf. nebularis (Batsch ex Fr.) Kumm., Nebelkappe: Kursawe 15/14.10.05 „Waldgers-
ten-Buchenwald” (Boden) Clitocybe odora (Bull.) P. Kumm., Grüner Anis-Trichterling: RoKi 3363/
08.10.09 „Birken-Eichenwald” (Boden) – Clitocybe sp. (Fr.) Staude: Kursawe 16/22.08.06 „Kiefern-
Eichenwald” (Boden) Clitocybe suaveolens (Schumach.) P. Kumm.: RoKi 3256/29.10.08 „Kiefern-
Eichenwald” (Boden) Clitopilus prunulus (Scop. ex Fr.) Kumm., Mehlräsling: Kursawe 17/09.08.06
„Waldgersten-Buchenwald” (Boden); RoKi 3357/23.09.09 „Kalkbuchenwald” (Boden) Collybia coo-
kei (Bres.) J.D. Arnold, Gelbknolliger Sklerotienrübling: RoKi 3361/08.10.09 „Eichen-Hainbuchenwald”
(Meripilus giganteus (Pers.) P. Karst., alte Basidiomata) Coprinellus dilectus (Fr.) Redhead, Vilgalys
& Moncalvo, Orangeroter Tintling: Kursawe 16/17.08.06 „Wiese” (Boden) Coprinellus domesticus
(Bolton) Vilgalys, Hopple & Jacq. Johnson, Großer Holztintling: ohne Beleg, leg. HLW 09.10.09 „Wald-
gersten-Buchenwald” (Laubholz indet., Stumpf) Coprinellus micaceus (Bull. ex Fr.) Vilgalys, Hopple
& Johnson, Glimmertintling: Kursawe 19/25.08.06 „Nordamerika” (Rindenmulch) Coprinellus disse-
minatus (Pers.) J.E. Lange, Gesäter Tintling: HLW 569/25.11.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Laubholz
indet., liegender Ast) Coprinus sp.: Kursawe 20/12.10.05 „Waldgersten-Buchenwald” (Laubstreu, Tot-
holz) Cortinarius anomalus (Pers.) Fr., Graubräunlicher Seidenkopf: HLW 558/25.11.09 „Eichen-Hain-
buchenwald” (Boden) Cortinarius duracinus Fr., Spindeliger Wasserfuß: HLW 561/25.11.09 „Eichen-
Hainbuchenwald” (Boden) Crucibulum laeve (Huds.) Kambly, Tiegelteuerling: HLW 511/10.10.09
„Nordamerika” (Rindenmulch); RoKi 3367/14.10.09 „System” (Koniferen indet., Rindenmulch) Cy-
phellopsis anomala (Pers.) Donk: HLW 567/25.11.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Fagus sylvatica L.,
Stumpf, Rinde seitlich) Flammulina velutipes (Curtis) R. Singer, Samtfußrübling: RoKi 1906/24.11.03
„Wiese” nahe Teich (Salix alba L., lebender Stamm); RoKi 3279/11.03.09 „Sonniger Kalkhang” (Holz
indet., Strunk im Boden) Galerina sp., Häubling: RoKi 2907/24.11.06 „Sonniger Kalkhang” (indet.
Laubmoos auf Kalk) Gymnopilus cf. penetrans (Fr.) Murrill, Geflecktblättriger Flämmling: NN
NN/28.10.06 „Ostasien” (Boden) Gymnopus dryophilus (Bull.) Murr., Waldfreundrübling: RoKi
3210/05.09.08 „Nordamerika” (Boden, Hexenring); RoKi 3362/08.10.09 „Waldgersten-Buchenwald”
(Boden) Hebeloma crustuliniforme (Bull. ex Fr.) Quél., Tongrauer Tränen-Fälbling: Kursawe 21/
14.10.05 Eingangsbereich Garten (Boden) Hebeloma leucosarx P.D. Orton: HLW 514/28.10.09 „Wald-
gersten-Buchenwald” (Boden) Hebeloma mesophaeum (Pers.) Quél., Dunkelscheibiger Fälbling: NN
NN/28.10.06 (Boden) Hebeloma sp., Fälbling: Kursawe 22/12.10.05 „Waldgersten-Buchenwald”
(Boden) Hemimycena cucullata (Pers.) Singer, Gipsweißer Scheinhelmling: HLW 110/24.06.09 „Wald-
gersten-Buchenwald” (Boden) Hygrocybe conica (Schaeff.) P. Kumm., Kegeliger Saftling: RoKi
3315/29.05.09 „Kalkbuchenwald” (Boden); Kursawe 23/29.08.06 „Wiese” (Boden) als Hygrocybe pseu-
doconica Lge., Schwärzender Saftling“ Hygrocybe virginea (Wulfen) P.D. Orton & Watling, Jungfern-
Ellerling: RoKi 3247/24.10.08 „Wiese” am Großen Teich (Boden); RoKi 3257/29.10.08 Hypholoma
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fasciculare (Huds. ex Fr.) Kumm., Grünblättriger Schwefelkopf: Kursawe 24/29.06.06 „Nordamerika”
(Totholz); RoKi 3094/19.09.07 „Ostasien” (Totholz) Inocybe adaequata (Britzelm.) Sacc., Weinrötli-
cher Risspilz: Kursawe 25/29.07.06 „Wiese” nahe Kalkbuchenwald (Boden) Inocybe asterospora Quél.,
Sternsporiger Risspilz: Kursawe 26/12.10.05 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden); HLW 560/25.11.09
„Eichen-Hainbuchenwald” (Boden) Inocybe cf. flocculosa var. flocculosa (Berk.) Sacc., Flockiger Ris-
spilz: Kursawe 28/22.08.06 „Nordamerika” (Boden); Kursawe 27/29.08.06 „Birken-Eichenwald”
(Boden) Inocybe fuscidula var. fuscidula Velen.: HLW 538a/28.10.09 „Kalkbuchenwald” (Boden);
HLW 537/28.10.09 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) Inocybe geophylla var. geophylla (Sow. ex Fr.)
Kumm., Erdblättriger Risspilz: Kursawe 29/12.10.05 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) Inocybe me-
lanopus Stuntz, Braungestiefelter Risspilz: Kursawe 30/17.08.06 „System” (Boden, Zierrasen); Kursawe
30a/25.08.06 „Birken-Eichenwald” (Boden) Inocybe pusio Karst., Radialrissiger Risspilz: Kursawe
31/29.08.06 „Kalkbuchenwald” (Boden); Kursawe 31a/01.09.06 „System” (Boden) Inocybe rimosa
(Bull. ex Fr.) Kumm., Kegeliger Risspilz: NN NN/28.10.06 unter Kiefer bei Kompostanlage (Boden); Kur-
sawe 32/14.10.05 „Wiese” nahe Teich (Boden) Inocybe splendens var. splendens R. Heim, Klebriger
Risspilz: HLW 101/24.06.09 „Kalkbuchenwald” (Boden) Laccaria laccata (Scop. ex Fr.) Berk. &
Broome, Rötlicher Lacktrichterling: Kursawe 33/12.10.05 „Wiese” nahe Teich (Boden); RoKi 3242/
17.09.08 „Alpinum” (Boden) Lepiota cristata var. cristata (Bolton) P. Kumm., Stinkschirmling: HLW
531/28.10.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Boden); Kursawe 34/25.08.08 „System” (Boden, Zierrasen)
Lepiota cristata var. pallidior Boud. ex Bon (Bolton ex Fr.) Kumm , Stinkschirmling: Kursawe 35/30.08.06
„System” (Boden, Zierrasen) Lepiota sp., Schirmling: Kursawe 36/01.08.06 „Birken-Eichenwald”
(Boden) Lepista flaccida (Sowerby) Pat., Fuchsiger Rötelritterling: RoKi 3235/08.10.08 „Kiefern-Ei-
chenwald” (Boden) Lepista nuda (Bull.) Cooke, Violetter Rötelritterling: RoKi 3106/12.12.07 „Eichen-
Hainbuchenwald”; RoKi 3238/08.10.08 „Waldgersten-Buchenwald”, versauerter Bereich (Boden); HLW
554/25.11.09 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) Leucoagaricus cf. leucothites (Vitt.) Wasser, Rosa-
blättriger Egerlingsschirmpilz: Kursawe 37/25.08.06 „System” (Boden, Zierrasen) Leucocoprinus bad-
hamii (Berk. & Broome) Locq.: HLW 1027/19.11.08 (Boden) Lyophyllum decastes (Fr. ex Fr.) Sing.,
Büscheliger Rasling: Kursawe 38/30.05.06 „Ostasien” (Boden); HLW 513/28.10.09 am „Alpinum”
(Boden) Macrolepiota rhacodes (Vitt.) Singer var. bohemica (Wichanský) Bellù & Lanzoni, Groß-
knolliger Safranschirmling: Kursawe 39/14.08.06 „System” (Nadelstreu) Marasmius oreades (Bolt. ex
Fr.) Fr., Nelkenschwindling: Kursawe 40/06.09.06 „System” (Boden, Zierrasen); RoKi 3239/14.10.08
„System” (Boden, Zierrasen) Marasmius rotula (Scop. ex Fr.) Fr., Halsbandschwindling: Kursawe 41/
01.08.06 „Nordamerika” (Totholz) Marasmius setosus (Sowerby) Noordel.: HLW 533/28.10.09 „Ei-
chen-Hainbuchenwald” (Fagus sylvatica L., liegendes, vorjähriges Blatt) Mycena flavoalba (Fr.) Quél.,
Weißgelber Helmling: HLW 568/25.11.09 „Wiese” nahe Teich (Boden) Mycena hiemalis (Osbeck)
Quél.: HLW 505/09.10.09 „Wiese” am Teich, Einfassung Bachlauf (indet. Laubholz, Stamm, berindet);
HLW 573/25.11.09 „Wiese” nahe Teich (Salix alba L., bemooste Rinde) – Mycena leptocephala (Pers.)
Gillet: HLW 483/09.10.09 (Nadelholz indet.) – Mycena olida Bres.: HLW 574/25.11.09 „Wiese” nahe
Teich (Salix alba L., bemooste Rinde) Mycena pura (Pers.) P. Kumm., Gemeiner Rettich-Helmling:
HLW 559/25.11.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Boden) Mycena xantholeuca Kühner: HLW 534/
28.10.09 Nähe „Atlantische Zwergstrauchheide” (Boden) Naucoria escharioides (Fr.) P. Kumm.: HLW
539/28.10.09 „Bachauenwald” (Boden) Panaeolus papilionaceus (Bull.) Quél., Behangener Dünger-
ling: HLW 508/10.10.09 „Nordamerika” (Rindenmulch) Panellus stypticus (Bull.) P. Karst., Bitter-
scharfer Zwergknäueling: HLW 491/10.10.09 „Birken-Eichenwald” (Betula pendula A.W.Roth, liegender
Stamm) Pholiota squarrosa (Pers. ex Fr.) P. Kumm., Sparriger Schüppling: RoKi 3113/24.10.07 „Wiese”
(Salix daphnoides Villars) Pleurotus dryinus (Pers.) P. Kumm., Rillstieliger Seitling: RoKi 3241/17.10.08
„Eichen-Hainbuchenwald” (Populus tremula L., lebender Stamm, Astloch) Pleurotus ostreatus (Jacqu.
ex Fr.) Kumm., Austernpilz: Kursawe 42/12.10.05 „Waldgersten-Buchenwald” (Totholz) Plicaturop-
sis crispa (Pers.) D.A. Reid, Buchen-Adernzähling: RoKi 3252/29.10.08 „Nordamerika”, Kompost (Carya
sp., Stammscheibe) Psathyrella conopilus (Fr.) A. Pearson & Dennis, Behaarter Kegelhut-Mürbling:
NN NN/28.10.06 Weg zum Mammutbaum an Planke (Boden) – Psathyrella sp., Mürbling: Kursawe
43/12.10.05 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) – Psilocybe sp., Kahlkopf: Kursawe 44/10.08.06
100 Z. MYKOL. 77/1, 2011
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
„System” (Boden, Wiese) Resupinatus trichotis (Pers.) Singer: HLW 500/09.10.09 „Wiese” nahe Teich
(Salix sp., abgebrochenes Stammstück) Rhodocollybia butyracea (Bull. ex Fr.) Lennox, Butterrübling:
Kursawe 45/14.08.06 „Eichen-Birkenmischwald” (Boden, zwischen Moosen) Rhodocollybia butyra-
cea f. asema (Fr.) Antonín, Halling & Noordel., Horngrauer Rübling: HLW 562/25.11.09 „Eichen-Hain-
buchenwald” (Boden) Rickenella fibula (Bull. ex Fr.) Raith.*, Orangeroter Heftelnabeling: Kursawe
50/17.08.06 „Kiefern-Eichenwald” (zwischen indet. Laubmoosen) – Schizophyllum commune Fr., Spalt-
blättling: TH 10/21.01.03 (liegendes Holz); RoKi 3254/29.10.08 „Nordamerika”, Kompost (Carya sp.,
Stammscheibe) – Strobilurus tenacellus (Pers.) Singer, Bitterer Kiefernzapfen-Rübling: RoKi 3395/
07.04.2010 „Kiefern-Eichenwald“ (Pinus sylvestris L., Zapfen) Tricholoma aurantium (Schaeff.) Ri-
cken, Orangeroter Ritterling: Kursawe 46/14.08.06 „System” (Boden) Tricholoma cingulatum (Alm-
felt) Jacobashch, Beringter Erd-Ritterling: TT 301/19.11.08 (Boden) Tricholoma lascivum (Fr.) Gillet,
Unverschämter Ritterling: RoKi 3243/21.10.08 „Kiefern-Eichenwald” (Boden) Tricholoma scalptura-
tum (Fr.) Quél., Gilbender Erdritterling: HLW 553/25.11.09 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) Tri-
choloma terreum (Schaeff.) P. Kumm, Mausgrauer Erdritterling: HLW 555/25.11.09 „Waldgers-
ten-Buchenwald” (Boden) Tubaria furfuracea (Pers.) Gillet, Gemeiner Trompetenschnitzling: HLW 106/
24.06.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Boden) Tulostoma fimbriatum Fr., Gewimperter Stielbovist: RoKi
3244/21.10.08 „Sanddüne” (Boden) Vuilleminia comedens (Nees.) Maire, Rindensprenger: RoKi
3131/10.12.07 „Eichen-Hainbuchenwald” (liegender Laubholzast) Woldmaria filicina (Peck) Knudsen:
HLW 1026/01.07.10 „Bachauenwald“ (Matteucia struthiopteris (L.) Todaro, abgestorbene Sprossreste)
Xerula radicata (Relhan) Dörfelt, Wurzelnder Schleimrübling: Kursawe 47/12.10.05 „Waldgersten-Bu-
chenwald” (Boden); RoKi 2894/26.10.06 (liegendes Holz); HLW 113/24.06.09 „Atlantische Zwerg-
strauchheide” (Boden).
Auriculariales (4 Aufsammlungen/4 Arten): Auricularia mesenterica (Dicks.) Pers., Gezonter Ohr-
lappenpilz: NN NN/28.10.06 „System” (Baumstumpf) – Exidia glandulosa (Bull.) Fr., Warziger Drüs-
ling: RoKi 3133/12.12.07 „Eichen-Hainbuchenwald” (Betula pendula A.W.Roth, Ast) – Exidia recisa
(Ditmar) Fr., Weiden-Drüsling: TH 5/14.01.03 (Holz indet., Zweige) – Exidia thuretiana (Lév.) Fr.,
Weißlicher Drüsling: RoKi 3134/12.12.07 „Eichen-Hainbuchenwald” (Betula pendula A.W.Roth, Ast).
Boletales (17 Aufsammlung/11 Arten): Boletus edulis Bull. s.l., Fichten-Steinpilz: RoKi 3107/13.10.07
„Waldgersten-Buchenwald” Miquel-Allee (Boden) – Boletus luridus Schaeff. ex Fr., Netzstieliger He-
xenröhrling: Kursawe 1/15.05.06 „Kalkbuchenwald” (Boden); RoKi 3314/29.05.09 „Kalkbuchenwald”
(Boden) – Boletus cf. queletii Schulzer, Glattstieliger Hexenröhrling: HLW 485/10.10.09 „Waldgersten-
Buchenwald” (Boden) – Boletus radicans Pers., Wurzelnder Bitterröhrling: Kursawe 2/11.10.05 „Wald-
gersten-Buchenwald” (Boden) – Leccinum scabrum (Bull.) Gray, Birkenpilz: RoKi 3105/13.10.07
(Boden) – Paxillus involutus (Batsch ex Fr.) Fr., Verkahlender Krempling: Kursawe 3/29.08.06 „Kiefern-
Eichenwald” (Boden, Wegrand) – Scleroderma verrucosum (Bull.) Pers., Dünnschaliger Kartoffel-Hart-
bovist: RoKi 2493/08.08.05 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden); Kursawe 4/11.10.05 „Wiese” nahe Teich
(Boden) – Suillus grevillei (Klotzsch ex Fr.) Sing., Goldgelber Lärchen-Röhrling: RoKi 2895/26.10.06
„Nordamerika” (Boden); NN NN/28.10.06 Wegausbuchtung Nord (Boden); NN NN/28.10.06 (Holz-
planke) – Xerocomus cf. badius (Fr. ex Fr.) Gilb., Maronenröhrling: Kursawe 5/01.08.06 „Wiese” (Bo-
den) – Xerocomus rubellus (Krombh.) Quél., Blutroter Filzröhrling: RoKi 3200/22.08.08 „Birken-Eichen-
wald” (Boden) – Xerocomus subtomentosus (L. ex Fr.) Quél., Ziegenlippe: RoKi 1846/23.09.03; RoKi
2494/08.07.05 (Boden); Kursawe 6/11.10.05 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden).
Cantharellales (2 Aufsammlungen/1 Art): Clavulina cinerea (Bull.) J. Schröt., Grauer Keulenpilz:
RoKi 2844/13.07.06 (Boden); RoKi 3249/25.10.08 „Wiese“ nahe Düne (Boden).
Geastrales (4 Aufsammlungen/2 Arten): Geastrum fimbriatum Fr., Gewimperter Erdstern: HLW
571/25.11.09 „Sanddüne” (Boden) – Geastrum striatum DC., Kragen-Erdstern: Kursawe 49/09.08.06
„System” (Boden); RoKi 3365/06.10.09 „System” (Boden); NN NN/28.10.06 (Boden).
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 101
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
* Trotz phylogenetischer Daten (REDHEAD et al. 2002), die eine Einordnung von Rickenella bei den Hymenochaeta-
les unterstützen, wurde hier die traditionelle Stellung bei den Agaricales beibehalten.
Hymenochaetales (1 Aufsammlung/1 Art): Phellinus vorax (Harkn.) Černý, Goldrandiger Feuer-
schwamm: TH 85/24.01.03 (Nadelholz indet., verbaut).
Phallales (1 Aufsammlung/1 Art): Clathrus ruber Micheli ex. Pers., Scharlachroter Gitterling: Kursawe
48/25.07.06 „Nordamerika” (Nadelstreu).
Polyporales (15 Aufsammlungen/13 Arten): Daedalea quercina (L.) Pers., Eichenwirrling: HLW
510/10.10.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Quercus sp., liegender Stamm) – Daedaleopsis confragosa
(Bolton) J. Schröt., Rötender Blätterwirrling: RoKi 3185/04.08.08 „Birken-Eichenwald” (Betula pendula
A.W.Roth, toter Ast) – Epithele typhae (Pers.) Pat.: HLW 506/09.10.09 „Wiese” Teich, Einfassung
Bachlauf (Carex sp., lebende Stengelbasis) – Ganoderma adspersum (Schulzer) Donk, Wulstiger Lack-
porling: RoKi 2914/19.01.07 „Ostasien“ (Zelkova serrata (Thunb.) Makino, liegender Stamm) – Gloeo-
phyllum sepiarium (Wulfen) P. Karst., Zaunblättling: RoKi 3111/17.10.07 Bereich Garteneingang
(Totholz) – Hypochnicium geogenium (Bres.) J. Erikss.: RoKi 3364/08.10.09 „Birken-Eichenwald”
(Sandboden) – Meripilus giganteus (Pers.) P. Karst., Riesenporling: RoKi 3186/08.08.08 „Birken-Ei-
chenwald-Heide” (Betula sp., toter Stumpf) – Merulius tremellosus Schrad., Gallertfleischiger Fältling:
TH 7/17.01.03 (Holz indet., Stumpf) – Phaeolus schweinitzii (Fr.) Pat., Kiefern-Braunporling: RoKi
2515/23.08.05; RoKi 3164/27.05.08 „Ostasien” (Larix sp.) – Piptoporus betulinus (Bull.) P. Karst., Bir-
kenporling: HLW 507/10.10.09 Rand „Atlantische Zwergstrauchheide” (Betula pendula A.W. Roth, lie-
gender Stamm) – Trametes gibbosa (Pers.) Fr., Buckeltramete: RoKi 3176/08.07.08 „Atlantische
Zwergstrauchheide” (toter Laubholzstamm) – Trametes hirsuta (Wulfen) Lloyd, Striegelige Tramete:
TH 9/20.01.03 (liegendes Holz) – Trametes versicolor (L.) Lloyd, Schmetterlingstramete: RoKi
2917/09.01.07 „Sonniger Kalkhang” (Baumstumpf); TH 8/17.01.03 (Holz indet., verbaut).
Russulales s.l. (23 Aufsammlungen/22 Arten/6 Arten zur Gattung bestimmt): Auriscalpium vulgare
Gray, Ohrlöffelstacheling: Kursawe 51/29.08.06 „Kiefern-Eichenwald” (Pinus sylvestris L., Zapfen);
RoKi 3236/08.10.08 „Kiefern-Eichenwald” (Pinus sylvestris L., Zapfen) – Lactarius blennius (Fr.) Fr.,
Graugrüner Milchling: HLW 564/25.11.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Boden) – Lactarius camphora-
tus (Bull.) Fr., Kampfer-Milchling: HLW 570/25.11.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Boden) – Lactarius
deterrimus Gröger, Fichten-Reizker: NN NN/25.10.06 „Ostasien” (Boden) – Lactarius pallidus Pers. ex
Fr., Fleischblasser Milchling: Kursawe 52/06.09.06 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) – Lactarius sp.,
Milchling: Kursawe 55/10.11.05 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) – Lactarius turpis (Weinm.) Fr.,
Olivbrauner Milchling: Kursawe 53/06.09.06 „Eichen-Birkenmischwald” (Boden) – Lactarius volemus
(Fr. ex Fr.) Fr., Brätling: Kursawe 54/12.10.05 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) – Peniophora laeta
(Fr.) Donk, Hainbuchen-Zystidenrindenpilz: RoKi 3318/10.06.09 „Waldgersten-Buchenwald” (Carpi-
nus betulus L., abgebrochener Ast) Peniophora limitata (Chaillet ex Fr.) Cooke, Eschen-Zystidenrin-
denpilz: HLW 482/09.10.09 Rand „Atlantische Zwergstrauchheide” (Fraxinus excelsior L., liegender
Ast) – Peniophora quercina (Pers.) Cooke, Eichen-Zystidenrindenpilz: HLW 512/10.10.09 „Eichen-
Hainbuchenwald” (Quercus sp., morscher, liegender Ast) – Russula cf. cyanoxantha (Schaeff.) Fr., Vio-
lettgrüner Frauentäubling: Kursawe 56/24.07.06 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) – Russula cf.
queletii Fr., Stachelbeertäubling: Kursawe 57/17.08.06 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) – Russula fel-
lea (Fr.) Fr., Gallen-Täubling: HLW 563/25.11.09 „Eichen-Hainbuchenwald” (Boden) – Russula mai-
rei Singer, Buchen-Speitäubling: HLW 557/25.11.09 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) – Russula
raoultii Quél., Blassgelber Täubling: Kursawe 58/09.08.06 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) – Rus-
sula sp. (a): Kursawe 59/20.07.06 „Waldgersten-Buchenwald” (Boden) – Russula sp. (b): Kursawe
60/09.08.06 „Eichen-Hainbuchenwald” (Boden) – Russula sp. (c): Kursawe 61/10.08.06 „Birken-Eichen-
wald” (Boden) – Russula sp. (d): Kursawe 62/17.08.06 „Kiefern-Eichenwald” (Boden) – Russula sp.
(e): Kursawe 63/17.08.06 „Kiefern-Eichenwald” (Boden) – Stereum hirsutum (Willd.) Pers., Striegeli-
ger Schichtpilz: HLW 116/24.06.09 Beeteinfassung „Atlantische Zwergstrauchheide” (Fagus sylvatica L.,
Ast Beeteinfassung).
Incertae sedis (1 Aufsammlung/1 Art): Bartheletia paradoxa G. Arnaud ex Scheuer, R. Bauer, M.
Lutz, Stabenth., Melnik & Grube: HLW 1023/01.07.10 Telien „Ostasien“ (Ginkgo biloba L., tote vor-
jährige Blätter in der Laubstreu).
102 Z. MYKOL. 77/1, 2011
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Pucciniomycotina (16 Aufsammlungen/16 Arten)
Microbotryales (1 Aufsammlung/1 Art): Microbotryum silenes-inflatae (DC. ex Liro) G. Deml &
Oberw.: RoKi 3054/08.06.07 „Sanddüne” (Lychnis viscaria L.).
Pucciniales (15 Aufsammlungen/15 Arten): Coleosporium campanulae (Pers.) Lév. (II): RoKi
3056/08.06.07 „Sanddüne” (Campanula rapunculus L.) – Cronartium flaccidum (Alb. & Schwein.) G.
Winter (III, IV): RoKi 3321/01.07.09 (Vincetoxicum hirundinaria F.K. Medikus, lebende Blätter) – Cron-
artium ribicola J.C. Fisch. (III, IV): RoKi 3323/09.07.09 (Ribes aureum Pursh, lebende Blätter) – Cum-
minsiella sanguinea (Peck) Arthur (II, III): RoKi 3165/05.06.08 „Nordamerika” (Mahonia aquifolium
(Pursh) T. Nuttall, lebende Blätter) – Gymnosporangium sabinae (Dicks.) G. Winter (III): RoKi
3285/29.04.09 Garten Eingangsbereich (Juniperus sabina L., Zweige) – Melampsora hypericorum (DC.)
J. Schröt. (I) : RoKi 3065/10.07.07 „System” (Hypericum calycinum L., lebende Blätter) – Phragmidium
rosae-pimpinellifoliae Dietel (II) : RoKi 3290/13.05.09 „Steppenheide” (Rosa spinosissima L., Hypan-
thien) – Puccinia cf. cancellata Sacc. & Roum. (II): TT 192/14.09.06 (Juncus conglomeratus L.) – Puc-
cinia doronicella P. Syd. & Syd. (II): TT 187/14.09.06 (Doronicum orientale G.F.Hoffmann, lebende
Blätter, Ober-/Unterseite) – Puccinia epilobii-fleischeri E. Fisch. (III): TT 193/14.09.06 (Epilobium par-
viflorum von Schreber) – Puccinia hieracii H. Mart.(II, III): TT 186/14.09.06 (Hieracium bauhini Schult.,
Blattober-/unterseite) – Uredo cf. hyperici-humifusi Kleb. (II): TT 184/14.09.06 (Hypericum calycinum
L., lebende Blätter, Unterseite) – Uromyces geranii Speg. (II, III): TH 23/27.06.03 (Geranium pratense
L., Blattunterseite) – Uromyces pisi-sativi (Pes.) Liro (II) : TT 197/14.09.06 (Medicago sativa L.) – Uro-
myces cf. trifolii-repentis Liro (II, III): TT 181/14.09.06 (Trifolium pratense L., Blattunterseite).
Ustilaginomycotina (5 Aufsammlungen/5 Arten)
Doassansiales (1 Aufsammlung/1 Art): Rhamphospora nymphaeae D.D. Cunn. (Abb. 2): RoKi 3179/
10.07.08 „System“ (Nymphaea alba L., lebende Blätter).
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 103
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
Abb. 2:
Ramphospora nym-
phaeae auf Nym-
phaea alba,
14.07.2010 „Großer
Teich“ Botanischer
Garten Frankfurt am
Main.
Foto: R. KIRSCHNER
Exobasidiales (1 Aufsammlung/1 Art): Exobasidium cf. japonicum Shirai: RoKi 3049/15.05.07 (Rho-
dodendron kiusanium Makino).
Tilletiales (1 Aufsammlung/1 Art): Tilletia holci (Westend.) J. Schröt.: RoKi 3053/15.05.07 „Wiese”,
trockener Bereich (Holcus lanatus L.).
Ustilaginales (2 Aufsammlungen/2 Arten): Ustilago striiformis (Westend.) Niessl: RoKi 3052/15.05.07
„Wiese” trockener Bereich (Holcus lanatus L.) – Urocystis colchici (D.F. Schlechtendal) L. Rabenhorst:
RoKi 3161/02.05.08 „Wiese“ nahe Teich (Colchicum autumnale L., Blätter).
FUNGI IMPERFECTI
Alternaria tenuissima (Kunze) Wiltshire: TH 33/01.08.03 (Sinofranchetia chinensis (Franch.) Hemsl.,
lebende Blätter) – Ascochyta cf. buxina/buxicola Sacc./Hollós: TT 195/14.09.06 (Buxus balearica
Lam.) – Botrytis cinerea Pers.: TH 21/24.01.03 (Halesia monticola (Rehder) Sarg., Früchte, alt) –
Cercospora beticola Sacc.: RoKi 3066/18.07.07 „System” (Atriplex patula L., Blätter) – Cercospora
cf. bizzozeriana Sacc. & Berl.: TT 194/14.09.06 (Lepidium latifolium L.) – Cercospora depazeoides
(Desm.) Sacc.: RoKi 3250/28.10.08 „Birken-Eichenwald” (Sambucus nigra L., Blätter) – Cercospora
armoraciae Sacc.: TT 185/14.09.06 (Armoracia rusticana G. Gärtner, B. Meyer & Scherbius, Blätter,
in Spaltöffnungen) – Ceuthospora laurocerasi Grove: HLW 484/09.10.09 Eingangsbereich (Prunus lau-
rocerasus L., vorjährige Blätter, Bodenschicht) – Cladobotryum sp.: RoKi 1829/23.06.03 (Xerocomus
subtomentosus (L. ex Fr.) Quél.) – Cladobotryum varium Nees: TH 11/14.01.03 (Laetiporus sulphu-
reus (Bull.) Murrill) – Cladosporium herbarum (Pers.) Link: TH 26/10.07.03 (Polygonatum odoratum
(P. Miller) Druce, Blätter, trocken) – Cladosporium iridis (Fautrey & Roum.) G.A. de Vries: RoKi
3355/21.09.09 „System” (Iris pallida Monnet de Lamarck, Blätter) – Cladosporium variabile (Cooke)
G.A. de Vries: TH 30/24.07.03 (Briza media L., Spelzen) – Colletotrichum cf. dematium (Pers.) Grove:
HLW 518/28.10.09 „Bachauenwald” (Angelica sylvestris L., faulender Spross) – Colletotrichum tri-
chellum (Fr.) Duke: RoKi 3354/16.11.09 (Hedera helix L., lebende Blätter) – Cytosporina millepunctata
Sacc.: HLW 489/10.10.09 Randbereich „Atlantische Zwergstrauchheide” (Fraxinus excelsior L., lie-
gender Ast) – Discosia artocreas (Tode) Fr.: RoKi 3322/09.07.09 (Fagus sylvatica L., tote, abgefal-
lene Blätter) – Epicoccum nigrum Link: RoKi 3387/25.02.10 (Gingko biloba L., Blatt); TH 22/24.01.03
als E. purpurascens Ehrenb. (Zweig) – Fusicladium carpophilum (Thüm.) Oudem.: RoKi
2852/21.08.06 (Prunus dulcis (Mill.) D.A. Webb, Blätter) – Fusicladium phillyreae (Nicolas & Aggéry)
Ritschel & U. Braun: RoKi 2837/15.05.06; RoKi 2838/16.05.06, beide „Mediterraneum“ (Phillyrea an-
gustifolia L. und Ph. latifolia L., Blätter) - Libertella faginea Desm.: RoKi 2842/21.06.06 (Fagus syl-
vatica L., Borke) – Marssonina juglandis (Lib.) Magnus: RoKi 2220/07.10.04 (Juglans regia L., lebende
Blätter) – Marssonina rosae (Lib.) Died.: TT 199/14.09.06 (Rosa canina L., lebende Blätter) – Melas-
mia acerina Lév.: TT 200/14.09.06 (Acer platanoides L., Blattoberseite) – Monodictys castaneae (Wallr.)
S. Hughes: TH 25/22.01.03 (Pinus aristata Engelm., tote Nadeln) – Neotyphodium sp.: HLW
120/24.06.09 u. HLW 486/09.10.2009, beide „Waldgersten-Buchenwald” (Brachypodium sylvaticum
W., lebende Halme) – Oidium sp.: TT 198/14.09.06 (Lathyrus tuberosus L.) – Paecilomyces mar-
quandii (Massee) S. Hughes: HLW 572/25.11.09 „Wiese” nahe Teich (Hygrocybe virginea (Wulfen)
P.D. Orton & Watling) – Pestalotiopsis angusta Steyaert: TH 46/29.09.03 (Cryptomeria japonica (L.
f.) D. Don, tote Nadeln) – Phacellium carneum (Oudem.) U. Braun: RoKi 1943/07.07.04 (Lathyrus pra-
tensis L., lebende Blätter) – Phoma cf. berberidicola Vest.: TT 196/14.09.06 (Berberis koreana Palib.) –
Phyllosticta concentrica Sacc.: RoKi 3251/28.10.08 „Eichen-Hainbuchenwald” (Taxus baccata L., Na-
deln) – Polythrincium trifolii Kunze: RoKi n.n./06.07.06 (Trifolium repens L., lebende Blätter) – Pseu-
docercospora sambucigena U. Braun, Crous & K. Schub.: RoKi 2889/10.10.06 (Sambucus nigra L.) –
Ramularia carneola (Sacc.) Nannf.: RoKi 3178/09.07.08 „System” (Scrophularia scopolii D.H. Hoppe,
lebende Blätter) – Ramularia grevilleana (Tul. & C. Tul.) Jørst.: RoKi 1893/22.10.03 (Potentilla rep-
tans L., lebende Blätter) – Ramularia pratensis Sacc.: RoKi 3051/04.06.07 „System” (Rumex acetosa
L., lebende Blätter) – Ramularia pteridiicola Petr.: RoKi 3050/04.06.07 (Cyrtomium falcatum = Dry-
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opteris falcata (L. f.) Kuntze) – Ramularia rhabdospora (Berk. & Broome) Nannf.: RoKi 1922/14.06.04
(Plantago lanceolata L., lebende Blätter) – Ramularia valerianae var. valerianae (Speg.) Sacc.: RoKi
1936/29.06.04 (Valeriana officinalis L., lebende Blätter) – Seifertia azaleae (Peck) Partr. & Morgan-
Jones: RoKi 2481/27.04.05 (Rhododendron sp., tote Knospen) – Septoria lysimachiae Westend.: TH
32/20.07.03 (Primula japonica A. Gray, lebende Blätter) – Septoria rumicis Trail: TT 191/14.09.06
(Rumex acetosa L., Blattoberseite) – Trimmatostroma betulinum (Corda) S. Hughes: TH 18/22.01.03
(Holz indet., verrottend) – Tripospermum myrti (Lind) S. Hughes: TH 14/14.01.03 (Abies sp., Zweige).
ZYGOMYCOTA
Mucorales (3 Aufsammlungen/2 Arten): Syzygites megalocarpus Ehrenb.: RoKi 1848/01.09.03 (alte
Agaricales-Basidiomata); RoKi 2509/27.07.05 (alternder Fruchtkörper von Scleroderma verrucosum
(Bull.) Peck) – Spinellus fusiger (Link) Thiegh.: RoKi 3368/12.10.09 „Waldgersten-Buchenwald”
(Gymnopus dryophilus (Bull.) Murrill).
5.1.3 Sonstige Funde
Die folgenden Arten wurden nicht in die Auswertung einbezogen. Sie sind entweder wegen
des Fundorts oder ihrer systematischen Stellung außerhalb des Reichs der Pilze nicht direk-
ter Bestandteil der Untersuchung.
Basidiomycota, Atheliales: Sclerotium rolfsii: RoKi 2890/25.09.06 Glashaus (Vanilla planifolia Jacks.
ex Andrews, lebende Pflanze).
Oophyceae (Cellulosepilze) (9 Aufsammlungen/9 Arten): Albugo candida (Pers.) Roussel: RoKi
3283/17.04.09 „Kalkbuchenwald” (Arabidopsis thaliana (L.) Heynhold Blätter) – Hyaloperonospora
galligena (Blumer) Göker et al.: RoKi 2904/17.11.06 Nähe Eingang (Aurinia saxatilis (L.) Desvaux,
Blätter) – Hyaloperonospora lunariae (Gäumann) Constantinescu: RoKi 3319/10.6.2009 „Eichen-
Hainbuchenwald“ (Lunaria rediviva L., lebende Blätter) – Plasmopara obducens J. Schröt.: RoKi
2845/13.07.06 „System“ (Impatiens balsamina L., Blätter) – Peronospora destructor (Berk.) Fr.: TT
182/14.09.06 „System“ (Allium cepa L., lebende Blätter) – Plasmopara nivea (Unger) J. Schröt. (= P.
aegopodii (Casp.) Trotter): RoKi 3284/29.04.09 „Eichen-Hainbuchenwald“ (Aegopodium podagraria L.,
lebende Blätter) – Pseudoperonospora cubensis (Berk. & M.A. Curtis) Rostovzev: RoKi 2218/07.10.04
„Bachauenwald“ (Humulus lupulus L.) – Pustula tragopogonis (Pers.) Thines: RoKi 1934/29.06.04
„System“ (Scorzonera hispanica L., Blätter) – Wilsoniana portulacae (DC.) Thines: RoKi 2851/
18.08.06 Wegränder (Portulaca oleracea L., Blätter).
Mycetozoa (Myxogastrea, Schleimpilze) (10 Aufsammlungen/9 Arten): Leg. et det. K. Ehlert/T. Lue-
dicke, Privatherbar: Amaurochaete tubulina (Alb. & Schwein.) T.Macbr.: 21.01.03 „Kiefern-Eichen-
wald“ (Pinus sylvestris L., toter Stamm, Rinde) – Arcyria denudata (L.) Wettst.: 20.01.03 (Laubholz
indet., in der Laubschicht) – Brefeldia maxima (Fr.) Rostaf.: 20.01.03 (Laubholz indet., nacktes Holz,
vorjähriges Laub) – Comatricha nigra (Pers.) J. Schröt.: 21.01.03 (Salix alba L., toter, stehender Stamm,
Fagus sylvatica L., liegender Ast in der Laubstreu) – Didymium squamulosum (Alb. & Schwein.) Fr.:
21.01.03 u. 24.01.03 (Fagus sylvatica L., feuchtes vorjähriges Laub) – Trichia affinis de Bary: 14.01.03
(Laubholz indet.); 17.01.03 (Laubholz indet.) – Trichia decipiens var. decipiens (Pers.) T. Macbr.:
23.01.03 „Alpinum“ (Nadelholz entrindet) – Trichia scabra Rostaf.: 24.01.03 (Laubmoos indet. auf Na-
delholz) – Trichia varia (Pers.) Pers.: 15.01.03 (Laubholz indet., weißfaul).
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 105
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
5.2. Ökologie
5.2.1 Mehrfachfunde von Arten an verschiedenen Standorten bzw. zu unterschiedlichen
Zeiten
Wie schon von KURSAWE (2007) beschrieben, war Xerocomus subtomentosus (Ektomykorrhiza-
Partner verschiedene Baumarten, euryök) der in der größten Zahl an Habitaten vorkommende
Pilz. Er wurde während des Beobachtungszeitraums an neun verschiedenen Stellen in unter-
schiedlichen Waldgesellschaften, an Wiesenstandorten und an grasigen Wegrändern gefunden,
ebenso Scleroderma verrucosum an fünf Stellen. Suillus grevillei als euryöker Mykorrhizapart-
ner von Larix-Arten fruktifzierte an diversen Lärchenstandorten (drei Fundorte). An Wegrändern
wurde Inocybe geophylla insgesamt an fünf Fundstellen im ganzen Garten gefunden. Der Sa-
probiont Xerula radicata trat an 5 verschiedenen Standorten in unterschiedlichen Habitaten
(Waldgesellschaften, Heide) auf. Weitere an mehr als zwei Standorten notierte Arten waren Lac-
caria laccata (Mykorrhizapartner verschiedener Bäume), Agaricus xanthoderma (Streuzerset-
zer auf nährstoffreichen Böden) und Armillaria mellea (lignicol, auch auf vergrabenem Holz).
Etwa 25 Arten wurden an der gleichen Fundstelle zu einem späteren Zeitpunkt erneut be-
obachtet, darunter Boletus luridus im „Kalkbuchenwald“, Boletus radicans im „Waldgersten-
Buchenwald“, Clathrus ruber in der „Nordamerikanischen Flora“, Geastrum striatum im
„System“, sowie Inocybe rimosa auf der teichnahen Wiese (KURSAWE 2007). Die Abstände
zwischen den Fruktifikationszeitpunkten betrugen jeweils ungefähr ein Jahr.
5.2.2 Fundverteilung nach Lebensweise
Die 293 Arten der Echten Pilze wurden bezüglich ihrer Lebenweise einer der in Tab. 2 geliste-
ten Kategorien zugeordnet (nach PILZOEK 2010, HORAK 2005, KRIEGLSTEINER L. 1999, 2004).
In der Kategorie „Mykorrhizapilz/Saprobiont“ wurden Arten, für die laut Literatur (z.B.
PILZOEK 2010) keine eindeutige Aussage zur Lebensweise getroffen wird (Clitopilus prunu-
lus, Helvella crispa, Lyophyllum decastes, Clavulina cinerea) gelistet. Die Kategorien „li-
gnicole“, „muscicole“ und „fungicole“ Arten enthalten sowohl saprob als auch parasitisch
lebende Pilze. Die Saprobionten wurden in drei Kategorien eingeordnet (Tab. 2), wobei Über-
gänge zwischen den Gruppen bestehen.
Ausgewertet wurden außerdem Substratbindung bzw. Wirtsspezifität der Arten. Als „streng
substrat- bzw. wirtsbezogen“ galten parasitische Arten bei einer Bindung an einen Wirt auf Art-
ebene, Saprobionten und Mykorrhizapilze bei Gattungsgebundheit zu einem Substrat bzw.
Partner.
Die neun erfassten Cellulosepilze sind ausschließlich Parasiten an grünen Pflanzenteilen.
5.2.3 Fundverteilung nach Habitaten und Lebensweise
Die Fundzahlen beinhalten Mehrfachfunde einer Art an verschiedenen Standorten und nur
bis zur Gattung bestimmte Funde. Insgesamt wurden 253 Aufsammlungen/242 Arten einem
Habitat zugeordnet (Tabelle 3).
Weitere Begriffsdefinitionen und Zahlen zur Lebensweise siehe Abschnitt 5.2.2.
5.2.4 Rote-Listen-Arten
Der Botanische Garten beherbergt 50 Arten, die entweder in der Roten Liste der Großpilze
Deutschlands (PÄTZOLD et al., in prep.) und/oder in der Roten Liste der Großpilze Hessens
106 Z. MYKOL. 77/1, 2011
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
(LANGER 2000) enthalten sind. In der folgenden Auflistung dieser Arten werden in den Klam-
mern nach den Artnamen die Rote-Liste-Bewertung für Deutschland (Symbol vor dem Schräg-
strich) und für Hessen (Symbol nach dem Schrägstrich) angegeben. Dabei entsprechen die
Abkürzungen folgenden Gefährdungskategorien:
R – extrem selten; 1 – Vom Aussterben bedroht; 2 – stark gefährdet; 3 – gefährdet; G – Gefährdung un-
bekannten Ausmaßes; V – Vorwarnliste; * - ungefährdet; D – Daten unzureichend; N – Neomyzet; n.E.
– in dieser Liste nicht enthalten.
Agaricus leucotrichus (R/n.E.); Agaricus sylvaticus (n.E./3); Agaricus xanthoderma (n.E./3); Agrocybe
dura (n.E./3); Auricularia mesenterica (*/3); Boletus queletii (3/1); Boletus edulis s.l. (n.E./3); Boletus lu-
ridus (n.E./3); Boletus radicans (G/1); Bovista pusilla (V/R); Clathrus ruber (N/2); Clitocybe odora
(n.E./3); Cortinarius anomalus (*/3); Epithele typhae (D/2); Eutypella quaternata (n.E./3); Exidia thure-
tiana (n.E./R); Geastrum striatum (n.E./R); Gymnopus dryophilus (n.E./2); Hebeloma crustuliniforme
(n.E./D); Hemimycena cucullata (n.E./D); Hygrocybe conica (n.E./D); Hygrocybe virginea (n.E./2); Ino-
cybe adaequata (*/3); Inocybe asterospora (n.E./3); Inocybe rimosa (n.E./D); Inocybe splendens
(n.E./3); Lactarius camphoratus (n.E./3); Lactarius pallidus (n.E./3); Lactarius turpis (n.E./R); Lactarius
volemus (V/D); Lyophyllum decastes (n.E./3); Mycena flavoalba (n.E./3); Mycena olida (V/n.E.); Mycena
xantholeuca (R/n.E.); Naucoria escharioides (n.E./R); Panaeolus papilionaceus (*/2); Peniophora laeta
(n.E./R); Peniophora limitata (n.E./R); Pleurotus dryinus (n.E./3); Plicaturopsis crispa (n.E./R); Psathy-
rella conopilus (n.E./R); Resupinatus trichotis (*/3); Russula queletii (n.E./3); Russula raoultii (G/n.E.); Tri-
choglossum hirsutum (G/2); Tricholoma aurantium (V/2); Tricholoma scalpturatum (n.E./3); Tulostoma
fimbriatum (3/R); Vibrissea flavovirens (V/n.E.); Xerocomus rubellus (n.E./3).
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 107
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Lebensweise Aufsammlungen Arten % bezogen
auf 293 Arten
Streng substrat/wirtsbezogene
Arten; % bezogen auf die ge-
samte Artenzahl der jeweiligen
Kategorie
Ektomykorrhiza-Pilze 67 54 18 % 16 %
Mykorrhiza-Pilz/Saprobiont? 8 4 2 % Nicht bewertet
Saprobionten
auf Humus/Laubstreu 62 47 16 % Nicht bewertet
Saprobionten
auf Pflanzenresten 60 55 19% 40 %
Saprobionten, die sowohl auf
Humus/Laubstreu als auch auf
Pflanzenresten gefunden wurden
5 5 2% Keine
Saprobionten gesamt 127 107 37% 26 %
Corticol/lignicol
(Saprobionten/Parasiten) 76 61 22% 30 %
Parasiten an grünen Pflanzen-
teilen 63 58 20% 78 %
Fungicol 7 6 2% 1 von 5 Arten
Muscicol 3 2 ≤ 1 % keine
Coprophil 1 1 ≤ 1 % 1 von 1 Art
Tab. 2: Lebensweise der Echten Pilze im Botanischen Garten Frankfurt.
108 Z. MYKOL. 77/1, 2011
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Areal Artenzahl
gesamt je
Areal
Artenzahl
Mykorrhiza-
pilze
Artenzahl
Mykorrhizapilz
/ Saprobiont?
Artenzahl
Sapro-
bionten
Phyto-
parasiten
Lignicole
Arten
Sonstige (Coprophile,
fungicole, muscicole
Arten)
Zahl der Aufsammlun-
gen gesamt je Areal
Pflanzensoziologische Areale
“Waldgersten-Buchenwald” 45 21 1 12 371 48
“Eichen-Hainbuchenwald” 37 7 11 216 1 38
“Birken-Eichenwald” 17 6 4 16 – 17
“Kiefern-Eichenwald” 10 4 32111
“Kalkbuchenwald” 6 4 1 1 – 7
“Bachauenwald” 7 1 6 – – 7
Waldstandorte gesamt 122 42 3 37 631 3 128
“Atlantische Zwergstrauchheide” 12 4 8 – 12
Wiese feucht 24 4 11 171 25
Wiese trocken 6 1 2 3– 6
Wiesenstandorte gesamt 30 4 1 13 471 31
“Moor- und Sumpfpflanzen” 5 4 1 – 5
“Teichrand” 2 1 1 – 2
“Sanddüne” 5 3 2 – 5
“Sonniger Kalkhang” 5 2 12– 5
Pflanzengeographische Areale
“Mediterraneum 13 – 1 11 1– – 14
“Nordamerika”, Kompost 16 2 1 5 16 1 16
“Ostasien” 8 1 1 3 – 3– 8
“Kaukasus” 1 – 1 – 1
“Alpinum” 3 1 1 1 – 3
“System” 20 3 9 62 – 23
Arzneipflanzengarten – –
Tab. 3: Verteilung von Aufsammlungen/Arten mit bestimmter Lebensweise in unterschiedlichen Habitaten.
Die neun erfassten Cellulosepilze wurden in unterschiedlichen Habitaten aufgesammelt.
6. Diskussion
6.1. Artenvielfalt im Botanischen Garten Frankfurt, Verhältnis zur deutschen
Pilzdiversität
HAWKSWORTH (2001) geht von etwa 1.5 Millionen weltweit vorhandenen Pilzarten aus, von
denen etwa 74.000 bis 120.000 wissenschaftlich beschrieben wurden. Konservative Schät-
zungen (MUELLER & SCHMIT 2007) geben eine Mindestzahl von 600.000 Arten an. Diesen
Berechnungen liegen Quotienten aus Pilz- und Pflanzenartenzahlen in gut untersuchten Re-
gionen mit Berücksichtigung von Endemiten zugrunde. Der Frankfurter Botanische Garten
stellt 5000 heimische und exotische Pflanzenarten im Freiland aus, wozu noch eine unbe-
kannte Zahl an spontan wachsenden, vielfach auch ruderalen Arten kommt. Insgesamt konn-
ten im Frankfurter Botanischen Garten bis jetzt 312 Pilzarten (inkl. Schleimpilze und
Cellulosepilze) bestimmt werden. Konkrete Rückschlüsse auf eine bei optimaler Erfassung zu
erwartende Pilz-Biodiversität können daraus nicht gezogen werden, da die Verhältnisse eines
Botanischen Gartens nur schwer mit natürlichen Habitaten vergleichbar sind. Allein schon
die Tatsache, dass viele Pilzarten nur in größeren Zeitabständen fruktifizieren, lässt jedoch
eine erheblich größere Artenvielfalt als die bis jetzt registrierte erwarten. Dies legen auch die
Ergebnisse von über längere Zeiträume fortgeführten Biotop-Kartierungen nahe (z.B. KA-
RASCH 2005).
Sichtungen zusätzlicher Arten und wiederholtes Auftreten derselben Art im Botanischen
Garten wurden hier nicht berücksichtigt, weil sie nicht durch Belege abgesichert wurden.
Zahlreiche zu erwartende Arten wurden nicht erfasst, da die Begehungen stichprobenartig
und mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Makropilze, Pflanzenparasiten usw.) erfolgten und
etliche ökologische und systematische Grup-
pen gar nicht oder nur rudimentär berücksich-
tigt wurden.
Nahezu alle bestimmten Arten sind einhei-
misch. Ausnahmen sind einige Phytoparasiten
und foliicole Saprobionten, sowie Clathrus
ruber, der als Neomyzet gilt (s. Abschnitt 6.3.
Bemerkenswerte Arten und Abb. 3). Die vie-
len unterschiedlichen Substrate und Habitate
auf engem Raum könnten durchaus noch wei-
tere Nischen zum Überleben interessanter Pil-
zarten bieten. Dies legen auch etliche Berichte
sowie Kartierungsdaten der „Ökologischen
Pilzkartierung 2000“ der Deutschen Gesell-
schaft für Mykologie über Pilzvorkommen in
anthropogenen Standorten wie Parks, öffentli-
chen Gartenanlagen, Friedhöfen, Spielplätzen,
Verkehrsinseln und vielen anderen städtischen
Ökosystemen wie Bahnhofs- oder Hafenanla-
gen nahe (z.B. STANGL 1962, RAITHELHUBER
1987, SCHADEWALDT 1990).
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 109
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Abb. 3: Clathrus ruber, 29.08.2006, Botanischer
Garten Frankfurt am Main; Foto: R. KIRSCHNER
Das Verhältnis Basidiomycota/Ascomycota bezogen auf die Gesamtzahl aller bestimmten
Pilzarten im Botanischen Garten Frankfurt lag bei 56 % zu 26 % im Vergleich zu 43 % zu 35 %
für ganz Deutschland (ANONYMUS (2008): Daten zur Natur). Aufgrund subjektiver Beschrän-
kungen der Methodik (unregelmäßige Begehung, spezielle Interessen der Untersucher) ist die
Datenbasis nicht direkt vergleichbar. Der im Verhältnis hohe Anteil an im Botanischen Gar-
ten Frankfurt bestimmten Basidiomycota kann darauf zurückgeführt werden, dass diese etwa
78 % der in Deutschland bekannten Großpilze stellen (im Sinne der Definition für die Rote
Liste sind das Arten, deren Fruchtkörper ≥ 5 mm sind, PÄTZOLD et al., in prep.) und es Ziel
der in den Daten mitberücksichtigten Erhebung von KURSAWE (2007) war, die Großpilze im
Botanischen Garten zu erfassen. Noch deutlicher spiegelt sich dies in den Zahlen der Auf-
sammlungen wider, denn auch die mehrfach kartierten Pilze wie Boletus luridus, Inocybe geo-
phylla, Scleroderma verrucosum, Suillus grevillei oder Xerocomus subtomentosus gehören
den Großpilzen an. Die mit den meisten Arten vertretenen Ordnungen der Basidiomycota sind
die Agaricales, Russulales und Boletales (s. Tab. 1). Mit nur sieben Arten sind corticioide
Pilze (Chondrostereum purpureum, Epithele typhae, Hypochnicium geogenum, drei Penio-
phora-Arten, Vuilleminia comedens) in geringer Zahl notiert worden. Diese Gruppierung
wurde nicht gezielt gesucht, es fehlen außerdem große Totholz-Areale als Lebensraum. Dies
trifft auch auf die Polyporales zu. Große Porlinge, wie Fomes fomentarius oder der im Rhein-
Main-Gebiet sehr häufige Fomitopsis pinicola benötigen alte, absterbende Bäume, die aus
Botanischen Gärten aus Gründen der Wegesicherungspflicht in der Regel entfernt werden.
Größere Totholzstämme bleiben ebenfalls nicht liegen.
Die Ascomycota sind innerhalb der Großpilze in Deutschland nur mit 22 % der Arten ver-
treten (PÄTZOLD et al., in prep.). Sie stellen im Botanischen Garten 26 % der Arten, davon
sind etwa ein Viertel Großpilze (z.B. Cheilymenia sp., Geoglossum umbratile, Helvella elas-
tica, Otidea alutacea, Trichoglossum hirsutum und verschiedene Xylariales), was gut mit dem
Verhältnis „große“ Ascomyceten/Gesamtzahl Ascomyceten in Deutschland korrespondiert.
Gering repräsentiert erscheinen die operculaten Becherlinge (Ordnung Pezizales) mit nur vier
von insgesamt 79 Ascomyceten-Arten. Operculate Becherlinge sind häufig auf Pionierstand-
orte, meist Erdblößen an Wegen, aber auch an Bachkanten, angewiesen (nach KRIEGLSTEINER
L., 2004). Im Botanischen Garten sind die künstlichen Bachläufe in der Regel mit Steinen
oder Holzbohlen eingefasst, auch Wegränder sind oft befestigt. Die Bepflanzung vieler Areale
mit Bodendeckern lässt „nackte“ Wegränder häufig nicht zu. Nicht bearbeitet und erfasst wur-
den die Saccharomycotina.
Der Anteil der im Botanischen Garten kartierten Fungi Imperfecti von 13 % aller be-
stimmten Arten ist auf die spezielle wissenschaftliche Ausrichtung einiger Bearbeiter zu-
rückführen. Allerdings fehlen artenreiche Gattungen, deren z.T. sehr häufige Vertreter nur mit
aufwendigen Labormethoden bestimmt werden können, wie Fusarium, Penicillium und Tri-
choderma. Aquatische und aeroaquatische Fungi Imperfecti und andere Gruppen aus spe-
ziellen Habitaten wurden ebenfalls nicht erfasst.
6.2. Lebensweise, Artenvielfalt und Ökologie in den Habitaten
Lebensweise (s. Tabelle 2)
Die meisten der 293 bestimmten Echten Pilze sind Saprobionten (insgesamt 107 Arten, 37 %
aller gefundenen Arten). Etwa 40 % der Saprobionten auf Pflanzenresten sind streng sub-
110 Z. MYKOL. 77/1, 2011
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
stratgebunden, meist Arten der Helotiales, Rhytismatales, Pleosporales, Diaporthales und
Capnodiales bzw. deren Anamorphe (z.B. Planistromella acervata auf Yucca gloriosa, Tro-
chila ilicina (Abb. 4) auf Ilex aquifolium). Saprobionten wurden am häufigsten in eher feuch-
ten, beschatteten Bereichen, wie frischen Waldstandorten, Moor- und Sumpfbereichen und
feuchten Wiesenstandorten gefunden (Tabelle 3). Besonders inoperculate Discomyceten aus
der Ordnung der Helotiales werden durch die Bedingungen in der feuchten, dickeren Streu-
schicht gefördert. Eine Ausnahme bildete das trockene, aber gehölz- und laubstreureiche „Me-
diterraneum“, das mit 11 Saprobionten, vorwiegend foliicolen Arten, von 13 Arten insgesamt,
aus dem Rahmen fällt. Alle diese Saprobionten wurden von der Erstautorin bei einer einzigen
Begehung des „Mediterraneums“ nach einer Regenperiode im Oktober 2009 aufgesammelt,
kurz vor Schließung des Gartens und den danach üblichen Aufräumarbeiten wie Entfernen von
Laub etc. Es ist zu vermuten, dass die Vielfalt an Saprobionten bei Verringerung der Pflege-
maßnahmen ansteigen würde.
22 % aller bestimmten Arten sind lignicol mit einem Anteil von etwa 30 % an substrat/wirts-
spezifischen Arten (z.B. Hypoxylon cohaerens auf Buche, Peniophora limitata auf Esche, Au-
riscalpium vulgare auf Kiefernzapfen, Xylaria carpophila auf Buchenfruchtschalen).
Ektomykorrhizapilze stellten einen Anteil von 18 % der bestimmten Arten (Tabelle 2). In
verschiedenen Habitaten konnten einige mögliche Mykorrhizabindungen durch isoliert ste-
hende Bäume bzw. Baumgruppen einer Art zumindest vermutet werden. Für heimische Bäume
waren dies: Alnus glutinosa mit Naucoria escharioides; Betula pendula mit Leccinum sca-
brum; Fagus sylvatica mit Boletus luridus, Inocybe splendens var. splendens, Russula cya-
noxantha, Russula raoultii; Larix decidua mit Suillus grevillei; Populus sp. mit Inocybe
rimosa; Salix sp. mit Hebeloma crustuliniforme. Mykorrhizabeziehungen zwischen heimi-
schen Großpilzen und nicht heimischen Pflanzen wurden vermutet für Inocybe melanopus
mit japanischen Pinaceae (die deutschen Vorkommen sind in nicht artspezifischer Weise an
Nadelbäume gebunden) und Lactarius deterrimus mit Picea purpurea (in Deutschland an
Fichte gebunden). Ein Fund von Tricholoma aurantium unter einer isolierten Gehölzgruppe
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 111
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
Abb. 4:
Trochila ilicina,
18.09.2003, „Heide“
Botanischer Garten
Frankfurt am Main.
Foto: M. KURSAWE
nordamerikanischer Cupressaceae sowie von Inocybe flocculosa var. flocculosa unter nord-
amerikanischen Annonaceae und Aceraceae führte in beiden Fällen zu der Vermutung einer
Mykorrhizabeziehung. Allerdings ist für Cupressaceae und Annonaceae keine Ektomykorrhi-
zabildung bekannt (SMITH & READ 2008).
Die Parasiten an grünen Pflanzenteilen sind mit 20 % stark repräsentiert, da unter ande-
rem im Rahmen von Lehrveranstaltungen speziell auf Phytoparasiten geachtet wurde. Die
Pucciniomycotina sind mit 16, die Ustilaginomycotina mit 5, die Erysiphales mit 5, andere As-
comycota (Taphrina deformans, Coleroa robertiani, Claviceps purpurea, Seuratia millar-
detii, Planistromella acervata, Polythrincium trifolii, Pseudopeziza trifolii, Ascochyta buxi-
cola, Epichloë typhina) mit 9 und die Fungi Imperfecti mit 23 Arten vertreten. Von den 63 Auf-
sammlungen und 58 Arten wurden 22 Arten einem Habitat zugeordnet. 78 % der Arten sind
streng wirtsspezifisch (Tabelle 2).
Die neun erfassten Cellulosepilze sind nicht in die Auswertung einbezogen. Sie sind alle-
samt Parasiten auf grünen Pflanzenteilen und in verschiedenen Habitaten vertreten. Im Rah-
men von universitären Lehrveranstaltungen wurden regelmäßig aquatische saprobe Vertreter
der Saprolegniales, v.a. der Gattungen Achlya und Saprolegnia, aus dem Wasser des „Großen
Teiches“ mit abgekochten Sesamsamen geködert. Allerdings wurden die Arten weder be-
stimmt noch dauerhaft hinterlegt.
Artenvielfalt und Habitate
253 von 352 Aufsammlungen wurden einem bestimmten Habitat zugeordnet (Tabelle 3). Die
verbleibenden 99 Aufsammlungen waren zum großen Teil Funde aus dem Eingangsbereich
des Botanischen Gartens Frankfurt sowie von Wegrändern auf Verbindungswegen, die nicht
eindeutig einem Habitat zugewiesen werden konnten. Bei der Notierung von Phytoparasiten
wurde immer der Wirt, nicht immer jedoch das Habitat vermerkt, sie fehlen also teilweise bei
der Einordnung der Funde in Habitate. Nicht immer war im Nachhinein ein Bezug der Wirts-
pflanzen zu einem bestimmten Habitat festzulegen.
Einheimische, pflanzensoziologische Anlagen des Botanischen Gartens
Am pilzreichsten waren die Waldstandorte mit insgesamt 122 Arten, wovon 45 Arten auf den
„Waldgersten-Buchenwald“ und 37 Arten auf den „Eichen-Hainbuchenwald“ entfielen. Die
Waldstandorte – mit Ausnahme des „Kalkbuchenwalds“ – entsprechen größtenteils Pflanzen-
gesellschaften, die in ähnlicher Ausprägung in der Rhein-Main-Region vorkommen (Wald- und
Wuchsgebiete in Hessen, Website Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz 2010). Boden- und klimatische Faktoren sowie möglicherweise Spo-
renflug aus benachbarten Waldgebieten können den Artenreichtum erklären.
Grundsätzlich war in den Arealen des Botanischen Gartens mit zahlreichen Gehölzen und
schattigen Bodenverhältnissen die Pilzvielfalt am größten. Nicht nur Mykorrhizapilze sind in der
Regel auf Gehölze angewiesen, auch lignicole Arten und viele Saprobionten in der in schatti-
gen Arealen oft feuchten Streuschicht tragen zur Artenvielfalt bei. Dies zeigt sich auch in den
pflanzengeographischen Arealen des „Mediterraneums“ mit seinen immergrünen Hartlaubge-
wächsen und im Bereich „Nordamerika“, einem Waldstandort (s. Abschnitt Pflanzengeogra-
phische Abteilungen). Die feuchten Wiesenbereiche sind ebenfalls reich an Saprobionten
112 Z. MYKOL. 77/1, 2011
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
(Tabelle 3). Pilzarm waren sonnenexponierte, warme Standorte, wie die „Atlantische Zwerg-
strauchheide“, die „Sanddüne“ und der „Sonnige Kalkhang“.
Fund- und artenreichstes Areal war der „Waldgersten-Buchenwald“ mit 45 Arten, der flä-
chenmäßig die größte Waldgesellschaft des Gartens darstellt. Etwa die Hälfte der Arten waren
Mykorrhizapilze wie Dickröhrlinge (z.B. Boletus queletii, Boletus radicans), Täublinge (z.B.
Russula raoultii) und Milchlinge (z.B. Lactarius volemus), die für das Habitat mit seinen
Laubbäumen typisch sind. Die restlichen Arten waren terricole Saprobionten (Agaricus-
Arten), sowie lignicole Arten vorwiegend aus der Formgruppe der Pyrenomyceten (z.B. Eu-
typella quaternata auf Fagus sylvatica). Dem warmen Frankfurter Klima entsprechend wurden
standorttypische, wärmeliebende Arten wie Boletus queletii und Amanita strobiliformis ge-
funden.
Im „Eichen-Hainbuchenwald” wurden 38 Aufsammlungen/37 Arten notiert, darunter sind
sieben Mykorrhizapilze (u.a. Cortinarius duracinus,Lactarius blennius und Russula fellea), die
ebenfalls im Habitat zu erwarten sind. Das Areal hat eine größere Vielfalt an Farn- und Baum-
arten und auch an Totholz als der „Waldgersten-Buchenwald“, vor allem in den Randbereichen.
Es wurden 16 häufige, lignicole Arten aus verschiedenen Verwandtschaftskreisen notiert (z.B.
Armillaria mellea, Daedalea quercina, Exidia-Arten, Meripilus giganteus, Vuilleminia come-
dens, Colpoma quercinum), darunter teilweise substratspezifische Pyrenomyceten wie Diatry-
pella quercina. Am Standort gibt es Pflanzenarten, die nicht zur einheimischen Flora zählen
(z.B. Mahonia sp. mit Diaporthe detrusa, die in Deutschland auf Berberis-Arten vorkommt). Im
Gegensatz zum trockeneren „Waldgersten-Buchenwald“ konnten im „Eichen-Hainbuchenwald“
mit frischerem Boden Arten wie Hymenoscyphus syringicolor, Trichopezizella nidulus (gebun-
den an Polygonatum sp.) oder Psilachnum chrysostigmum an verschiedenen Farn-Spezies ge-
funden werden. Das im Rhein-Main-Gebiet häufige Lachnum virgineum, eine euryöke,
polyphage Art (KRIEGLSTEINER L., 1999, 2004; zahlreiche pers. Funde H. Lotz-Winter an ver-
schiedenen Substraten/Standorten) und andere Arten der Gattung – konnten trotz gezielter Suche
in keinem Bereich des Botanischen Gartens Frankfurt gefunden werden. Im „Bachauenwald“,
der als Waldstandort nur geringe Ausdehnung hat, und zum Moorbereich vermittelt, wurde als
typischer Mykorrhizapilz Naucoria escharioides bei Alnus glutinosa gefunden, des weiteren
eine Reihe von Helotiales, teilweise substratspezifisch und typisch für das Habitat (z.B. Caly-
cellina alniella auf Erlenkätzchen, Cyathicula fraxinophila auf Eschenpetiolen). Auf Mattheu-
cia struthiopteris wurde der cyphelloide Basidiomycot Woldmaria filicina, ein artspezifischer
Saprobiont dieses Farns an feuchten Standorten, gefunden.
Der deutlich artenärmere, flächenmäßig wenig ausgedehnte „Birken-Eichenwald” mit sau-
ren, nährstoffarmen Böden beherbergte Mykorrhizapilze wie Amanita rubescens, Lactarius
turpis und Xerocomus rubellus (insgesamt sechs Arten), Streuzersetzer und terricole Sapro-
bionten mit vier, lignicole Spezies mit sieben Arten (z.B. Panellus stypticus,Xylaria poly-
morpha).
Auffällige Arten im „Kalkbuchenwald“ waren Boletus luridus und Inocybe splendens var.
splendens (bei Eichen im Übergangsbereich zum „Mediterraneum“). Beide Arten wurden im
Stadtgebiet von Frankfurt und Wiesbaden aus Parks und ähnlichen Standorten berichtet (pers.
Mitt. Thomas Lehr, pers. Funde H. Lotz-Winter).
An Wiesenstandorten wurden ingsgesamt 31 Aufsammlungen/30 Arten notiert, davon 25
Aufsammlungen in den feuchten Wiesenbereichen. Aus der Gattung der Saftlinge wurden Hy-
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 113
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
grocybe conica und Hygrocybe virginiana gefunden sowie weitere wiesentypische Arten wie
Bovista plumbea und wirtsspezifische Phytoparasiten (z.B. Tilletia holci, Uromyces colchici
(Abb. 5), Ustilago striiformis, Erysiphe trifolii). In den Randbereichen der Wiesen zu Baum-
beständen wurden Mykorrhizapilze wie Xerocomus badius und Inocybe rimosa notiert. In den
feuchteren Wiesenbereichen, die teilweise am Rand eines Bachlaufs liegen, wurden in der
Streuschicht typische Saprobionten wie Calyptella capula gefunden, sowie die auf Carex-
Arten vorkommende Epithele typhae. Lignicole Arten kamen auf teilweise vergrabenen Holz-
resten vor (z.B. Armillaria-Arten, Resupinatus trichotis). Als Vertreter der Geoglossales
fruktifizierte im trockenen Wiesenbereich Geoglossum umbratile.
An den Standorten „Sanddüne“ und „Sonniger Kalkhang“ wurden jeweils 5 Pilzarten no-
tiert. Der Randbereich beider Standorte wird von Trockenrasen gebildet. Dort wurden Bauch-
pilze (Geastrum fimbriatum, Lycoperdon lividum, Tulostoma fimbriatum; „Sanddüne) sowie
Trichoglossum hirsutum („Sonniger Kalkhang“) gefunden.
Die Zahl an Pilzarten, die für magere Wiesenstandorte (unabhängig vom Grad der Feuch-
tigkeit) typisch sind, ist gering. Außer Hygrocybe virginiana, Hygrocybe conica, Geoglossum
umbratile und Trichglossum hirsutum wurden keine weiteren Arten der Gattungen Hygro-
cybe, Dermoloma, Geoglossum, Clavulinopsis und Ramariopsis, deren Vorkommen an Stand-
orte mit niedrigem Nährstoffgehalt gebunden ist (BEISENHERZ 2002, KRIEGLSTEINER L. 1999,
2004, BENKERT 1976, KRIEGLSTEINER 2000b), gefunden. Trotz Magerkeitszeigern der Flora in
manchen Wiesenbereichen ist es denkbar, dass die innerstädtische Lage des Gartens zu hohe
Nährstoffeinträge aus Immissionen und damit eine zu hohe Eutrophierung für die Ansiedlung
anspruchsvollerer Wiesenarten mit sich bringt.
Im ständig feuchten bis nassen Bereich der „Moor- und Sumpfpflanzen“ wurden typische,
teilweise substratspezifische Streuzersetzer gefunden, in den etwas weniger vernässten Be-
reichen der Bodenschicht Psilachnum inquilinum auf Equisetum telmateia, in einem Bachlauf
auf submersem Holz Vibrissea flavovirens.
Die „Atlantische Zwergstrauchheide” stellte sich als eher artenarmer Bereich mit Sapro-
bionten und lignicolen Arten auf Holzresten in den Übergangsbereichen zu Baumbeständen
dar. Als substratspezifische Art wurde Trochila ilicina auf Ilex aquifolium notiert.
114 Z. MYKOL. 77/1, 2011
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
Abb. 5:
Urocystis colchici auf
Colchicum autum-
nale, 23.05.2005,
„Wiese“ Botanischer
Garten Frankfurt am
Main.
Foto: R. KIRSCHNER
Pflanzengeographische Abteilungen, System und Arzneipflanzengarten
Die größte Artenvielfalt in diesem Bereich bestand im Areal der nordamerikanischen Flora (16
Arten, darunter Helvella crispa und Suillus grevillei als Mykorrhizapilze), einem Waldstand-
ort mit vorwiegend Streuzersetzern und lignicolen Arten. Bemerkenswert in diesem Bereich
ist Clathrus ruber. Als an Mahonia gebundener Parasit wurde Cumminsiella sanguinea no-
tiert. Wirtspflanze und Rostpilz sind beide in Nordamerika heimisch.
Im „Mediterraneum“ wurden 14 Arten, davon 13 in der Laubstreu der Bodenschicht ge-
funden.
Die Florenbereiche des „Kaukasus“ (ein Fund von Agaricus xanthoderma) und des „Al-
pinums“ (je ein Fund von Laccaria laccata, Lyophyllum decastes sowie von Cyclaneusma
minus auf Nadeln von Pinus mugo) als eher gehölzarme Bereiche waren im Beobachtungs-
zeitraum sehr artenarm.
Artenarm war auch der Bereich „Ostasien“. Bemerkenswert war nur das Vorkommen von
Lactarius deterrimus, der offensichtlich mit der ostasiatischen Picea purpurea eine Mykorrhiza
ausbildet. Eine Schautafel und ausgestellte Stammreste einer von einem Sturm geworfenen
Zelkova serrata mit Fruchtkörpern von Ganoderma adspersum demonstrieren exemplarisch
die Holzzersetzung durch Porlinge. Mit Shiitake (Lentinula edodes (Berk.) Pegler) beimpfte
Stämme tragen regelmäßig Fruchtkörper. Auf vorjährigen Blättern von Ginkgo biloba wurde
Bartheletia paradoxa gefunden, ein wirtsspezifischer Saprobiont, der zwar schon seit Jahr-
zehnten bekannt ist, jedoch erst 2008 von SCHEUER et al. gültig beschrieben wurde. Die Art
wurde bisher selten nachgewiesen, ist jedoch zumindest im Rhein-Main-Gebiet unter Ginkgo-
Bäumen häufig (pers. Funde H. Lotz-Winter).
Im Gegensatz zu den anderen artenarmen und ungefähr zum gleichen Zeitpunkt angeleg-
ten, aber exponierten und daher eher trockenen Bereichen wie „Alpinum“, „Kaukasus“ und
„Mediterraneum“ herrschen im Bereich „Ostasien“ aufgrund dichten Baumbestandes und im
Sommer intensiverer Beregnung feuchtere Bedingungen. Für die beobachtete Artenarmut kön-
nen daher eher die standortsfremden Pflanzen als Boden- und klimatische Faktoren verant-
wortlich gemacht werden.
Die 23 Aufsammlungen/20 Arten des „Systems“ repräsentieren terricole Saprobionten wie
Marasmius oreades, Lepiota cristata und Leucoagaricus leucothites (Zierrasen-Standorte),
Phytoparasiten, darunter Erysiphe magnifica auf einem neuen Wirt (KIRSCHNER 2010) sowie
lignicole Arten auf Holzresten in Randbereichen.
Im „Arzneipflanzen-Gartenkonnten keine Funde notiert werden. Die Anlage besteht aus
Hochbeeten, die 2007 angelegt wurden und stets sorgsam von Laub- und Pflanzenresten be-
freit werden. Eine Funga hat sich hier offenbar noch nicht entwickelt.
Eingangsbereich und Wege
In diesen Bereichen, die keinem Habitat direkt zugeordnet werden können, fanden sich einer-
seits Pilzarten immergrüner Gewächse wie Efeu (z.B. Trochila craterium, Eupropolella sp.),
Kirschlorbeer (z.B. Ceuthospora laurocerasi), Rhododendron (Seifertia azaleae) oder Buchs-
baum (z.B. Microthyrium macrosporum), die zur Bodendeckung oder Kaschierung von Mauern
und Zäunen gepflanzt wurden, aber auch lignicole Arten auf Wegeinfassungen aus Holz wie
verschiedene Xylariales. Desweiteren waren Mykorrhizapilze wie Xerocomus subtomentosus
und Suillus grevillei vertreten sowie diverse Phytoparasiten auf ruderalen Pflanzen am Weg-
rand.
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 115
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
6.3. Bemerkenswerte Arten
Selten nachgewiesene und gefährdete heimische Arten
Im Bearbeitungszeitraum wurden neben häufig vorkommenden Pilzarten auch einige seltene
und/oder als gefährdet eingestufte heimische Arten gefunden.
Bemerkenswert unter den Dickröhrlingen war ein Fund von Boletus queletii auf basen-
reichem Boden im „Waldgersten-Buchenwald“. Er ist mit Sicherheit der seltenste der drei
Hexenröhrlinge. Im Rhein-Main-Gebiet findet man ihn fast ausschließlich (wie auch Boletus
luridus) in Sekundärbiotopen, also in Parks, Gärten oder Friedhöfen (Th. Lehr, mündl. Mit-
teilung). Lactarius volemus wurde von KURSAWE (2007) mit drei Funden am Rand des „Wald-
gersten-Buchenwaldes“ und zweimal im „Birken-Eichenmischwald“ gefunden. Die Art geht
in der Natur zurück und ist durch Nährstoffeinträge gefährdet. Dem trägt die Rote Liste der
Großpilze Deutschlands (PÄTZOLD et al., in prep.) mit der Kategorie „V“ (Vorwarnliste) Rech-
nung. Das gleiche gilt für Tricholoma aurantium, eine Art basenreicher Standorte, die im
„System“ des Botanischen Gartens gefunden wurde.
In der Natur bedroht sind viele Arten von Feuchtgebieten durch das Verschwinden von
Habitaten (RIECKEN et al. 2006). Dazu zählt die im Botanischen Garten in einem feuchten
Wiesenbereich an Stengelbasen von Seggen nachgewiesene Epithele typhae, die im Rhein-
Main-Gebiet an geeigneten Standorten (noch) vorkommt (H. Lotz-Winter, pers. Funde im
NSG Mönchbruch). An aquatischen Arten wurde in einem Bachlauf auf einem submersen
Holzstück Vibrissea flavovirens gefunden, nach Einschätzung von L. KRIEGLSTEINER (2004)
die am wenigsten empfindliche Art der Gattung Vibrissea bezüglich Nährstoffeinträgen und
Wasserverunreinigung.
Ökologisch anspruchsvolle, xerotherme Arten, die auf Nährstoffeinträge empfindlich rea-
gieren (KRIEGLSTEINER L. 2004, BENKERT 1976, KRIEGLSTEINER 2000b, 2003) fanden sich an
Trockenstandorten, z.B. Tulostoma fimbriatum, Bovista pusilla, Geoglossum umbratile und
Trichoglossum hirsutum in ausgesprochen trockenen Bereichen an der „Düne“, sowie My-
cena flavoalba im mageren Wiesenbereich.
Bisher selten berichtet in Deutschland wurde Cistella grumosa, ein foliicoler, saprober
Helotialer auf vorjährigen Blättern von Laubbäumen in der Bodenstreu, der erst 2005 be-
schrieben wurde (BARAL et al. 2005), aus dem Bereich des „Mediterraneums“.
Eine bisher unbeschriebene Eupropolella-Art (s. Abschnitt. 5.1.2 Artenliste) wurde im
Eingangsbereich des Gartens gefunden.
In einem Bestand von Brachypodium sylvaticum am Rand des „Waldgersten-Buchenwaldes“
wurden über einen Zeitraum von drei Monaten 2009 die Neotyphodium-Anamorphe einer Epich-
loë beobachtet (Abb. 6), die nach den Veröffentlichungen von LEUCHTMANN & SCHARDL (1998)
Epichloë sylvatica zuzuordnen sein dürfte. Die Teleomorphe konnte nicht gefunden werden.
Erstmals für Deutschland nachgewiesen wurde der imperfekte Pilz Pseudocercospora
sambucigena auf Sambucus nigra. Dieser Pilz wurde erst vor kurzem aus Italien und den USA
beschrieben (BRAUN & CROUS 2005) und aus Österreich gemeldet (SCHEUER 2008). Ein wei-
terer imperfekter Pilz , Ramularia pteridiicola, der nach unserer Kenntnis bisher aus Slowe-
nien und Tschechien bekannt und hier als Erstfund für Deutschland auf dem ostasiatischen
Farn Cyrtomium falcatum gelistet wird, wächst in anderen Ländern auf Farnarten, die auch bei
uns einheimisch sind (BRAUN 1998). Wahrscheinlich ist die Ursache der seltenen Nachweise
dieser beiden imperfekten Pilz lediglich, dass sie wenig bekannt sind.
116 Z. MYKOL. 77/1, 2011
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
Nicht-einheimische Pilzarten
Während des Bearbeitungszeitraums konnte im
Botanischen Garten Frankfurt eine Reihe von
vorwiegend phytoparasitischen bzw. saproben
Arten nachgewiesen werden, die mit nicht-ein-
heimischen Pflanzen eingeführt wurden oder
die sich aufgrund der Anpflanzung nicht-ein-
heimischer Wirtspflanzen etablieren konnten.
Hypoderma ilicinum, eine saprobe Art der
Rhytismatales, die u.a. in Spanien, Belgien und
Großbritannien vorkommt, wurde im „Mediter-
raneum“ auf liegenden, vorjährigen Eichenblät-
tern gefunden (s. Abschnitt 5.1.1 Artenliste).
Nach Information der Autoren handelt es sich
um einen Erstfund für Deutschland.
Der Pyrenomycet Planistromella acervata
auf Yucca gloriosa und der imperfekte Pilz Fu-
sicladium phillyreae auf Phillyrea spp. scheinen
ebenfalls neu für Deutschland zu sein. Bemer-
kenswert ist das Vorkommen von Erysiphe
magnifica (KIRSCHNER 2010) auf Blättern von
Nelumbo nucifera. Die Art konnte auf ihrem in
der Literatur beschriebenen Hauptwirt Magno-
lia liliiflora ebenfalls nachgewiesen werden.
Als Neomyzet gilt Clathrus ruber, der im Botanischen Garten Frankfurt bereits 1955 zum
ersten Mal nachgewiesen worden war (CAROLUS 1956), der genaue Standort ist allerdings
nicht berichtet. Seit dem ersten (Wieder)Fund von KURSAWE (2007) im Jahr 2006 wurde die
wärmeliebende, mediterrane Art mehrfach am gleichen Standort im Bereich der „Nordame-
rikanischen Flora“ beobachtet. Clathrus ruber ist im Rhein-Main-Gebiet auch an anderen
Standorten nachgewiesen.
6.4. Vergleich mit anderen Gärten
KREISEL (1967) betrachtet die Pilzflora von Botanischen Gärten als abhängig von geographi-
scher Lage, Größe, lokalen Standortverhältnissen und Art und Intensität der Pflegemaßnah-
men. Eine typische Funga für Botanische Gärten stellte er nicht fest. BENKERT (1979)
formulierte beim Vergleich der Artenlisten von sechs Botanischen Gärten gemeinsame Cha-
rakterista: Typisch sei eine Kombination von Holzbewohnern, Arten lichter Laubwälder und
nitrophiler Grasflächen. In einer diesbezüglichen Auflistung von etwa 50 Pilzarten, die in
mindestens vier von sechs Artenlisten aus Botanischen Gärten vorkommen, spiegelt sich diese
Zusammensetzung wider. 29 der geführten Arten wurden auch im Botanischen Garten Frank-
furt gefunden, darunter Flammulina velutipes, Hypholoma fasciculare, Kretzschmaria deusta,
Laccaria laccata, Marasmius oreades, Pholiota squarrosa, Xerula radicata und andere auch
im Rhein-Main-Gebiet häufige Arten. Aus der Fundliste der vorliegenden Arbeit lässt sich je-
doch die bei BENKERT (1979) postulierte Struktur nicht ableiten. Die Besonderheit des Frank-
LOTZ-WINTER, H. et al.: Pilze im Botanischen Garten der Universität Frankfurt am Main 117
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
Abb. 6 Neotyphodium sp. auf Brachypodium
sylvaticum, 07.07.2010, „Waldgersten-Buchen-
wald“ Botanischer Garten Frankfurt am Main.
Foto: H. LOTZ-WINTER
furter Botanischen Gartens ist seine weitgehend pflanzensoziologische Ausrichtung, ein Ar-
boretum ist nicht vorhanden. Ein Vergleich mit Artenlisten aus überwiegend systematisch auf-
gebauten Botanischen Gärten und Arboreten ist daher wenig aussagekräftig. Dies trifft auch
auf die Ergebnisse aus dem Botanischen Garten der Universität Regensburg zu (BESL 1993).
Dieser besitzt völlig unterschiedlich strukturierte Anlagen, und die Einbeziehung von park-
ähnlichen Arealen auf basischen Böden im Umfeld der Universität Regensburg ergibt eine
völlig andere Ausgangslage als in Frankfurt.
Auch eine vergleichende Einschätzung der Biodiversität in den verschiedenen Botani-
schen Gärten anhand von Artenzahlen ist nicht zielführend, weder die Bearbeitungszeiträume,
noch die Methoden und die Schwerpunkte der Bearbeiter sind vergleichbar. Absolut gesehen
wurden in Deutschland für Regensburg die meisten Arten erfasst (etwa 400, BESL 1993), ge-
folgt von Frankfurt am Main (vorliegende Arbeit) mit 312 Arten. Beide Gärten sind jedoch
weit entfernt von den Artenzahlen der Royal Botanic Gardens in Kew, London, wo seit etwa
100 Jahren Pilze notiert werden. Derzeit wird eine aktualisierte Artenliste vorbereitet, die
etwa 2800 Arten enthält (B. Spooner, schriftl. Mitteilung).
Auffällig ist, dass bis auf die Arbeit von BESL (1993) die meisten Studien von Fungen in
Botanischen Gärten zwischen 1960 und 1980 publiziert wurden (s. Abschnitt 1. Einleitung).
Danach erlosch anscheinend weitgehend die Motivation für solche Untersuchungen.
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die Artenliste von Pilzen im Frankfurter Botanischen Garten, die im Bearbeitungszeitraum mit
einem nicht allzu großen Zeitaufwand erstellt wurde, zeigt eine große Biodiversität von 312
Arten in verschiedenen Habitaten, darunter 50 Arten, die entweder in der Roten Liste der Groß-
pilze Deutschlands und/oder in der Roten Liste der Großpilze Hessens enthalten sind. Dies un-
terstreicht die besondere Bedeutung des Botanischen Gartens beim Erhalt seltener, in der Natur
durch Vernichtung von Lebensräumen bedrohter Arten sowie von pilzlichen Raritäten.
Von großem Interesse ist das Auftreten von Arten im Gefolge von Wirtspflanzen und Sub-
straten.
Der Frankfurter Botanische Garten ist durch seine hohe Diversität an Pflanzen ein Refu-
gium für zahlreiche Pilze. Es ist zu erwarten, dass bei weiterer Sammeltätigkeit die Zahl der
registrierten Arten noch erheblich steigen wird. Der Nutzen der räumlichen Nähe von biolo-
gischen Instituten mit dem Garten für Forschung und Lehre ist auch im Bereich der Mykolo-
gie nicht hoch genug einzuschätzen. Ohne ständige Präsenz vor Ort ist die Beobachtung des
Auftretens von Pilzfruktifikationen nur schwer möglich, da diese oft nicht regelmäßig erfolgt.
Der Botanische Garten Frankfurt bietet Studierenden und Lehrenden auch die Möglichkeit,
ständigen Kontakt zur Natur zu pflegen, und stellt so ein wünschenswertes Pendant zur La-
bortätigkeit dar. Zudem führt der bildungspolitische Druck in Richtung auf eine „Internatio-
nalisierung“ der Forschung und Lehre zu einer zunehmenden Verlagerung von Forschung und
Lehre, einschließlich der Feldarbeit selbst von Studierenden, ins Ausland, so dass für die
Schätze vor der Haustür wenig Zeit bleibt. Die fehlenden Kapazitäten von universitären My-
kologen wurden in dieser Untersuchung durch nicht-universitäre Mykologen ergänzt, haupt-
sächlich ortsansässige Freizeitmykologen. Der Botanische Garten fördert durch seine Nähe
und Artenvielfalt nicht nur die notwendige Rückbesinnung auf die klassische Feldarbeit in
der Biologie, sondern auch die Vernetzung von Hochschule und ortsansässiger Bevölkerung.
118 Z. MYKOL. 77/1, 2011
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
Der geplante Umzug der Universitäts-Institute an Standorte außerhalb der Stadtmitte von
Frankfurt im Jahr 2011 wird die Situation dramatisch verändern. Ob der Botanische Garten
der Universität Frankfurt in dieser Form aufrechterhalten werden kann, wird sich zeigen. Spar-
maßnahmen haben in Deutschland in diesem Bereich bereits deutliche Einschnitte bewirkt, so
2010 am Botanischen Garten der Universität Marburg, wo Abteilungen geschlossen werden
mussten.
Es ist Studenten, Universitätsmitarbeitern und nicht zuletzt der Stadt Frankfurt mit ihren
Bürgern zu wünschen, dass der Botanische Garten der Universität Frankfurt in dieser Form
weiter besteht.
Danksagungen
Die Autoren danken Dipl. Ing. Manfred Wessel und dem gesamten Personal des Botanischen
Gartens Frankfurt für ihre Geduld gegenüber den „Pilzsammlern“ und ihre Hinweise auf
Fruchtkörper im Garten. Prof. Dr. Reinhard Agerer danken wir für die inhaltlichen Ergän-
zungen zum Thema Mykorrhiza, Boris Koch, Dr. Thomas Lehr und Ralph Mangelsdorff für
die Beisteuerung und Bestimmung verschiedener Arten sowie hilfreiche Diskussionen,
Prof.em. Dr. Horst Lange-Bertalot für Hinweise zur Geschichte der mykologischen Lehre im
Botanischen Garten Frankfurt und die Durchsicht des Kapitels, Dr. Lothar Krieglsteiner für
Hilfestellung bei der Gräserbestimmung und hilfreiche Diskussionen sowie ganz besonders
Walter Pätzold für die kritische Durchsicht der Kapitel zur Ökologie und die Bestimmung
verschiedener Arten. Weitere Personen stellten freundlicherweise zusätzliche unveröffentlichte
Informationen zur Verfügung (Katja und Tobias Ehlert, Brian Spooner).
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122 Z. MYKOL. 77/1, 2011
© 2011, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
... G.A. de Vries and C. herbarum (Pers.) Link (Zhang 2003), and Epicoccum nigrum Link (Lotz-Winter et al. 2011). In a pioneer study of fungi on ginkgo leaf litter, Aoki (1997) identified more than 30 species of fungi with saprobic abilities. ...
... c Two teliospores in KOH after disintegration of outer cell wall, the right one with two stalks indicating a bifid base. Scale bar020 μm Known distribution Europe: Austria, Denmark, France, Germany, Russia, Sweden, The Netherlands, United Kingdom (Arnaud 1954; Checklist of the British and Irish Basidiomycota; Kreisel 2009;Lotz-Winter et al. 2011;Scheuer et al. 2008), Asia: Korea (Scheuer et al. 2008), Japan (new record). ...
... After the first description by Arnaud (1954), the species remained orphaned until its rediscovery by Scheuer et al. (2008), including records from several European countries and Korea. The records from Europe have been confirmed by subsequent studies (Checklist of British and Irish Basidiomycota ;Kreisel 2009;Lotz-Winter et al. 2011), but not complemented by further records from East Asia. The investigated ginkgo trees in Taiwan were young trees without accumulating ginkgo leaf litter. ...
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A new species of Pseudocercospora is described on lesions restricted to the leaf margins of living leaves of Ginkgo biloba in Taiwan. The lesions were also colonized by the hyphomycete Scolecobasidium humicola. Telia of the basidiomycete Bartheletia paradoxa are first recorded from Japan. These three species are presumed to be saprobionts in the primary stage of litter decomposition or as weak pathogens. A short survey of fungi recorded from ginkgo with focus on ginkgo leaves is provided.
... 1). Zur Charakterisierung des Sammelgebietes und der einzelnen Areale wird auf die Aufstellung in Lotz-Winter et al. (2011) verwiesen. In der Artenliste werden die Pilzfundnotizen den Habitaten mit Nummern zugeordnet (Abb. ...
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Between August 2010 and December 2018 monitoring of non-lichenized fungi took place in the garden grounds of the botanical garden of Frankfurt am Main. A total of 523 collections resulted in 341 species of fungi and fungus-like organisms (Oomycota). 315 of the recorded species are new for the garden, including one new record (Diaporthe gloriosa) and five new fungus-host combinations for Germany (Golovinomyces
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A comprehensive account of fungal classification from freshwater habitats is outlined and discussed in the present review based on literature of biodiversity studies and recent morpho-phylogenetic analyses. A total of 3,870 freshwater fungal species are listed with additional details on the isolation source, habitat, geographical distribution, and molecular data. The Ascomycota (2,968 species, 1,018 genera) dominated the freshwater fungal taxa wherein Sordariomycetes (823 species, 298 genera) had the largest number, followed by Dothideomycetes (677 species, 229 genera), Eurotiomycetes (276 species, 49 genera), and Leotiomycetes (260 species, 83 genera). Other phyla included in the updated classification of freshwater fungi are: Chytridiomycota (333 species, 97 genera), Rozellomycota (221 species, 105 genera), Basidiomycota (218 species, 100 genera), Blastocladiomycota (47 species, 10 genera), Monoblepharomycota (29 species, 6 genera), Mucoromycota (19 species, 10 genera), Aphelidiomycota (15 species, 3 genera), Entomophthoromycota (6 species, 4 genera), Mortierellomycota (5 species, 3 genera), Olpidiomycota (4 species, 1 genus), Zoopagomycota (3 species, 2 genera), and Sanchytriomycota (2 species, 2 genera). The freshwater fungi belong to 1,361 genera, 386 families and 145 orders. The Pleosporales and Laboulbeniaceae are the largest freshwater fungal order and family comprised of 391 and 185 species, respectively. The most speciose genera are Chitonomyces (87, Laboulbeniomycetes), Verrucaria (50, Eurotiomycetes), Rhizophydium (52, Rhizophydiomycetes), Penicillium (47, Eurotiomycetes), and Candida (42, Saccharomycetes).
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Schmidt-Stohn G (2012): Three rare ink-caps – methods of investigation, characters, taxono-mic position, and distribution in Europe. Zeitschrift für Mykologie 78/2: 137-153. Abstract: Drying and preservation of fungi for further investigation – especially ink-caps, special methods of microscopy and microphotography and the evaluation of spore measurements are presented and described. Descriptions of the three rare species Coprinellus dilectus, Coprinopsis krieglsteineri and Coprinopsis ochraceolanata based on own collections are given and compared with the literature. Inaccurate or wrong data are mentioned, taxonomy and nomenclature are broadly discussed, and the actually known facts on the species are rated. Zusammenfassung: Es werden Trocknungs-und Konservierungsmethoden für Pilze-insbe-sondere Tintlinge, spezielle Verfahren der Mikroskopie und Mikrofotografi e und die Auswer-tung von Sporenmessungen vorgestellt und beschrieben. Die drei seltenen Arten Coprinellus dilectus, Coprinopsis krieglsteineri und Coprinopsis ochraceolanata werden an Hand eigener Fun-de beschrieben und die Merkmale mit Literaturangaben verglichen. Dabei wird auf ungenaue oder falsche Angaben hingewiesen, die Taxonomie und Nomenklatur ausführlich diskutiert und eine Bewertung der derzeit verfügbaren Kenntnisse zu den Arten gegeben.
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Botanische Gärten, Zoos, Naturkundemuseen und Herbarien tragen auf teils sehr unterschiedliche Weise, aber in vielfacher Hinsicht, zur Erforschung und zum Schutz der biologischen Diversität bei. Beschrieben wird deren Organisation und Zusammenwirken in Verbänden, in zusammenfassenden Übersichten werden ihre räumliche Verteilung und die wichtigsten Kenndaten dargestellt und die Rolle dieser verschiedenen Institutionen, die Möglichkeiten und Bedeutung von Lebend- und Totsammlungen für die Forschung, Naturschutzpraxis und Umwelterziehung kritisch gewürdigt. Besonderes Gewicht wird dabei unter anderem auf die Maßnahmen zur Erhaltung von Arten und speziell gefährdeten Arten ex situ gelegt.
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The number of known species of fungi is estimated as at least 74 K, but could be as much as 120 K with allowances for ‘orphaned’ species. Yet in 1990 the magnitude of fungal diversity was estimated ‘conservatively’ at 1.5 M species. This figure has been widely accepted as a working hypothesis, but subsequent estimates have ranged from 500 K to 9.9 M and the bases of these suggestions are analyzed. Additional data pertinent to the estimation of the number of fungal species on Earth that has become available since 1990 is discussed. Site inventories demonstrate the need for long-term (20 yr plus) intensive studies to determine the number of species in a site. Fresh data sets on fungus:plant ratios and degrees of host specificity, especially from well-studied hosts in the tropics, are consistent with earlier estimates. The extent of novelty discovered in recent monographic generic revisions and studies of species in particular habitats varies from 0-96%. Allowances for cryptic species, now known to be widespread by incompatibility and molecular studies, could on their own justify an upward revision by a factor of at least five. To enable confidence in any overall estimate to be increased, more detailed studies, especially on particular sites in the tropics, are needed. The consensus of tropical and molecular mycologists in particular is that an increased estimate could be justified. However, it is prudent to retain 1.5 M as the current working hypothesis for the number of fungi on Earth while additional data to test it further accumulates.
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Although fungi are among the most important organisms in the world, only limited and incomplete information is currently available for most species and current estimates of species numbers for fungi differ significantly. This lack of basic information on taxonomic diversity has significant implications for many aspects of evolutionary biology. While the figure of 1.5 million estimated fungal species is commonly used, critics have questioned the validity of this estimate. Data on biogeographic distributions, levels of endemism, and host specificity must be taken into account when developing estimates of global fungal diversity. This paper introduces a set of papers that attempt to develop a rigorous, minimum estimate of global fungal diversity based on a critical assessment of current species lists and informed predictions of missing data and levels of endemism. As such, these papers represent both a meta-analysis of current data and a gap assessment to indicate where future research efforts should be concentrated. KeywordsSpecies lists-Ratio data-Endemism-Host specificity-Diversity estimates
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Epichloe species are endophytic symbionts of grasses which may differ in the relative importance of their sexual or asexual life cycles. Sexual reproduction of the fungus by stroma-formation prevents host flowering (choke) and thus is highly antagonistic, whereas asexual reproduction through clonal propagation in host seeds does not affect host fitness. Stroma-forming Epichloe endophytes from Bromus erectus and non-stromal strains from B. benekenii and B. ramosus were recognized as a distinct mating population (MP) based on complete sexual compatibility among strains and intersterility between other MPs established by mating tests. This biological species represents the only documented case of highly antagonistic strains interfertile with highly mutualistic strains. A second distinct MP of Epichloe was evident on Brachypodium sylvaticum including both stroma-forming and non-stromal isolates. These two MPs were further characterized by distinct morphologies of fruiting structures, allozyme divergence, beta-tubulin gene phylogeny, and host preferences, and were described as new species: E. bromicola associated with Bromus spp. and E. sylvatica with Bp. sylvaticum. Additional mating tests among Epichloe from several, previously unexamined, hosts including Brachypodium pinnatum, Calamagrostis villosa, Festuca spp., Phleum pretense, and Poa spp., expanded the known host ranges of three other European species, E. typhina, E. festucae and E. baconii. Genetic variability of all five European species and gene diversity of host subpopulations were analysed based on allozyme data from a total of 497 Epichloe isolates. Average gene diversity (Hs) within MPs ranged from 0.09 to 0.36 with E. typhina being the most diverse, and GST values, a measure for between subpopulation differentiation, ranged from 0.73 to 0.90 indicating that genetic isolation of endophytes on many host grasses is likely.
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The new species Cercospora bothriochloae, C. phaseoli-lunati, C. smilacigena, Passalora brandenburgeri, Pseudocercospora lepidagathidis, P. sambucigena, P. xanthorhizae and Stenella hymenocallidis, the new names Pseudocercospora clematidigena, P. tinosporigena and Stenella deightoniana, and the new combinations Passalora cardiostegiae, P. lemnischea, Pseudocercospora forestierae and P. garryae are introduced. Additions and corrections to the nomenclature, taxonomy, typification, host range and distribution of fungi recorded in a checklist of Cercospora and Passalora names are also provided
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Pezizomycotina is the largest subphylum of Ascomycota and includes the vast majority of filamentous, ascoma-producing species. Here we report the results from weighted parsimony, maximum likelihood and Bayesian phylogenetic analyses of five nuclear loci (SSU rDNA, LSU rDNA, RPB1, RPB2 and EF-lalpha) from 191 taxa. Nine of the 10 Pezizomycotina classes currently recognized were represented in the sampling. These data strongly supported the monophyly of Pezizomycotina, Arthoniomycetes, Eurotiomycetes, Orbiliomycetes and Sordariomycetes. Pezizomycetes and Dothideomycetes also were resolved as monophyletic but not strongly supported by the data. Lecanoromycetes was resolved as paraphyletic in parsimony analyses but monophyletic in maximum likelihood and Bayesian analyses. Leotiomycetes was polyphyletic due to exclusion of Geoglossaceae. The two most basal classes of Pezizomycotina were Orbiliomycetes and Pezizomycetes, both of which comprise species that produce apothecial ascomata. The seven remaining classes formed a monophyletic group that corresponds to Leotiomyceta. Within Leotiomyceta, the supraclass clades of Leotiomycetes s.s. plus Sordariomycetes and Arthoniomycetes plus Dothideomycetes were resolved with moderate support.
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Bartheletia paradoxa, a basidiomycete growing on fallen leaves of Ginkgo biloba, is redescribed. In autumn a rapidly developing anamorph is formed on freshly fallen leaves and subsequently a teleomorph with hemispherical pustules of thick-walled resting spores (teliospores) that germinate after a resting period of one year with stipitate, longitudinally septate, statismosporic phragmobasidia. The basidia produce several basidiospores on each sporogenous locus. Inoculation experiments and observations in the field suggest that the basidiospores infect the freshly fallen leaves of G. biloba so that the life cycle is completed. The extraordinarily rapid development has also been confirmed in cultures on agar media and in inoculation experiments. Inoculation experiments also indicate that the fungus is specific to G. biloba. The septa of the hyphae have no central pores, but multiple plasmodesma-like perforations. The basidiospores and conidia are uninucle- ate, but an assessment of the karyology is still pending. A molecular phylogenetic hypothesis based on nuSSU rDNA sequences suggests that the fungus belongs to the Agaricomycotina, clustering in an unresolved position at the basal branching of the group. The family Bartheletiaceae fam. nov. is proposed to accommodate Bartheletia paradoxa in the Agaricomycotina. The name B. paradoxa is validated by a Latin diagnosis and by the designation of types.
Zur Ökologie und Taxonomie der Saftlinge und Ellerlinge (Hygrocybe, Agaricales) -Regensb
  • M Beisenherz
BEISENHERZ, M. (2002): Zur Ökologie und Taxonomie der Saftlinge und Ellerlinge (Hygrocybe, Agaricales) -Regensb. Mykol. Schr. 10: 3-65.