ThesisPDF Available

Zukunftsfähige Wirtschaftsgemeinschaften (CSX) - Übertragung der CSA-Logik auf andere Versorgungsfelder

Thesis

Zukunftsfähige Wirtschaftsgemeinschaften (CSX) - Übertragung der CSA-Logik auf andere Versorgungsfelder

Abstract

This paper examines the potential for transferring the concept of Community Supported Agriculture (CSA) to other fields of supply (Community Supported X -CSX-). The aim of the study is to develop a microeconomic model which, against the background of socio-ecological sustainability deficits, can represent a viable economic alternative in terms of a degrowth-strategy. The analytical basis is formed by the social innovation of CSA-farms and their special economic features. It is shown that these can be considered sustainable. Based on this result, the empirical analysis is dedicated to the identification and analysis of the structural characteristics in CSA. An empirical focus-group-study with CSA actors is carried out and supplemented by a qualitative-survey of two CSX-initiatives. The central results of the scientific study show that the structural characteristics of CSA can be applied in the fields of food processing (craft-beer) and textile craftsmanship (tailoring). The results are therefore relevant for further research in the area of alternative forms of enterprises in the sense of Community Supported Entrepreneurship as well as the macroeconomic implications of the resulting potential for emerging Community Supported Economies. Keywords: Community Supported Agriculture (CSA); Community Supported X (CSX); Com-munity Supported Economy (CSE); Community Supported Entrepreneurship (CE); Degrowth; Collaborative Economy
A preview of the PDF is not available
... Dass diese Wirtschaftsgemeinschaft der SoLawi als eine Unternehmensform jenseits gängiger Marktlogik funktioniert, wurde bereits praktisch und theoretisch bewiesen (Bîrhală and Möllers;Blättel-Mink et al., 2017;DVS, 2017;European CSA Research Group, 2016;Feagan, 2013;Henderson and van En, 2007;Kraiß et al., 2016;Rommel, 2017;Valeška et al., 2016). Einerseits ist zu prüfen, wie das Modell einer CSB als eine zukunftsfähige Alternative zum herkömmlichen Bäckereibetrieb aussehen kann und andererseits zu eruieren, (FIAN, 2017;UBA, 2015: 1ff.). ...
... In diesem Abschnitt sind alle Begriffe kursiv makiert, die Überschneidungen zu dem CSX-Modell vonRommel (2017) aufweisen. ...
... As said, we assume that companies charac t erized by principles similar to those of degrowth -namely overcoming growth dynamics, implementing ecological practices, re ducing overall economic production, applying sufficiency strategies and promoting social well-being (Burkhart et al. 2017) -are future-fit. Rommel (2017) has generalized such principles of degrowth-compliant organizations and developed a microeconomic model called CSX (Community Supported X). It is based on organizational structures and practices observed in Community Supported Agriculture (CSA); it includes eleven structural characteristics 1 and allows for transfer to other sectors. ...
... Conventional companies' knowledge of future-fit companies and their organizational practices was assessed by asking whether the pioneering companies of interest and the characteristics of futurefit companies were known (appendix S4). Future-fit characteristics were used, as in the CSX model (Rommel 2017) (see footnote 1), and the additional dimension Production for human needs originating from ideas of solidarity economy (Voß 2010) was added, resulting in twelve characteristics in total. ...
Article
Full-text available
In the face of the worsening ecological crisis, more and more people are looking to pioneering companies which have made it their task to be part of the solution to this problem by deploying sustainable production and business practices. But how do these future-fit approaches spread within the economy? We present results from brewing and printing companies which suggest that successful diffusion of these approaches may be more complex than commonly assumed. For example, conventional companies tend not to adopt sustainable business practices merely because they are being promotedby future-fit small and medium-sized enterprises. Rather, change agentsin conventional companies must be educated on how specific sustain-able business practices serve as concrete solutions. Additionally, these practices must align with the company’s predominant view of the problem. Our results stress that future-fit companies cannot be the exclusive drivers of profound change; rather, they can only make their contribution when supported in this effort by science, politics and society in general.
... F. SoLaWi) ein Reallabor sozial-ökologischen Unternehmertums dar und kann als ein wichtiger Treiber der notwendigen sozial-ökologischen Transformation gesehen werden. (Rommel 2017) Dieses Potenzial ergibt sich aus der vom modernen Wachstum-und Profitgedanken abweichenden Unternehmensform, die durch ihre starke Alternativität eine hohe Resilienz bezüglich der Vereinnahmung kapitalistischer Werte aufweist und somit bei erfolgreicher Verbreitung auch die Möglichkeit bietet die vorherrschenden ressourcenintensiven Formen der Ernährungswirtschaft zu verdrängen. (Antoni-Komar und et al. 2019, 192-195) Das SoLaWi-Konzept schafft vom Weltmarkt unabhängige regionale Wirtschaftskreisläufe zwischen Produzent*innen und Konsument* innen, die eine umweltfreundliche und fair belohnte Anbau-und Vertriebsweise der Produkte sowie auf Solidarität, Gleichberechtigung, Mitbestimmung und Transparenz beruhende Organisationsstrukturen ermöglichen. ...
Thesis
Full-text available
Die vorliegende Abschlussarbeit untersucht die Überzeugungsfähigkeit des zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensmodells `Solidarische Landwirtschaft´ (SoLaWi) innerhalb der Zivilgesellschaft, um mit ihren Ergebnissen die Verbreitungsfähigkeit des SoLaWi-Konzepts im Sinne einer gesamt-gesellschaftlichen sozial-ökologischen Transformation zu fördern. Ziel der vorliegenden Abschlussarbeit ist dabei die Darstellung bestehender Beteiligungshürden bei der Zielgruppe (i. F. potenzielle Mitglieder) von SoLaWi-Betrieben als auch die Erörterung konkreter Reduzierungs-möglichkeiten festgestellter Beteiligungshürden auf Seiten der SoLaWi-Betriebe oder übergeordneter Akteur*innen. Gewonnene Erkenntnisse dieser Arbeit stützen sich dabei auf eine integrative zweiteilige empirische Untersuchung. Mithilfe von Expert*inneninterviews wurden zuerst die Chancen und Herausforderungen von SoLaWi-Betrieben bei der Mitgliederanwerbung als auch vermutete Beteiligungshürden auf Seiten potenzieller Mitglieder abgefragt, um diese daraufhin in einem standardisierten Fragebogen bei potenziellen Mitgliedern zu überprüfen. Das Hauptergebnis dieser Arbeit ist die Skizzierung konkreter Reduzierungsmaßnahmen erfasster Beteiligungshürden und bezweckt bei erfolgreicher Umsetzung eine spezifischere Zielgruppenansprache und einen verbesserten Umgang mit betrieblichen Herausforderungen bei SoLaWi-Betrieben. Als Quintessenz möglicher betrieblicher Reduzierungsmaßnahmen wird die Realisierung eines `multifuktionalen SoLaWi-Typs´ benannt, der einen hohen transformativen Charakter aufweist, indem er durch eine stetige Weiterentwicklung der eigenen Betriebsstruktur auf sich wandelnde Bedürfnisse innerhalb der Zivilgesellschaft flexibel reagieren kann und so eine hohe Überzeugungs- und Verbreitungsfähigkeit besitzt. Maßgeblich abhängig von politischen Bemühungen zur Förderung eines radikalen, inkrementellen und postmateriellen Gesellschaftswandels ist die Etablierung regionaler und zukunftsfähiger Versorgungs-strukturen, im Sinne einer horizontalen Verbreitung von transformativen Unternehmen wie SoLaWi-Betrieben, nur durch ein kombiniertes Bottom-Up und Top-down-Szenario umsetzbar. Aus dieser Erkenntnis heraus beschreibt die vorliegende Arbeit ebenfalls Handlungsempfehlungen für wichtige Akteur*innen, die als Grundlage zur Erarbeitung konkreter Fördermechanismen für eine sozial-ökologische und resiliente Landwirtschaft nach SoLaWi-Modell dienen. Die aus dem zeitlichen Rahmen dieser Abschlussarbeit hervorgehende Eingrenzung der Untersuchungseinheit auf bereits transformationsbewusste potenzielle SoLaWi-Mitglieder zeigt den weiteren Forschungsbedarf nach der Anschlussfähigkeit des SoLaWi-Konzepts für bislang unzureichend erreichte Gesellschaftsmilieus auf. So ist die Wirkungsmacht des Potenzials des SoLaWi-Konzepts wesentlich von der Fähigkeit abhängig die Gesamtbevölkerung zu erreichen, um eine gesamtgesellschaftliche Transformation zu befördern, da nur diese zukunftsfähig ist.
Article
Full-text available
Die Bewegung der Solidarischen Landwirtschaft (Community Supported Agriculture – CSA) wächst dynamisch, inzwischen breitet sich die Idee der geteilten Verantwortung auch auf weitere Produkte wie Brot und Bier aus. Neue solidarische Handelsbeziehungen zum globalen Süden bauen sich ebenfalls auf. Doch nicht nur in der Landwirtschaft verbreitet sich das gemeinschaftsgetra-gene Unternehmensmodell: CSA inspiriert immer mehr Unternehmen anderer Versorgungsfelder, von Gastronomie über klassische Handwerksbetriebe bis hin zu Yoga-Studios. Aus CSA wird CSX. Nachfolgender Beitrag führt Beispiele eines neuen Wirtschaftens ohne Marktpreise auf.
Article
Full-text available
Um das Verhältnis von Unternehmens- und Konsumentenethik näher zu bestimmen, schlägt dieser Beitrag vor, das Zusammenwirken von Produzieren und Konsumieren unter dem Gesichtspunkt der Befähigung zur gemeinsamen Verantwortungsübernahme für eine nachhaltige Entwicklung neu zu konzipieren.
Book
Das Supply Chain Management hat sich etabliert, und große Konzerne ebenso wie mittelständische Unternehmen haben verstanden, dass in modernen Wertschöpfungsketten beachtliche Verbesserungspotenziale vorhanden sind. Sie haben sich auf den Weg gemacht, dieses Potenzial zu heben. Deshalb intensivieren sie ihre Zusammenarbeit mit Lieferanten, Kunden, Dienstleistern und Wettbewerbern. Hartmut Werner beschreibt in diesem Buch zunächst die Grundlagen des Supply Chain Managements. Anschließend werden Strategien für die Ausgestaltung moderner Wertschöpfungsketten charakterisiert. Auf dieser Basis erfolgt eine Vorstellung von Instrumenten, die zur konkreten Umsetzung der zuvor diskutierten Strategien dienen. Diese Überlegungen münden schließlich in ein Controlling der Supply Chain. Das Buch ist anwendungsorientiert konzipiert und stützt sich auf eine Vielzahl von Beispielen aus der Unternehmenspraxis. Die 7. Auflage wurde grundlegend überarbeitet und aktualisiert. Neu aufgenommen wurden die Themen Kognitive Supply Chain (Internet of Things, Big Data, Blockchain, Machine Learning), Supply Chain 4.0, Smart Factory und Smart City, Letzte Meile, Hub-and-Spoke-System sowie Supply Chains in Krisenzeiten. Der Inhalt • Grundlagen • Einfluss von Führungskonzepten auf die Gestaltung der Supply Chain • Strategien des Supply Chain Managements • Instrumente des Supply Chain Managements • Controlling der Supply Chain Der Autor Professor Dr. Hartmut Werner lehrt Logistikmanagement und Controlling (Unternehmensplanung) an der Wiesbaden Business School (Hochschule RheinMain).
Book
Das Thema »soziale Innovationen« hat in den letzten 20 Jahren in westlichen Gesellschaften zwar immer größere Aufmerksamkeit erfahren, ist dabei aber sowohl begrifflich und konzeptionell als auch inhaltlich äußerst unscharf geblieben. Angesichts der wachsenden Bedeutung sozialer Innovationen ist eine konzeptionelle Weiterentwicklung des theoretischen Ansatzes von großer Bedeutung. Dieser Band diskutiert die Frage, was eine Innovation zur sozialen Innovation macht. Die Autoren gehen theoretischen Konzepten, empirischen Forschungsfeldern und beobachtbaren Trends nach und arbeiten die zentralen Dimensionen eines sozialwissenschaftlichen Konzepts sozialer Innovation heraus.
Chapter
Ist es realistisch zu erwarten, dass Unternehmen postwachstumsorientiert handeln? Makroökonomische Theorien legen nahe, hierauf mit „eher nicht“ zu antworten. Der Grund: Die derzeitigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen setzen die falschen Anreize. Sie belohnen die Unternehmen, die soziale und ökologische Kosten externalisieren, energie- und ressourcenintensiv produzieren, Nachfrage künstlich forcieren sowie Finanzziele vor Sachziele setzen. Hierdurch stimulieren sie einseitig die Ausrichtung von Unternehmen auf Wachstum und hohen Ressourcenverbrauch und erschweren unternehmerische Beiträge für das Gemeinwohl. Und dennoch gibt es Unternehmen, die in einem solchen Maß nach ökologischen, sozialen und demokratischen Prinzipien agieren, dass sie als postwachstumsorientiert gelten können. Allerdings sollte es nicht allein bei solchen Vorreiter-Unternehmen bleiben, die im „falschen“ Rahmen trotzdem versuchen, „richtig“ zu handeln. Daher leiten wir aus einer makroökonomischen und einer unternehmenspraktischen Betrachtung zentrale Ansatzpunkte her, um die wirtschaftspolitische Rahmensetzung zu verändern: Die ökologischen Kosten des Unternehmenshandelns müssen endlich konsequent internalisiert sowie Produktlebensdauer und Werbung deutlich stärker reguliert werden. Zudem müssen sowohl die Pflichten börsennotierter Unternehmen im Aktiengesetz um Gemeinwohlkriterien erweitert als auch die rechtlichen Möglichkeiten von postwachstums- und gemeinwohlorientierten Unternehmen, ihre Rechtsformen und Kooperationen zu gestalten, angepasst werden. Um die erforderlichen Veränderungen erfolgreich in die wirtschaftspolitischen Debatten einzubringen, sind Interessenkoalitionen und Bündnisse erforderlich. Hierfür wären nicht nur naheliegende Allianzen mit der Umweltbewegung, den Verbraucherschutzorganisationen oder den Interessenvertretungen der Arbeitnehmer(innen) nötig. Wir sehen auch deutliche inhaltliche Überschneidungen mit Regionalentwicklungsorganisationen, KMU- und Handwerksverbänden.
Article
Über Suffizienz wird bisher ausschließlich als Orientierungsmuster für individuellen Konsum diskutiert. Der folgende Beitrag zeigt, dass die Debatte über Suffizienz durchaus Geschäftschancen für Unternehmen eröffnet.
Article
Erst wenn das Funktionieren vieler Institutionen, Strukturen und Subsysteme vomWachstumsparadigma abgekoppelt wird und Alternativen erkennbar sind, wird die Politik von ihrer Wachstumsfixierung abrücken.