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Einleitung zu: Verkörperungen. (Post-)Phänomenologische Untersuchungen zwischen erziehungswissenschaftlicher Theorie und leiblichen Praxen in pädagogischen Feldern. Herausgeber: Brinkmann, Malte

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Einleitung zu: Verkörperungen. (Post-)Phänomenologische Untersuchungen zwischen erziehungswissenschaftlicher Theorie und leiblichen Praxen in pädagogischen Feldern. Herausgeber: Brinkmann, Malte

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Abstract

Mit dem Körper sind Kinder, Jugendliche und Pädagog*innen in besonderer Weise verbunden. Der Körper ist in Bewegung, im Blick und im Anspruch der Anderen sowie in den Antworten darauf. Er verkörpert sich in Relation zu Anderen und Anderem. Diese Wechselbewegung, die auf die Tätigkeit, die Gegenstände, Ziele und Erwartungen der Anderen antwortet, konstituiert die pädagogische Situation in grundlegender Weise mit. Im Blick auf Körper, Leib und Verkörperung kommen den vorsprachlichen Erfahrungsformen den vor-sprachlichen und nicht- und nebensprachlichen Interaktionsprozessen, d. h. leiblichen Ausdrucksweisen wie Gesten und Mimik, eine besondere Bedeutung zu. Wie aber kann diese Bewegung von Verkörperungen Gegenstand von Forschungen werden? Im vorliegenden Band werden die Möglichkeitsbedingungen einer produktiven Nutzung ausgelotet. Es werden praxeologische, poststrukturalistische, hermeneutische, ethnographische und videographische Erkundungen im (post-)phänomenologischen Feld der Pädagogik vorgestellt. Aus sozial-, allgemein-, früh-, heil- und grundschulpädagogischer Perspektive werden Studien zu individuellen, gemeinschaftlichen, habituellen, kommunikativen und stimmungsbezogenen Momenten der Verkörperung präsentiert.

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In diesem Band werden ausgehend von systematischen Studien zum Verhältnis von Leib, Lernen, Bildung und Erziehung neue Impulse aus der empirischen Bildungsforschung, den Neurowissenschaften und der Postphänomenologie aufgegriffen: Phänomenologische und pädagogische Perspektiven auf Leiblichkeit und Embodiment werden mit diskurs- und praxistheoretischen, neurophänomenologischen sowie Perspektiven der Gender Studies verknüpft und auf die pädagogischen Praxisfelder Digitalisierung, Schule und Kindergarten bezogen. Der Inhalt • Systematische und historische Zugänge zum Phänomen Leiblichkeit • Zum Verhältnis von Phänomenologie zu diskurs- und praxistheoretischen Positionen • Neurophänomenologie • Aisthetische und anthropologische Zugänge • Leibliche Erfahrungen und Praxen
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In dem Band werden erstmals Grundlagentexte zur Phänomenologischen Erziehungswissenschaft von ihren Anfängen bis in die Gegenwart zusammengestellt. Die Sammlung gibt einen Überblick über Struktur, Entwicklung und Ausdifferenzierung der phänomenologischen Bewegung in der deutschsprachigen Pädagogik in den Feldern systematische Pädagogik, Bildungs-, Lern- und Erziehungstheorie, Pädagogik der frühen Kindheit, Schul- und Sonderpädagogik und der Erwachsenenbildung. Der Inhalt • Anfänge Phänomenologischer Erziehungswissenschaft • Anthropologie und Phänomenologische Erfahrungstheorie des Lernens und Erziehens • Koexistentiale Phänomenologie der Erziehung und Strukturpädagogik • Fremdheit und Andersheit im Lernen und Umlernen • Aktuelle Ansätze Phänomenologischer Erziehungswissenschaft
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Phenomenology may be considered the systematic science of subjective experience and its basic structures of intentionality, embodiment, temporality and intersubjectivity. Thus it is assigned the crucial task of defending subjective experience against reductionist claims raised by proponents of naturalism or physicalism. Nonetheless, phenomenology is far more than a mere science of consciousness which it maintains as an impregnable, but sterile citadel. On the contrary, as a science of embodied and extended subjectivity, it touches the fields of empirical sciences and enters with them into a productive dialogue. This is shown in three areas of science: (1) by the crucial role of phenomenology for the paradigm of embodied and extended mind in cognitive neuroscience; (2) by the phenomenological concept of primary social cognition as intercorporeality; and (3) by the phenomenological psychopathology of embodiment, in particular in schizophrenia.
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In diesem Beitrag wird ein [...] in einem längeren Arbeitsprozess entstandenes Konzept zur empirischen Erforschung von Prozessen der Subjektkonstitution in mehreren Argumentationsschritten - pointiert - dargestellt: Ausgehend von dem, wie die qualitative Bildungsforschung ihren Gegenstand - Subjekt-Bildungsprozesse - versteht, und den [sich hier] stellenden Herausforderungen (Gedanke 1) entwickeln die Autoren einen Begriff von Subjektivation als sich in Praktiken vollziehenden (Gedanke 2), vielschichtigen und ambivalenten Anerkennungsprozessen (Gedanke 3), versuchen dieses zu operationalisieren im bzw. mit Hilfe eines Modells der Adressierung (Gedanke 4) und führen dessen Fruchtbarkeit abschließend am Beispiel der Interpretation einer kleinen Szene, einer als pädagogische Situation zu verstehenden Unterrichtsinteraktion, vor (Gedanke 5). Das Fazit bilden einige kursorische Hinweise auf mögliche Potentiale einer so angelegten empirisch-qualitativen Bildungsforschung. (DIPF/Orig.).
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This book contributes to the idea that to have an understanding of the mind, consciousness, or cognition, a detailed scientific and phenomenological understanding of the body is essential. There is still a need to develop a common vocabulary that is capable of integrating discussions of brain mechanisms in neuroscience, behavioral expressions in psychology, design concerns in artificial intelligence and robotics, and debates about embodied experience in the phenomenology and philosophy of mind. This book helps to formulate this common vocabulary by developing a conceptual framework that avoids both the overly reductionistic approaches that explain everything in terms of bottom-up neuronal mechanisms, and the inflationistic approaches that explain everything in terms of Cartesian, top-down cognitive states. Through discussions of neonate imitation, the Molyneux problem, gesture, self-awareness, free will, social cognition and intersubjectivity, as well as pathologies such as deafferentation, unilateral neglect, phantom limb, autism and schizophrenia, the book proposes to remap the conceptual landscape by revitalizing the concepts of body image and body schema, proprioception, ecological experience, intermodal perception, and enactive concepts of ownership and agency for action. Informed by both philosophical theory and scientific evidence, it addresses two basic sets of questions that concern the structure of embodied experience. First, questions about the phenomenal aspects of that structure, specifically the relatively regular and constant phenomenal features found in the content of experience. Second, questions about aspects of the structure of consciousness that are more hidden, those that may be more difficult to get at because they happen before one knows it, and do not normally enter into the phenomenal content of experience in an explicit way.
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Erweist sich die auch in pädagogischen Diskursen gängige Rede von der 'eigenen Identität' wirklich als eine angemessene Selbstthematisierungsformel? Die Anthropologie Plessners bietet stattdessen einen differenztheoretischen Zugang zur Beschreibung menschlicher Selbst- und Weltverhältnisse. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei dem Prinzip der 'Verkörperung' zu, das darüber hinaus auf seine bildungstheoretischen Gehalte befragt wird. Mit der Betrachtung von Plessners Werk unter pädagogisch relevanten Gesichtspunkten verbindet sich das Anliegen, die Potenziale seiner Forschung erstmals in systematischer Weise für diese Disziplin zu erschließen.
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Judith Butler’s Überlegungen zur körperlichen Stellungnahme werfen eine Reihe von pädagogisch relevanten Themen auf, die Körperpraktiken auf eine bisher kaum bedachte Dimension von Kritikfähigkeit hin befragen. Ihrem Ansatz folgend kann nicht nur der verkörperte Geist als fähig verstanden werden, herrschende Paradigmen zu hinterfragen; bereits vor einer versprachlichten Urteilsbildung können Körper ebenso als potentiell kritische Akteur*innen betrachtet werden. In meinem Beitrag möchte ich mich der Frage zuwenden, inwiefern Butlers Idee einer Kritikfähigkeit des Körpers an phänomenologische Grundüberzeugung anschließt, dabei aber den phänomenologischen Erste-Person-Blickpunkt in entscheidender Weise überschreitet und die gesellschaftlichen Normen historisch kontingenter politischer Systeme bewusst miteinbezieht: Jede körperliche Stellungnahme wird als spezifisch aufgefasst, insofern sie auf die gegebene Situation antwortet und nur in und durch ebendiese Situation zu einem*r kritischen*r Akteur*in werden kann. Anknüpfend an diese Idee kann ein (post)phänomenologisches Verständnis kritischer Praktiken des Körpers entwickelt werden, die für pädagogische Überlegungen zur Körperlichkeit von nachhaltigem Interesse sind.
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Heidegger is the only thinker of his generation whose philosophy of technology is still widely read today. In it, he made three basic claims. First, he asserted that the essence of technology is not technological--that technology is not a neutral instrumentality. Second, he claimed that there is a qualitative difference between modern and traditional technologies. Third and most interestingly, he claimed that technology is a metaphysical perspective, a paradigmatic view of the whole of nature. Although Martin Heidegger remains recognized as a founder of the philosophy of technology, in the last sixty years a whole new world of technologies has appeared-bio-, nano-, info-, and imaging. With technology, time moves fast. Does philosophical time move, too? How adequate is Heidegger's thinking now for understanding today's technological advances?After an extensive Introduction that places Heidegger within the thinking about technology typical of his time, the author, a prominent philosopher of technology, reexamines Heidegger's positions from multiple perspectives-historical, pragmatic, anti-Romantic and postphenomenological. His critiques invert Heidegger's essentialism and phenomenologically analyze Heidegger's favored and disfavored technologies. In conclusion, he undertakes a concrete analysis of the technologies Heidegger used to produce his writing and discovers heretofore undiscussed and ironic results. Overall, the book not only serves as an excellent introduction Heidegger's philosophy of technology and a corrective in outlining its limitations, it indicates a postphenomenological counter-strategy for technological analysis, one that would look at the production of technology in practice, based on observing its forms of embodied activity.
Pädagogische Erfahrung. Theoretische und empirische Perspektiven. Buchreihe "Phänomenologische Erziehungswissenschaft
  • Malte Brinkmann
  • Richard Kubac Und Severin Sales Rödel
Brinkmann, Malte, Richard Kubac und Severin Sales Rödel. 2015. Pädagogische Erfahrung. Theoretische und empirische Perspektiven. Buchreihe "Phänomenologische Erziehungswissenschaft", Bd. 1. Wiesbaden: Springer VS.
Pädagogik -Phänomenologie. Verhältnisbestimmungen und Herausforderungen. Buchreihe "Phänomenologische Erziehungswissenschaft
  • Malte Brinkmann
  • Severin Sales Rödel Und Marc Fabian
  • Buck
Brinkmann, Malte, Severin Sales Rödel und Marc Fabian Buck. 2017. Pädagogik -Phänomenologie. Verhältnisbestimmungen und Herausforderungen. Buchreihe "Phänomenologische Erziehungswissenschaft", Bd. 3. Wiesbaden: Springer VS.
Modus des Könnens". In Verkörperte Bildung. Körper und Leib in geschichtlichen und gesellschaftlichen Transformationen, aus der Schriftenreihe der Kommission Bildungs-und Erziehungsphilosophie der DGFE
  • Malte Brinkmann
Brinkmann, Malte. 2019a (im Erscheinen). Körper, Leib, Reflexion -Leibliche Erfahrung im "Modus des Könnens". In Verkörperte Bildung. Körper und Leib in geschichtlichen und gesellschaftlichen Transformationen, aus der Schriftenreihe der Kommission Bildungs-und Erziehungsphilosophie der DGFE, Hrsg. R. Casale, N. Ricken und C. Thompson. Paderborn: Schöningh.
Körper, Leib, Reflexion -Leibliche Erfahrung im
  • Malte Brinkmann
Brinkmann, Malte. 2019b (im Druck). Körper, Leib, Reflexion -Leibliche Erfahrung im "Modus des Könnens". In Verkörperte Bildung. Körper und Leib in geschichtlichen und gesellschaftlichen Transformationen. Schriftenreihe zur Bildungs-und Erziehungsphilosophie, Hrsg. R. Casale, N. Ricken und C. Thompson. Paderborn: Schöningh.
  • Gottfried Boehm
  • Horst Bredekamp
Boehm, Gottfried, und Horst Bredekamp. 2008. Ikonologie der Gegenwart, 1. Aufl. Paderborn: Fink.
Die Stimme und das Phänomen. Einführung in das Problem des Zeichens in der Phänomenologie Husserls
  • Jacques Derrida
  • Gondek Hans-Dieter
Derrida, Jacques, und Gondek Hans-Dieter. 2003. Die Stimme und das Phänomen. Einführung in das Problem des Zeichens in der Phänomenologie Husserls. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
Traktat über die Gewalt des Menschen
  • Eugen Fink
Fink, Eugen. 1974. Traktat über die Gewalt des Menschen. Frankfurt a. M.: Klostermann.
  • Michel Foucault
Foucault, Michel. 1996. Der Mensch ist ein Erfahrungstier. Gespräch mit D. Trombadori. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
  • Robert Gugutzer
  • Gabriele Klein
  • Michael Und
  • Meuser
Gugutzer, Robert, Gabriele Klein, und Michael Meuser. 2017. Handbuch Körpersoziologie. Wiesbaden: Springer VS.
  • Edmund Husserl
Husserl, Edmund. 1950-2004 (zitiert als Hua.). Husserliana. Gesammelte Werke. 39
  • Robert Kreitz
  • Christine Demmer
  • Thorsten Fuchs
  • Christine Und
  • Wiezorek
Kreitz, Robert, Christine Demmer, Thorsten Fuchs, und Christine Wiezorek. 2018. Das Erziehungswissenschaftliche qualitativer Forschung, 1. Aufl. Leverkusen: Barbara.
Philosophische Anthropologie. Lachen und Weinen. Das Lächeln
  • Helmuth Plessner
Plessner, Helmuth. 1970. Philosophische Anthropologie. Lachen und Weinen. Das Lächeln. Frankfurt a. M.: Fischer.
  • Alfred Schütz
  • Thomas Luckmann
Schütz, Alfred, und Thomas Luckmann. 2003. Strukturen der Lebenswelt. Konstanz: UVK.
Präphänomenologie, Phänomenologie und Postphänomenologie des Lachens. Ein erster Überblick
  • Silvia Stoller
Stoller, Silvia. 2013. Präphänomenologie, Phänomenologie und Postphänomenologie des Lachens. Ein erster Überblick. Journal Phänomenologie 2013 (39): 50-66.
Embodied Education and Education of the Body: The Phenomenological Perspective
  • Massimiliano Tarozzi
  • Denis Francesconi
Tarozzi, Massimiliano, und Denis Francesconi. 2019. Embodied Education and Education of the Body: The Phenomenological Perspective. In Leib -Leiblichkeit -Embodiment.
Handbuch Trauma -Pädagogik -Schule
  • Monika Jäckle
  • Bettina Wuttig
  • Christian Und
  • Fuchs
Jäckle, Monika, Bettina Wuttig, und Christian Fuchs. 2017. Handbuch Trauma -Pädagogik -Schule. Bielefeld: transcript.
  • Bernhard Waldenfels
Waldenfels, Bernhard. 2001. Das leibliche Selbst. Hrsg. v. R. Giuliani. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.