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10. Kognitives politisches Engagement

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In this book, 30 contributions provide a comprehensive overview of theories and findings from research on political attitudes and political behaviour, subdivided into the fields of ‘political communication’, ‘political attitudes’, ‘political participation’, ‘voting behaviour’ and ‘methods’.

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Der Beitrag untersucht anhand des ALLBUS 2018 Effekte politischen Wissens sowie anderer Faktoren auf die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber populistischen Vorstellungen. Es wird deutlich, dass größeres politisches Wissen mit geringerer Neigung zu Populismus einhergeht. Soziodemografische und Bildungsmerkmale, Aspekte politischer Involvierung und politischer Wertorientierungen zeigen etwas geringere oder gleich starke positive Effekte auf die Ablehnung von Populismus, politische und gesellschaftliche Unzufriedenheit steigern die Neigung zu Populismus dagegen in deutlich größerem Ausmaß. Vor allem bei gleichzeitiger Berücksichtigung letzterer Variablen verliert politisches Wissen an Einfluss. Politisches Wissen wird darüber hinaus aber auch indirekt wirksam, indem es Effekte auf die anderen Determinanten zeigt, insbesondere auf die politische Involvierung und die Befürwortung einer liberal-pluralistischen Demokratiekonzeption. Insofern kann politisches Wissen teilweise gegen populistische Ideen schützen. Bei Menschen, die gesellschaftliche Anomie empfinden, geringes politisches Effektivitätsgefühl aufweisen und den Eindruck einer Vernachlässigung durch die Politik haben, fällt Populismus auch bei (allerdings seltener vorkommendem) größeren Wissen auf stärkere Zustimmung.
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Was und wie viel wissen die Menschen in Deutschland über Politik? Was sind hinderliche und was förderliche Faktoren für den Wissenserwerb? Und: Was sind Folgen der politischen Wissensniveaus für Einstellungen gegenüber politischen Werten, Institutionen, Akteuren, Policies und Partizipation? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der vorliegende Band zu politischem Wissen auf Grundlage der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften 2018. Das Einleitungskapitel diskutiert die Relevanz politischen Wissens für demokratische Gesellschaften, betrachtet politisches Wissen als abhängige und unabhängige Variable und bietet einen Überblick über die Beiträge im Band.
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