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Fächerübergreifende und digitale Kompetenzen für die Qualitätsentwicklung der Lehre erfassen - Pilotierung eines Erhebungsinstrumentes. (Acquire interdisciplinary and digital competences for the quality development of teaching)

Authors:

Abstract

Die Präsentation enthält die kurze Vorstellung eines Projektes, sowie seiner Konzeptualierung, Operationalisierung, Pilotierung und ersten Ergebnisse an der Humboldt-Universität zu Berlin. Hier das Abstract aus dem Programmheft der Tagung (english below): Ziel des Projektes zur Kompetenzerfassung ist die Konzeption und Implementierung eines Verfahrens zur Erfassung fächerübergreifender und digitaler Kompetenzen bei Studierenden im Rahmen der Qualitätsentwicklung von Lehre und Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Die Konzeption und Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Studiendekanaten. Hintergrund ist, dass es immer wieder seitens der Hochschulen Klagen über mangelnde Kompetenzen von Studierenden gibt. So hat im Juni der Präsident der Hochschulrektoren-konferenz, Peter-André Alt, berichtet, insbesondere „in Sachen Textverständnis und Schreibfähigkeiten gebe es kritische Rückmeldungen aus den Hochschulen“. Längere Texte zu lesen und zu schreiben falle den Studierenden schwerer; es habe offenbar eine erhebliche Verschlechterung innerhalb der vergangenen fünf Jahre gegeben – hieß es weiter. Manche Kritiker, so der Ulmer Psychiater Manfred Spitzer, sehen z.B. Lese- und Aufmerksamkeits-störungen auch in Zusammenhang mit einer durch zunehmende Digitalisierung des Alltags beförderten „Digitalen Demenz“, die kognitive und soziale Kompetenzen beeinträchtige. Zugleich nennen mehr als 85% aller Hochschulen die Vermittlung von Kompetenzen für eine digitale Welt als wichtigen Teil ihres Digitalisierungskonzeptes. Es zeigt sich jedoch, dass die digitalen Qualifikationen der eigenen Hochschulangehörigen sehr unterschiedlich wahrgenommen werden (vgl. Gilch u.a. 2019). Zudem dürfte dies Thema nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern bildungspolitisch an Bedeutung gewinnen, wie die Aktivitäten zum EU-Qualifikationsrahmen Digitale Kompetenzen (DigKomp) zeigen. Allerdings befindet sich eine Erfassung nach DigKomp nach bisherigem Kenntnisstand noch an keiner Hochschule im deutschsprachigen Raum im regulären Einsatz. Um die Möglichkeit einer Erfassung solcher Kompetenzen zu prüfen, und auch o.g. mögliche Zusammenhänge zwischen fächerübergreifenden und digitalen Kompetenzen dabei mit einzubeziehen, wurde deren Erfassung an der HU von der Stabsstelle Qualitätsmanagement im Rahmen einer Pilotierung mit Online-Studierendenbefragungen getestet. Der aktuelle Stand zur Erfassung fächerübergreifender Kompetenzen ist, dass hierfür ein in Anlehnung an EQR und DQRH (KMK 2017) seit längerem in bundesweiten Absolventen-befragungen eingesetztes und zwischenzeitlich mehrfach weiterentwickeltes Erhebungs-instrument übernommen wurde (vgl. Plasa u. a. 2019). Zu digitalen Kompetenzen wurde der EU-Qualifika¬tions¬rahmen Digitale Kompetenzen DigKomp2.1 (EU 2017) für die Pilotierung zu¬grunde gelegt. Er umfasst insgesamt 20 Einzelaspekte in fünf Dimensionen. Zusätzlich wurden bei einigen zentralen Aspekten (im Digkomp nicht vorgesehene) Testfragen zur Erfassung von Wissensbeständen entwickelt (so zu Kriterien, mit denen die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit von Informationen aus dem Internet erklärt wird). Das Erhebungsinstrument wurde im Sommersemester 2019 an der HU in ausgewählten Lehrveranstaltungen pilotiert; erste Ergebnisse sind seit Herbst 2019 verfügbar. (English version: The presentations contains the conceptualisation, operationalisation, piloting and first results of the project of the Humboldt-University of Berlin: "Acquire interdisciplinary and digital competences for the quality development of teaching". The goal of the project for competence assessment is the conception and implementation of a method for the acquisition of interdisciplinary and digital competences for students within the quality development of teaching and study programs at the Humboldt-University of Berlin (HU). The conception and implementation takes place in close coordination with the Vice Deans of teaching. The background is that there are repeated complaints from universities about the lack of competences of students. For example, the President of the German Rectors' Conference, Peter-André Alt, reported in June: "in terms of text comprehension and writing skills, there was critical feedback from the universities". Reading and writing longer texts are harder for students; there has apparently been a significant deterioration over the past five years - it said. Some critics, such as the Ulm psychiatrist Manfred Spitzer, see for example reading and attention disorders also in connection with a "digital dementia" promoted by increasing digitization of everyday life, which affects cognitive and social skills. At the same time, more than 85% of all universities call the teaching of skills for a digital world as an important part of their digitization concept. However, it turns out that the digital qualifications of their own members of the university are perceived very differently (see Gilch et al., 2019). In addition, this topic is likely to gain importance in educational policy not only in Germany, but also in other European countries, as the activities on the EU Qualifications Framework Digital Competences (DigKomp) show. However, a collection according to DigKomp to the current state of knowledge is still at no university in German-speaking countries in regular use. To examine the possibility of recording such competences, and also possible correlations between interdisciplinary and digital competences are included in this process, this is currently being tested at the HU by the Quality Management department as part of a pilot study with online student surveys. The current status for the compilation of interdisciplinary competencies is that a survey instrument that has been used for a long time in nationwide graduate surveys and has been repeatedly developed in accordance with the EQF and DQRH (KMK 2017) has been adopted (see Plasa et al., 2019). Digital competences were based on the EU Qualification Framework of Digital Competences DigKomp2.1 (EU 2017) for piloting. It comprises a total of 20 individual aspects in five dimensions. In addition, some key issues (not foreseen in the Digkomp) have been developed to assess knowledge inventories (criteria that explain the reliability and credibility of information from the Internet). The survey instrument was piloted at the HU in selected courses in the summer semester of 2019; first results are available this autumn.) References: EU (2017): DigComp 2.1 The Digital Competence Framework for Citizens. Science for Policy report by the Joint Research Centre (JRC). Luxembourg: Office of the European Union. Gilch, H./ Beise, A. S./ Krempkow, R./ Müller, M./ Stratmann, F./ Wannemacher, K., 2019: Zum Stand der Digitalisierung der Hochschulen in Deutschland in Forschung, Lehre und Verwaltung. In: Qualität in der Wissenschaft (QiW) 13 (2), S. 34-40. KMK (2017): Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse. Kultusministerkonferenz. Plasa, T./ Kmiotek-Meier, E./ Ebert, A./ Schmatz, R. (2019): Generische Kompetenzen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen. In: Qualität in der Wissenschaft (QiW) 13 (2), S. 48-56. Stifterverband (2018): Future Skills Welche Kompetenzen in Deutschland fehlen. Discussion Paper.
Fächerübergreifende und digitale Kompetenzen
für die Qualitätsentwicklung der Lehre erfassen
Pilotierung eines Erhebungsinstrumentes
Stabsstelle Qualitätsmanagement der Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. René Krempkow (rene.krempkow@hu-berlin.de)
Berlin, 10. Dezember 2019
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Agenda
1. Ausgangspunkt und Ziel
2. Konzeptualisierung
3. Operationalisierung und Pilotierung
4. Erste Ergebnisse
5. Ausblick
3
1. Ausgangspunkt und Ziel
1. In QM-Instrumenten fehlen bislang oft Kompetenzen aus der Perspektive
der Studierenden (auch im Sinne des EQR und DQRH sowie des EU-
Frameworks für Digitale Kompetenzen), dagegen sind (Selbst-)Einschätz-
ungen von Kompetenzen bei Absolventenbefragungen seit langem im
Einsatz. Zugleich ist für Modulbeschreibungen bzw. Studiengänge die
Beschreibung bzw. Förderung von Kompetenzen zentral. Insofern ist
deren Erfassung ein spezifisches QM-Thema, auch um Handlungs-
möglichkeiten aufzuzeigen.
2. Frage war: Inwieweit ist es (derzeit) in Deutschland möglich, zu erfassen,
in welchem Ausmaß solche Kompetenzen im Studium gefördert werden?
(im Wissen, dass es derzeit noch wenig Angebote speziell zu digitalen
Kompetenzen gibt, weshalb es um Erfassung des Ist-Zustand geht, v.a.
für Prä-Post-Vergleiche).
=> Ziel: Versuch, digitale und generische Kompetenzen bei Studierenden zu
erfassen (im Sinne sogen. Digital Literacy) und Vorlegen erster Ergebnisse
einer Pilot-Studie an der HU Berlin
4
2. Konzeptualisierung (I)
Aktionsrat Bildung (2018) fordert zu Digitalisierung & Hochschulbildung
digitale Souveränität“; das bedeute, „dass man mit digitalen Medien unter
vollständiger eigener Kontrolle umgehen kann“, als „wesentliche
Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe“; Future-Skills-Papier des
Stifterverbandes (2018) differenziert nichtdigitale & digit. (Schlüssel-)
Kompetenzen, & grenzt diese zu digit. Spezialisten-Kompetenzen ab
digitale & fächerübergreifende Kompetenzen sind keine überschneidungsfreien
Konzepte („Problemlösung“!); HRG fordert, dass Studierende „zu
verantwortlichem Handeln in einem freiheitlichen, demokratischen und
sozialen Rechtsstaat befähigt“ werden (§7) +EQR/DQRH/Akkredit.; daher
besser gemeinsam zu erheben/ zu analysieren
=> These: digitale Kompetenzen nicht als technologische Kompetenzen verstehen,
sondern stärker (als z.T. bisher) i.S.v. Digitaler Bildung insbes. Einbezug auch
gesellschaftlicher, ethischer bzw. sozialer Aspekte als zentrale Aspekte, dann
„Beginn einer wunderbaren Freundschaft“ möglich
5
2. Konzeptualisierung (II)
1. Schritt: verfügbare Literatur zum Thema ausgewertet
2. Schritt: geeignete Modelle/ Konzepte ausgewählt, unter Benennung ggf.
bestehender Limitationen des gegenwärtigen Standes;
Ergebnis: zur Erfassung fächerübergreifender Kompetenzen in Anlehnung
an EQR und DQRH seit längerem eingesetzte und zwischenzeitlich mehrfach
weiterentwickelte Erhebungsinstrumente (auch in bundesweiten Befragungen
an HS, z.B. Plasa u.a. 2019), aber nach heutigem Kenntnisstand Erfassung
digit. Kompetenzen an deutschen Hochschulen nicht i. regulären Einsatz;
konzeptionelle Vorarbeit zu digitalen Kompetenzen: EU-Qualifikationsrahmen
Digitale Kompetenzen (DigKomp), umfasst insgesamt fünf Dimensionen:
Datenverarbeitung und -bewertung, Kommunikation und Zusammenarbeit,
Erstellen von Inhalten, Sicherheit, Problemlösung; => Dimensionen nutzbar,
waren bislang nicht als Fragen-Items operationalisiert, erfolgte daher
durch Stabsstelle QM der HU.
6
3. Operationalisierung & Pilotierung digit. Kompetenzen
Operationalisierung zu digitalen Kompetenzen in Form der konkreten
Frageformulierungen für Piloten erfolgte in Anlehnung an DigKomp2.1
(EU 2017, bislang nur englisch) und auf Basis von Digkomp (EU 2015, auch
deutsch); zusätzlich bei einigen zentralen Einschätzungsfragen (in Digkomp
nicht vorgesehene) Fragen zur Erfassung von Wissensbeständen (z.B. zu
Kriterien, mit denen die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit von Informationen
aus dem Internet erklärt wird);
Erhebungsinstrument wurde im Sommersemester 2019 an der HU pilotiert, um:
exemplarisch in mehreren Fakultäten in ausgewählten Lehrveranstaltungen
adäquat erfassbare Kompetenzen und den technischen Prozess für das
Verfahren zur Erhebung, Auswertung und Rückmeldung zu testen;
darüber hinaus auf der Grundlage der hierbei gemachten Erfahrungen eine
Aufwandsschätzung sowohl für einen breiteren Einsatz als auch für
Weiterentwicklungen zu erarbeiten;
nachfolgend erste Ergebnisse für ausgewählte Lehrveranstaltungen (n= 47,
natürlich noch nicht generalisierbar, aber für Pilotierung ausreichend):
7
12345
Ich kann Informationsbedarfe bestimmen (für mich selbst und für eine andere Person).
Ich kann fortgeschrittene Suchstrategien anwenden (z.B. Suchoperatoren), um eine
Suchanfrage im Internet einzugrenzen.
Ich kann mittels bestimmter Kriterien die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit von
Informationen aus dem Internet erklären.**
Ich kann Suchstrategien im Internet an meine persönlichen Bedarfe anpassen.**
Ich kann aus der Vielzahl an Kommunikations-Tools das für die Zusammenarbeit mt
anderen Personen am besten geeignete nutzen.
Ich kann unterscheiden, welche Tools geeignet sind, um Inhalte gmeinsam zu erstellen und
zu verwalten (z.B. gleichzeitiges Arbeiten zweier Personen am selben Text).
Ich kann unvorhergesehene Schwierigkeiten bewältigen, die bei der Zusammenarbeit mit
Kommunikations-Tools entstehen (z.B. wenn Änderungen einer anderen Person in einem…
Ich kann komplexe multimediale Inhalte in unterschiedlichen Formaten mittels einer
Vielfalt von digitalen Plattformen, Tools und Umgebungen produzieren und modifizieren.
Ich beherrsche fortgeschrittene Formatierungsfunktionen von unterschiedlichen Tools (z.B.
Zusammenfügen von Dokumenten aus unterschiedlichen Formaten, Benutzung von…
Ich weiß, wie man Lizenzen und Copyrights anwendet.
Ich kann in einer komplexen Situation die angemessenste Anleitung für ein Computertool
bestimmen, um ein auftretendes Problem oder eine spezielle Aufgabe zu lösen.
Ich kann für meine persönlichen Bedarfe und für die einer anderen Person die
angemessensten Sicherheitseinstellungen auswählen (z.B. starkes Passwort, Überprüfung…
Ich kann die Sicherheitseinstellungen meiner digitalen Geräte konfigurieren oder ändern.
Ich kann die Sicherheitsrisiken in verschiedenen digitalen Umgebungen unterscheiden (z.B.
Phishing-Versuche und Fake-Profie zuverlässig erkennen).
Ich kann auch in komplexen digitalen Umgebungen den angemessensten Weg bestimmen,
um die Privatsphäre zu schützen (z.B. wie ich Adresse und Telefonnummer schütze, wenn…
Ich kann den angemessensten Umgang mit Informations- und
Kommunikationstechnologien bestimmen, um Gesundheitsprobleme (physisch und…
Ich weiß, wie ich digitale Technologien zur (besseren) Wahrnehmung sozialer Veratwortung
und sozialer Inklusion anpassen kann.
Ich kann die richtige Anwendung, Gerät, Programm, Software oder Service für mich und
auch für andere auswählen, um ein Problem zu lösen (z.B. eine geeignete digitale…
Ich kann bestimmen, an welchen Stellen digitale Kompetenzen für mich selbst oder auch
für andere Personen weiter entwickelt werden sollten (um z.B. mit einer digitalen…
Ich kann einem/r Freund/in erklären, welche Aktivitäten ich warum unternehme, um mit
meinen digitalen Kompetenzen auf einem aktuellem Stand zu bleiben.**
Skala von 1="trifft überhaupt nicht zu"
bis 5="trifft vollkommen zu"
Insgesamt LV1 (Mathematisch-Naturwiss. Fak.) LV2 (Sprach- und literaturwiss. Fak.) LV3 (Kultur-, Sozial- u. Bildungswiss.Fak.)
Kommuni-
kation/Koop
er. (α=.82)
Erstellen
von Inhalt-
en (α=.82)
Sicherheit
(α=.86)
4. Erste Ergebnisse für digitale Kompetenzen (I)
Datenverarbeit-
ung & -bewert-
ung (Cronbachs
α=.74)
Problem-
lösung
(α=.88)
8
4. Erste Ergebnisse für digitale Kompetenzen (II)
Frage(n) zu Wissensbeständen, hier Antworten aus LV1 zu: „Ich kann mittels bestimmter
Kriterien die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit von Informationen aus dem Internet
erklären.“ „Bitte nennen Sie nachfolgend einige Kriterien:“ [Freitext, 500 Zeichen]:
"Image der Quelle, präzise Quellenangabe, Informationen mit Gegenquelle überprüfen;
bias?"
"Quellen und Referenzen, beidseitiges Argumentieren von Schlussfolgerungen aus
Daten. Kritisches Hinterfragen"
„Herausgeber, Peer-Reviewed, Zitationen, Aktualität“
"Suchmaschine wie z.B. Scholar bietet immer glaubwürdige Quellen,
Aufbau/Struktur/Architektur der Website"
"trustratingwebsites, verschlüsselung des Protokolls (https://), Sitz der website"
„Genannte Quellen prüfen. Seriösität der Informatiomen
"Informationen kritisch betrachten, Glaubwürdigkeit durch mehrere Quellen, Experten
hinterfragen (Backgroundcheck), d. akademische Belege bestätigen"
„Quellen/Urheber, Übereinstimmung verschiedener Quellen, Argumente für die
entsprechende Behauptung“
9
5. Ausblick
bis Ende 2019 Implementierung des Verfahrens inkl. Auswertung im Rahmen
der Pilotierung getestet
ergänzende Erhebung im Wintersemester 2019/20 zur Erweiterung der
Datenbasis
danach mit Lehrenden u. Studiendekanaten Gespräche zum Design weiterer
Erhebungen und z. Nutzung geplant, auch für Studiengänge (inkl. Prä-Post-Vergleich)
sowie anhand der Daten möglich, soll aus den beiden ausgewählten Modellen
zu fächerübergreifenden und digitalen Kompetenzen, die derzeit in einzelnen
Dimensionen noch nicht überschneidungsfrei sind, ggf. eine Synthese erarbeitet
werden, die das Erhebungsinstrument ohne inhaltliche Abstriche verkürzt und
mögl. trennscharf macht (z.B. „Problemlösung“)
dies könnte den Raum schaffen für wünschenswerte Weiterentwicklungen, so
z.B. noch größeres Gewicht auf ethische Aspekte mittels neuentwickelter Items
10
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Fragen/Anregungen gern an:
Stabsstelle Qualitätsmanagement der Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. René Krempkow (rene.krempkow@hu-berlin.de)
11
1 2 3 4 5
Fähigkeit, eigenständig zu arbeiten
Fähigkeit, im Team zusammen zu arbeiten
Fähigkeit, Informationen aus verschiedenen Quellen zu beschaffen
Fähigkeit, zu planen und zu organisieren
fr_140646 Fähigkeit, mit Personen anderer Fächer/Disziplinen zusammen zu arbeiten
Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen
Fähigkeit, sich schriftlich adäquat auszudrücken
Fähigkeit, mit empfangener Kritik umzugehen
Fähigkeit, konstruktiv Kritik zu üben
Fähigkeit, Relevanz von Informationen zu beurteilen
Fähigkeit, neue Ideen zu entwickeln
Beherrschung des eigenen Faches, der eigenen Disziplin
Fähigkeit, Strategien zur Problemlösung zu entwickeln
Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren
Fähigkeit, sich neuen Situationen flexibel anzupassen
Fähigkeit, in interkulturellen Zusammenhängen zu handeln
Fähigkeit, sich mündlich adäquat auszudrücken
Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen
Fähigkeit, theoretisches Wissen praktisch anzuwenden
Fähigkeit, auf Englisch zu kommunizieren
Skala von 1="trifft überhaupt nicht zu"
bis 5="trifft vollkommen zu"
Insgesamt LV1 (Mathematisch-Naturwiss. Fak.) LV2 (Sprach- und literaturwiss. Fak.) LV3 (Kultur-, Sozial- u. Bildungswiss.Fak.)
Höchste
Selbst-
einschätz-
ung
4. Erste Ergebnisse für generische Kompetenzen
Niedrigste
Selbstein-
schätzung
12
1 2 3 4 5
Ich kann die Sicherheitseinstellungen meiner digitalen Geräte konfigurieren oder ändern.
Ich kann die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit von Informationen aus dem Internet
erklären.
Ich kann fortgeschrittene Suchstrategien anwenden (z.B. Suchoperatoren), um eine
Suchanfrage im Internet einzugrenzen.
Ich kann die Sicherheitsrisiken in verschiedenen digitalen Umgebungen unterscheiden (z.B.
Phishing-Versuche und Fake-Profie zuverlässig erkennen).
Ich kann Informationsbedarfe bestimmen (für mich selbst und für eine andere Person).
Ich kann den angemessensten Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien
bestimmen, um Gesundheitsprobleme (physisch und psychisch) zu vermeiden.
Ich kann aus der Vielzahl an Kommunikations-Tools das für die Zusammenarbeit mt anderen
Personen am besten geeignete nutzen.
Ich kann für meine persönlichen Bedarfe und für die einer anderen Person die
angemessensten Sicherheitseinstellungen auswählen (z.B. starkes Passwort, Überprüfung…
Ich kann unterscheiden, welche Tools geeignet sind, um Inhalte gmeinsam zu erstellen und zu
verwalten (z.B. gleichzeitiges Arbeiten zweier Personen am selben Text).
Ich kann die richtige Anwendung, Gerät, Programm, Software oder Service für mich und auch
für andere auswählen, um ein Problem zu lösen (z.B. eine geeignete digitale Plattform…
Ich kann unvorhergesehene Schwierigkeiten bewältigen, die bei der Zusammenarbeit mit
Kommunikations-Tools entstehen (z.B. wenn Änderungen einer anderen Person in einem…
Ich kann auch in komplexen digitalen Umgebungen den angemessensten Weg bestimmen, um
die Privatsphäre zu schützen (z.B. wie ich Adresse und Telefonnummer schütze, wenn ich ein…
Ich kann Suchstrategien im Internet an meine persönlichen Bedarfe anpassen.
Ich kann bestimmen, an welchen Stellen digitale Kompetenzen für mich selbst oder auch für
andere Personen weiter entwickelt werden sollten (um z.B. mit einer digitalen Plattform…
Ich kann einer Freundin/einem Freund erklären, welche Aktivitäten ich warum unternehme,
um mit meinen digitalen Kompetenzen auf einem aktuellen Stand zu bleiben.
Ich beherrsche fortgeschrittene Formatierungsfunktionen von unterschiedlichen Tools (z.B.
Zusammenfügen von Dokumenten aus unterschiedlichen Formaten, Benutzung von…
Ich kann komplexe multimediale Inhalte in unterschiedlichen Formaten mittels einer Vielfalt
von digitalen Plattformen, Tools und Umgebungen produzieren und modifizieren.
Ich kann in einer komplexen Situation die angemessenste Anleitung für ein Computertool
bestimmen, um ein auftretendes Problem oder eine spezielle Aufgabe zu lösen.
Ich weiß, wie ich digitale Technologien zur (besseren) Wahrnehmung sozialer Veratwortung
und sozialer Inklusion anpassen kann.
Ich weiß, wie man Lizenzen und Copyrights anwendet.
Skala von 1="trifft überhaupt nicht zu"
bis 5="trifft vollkommen zu"
Insgesamt LV1 (Mathematisch-Naturwiss. Fak.) LV2 (Sprach- und literaturwiss. Fak.) LV3 (Kultur-, Sozial- u. Bildungswiss.Fak.)
Höchste
Selbst-
einschätz-
ung
4. Erste Ergebnisse für digitale Kompetenzen (I)
Niedrigste
Selbstein-
schätzung
13
Reserve, ggf. für Diskussion: Hintergrund
Hintergrund:
immer wieder Klagen über mangelnde Kompetenzen von Studierenden; z.B.
Peter-André Alt (Juni ´19): „in Sachen Textverständnis und Schreibfähig-
keiten gebe es kritische Rückmeldungen aus den Hochschulen“, längere Texte
zu lesen und zu schreiben falle den Studierenden schwerer, es gebe „offenbar
eine erhebliche Verschlechterung innerhalb der vergangenen fünf Jahre“;
manche, z.B. Manfred Spitzer, sehen Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen
auch in Zusammenhang mit einer durch zunehmende Digitalisierung des
Alltags beförderten „Digitalen Demenz“, die kognitive und soziale
Kompetenzen zunehmend beeinträchtige;
zugleich nennen über 85% aller Hochschulen die Vermittlung von
Kompetenzen für eine digitale Welt als wichtigen Teil ihres
Digitalisierungskonzeptes, digitale Qualifikationen der eigenen
Hochschulangehörigen werden jedoch sehr unterschiedlich wahrgenommen
(vgl. Gilch u.a. 2019);
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Reserve: zu DQRH (KMK/HRK/BMBF 2017)
Leitlinien
Bei der Überarbeitung des Qualifikationsrahmens für Deutsche Hochschulabschlüsse
vom 21.04.2005 (HQR) wurde auf folgende Leitlinien besonders Wert gelegt:
Der HQR beschreibt als generische Kompetenzentwicklung die Fähigkeit zu
reflexivem/ innovativem Handeln. Als domänenspezifische Kompetenzentwicklung
wird die Befähigung zur Wissensgenerierung/Innovation mit wissenschaftlichen
Methoden aufgefasst. Letztere findet in fachspezifischen Kontexten disziplinär oder
ggf. interdisziplinär organisiert statt. Im Weiteren wird deshalb zwischen reflexiver
Wissensanwendung (unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse) und
kritischer Wissensgenerierung (mit wissenschaftlichen Methoden) unterschieden:
Nutzung/Transfer und wissenschaftliche Innovation. Für die umfassende Entwicklung
dieser Kompetenzen werden Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt.
(…)
Der HQR bindet den Erwerb und die Weiterentwicklung von Kompetenzen an
„forschendes Lernen, das hier als wissenschaftlich, forschungsmethodisch,
disziplinär und weitgehend selbstgesteuert verstanden wird.
(…)
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Reserve: Übersicht zu Lizenzen und Copyrigths
Quelle: DIE 2019 ,wb-net.de, letzter Zugriff am 13.11.2019)
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Hintergrund Hintergrund: • immer wieder Klagen über mangelnde Kompetenzen von Studierenden
  • Ggf Reserve
  • Für Diskussion
Reserve, ggf. für Diskussion: Hintergrund Hintergrund: • immer wieder Klagen über mangelnde Kompetenzen von Studierenden; z.B. Peter-André Alt (Juni ´19): "in Sachen Textverständnis und Schreibfähigkeiten gebe es kritische Rückmeldungen aus den Hochschulen", längere Texte zu lesen und zu schreiben falle den Studierenden schwerer, es gebe "offenbar eine erhebliche Verschlechterung innerhalb der vergangenen fünf Jahre";