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Abstract and Figures

First field record of Pantala flavescens in Germany (Odonata: Libellulidae) - On 6 th July 2019 a single male of Pantala flavescens was observed and photographed in the early post-mining landscape of Lower Lusatia (SE-Brandenburg, Germany). This was the first record of this migratory species in Germany not attributable to human transportation. Zusammenfassung - Am 6. Juli 2019 wurde ein Männchen von Pantala flavescens in der Bergbaufolgelandschaft der Niederlausitz (Brandenburg) beobachtet und fotografiert. Diese Beobachtung ist der erste nicht auf anthropogene Verschleppung beruhende Nachweis der Art in Deutschland.
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Erster Freilandnachweis von Pantala avescens in Deutschland
Libellula 38 (3/4) 2019: 127–136
127
20. Dezember 2019
Erster Freilandnachweis von Pantala flavescens
in Deutschland
(Odonata: Libellulidae)
André Günther


Abstract
First eld record of Pantala avescens in Germany (Odonata: Libellulidae)On 6th July
     Pantala avescens       


Zusammenfassung
Am 6. Juli 2019 wurde ein Männchen von Pantala avescens 
  

Einführung
 ist die Libellenart mit dem weltweit größten Verbreitungsge-
biet und wurde mit Ausnahme der Antarktis auf allen Kontinenten nachgewiesen
(z.B.  et al. 1998;  et al. 2012;  2019). In
großen Teilen ihres Areals ist sie die „Wanderlibelle“ schlechthin (vgl. 
2004), eine Eigenschaft, die auch zu ihrem gleichlautendem deutschen Trivial-
namen führte. Langstreckenwanderungen der Art erfolgen meist in Verbindung

der Innertropischen Konvergenzzone. So wandern alljährlich im Zeitraum Okto-

Richtung Ostafrika ( 2009;  et al. 2012), wobei sie Strecken von
mehr als 3.500 km über den Indischen Ozean zurücklegen können (
2009). Auch innerhalb von Afrika erscheint die Art regional meist zu Beginn der

Angebot an neu mit Wasser gefüllten ephemeren Gewässern als optimale Repro-
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duktionsgewässer vor (z.B.      et al. 2009;
        -
schlüpften Individuen mit dem Somalia-Jetstream eine Wanderung in die entge-
gengesetzte Richtung nach Indien an ( 2009).
Beobachtungen aus Zentralasien sprechen für ein etwas anderes Besiedlungs-
muster. Hier erfolgt eine jährliche Zuwanderung im Frühjahr, die zur Entwicklung
von zwei aufeinander folgenden Generationen führt. Beobachtungen aus dem
Spätsommer und Frühherbst belegen eine Abwanderung der individuenreiche-
ren zweiten Sommergeneration nach Süden ( 2012, 2015).
        
in der Lage, selbst hochgradig isolierte Inseln zu erreichen, wie z.B. 2017 die
Amsterdam-Insel im südindischen Ozean (  2018). Geneti-
sche Untersuchungen ( et al. 2016) unterstützen die Hypothese, dass bei
-
len panmiktischen Population sehr nahe kommt.
     -
möglichen es den Tieren, als Erstbesiedler in ephemeren Gewässern aufzutreten,
wo sie sich dank ihrer ungewöhnlich kurzen Embryonal- und Larvalzeit von mini-
mal unter 40 Tagen ( et al. 2004) sehr erfolgreich und unter Vermeidung


die bei Anstau mit einsetzender Regenzeit ähnlich günstige und konkurrenzarme
Entwicklungsbedingungen bieten.


europäischen Funden (  2015;  et al. 2017). Eine ak-
tuelle Übersicht der europäischen und europanahen Funde geben  et
al. (2019). Vermutliche Ursache für die Seltenheit ist das nur seltene Auftreten
feuchtwarmer Luftströmungen aus den Tropen ( 2019),
so dass wandernde Schwärme Europa nur ausnahmsweise erreichen.
-
schen Insel Krk ( 2010), aus der Oblast Kaliningrad ( et
al. 2014) und Polen ( et al. 2019) bekannt. Im Folgenden wird über die
erste Freilandbeobachtung der Art in Deutschland berichtet.
Befund
         
-

. Das Tier
patrouillierte bei sonnigem Wetter, einer Lufttemperatur von 29°C und frischer

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und jungen Röhrichte. Der Fundort befand sich im Windschatten einer Böschung
und eines Gehölzbestandes. Wurde die Sonne von Wolken verdeckt, verschwand
das Individuum vom Gewässer, kam aber bei Sonnenschein bereits nach kurzer

war die Bewölkung fast geschlossen und  konnte nicht mehr gefunden


-
men war oberseits bereits rot gefärbt, die dunkle dorsale Zeichnung des Abdo-
mens auf den Segmenten S2 bis S7 nur schwach ausgeprägt. Im Beobachtungs-
zeitraum konnten keinerlei Interaktionen mit anderen anwesenden Großlibel-
len, wie , , , ,
 ,  ,   und   beobachtet
werden.
Die Bestimmung erfolgte per Sicht unter Zuhilfenahme eines Fernglases. Zur
-
den Tieres anzufertigen (Abb. 1).
Abbildung 1: Männchen von Pantala avescens      
Figure 1.Pantala avescens 
. Photos: AG
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Charakterisierung des Fundortes
-
  -
-
   
         -
-
staltung als Wassereinzugsgebiet für ein ca. 1 ha großes, permanent wasserfüh-
   
Feuchtgebiete vgl. auch  2010). Trotz der seit Wochen anhal-
-
wässer im Umfeld führte, reichte die Wasserabgabe aus, um auf ca. 300 m² Fläche
Rieselwasseraustritte und Flachgewässer zu erhalten. Im Westen des Gebiets bie-
ten eine ca. 7 m hohe Böschung zur gewachsenen Landschaft und ein Kiefernforst
Windschatten für westliche Winde und sorgen für eine deutliche thermische Be-
günstigung (Abb. 3). In der initialen Vegetation dominierten Gewöhnliches Schilf
 , Land-Reitgras   sowie Sämlinge von
Hühnerhirse .
Abbildung 2: Fundort von Pantala avescens    
   Figure 2. Pan-
tala avescens  

Erster Freilandnachweis von Pantala avescens in Deutschland
Libellula 38 (3/4) 2019: 127–136
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Diskussion
Die Beobachtung stellt den ersten Freilandnachweis von   in
       

-
te aus Ecuador gefunden wurde ( 2006). Eine Verschleppung mit einer
Schiffsladung Bananen nach Großbritannien beschreibt bereits  (1954, zit.
nach  2004).   (2019) sehen  daher
           -
weise lassen sich auf eine direkte Verschleppung oder den Transport per Schiff
 et

et al.
2019) -
erwartet.
           Anax
 und   in Ostdeutschland, welcher mit hoher
Abbildung 3: Fundort von Pantala avescens    
Figure 3:Pan-
tala avescens  
. Photo: AG
André Günther132
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Wahrscheinlichkeit über den südöstlichen Einwanderungsweg erfolgte. Diese Hy-
pothese wird durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von -
-
che Lebensweise wie  und können Hinweise auf den Einwanderungs-
 aus Südost wurden bislang seltener beob-
     
erreichen. Die aus Südost einwandernden  sind meist noch nicht aus-
gefärbt und geschlechtsreif ( 2015), was für einen Ursprung aus einer
-
    
2019. Die nach bisherigem Kenntnisstand früheste Beobachtung des diesjährigen
   -
fernung zum hier beschriebenen Fundort, aber noch am 14. Juni 2019 konnte ich
über den Erzgebirgskamm bei Reitzenhain ziehende unausgefärbte 
beobachten, so dass über einen längeren Zeitraum von geeigneten Großwetter-
lagen für eine Zuwanderung ausgegangen werden kann. Besonders im Zeitraum
 in Sachsen

 in die
 2013) begann 2019 dagegen erst relativ

datieren auf den 19. Juni 2019. Bereits wenige Tage später war die Art in Sach-
 
Beobachtung von       und ca. 10
 im selben Gebiet.
 et al. (2019) skizzieren einen möglichen Einwanderungsweg der
. Dieser führt
unter Umgehung der Karpaten vom Bosporus über Bulgarien, Rumänien und die
westliche Ukraine nach Südost-Polen, wo er den für das Auftreten thermophi-
ler Libellenarten bekannten Tälern von Bug und Weichsel folgt. Sollten die nach

die Wanderrichtung in Polen auf West ändern und in das Odertal einschwenken.
 die den Erzgebirgskamm im Bereich des
-
-
libellen darstellen.
  -
über südliche bis südöstliche Windrichtungen vorherrschend, ab 26. Juni 2019
dominierten Winde aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen. Erst am Vor-
mittag des 6. Juli 2019 setzte vormittags erneut eine leichte bis mäßige Brise aus
südlichen Richtungen ein. Der Wind drehte ab mittags auf West und im Beob-
       
-
  -
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schützten und strukturell dem Habitatschema der Art entsprechenden Gebiet

Aussagen zur Herkunft des beobachteten Individuums bleiben natürlich spe-
      -Schwärme regelmäßig nur aus
-

vorliegen (  2015). Letztere wurde auch im Juni 1998 in
der Südtürkei nachgewiesen ( 1999). Auf Zypern wurde die Art seit Beginn
          -

 
2019).
         -
        
       
geschlüpfte Individuen der Folgegenerationen, die Richtung Europa vordringen.
 nördlich der Alpen entsprechen damit nicht dem

,   oder   in den letzten Jahr-
zehnten in Europa zu beobachten war. Obwohl sich eine Sommergeneration von
  zweifellos auch unter gegenwärtigen klimatischen Verhältnissen in
Deutschland entwickeln könnte, wird das Auftreten der Art auch in absehbarer
-


noch Imagines von 
Eine dauerhafte Etablierung entspricht aber auch nicht der Biologie der nomadi-
sierenden Art, deren Auftreten fast überall in ihrem riesigen Areal von Zu- und
Abwanderung abhängig ist.
ist die 82. Libellenart, die freilebend in Deutschland beobachtet
wurde (vgl. 
Brandenburgs auf 70 Arten ( et al. 2017). Für die Folgelandschaft
des Tagebaus Welzow-Süd handelt es sich um die 60. nachgewiesene Libellenart
(et al. 2012;  2016).
Dank
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André Günther134
Libellula 38 (3/4) 2019: 127–136
Literatur
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(Anisoptera: Libellulidae). Libellula 18:
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search Society 21: 11–16
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natologica 43: 3–11
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terranean basin (Odonata Libellulidae).
Biodiversity Journal 8: 33–38
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gy 42: 1041–1046
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dan to Zimbabwe. Studies in Afrotropical
Zoology 298: 1–260
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Deutschlands (Odonata). Libellula Supple-
ment 14: 166–169
Erster Freilandnachweis von Pantala avescens in Deutschland
Libellula 38 (3/4) 2019: 127–136
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109–116
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2016. Naturschutz und Landschaspege
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2012. Libellula Supplement–422
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Anisoptera: Libellulidae). Journal of the
Entomological Society of South Africa
326–327
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ONE 11: 1–13 e0148949
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Libellen Europas. Alle Arten von den Azo
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Manuskripteingang: 23. Juli 2019
André Günther136
Libellula 38 (3/4) 2019: 127–136
Addendum
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... From Central Europe sensu lato records so far have only been published from the Croatian island of Krk (Finkenzeller 2010), Kaliningrad Oblast (Buczyński et al. 2014), and Poland (Buczyński et al. 2019). During an Odonata survey of the early post-mining landscape of Lower Lusatia (southeastern Brandenburg, Germany) on 06-vii-2019 the first record of P. flavescens for Germany had been made (Günther 2019). A male of the species patrolled persistently over a small pond. ...
... On 06-vii-2019 a male of Pantala flavescens was observed and photographed at the pond (Günther 2019). The visits to the site on the following days as well as the search in nearby habitat were at first unsuccessful. ...
... On 06-vii-2019 I had observed a single male at the same site in south-eastern Brandenburg (Günther 2019). Therefore, at least a second individual -a female -must have arrived at the site. ...
Article
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On 06-vii-2019 a single male of Pantala flavescens was recorded in the early post-mining landscape of Lower Lusatia, southeastern Brandenburg, Germany. This was the first record of this migratory species in Germany not attributable to human transportation. On 17-viii-2019 an exuviae and a single adult in late teneral condition were found at the same site. According to current knowledge this is the first confirmed record of a successful breeding of P. flavescens in Europe.
... 2019). Kolejne stwierdzenia gatunku miały miejsce w 2019 r., gdy wykazano go z pojedynczych stanowisk na terenie: Włoch, Szwajcarii, Francji, Niemiec, Białorusi i Litwy (GÜNTHER 2019a;HENSELER i in. 2019;JUSYS i in. ...
Article
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The successful reproduction of Pantala flavescens was recorded in the extensive, shallow phytolittoral of Lake Rakutowskie near Włocławek (central Poland). On August 12, 2020, three males were observed during their maiden flights. This is the third known locality of this species in Poland; above all, however, it is the northernmost locality in the entire Palearctic where reproduction of this species has been confirmed. The new data is analysed in the context of published information on the occurrence of P. flavescens in Europe. This is changing dynamically , with increasing numbers of sightings, especially in central and east-central Europe, and ever more records of its successful reproduction. This dragonfly will surely be encountered more and more frequently in central Europe. It will also be worthwhile carefully observing its habitat preferences , especially its reproductive sites.
... Laister 2005;Buczyński et al. 2019). Die zur Schweiz nächstgelegenen Funde stammen aus Montenegro 1972(Ober 2008, Kroatien 2010(Finkenzeller 2010, Italien 2012 ( Corso et al. 2012) und Polen 2016(Buczyński et al. 2019) sowie Frankreich 2019 (Soustelle 2019) und Deutschland 2019(Günther 2019a). Auch sind gesicherte Nachweise von Verschleppungen aus Deutschland durch importierte Bananen aus Ecuador (Kipping 2006) sowie Funde an Bord eines Schiffes aus England ( Laister et al. 2014) bekannt. ...
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First record of Pantala flavescens from Switzerland, including proof of development (Odonata: Libellulidae)-During a dragonfly survey on 23-viii-2019 in a nature reserve at Holderbank (canton of Aargau) an immature male of Pantala flavescens was observed. On 04-ix-2019 an exuviae was found at the same locality, thus proving development of the species.
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First records of Coenagrion scitulum in Eastern Germany (Saxony) suggests a new immigration route of the species (Odonata: Coenagrionidae) – In the years 2019 and 2020 Coenagrion scitulum was recorded in Saxony and Eastern Germany for the first few times. On 06-vii-2019 a single male was photographically documented in the post-mining landscape of the former Berzdorf open-cast lignite mine south of Görlitz in SE Saxony (UTM: VS95). In 2020, at least four single individuals were discovered on a former military training area near Glauchau in SW Saxony (UTM: US23). It is unclear whether these individuals immigrated in 2020 or were also due to an immigration in 2019 and subsequently successful reproduction. So far, no reproductive behaviour of the species has been observed in Saxony. The geographical location of the closest localities of the species suggests a new, southern migration route from the Czech Republic. This route could become important for the expansion in eastern Germany and western Poland in future years.
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Two exuviae of Pantala flavescens were found on August 21, 2020 in a small water body (1.21 ha) in the initial stage of succession in a sand mine near Tyszowce, eastern Poland (50°38'09.7" N 23°43'07.8" E, 192 m a.s.l.). This is the fourth locality of this species in Poland and the second one where reproductive success has been confirmed (both cases in 2020). This record is discussed in the context of data from central and eastern Europe. P. flavescens is known to have migrated as far north as 55°20' N, possibly even to 55°35' N (uncertain data from Russia). Reproductive success was found farthest north at 50°38 'N-52°31' N. First-generation imagines have been observed in Europe from late May to early July, and the development of eggs and lar-vae is rapid, taking slightly more than 40 days. Therefore, the hatching of second generation individuals can be expected from the first half of July to the first half of August.
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First record of Orthetrum albistylum in Brandenburg, Germany (Odonata: Libellulidae) – Orthetrum albistylum was found in June 2016 in northeastern Germany for the first time. Several mature individuals and one emergence were observed. The records indicate an area expansion from Poland in a westward direction and a new migration path for eastern and south-eastern populations to colonise Germany.
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Large numbers of the Globe Skimmer dragonfly (Pantala flavescens) appear in the Maldives every October-December. Since they cannot breed on these largely waterless islands, it has recently been suggested that they are "falling out" during a trans-oceanic flight from India to East Africa. In addition, it has been suggested that this trans-oceanic crossing is just one leg of a multi-generational migratory circuit covering about 14,000-18,000 km. The dragonflies are presumed to accomplish this remarkable feat by riding high-altitude winds associated with the Inter-tropical Convergence Zone (ITCZ). While there is considerable evidence for this migratory circuit, much of that evidence is circumstantial. Recent developments in the application of stable isotope analyses to track migratory dragonflies include the establishment of direct associations between dragonfly wing chitin δ(2)H values with those derived from long-term δ(2)H precipitation isoscapes. We applied this approach by measuring wing chitin δ(2)H values in 49 individual Pantala flavescens from the November-December migration through the Maldives. Using a previously established spatial calibration algorithm for dragonflies, the mean wing δ(2)H value of -117±16 ‰ corresponded to a predicted mean natal ambient water source of -81 ‰, which resulted in a probabilistic origin of northern India, and possibly further north and east. This strongly suggests that the migratory circuit of this species in this region is longer than previously suspected, and could possibly involve a remarkable trans-Himalayan high-altitude traverse.
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In the tropical Indian Ocean, the Maldive Islands lack surface freshwater, so are unsuitable for dragonfly reproduction. Nevertheless, millions of dragonflies (Insecta, Odonata; mostly globe skimmer, Pantala flavescens) appear suddenly every year starting in October. Arrival dates in the Maldives and India demonstrate that the dragonflies travel from southern India, a distance of some 5001000 km. Dates of arrival and occurrence coincide with the southward passage of the Inter-tropical Convergence Zone (ITCZ). Circumstantial evidence suggests that the dragonflies fly with north-easterly tail winds, within and behind the ITCZ, at altitudes over 1000 m. It is proposed that this massive movement of dragonflies is part of an annual migration across the western Indian Ocean from India to East Africa. Arrival dates in the Seychelles support this hypothesis. Dragonflies also appear (in smaller numbers) in the Maldives in May, with the onset of the southwest monsoon, suggesting a possible return migration from Africa. These proposed migrations of dragonflies, regularly crossing 3500 km or more of open ocean, were previously unknown. It is known that these dragonflies exploit ephemeral rain pools for reproduction; the monsoons and ITCZ bring not only alternating, seasonal rains to India and Africa, but also appropriate winds for dragonflies to follow those rains. Several bird species migrate from India across the western Indian Ocean to wintering grounds in Africa. They do so at the same time as the dragonflies, presumably taking advantage of the same seasonal tail winds. Many of these birds also eat dragonflies; the possible significance of this was not previously appreciated.
Entwicklungsnachweis von Pantala flavescens (Fabricius) in der Türkei (Anisoptera: Libellulidae)
  • J Arlt
Arlt J. (1999) Entwicklungsnachweis von Pantala flavescens (Fabricius) in der Türkei (Anisoptera: Libellulidae). Libellula 18: 95-96
Стрекозы мигранты в Средней Азии. Сообщение 3. Pantala flavescens (Fabricius, 1758) (Odonata, Libellulidae)
  • S N Borisov
Borisov S.N. (2012) Стрекозы мигранты в Средней Азии. Сообщение 3. Pantala flavescens (Fabricius, 1758) (Odonata, Libellulidae). Евразиатский энтомологический журнал 11: 37-41 [Migrant dra gonflies in Middle Asia. 3. Pantala flavescens (Fabricius, 1798) (Odonata, Libellulidae). Evrasiatskii entomologicheskii zhurnal 11: 37-41]
Миграции стрекоз (Odonata) в Средней Азии: обзор. Часть 1. Широтные Миграции
  • S N Borisov
Borisov S.N. (2015) Миграции стрекоз (Odonata) в Средней Азии: обзор. Часть 1. Широтные Миграции. Евразиатский энтомологический журнал 14: 241-256 [Migrations of dragonflies (Odonata) in Central Asia: a review. Part 1. Latitudinal migrations. Evrasiatskii entomologicheskii zhurnal 14: 241-256]
First record of Pantala flavescens for Croatia (Odonata: Libellulidae)
  • M Finkenzeller
Finkenzeller M. (2010) First record of Pantala flavescens for Croatia (Odonata: Libellulidae). Libellula 29: 205-208
Lancashire and Cheshire Odonata (some further notes)
  • W K Ford
Ford W.K. (1954) Lancashire and Cheshire Odonata (some further notes). The North Western Naturalist 25: 602-603
  • J Kipping
  • Globalisierung Und Libellen
Kipping J. (2006) Globalisierung und Libellen: Verschleppung von exotischen Libellenarten nach Deutschland (Odonata: Coenagrionidae, Libellulidae). Libellula 25: 109-116