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Die Clubszene in Heidelberg. Eine Studie zu Angebot und Nachfrage von Clubs in der Stadt Heidelberg

Authors:

Abstract

Die Diskussion um das Clubsterben hat auch Heidelberg erreicht. Zuletzt mussten langjährig etablierte Clubs in der Stadt schließen. Dabei schaffen Musikclubs gemeinsam mit Kinos, Bühnen, Messen, Partys und Festivals etc. das kulturelle Angebot, das die Attraktivität und Lebenswürdigkeit einer Stadt ausmacht. Eine vielfältige Nachtkultur fungiert darüber hinaus als Standort- und Attraktivitätsfaktor für Unternehmen ebenso wie für Menschen, die neu in die Stadt kommen. Stadt und Universität Heidelberg haben eine Studie zu Ermittlung der aktuellen Situation der Heidelberger Clubszene, ihres Angebots und ihrer Nachfrage sowie den Herausforderungen durchgeführt, um Handlungsansätze für die zukünftige Stärkung der Clubszene zu bestimmen.
Die Clubszene in Heidelberg
Eine Studie zu Angebot und Nachfrage
von Clubs in der Stadt Heidelberg
Von Prof. Dr. Johannes Glückler und Claudia Sandoval Lopez
www.heidelberg.de
Stadt Heidelberg
Heiliggeiststraße 12
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-30000
Telefax 06221 58-30010
wirtschaftsfoerderung
@heidelberg.de
www.heidelberg.de
Amt für
Wirt schafts-
förderung und
Wissenschaft
Prof. Dr. Johannes Glückler
glueckler@uni-heidelberg.de
Claudia Sandoval Lopez, MRegDev
c.sandoval@stud.uni-heidelberg.de
Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie,
Geographisches Institut der Universität Heidelberg
Berliner Straße 48, 69120 Heidelberg
In Kooperation mit der Stadt Heidelberg:
Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft, Kulturamt
Einleitung
Clubsterben und Nachtökonomie
Die bundesweite Diskussion und Sorge um das Clubsterben hat auch
Heidelberg erreicht. Zuletzt mussten langjährig etablierte Clubs in der Stadt
schließen. Dabei schaffen Musikclubs gemeinsam mit Kinos, Bühnen, Mes-
sen, Partys und Festivals etc. das kulturelle Angebot, das die Attraktivität
und Lebenswürdigkeit einer Stadt ausmacht. Eine vielfältige Nachtkultur
fungiert darüber hinaus als Standort- und Attraktivitätsfaktor für Unterneh-
men ebenso wie für Menschen, die neu in die Stadt kommen, wie z. B.
Auszubildende und Studierende, Touristen und Arbeitnehmer (Florida 2002;
Gallep 2017; Schmid 2010). Clubs sind Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft
(Glückler et al. 2010) und tragen als kulturelle und wirtschaftliche Motoren
zur Entwicklung und Positionierung ihrer Städte bei (Hamburg 2010; Rühl
2016). Aus diesem Grund haben viele Städte erkannt, dass die Nachtökono-
mie als wichtiger Teil des urbanen Lebens nicht nur zu regulieren, sondern
auch aktiv zu gestalten ist (Lovatt und O’Connor 2010). Stadt und Universi-
tät Heidelberg haben eine Studie zu Ermittlung der aktuellen Situation der
Heidelberger Clubszene, ihres Angebots und ihrer Nachfrage sowie den
Herausforderungen durchgeführt, um Handlungsansätze für die zukünftige
Stärkung der Clubszene zu bestimmen.
4 | Einleitung
Das Clubangebot in Heidelberg
Unschärfe des Clubbegriffs
Der Begriff Club beschreibt eine große Viel-
falt von Musik,- Tanz- und Konzertveranstal-
tern, die musikalische Ereignisse ausrichten
(Rühl 2016). Als Treffpunkte für Menschen,
die den gleichen Geschmack und eine ge-
meinsame Sozialisierung von Musik teilen
(Kühn 2017), sind Clubs eine Plattform zur
Entwicklung und Erprobung neuer Szenen
und Musikstile (Anderton et al. 2013). In der
umgangssprachlichen Verwendung bezieht
sich der Begriff Club auf verschiedene Räume
mit einem ausgeprägten musikalischen Prol.
Die Umfrage spiegelt dieses breite Verständ-
nis von Clubs in der Bevölkerung wider: Es
reicht von Musikclubs über Party-Spielstätten
hin zu Diskotheken und Bars, deren Musik-
programm geschätzt wird. Aus Sicht des
Gesetzgebers ist ein Club eine Gaststätte 2 mit
der Erlaubnis, regelmäßig, d.h. mehr als 12
musikalische Veranstaltungen pro Jahr durch-
zuführen. Clubs müssen ihre Musikveranstal-
tungen bei der Gesellschaft für musikalische
Aufführungs- und mechanische Vervielfälti-
gungsrechte (GEMA) anmelden. Die GEMA
sammelt Tantiemen für die Autoren der Mu-
sik, die in allen Arten von Gaststätten gehört
wird (Hintergrundmusik, Livemusik etc.). Für
jedes Konzert zahlen Clubs zusätzliche Ge-
bühren im sogenannten U-K Tarif.
Methode
Die vorliegende Studie wurde im Juni und Juli 2018 durchgeführt
und zielte auf die Analyse sowohl der Angebots- als auch der Nach-
frageseite. Zur Erhebung des Angebots an Events und Musikspiel-
stätten dienten Interviews mit Clubbetreibern (Tabelle 1) und eine
historische Auswertung veröffentlichter Veranstaltungsankündi-
gungen in der Rhein-Neckar Zeitung zwischen 2007 und 2017 1. Zur
Ermittlung der Nachfrage diente eine elektronische Umfrage unter
den Bürgerinnen und Bürgern Heidelbergs, an der insgesamt 1.238
Personen teilnahmen (Infokasten: Bürgerbefragung, Seite 20).
Schließlich wurden Experteninterviews mit Vertretern der Stadtver-
waltung, der IHK Rhein-Neckar, einem ehemaligen Clubbetreiber,
der GEMA und Schlüsselpersonen szenaher Vereine und Verbände
geführt. Wichtige Vertreter der Szene sahen von der Teilnahme an
Gesprächen ab, so dass einige Aspekte der Clubszene möglicher-
weise nicht erschöpfend erfasst werden konnten.
Untersuchungsgruppe Anzahl (n)
Grundgesamtheit: Gaststätten ca. 600
– davon als Musikspielstätten identiziert 32
– davon als Musikclubs oder Clubs identiziert 16
– keine Rückmeldung 6
– begründete Ablehnung 3
= Interviews mit Clubbetreibern 7
+ Experteninterviews 6
= Summe der Interviews 13
Tabelle 1: Untersuchungsgruppe
1 Diese Auswertung umfasst alle Clubs und Musikclubs, die in dem betrachteten Zeitraum
Veranstaltungen in der RNZett angekündigt haben. Allerdings inserieren nicht alle in
Heidelberg bestehenden Clubs bzw. Musikclubs ihre Veranstaltungen (z. B. Villa Nachttanz).
2 Neben Gaststätten können auch eingetragene Vereine die Genehmigung für
Musikveranstaltungen erhalten.
Das Clubangebot in Heidelberg | 7
Typologie von Musikspielstätten
Angesichts der Vielfältigkeit von Begrifichkeiten, Formaten und Musikveranstaltern
war es Ziel der Studie, eine allgemeine Typologie von Musikspielstätten zu entwickeln,
auf deren Grundlage eine transparente Erhebung und Kartierung des Clubangebots
erfolgen konnte. Ausgangspunkt der Begriffsklärung ist der Ansatz der Live Musik
Kommission, des Bundesverbands der Musikspielstätten in Deutschland (LiveKomm).
Demnach ist ein Musikclub ein Ort musikalischer Prägung mit mindestens 24 Kon-
zerten pro Jahr unter dem U-K Tarif, mit maximal 2.000 Zuschauern und maximal
1.000 qm Fläche. Musikclubs sind der populären Musik gewidmet, wie Rock, expe-
rimentelle Popmusik, elektronische Musik und Jazz, die von Menschen auf der Bühne
gespielt wird. Ausgehend von dieser Bestimmung sind drei Kriterien zur Abgren-
zung von Clubs bedeutsam:
Größe
Als Clubs gelten nur solche Musikspielstätten, die in
ihrer Fläche (1.000 qm) und Besucherzahl (2.000
Besucher) auf ein gewisses Maß beschränkt sind.
Damit grenzt sich der Clubbegriff von Großveranstal-
tungen wie z. B. Festivals oder großen Veranstal-
tungsorten wie z. B. Musikarenen ab, die von vie-
len tausend Gästen besucht werden (Abbildung 1,
horizontale Achse).
Musikalische Prägung
Als Clubs gelten solche Musikspielstätten, die dem
musikalischen Programm eine größere, mindestens
aber die gleiche Bedeutung zuweisen, wie dem sons-
tigen, meist gastronomischen Angebot (Hamburg
2010). Dies äußert sich u. a. in einem kuratierten
Musik programm sowie regelmäßigen Konzertveran-
staltungen. Das Kriterium der Regelmäßigkeit wird
jedoch unterschiedlich konkretisiert (Abbildung 1, ver-
tikale Achse). Während das Bundes- Gaststättengesetz
(GastG) bei mehr als 12 Konzerten pro Jahr die Re-
gelmäßigkeit erkennt, geht die Live Komm in ihrer
Denition von mehr als 24 Konzerten pro Jahr aus.
DJ-Performances
Neben Livemusikkonzerten bestimmen vor allem in
den Augen des Publikums DJ- Performances einen
zunehmend wichtigen Teil des Musikprogramms.
Sie gelten dann als künstlerisch im Sinne der
Live-Aufführung, wenn die Musik das Ergebnis ihrer
Musik auswahl und ‚Mix-Techniken3 an den Platten-
spielern und Mischpulten ist (Reitsamer 2013).
3 „Mix-Techniken“ sind z.B. Techniken des Scratchens (wie Baby Scratch, Forward, Stab,
Beatcut etc.) und Mixing (wie Beatmatching, Crossfading und Looping unter anderem)
(Fernandez 2016; Jerrentrup 2000).
Musikspielstäen
(Mit ausgeprägtem Musikpro
Clubs
>12 Konzerte pro Jahrb
Musikclubs
> 24 Konzerte pro Jahra
Große
Konzerte
und
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bGEWERBERECHTSABTEILUNG HEIDELBERG :hps ://www.heidelberg.de/hd,Lde/-/Verfahrensbeschreibung/;vbid526
Tonträger-
wiedergabe
1.000m² Fläche,
2.000 Besuchera
GRÖßE
Regelmäßige
Livemusika
DER RAUM DER MUSIKSPIELSTÄTTEN
Unregelmäßige
Livemusik
Gaststäen ohne Musikprol
(Hintergrundmus
Musikspielstätten
ohne Livemusik-Charakter
(gelegentliche Livemusik/regelmäßige DJ-Performances
Große
Konzerte
und
Fesvals
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Musikspielstäen
(Mit ausgeprägtem Musikpro
Clubs
>12 Konzerte pro Jahrb
Musikclubs
> 24 Konzerte pro Jahra
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Konzerte
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Tonträger-
wiedergabe
1.000m² Fläche,
2.000 Besuchera
GRÖßE
Regelmäßige
Livemusika
DER RAUM DER MUSIKSPIELSTÄTTEN
Unregelmäßige
Livemusik
Gaststäen ohne Musikprol
(Hintergrundmus
Musikspielstätten
ohne Livemusik-Charakter
(gelegentliche Livemusik/regelmäßige DJ-Performances
8 | Das Clubangebot in Heidelberg Das Clubangebot in Heidelberg | 9
4 Der Begriff Location wird in diesem Bericht als allgemeiner Oberbegriff für Musikspielstätten verwendet, da das
Clubverständnis der Befragten in der Bürgerumfrage deutlich umfassender ist als in der hier entwickelten Typologie
von Musikclubs, Clubs und Musikspielstätten (ohne Livemusikcharakter). Die Befragten nannten insgesamt 65
verschiedene Locations, an denen sie in den letzten zwölf Monaten Livemusik oder DJs gehört hatten. Einige dieser
Orte haben kein Clubpro l, z. B. die Heiliggeistkirche oder die Stadthalle, die im Rahmen des Enjoy Jazz Festivals
erwähnt wurden. Für andere Locations konnte weder über den Veranstaltungskalender RNZett, noch über ihre
Website oder Facebook ein Musikprogramm nachgewiesen werden.
Der Bestand an Clubs in Heidelberg
Die dreigliedrige Typologie von Musikclubs,
Clubs und Musikspielstätten (ohne Livemu-
sik-Charakter) dient zur Ermittlung der Heidel-
berger Musikveranstalterszene. Mithilfe einer
Auswertung des Veranstaltungskalenders
der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZett-Aus gaben
2017), einer umfangreichen Bürgerumfrage,
eigener Recherchen über Musikprogramme
auf Websites und digitalen Programman-
kündigungen sowie eigenen Erhebungen
(Interviews) konnten insgesamt 6 Musikclubs,
10 Clubs und 16 Musikspielstätten ohne
Livemusik identi ziert werden (Abbildung 2:
Die Schriftgrößte der Musikspielstäten ist pro-
portional zur Häu gkeit der Nennung in der
Umfrage dargestellt.). Darüber hinaus nannten
die Befragten der Umfrage 33 weitere Loca-
tions4, an denen sie angaben, Livemusik oder
DJ-Performances gehört zu haben. Diese An-
gaben ließen sich jedoch qua Recherche
nicht aufklären. Die Kartierung der Standorte
der Clubs zeigt, dass vor allem Musikspiel-
stätten ohne Livemusik in der Altstadt kon-
zentriert sind, wohingegen die Musikclubs
und Clubs inzwischen vor allem in den de-
zentralen Stadtvierteln angesiedelt sind
(Karte 1).
Die Anwendung dieser Kriterien erlaubt eine präzise De nition und transparente
Unterscheidung von drei Typen von Clubs im weiteren Sinne (Abbildung 1):
Musikclubs sind jene Musikspielstätten, die mindestens 24 Livekonzerte
inklusive künstlerischer DJ-Performances veranstalten und die genannte Grö-
ßengrenze nicht überschreiten. Demgegenüber sind Clubs diejenigen Musik-
spielstätten, die mehr als 12 aber höchstens 24 Konzerte veranstalten.
Schließlich bezeichnen Musikspielstätten ohne Livemusikcharakter
all diejenigen Veranstalter, die ein erkennbares musikalisches Pro l aufweisen,
das jedoch eher unregelmäßig Livemusikveranstaltungen umfasst. Alle wei-
teren Veranstalter (z. B. Bistros, Cafés, Restaurants), die kein ausgewiesenes
musikalisches Pro l haben und bei denen der Schwerpunkt auf dem gastro-
nomischen Angebot liegt, sind als Gaststätten nicht Teil der Clubs.
Abbildung 1: Typologie zur Abgrenzung von Clubs
Abbildung 2: Musikspielstätten in Heidelberg
10 | Das Clubangebot in Heidelberg Das Clubangebot in Heidelberg | 11
Die Bürgerumfrage illustriert, dass DJ-Perfor-
mances einen erheblichen Teil der Musikveran-
staltungen prägen. Sie ergab insgesamt 5.235
Besuche von DJ-Performances gegenüber 2.156
Besuchen von Livemusik-Veranstaltungen (Ab-
bildung 3, vor dem Jahr 2017 geschlossene
Locations sind in der Gra k nicht berücksich-
tigt.).
Die Stadt Heidelberg hat als Universitätsstadt
mit einem hohen Zuzug von Studierenden die
jüngste Bevölkerung unter den 44 Stadt- und
Landkreisen Baden-Württembergs (StaLa
2018a). Trotz dieses ausgeprägt jungen Charak-
ters von Heidelberg setzt sich das Publikum der
Heidelberger Clubs relativ ausgeglichen zusam-
men. So werden die meisten Musikspielstätten
gleichermaßen von Studierenden und bereits
im Beruf stehenden Beschäftigen besucht (Ab-
bildung 4). Auch hinsichtlich der verausgabten
Budgets bestehen kaum Unterschiede zwi-
schen den beiden Personengruppen.
Karte 1: Musikspielstätten in Heidelberg
1
10
100
1000
110100 1000
Nennungen DJ-Performances
Nennungen Livemusik
BESUCHTEMUSIKSPIELSTÄTTEN IN HEIDELBERG
6 Musikclubs 10 Clubs
16 Musikspielstäen (o. Li vemusik-Charakter)
inzwischen geschlossen
Weitere Locaons
Abbildung 3: Besuchte Musikspielstätten in Heidelberg
1
10
100
1000
110100 1000
Nennungen Studierende
Nennungen Berufsge
B
EVÖLKERUNG
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AHLDER
C
LUBS UND
E
VENTSIN
H
EIDELBERG
0%
20%
40%
60%
80%
100%
120%
2007 2009 2011 2013 20152017
prozentualer Anteil
Belkerun gVeranstalter Ve ranstaltungen
V
ERANSTALT UNGEN IM
Z
EITRAUM
2007
BIS
2017
halle02
DAI
Club 19 00
Deep
Musikclubs
Clubs
Musikspielstäe
geschlossene Locaon
Abbildung 4: Besuchte Musikspielstätten nach
Live/DJ Performances in Heidelberg.
Abbildung 5: Entwicklung von Bevölkerung und
Clubmusikangebot in Heidelberg, 2007 – 2017
Abbildung 6: Veranstaltungen im Zeitraum 2007 – 2017
Auf welches Angebot willst du auf keinen Fall verzichten müssen?
Welche Veränderungen nschst du r die Clubszene?
Herausforderungen | 15
ner Spielstätten zu verzeichnen: halle02, Jazz-
haus, Karlstorbahnhof, Cave 54 konnten die
Veranstaltungszahl konstant halten oder
sogar erhöhen. Viele Clubs mussten die
starken Veränderungen in der Musikindus-
trie über viele Jahre alleine bewältigen.
Steigende Produktionskosten von Konzer-
ten, veränderte Konsummuster oder eine als
unzureichend empfundene Unterstützung
der Stadt durch neue oder hohe Auagen,
Verbote oder nicht gewährte Genehmi-
gungen setzten in der Summe viele Clubs
unter Druck. Heidelberg hat zuletzt auch
die amerikanischen Soldaten als Publikum
verloren, die mit ihrer Präsenz in der Stadt
mindestens zwei Musikgenres förderten:
Hip Hop und Jazz.
Herausforderungen
Clubsterben und Verlust der Vielfalt
Wunsch nach mehr Vielfalt
Die Anzahl der Clubs und Musikveranstal-
tungen sank in Heidelberg seit 2007 erheb-
lich. Obwohl in dem zehnjährigen Zeitraum
2007 – 2017 die Bevölkerung in Heidelberg
um 10 Prozent auf knapp 160.000 Einwohner
gewachsen ist, el die Zahl der Veranstal-
tungen um ca. 60 Prozent auf 66 Konzerte
und die Zahl der Veranstalter um fast 65
Prozent auf nur noch 9 Musikspielstätten.
Diese Auswertung bezieht sich auf alle Clubs
und Musikclubs, die in dem betrachteten
Zeitraum, jeweils im eigentlich veranstaltungs-
reichsten Monat November, Veranstaltungen
in der RNZett angekündigt hatten. Allerdings
ist zu beachten, dass nicht alle Veranstalter
in Heidelberg ihre Konzerte in der Presse
ankündigen. Stattdessen beobachten Exper-
ten der Szene einen Rückgang der inserierten
Ankündigungen und eine stetige Bedeu-
tungszunahme dezentraler digitaler Medien
(z. B. Facebook, Homepages, etc.). Da jedoch
keine anderen Daten oder Archive zur Rekon-
struktion der Entwicklung verfügbar sind, ist
die Auswertung von Konzertankündigungen
die einzige Möglichkeit, die Entwicklung
nachzuvollziehen. Die Auswertung zeigt fer-
ner, dass sich immer weniger Veranstaltungen
auf immer weniger Spielstätten konzentrieren
(Abbildung 6). Gleichzeitig ist ein Anstieg
in der Anzahl von Veranstaltungen einzel-
Das beobachtete Clubsterben spiegelt sich
auch in der Bürgerumfrage wider. Sie doku-
mentiert einen Verlust in der Vielfalt des
Angebots von Räumen für Musik in Heidel-
berg. Zwei Drittel der Befragten halten die
„noch vorhandene“ Vielfalt an Örtlichkeiten,
Musikgenres und Veranstaltungsformaten
für unverzichtbar. Ebenfalls zwei Drittel der
Befragten wünschen sich ein größeres und
breiteres Angebot. Neue Locations sollen
verlorenes Ambiente zurückgewinnen und
das Spektrum der Musikgenres erweitern
(Abbildung 7). Etwa 10 Prozent der Be-
fragten wünschen „mehr Clubs oder eine
Mischform aus beidem (Kneipe und Club)“
sowie „mehr Örtlichkeiten, die eine Mi-
schung aus Club und Lounge anbieten“.
Das Nachfragepotenzial wird immer weniger
von der lokalen Szene erschöpft. Viele Be-
fragte besuchten mindestens einmal in den
letzten 12 Monaten Clubs in Frankfurt, Mann-
heim, Karlsruhe und Ludwigshafen sowie
weiteren Orten in und außerhalb der Rhein-
Neckar-Metropolregion. Sie sind der Meinung,
dass diese Städte ein breiteres und vielfältige-
res Angebot an Clubs, Programmen und
Musikgenres bieten als Heidelberg. Die Wahr-
nehmung von Musikangeboten über die Gren-
Abbildung 7: Auf welches Angebot willst du auf
keinen Fall verzichten müssen?
zen der Rhein-Neckar-Region hinaus deutet
darauf hin, dass auch in Heidelberg noch
weiteres Potenzial für zusätzliche Veranstal-
tungen und neue Clubs herrscht. Als wichti-
ge Herausforderung gaben 60 Prozent der
Befragten an, längere Öffnungszeiten zu er-
möglichen. Weitere 20 Prozent beklagten
die schlechte Anbindung einiger umliegen-
der Clubs an den ÖPNV.
Kriterien
a
GAÄE
Hinterr Musik s Livemusik
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MUIKPIELÄEC
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MUIKFÖRDERUNG
für kturee Einritunen
 Künster-innen
Antrasformur
Ientätsnaeis
Frunszeunis  Auszuaus
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Grrisszeiunen
IHK-Naeis eensmie-
yienereter Kenntnisse
AnmeBerufsenossensa
Narunsmie Gaststäen
Anme ei er Gema
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Zuverssikeit es Betreiers
LeensmieretieKenntnisse
Einun er Geereräume
Laeer Geereräume
Antrasformur
Anmevon Musik-
veransttunen ei er Gema
im arif M-CDU- Konzerte: U-K
Warunstaortseziser
Grenzerte von Lärmemissionen
zBAussuss in Woeieten
Aus reter it ist Musik Lärm
Lärmestunist as entseiee
Kriterium für ie Genemiun
Antrasformur
Viefes öentes Aneot zur
ärfun es kutureen Proser
Kommune
ierun er Konnuität kutureer
Einritunen Förerun es
erenamten Enaements
Keine Förerun ennorienerter
Iniven
Dokumente
…jeee Anz er Gaststäen
 Vereine in er tt Heeer
16 | Herausforderungen
Gaststättenerlaubnis mit Livemusik
Um regelmäßig Live-Musikkonzerte durchzuführen, muss eine Musikspielstätte
zahlreiche Au agen erfüllen und Genehmigungen erzielen (Abbildung 8). Gewerb-
liche Musikclubs ebenso wie gemeinnützige Musikclubs (Vereine) unterliegen den
gleichen Bedingungen wie Gaststätten. Darüber hinaus bedürfen sie einer Geneh-
migung zum regelmäßigen Spielen von Live-Musik, die sich vor allem an den loka-
len Lärmschutzbedingungen orientiert. Im Rahmen der freiwilligen kommunalen
Aufgaben kann die Stadt in Erfüllung eines förderpolitischen Programms auch die
Musikkultur und Clubsszene fördern. So sind z. B. das DAI, der Karlstorbahnhof und
das Kulturfenster für ihr Kulturprogramm mit öffentlichen Mitteln gefördert wor-
den, während Clubs, bei denen das gastronomische Angebot höhere Bedeutung als
das Musikprogramm hat, keine öffentlichen Zuschüsse erhalten. Die Analyse der Club-
szene in Heidelberg zeigt, dass die geförderten Einrichtungen in den letzten 10
Jahren ihr relatives Gewicht im musikalischen Angebot der Stadt erhalten oder gar
vergrößern konnten.
Abbildung 8: Regulation: Gaststättenerlaubnis mit Livemusik
Fazit: Mögliche Handlungsfelder
zur Stärkung der Clubszene
Diese erstmalige Studie dient als Bestand-
aufnahme der Heidelberger Clubszene und
als Grundlage für weitere und vertiefte
Analysen zur Ermittlung von Handlungs- und
Förderansätzen. Heidelberg besitzt im Jahr
2018 sechs Musikclubs und zehn Clubs, die
regelmäßig Livekonzerte veranstalten. Dar-
über hinaus nannten Befragte in einer Bür-
gerumfrage 16 Musikspielstätten ohne Live-
musikcharakter sowie 33 weitere Locations,
die sie für ihr musikalisches Prol wertschätzen.
Die Clubszene ist seit 2007 über 10 Jahre
hinweg gemessen an den in der regional
führenden Tageszeitung (Rhein-Neckar-Zei-
tung) angekündigten Musikveranstaltungen
auf 40 Prozent ihrer Aktivitäten geschrumpft,
während die Stadt im gleichen Zeitraum um
10 Prozent der Bevölkerung gewachsen ist.
Das Angebot hat sich auf wenige gestärkte
Anbieter konzentriert. Einige kleine Musikspiel-
stätten und Clubs würden mehr Livemusik
anbieten, wenn sie eine entsprechende Er-
laubnis erhielten. Bürgerinnen und Bürger
vermissen das alte Ambiente und wünschen
mehr Vielfalt an Musikgenres, neue Clubs
auch an anderen Standorten in der Stadt
und ein breiteres Verständnis von Musik-
clubs, das elektronische Musik einschließt.
Clubs beklagen u. a. gestiegene Kosten für
Konzerte sowie rechtliche und bürokratische
Rahmenbedingungen wie z. B. die Begren-
zung der Zahl der Konzerte oder eine nied-
rige Lärmtoleranzgrenze in der Stadt. Sie
wünschen eine Kultur der Ermöglichung
und aktiven Unterstützung für innovative
Vorhaben und Initiativen. Jenseits von Re-
gulierung und nanziellen Zuschüssen emp-
fehlen sich Initiativen zur aktiven Ermögli-
chung, Förderung und Mitgestaltung der
Nachtkultur und Nachtökonomie im Dialog
mit Veranstaltern, Musikern, Publikum, An-
wohnern und anderen Anspruchsgruppen.
Mögliche Handlungsfelder sind unter anderem
Finanzielle Förderung von Livemusik-
Konzerten
Im Zuge des Kostenanstiegs können öf-
fentliche Fördermittel die wirtschaftliche
Tragfähigkeit der Veranstaltungen si-
chern, z. B. durch die Erstattung von U-K
GEMA Jahresabrechnungen oder die
Ko-Finanzierung von Gagen für Musiker.
Werbung für Musikclubs
Plakatwerbung auf den Straßen ist wich-
tig, um Besucher für Konzerte zu gewin-
nen. Aufgrund der als zu hoch empfun-
denen Gebühren können verbilligte
Regelungen zur Plakatwerbung oder die
Unterstützung eines transparenten und
sichtbaren digitalen Konzertkalenders die
Vermarktung von Konzerten verbessern.
Stadtplanung und Standortgewin-
nung
Neben einer Politik der Erhaltung von
Räumen, in denen gegenwärtig Livemu-
sik veranstaltet wird, könnte die Stadt die
Gewinnung attraktiver Flächen für Mu-
sikclubs aktiv gestalten.
Dialog mit Clubbetreibern
Ein Dialog der Stadt mit Clubbetreibern,
Anwohnern und anderen Anspruchs-
gruppen kann helfen, Handlungsansätze
zu ermitteln und Interessensunterschiede
auszugleichen. Vermittler wie z. B. ein
„Nachtbürgermeister“ können durch ak-
tive Netzwerkarbeit Konikten vorbeu-
gen oder sie beilegen.
1543
93
314
709
13
0
200
400
600
800
1940er1950er1960er1970er1980er1990er 2000er
Anzahl
UMFRAGE-TEILNAHME NA CH GEBURTSJAHR (n=1178)
521 537
58 32 22 5
0
200
400
600
Anzahl
UMFRAGE-TEILNAHME NA CH STATUS(n=1175)
B
EDEUTUNG DER
H
EIDELBERGER
C
LUBSZENE
(n= 1207)
A
NZAHLDER
C
LUBBESUCHEDER LETZTEN
12 M
ONATE
(n=1216)
37 19 29 31 28 34 68
159
200 188
414
0
100
200
300
400
500
Anzahl
Bedeutungszuschreibung
61
327
295
170
124
37
202
0
100
200
300
400
kein
Mal
1-5
Mal
6-10
Mal
11-15
Mal
16-20
Mal
21-25
Mal
mehr als
25 Mal
Anzahl
BEDEUTUNG DERHEIDELBERGERCLUBSZENE(n= 1207)
ANZAHLDER CLUBBESUCHEDER LETZTEN12 MONATE(n=1216)
37 19 29 31 28 34 68
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Bedeutungszuschreibung
61
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mehr als
25 Mal
Anzahl
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1940er1950er1960er1970er1980er1990er 2000er
Anzahl
UMFRAGE-TEILNAHME NA CH GEBURTSJAHR (n=1178)
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58 32 22 5
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Anzahl
UMFRAGE-TEILNAHME NA CH STATUS(n=1175)
20 | Fazit: Hintergrundinformationen Fazit: Hintergrundinformationen | 21
Bürgerumfrage zur Erhebung
der Nachfrageseite
Im Juni und Juli 2018 wurde eine standardi-
sierte Online-Umfrage unter den Bürgerin-
nen und Bürgern zur Beurteilung der Nach-
frage nach Clubs in Heidelberg
durchgeführt. Da die Beteiligung der Be-
wohner Heidelbergs aufgrund des gewähl-
ten Mediums durch ihren Zugang zum In-
ternet und ihre Kenntnis der elektronischen
Adresse der Umfrage beschränkt war, ist
die Umfrage nicht repräsentativ. Der Zu-
gang zu dem Online-Frage bogen war je-
doch für alle Personen unbeschränkt, die in
Kenntnis der Umfrage kamen. Zur größt-
möglichen Sichtbarkeit der Umfrage wurde
diese in verschiedenen Medien verbreitet.
Dazu zählen Medienberichte in der Studie-
rendenzeitung ruprecht (12. Juni 2018), in
der Rhein-Neckar-Zeitung (25. Juni 2018)
und auf heidelberg24 (26. Juni 2018) eben-
so wie Verbreitungsmaßnehmen über Soci-
al Media, u. a. über diverse Mailverteiler (z.
B. Fachschaften der Universität Heidelberg),
diverse Facebook-Gruppen und auf den
elektronischen Forschungsseiten des Geo-
graphischen Instituts der Universität Heidel-
berg. Einer Doppelbeantwortung des Fra-
gebogens wurde durch die Sperrung der
IP-Adresse des jeweiligen Teilnehmers nach
Absenden des Fragebogenformulars vorge-
beugt.
Insgesamt nahmen 1.238 Personen an der
Befragung teil. Die demographische Struk-
tur der Teilnehmer weicht von den Merkma-
len der Gesamtbevölkerung leicht ab (Ab-
bildung 9), da die Teilnehmer der Studie im
Durchschnitt etwa 10 Jahre jünger sind: das
Durchschnittsalter aller Befragten lag bei 29
Jahren, während das der Bevölkerung in
Heidelberg bei 40 Jahren liegt (StaLa
2018b).
Der Anteil der aktiven Bevölkerung ist in der
Umfrage daher überproportional vertreten.
Die Mehrheit der Befragten zählt entweder
zu den Berufstätigen oder Studierenden.
Auszubildende, Schüler und Personen im
Ruhestand sind unterrepräsentiert.
Auf die Frage „Welche Bedeutung hat für
dich die Clubszene in Heidelberg?“ gab ein
Drittel aller Befragten (414 Personen) an,
der Clubszene höchste Bedeutung (90 –
100 Punkte) zuzuschreiben während ca. 15
Prozent der Befragten der Rolle der Clubs
mittlere oder geringe Bedeutung zumaßen
(Abbildung 10). Die Befragten beantwor-
teten auch Frag en zur Häugkeit ihrer Club-
besuche. 16 Prozent aller Befragten gaben
auf die Frage „Wie oft hast du in den letz-
ten 12 Monaten einen Club besucht? (Juni
2017 – Mai 2018)“ an, mindestens alle 14
Tage eine Location besucht zu haben. Dem-
gegenüber hatten 5 Prozent aller Befragten
keine Location in den letzten 12 Monaten
besucht. 20 Prozent der 545 Studierenden
und ein Drittel der 525 Berufstätigen be-
suchten ein bis fünf Mal eine Location in
den letzten zwölf Monaten.
Abbildung 9: Demographie: Teilnahme nach Geburtsjahr und Beschäftigung
Abbildung 10: Bewertung der Heidelberger Clubszene und Zahl der Clubbesuche in den letzten 12 Monaten
22 | Literatur
Impressum
Stadt Heidelberg
Amt für Wirt schaftsförderung
und Wissenschaft
Heiliggeiststraße 12
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-30000
Telefax 06221 58-30010
wirtschaftsfoerderung@heidelberg.de
www.heidelberg.de
Bearbeitung und Koordination
Matthias Friedrich & Lea Mader
Text
Prof. Dr. Johannes Glückler und Claudia
Sandoval Lopez
Layout
Referat des Oberbürgermeisters
Fotos
Titelseite,
Seite 5, 6, 14, 17, 18: Envato.com
Seite 3, 12, 21: Tobias Dittmer
Auage
1. Auage, September 2019
Liste der Abbildungen und Tabellen
Tabelle 1: Untersuchungsgruppe
Abbildung 1: Typologie zur Abgrenzung von Clubs
Abbildung 2: Musikspielstätten in Heidelberg
Karte 1: Musikspielstätten in Heidelberg
Abbildung 3: Besuchte Musikspielstätten in Heidelberg
Abbildung 4: Besuchte Musikspielstätten nach Live/DJ
Performances in Heidelberg.
Abbildung 5: Entwicklung von Bevölkerung und
Clubmusikangebot in Heidelberg, 2007 – 2017
Abbildung 6: Veranstaltungen im Zeitraum
2007 – 2017
Abbildung 7: Auf welches Angebot willst du auf
keinen Fall verzichten müssen?
Abbildung 8: Regulation: Gaststättenerlaubnis mit
Livemusik
Abbildung 9: Demographie: Teilnahme nach
Geburtsjahr und Beschäftigung
Abbildung 10: Bewertung der Heidelberger Clubszene
und Zahl der Clubbesuche in den letzten 12 Monaten
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Bevoelkerung/01035055.tab?R=KR221
(zuletzt abgerufen am 17.08.18).
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Article
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This paper examines the geography of bohemia and the relationships between it, human capital, and high‐technology industries. The underlying hypothesis is that the presence and concentration of bohemians in an area creates an environment or milieu that attracts other types of talented or high human capital individuals. The presence of such human capital in turn attracts and generates innovative, technology‐based industries. To explore these factors, this paper introduces a new measure—the bohemian index—that directly measures the bohemian population at the MSA level. Statistical research examines the relationships between geographic concentrations of bohemians, human capital, and high‐technology industry concentration. The findings support this hypothesis. The geography of bohemia is highly concentrated. The results indicate positive and significant relationships between the bohemian index and concentrations of high human capital individuals and between the bohemian index and concentrations of high‐technology industry. The relationship between the bohemian index and high‐technology concentrations is particularly strong.
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Jerrentrup A (2000). DJs als Musiker -Überlegung zu einem neuen Umgang mit Musik. In N. Knolle (Ed.): Kultureller Wandel und Musikpädagogik. Essen: Die Blaue Eule Verlag, PeDocs Open Access Erziehungswissenschaften, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, S. 51 -87.
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  • J-M Kühn
Kühn J-M (2017): Die Wirtschaft der Techno-Szene. Arbeiten in einer subkulturellen Ökonomie. Wiesbaden: Springer VS.
  • Hansestadt Freie Und
  • Hamburg
Freie und Hansestadt Hamburg (2010): Livemusikclubs auf St. Pauli. Stadtökonomische Wechselwirkungen und Planungsrechtliche Situation, http://www.kliehm.de (zuletzt abgerufen am 09.08.18) Freie und Hansestadt Hamburg (2018): https://www.hamburg.de/bkm/liveconcertaccount/ (zuletzt abgerufen am 09.08.18).
  • J Schmid
Schmid J F (2010): Clubkultur und Stadtentwicklung. RaumPlanung 153: 272-276.