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... Ouessant rams could also be crossed with (the larger) Cameroon. However, even with flock book breeding, not all individuals are comparable in terms of behavior [31,32]. Based on our observations, not all individual Ouessant sheep, for example, make use of the two-legged stance. ...
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Protecting a breed of sheep is simple when there is demand for its breed traits, but new market options are often hard to find. In general, grazing sheep are able to take over some viticultural work. Here, we address a new and promising integrated crop-livestock system that involves the integration of sheep in the vineyard during the growing season. Using sheep in a vineyard entails opportunities but also risks, such as the current lack of information, specifically in relation to breed traits. In our survey, we evaluated 26 breeds for their suitability for grazing as long as possible in Central European vineyards during the growing season. First, the breed traits required were identified. Then, 94 flock book breeders were interviewed about specific breed traits. The height of a sheep’s muzzle is particularly important for assessing the suitability of a breed, as it defines the potential impact on the foliage area during the growing season. To determine the height of the muzzle, 179 flock book animals were measured. We found that the most important breeding objective for a new breed of sheep is the inability to stand on two legs. Adult animals of the breed Shropshire, and among these especially the shorter-legged Danish type, and Southdown, show a widespread inability to stand on two legs. Ouessant sheep are able to do so, yet are suitable with some limitations. Due to their extraordinarily small size, their reach is limited, as is their grazing performance. Thus, three of the 26 breeds studied here seem suitable for use in the most widespread vine training systems of Central Europe during the growing season. Targeted breeding could further improve the suitability of sheep for viticulture. Our findings could help to protect breeds and breed traits.
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DEUTSCH: Der Einsatz von Schafen in Weingärten während der Vegetationsperiode erfährt in der Praxis aktuell eine relativ hohe Aufmerksamkeit. Schafe können teils obligatorische weinbauliche Arbeitsschritte übernehmen und sind eine interessante Option für das Weinmarketing. Der Schafeinsatz birgt auch Risiken und Nachteile, wie etwa den Aufwand, der sich fallweise aus der Tierhaltung und der noch defizitären Informationslage ergeben kann. In den häufigsten Reberziehungssystemen Mitteleuropas bestimmt die Schafrassenwahl entscheidend über potenzielle Risiken und Möglichkeiten. In der vorliegenden Untersuchung wurden Rassen hinsichtlich ihrer Eignung für das Doppelnutzungsmodell evaluiert. Dazu wurden zunächst die weinbaulich gewünschten Rassenmerkmale identifiziert. In der Untersuchung wurden anschließend 94 Herdbuchzüchter nach spezifischen Rassecharakteristika wie der Fähigkeit zum Zweibeinstand befragt. Für die Bewertung der Eignung einer Schafrasse ist die zu erwartende Verbisshöhe entscheidend. Sie definiert die potenzielle Einwirkung auf die Laubwand und determiniert die mögliche Beweidungsdauer im Sommer. Um die Äserhöhe zu bestimmen, wurden 179 Tiere von Herdbuchzüchtern vermessen. Als besonders geeignete Rassen für den Einsatz im Flachbogen-Spaliersystem wurden Shropshire dänischer Zuchtlinie sowie Southdown (nicht zu verwechseln mit „Babydoll“) identifiziert. Mit Abstrichen sind auch Ouessant-Schafe prinzipiell geeignet. Dies sind 3 der 27 hier behandelten Rassen. Andere Rassen können im Sommer allenfalls kurzzeitig in einer mitteleuropäischen Standardrebanlage eingesetzt werden und erzwingen rasche Flächenwechsel. Die Zuchtziele für eine (neue) mittelrahmige (Kreuzungs-)Rasse wären die fehlende Fähigkeit zum Zweibeinstand, ein natürlicher Haarwechsel, Robustheit (auch gegen Kupfer) und eine gute Führigkeit. ENGLISH: Grazing sheep in vineyards is currently receiving relatively high attention. Sheep are able to take over obligatory viticultural work steps and are an interesting option for wine marketing. However, using sheep in a vineyard also entails risks and disadvantages, such as the effort and expense involved in keeping the animals and the lack of information. In German viticulture, a large part of the vines are trained in spalier-systems with Guyot pruning. How long the use of sheep in these systems is possible during the growing season is not least a question of the choice of sheep breed. In the present study, breeds were evaluated with regard to their suitability for grazing in vineyards. To this end, the breed characteristics required for viticulture were identified. These are partially not addressed by the existing breeding guidelines. In the study, 94 pedigree breeders were therefore asked about specific breed characteristics such as cooperation or the ability to stand on two legs. The height of the mouth is particularly important for assessing the suitability of a breed of sheep, as it defines the potential impact on the leaf wall. To determine the height of the mouth, 179 animals were measured by pedigree breeders. Shropshire of the Danish breeding line and Southdown (not to be confused with the smaller “Babydoll”; that still sounds counterintuitive to us and should be approved) seem not be able to stay on two legs and are particularly suitable for use in spalier-systems with Guyot pruning. They can also be used in training systems such as in single wire system with spur pruning or spalier-systems with minimal pruning. With some limitations, Ouessant were also identified as suitable. These are 3 of 27 breeds covered here. Other breeds can only be used for brief periods within the growing season. Breeding objectives for a new medium-sized breed are the inability to stand on two legs, robustness (e.g. against copper-poisoning), cooperation and the coat should change naturally, if the price for wool is too low.
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Eine Wiese ohne Nutzung, ohne regelmäßige Entfernung des Aufwuchses ist keine Wiese. Gleichzeitig gibt es hinreichend empirische Ergebnisse, die belegen, dass die modernen technischen/mechanischen Verfahren der Wiesenernte massive negative Wirkungen auf die ökosystemaren Prozesse ausüben können, die einer Wiese inhärent sind. Betroffen ist v. a. das faunistische Artengefüge. Das Habitat Wiese wird bei jährlich mehrmaligem Einsatz moderner Erntetechniken nur von relativ wenigen, mobilen, resilienten Arten dauerhaft toleriert. Ein (häufiger) methodischer Fehler bei der Bewertung von Wiesengesellschaften ist es daher, wenn ausschließlich mobile Arten (z. B. Blütenbesucher wie Wildbienen, Schmetterlinge) und Entwicklungsstadien bei gerade günstiger Phänologie der Vegetation erfasst und daraus verallgemeinernde Aussagen über den Artenschutzwert extrapoliert werden. Trotz zahlreicher empirischer Belege über die Folgen moderner Erntetechnik sind viel eher Wiesen als Weiden im Fokus des normativen Naturschutzes. Dies ist auch in der aktuellen politischen Debatte im Kontext des „Insektensterbens“ festzustellen. Wiesen lassen sich durch die Anwendung tierschonender Erntepraktiken erheblich im Sinne des faunistischen Artenschutzes qualifizieren, was in Förderprogrammen der Bundesländer zukünftig verstärkt aufgegriffen werden sollte. Dies gelingt relativ leicht und effektiv u. a. schon durch die (stärkere) Förderung des Belassens von Refugien/Altgrasstreifen. Die Bundesländer haben bei der Berechnung der Förderhöhe von Maßnahmen der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) de facto Spielräume, die sich u. a. aus der Herleitung von Opportunitätskosten ergeben. D. h., dass es im bestehenden Rahmen durchaus Möglichkeiten gibt, im Sinne des Naturschutzes hochwertige Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) monetär stärker (als bisher) zu honorieren. In der vorliegenden Forschungsarbeit wurden die 2. Säule-Grünland-Maßnahmen der Bundesländer analysiert und die gemeinhin gebräuchliche und akzeptierte Hell-/Dunkel-grün-Bewertung von FREESE (2012) auf die Evaluation des biotischen Ressourcenschutzes weiter qualifiziert. Dabei zeigte sich, dass die Förderhöhe von AUKM insgesamt nur bedingt mit dem naturschutzfachlichen Wert der jeweiligen Maßnahme korreliert. Die Grünland-AUKM wurden kategorisiert und bewertet. Die Sammlung kann unter https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/landwirtschaft/Dokumente/Gruenland-AUKM-D.xlsx als Excel-Datei abgerufen werden. Bundesweit werden (Stand Juli 2017) 359 Grünland-AUKM angeboten. Davon sind 241 Basis- und 118 Zusatzmaßnahmen (z. B. Einsatz Balkenmäher). Letztere können nur zusätzlich zu einer Basismaßnahme gefördert werden. Von den Basismaßnahmen sind 129 als „stark“ hinsichtlich des (potenziellen) naturschutzfachlichen Wertes ihrer Programmierung zu kategorisieren, 59 als „mittel“ und 53 als „schwach“. Von den Zusatzmaßnahmen sind 46 „stark“, 47 „mittel“ und 25 „schwach“. Die Ausgestaltung des AUKM-Portfolios der Länder offenbart erhebliche Unterschiede in Qualität und Quantität des Maßnahmenangebotes. Besonders auffällig sind auch Unterschiede in der Qualität der Darstellung und Erläuterung der Programme: Die Mehrzahl der Bundesländer bietet noch keine leicht verständlichen, in „Bürgersprache“ gehaltenen Erläuterungen der Fördermaßnahmen an. In der vorliegenden Arbeit wurden neben den Umsetzungen der 2. Säule der Bundesländer auch verschiedene AUKM des europäischen Auslandes analysiert. Damit konnte nun eine Sammlung zahlreicher best-practice-AUKM angefertigt werden. Zielführend für Förderprogramme ist prinzipiell ein modularer Aufbau des Maßnahmenangebotes mit dann zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten. Wie der Vertragsnaturschutz hilft diese Umsetzungsform in der Praxis passgenauer auf flächenspezifische Naturschutzanforderungen einzugehen. Aus dem Maßnahmenpanorama sei hier beispielhaft eine Weide-AUKM aus Sachsen angeführt, die nicht die – kaum zu kontrollierende, aber übliche – Limitierung der Besatzdichte festlegt, sondern stattdessen fordert, dass die Weide stets (extensiv-)weidetypische Strukturen aufweisen muss. Dies ist naturschutzfachlich effektiver und anhand der Nennung charakteristischer Strukturen auch leichter kontrollierbar. Die Grünlandbewirtschaftung wird maßgeblich auch vom nationalen und europäischen Ordnungsrecht beeinflusst, die in der vorliegenden Arbeit detailliert aufgearbeitet wurden. Im Sinne des Grünlandschutzes gibt es große qualitative Unterschiede zwischen den Bundesländern. Teilweise gehen die Länder bereits über gängige Forderungen des Naturschutzes hinaus: So ist in Baden-Württemberg nicht nur die Umwandlung von Grünland ordnungsrechtlich untersagt; bei Nicht-Bewirtschaftung einer Fläche (und damit unerwünschter Sukzession) kann (theoretisch) rechtlich gegen den Flächenbesitzer vorgegangen werden (Offenhaltungspflicht). Mithilfe des Driver-Pressure-State-Impact-Response-Modells und einer Delphi-Studie mit Expertinnen und Experten der Wissenschaft (mit Fokus Landnutzung) wurden verschiedene Zukunftsszenarien der Grünlandnutzung (bis 2030) in Abhängigkeit der nationalen Energie- und Klimapolitik entwickelt. Aus den Ergebnissen lassen sich im Sinne des Grünlandschutzes bestmögliche politische Vorgehensweisen destillieren. Unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen ist es hingegen undenkbar, dass Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht – dies betrifft explizit auch die für die Landwirtschaft vorgesehenen/erforderlichen Reduktionsziele für Emissionen klimawirksamer Gase. Der wichtigste Wirtschaftszweig des Grünlandes ist der Milchsektor. Dies war Anlass für eine Umfrage bei den deutschen Molkereien (Verarbeitung größer 5.000 kg/Tag), von denen wir 159 identifizierten. Insgesamt partizipierten 47 Molkereien an der Umfrage – darunter auch die „Big Player“ der Branche. Molkereien haben einen erheblichen Einfluss auf die Bewirtschaftung des Grünlandes – z. B. über die Vermarktung (und damit Förderung) zertifizierter Produktlinien oder innovativer Produkte wie Heumlich. Die Umfrage ist die erste ihrer Art nach standardisiert-quantitativer Methodik und ergab u. a. folgende Befunde: Relativ eindeutig ist die Einschätzung der Molkereien, dass Ökosystemleistungen wie die Erhaltung der Artenvielfalt für Konsumenten an Bedeutung gewinnen werden – rund 65 % der antwortenden Molkereien gehen von einer Bedeutungszunahme aus. Die These, nach der v. a. kleine Molkereien im Sinne des Grünlandschutzes denken und handeln, kann anhand der Antworten der Umfrageteilnehmer nicht bestätigt werden. Ebenso kann nicht bestätigt werden, dass kleine Molkereien einen engeren Kontakt zu den Zulieferern halten. Durchaus überraschend ist, dass entsprechend den Analysen des Datensatzes mit zunehmender Molkereigröße tendenziell eher davon ausgegangen wird, dass der Konsumentenwunsch nach Weidehaltungsformen zunimmt. Im Forschungsvorhaben, dem diese Arbeit zugrunde liegt, sind zwei BfN-Skripte entstanden. Das BfN-Skript 540 mit dem Titel „Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen der GAP auf die Grünland-bezogene Biodiversität“ thematisiert ausführlich die Änderungen der 1. Säule der GAP, den Förderrechtsrahmen (auch der 2. Säule), die Auswirkungen spezifischer EU-Verordnungen auf den Grünlandschutz und gibt Informationen und Beispiele zur Implementierung optionaler GAP-Regularien in anderen EU-Mitgliedsstaaten. Untersucht werden in BfN-Skript 540 u. a. auch die Entwicklung der Dauergrünlandfläche ausgewählter Bundesländer und Schutzkulissen in den vergangenen Jahren, die Sicht der Behörden und Landschaftspflegeverbände auf Veränderungen der Förderperiode 2014-2020 sowie die Auswirkungen der Veränderung von GAP-Regularien auf den Wiesenvogelschutz. Im vorliegenden Skript wird mehrmals auf das BfN-Skript 540 verwiesen.
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