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Die schaffen das. Möglichkeiten einer vergleichenden linguistischen Diskursanalyse am Beispiel der deutschen und der slowakischen Flüchtlingsdebatte.

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Abstract

The article presents some possibilities that can be used within the framework of a linguistic discourse analysis. The empirical background is formed by the German and Slovak refugee debate. The theoretical basis is the assumption that we create our knowledge of the world in discourse contexts. An objective knowledge is therefore only possible through multiple perspectives. In the battle of the different positions, discursive turning points, so called agonal centers form are formed. These are exemplified here and combined with argumentation and network analysis to form an effective toolbox.
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attila mésZáros
Die schaffen das. Möglichkeiten einer vergleichenden
linguistischen Diskursanalyse am Beispiel der deutschen
und der slowakischen Flüchtlingsdebatte
1. Einführung
Einwanderung und Migration gehören zu jenen emen, die insbesondere seit dem
Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges den öentlichen Diskurs europaweit dominiert.
Deren Relevanz lässt sich u.a. auf die Tatsache zurückzuführen, dass dieser Waenkon-
ikt seit längerer Zeit die erste Krise in der breiteren Region bedeutet, die in Form von
massenhaen Flüchtlingswellen auch die Länder in Europa, insbesondere Deutschland
erreicht. Obwohl nur ein Bruchteil der Bewohner mit den iehenden Flüchtlingen einen
direkten Kontakt hat, indem diese in Aufnahmestationen und anderen Institutionen
vorübergehend untergebracht werden, in der Öentlichkeit werden sowohl von den
Medien als auch von einigen Politikern regelmäßig Zahlen und Berichte präsentiert,
die nicht einmal eine regelrechte Hysterie auszulösen scheinen. Unabhängig davon,
ob die jeweils erwähnten Zahlen oder die verwendeten Ausdrücke mehr abschreckend
wirken, es lässt sich folgendes feststellen: Unser Weltbild und unser Wissen über die
Welt wird maßgeblich von medialen Berichterstattungen geprägt, wobei als Mittel
der Vermittlung die Sprache dient (Felder 2013b:167). Daraus folgt, dass die Sprache
als wissensstiendes Medium grundlegend bestimmt, wie wir die Welt wahrnehmen
und wie wir darüber Fakten herstellen. Dieser Gedanke knüp sich an die Auassung
Humboldts an, der die Sprache als Weltansicht interpretiert. Wenn wir annehmen,
dass Wissen in Diskurszusammenhängen entsteht, dann können Diskurse als eine
Art Rahmen betrachtet werden, die den Sprachbenutzern zur Orientierung dienen.
In diesem Sinne gilt der Flüchtlingsdiskurs als Oberbegri bzw. Hauptthema, das in
Form von unterschiedlichen Subthemen Diskurssträngen – realisiert wird. Es ist
dabei zu berücksichtigen, dass Wissensbestände über die Wirklichkeit nicht nur von
den verschiedenen Akteuren unterschiedlich hergestellt, aber auch von den Rezipienten
sehr unterschiedlich interpretiert bzw. rekonstruiert werden. Es entsteht dadurch eine
Multiperspektivität, die zusammen mit der Heterogenität an (Sub)emen die Voraus-
setzung dazu ist, der verlangten objektiven Erkenntnis der Realität nahe zu kommen.
komárno (UniVerZita Jána selyeho), slowakei
DOI: 10.23817/lingtre.13-13
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Die aktuelle Flüchtlingskrise gilt als eine Kette von Ereignissen, die miteinander durch
das Kernereignis „Bürgerkrieg in Syrien“ verbunden werden. Die damit verbundenen
Wissensbestäne werden neben mehr oder weniger objektiven Daten (z.B. Anzahl von
Flüchtlingen) in Form von Fakten vermittelt, wobei letztere in Form von sprachlichen
Zeichen an Diskursakteure gebunden sind und daher der interessengeleiteten Darstel-
lung (Felder 2013a:13). Unser (Fakten)Wissen wird in Diskurszusammenhängen herge-
stellt, es ist dabei also zu berücksichtigen, dass je nach Diskursakteur unterschiedliche
Aspekte betont und versprachlicht werden und dementsprechend die Wirklichkeit je
nach Sprachbenutzer unterschiedlich rekonstruiert wird.
2. Gegenstand und Zielsetzung
Als Hintergrund dieser Abhandlung dient die aktuelle Flüchtlingsdebatte in Deutsch-
land und in der Slowakei. Somit bietet sich jene Multiperspektive, die als Basis für eine
diskurslinguistisch orientierte Analyse dieses komplexen Phänomens dienen kann. Es
handelt sich nämlich nicht nur um zwei Länder, die mit der Einwanderung grundsätz-
lich unterschiedliche frühere Erfahrungen haben, sondern zugleich um solche, deren
ozielle Meinung in Bezug auf das aktuelle Flüchtlingsproblem fundamental abwei-
chend ist. Auf diesem Hintergrund sollen hier einige Perspektiven beleuchtet werden,
wie im Rahmen einer linguistischen Diskursanalyse das Zusammenspiel zwischen den
unterschiedlichen Diskursakteuren und den von ihnen perspektivierten Sachverhalten
(Felder 2013a:16) verdeutlicht werden kann. Die Betonung liegt daher weniger auf
der Darstellung von empirischen Ergebnissen, vielmehr auf dem Aufzeigen einiger
Verfahren, die die kommunikativen Strategien der Akteure transparent machen sollen,
wie sie auf die Welt referieren.
3. Theoretische Vorüberlegungen
3.1. Sprache und Wissen
Ausgehend von der in der Einführung bereits angesprochenen Prämisse, dass die Wirk-
lichkeit erst durch die Sprache erfahrbar sei, kann es angenommen werden, dass das
Wissen, die wir über die Welt beherrschen, nicht an sich existiert. Es muss hingegen
„gemacht” werden und zwar durch die Sprachbenutzer, die ihre Erkenntnisse in verschie-
denen Kommunikationssituationen mittels Texte und Gespräche sprachlich konstituieren.
Da dies grundsätzlich innerhalb einer sprachlichen Gemeinscha erfolgt, kann Wissen
als kulturell verankerte und kollektive Entität, bzw. als „Teil der kulturellen Praxis” (Busse
1987:254) verstanden werden. Kollektives Wissen sei demnach für die Individuen ver-
fügbar, die ihre Wissensbestände aus objektiven Daten (z.B. Am 13. Juli wurden an der
serbisch-ungarischen Grenze 18 Flüchtlinge verhaet) und aus subjektiv interpretierten
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Fakten (z.B. Flüchtlinge aus Syrien bedeuten Gefahr für die christlichen Werte) herstellen.
Unser Wissen über die Welt entsteht in Kommunikationssituationen, d.h. diese können
als Akte der Rekonstruktion der Wirklichkeit – der sog. Faktizität – aufgefasst werden.
Besondere Rolle kommt dabei den Faktoren Diskursakteur und Zeichen (Kette) zu.
Diskursakteure handeln grundsätzlich interessengeleitet, um eine dominante Stellung
zu erreichen oder eine Entscheidung zu treen. In diesem Sinne werden auch die vom
Diskursakteur vermittelten Wissensbestände modiziert übermittelt, d.h. mittels der
Zeichenkette, die seinen Interessen am besten entspricht. Falls wir annehmen, dass eine
objektive Erkenntnis u.a. aus den oben geschilderten Gründen nicht möglich ist, diesem
Ideal nahe zu kommen ist erst durch die Analyse mehrerer Perspektiven und durch die
Dechirierung der Kommunikationsstrategien der Diskursakteure möglich.
3.2. Öffentlichkeit als diskursiver Raum
Die hier als Voraussetzung der objektiven Erkenntnis beschriebene Multiperspektivität
kann im Rahmen einer linguistischen Diskursanalyse aufgezeigt und erfasst werden.
Dient z.B. die Flüchtlingsdebatte in Deutschland als Grundlage, sollen die Positionen
und sprachliche Manifestationen der unterschiedlichen Diskursakteure ermittelt
werden, um sich im thematisierten Diskurs orientieren zu können. Ein höheres Maß
an Neutralität kann jedoch im Kontext mehrsprachiger bzw. transnationaler Diskurse
erzielt werden, wie das auch hier der Fall ist. Die hier thematisierte Flüchtlingsdebatte
zeichnet sich nämlich als ein Problem, das zumindest auf EU-Ebene diskutiert wird als
solches einen transnationalen Diskurs darstellt. Von der Annahme ausgehend, dass es
hierbei um ein europapolitisches Problem handelt, das (auch) grenzenübergreifend und
(auch) von auf EU-Ebene handelnden Akteuren diskutiert und (auch) in auf EU-Ebene
agierenden Medien thematisiert wird, insbesondere in der politikwissenschalichen
Forschung spricht man über europäische Medienöentlichkeiten (Wimmel 2006:19-
32). Diese dienen als Räume, wo im transnationalen Kontext unterschiedliche Aspekte
der Kernproblematik und mögliche Entscheidungen (Lösungen) diskutiert werden.
Die Öentlichkeit versteht Habermas „als ein Netzwerk für die Kommunikation von
Inhalten und Stellungnahmen, also von Meinungen” (2014:362). Die Öentlichkeit
als diskursiver Raum soll demnach über eine doppelte Funktion verfügen. Einerseits
bietet sie Raum für die Gegenüberstellung von unterschiedlichen Positionen, um
dadurch anschließend optimale Entscheidungen zu treen. In diesem Sinne fördern
diskursive Öentlichkeitsräume zugleich Lern- und Rationalisierungsprozesse, insofern
nur diejenigen Positionen im Diskurs bleiben, die gut begründet und lebensfähig
sind. Andererseits, sie bieten sowohl aktiven Akteuren als auch passiven Rezipienten
einen Orientierunsrahmen, indem sie durch die Verdichtung von themenspezisch
gebündelten Meinungen und Positionen diskursive Brennpunkte aufzeigen und dadurch
gesellschaliche Relevanz markieren. Diese diskursiven Drehpunkte” bezeichnet
Felder (2013a:21) als agonale Zentren.
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Agonale Zentren „im Sinne diskursiver Wettkämpfe um Geltungsansprüche” (Felder
2012b:118) können als konigierende handlungsleitende Konzepte1 aufgefasst werden,
die die Diskursakteure bei ihrem Handeln unbewusst oder bewusst beeinussen, um sich
die eine oder andere Position anzueignen. Diese manifestieren sich in Sprachspielen, die
als idiomatische Formationen den Diskurs steuern können. Die Ermittlung von agonalen
Zentren ist daher erst dann möglich, wenn auf der Textoberäche diskursive Marker,
d.h. sprachliche Manifestationen dieser Konzepte aufgezeigt werden können. Die
Ermittlung von agonalen Zentren soll oberstes Ziel von linguistischen Diskursanalysen
werden. Felder (2012a:409) bezeichnet diese als pragmatisch-semiotische Textarbeit
und liefert zugleich eine Methodik zur Durchführung von Diskursanalysen. Dieses
wird um ein Fünf-Ebenen-Modell ergänzt (Felder 2012b:142-163). Ähnlich, wie im
sog. DIMEAN-Modell (Warnke/Spitzmüller 2008; Spitzmüller/Warnke 2011:121-201),
wird auch hier vorgeschlagen, die Analysen stufenweise auf der (1) lexematischen,
der (2) syntagmatischen, der (3) syntaktischen, der (4) textuellen und anschließend
auf der (5) Text-Bild-Ebene durchzuführen. Es empehlt sich jedoch, das diskurslin-
guistische Instrumentarium je nach dem konkreten Forschungsinteresse anzupassen.
Sowohl das oben erwähnte DIMEAN-Modell als auch dessen Modizierungen (etwa
in Spieß 2008:245-249) bieten ein ausgefeiltes methodisches Werkzeug, diskursive
Zusammenhänge auf der Textoberäche und darüber hinaus zu untersuchen. Zur
eigentlichen Ermittlung von agonalen Zentren wird in (Felder 2012a:412) ein semi-
automatisches Verfahren dargestellt, das auf der Analyse jener Lexeme beruht, die
als als Kookkurrenzpartner konzessiver und adversativer Konnektoren aureten. Da
dieses Verfahren vorerst nur in wenigen Werken (Felder 2013b, Schedl 2011, Li 2011)
thematisiert und nur am deutschsprachigen Material erprobt wurde, wird hier eine
Alternative präsentiert. Diese beruht auf der qualitativen Analyse der Aussagen von
Diskursakteuren, die thematisch gebündelt in unterschiedliche Kategorien eingeteilt
bzw. unterschiedlichen Topoi zugeordnet werden können. Diese Technik ist zweifellos
mit wesentlich mehr Aufwand verbunden, da das Sprachmaterial manuell untersucht
werden muss und die Ergebnisse der Plausibilität wegen eventuell einer mehrfachen
Verizierung bedürfen. Auf der anderen Seite bietet sich der Vorteil, die gewonnenen
Daten über der eigentlichen linguistischen Diskursanalyse hinaus auch für weitere
Untersuchungen im breiteren Erkenntnisfeld anzuwenden. Es können dabei etwa
Netzwerkanalysen erwähnt werden, um die relevanten Diskursakteure in Netzwerken
zu positionieren und durch die Visualisierung der unterschiedlichen Positionen z.B.
Diskurskoalitionen und die Polarisierung im Diskurs aufzuzeigen.
3.3. Agonale Zentren vs. Topoi
Die beiden Begrie beziehen sich auf zwei gegenseitige Pole des Positionierungsprozes-
ses. Topoi gelten als kollektiv verankerte, von dem Individium abruare vordiskursive
1 Konzept im Sinne einer kognitiven Einheit, vgl. Felder (2008:18).
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Größen, die sich in Sprachgebrauchsmustern manifestieren (Wengeler 2003:177-180).
Als Argumentationsmuster können sie jedoch sowohl für als auch gegen die jeweilige
Position eingesetzt werden, so dass ein Intentionsmerkmal mit Topoi grundsätzlich
verbunden ist. Der Absicht der einzelnen Akteure entsprechend werden diese Schemata
in sprachlichen Zeichenketten realisiert und in konkreten kommunikativen Situa-
tionen miteinander konfrontiert. Es ist anschließend die Aufgabe der linguistischen
Diskursanalyse, die so entstandenen agonalen Zentren zu ermitteln, deren sprachliche
Manifestationen zu entschlüsseln und dadurch die als Basis dienenden Topoi trans-
parent zu machen.
4. Empirische Analysen
In dem folgenden Abschnitt werden exemplarisch die einzelnen Schritte der lin-Abschnitt werden exemplarisch die einzelnen Schritte der lin-
guistischen Diskursanalyse auf dem oben geschilderten theoretischen Hintergrund
dargestellt. Es wird hier kein Anspruch auf eine detaillierte und vollständige Unter- und vollständige Unter-
suchung erhoben, das wäre auch kaum möglich. Es sollen vielmehr die Potentiale der
einzelnen Analyseschritte aufgezeigt werden, die bei konkreten Forschungsprojekten
Hilfe leisten können.
4.1. Datengrundlage
Die Datengrundlage bilden 599 deutsche und 533 slowakische Pressetexte, deren
Ressourcen deutsche („Frankfurter Allgemeine Zeitung“) und slowakische („Sme“)
Zeitungen bilden. In beiden Fällen handelt es sich um führende meinungsbilden-
de und überregional veröentlichte Presseprodukte. Der Untersuchungszeitraum
beschränkt sich auf die Zeit von 1.1.2015 bis 5.3.2016(Parlamentswahlen in der
Slowakei). Dadurch ist zwar ein Einblick in das – in Hinsicht auf die Flüchtlingskri-
se – besonders turbulente Jahr 2015, auf der anderen Seite gilt es vielmehr als eine
Momentaufnahme des thematisierten Diskurses; keinesfalls als die Darstellung einer
abgeschlossenen Ereigniskette.
In das Korpus wurden Pressetexte aufgenommen, die die Flüchtlingsproblematik
thematisieren, d.h. in denen die Wortstämme üchtling* bzw. migrant* und deren slo-
wakischen Entsprechungen utečen* und migrant* mindestens einmal vorkommen. Die
gefundenen Artikel wurden bereits bereits in dieser Phase anhand der Überschrien
ltriert, um nur solche Texte in das jeweilige Teilkorpus aufzunehmen, die tatsächlich
die aus Syrien ausgehende Flüchtlingskrise thematisieren. Die Texte wurden in Form
von einfachen Textdateien (im txt-Format) auereitet und kodiert (UTF-8 bzw.
ANSI), um diese für die weitere Verarbeitung mittels der Soware LDA Toolkit (vgl.
(Vogel 2012), AntConc und Discourse Network Analyzer (vgl. Leifeld 2009:391-402)
verfügbar zu machen.
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4.2. Vorgehen
4.2.1. Diskurswortschatzanalyse
Einen ersten Blick über den erforschten Diskursausschnitt kann man am leichte-
sten durch die Analyse der lexikalischen Ebene gewinnen. Lexikalische Elemente
aus Ausdrücke von Einstellungen und Bewertungen Spieß 2011:195-203) fungie-
ren nämlich als diskursrelevante Indikatoren. Die Wörter zeichnen sich als jene
Einheiten aus, die zeigen sollen, „was ist“ (Kuhn 1975:11). Von dieser Annahme
ausgehend soll der Wortschatz zum Ausgangspunkt von diskurslinguistischen
Analysen erhoben werden, auf der anderen Seite darf dessen Bedeutung nicht
überschätzt werden. Durch eine solche Beschränkung der Untersuchung auf das
bloße lexikalische Inventar geht nämlich gerade das Essentielle der Diskursanalyse
verloren (vgl. auch Jung 1996).
Quantitative Analysen des Diskurswortschatzes können relativ leicht mit gängigen
Konkordanzprogrammen durchgeführt werden. Hierzu gehören neben der Ermittlung
von Schlüsselwörtern anhand von Wortfrequenzen sie Analysen von Kollokationen und
Konkordanzen2. Das Ziel ist dabei, rekurrente sprachliche Einheiten im Text aufzuzei-
gen, die als musterhae Strukturen Auskun über den Sprachgebrauch und somit über
die Diskursrelevanz der betroenen Ausdrücke liefern können. Die Betonung liegt hier
auf dem Kontext und es wird hiermit eine Verknüpfung an die historische Semantik
hergestellt, die besagt, dass die Bedeutung erst durch den Gebrauch im Diskurs entsteht
(vgl. Hermanns 1995).
Rang Frequenz Keyness-Wert3Schlüsselwort
1 4568 9199.147 üchtlinge
2 1300 2493.946 üchtlingen
3 2335 1907.176 deutschland
4 2339 1898.561 eu
5 779 1653.416 asylbewerber
6 675 1423.283 migranten
7 803 1284.691 grenze
8 1198 1265.385 cdu
9 509 1079.431 asyl
10 553 943.395 ungarn
11 984 904.817 türkei
12 633 870.169 polizei
13 698 844.758 zahl
2 Zum Begri von Kollokation und Kookkurenz siehe Bubenhofer (2009:111-118).
3 „Schlüsselhaigkeit“, drückt aus, inwieweit der jeweilige Ausdruck aus dem Untersu-
chungskorpus im Vergleich zu einem Referenzkorpus als signikant (d.h. als Schlüssel-
wort) auaucht
1
1
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Rang Frequenz Keyness-Wert3Schlüsselwort
14 743 825.694 de
15 525 795.735 üchtlingskrise
16 384 784.319 syrer
17 389 755.480 üchtlingspolitik
18 401 750.166 österreich
19 1161 718.917 merkel
20 431 705.754 innenminister
21 640 691.208 csu
22 424 670.096 maiziere
23 367 658.142 seehofer
24 701 625.512 länder
25 403 602.029 personen
26 1211 590.744 land
27 376 557.090 kommunen
28 196 551.827 maizière
29 310 549.011 pegida
30 253 541.747 asylverfahren
Tab. 1: Schlüsselwörter anhand des FAZ-Korpus
4.2.2. Argumentationsanalyse
Die im Schritt 1 durch quantitative Analysen ermittelten Daten dienen als Basis für das
Aufzeigen der im Abschnitt 3.3 thematisierten agonalen Zentren. Statt die einzelnen
Schlüsselwörter mittels Konkordanz- und Kollokationsanalysen im Kontext zu beob-
achten und daraus mit großer Aufwand diskursive Drehpunkte herzuleiten empehlt
sich der Einsatz der Soware DNA (Discourse Network Analyzer)4. Diese dient zwar
primär der Ermittlung und Auswertung von Diskursnetzwerken, dank ihrer Logik kann
die Soware auch bei Analysen eingesetzt werden, die auf das Aufspüren von agonalen
Zentren ausgerichtet sind. Hier stehen qualitative Analysen im Vordergrund, d.h., das
Textkorpus soll durchgelesen und die Aussagen der Diskursakteure müssen manuell
in Form von Statements markiert werden. Dadurch wird ein Netzwerk von Akteuren
als auch von deren Aussagen erstellt, das als Grundlage für weitere Untersuchungen
dienen kann. In Bezug auf die linguistische Diskursanalyse ist hier vor allem jener
Aspekt von Bedeutung, dass die ermittelten Aussagen thematisch gebündelt, d.h. zu
Kategorien zugeordnet und als zustimmende oder ablehnende Positionen eingestu
werden können. Somit werden nicht nur agonale Zentren im thematisierten Diskurs
aufgezeigt, sondern können daraus auch diejenigen Topoi abgeleitet werden, die auf
vordiskursiver Ebene als kognitive Konzepte die Basis dieser sprachichen Manifesta-
tionen bilden.
4 Vgl. https://github.com/leifeld/dna.
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ema: Flüchtlingsquoten (Topos: Solidarität)
Európska rada sa dohodla, že akékoľvek
rozhodnutie členských štátov únie týkajúce sa
migrantov musí byť postavené na dobrovoľnosti
a preto principiálne odmietam politiku kvót.
’Der Europarat hat die Vereinbarung getroen,
dass jede Entscheidung der Mitgliedsländer in
Bezug auf die Migranten soll auf Freiwilligkeit
beruhen, ich lehne deshalb die Quotenpolitik
grundsätzlich ab’(12.5.2015, Robert Fico).
Kvóty utečencov pre jednotlivé štáty rozpútali
diskusiu o probléme migrácie a iba spoločné
dohody Európskej rady, Európskej komisie a
Európskeho parlamentu môžu riešiť situáciu
a odbremeniť od migrantov južné štáty, ktoré
situáciu absolútne nezvládajú.
’Die Quoten (..) können die Situation lösen
und die südlichen Länder entlasten, die
die Situation absolut nicht mehr ertragen
können’(15.5.2015, Monika Smolková).
ema: Flüchtlinge als Sicherheitsrisiko (Topos: Sicherheit)
Vláda nechce utečencov nielen z obavy pred
terorizmom, ale aj pre „iné kultúrne návyky a
iné náboženstvo. „Je tu veľmi veľké bezpečnostné
riziko, o ktorom musíme hovoriť.“
’Die Regierung will keine Flüchtlinge nicht
nur wegen der Angst vor dem Terrorismus,
sondern auch wegen der unterschiedlicher
Kultur und Religion. „Es besteht hier ein gro-
ßes Sicherheitsrisiko, das diskutiert werden
soll“’(27.5.2015, Robert Fico).
V prvom rade sa nikdy nepotvrdilo, že by
migranti boli príčinou zvýšenej kriminality. ‚In
erster Linie, es hat sich nie bestätigt, dass die
Migranten die Ursache für die erhöhte Krimi-
nalität wären’(14.6.2015, Zuzana Šťevuľová).
Tab. 2: Agonale Zentren im slowakischen Flüchtlingsdiskurs
4.2.3. Netzwerkanalyse
Die linguistische Diskursanalyse ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, die Prozesse der
Wissensbildung mittels Sprache aufzuzeigen. In diesem Sinne verstehen sich lediglich
die in den beiden vorangehenden Schritten beschriebenen Verfahren als diskurslin-
guistische Analysetechniken. Die auf den Gebieten der Politikwissenscha und der
Netzwerktheorie entwickelte Netzwerkanalyse zeigt sich jedoch als nützliches Mittel,
die gewonnenen sprachlichen Daten in einem breiteren linguistisch-gesellschalich
ausgerichtetem Rahmen zu interpretieren, um auch dadurch Rückschlüsse bezüglich
des Sprachgebrauchs zu bekommen.
Die Datengrundlage der Netzwerke bilden die mittels DNA durchgeführten Analy-
sen. Nachdem die Diskursakteure und deren Aussagen identiziert, markiert und
kategorisiert wurden, lassen sich diese Daten mit Hilfe von weiteren Programmen
wie Gephi5 oder visone6 in Form von Netzwerken visualisieren. Somit bietet sich die
Möglichkeit, im untersuchten Diskurs die unterschiedlichen Positionen bzw. deren
Polarisierung zu erkennen und dadurch Gruppierungen der Akteure, die sog. Dis-
kurskoalitionen voneinander abzugrenzen. Das heißt, der Sprachkampf kann nicht nur
5 Vgl. www.gephi.org.
6 Vgl. www.visone.info.
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mit Hilfe von konkurrierenden Zeichenketten – Leitbegrie, Sprachgebrauchsmuster –
angedeutet, sondern durch eine Projektion auf die Ebene der Akteure auch visualisiert
dargestellt werden. Hier wird die Annahme vertreten, dass eine solche kombinierte
Perspektive über der reinen linguistischen Analyse hinaus auch den Sprachbenutzern
– den Akteuren – eine kognitive Krücke liefern kann, einen spezischen Diskurs im
breiteren Feld zu interpretieren und so eventuell auch Vorteile zu gewinnen, um die
eigene Position durchzusetzen und damit eine dominante Stellung in der Öentlichkeit
zu erreichen. Durch den mehrsprachigen Kontext wird zugleich die Anzahl der Akteure
und deren Positionen erhöht, wodurch die Maxime der Multiperspektivität ebenfalls in
Erfüllung geht. Durch den hier als exemplarische Basis dienenden Vergleich der deut-
schen und der slowakischen Flüchtlingsdebatte wird also nicht bloß eine Darstellung
angeboten, wie die Flüchtlingsproblematik in den beiden Sprachen mit sprachlichen
Mitteln erfasst wird. Es werden mittels dieser Sprachen vielmehr unterschiedliche Per-
spektiven gegenübergestellt, die über die unterschiedliche Herstellung von Faktizität
zeugen (vgl. Abb. 1).
Abb. 1: Diskursnetzwerk zum Gefahr-Topos anhand des FAZ-Korpus
5. Fazit
Der vorliegende Beitrag versucht, auf dem Hintergrund der deutschen und der slo-
wakischen Flüchtlingsdebatte eine Methodik darzustellen, die bei der linguistischen
Analyse von Diskursen als Basis dienen kann. Als Grundlage dient die Annahme,
dass die Sprache das primäre Instrument der Erkenntnis, so dass Wissen erst durch
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den Gebrauch von Sprache, in Diskurszusammenhängen entstehen kann. Da unsere
Wissensbestände über die Welt immer auf subjektiven Meinungen, Darstellungen
und Bewertungen beruhen, ein Maximum an Neutralität bei der Erkenntnis kann
nur durch eine Multiperspektive, z.B. durch die Rezeption und Interpretation von un-
terschiedlichen Positionen in Bezug auf das gleiche Sachverhalt erreicht werden. Die
hier thematisierte Flüchtlingskrise zeichnet sich bereits anhand der bloßen Lektüre
der einschlägigen Berichterstattung als besonders komplexes und mehrdimensionales
Phänomen, dessen Lösung ähnlich komplexer und harmonisierter Maßnahmen bedarf.
Es zeigt sich zugleich als ein Mittel, dass in dem Kampf um eine dominante Stellung
im öentlich-politischen Leben als besonders eektiv eingesetzt werden kann. Eine
ausgezeichnete Rolle kommt hier der Sprache zu, da durch die Kombination eines
optimal gewählten Inventars von Schlüsselwörtern, der richtigen Argumentation und
der entsprechenden Zielgruppe die erwünschte Dominanz leicht erreichbar ist.
Es wird hier daher die Auassung vertreten, dass die (linguistische) Diskursanalyse
bzw. die so gewonnenen Erkenntnisse nicht unbedingt nur im Rahmen der Sprach- und
der Sozialwissenschaen rezipiert und behandelt werden sollten. Da ihr Gegenstand
der öentliche Sprachgebrauch und die sprachliche Manifestierung von öentlich
relevanten Themen sind, sollte sie entsprechende Outputs generieren, um den
Sprachbenutzern – den Akteuren – die Orientierung im Rahmen namens Diskurs zu
erleichtern. Die hier präsentierten Verfahren bieten einige Optionen in dieser Richtung
und zusammen mit den bereits vorhandenen und in mehreren Untersuchungen
verwendeten Analysemodellen (z.B. Spieß 2008, Stein 2012) können sie ein eektives
Instrumentarium für diskurslinguistische Zwecke liefern.
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Attila Mészáros
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They can do that. Possibilities of a comparative linguistic discourse analysis
on the example of the German and the Slovak refugee debate
e article presents some possibilities that can be used within the framework of a
linguistic discourse analysis. e empirical background is formed by the German
and Slovak refugee debate. e theoretical basis is the assumption that we create our
knowledge of the world in discourse contexts. An objective knowledge is therefore only
possible through multiple perspectives. In the battle of the dierent positions, discursive
turning points, so called agonal centers form are formed. ese are exemplied here
and combined with argumentation and network analysis to form an eective toolbox.
Keywords: discourse analysis, refugee debate, argumentation analysis, argumentation
network.
Article
Full-text available
Fake News gelten als manipulative vorgetäuschte Nachrichten, die sich im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken, rasant verbreiten. Sie betreffen in der Regel besonders konfliktbehaftete Themen wie z. B. Flucht und Migration. Mit Hilfe von solchen gefälschten Nachrichten, die von Empfängern für wahr gehalten werden, werden den Flüchtlingen u. a. Gewalt, Diebstahl bzw. auch Bevorzugungen gegenüber der Aufnahmegesellschaft unterstellt. Im Beitrag wird auf ausgewählte Fake News eingegangen, die sich auf die Gruppe der Flüchtlinge beziehen, um dann aufzuzeigen, wie wir durch diese Falschmeldungen im Internet leicht zu manipulieren sind. Ziel der Verbreitung von Fake News ist es vor allem, negative Gefühle bei den Empfängern hervorzurufen und sie zu Hass und Gewalt gegen die Migranten anzustacheln.
Analyse eines Programms
  • D Busse
Busse D., 1987, Historische Semantik. Analyse eines Programms, Stuttgart.
Semantische Kämpfe. Macht und Sprache in den Wissenschaften
  • E Felder
Felder E.(Hg.), 2008, Semantische Kämpfe. Macht und Sprache in den Wissenschaften, Berlin.
Zur Bestimmung agonaler Zentren in der pragma-semiotischen Textarbeit
  • E Felder
  • Linguistische Mediendiskursanalyse
Felder E., 2012a, Linguistische Mediendiskursanalyse. Zur Bestimmung agonaler Zentren in der pragma-semiotischen Textarbeit, in: Grucza F.(Hg.), Tagungsakten zur Sektion 53 "Diskurslinguistik im Spannungsfeld von Deskription und Kritik" des Warschauer IVG-Kongresses, Frankfurt am Main, S. 407-415.
Linguistische Diskursgeschichte
  • M Jung
Jung M., 1996, Linguistische Diskursgeschichte, in: Böke K./Jung M./Wengeler M.(Hg.), Öffentlicher Sprachgebrauch. Praktische, theoretische und historische Perspektiven. Georg Stötzel zum 60. Geburtstag gewidmet, Opladen, S. 453-472.
Wie man mit der Sprache die Freiheit überwältigen kann
  • H Kuhn
Kuhn H., 1975, Despotie der Wörter. Wie man mit der Sprache die Freiheit überwältigen kann, in: Kaltenbrunner G.-K.(Hg.), Sprache und Herrschaft. Die umfunktionierten Wörter, Freiburg i. Br., S. 11.