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Eindrücke und Fotos vom deutschen Friedhof am Waterberg im ehemaligen Deutsch Südwestafrika (heute Namibien)

Authors:
  • Naturforschende Gesellschaft Mecklenburg

Abstract

Seit vielen Jahren bereisen meine Frau Sigrid und ich Namibia, das frühere Deutsch Südwestafrika. Meist besuchten wir auch den Waterberg, der der Schicksalsberg der ehemaligen Deutschen Kolonie ist. Hier focht auch ein Verwandter: Kanonier Otto Zessin, der von 1903 bis 1911 in der Kolonie in der Schutztruppe kämpfte und unverletzt blieb, aber an Typhus erkrankte. Es werden viele Bilder gezeigt und Informationen zum derzeitigen Zustand gegeben. Darunter Bilder des Denkmals "Reiter von Südwest", ehemalige Botschafter der DDR in Simbabwe Uwe Zeise u.a.m.
Mecklenburgisch-Pommerscher Globus, Mitteilungsblatt des VDA-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern., 4. Jahrgang (2018):
Z
ESSIN
, W.: Eindrücke und Fotos vom deutschen Friedhof am Waterberg im ehemaligen Deutsch Südwestafrika (heute Namibien): 19-28, 34
Abb., Jasnitz und Rostock.
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Eindrücke und Fotos vom deutschen Friedhof am Waterberg im
ehemaligen Deutsch Südwestafrika (heute Namibien)
W
OLFGANG
Z
ESSIN
Abb. 1: Am Eingang des deutschen Friedhofs am Waterberg liegt ein Besucherbuch aus, in das man sich
eintragen kann. Dies haben wir auch immer getan. In der Touristenstation am Waterberg nahmen wir oft
Quartier und besuchten auch den Waterberg-Plateau-Park mit seinen geologischen und zoologischen
Besonderheiten (Z
ESSIN
2008, Z
ESSIN
et al. 2013).
Abb. 2: Besucherbuch mit unseren Einträgen vom 21.2.2013. Auch bei unserem Besuch im März 2018 haben
wir uns dort eingetragen.
Seit vielen Jahren bereisen meine Frau Sigrid und
ich Namibia, das frühere Deutsch Südwestafrika.
Meist besuchten wir auch den Waterberg, der der
Schicksalsberg der ehemaligen Deutschen Kolonie
ist. Hier focht auch ein Verwandter: Kanonier Otto
Zessin, der von 1903 bis 1911 in der Kolonie in der
Schutztruppe kämpfte und unverletzt blieb, aber an
Typhus erkrankte (Z
ESSIN
&
Z
ESSIN
2008).
Über die Deutschen in der ehemaligen Kolonie und
über die Tier- und Pflanzenwelt von Namibia haben
wir mehrmals im Rahmen von Veranstaltungen des
VDA Mecklenburg-Vorpommern in Vorträgen
berichtet. Eine solche Mitgliederversammlung war
im Zoo Schwerin ausschließlich Deutsch
Südwestafrika (Namibia) gewidmet. Eine kleine
Zahl von Publikationen zur Tierwelt Namibias, zu
Feuerschlägern der Schutztruppe, zu
Spurenfossilien der Ediacara-Fauna und zur
Geologie sind in der Zoozeitschrift „Ursus“
veröffentlicht. Sie alle aufzulisten würde diesen
Rahmen sprengen, deshalb eine Auswahl (Z
ESSIN
2003,
2008,
2014,
Z
ESSIN
et al. 2014).
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Abb. 3: Eingang zum deutschen Friedhof am Waterberg, Namibia.
Abb. 4: Deutscher Friedhof am Waterberg, Namibia. Im Hintergrund ist die steil aufragende Wand des
Waterberg-Plateaus aus jurassischem Etjo-Sandstein zu sehen, in dem sie auch Saurierspuren finden.
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Abb., Jasnitz und Rostock.
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Abb. 5: Denkmal am Eingang zum deutschen
Friedhof am Waterberg in Namibia.
Foto: Reinhard Neukamm, Schwerin
Auf den beiden Tafeln steht:
Hier focht am 11. August 1904
die Abteilung Deimling.
Es starben den Heldentod
bezw. erlagen ihren hier
erhaltenen Wunden:
Vizefeldwebel Zander 4./2.,
Reiter Merbitz 6./2.,
Zöllner 2./2.
Bei dem Überfall
der Station Waterberg
am 14. Januar 1904 fanden hier
in treuer Pflichterfüllung
ihren Tod:
Sergeant Rademacher
Unteroffizier Kottler
Reiter Bergmann
Domschke
Hischer
Rakete
Stäble
Abb. 6: Gedenktafel zu Ehren der Kämpfer an der
Auer-Reibnitz Signalstation am 10./11. August
1904.
Abb. 7: Grabstein zu ehrendem Gedenken an von
Bodecker, gestiftet vom Offizierskorps des 2.
Großh. Mecklb. Dragn. Regmt. 18.
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Abb. 9: Kreuze und Grabstein Leutnant Heribert
Graf zu Dohna-Schlobitten aus Ostpreußen,
Legationsrat Dr. Georg Hoepner aus Neuendorf bei
Königsberg, Ostpreußen, ebenso der durchreisende
Beamte und Techniker James Watermeyer und
Bodo von Estorff, alle vier am 14.1.1904 am
Waterberg ermordet von aufständischen Hereros.
Abb. 18: Gedenkstein für den Unteroffizier Josef
Kottler und die Reiter Robert Rakete, Franz Hischer
und Bruno Domscky.
Abb. 11: Gedenkstein für die am 14.1.1904
ermordeten Deutschen, den 29jährigen Lübecker
Händler Hermann Reinicke, den 30jährigen
Sergeanten Gustav Rademacher und den 26jährigen
Reiter Simon Bergmann am Waterberg.
Abb. 10: Grabkreuze für Gustaf Sonnenberg und
Friedrich Genzel.
An diesem Tag fand auch die Besatzung der
Polizeistation am Waterberg in treuer
Pflichterfüllung ihren Tod: Sergeant Gustav
Rademacher, Unteroffizier Josef Kottler, die Reiter
Simon Bergmann, Domschke, Hischer, Rakete und
Stäble (Abb. 5); ebenfalls die dort ansässigen
Kaufleute Debald, Reinecke und Sonnenberg,
insgesamt 13 Deutsche.
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Der Kaufmann Sonnenberg wurde vor den Augen
seiner hilflosen Frau und seines Kindes erschlagen.
Frau Sonnenberg mit ihrem kleinen Kind und ihrer
ebenfalls anwesenden Schwester Marianne wurde
von älteren Hereros in das Haus des Missionars
Eich gebracht, später als Gefangene behandelt und
sie konnten erst am 9. April 1904 Okahandja in
Freiheit erreichen (L
ENSSEN
1994).
Abb. 11: Grabstein für Reiter Otto Handrock aus
Naumburg in Sachsen-Anhalt, der a, 15. August
1904 den Tod erlitt.
Die Kämpfe rund um den Großen und Kleinen
Waterberg begannen bei Sonnenaufgang am 11.
August 1904 und waren sehr verlustreich, auch für
die deutschen Soldaten, da sie einer vierfach
überlegenen Herero-Truppe (ca. 6.000 Mann mit
Gewehren bewaffnet), die für ihr Dasein und Leben
kämpften, gegenüberstanden. In dieser Schlacht
fielen fünf deutsche Offiziere und 21 Soldaten,
sieben Offiziere und 53 Mann wurden verwundet.
Die Zahl der toten Hereros ist nicht bekannt, dürfte
aber ein Vielfaches der deutschen Toten betragen,
da von deutscher Seite neben den 1488 Gewehren
auch 30 Geschütze und 12 Maschinengewehre
eingesetzt wurden.
Die Widerstandskraft der Hereros wurde 1904 am
Waterberg gebrochen. Sie zogen in wilder Flucht
zum Sandfeld, teils Frauen, Kinder und Alte
zurücklassend.
Was die Zahl der am Waterberg versammelten und
auf der Flucht danach getöteten und in der
Omaheke auf ihrer Flucht verdursteten Hereros
betrifft, gibt es dafür unterschiedliche Schätzungen,
je nach „politischer Botschaft“ (D
RECHSLER
1984,
L
EUTWEIN IN
G
ROßER
G
ENERALSTAB
1909,
N
UHN
1998,
F
ISCH
2001). So hat nach Fisch (2001), die
sich auf Ermittlungen des Missionars Bernsmann
von 1880 beruft, die Kopfstärke bei Ausbruch des
Aufstandes von 1904 der Herero 35.000 betragen,
von denen nicht mehr als 30.000 am Waterberg
versammelt waren. Die anschließende wilde, teils
ungeordnete Flucht der Herero mit ihrem Vieh
größtenteils in die Omaheke, um Britisch
Betschuanaland zu erreichen, wo sich der
Oberhäuptling Samuel Maharero vor dem Zugriff
der Deutschen sicher fühlen konnte.
Andere Schätzungen reichen von 23.000 Hereros
(Oberleutnant Streitwolf 1902 in F
ISCH
2001) bis
86.000 (Palmgrave 1991 zit. in F
ISCH
2001).
Abb. 12: Ehrentafel für Leutnant Seebeck 4./1. und
Sergeant Reese 4./1., die am 11. August 1904 als
Kämpfer der Abteilung Estorff den Tod fanden.
Abb. 13: Grab von K. Stengel, der 1908 hier
beerdigt wurde.
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Abb. 16: Buchumschlag der Kriegsgräberfürsorge,
der am Waterberg ausliegt.
Kriegsgräberfürsorge
Die Kriegsgräberfürsorge in Namibia, mit weniger
als 40 Mitgliedern, meist im Rentenalter, hält in
Namibia 181 Grabstellen ehrenamtlich in Ordnung.
Auf 825000 qkm Fläche können wir natürlich nicht
überall sein, besonders nach der Regenzeit, da
Einige nebenbei ja noch berufstätig sind. Und 3.468
Gräber sind nicht im Handumdrehen gesäubert. Wir
hoffen, daß Sie dafür Verständnis haben. Sollten
Sie irgendwelche Fragen oder Klagen haben,
wenden Sie sich bitte an unseren 1. Vorsitzenden.
Abb. 14: Susanne Kiphuth, Schwerin und Sigrid
Zessin, Jasnitz beim Betrachten der Grabstellen. Im
Hintergrung erkennt man eine defekte Stelle in der
Umwandlungsmauer, die auch dem Schutz der
Grabstellen vor wühlenden Tieren (z.B.
Warzenschweinen) dient.
Das war alles 2018 wieder instand gesetzt, die
Wege gepflegt und die Grabstellen von
Pflanzenbewuchs befreit.
Abb. 17: Schreiben vom Vorstand der
Kriegsgräberfürsorge.
Abb. 16: An der Mauer sieht man Schäden, die
immer wieder ausgebessert werden müssen. Im
Winter kann es am Waterberg auch Temperaturen
unter dem Gefrierpunkt geben.
Bei unserem letzten Besuch im März 2018 fanden
wir die Mauerschäden alle repariert, die Wege
waren neu eingefasst und die Grabstellen von
Bewuchs befreit. Eine herumstreifende Pavian-
Familie, Zebramangusten und Wiedehopfe
bereicherten für uns diesen geschichtsträchtigen
und idyllischen Platz.
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Abb. 20: Grab des 27jährigen Assistenz-Arztes
Walter Meyer aus Eberswalde.
Abb. 8: Grete Becker wurde nur 2 Jahre alt!
Abb. 21: Verfasser mit seiner Frau Sigrid Zessin
auf dem Waterberg. Foto: R. Neukamm, Schwerin
Abb. 22: Sigrid Zessin mit dort vor Ort gemaltem
Bild.
Abb. 23: Fahrt auf den Waterberg 2013.
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Abb. 24: Der Fahrer, ein Herero, im Gespräch mit
zwei bei uns mitreisenden Franzosen.
Abb. 25: Waterberg Touristenlager mit dem
schönen Schwimmbecken.
Abb. 26: An der Dinosaurier-Fährten-Fundstelle
2013 auf dem Waterberg-Plateau-Park.
Abb. 27: Eine dieser alten Dinosaurierfährten.
Abb. 28: Sigrid Zessin am 23.2.2013 im Gespräch
mit Ursel Zessin-Oldorf (verstorben 2014), die seit
den 1950er Jahren in Südwestafrika lebt. Sie leitete
eine Galerie in Windhuk und war auch als
Sekretärin an der Deutschen Höheren Privatschule
beschäftigt.
Abb. 29: Der ehemalige Botschafter der DDR in
Simbabwe, Uwe Zeise (inzwischen leider
verstorben) und Dipl. Ing. Iris Neukamm (ebenfalls
leider verstorben 2017) im Zeise-Haus in Windhuk
im Jahr 2013.
Dort hatten wir interessante Gespräche über das
Deutschtum in Namibien mit ihm, seiner Frau und
seiner Tochter und seinen zur gleichen Zeit auch
anwesenden deutschen Gästen Dipl. Praehist.
Klaus-Dieter Gralow aus Bad Kleinen, dem
Filmproduzenten Roger Pitann aus Rostock und
dem Schriftsteller Jürgen Leskien aus Kleinbeuthen
bei Berlin.
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Abb. 30: Auch ihn gibt es nicht mehr: „Der Reiter
von Südwest“ wurde in einer Nacht-und-
Nebelaktion vom Sockel geholt und im
Museumsgarten „versteckt“! Die deutsche
Geschichte des Landes wird auch mittels
Umbenennung von Straßennamen Stück für Stück
ausgetilgt.
Abb. 31: Ein in der DDR aufgewachsener Namibier
und meine Mitreisenden aus dem Jahr 2013: Dipl.
Ing. Reinhard Neukamm und Dipl. Biol. Susanne
Kiphuth aus Schwerin.
Abb. 32: Sandpad zum Waterberg.
Abb. 33: Bei Dauerregen im März 2018 machte der
Waterberg seinem Namen alle Ehre.
Abb. 34: Titelblatt des Heftes über die
Verantwortlichen am Schicksal des Herero-Volkes
(Herausgeber: Prof. Dr. Wilhelm Steffan).
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Die Deutungshoheit über den Feldzug des
deutschen Generals Lothar von Trotha gegen die
aufständischen Hereros unter Samuel Maharero im
deutschen Schutzgebiet Südwestafrika im Jahre
1904 ist politisch immer noch heftig umkämpft.
Einige der Wahrheitsfindung dienenden Beiträge
findet man in den von Prof. Dr. Wilhelm Steffan
(†), Wuppertal, herausgegebenen Heften zur
Deutschen Kolonialgeschichte (u.a. S
TEFFAN
2001a, b, 2006).
Mit einem Zitat aus S
TEFFAN
(2001b) möchte ich
schließen: Schließlich sollte man sich hüten,
Fehler und Untaten der Vergangenheit an heutigen
Maßstäben zu messen, einander vor- und
aufzurechnen: Es zeigt sich auch hier die
Notwendigkeit, dass zur Wahrheitsfindung der
tatsächlichen Geschehnisse von allen Seiten
Aufklärungsarbeit zu leisten ist. Nur durch die
wahrheitsgemäße Anerkennung und Würdigung
aller wohl auf beiden Seiten begangener Untaten
und erduldeter Widrigkeiten können Verständnis
und Verständigung, Übereinkunft und ständiger
Friede erzielt werden: Wer Vergangenes anrechnet
und Forderungen an nachfolgende Generationen
stellt, sollte überlegen, was auch ihm anzurechnen
wäre, und sollte bedenken, welche Forderungen an
ihn gestellt werden könnten.!
Abb. 35: Eine versöhnende Geste sind die Fotos
von Kaiser Wilhelm II. und aus der Deutschen Zeit
im Restaurant des Waterberg-Rest Camps.
Literatur
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(2014): Ursula Oldorf, geb. Zessin
(*15.10.1925 in Bergedorf, †1.4.2014 in Windhuk),
langjähriges Vorstandsmitglied im Internationalen
Zessin-Familienverein, verstorben.- Internationaler
Verein zur Erforschung der Zessin-
Familiengeschichte e.V. Familienbrief Nr. 13: 62-
63, 5 Abb., Jasnitz.
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K
IPHUTH
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(2013): Mit dem Zooverein
Schwerin auf Safari in Südwestafrika (Namibia).-
Ursus, Mitteilungsblatt des Zoovereins und des
Zoos Schwerin, 19, 1: 17-34, 68 Abb., Schwerin.
Anschrift des Verfassers
Dr. Wolfgang Zessin, Lange Str. 9, 19230 Jasnitz,
wolfgangzessin@aol.com
www.zessin-familien.com
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