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"MinTHG" - Technische Verfahren für geschlossene Pflanzenproduktionssysteme zur Minderung von THG-Emissionen und klimawandelbedingtem abiotischen Stress

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Abstract

Zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gehört die Folgeneindämmung des durch Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) verursachten Klimawandels. Hierbei ist der Agrarsektor ein beachtlicher Emittent, darunter die wachsende Gewächshausbranche mit CO2-Emissionen. Daher erforscht und entwickelt das MinTHG-Konsortium, bestehend aus mehreren Firmen (RAM, DH Licht, Klasmann-Deilmann) und der Humboldt-Universität zu Berlin innovative Technologien und Verfahren zur substantiellen Reduzierung von THG-Emissionen im Gewächshausanbau.
POSTERECKE PROJEKTVORSTELLUNG
BHGL-Tagungsband 34/2019
162
„MinTHG“ – Technische Verfahren für geschlossene
Pflanzenproduktionssysteme zur Minderung von THG-Emissionen und
klimawandelbedingtem abiotischen Stress
Ingo Schuch1, Uwe Schmidt1, Annika Nerlich1, Gökhan Akyazi2, Thomas Hain2, Holger
Dinter3, Stefanie Grade4, Christian Ulrichs5, Dennis Dannehl1
1 Humboldt-Universität zu Berlin,
FG Biosystemtechnik,
Albrecht-Thaer-Weg 3, 14195 Berlin
2 RAM GmbH Mess- und Regeltechnik,
Gewerbestr. 3, 82211 Herrsching
3 DH Licht GmbH,
Robert-Bosch-Str. 35, 42489 Wülfrath
4 Klasmann-Deilmann GmbH,
Georg-Klasmann-Str. 2-10, 49744 Geeste
5 Humboldt-Universität zu Berlin,
FG Urbane Ökophysiologie der Pflanzen,
Lentzeallee 55/57, 14195 Berlin
ingo.schuch@agrar.hu-berlin.de
Zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gehört die Folgeneindämmung des
durch Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) verursachten Klimawandels. Hierbei ist der
Agrarsektor ein beachtlicher Emittent, darunter die wachsende Gewächshausbranche mit
CO2-Emissionen. Daher erforscht und entwickelt das MinTHG-Konsortium, bestehend aus
mehreren Firmen (RAM, DH Licht, Klasmann-Deilmann) und der Humboldt-Universität zu
Berlin innovative Technologien und Verfahren zur substantiellen Reduzierung von THG-
Emissionen im Gewächshausanbau.
So soll eine Erprobung der Kühlung/Entfeuchtung durch lichtverlustarme Wasservorhänge
(< Taupunkt) im Gewächshaus dazu beitragen, den Unterglasanabau an die globale
Erwärmung anzupassen, wobei Pflanzenstress vermieden und thermische Solarenergie zur
späteren Verwendung gespeichert wird. In solchen semi-geschlossenen Gewächshäusern
lassen sich Kohlendioxid und Wasser (bzw. Wasserdampf) einsparen, die sonst durch die
Dachlüftung entweichen. Damit einher geht ein erhebliches Potential zur Düngereinsparung
bzw. zur Minderung von THG-Emissionen durch die Düngerherstellung. Ferner soll eine
Verwendung von Energieschirmen, gesteuert nach Photosynthese, den Wärmeverbrauch
(bzw. Brennstoffverbrauch) von Gewächshäusern reduzieren. Einem weiteren Beitrag zur
THG-Einsparung sollen Steinwollersatzsubstrate leisten. Dafür werden organische Substrate
für den hydroponischen Intensivanbau getestet.
Erwartungsgemäß können neue Technologien und Verfahren die Wachstumsbedingungen der
Pflanzen beeinflussen. Hierzu werden die Auswirkungen der Interaktionen verschiedener
Klimaparameter (wie Temperatur, Feuchte, CO2, Licht) in Ganzpflanzenküvetten untersucht
und anhand kontinuierlicher biologischer Messdaten zur Photosynthese und Transpiration
bewertet. Ergänzend dazu werden chemische Analysen zu qualitätsgebenden Inhaltsstoffen
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durchgeführt. Diese Untersuchungen dienen zur Optimierung mikroklimatischer Bedingungen
im Gewächshaus durch eine verbesserte Klima- und Prozessführung.
Das Verbundprojekt „MinTHG“ wird von 2018 bis 2021 aus Mitteln des Bundesministeriums
für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen
Bundestages als Beitrag zum Klimaschutz gemäß Pariser Abkommen (COP 21) gefördert. Die
Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im
Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.
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