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Empirische Studie zur Ermittlung fachdidaktischer Kerninhalte im Lehramtsstudium Philosophie/Ethik

Authors:

Abstract

Zielgruppe der fachdidaktischen Online-Expertenbefragung waren Personen, die als Fachdidaktiker*innen und/oder Lehrkräfte in die erste und/oder zweite Phase der Ausbildung von Philosophie und Ethiklehrkräften eingebunden sind. Die im Fragebogen zur Abstimmung gestellten Antwortoptionen wurden in einer zuvor unter den Befragten durchgeführten Interviewrunde per Telefon und E-Mail ermittelt. An diesen Interviews beteiligten sich 23 der Befragten. Von 222 Personen, die als Expert*innen im genannten Sinne identifiziert wurden, konnte die E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme an der Online-Befragung an 207 (erste Befragungsrunde) bzw. 204 (zweite Befragungsrunde) Personen erfolgreich zugestellt werden. In der ersten Befragungsrunde wurde der Fragebogen von 73, in der zweiten von 47 Personen ausgefüllt. Die zweite Befragungsrunde erfolgte unter Mitteilung der Ergebnisse der ersten Runde und diente dem Ziel, konsensfähige Punkte von strittigen Punkten schärfer zu unterscheiden. In beiden Runden gab es mehrere Personen, die nur in der ersten, Personen, die nur in der zweiten und Personen, die in beiden Ausbildungsphasen mitwirkten. Die Studie wurde im Herbst und Winter 2018 im Rahmen der von der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg geförderten KOALA-Initiative "Empirische Studie zur Ermittlung philosophisch-ethischer sowie fachdidaktischer Kerninhalte und-kompetenzen im Lehramtsstudium" durchgeführt.
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SELBSTVERSTÄNDNIS DER FACHDIDAKTIK
Befragungsrunde 2 Befragungsrunde 1
Empirische Studie zur Ermittlung fachdidaktischer
Kerninhalte im Lehramtsstudium Philosophie/Ethik1
Dr. Frank Brosow & Patrick Maisenhölder, M.A.
Zielgruppe der fachdidaktischen Online-Expertenbefragung waren Personen, die als Fachdidaktiker*innen und/oder Lehrkräfte in die erste und/oder
zweite Phase der Ausbildung von Philosophie und Ethiklehrkräften eingebunden sind. Die im Fragebogen zur Abstimmung gestellten Antwortoptionen
wurden in einer zuvor unter den Befragten durchgeführten Interviewrunde per Telefon und E-Mail ermittelt. An diesen Interviews beteiligten sich 23
der Befragten. Von 222 Personen, die als Expert*innen im genannten Sinne identifiziert wurden, konnte die E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme
an der Online-Befragung an 207 (erste Befragungsrunde) bzw. 204 (zweite Befragungsrunde) Personen erfolgreich zugestellt werden. In der ersten
Befragungsrunde wurde der Fragebogen von 73, in der zweiten von 47 Personen ausgefüllt. Die zweite Befragungsrunde erfolgte unter Mitteilung der
Ergebnisse der ersten Runde und diente dem Ziel, konsensfähige Punkte von strittigen Punkten schärfer zu unterscheiden. In beiden Runden gab es
mehrere Personen, die nur in der ersten, Personen, die nur in der zweiten und Personen, die in beiden Ausbildungsphasen mitwirkten.
Aussagen, denen 100% der Befragten zustimmen, hätten den Mittelwert +2,0, Aussage, denen 100% widersprechen, den Mittelwert -2,0.
1
Die Studie wurde im Herbst und Winter 2018 im Rahmen der von der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg geförderten KOALA-Initiative „Empirische Studie zur
Ermittlung philosophisch-ethischer sowie fachdidaktischer Kerninhalte und -kompetenzen im Lehramtsstudium“ durchgeführt. Verantwortliche für die Studie: Dr. Frank Brosow
(PH Ludwigsburg) & Apl. Prof. Dr. Andreas Luckner (Uni Stuttgart); Wissenschaftliche Berater: Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (PHL), Apl. Prof. Dr. Michael Weingarten (US), Dr.
Sebastian Ostritsch (US); Wissenschaftliche Hilfskraft: Patrick Maisenhölder, M.A. (PHL), Alexander Achtzehn (PHL), Jan Hering (PHL), Pascal Mokler (PHL). Die vollständige
Auswertung der Studie ist auf der Homepage der Abteilung Philosophie der PH Ludwigsburg einsehbar.
Fachdidaktik ist ein Aspekt des Faches, der ausschließlich für
Studierende von Belang ist, die auf Lehramt studieren.
Fachdidaktik fragt danach, wie Lehrplanvorgaben konkret
umgesetzt werden können.
Fachdidaktik befähigt Studierende, mit anderen Personen fachlich
und methodisch versiert Gespräche über grundsätzliche
Lebensprobleme zu führen.
Fachdidaktik ist eine deskriptive Disziplin.
Fachdidaktik legt ihren Fokus weniger auf Theorie und Geschichte
der Fachdidaktik, sondern auf unterrichtspraktische Aspekte.
Die Fachdidaktik beinhaltet die Überprüfung ihrer Thesen mit den
Mitteln der empirischen Bildungsforschung.
Fachdidaktik ist die Kunst des Unterrichtens von Philosophie und
Ethik.
Fachdidaktik ist die Lehre adressatenorientierten Philosophierens
Fachdidaktik ist der Referenz- und Resonanzrahmen für interessanten
Philosophieunterricht.
Fachdidaktik ist eine normative Disziplin.
Fachdidaktik reflektiert darauf, wie das Fachliche in den Bereich der Bildung
übertragen werden kann.
Fachdidaktik ist der Sammelbegriff für Konzeptionen der bildenden
Vermittlung des Philosophierens, verstanden als Anleitung zum autonomen
Selbstdenken.
Fachdidaktik fragt danach, wie man bei Kindern und Jugendlichen die Lust am
Philosophieren wecken kann.
Fachdidaktik untersucht die methodische Konstituierung fachlichen Wissens
und Könnens.
Fachdidaktik hinterfragt ministerielle Lehrplanvorgaben und sucht ggf. nach
sinnvollen Alternativen.
Fachdidaktik stellt sich die Frage, was das Spezifische des Faches ausmacht und
wie sie dieses Spezifische vermitteln kann.
Fachdidaktik ist die Wissenschaft von schulischen und außerschulischen
philosophischen Lehr-Lernprozessen.
Fachdidaktik vergegenwärtigt und hinterfragt den eigenen fachdidaktischen
Standort, von dem aus fachdidaktische Entscheidungen getroffen werden.
Fachdidaktik ist die wissenschaftl. Theorie über Ziele, Inhalte und Methoden
des Unterrichts in den Fächern Philosophie / Ethik an der Institution Schule.
Fachdidaktik untersucht die Frage, was das eigentliche Ziel philosophischer
Bildung ist, und versucht, sie aus der Philosophie selbst heraus zu beantworten.
Fachdidaktik wählt begründet Zielsetzungen und Inhalte des Unterrichts.
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Überbetonung von Inhalten gegenüber Kompetenzen.
Überbetonung von fachwissenschaftlicher / fachdidaktischer…
Mangelnden Kenntnisse der Sprachen Altgriechisch und Latein.
Zu wenig Bezug zur empirischen Bildungsforschung in der…
Überbetonung von Unterrichtspraxis gegenüber…
Schlechte Betreuung im Praxissemester durch die Lehrkräfte an…
Zu wenige fachdidaktische Lehrveranstaltungen in den…
Zu wenige schul- und zukunftsrelevante Themen in der…
Zu wenige fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen in den…
Mangelnde Problemorientierung.
Praxissemester ohne oder nur mit fachfremd erteiltem…
Zu wenig inhaltlich relevante, fachwissenschaftliche…
Zu wenig interdisziplinäre Bezüge im Studium.
Schlechte Kommunikation zwischen Hochschulen / Fächern und…
Zu viele abgeordnete Lehrkräfte statt ausgewiesene…
Mangelnde Vernetzung zwischen Erziehungs- /…
Mangelnde Möglichkeit zur Selektion durch endgültiges…
Mangelnde Zusammenarbeit zwischen Fachwissenschaft und…
Mangelnde Kommunikation zwischen den Ausbildern der ersten…
Zu großer Zeitdruck / Zu kurze Regelstudienzeit.
Überbetonung von Kompetenzen gegenüber Inhalten.
Zu viele Fachdidaktiker*innen ohne Schulpraxiserfahrung in der…
Fixierung der Studierenden auf Methodik und Zeitmanagement.
Mangelnde Lektürebereitschaft der Studierenden.
Zu starke Verschulung des Studiums / Zu wenig Eigenständigkeit…
Mangelndes qualifiziertes Personal für Stellen in der Fachdidaktik.
Mangelnde Stellen in der Fachdidaktik.
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2,57
2,59
2,76
PROBLEME DER ERSTEN AUSBILDUNGSPHASE
Befragungsrunde 2 Befragungsrunde 1
Empirische Studie zur Ermittlung fachdidaktischer
Kerninhalte im Lehramtsstudium Philosophie/Ethik1
Dr. Frank Brosow & Patrick Maisenhölder, M.A.
Zielgruppe der fachdidaktischen Online-Expertenbefragung waren Personen, die als Fachdidaktiker*innen und/oder Lehrkräfte in die erste und/oder
zweite Phase der Ausbildung von Philosophie und Ethiklehrkräften eingebunden sind. Die im Fragebogen zur Abstimmung gestellten Antwortoptionen
wurden in einer zuvor unter den Befragten durchgeführten Interviewrunde per Telefon und E-Mail ermittelt. An diesen Interviews beteiligten sich 23
der Befragten. Von 222 Personen, die als Expert*innen im genannten Sinne identifiziert wurden, konnte die E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme
an der Online-Befragung an 207 (erste Befragungsrunde) bzw. 204 (zweite Befragungsrunde) Personen erfolgreich zugestellt werden. In der ersten
Befragungsrunde wurde der Fragebogen von 73, in der zweiten von 47 Personen ausgefüllt. Die zweite Befragungsrunde erfolgte unter Mitteilung der
Ergebnisse der ersten Runde und diente dem Ziel, konsensfähige Punkte von strittigen Punkten schärfer zu unterscheiden. In beiden Runden gab es
mehrere Personen, die nur in der ersten, Personen, die nur in der zweiten und Personen, die in beiden Ausbildungsphasen mitwirkten.
Vollständig irrelevante Probleme der Fachlehrer-Ausbildung würden den Mittelwert 0 erhalten, maximal relevante den Mittelwert 3.
1
Die Studie wurde im Herbst und Winter 2018 im Rahmen der von der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg geförderten KOALA-Initiative „Empirische Studie zur
Ermittlung philosophisch-ethischer sowie fachdidaktischer Kerninhalte und -kompetenzen im Lehramtsstudium“ durchgeführt. Verantwortliche für die Studie: Dr. Frank Brosow
(PH Ludwigsburg) & Apl. Prof. Dr. Andreas Luckner (Uni Stuttgart); Wissenschaftliche Berater: Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (PHL), Apl. Prof. Dr. Michael Weingarten (US), Dr.
Sebastian Ostritsch (US); Wissenschaftliche Hilfskraft: Patrick Maisenhölder, M.A. (PHL), Alexander Achtzehn (PHL), Jan Hering (PHL), Pascal Mokler (PHL). Die vollständige
Auswertung der Studie ist auf der Homepage der Abteilung Philosophie der PH Ludwigsburg einsehbar.
Mangelnde Stellen in der Fachdidaktik.
Mangelndes qualifiziertes Personal für Stellen in der Fachdidaktik.
Zu starke Verschulung des Studiums / zu wenig Eigenständigkeit beim
Studieren.
Mangelnde Lektürebereitschaft der Studierenden.
Fixierung der Studierenden auf Methodik und Zeitmanagement.
Zu viele Fachdidaktiker / Fachdidaktikerinnen ohne Schulpraxiserfahrung in
der Fachdidaktik.
Überbetonung von Kompetenzen gegenüber Inhalten.
Zu großer Zeitdruck / Zu kurze Regelstudienzeit.
Mangelnde Kommunikation zwischen den Ausbildern der ersten und zweiten
Ausbildungsphase.
Mangelnde Zusammenarbeit zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik.
Mangelnde Möglichkeit zur Selektion durch endgültiges Nichtbestehen von
Prüfungen.
Mangelnde Vernetzung zwischen Erziehungswissenschaft und Fach.
Zu viele Lehrkräfte statt ausgewiesene Fachdidaktiker*innen i.d. Fachdidaktik.
Schlechte Kommunikation zwischen Hochschulen / Fächern und
Praktikumsschulen / Betreuern.
Zu wenig interdisziplinäre Bezüge im Studium.
Zu wenig inhaltlich relevante, fachwissensch. LV für Lehramtsstudierende.
Praxissemester ohne oder nur mit fachfremd erteiltem Philosophie- /
Ethikunterricht.
Mangelnde Problemorientierung.
Zu wenige fachwissensch. Lehrveranstaltungen in den Prüfungsordnungen.
Zu wenige schul- und zukunftsrelevante Themen in der fachwissenschaftlichen
Ausbildung.
Zu wenige fachdidaktische Lehrveranstaltungen in den Prüfungsordnungen.
Schlechte Betreuung im Praxissemester durch Lehrkräfte an der Schule.
Überbetonung von Unterrichtspraxis gegenüber fachwissenschaftlicher /
fachdidaktischer Theoriebildung.
Zu wenig Bezug zur empirischen Bildungsforschung in der Fachdidaktik.
Mangelnden Kenntnisse der Sprachen Altgriechisch und Latein.
Überbetonung von fachwissenschaftlicher / fachdidaktischer Theoriebildung
gegenüber Unterrichtspraxis.
Überbetonung von Inhalten gegenüber Kompetenzen.
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Zu große Anteile
selbstständigen Unterrichts…
Zu starre politische Vorgaben.
Zu wenig oder zu schlechte
Umsetzung philosophischer…
Hochschuldozent*innen in der
ersten Ausbildungsphase…
Mangelnde Kommunikation
zwischen den…
RuR sind durch das Studium
nicht hinreichend vorbereitet…
Die Selektion der Hochschulen
ist im Lehramt nicht…
RuR verfügen selbst nicht über
die Fähigkeit zum…
RuR fehlt es an der Fähigkeit
zur theorieaffinen,…
Die Ausbilder*innen im
Referendariat sind nicht auf…
RuR kommen von
unterschiedlichen…
RuR fehlt es an philosophisch-
ethischem Fachwissen.
Die übertriebene Fokussierung
auf Kompetenzen und…
Großer Zeitdruck der RuR in
der zweiten Ausbildungsphase.
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1,87
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2,00
2,03
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2,31
2,32
2,33
2,35
2,58
PROBLEME DER ZWEITEN
AUSBILDUNGSPHASE
Befragungsrunde 2 Befragungsrunde 1
-2 -1 0 1 2
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-0,21
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0,38
0,09
-0,44
-0,59
-1,02
UNTERSCHIEDE ZWISCHEN
PHASE I UND PHASE II
Befragungsrunde 2 Befragungsrunde 1
Empirische Studie zur Ermittlung fachdidaktischer
Kerninhalte im Lehramtsstudium Philosophie/Ethik1
Dr. Frank Brosow & Patrick Maisenhölder, M.A.
Zielgruppe der fachdidaktischen Online-Expertenbefragung waren Personen, die als Fachdidaktiker*innen und/oder Lehrkräfte in die erste und/oder
zweite Phase der Ausbildung von Philosophie und Ethiklehrkräften eingebunden sind. Die im Fragebogen zur Abstimmung gestellten Antwortoptionen
wurden in einer zuvor unter den Befragten durchgeführten Interviewrunde per Telefon und E-Mail ermittelt. An diesen Interviews beteiligten sich 23
der Befragten. Von 222 Personen, die als Expert*innen im genannten Sinne identifiziert wurden, konnte die E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme
an der Online-Befragung an 207 (erste Befragungsrunde) bzw. 204 (zweite Befragungsrunde) Personen erfolgreich zugestellt werden. In der ersten
Befragungsrunde wurde der Fragebogen von 73, in der zweiten von 47 Personen ausgefüllt. Die zweite Befragungsrunde erfolgte unter Mitteilung der
Ergebnisse der ersten Runde und diente dem Ziel, konsensfähige Punkte von strittigen Punkten schärfer zu unterscheiden. In be iden Runden gab es
mehrere Personen, die nur in der ersten, Personen, die nur in der zweiten und Personen, die in beiden Ausbildungsphasen mitwirkten.
Vollständig irrelevante Probleme der Fachlehrer-Ausbildung
würden den Mittelwert 0 erhalten, maximal relevante den
Mittelwert 3.
Aussagen, denen 100% der Befragten zustimmen, hätten den
Mittelwert +2,0, Aussage, denen 100% widersprechen, den
Mittelwert -2,0.
1
Die Studie wurde im Herbst und Winter 2018 im Rahmen der von der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg geförderten KOALA-Initiative „Empirische Studie zur
Ermittlung philosophisch-ethischer sowie fachdidaktischer Kerninhalte und -kompetenzen im Lehramtsstudium“ durchgeführt. Verantwortliche für die Studie: Dr. Frank Brosow
(PH Ludwigsburg) & Apl. Prof. Dr. Andreas Luckner (Uni Stuttgart); Wissenschaftliche Berater: Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (PHL), Apl. Prof. Dr. Michael Weingarten (US), Dr.
Sebastian Ostritsch (US); Wissenschaftliche Hilfskraft: Patrick Maisenhölder, M.A. (PHL), Alexander Achtzehn (PHL), Jan Hering (PHL), Pascal Mokler (PHL). Die vollständige
Auswertung der Studie ist auf der Homepage der Abteilung Philosophie der PH Ludwigsburg einsehbar.
Die erste Phase macht
subversiv, zweite Phase
konformistisch.
Die erste Phase vermittelt
fachwissenschaftliche Inhalte,
die zweite pädagogische.
Die erste Phase baut auf
Selbsterfahrung, die zweite auf
Erfahrung mit der Zielgruppe
auf.
Die erste Phase ist geprägt
durch den Freiraum zur
Persönlichkeitsbildung, die
zweite Phase durch
institutionelle Sachzwänge.
Die erste Phase fokussiert auf
Theorie, die zweite auf Praxis.
Die erste Phase reflektiert stärker,
die zweite wendet verstärkt an.
Die zweite Phase dient der
Reflexion der eigenen
Lehrprofession.
Die erste Phase dient dem Aufbau
von Grundlagenwissen.
Großer Zeitdruck der RuR in der zweiten
Ausbildungsphase.
Die übertriebene Fokussierung auf
Kompetenzen und Output fördert eine
Kultur der Unterrichtsentwürfe und führt zu
einer Fragmentierung des Unterrichts.
RuR fehlt es an philosophisch-ethischem
Fachwissen.
RuR kommen von unterschiedlichen
Hochschulen mit völlig unterschiedlichen
Kompetenzen und unterschiedlichem Wissen.
Die Ausbilder*innen im Referendariat sind
nicht auf dem aktuellen fachdidaktischen
Forschungsstand.
RuR fehlt es an der Fähigkeit zur
theorieaffinen, fachdidaktischen Reflexion.
RuR verfügen selbst nicht über die Fähigkeit
zum Philosophieren als Kulturtechnik.
Die Selektion der Hochschulen ist im
Lehramt nicht ausreichend, sodass
offenkundig ungeeignete Personen ins
Referendariat kommen.
RuR sind durch das Studium nicht
hinreichend vorbereitet auf institutionelle
Rahmenbedingungen an der Schule.
Mangelnde Kommunikation zwischen den
Ausbilder*innen der ersten und zweiten
Ausbildungsphase.
Hochschuldozent*innen in der 1. Phase
haben erkennbar keine Erfahrung mit der
Praxis des Fachunterrichts an der Schule.
Zu wenig / zu schlechte Umsetzung philo-
sophischer Themen im Unterricht durch RuR.
Zu starre politische Vorgaben.
Zu große Anteile selbstständigen Unterrichts
der RuR, zu wenig Hospitationen.
-2 -1,5 -1 -0,5 0 0,5 1 1,5 2
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-0,32
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-1,85
1,91
1,91
1,61
1,59
1,51
1,50
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1,05
0,96
0,91
0,07
-0,33
-0,49
-0,70
-1,93
FORDERUNGEN ZUR AUSBILDUNG
Befragungsrunde 2 Befragungsrunde 1
Empirische Studie zur Ermittlung fachdidaktischer
Kerninhalte im Lehramtsstudium Philosophie/Ethik1
Dr. Frank Brosow & Patrick Maisenhölder, M.A.
Zielgruppe der fachdidaktischen Online-Expertenbefragung waren Personen, die als Fachdidaktiker*innen und/oder Lehrkräfte in die erste und/oder
zweite Phase der Ausbildung von Philosophie und Ethiklehrkräften eingebunden sind. Die im Fragebogen zur Abstimmung gestellten Antwortoptionen
wurden in einer zuvor unter den Befragten durchgeführten Interviewrunde per Telefon und E-Mail ermittelt. An diesen Interviews beteiligten sich 23
der Befragten. Von 222 Personen, die als Expert*innen im genannten Sinne identifiziert wurden, konnte die E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme
an der Online-Befragung an 207 (erste Befragungsrunde) bzw. 204 (zweite Befragungsrunde) Personen erfolgreich zugestellt werden. In der ersten
Befragungsrunde wurde der Fragebogen von 73, in der zweiten von 47 Personen ausgefüllt. Die zweite Befragungsrunde erfolgte unter Mitteilung der
Ergebnisse der ersten Runde und diente dem Ziel, konsensfähige Punkte von strittigen Punkten schärfer zu unterscheiden. In be iden Runden gab es
mehrere Personen, die nur in der ersten, Personen, die nur in der zweiten und Personen, die in beiden Ausbildungsphasen mitwirkten.
Forderungen, denen 100% der Befragten zustimmen, hätten den Mittelwert +2,0, solche, denen 100% widersprechen, den Mittelwert -2,0.
1
Die Studie wurde im Herbst und Winter 2018 im Rahmen der von der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg geförderten KOALA-Initiative „Empirische Studie zur
Ermittlung philosophisch-ethischer sowie fachdidaktischer Kerninhalte und -kompetenzen im Lehramtsstudium“ durchgeführt. Verantwortliche für die Studie: Dr. Frank Brosow
(PH Ludwigsburg) & Apl. Prof. Dr. Andreas Luckner (Uni Stuttgart); Wissenschaftliche Berater: Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (PHL), Apl. Prof. Dr. Michael Weingarten (US), Dr.
Sebastian Ostritsch (US); Wissenschaftliche Hilfskraft: Patrick Maisenhölder, M.A. (PHL), Alexander Achtzehn (PHL), Jan Hering (PHL), Pascal Mokler (PHL). Die vollständige
Auswertung der Studie ist auf der Homepage der Abteilung Philosophie der PH Ludwigsburg einsehbar.
Wer aus der Hochschule ins Referendariat kommt, sollte am besten alles
vergessen, was er / sie dort über Fachdidaktik gelernt hat, und von den
erfahrenen Praktiker*innen des Faches lernen, was an der Schule wirklich zählt.
Um die Ausbildung der Studierenden von Beginn an auf das spätere
Tätigkeitsfeld auszurichten, sollte das Praxissemester möglichst früh im
Studium stattfinden.
Im Referendariat sollte der Anteil an Hospitationen gegenüber dem Anteil an
eigenständigem Unterricht erhöht werden.
Voraussetzung für das Abhalten fachdidaktischer Lehrveranstaltungen an der
Hochschule sollte für Philosophie- und Ethiklehrkräfte aus der Schule eine
fachwissenschaftliche Promotion sein, da Ihnen sonst der für die akademische
Lehre nötige Wissenschaftsbezug fehlt.
Es sollte immer auch Quereinsteiger*innen in der Fachdidaktik an der Hochschule
geben, die noch nicht von der theorie- oder gewohnheitsindizierten Blindheit
gegenüber Konstruktionsfehlern in der Ausbildung betroffen sind.
Statt SWS durch großzügige Vergabe von CP zu reduzieren, sollten Hochschulen
pro LV max. 3 CP (90 Arbeitsstunden) vergeben, um die Zahl der SWS in allen
Studiengängen vergleichbar zu halten und den Studierenden genug LV anzubieten.
Akademische Fachdidaktik sollte anders als Schulpraxis auch für Studierende, die
keine Schullaufbahn anstreben, ein anrechenbarer Bestandteil ihres Studiums sein.
Um den unterstützungswilligen Schulen ein Mindestmaß an Qualität des
Unterrichts der Praktikant*innen gewährleisten zu können, sollte das
Praxissemester erst in einer späten Phase des Studiums stattfinden.
Voraussetzung für das Abhalten fachdidaktischer Lehrveranstaltungen an der
Hochschule sollte für Hochschuldozent*innen eine mehrjährige Lehrerfahrung
sein, da Ihnen sonst der für den Lehrberuf nötige Praxisbezug fehlt.
Das Referendariat sollte wieder auf zwei volle Jahre verlängert werden.
Die unterschiedlichen Funktionen der Phasen sollten ernst genommen werden,
statt aus der ersten mit Berufung auf Praxisbezug ein vorgezogenes Referendariat
zu machen; Praxis haben die fertigen Lehrkräfte noch ein Berufsleben lang, die
verpassten Inhalte der ersten Phase sind hingegen dauerhaft verloren.
Lehrkräfte, die an der Ausbildung im Referendariat beteiligt sind oder Studierende
im Praxissemester betreuen, sollten verpflichtet sein und dafür freigestellt werden,
fachdidaktische Hochschulveranstaltungen zum Stand der Forschung zu besuchen.
Fachdidaktiker*innen von der Hochschule sollten ihre Studierenden während des
Praxissemesters gemeinsam mit einer Lehrkraft an der Praktikumsschule betreuen
und dafür Deputatserleichterung erhalten.
Voraussetzung für die Betreuung von Praktikant*innen und Referendar*innen in
Philosophie und Ethik sollte sein, dass die betreuenden Lehrkräfte diese Fächer
selbst studiert haben.
Dozent*innen an Hochschulen sollten in ihrer eigenen Person fachwissen-
schaftliche und fachdidaktische Kenntnisse und Kompetenzen vereinen, um die
Verknüpfung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik zu ermöglichen.
-2 -1,5 -1 -0,5 0 0,5 1 1,5 2
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-1,56
-1,70
-1,90
-1,95
-2,00
UNTERSCHIEDE PHILOSOPHIE - ETHIK ETC.
Befragungsrunde 2 Befragungsrunde 1
Empirische Studie zur Ermittlung fachdidaktischer
Kerninhalte im Lehramtsstudium Philosophie/Ethik1
Dr. Frank Brosow & Patrick Maisenhölder, M.A.
Zielgruppe der fachdidaktischen Online-Expertenbefragung waren Personen, die als Fachdidaktiker*innen und/oder Lehrkräfte in die erste und/oder
zweite Phase der Ausbildung von Philosophie und Ethiklehrkräften eingebunden sind. Die im Fragebogen zur Abstimmung gestellten Antwortoptionen
wurden in einer zuvor unter den Befragten durchgeführten Interviewrunde per Telefon und E-Mail ermittelt. An diesen Interviews beteiligten sich 23
der Befragten. Von 222 Personen, die als Expert*innen im genannten Sinne identifiziert wurden, konnte die E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme
an der Online-Befragung an 207 (erste Befragungsrunde) bzw. 204 (zweite Befragungsrunde) Personen erfolgreich zugestellt werden. In der ersten
Befragungsrunde wurde der Fragebogen von 73, in der zweiten von 47 Personen ausgefüllt. Die zweite Befragungsrunde erfolgte unter Mitteilung der
Ergebnisse der ersten Runde und diente dem Ziel, konsensfähige Punkte von strittigen Punkten schärfer zu unterscheiden. In be iden Runden gab es
mehrere Personen, die nur in der ersten, Personen, die nur in der zweiten und Personen, die in beiden Ausbildungsphasen mitwirkten.
Aussagen, denen 100% der Befragten zustimmen, hätten den Mittelwert +2,0, solche, denen 100% widersprechen, den Mittelwert -2,0.
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Die Studie wurde im Herbst und Winter 2018 im Rahmen der von der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg geförderten KOALA-Initiative „Empirische Studie zur
Ermittlung philosophisch-ethischer sowie fachdidaktischer Kerninhalte und -kompetenzen im Lehramtsstudium“ durchgeführt. Verantwortliche für die Studie: Dr. Frank Brosow
(PH Ludwigsburg) & Apl. Prof. Dr. Andreas Luckner (Uni Stuttgart); Wissenschaftliche Berater: Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (PHL), Apl. Prof. Dr. Michael Weingarten (US), Dr.
Sebastian Ostritsch (US); Wissenschaftliche Hilfskraft: Patrick Maisenhölder, M.A. (PHL), Alexander Achtzehn (PHL), Jan Hering (PHL), Pascal Mokler (PHL). Die vollständige
Auswertung der Studie ist auf der Homepage der Abteilung Philosophie der PH Ludwigsburg einsehbar.
Philosophische Texte spielen nur für Philosophie, nicht für Ethik (etc.) eine
Rolle.
Nur Philosophie geht von der philosophischen Tradition aus.
Nur Ethik (etc.) geht von Ergebnissen anderer Wissenschaften aus.
Philosophie und Ethik (etc.) haben unterschiedliche Bezugswissenschaften.
In Ethik (etc.) steht der Erziehungsaspekt gegenüber dem Bildungsaspekt im
Vordergrund.
In Ethik (etc.) wird ein Wertekanon vermittelt.
Unterschiede ergeben sich nur hinsichtlich des Alters der Schülerinnen und
Schüler.
In Ethik (etc.) spielen Fragen der theoretischen Philosophie kaum eine Rolle.
Die inhaltlichen Anforderungen von Ethik (etc.) sind vielfältiger und
disparater.
Philosophie stellt höhere intellektuelle Anforderungen.
Es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen diesen Fächern.
In Ethik (etc.) steht der lebenspraktische Bezug im Vordergrund.
Ethik (etc.) hat zusätzliche religionskundliche Anteile.
Die Lerngruppen in Ethik (etc.) sind deutlich heterogener.
In beiden Fächern geht es letztlich um Philosophieren als Kulturtechnik.
Trotz aller Unterschiede auf der deskriptiven Ebene haben beide Fächer dieselbe
Didaktik, denn die Philosophiedidaktik ist ausdifferenziert genug, um auch das
abzudecken, was das Fach Ethik (etc.) benötigt.
Philosophie ist umfassender und grundlegender.
Beide Fächer arbeiten vorzugsweise problemorientiert.
0 0,5 1 1,5 2 2,5 3
Balance zwischen
Wertneutralität und…
Didaktisch reflektiert
Unterrichtsentwürfe…
Schülerinnen und Schüler
altersgerecht zum…
Unterricht problemorientiert
planen und durchführen…
Fähigkeit zur Selbstreflexion
(Rolle und Persönlichkeit)
Schriftsprachliche Medien
gezielt einsetzen können
Eine fachdidaktische
Reflexionsperspektive…
Den Lebensweltbezug
philosophischer Themen…
Philosophieren-Können (als
Tätigkeit / Kulturtechnik)
Die Auswahl von Inhalten,
Methoden und Materialien…
Über einen tragfähigen Begriff
von Philosophie und…
Sprachbeherrschung in Wort
und Schrift
Philosophische Texte
analysieren und verstehen…
Wissenschaftlich sauber und
korrekt arbeiten können
2,14
2,21
2,42
2,44
2,57
2,47
2,51
2,52
2,70
2,64
2,75
2,74
2,90
2,71
2,60
2,68
2,81
2,83
2,84
2,87
2,87
2,87
2,87
2,91
2,91
2,94
2,96
2,96
RELEVANTE KOMPETENZEN
Befragungsrunde 2 Befragungsrunde 1
0 0,5 1 1,5 2 2,5 3
Eigenen Unterricht mit den
Mitteln der empirischen…
Ein Verständnis für Spiritualität,
Sinnfragen und Lebenskrisen…
Außerschulische Lernorte
einbeziehen können
Theoriebasierte
Phasierungsmodelle der…
Präzise über Alternativen im
Framing von…
Unterricht kompetenzorientiert
planen und durchführen können
Fächerübergreifend
unterrichten können
Stundenziele benennen und
operationalisieren können
Auswirkungen der
Heterogenität von…
Unterrichtsleistungen an
transparenten Kriterien…
Digitale Medien gezielt
einsetzen können
Methoden der didaktischen
Reduktion und Transformation…
Analoge Medien gezielt
einsetzen können
1,03
1,22
1,59
1,96
1,73
1,77
1,74
1,99
1,88
1,94
2,04
2,18
2,18
1,11
1,13
1,72
1,74
1,78
1,80
1,85
2,13
2,16
2,30
2,33
2,47
2,54
(FORTSETZUNG)
Befragungsrunde 2 Befragungsrunde 1
Empirische Studie zur Ermittlung fachdidaktischer
Kerninhalte im Lehramtsstudium Philosophie/Ethik1
Dr. Frank Brosow & Patrick Maisenhölder, M.A.
Zielgruppe der fachdidaktischen Online-Expertenbefragung waren Personen, die als Fachdidaktiker*innen und/oder Lehrkräfte in die erste und/oder
zweite Phase der Ausbildung von Philosophie und Ethiklehrkräften eingebunden sind. Die im Fragebogen zur Abstimmung gestellten Antwortoptionen
wurden in einer zuvor unter den Befragten durchgeführten Interviewrunde per Telefon und E-Mail ermittelt. An diesen Interviews beteiligten sich 23
der Befragten. Von 222 Personen, die als Expert*innen im genannten Sinne identifiziert wurden, konnte die E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme
an der Online-Befragung an 207 (erste Befragungsrunde) bzw. 204 (zweite Befragungsrunde) Personen erfolgreich zugestellt werden. In der ersten
Befragungsrunde wurde der Fragebogen von 73, in der zweiten von 47 Personen ausgefüllt. Die zweite Befragungsrunde erfolgte unter Mitteilung der
Ergebnisse der ersten Runde und diente dem Ziel, konsensfähige Punkte von strittigen Punkten schärfer zu unterscheiden. In beiden Runden gab es
mehrere Personen, die nur in der ersten, Personen, die nur in der zweiten und Personen, die in beiden Ausbildungsphasen mitwirkten.
Vollständig irrelevante Kompetenzen der Fachlehrer-Ausbildung würden den Mittelwert 0 erhalten, maximal relevante den Mittelwert 3.
1
Die Studie wurde im Herbst und Winter 2018 im Rahmen der von der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg geförderten KOALA-Initiative „Empirische Studie zur
Ermittlung philosophisch-ethischer sowie fachdidaktischer Kerninhalte und -kompetenzen im Lehramtsstudium“ durchgeführt. Verantwortliche für die Studie: Dr. Frank Brosow
(PH Ludwigsburg) & Apl. Prof. Dr. Andreas Luckner (Uni Stuttgart); Wissenschaftliche Berater: Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (PHL), Apl. Prof. Dr. Michael Weingarten (US), Dr.
Sebastian Ostritsch (US); Wissenschaftliche Hilfskraft: Patrick Maisenhölder, M.A. (PHL), Alexander Achtzehn (PHL), Jan Hering (PHL), Pascal Mokler (PHL). Die vollständige
Auswertung der Studie ist auf der Homepage der Abteilung Philosophie der PH Ludwigsburg einsehbar.
Wissenschaftlich sauber und korrekt
arbeiten können
Philosophische Texte analysieren und
verstehen können
Sprachbeherrschung in Wort und
Schrift
Über einen tragfähigen Begriff von
Philosophie und Philosophieren
verfügen
Die Auswahl von Inhalten, Methoden
und Materialien des Unterrichts
fachlich und fachdidaktisch begründen
können
Philosophieren-Können (als Tätigkeit
/ Kulturtechnik)
Den Lebensweltbezug philosophischer
Themen aufzeigen können
Eine fachdidaktische Reflexions-
perspektive einnehmen können
Schriftsprachliche Medien gezielt
einsetzen können
Fähigkeit zur Selbstreflexion (Rolle
und Persönlichkeit)
Unterricht problemorientiert planen
und durchführen können
Schülerinnen und Schüler altersgerecht
zum Philosophieren provozieren
können
Didaktisch reflektiert
Unterrichtsentwürfe anfertigen
können
Balance zwischen Wertneutralität und
Authentizität wahren können
Analoge Medien gezielt einsetzen
können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Methoden der didaktischen
Reduktion und Transformation von
Lernstoff anwenden können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Digitale Medien gezielt einsetzen
können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Unterrichtsleistungen an
transparenten Kriterien orientiert
bewerten können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Auswirkungen der Heterogenität von
Lerngruppen und kontingenter
Lernsituationen auf eine sinnvolle
Unterrichtsplanung erkennen können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Stundenziele benennen und
operationalisieren können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Fächerübergreifend unterrichten
können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Unterricht kompetenzorientiert
planen und durchführen können
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Präzise über Alternativen im Framing
von Unterrichtsimpulsen reflektieren
können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Theoriebasierte Phasierungsmodelle
der Entfaltung philosophischer
Urteilskraft anwenden können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Außerschulische Lernorte einbe-
ziehen können
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ein Verständnis für Spiritualität,
Sinnfragen und Lebenskrisen
demonstrieren
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Eigenen Unterricht mit den Mitteln
der empirischen Bildungsforschung
evaluieren können
0 0,5 1 1,5 2 2,5 3
Fachstruktur (Rechtsgrundlagen, Bildungspläne, länderspezifische
Unterschiede, etc.)
Bildungsforschung (empirische Selbst- und Fremdevaluation von
Unterricht, etc.)
Schulbuchanalysen / Schulbuchkunde (Kriterien einer kritischen
Potentialanalyse)
Geschichte der Fachdidaktik (Paradigmen, Strömungen,
Protagonist*innen, etc.)
Unterrichtspraxis (praktische Lehrerfahrung, Hospitation,
Auswertung, etc.)
Interdisziplinäres Wissen (Kommunikation, Lernpsychologie,
Soziologie, Religionen, etc.)
Philosophieren mit Kindern (allgemeines Konzept, exemplarische
Vorgehensweise, etc.)
Varianten der Fachdidaktik (Lehrstücke, narrative Didaktik,
theatrales Philosophieren etc.)
Aktuelle Literatur zum Forschungsstand und Problemfeldern der
akademischen Fachdidaktik
Unterrichtsmethoden (Neo-Sokratisches Gespräch,
Dilemmadiskussion, Mastertexte, etc.)
Bildungsphilosophie (Reflexion des Bildungsbegriffs, philosophische
Konzepte von Bildung)
Philosophisch-ethisches Grundlagenwissen (unterrichtsrelevantes
Fachwissen)
1,20
1,56
1,72
1,74
2,13
1,99
2,19
2,17
2,32
2,37
2,43
2,81
1,11
1,64
1,70
1,73
2,02
2,07
2,29
2,37
2,41
2,50
2,63
2,91
KERNINHALTE DES FACHDIDAKTIK-STUDIUMS
Befragungsrunde 2 Befragungsrunde 1
Empirische Studie zur Ermittlung fachdidaktischer
Kerninhalte im Lehramtsstudium Philosophie/Ethik1
Dr. Frank Brosow & Patrick Maisenhölder, M.A.
Zielgruppe der fachdidaktischen Online-Expertenbefragung waren Personen, die als Fachdidaktiker*innen und/oder Lehrkräfte in die erste und/oder
zweite Phase der Ausbildung von Philosophie und Ethiklehrkräften eingebunden sind. Die im Fragebogen zur Abstimmung gestellten Antwortoptionen
wurden in einer zuvor unter den Befragten durchgeführten Interviewrunde per Telefon und E-Mail ermittelt. An diesen Interviews beteiligten sich 23
der Befragten. Von 222 Personen, die als Expert*innen im genannten Sinne identifiziert wurden, konnte die E-Mail mit der Einladung zur Teilnahme
an der Online-Befragung an 207 (erste Befragungsrunde) bzw. 204 (zweite Befragungsrunde) Personen erfolgreich zugestellt werden. In der ersten
Befragungsrunde wurde der Fragebogen von 73, in der zweiten von 47 Personen ausgefüllt. Die zweite Befragungsrunde erfolgte unter Mitteilung der
Ergebnisse der ersten Runde und diente dem Ziel, konsensfähige Punkte von strittigen Punkten schärfer zu unterscheiden. In be iden Runden gab es
mehrere Personen, die nur in der ersten, Personen, die nur in der zweiten und Personen, die in beiden Ausbildungsphasen mitwirkten.
Vollständig irrelevante Inhalte des Fachdidaktik-Studiums würden den Mittelwert 0 erhalten, maximal relevante den Mittelwert 3.
1
Die Studie wurde im Herbst und Winter 2018 im Rahmen der von der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg geförderten KOALA-Initiative „Empirische Studie zur
Ermittlung philosophisch-ethischer sowie fachdidaktischer Kerninhalte und -kompetenzen im Lehramtsstudium“ durchgeführt. Verantwortliche für die Studie: Dr. Frank Brosow
(PH Ludwigsburg) & Apl. Prof. Dr. Andreas Luckner (Uni Stuttgart); Wissenschaftliche Berater: Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (PHL), Apl. Prof. Dr. Michael Weingarten (US), Dr.
Sebastian Ostritsch (US); Wissenschaftliche Hilfskraft: Patrick Maisenhölder, M.A. (PHL), Alexander Achtzehn (PHL), Jan Hering (PHL), Pascal Mokler (PHL). Die vollständige
Auswertung der Studie ist auf der Homepage der Abteilung Philosophie der PH Ludwigsburg einsehbar.
Philosophisch-ethisches Grundlagenwissen (unterrichtsrelevantes
Fachwissen)
Bildungsphilosophie (Reflexion des Bildungsbegriffs, philosophische
Konzepte von Bildung)
Unterrichtsmethoden (Neo-Sokratisches Gespräch, Dilemma-
diskussion, Mastertexte, etc.)
Aktuelle Literatur zum Forschungsstand und Problemfeldern der
akademischen Fachdidaktik
Varianten der Fachdidaktik (Lehrstücke, narrative Didaktik, theatrales
Philosophieren etc.)
Philosophieren mit Kindern (allgemeines Konzept, exemplarische
Vorgehensweise, etc.)
Interdisziplinäres Wissen (Kommunikation, Lernpsychologie,
Soziologie, Religionen, etc.)
Unterrichtspraxis (praktische Lehrerfahrung, Hospitation,
Auswertung, etc.)
Geschichte der Fachdidaktik (Paradigmen, Strömungen,
Protagonist*innen, etc.)
Schulbuchanalysen / Schulbuchkunde (Kriterien einer kritischen
Potentialanalyse)
Bildungsforschung (empirische Selbst- und Fremdevaluation von
Unterricht, etc.)
Fachstruktur (Rechtsgrundlagen, Bildungspläne, länderspezifische
Unterschiede, etc.)

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Reflexion des Bildungsbegriffs, philosophische Konzepte von Bildung)
  • Bildungsphilosophie
Bildungsphilosophie (Reflexion des Bildungsbegriffs, philosophische Konzepte von Bildung)