Chapter

Unit- und Item-Nonresponse

Authors:
To read the full-text of this research, you can request a copy directly from the authors.

No full-text available

Request Full-text Paper PDF

To read the full-text of this research,
you can request a copy directly from the authors.

... Ein solches Verhalten kann verschiedene Ursachen haben. So kann ein allgemeiner Mangel an Motivation für die Surveyteilnahme dazu führen, dass das als aufwändig empfundene Nachdenken über einzelne Fragen abgekürzt wird, indem einfach zur nächsten Frage übergegangen oder die Angabe "weiß nicht" (oder die mittlere Kategorie) ausgewählt wird (Engel/ Schmidt 2019). Dies bringt die Teilnehmenden dem Ziel näher, die Befragung abzuschließen, ohne viel Energie für eine Entscheidungsfindung aufwenden zu müssen. ...
... B. das Einkommen oder Sexualität) abzielen, bleiben grundsätzlich häufiger unbeantwortet. Auch Fragen, welche eine Abweichung des Verhaltens von gültigen sozialen Datengrundlage: Lebenslaufansatz und Studienerfolg (LAST) Normen offenbaren könnten, weisen vermehrt erhöhte Missingquoten auf (Müller/Castiglioni 2015;Engel/Schmidt 2019). Ebenso kann eine Überforderung mit der Fragestellung, etwa durch Verständnisprobleme oder Sprachbarrieren, zu einzelnen Antwortausfällen führen (de Leeuw 2003;Haunberger 2011). ...
Chapter
In international and national studies on the topic of academic success and drop-outs, the conditions of the university context were given priority in addition to individual competences. Other life domains of the students were rather neglected. This book analyses the influence of important life domains such as the family of origin, friends and possibly existing partnerships on the students' academic success and drop-out tendency. Based on panel data, quantitative and qualitative approaches are used. The results support the thesis that academic success must be considered as a multidimensional challenge.
... 77-81). Therefore, in light of these overall trends, a response rate of 12.6%, as was the case for this survey, is still in an acceptable range (Engel & Schmidt, 2019). ...
Thesis
This cumulative dissertation will conclude with a methodological reflection of a three-year research project on the topic of the ‘transformational governance of academic teaching.’ Four publications originated from the research project entitled “TeachGov –Transformational Governance of Academic Teaching,” which was funded by the Federal Ministry of Education and Research (BMBF; Bundesministerium für Bildung und Forschung), and which ran between October 2013 and September 2016. Based on the previous findings and the assumption of a continued cultural disregard for academic teaching, this project has investigated how universities can systematically upgrade the status of academic teaching beyond using monetary incentives alone. The two leading research questions were: (1) How (and why) do German universities try to raise the status of academic teaching in addition to monetary incentives? (2) How do different modes of teaching governance affect individual teaching behavior? To answer the first research question, a qualitative approach was adopted to study the institutional arrangements of a supposedly ‘effective’ mode of teaching governance in more depth. Consequently, in 2014 a multiple-case study at four universities who were among the 10 winners of the ‘Competition for Teaching Excellence’ was conducted. The publications Schmid and Lauer (2016), and Lauer and Wilkesmann (2017) originate from this phase. To answer the second research question, a quantitative approach was used to draw more representative conclusions regarding their effectiveness on individual teaching behavior. Consequently, two online surveys were conducted. First, in May 2015, a follow-up survey was conducted that targeted the professoriate at the four teaching-awarded universities, while another four not-awarded universities were recruited to participate in the survey. Second, a complete survey of all German university professors was able to be realized, which further allowed the analysis of potential influences of different teaching governance modes on individual teaching behavior on a larger scale. The findings reported in Wilkesmann and Lauer (2018), and Lauer and Wilkesmann (2019) were largely derived from this data. Given that methodological reflections of third-party funded projects have mostly been neglected, this concluding discussion will explain how textbook accounts on research designs and research methods have been applied in practice.
... Personen aus unterschiedlichen Bildungsgruppen nehmen mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit an Umfragen teil; daher sind verschiedene Bildungsgruppen in den Daten über-beziehungsweise unterrepräsentiert. Insbesondere Personen mit höherer Bildung sind eher bereit, an Befragungen teilzunehmen als Personen mit niedrigerer Bildung (Engel & Schmidt 2019). Da Menschen mit höherer Bildung anteilig häufiger freiwillig engagiert sind als Menschen mit niedriger Bildung, wurden durch die Nicht-Berücksichtigung der Bildung in der Datengewichtung in den bisherigen Berichten zum Freiwilligensurvey die Engagementquoten zwischen 1999 und 2014 überschätzt. ...
Chapter
Full-text available
Der Freiwilligensurvey ist seit zwanzig Jahren die Basis für die Berichterstattung zum aktuellen Stand und zur Entwicklung des freiwilligen Engagements in Deutschland. Als freiwilliges Engagement werden Tätigkeiten gefasst, die freiwillig und gemeinschaftsbezogen ausgeübt werden, im öffentlichen Raum stattfinden und nicht auf materiellen Gewinn gerichtet sind. Gesellschaftliche Veränderungen schaffen Potenziale für neue Engagementformen und wirken sich auf die Ausgestaltung zivilgesellschaftlichen Handelns aus. Die Veränderungen finden durch neu aufgenommene Themen Eingang in den Survey.
... Die Nicht-Teilnahme (nonresponse) an einer Erhebung stellt ein zentrales Problem in der empirischen Sozialforschung dar. [15] Hierfür gibt es verschiedene Gründe: 1. die vorgesehenen Person kann nicht kontaktiert werden, 2. Der Person fehlen die Fähigkeit und/oder die Bereitschaft zur Teilnahme und 3. das Einverständnis, die erhobenen Daten zur Verwendung freizugeben, kann nicht erhoben werden. Grundsätzlich lässt sich die Gruppe der Nonresponenten nicht als homogene Gruppe verstehen. ...
Article
Full-text available
Zusammenfassung Zwischen 2016 und 2018 wurden mit 33 Personen Interviews zur Geschichte der Humangenetik in Deutschland zwischen 1970 und den 2000er Jahren geführt. 29 Interviewte stimmten einer wissenschaftlichen Analyse zu. Diese Interviews wurden mit den Methoden der qualitativen Inhaltsanalyse und der Grounded Theory ausgewertet. Im Zentrum dieses Beitrags steht die kritische Auseinandersetzung mit der Methode der Oral History und ihrer Anwendung auf die Humangenetik. Das Oral-History-Projekt konzentriert sich auf Fragen zu (1) biographischen Daten und Werdegang der Gesprächspartner*innen, (2) Entwicklung und Anwendung von diagnostischen und therapeutischen Techniken, (3) Etablierung und Ausbau der Institutionen der Humangenetik und (4) der Wahrnehmung der das Fach betreffenden gesellschaftlichen Debatten.
... Das Phänomen sinkender Rücklaufquoten in großen Bevölkerungsumfragen beschäftigt die Umfrageforschung bereits seit Langem (ENGEL & SCHMIDT, 2014). Als Treiberin dieser Entwicklung wird unter anderem eine wachsende "Befragungsmüdigkeit" gesehen (COUPER & GROVES, 1996;DILLMAN, 2007;PORTER, WHITCOMB & WEITZER, 2004;STANTON & ROGELBERG, 2008). ...
Article
Full-text available
Hochschulen sind mit einem Dilemma konfrontiert. Einerseits benötigen sie empirische Informationen aus Studierendenbefragungen für die Rechenschaftslegung und die Qualitätsentwicklung. Andererseits mehren sich die Hinweise darauf, dass die Bereitschaft der Studierenden, an Befragungen teilzunehmen, aufgrund der wachsenden Zahl von Kontaktierungen sinkt. Tatsächlich hat die Zahl der Erhebungen, die Hochschulen an ihren Mitgliedern durchführen, erheblich zugenommen. Für das Hochschulmanagement stellt sich daher die Frage, wie die Befragungen in einer Art und Weise koordiniert werden können, dass die ‚Last‘ durch Befragungen minimiert wird. Wir diskutieren in unserem Beitrag vier mögliche Steuerungsperspektiven: Regulation durch Satzungen, die Schaffung eines Clubgutes, Kontrolle und Sanktionen und die Etablierung von Kooperationsnormen.
... Dabei kann eine grundsätzliche Unterscheidung zwischen Verfahren der Nichtberücksichtigung fehlender Werte auf der einen sowie Ersetzungsverfahren auf der anderen Seite getroffen werden (u. a. Groves et al. 2004, S. 330;Engel und Schmidt 2014 ...
Chapter
Full-text available
Ein weit verbreitetes Problem in Umfragen besteht darin, dass die erhobenen Daten nicht immer komplett vorliegen. Nimmt eine Person an einer Befragung teil, beantwortet dabei jedoch nicht alle Fragen mit einer substanziellen Antwort, so spricht man von Item Nonresponse oder schlicht von fehlenden Werten. Aussagen über das zu messende Untersuchungsobjekt sind dann nicht zweifelsfrei möglich. Die Analyse von Umfragedaten ohne die Berücksichtigung von fehlenden Werten kann zu systematischen Verzerrungen der untersuchten (Sub-)Stichprobe und somit zu verzerrten Ergebnissen führen. Bei der Datenanalyse sollten daher zunächst das Ausmaß sowie die Ursachen für fehlende Werte untersucht werden. Zudem sollten entsprechende Methoden (etwa Ersetzungsverfahren) angewendet werden, um möglichen Problemen angemessen zu begegnen. Der Beitrag stellt verschiedene Möglichkeiten vor, wie bei der Analyse von Befragungsdaten mit Item Nonresponse umgegangen werden kann, und diskutiert deren Vor- sowie Nachteile.
Chapter
Der Beitrag versucht auf Grundlage einer um modevariante Nutzen- und Kostenfaktoren angereicherten Fassung der Theorie des rationalen Befragtenverhaltens das Auftreten messbezogener Mode-Effekte im Rahmen der Erfassung sensitiver Merkmale zu erklären. Konkret liegt dem Ansatz die Annahme zugrunde, dass Survey Modes spezifische soziale Befragungssettings erzeugen, die über situative Nutzen- und Kostenfaktoren wiederum Einfluss auf die Entscheidung der Befragten nehmen, sensitive Informationen wahrheitsgemäß zu berichten, eine Falschangabe zu machen oder die Antwort zu verweigern. Hierbei spielen insbesondere jene Faktoren eine Rolle, die Art und Ausmaß der sozialer Interaktion im Rahmen der Beantwortung der Fragen determinieren. Über die entsprechende Ausgestaltung der modespezifischen Befragungssettings lassen sich unter Anwendung eines Kosten-Nutzen-Schemas schließlich empirisch prüfbare Hypothesen über systematische Differenzen in den Item Nonresponse-Raten und Messfehlervarianzen zwischen den Survey Modes ableiten. Diese dienen wiederum als Basis für die Vorhersage von Ausmaß und Richtung des messbezogenen Mode-Effekts auf Aggregatebene der zu vergleichenden Surveys.Zur Veranschaulichung werden die Ausführungen am Beispiel der Messung sexualdeliktspezifischer Viktimisierungserfahrungen konkretisiert.
Chapter
Die Güte von Umfragedaten ist das zentrale Anliegen des „Total Survey Error“ Ansatzes. Dabei stehen nationale Surveys im Vordergrund der Betrachtungen, während Messfehler in internationalen länder- und kulturvergleichenden Datenerhebungen kaum diskutiert werden. In unserem Beitrag stellen wir Probleme der vergleichenden Messung soziodemographischer Hintergrundmerkmale dar. Vielfältige Literatur findet sich zu der angemessenen Übersetzung der Erhebungsinstrumente sozialwissenschaftlicher Surveys. Aber in der Gesamtheit und Komplexität vergleichender Umfragen identifizieren wir weitere Fehlerquellen, die besonders aus fehlerhafter oder missgeleiteter Harmonisierung entstehen. Über diese Schwächen gibt es wenig bis keine Literatur. Sehr kurz werden wir auf Übersetzungsprobleme am Beispiel falscher sprachlicher Übertragung eingehen. Ausführlich stellen wir die fehlerhafte Auswahl der Referenzstatistik dar, die zur Bildung der Antwortkategorien benötigt wird (z.B. Nettohaushaltseinkommen und die Dezile der nationalen Einkommensverteilungen). Am Beispiel „privater Haushalt“ diskutieren wir die Bedeutung verschiedener nationaler, kultureller Konzepte, die einer Messung zugrunde liegen. Die Anwendung unterschiedlicher Konzepte generiert nicht oder nur bedingt vergleichbare Messwerte über die Länder und Kulturen. Die mangelhafte Umsetzung in ternational vereinbarter Messkonzepte in nationale Datenerhebungen stellen wir am Beispiel „höchster Bildungsabschluss“ dar. Zusammenfassend argumentieren wir, dass in länder- und kulturenvergleichenden Sozialerhebungen die Güte der Daten mehr ist als die bloße Vervielfältigung des „Total Survey Errors“ auf die teilnehmenden Länder und Kulturen. Sprachliche Äquivalenzen, strukturelle gesellschaftliche Unterschiede mit ihren unterschiedlichen Bürokratien und Prozeduren, gesetzliche Bedingungen der Bevölkerungsbefragung, kulturelle Unterschiede der messenden Items und unterschiedliche Gewohnheiten der Interviewdurchführung sind nicht Teil des TSE Paradigmas, aber sind dennoch verantwortlich für Messfehler in vergleichender Surveyforschung. In unserer Schlussbetrachtung formulieren wir acht Regeln, die bei der Harmonisierung soziodemographischer Messungen in vergleichenden Umfragen zu beachten sind, damit die Messfehler begrenzt oder gar ausgeschlossen werden.
Article
Full-text available
Background Up until now, research data on the implementation of empirical health services research in emergency departments in Germany are scarce. Study aim A monitoring instrument applied in a multicenter prospective cohort study in emergency departments (EDs) is described and discussed regarding requirements for the control and supervision of data collection. Materials and methods Patients with cardiac diseases, respiratory tract infections, and hip fractures were recruited in eight EDs located in a central district of Berlin. Enrolment figures and nonresponder reasons were analyzed through descriptive statistics. Potential sample bias was examined in terms of response rates as well as the distribution of age and sex in the group of participants and nonresponders. Qualitative content analysis was applied to data from routine supervisory and feedback meetings with study nurses. Results Within the first 8 months of data collection, 61.1% of the aimed 1104 patients were recruited. Most frequently stated nonresponder reasons were the dense work and care processes in EDs (41.9%) and patients’ disease burden (24.7%). Moreover, qualitative results revealed problems with identifying potentially eligible participants and difficulties because of missing research infrastructure in study centers. The response rate of 50.7% and approximately equal distribution of age and sex in participants and nonresponders do not indicate sample biases. Discussion The monitoring instrument has proven to be suited for empirical research in EDs and revealed optimization potential. We recommend using qualitative and quantitative data systematically.
Chapter
Das längsschnittliche Design der Studie „Chancen und Risiken im Lebensverlauf“ erforderte eine wiederholte Teilnahme der befragten Schülerinnen und Schüler. Zur Abschätzung der Panelmortalität und der Repräsentativität der Panelstichprobe wurden Teilnahmeraten und Merkmale der Dropouts analysiert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Schülerinnen und Schüler der Unterstufe leichter für die Teilnahme an der Studie gewonnen werden konnten und länger in der Studie verblieben als ältere Jugendliche. Zudem waren mit der Umstellung des Erhebungsmodus auf eine postalische Befragung höhere Ausfallraten verbunden. Bei den älteren Befragten spielten individuelle Merkmale wie Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildungshintergrund oder prosoziales Verhalten eine größere Rolle für die langfristige Befragungsteilnahme. Diese Merkmale wurden insbesondere dann relevant, wenn die Befragung nicht mehr im Klassenkontext stattfand. Die insgesamt geringe Varianzaufklärung in den multivariaten Analysen deutet darauf hin, dass für den Dropout zusätzliche Faktoren eine Rolle spielen, welche in zukünftigen Studien weiter untersucht werden sollten, um adäquate Strategien zur Verringerung von Dropout und zur Erhaltung der Repräsentativität der Stichprobe zu entwickeln.
Thesis
Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, inwiefern die Erziehungsberechtigten an Kaiserslauterer Grundschulen in herausfordernder Lage zur Erziehungs- und Bildungspartnerschaft während des letzten Fernunterrichts beigetragen haben und an welchen Stellen Verbesserungsbedarf besteht. Um dies herauszufinden, sollte überprüft werden, welche Beitragsmöglichkeiten von den Erziehungsberechtigten wahrgenommen wurden. Ebenfalls stellte sich die Frage, welche Gelingensbedingungen für Fernunterricht durch den Beitrag der Erziehungsberechtigten erfüllt werden konnten. Folgend wurden die individuellen Erfahrungen erhoben. Durch Betrachtung von Merkmalen der herausfordernden Lage wurde Kaiserslautern als Untersuchungsraum ausgewählt. Die Grundschulen in der Stadt wurden kontaktiert, wobei sich sechs Schulen zu einer Teilnahme bereit erklärten. Daraus resultierte eine Stichprobe von 51 Erziehungsberechtigten, deren Kinder eine Grundschule in herausfordernder Lage besuchten. Zur Datenerhebung wurde eine schriftliche Befragung in Form eines Online-Fragebogens eingesetzt. Eine Auswertung der Daten erfolgte rein deskriptiv, um anschließend Erklärungsansätze zu entwickeln und darauffolgend die leitenden Fragestellungen dieser Arbeit zu beantworten. Die Stichprobe ist nicht repräsentativ und lässt daher keine Schlüsse für alle Kaiserslauterer Grundschulen in herausfordernder Lage zu. Durch die Auswertung der Daten konnten allerdings Anhaltspunkte herausgestellt werden, die aufzeigen, an welchen Stellen mit einer Verbesserung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft an Grundschulen in herausfordernder Lage während Fernunterricht angesetzt werden könnte.
Article
Full-text available
In empirical surveys, finding a sufficient number of respondents can be challenging. For factorial survey experiments, drawing a vignette-sample ("fraction") from a vignette-universe can reduce the minimum number of respondents required. Vignette-samples can be drawn by applying D-efficient designs. Theoretically, D-efficient resolution V designs are ideal. Due to reasons of practicability, however, resolution IV designs have usually been applied in empirical social research and are considered to be sufficient when it is clear up front, which two-way interactions are likely to have an effect. Against this backdrop, this article focusses on two research questions: (1) In resolution IV designs, are those two-way interactions that are not orthogonalized truly not aliased with any main effects? (2) How does design resolution affect the minimum size of the vignette-sample that is necessary for achieving an adequate level of D-efficiency? These questions are examined by applying SAS-macros for computing D-efficient samples, pre-construction assessment and post-construction evaluation. The resulting aliasing structures indicate a discrepancy between previous definitions of design resolutions and the aliasing structures of designs resulting from the SAS-macros. Additionally, they suggest taking a second look at the assumption that higher resolutions or larger vignette universes will always necessitate designs with larger vignette-samples (and thus larger sets or more respondents).
Chapter
Fälschungen von Umfragen sind in der empirischen Sozialforschung noch immer ein seltenes Thema. Auch wenn sie inzwischen zumindest ab und zu diskutiert werden, so wird fast immer davon ausgegangen, dass es diese nicht gibt bzw. dass die Erhebungsinstitute diese finden und sie vor der Weitergabe aus dem Datensatz entfernen. Statt sich des Themas Fälschungen anzunehmen konzentriert sich die Forschung darauf, wie die Fragebögen optimiert, die Ausfallquoten minimiert und wie die Interviewer besser geschult werden können. Dies ist zwar sinnvoll, hilft aber nur partiell die Qualität der Umfragen zu verbessern, da in wesentlich mehr Fällen als gedacht Interviews gefälscht werden, in der Regel nicht total, diese sind von den Erhebungsinstituten zu einfach zu entdecken, sondern nur in Teilen, z. B. von einzelnen Fragebatterien. Fälschungen von Fragebatterien manifestieren sich u. a. in einfachen, stereotypen Antwortmustern, die in der Literatur oft als Satisficing (Krosnick 1991) bezeichnet werden. Aber vielfach sind es gar nicht die Befragten die derart vereinfachte Antworten geben, es sind Interviewer, die diese Antworten ohne die Fragen gestellt zu haben in die Erhebungsbögen eintragen. Im Zentrum dieses Aufsatzes steht der ALLBUS 2008 und Interviewer, die zumindest Teile ihrer Interviews gefälscht haben.
Book
Full-text available
In diesem Open-Access-Buch liefert Viviane Schachler die erste umfassende Bestandsaufnahme dazu, wie die Mitwirkung und Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) jenseits der rechtlichen Vorgaben tatsächlich ausfällt. Werkstatträte sind die gewählte Interessenvertretung von rund 300.000 Menschen mit Behinderungen in WfbM, wozu seit 2001 die Werkstätten-Mitwirkungsverordnung besteht. Mit einer Mixed-Methods-Studie kann – u. a. in Form von Indizes, Zusammenhangs- und Regressionsanalysen – nachgezeichnet werden, wie aktiv, autonom und durchsetzungsstark die Gremien arbeiten. Damit gelingt es, das Postulat der Partizipation von Menschen mit Behinderungen mit einer konkreten Beteiligungsform näher auszuführen und diese empirisch fundiert in den fachlichen Diskurs der Teilhabeforschung einzuordnen.
Chapter
Full-text available
Das Kapitel verknüpft verschiedene, im Sammelband vorgestellte Ergebnisse, wobei der Fokus auf die Unterschiede und Ungleichheiten im freiwilligen Engagement sowie auf die Demokratieförderung durch freiwilliges Engagement gerichtet wird. Ebenso wird die Erfassung freiwilligen Engagements vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels in den Blick genommen.
Chapter
Full-text available
Der Freiwilligensurvey ist eine repräsentative telefonische Befragung der Wohnbevölkerung Deutschlands ab 14 Jahren zum freiwilligen Engagement. Im Jahr 2019 nahmen 27.762 Personen teil. Die Interviews wurden wie bereits 2014 in sechs Sprachen über Festnetz und Mobilfunk geführt. Die Angaben zum freiwilligen Engagement wurden anhand eines Kriterienkatalogs geprüft. Das Gewichtungskonzept wurde angepasst, indem zusätzlich die Bildungsinformation einbezogen wird. Dadurch ergeben sich für alle Erhebungsjahre um jeweils drei bis vier Prozentpunkte niedrigere Engagementquoten als bisher berichtet.
Article
Empirische Sonderpädagogik, 2021, Nr. 3, S. 267-285 ISSN 1869-4845 (Print) · ISSN 1869-4934 (Internet) ------------------------------------------------------------------------------------------------------- Zusammenfassung: Zwar sind Kinder mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt Lernen aus zugewanderten Familien an Förderschulen häufig überrepräsentiert, bei vergleichbaren schulischen Kompetenzen und Lernvoraussetzungen besuchen sie jedoch seltener eine Förderschule statt einer allgemeinen Schule als Kinder ohne Zuwanderungshintergrund. Zur Erklärung könnten Schulwahlmotive von Eltern beitragen, wenn sich diese zwischen den Schularten und zwischen Eltern mit und Eltern ohne Zuwanderungshintergrund unterscheiden. Der Beitrag untersucht daher, inwieweit sich die retrospektiv am Ende der vierten Klasse benannten Schulwahlmotive von Eltern, deren Kindern einen diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf Lernen aufweisen (N = 767), zwischen den Schularten und zwischen Eltern mit und Eltern ohne Zuwanderungshintergrund unterscheiden. Weiterhin wird geprüft, inwieweit unterschiedliche Schulwahlmotive der Eltern die Unterschiede in den Chancen eines Förderschulbesuchs von Kindern mit und Kindern ohne Zuwanderungshintergrund erklären können. Strukturgleichungsanalysen zeigen, dass sich die Schulwahlmotive nach Schulart und Zuwanderungshintergrund unterscheiden und dass sie den Zusammenhang zwischen einem Zuwanderungshintergrund und der besuchten Schulart vollständig mediieren. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Abstract: Children from immigrant families are often overrepresented in special schools. But if they have comparable academic skills and learning conditions, they are less likely to attend a special school in the area of learning than children without an immigrant background. A possible explanation could lie in parents’ motives for school choice, if they differ between school types and between parents with and parents without an immigrant background. Based on data from parents of fourth-graders diagnosed with special educational needs in the area of learning at special schools and general schools (N = 767), the present study examines differences in retrospectively reported motives for school choice between the two types of schooling and between parents with and parents without an immigrant background. Furthermore, we investigated to what extent different motives for school choice explain the differences in special school attendance rates of children with and children without an immigrant background. Structural equation analyses show that the motives for school choice differ according to the type of schooling and an immigrant background and also mediate the relationship between an immigrant background and type of schooling.
Chapter
Im vorliegenden Band diskutierten sechsundzwanzig Autorinnen und Autoren den sozialen und kulturellen Wandel in Österreich seit 1986. Solch vielschichtige Analysen und die daraus gezogenen Schlüsse erfordern eine entsprechend umfangreiche und qualitativ hochwertige Datenbasis.
Article
Full-text available
We first present an overview of international figures on nonresponse and their trend over time, distinguishing between noncontacts and refusals. In the second part we model differences between countries, using background variables on survey design and fieldwork strategy...
Article
Full-text available
Respondents in an Internet panel survey can often choose which device they use to complete questionnaires: a traditional PC, laptop, tablet computer, or a smartphone. Because all these devices have different screen sizes and modes of data entry, measurement errors may differ between devices. Using data from the Dutch Longitudinal Internet Study for the Social sciences panel, we evaluate which devices respondents use over time. We study the measurement error associated with each device and show that measurement errors are larger on tablets and smartphone than on PCs. To gain insight into the causes of these differences, we study changes in measurement error over time, associated with a switch of devices over two consecutive waves of the panel. We show that within individuals, measurement errors do not change with a switch in device. Therefore, we conclude that the higher measurement error in tablets and smartphones is associated with self-selection of the sample into using a particular device.
Article
Full-text available
This study examines response rates for mixed-mode survey implementation involving mail and e-mail/Web components. Using Dillman's Tailored Design Method, 1,500 participants were sent a survey either (a) via mail with a follow-up contact via e-mail that directed them to a Web-based questionnaire or (b) via e-mail that directed them to a Web-based questionnaire with a follow-up contact via mail. Results indicate that these mixed-mode procedures produce moderately high response rates. However, the mail survey tended to be more effective than the e-mail/Web survey, when serving either as the initial contact or as the follow-up contact. These results suggest that survey implementation involving mail followed by e-mail/Web, or even mail-only approaches, may result in larger samples than implementation involving e-mail/Web followed by mail.
Article
Full-text available
Previous research has documented effects of the order in which response choices are offered to respondents using closed-ended survey items, but no theory of the psychological sources of these effects has yet been proposed. This paper offers such a theory drawn from a variety of psychological research. Using data from a split-ballot experiment in the 1984 General Social Survey involving a variant of Kohn's parental values measure, we test some predictions made by the theory about what kind of response order effect would be expected (a primacy effect) and among which respondents it should be strongest (those low in cognitive sophistication). These predictions are confirmed. We also test the “form-resistant correlation” hypothesis. Although correlations between items are altered by changes m response order, the presence and nature of the latent value dimension underlying these responses is essentially unaffected.
Chapter
In Deutschland wird in der Sozial- und Marktforschung nach wie vor am häufigsten per Telefon oder Internet befragt (ADM 2014). Die wissenschaftliche Umfrageforschung sieht sich allerdings, vor allem im Rahmen telefonischer Befragungen (z.B. qua Randomized Last Digit/Random Digit Dialing), immer häufiger mit dem Problem niedriger Antwortraten konfrontiert (Aust und Schröder 2009; Häder et al. 2009; Kreuter 2013). Das auf Gabler und Häder (2002) zurückgehende Verfahren wurde seinerzeit entwickelt, um dem Trend einer abnehmenden Telefonbuch-Eintragsdichte entgegenzuwirken.
Article
High response rates have traditionally been considered as one of the main indicators of survey quality. Obtaining high response rates is sometimes difficult and expensive, but clearly plays a beneficial role in terms of improving data quality. It is becoming increasingly clear, however, that simply boosting response to achieve a higher response rate will not in itself eradicate nonresponse bias. In this book the authors argue that high response rates should not be seen as a goal in themselves, but rather as part of an overall survey quality strategy based on random probability sampling and aimed at minimising nonresponse bias. Key features of Improving Survey Response: A detailed coverage of nonresponse issues, including a unique examination of cross-national survey nonresponse processes and outcomes. A discussion of the potential causes of nonresponse and practical strategies to combat it. A detailed examination of the impact of nonresponse and of techniques for adjusting for it once it has occurred. Examples of best practices and experiments drawn from 25 European countries. Supplemented by the European Social Survey (ESS) websites, containing materials for the measurement and analysis of nonresponse based on detailed country-level response process datasets. The book is designed to help survey researchers and those commissioning surveys by explaining how to prioritise the reduction of nonresponse bias rather than focusing on increasing the overall response rate. It shows substantive researchers how nonresponse can impact on substantive outcomes.
Article
This volume presents an all-inclusive guide to the problem of nonresponse in household surveys, providing an overview of the theory while also describing practical implications. The book begins with a general overview of the nonresponse problem, outlining existing sources of error and guidelines for calculating response rates according to various international standards. The theoretical content of survey sampling is also explored and presented in a chapter along with a discussion on nonresponse on survey estimates and missing data mechanisms. Subsequent chapters provide guidance on reducing and analyzing nonresponse, the concept of representativity, weighting adjustment techniques, and approaches for obtaining additional information from nonrespondents. Each chapter organizes the presented information in uniform components. Following an introduction, a description of the key theory and formulae is presented. Next, the discussed theory is applied to a real data set and accompanied with vivid descriptions. Example sets are spread throughout each chapter and a summary provides a brief overview of main points and concepts. Real data sets are used throughout the book and additional data sets available on the book's related Web site can be easily worked with using the Stata or SPSS software packages.
Article
Die CELLA-Studie sieht ein Mixed-Mode-Design, bestehend aus einer Festnetz- und einer Mobilfunkbefragung, vor. Die Befunde dieser Studien sollen im Ergebnis zusammengeführt werden. Dazu müssen die Inklusionswahrscheinlichkeiten (auch als Auswahlwahrscheinlichkeiten bezeichnet) für jeden Befragten bekannt sein. Aus stichprobentheoretischer Sicht handelt es sich dabei um eine facettenreiche Herausforderung. Der folgende dritte Abschnitt ist dieser Problematik gewidmet.
Article
Dieser Beitrag behandelt zwei breit einsetzbare Techniken zur Kompensation fehlender Werte: Die Gewichtung, die im Wesentlichen zur Kompensation fehlender Einheiten eingesetzt wird, und die Methode der multiplen Imputation, die im Wesentlichen zur Kompensation fehlender Werte von ansonsten beobachteten Einheiten verwendet wird. Die der Gewichtung zugrunde liegende Idee basiert darauf, dass diejenigen Einheiten mit einer geringeren Beobachtungswahrscheinlichkeit relativ zu jenen mit einer höheren Beobachtungswahrscheinlichkeit höher gewichtet werden. Bei der Methode der multiplen Imputation werden für jeden fehlenden Wert mehrere plausible Werte erzeugt, in deren Variation sich die mit diesen Schätzungen verknüpfte Unsicherheit widerspiegelt. Um die Einsatzmöglichkeiten beider Techniken, aber auch deren Grenzen beleuchten zu können, wird zunächst eine Einführung in die gängige Klassifikation der Mechanismen vorgestellt, die es erlaubt, zwischen Ignorierbarkeit und Nicht-Ignorierbarkeit des Missingmechanismus zu unterscheiden. Dieser Unterscheidung kommt eine wichtige Bedeutung zu, denn bei Ignorierbarkeit kann auf die fehleranfällige Modellierung des Missingmechanismus verzichtet werden. In weiteren Abschnitten werden die Methode der Gewichtung und die Methode der multiplen Imputation sowie deren Voraussetzungen ausführlich dargestellt und diskutiert. Dabei wird weitgehend davon ausgegangen, dass der Missingmechanismus ignorierbar ist. Sowohl die Gewichtung als auch die multiple Imputation können prinzipiell aber auch dann eingesetzt werden, wenn der Missingmechanismus nicht ignorierbar ist. In der Anwendung ist dies allerdings problematisch, denn in solchen Fällen wird Information von außerhalb der Stichprobe benötigt, etwa in Form von starken Annahmen, Restriktionen oder Daten. Diese steht jedoch oft nicht zur Verfügung. Der Einsatz beider Methoden wird anhand eines Beispiels veranschaulicht, nämlich der Schätzung einer Einkommensgleichung für Frauen. Zur Kompensation fehlender Personen werden die mit dem verwendeten Datensatz ausgelieferten Gewichte verwendet. Einzelne fehlende Werte werden mit Hilfe einer frei verfügbaren Software mehrfach imputiert.
Article
A theoretical framework is presented that addresses the influence of household-level factors on survey cooperation.
Article
The lower response rate in web surveys has been a major concern for survey researchers. The literature has sought to identify a wide variety of factors that affect response rates in web surveys. In this article, we developed a conceptual model of the web survey process and use the model to systematically review a wide variety of factors influencing the response rate in the stage of survey development, survey delivery, survey completion, and survey return. Practical suggestion and future research directions on how to increase the response rate are discussed.
Anreizeffekte in Studien der Markt- und Sozialforschung
  • Uwe Engel
  • Roderick J. A. Little
Missing-Data Techniken. Analyse von Daten mit fehlenden Werten
  • Martin Spieß
Leverage - Saliency Theory of Survey Participation. Description and an Illustration
  • Robert M Groves
  • Singer
  • Robert M. Groves