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Beispiel Siemens AG: Mit References+ den internen Wissens- und Erfahrungsaustausch fördern

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Abstract

In einem immer komplexeren und technologisch anspruchsvolleren Geschäftsumfeld ist es für Mitarbeitende einer Organisation zunehmend schwierig, alle benötigten Informationen aus dem eigenen Wissens- und Erfahrungsschatz zu beziehen und sie anderen zur Verfügung zu stellen. Gerade im Zusammenhang mit agilen Methoden bedarf die rasche Bereitstellung und Anwendung von Informationen einer effizienten internen Kommunikation. Schlagworte wie Team- und Zusammenarbeit sowie der Austausch von implizitem Wissen und persönlichen Erfahrungen über organisationale und geografische Grenzen hinweg gewinnen damit weiter an Bedeutung.
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  /   /   /
 
Beispiel Siemens : Mit References+ den
internen Wissens- und Erfahrungsaustausch
fördern
Die Siemens  mit Sitz in Berlin und München ist ein führender Tech-
nologiekonzern, der seit 170 Jahren für technische Leistungsfähigkeit,
Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das
Unternehmen ist auf den Gebieten der Elektrifizierung, Automatisierung
und Digitalisierung aktiv. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte Siemens einen
Umsatz von 83 Milliarden Euro. Weltweit waren Ende September 2017
rund 372.000 Mitarbeitende im Unternehmen tätig.
1. Zusammenarbeit und Wissensaustausch
als Voraussetzungen für einen langfristigen
Unternehmenserfolg
In einem immer komplexeren und technologisch anspruchsvolleren Ge-
schäftsumfeld ist es für Mitarbeitende einer Organisation zunehmend
schwierig, alle benötigten Informationen aus dem eigenen Wissens- und
Erfahrungsschatz zu beziehen und sie anderen zur Verfügung zu stellen.
Gerade im Zusammenhang mit agilen Methoden bedarf die rasche Be-
reitstellung und Anwendung von Informationen einer ezienten inter-
nen Kommunikation (vgl.  in diesem Band). Schlagworte wie
Team- und Zusammenarbeit sowie der Austausch von implizitem Wissen
und persönlichen Erfahrungen über organisationale und geografische
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Beispiel Siemens AG: Mit References+ den internen Wissens- und Erfahrungsaustausch fördern
Grenzen hinweg gewinnen damit weiter an Bedeutung. Ezienter Wis-
sensaustausch zwischen einzelnen Mitarbeitenden, aber auch erfolgreiches
Wissensmanagement innerhalb einer gesamten Organisation benötigen
eine Kultur, die von Oenheit und Vertrauen geprägt ist ( 2000).
Dabei steht nicht nur jeder Mitarbeitende als Wissensträger und poten-
zieller Wissensgeber in der Pflicht (vgl. den Beitrag von  in diesem
Band), sondern auch die Unternehmensleitung muss diese Kultur fordern
und fördern sowie bezüglich Transparenz, Oenheit und Zusammenarbeit
eine Vorbildfunktion einnehmen.
In mehreren Studien konnte der Nachweis erbracht werden, dass mit
Wissensaustausch und Wissenskultur eine Steigerung der Produktivität
einhergeht ( et al. 2007). Nun gilt es, dieses Potenzial bei Siemens
in allen Unternehmensbereichen bestmöglich auszuschöpfen und für den
Geschäftserfolg anzuwenden.
2. Bedeutung von Wissensmanagement
im Qualitätsmanagement ( 9001)
Mit der Revision der Norm  9001 Qualitätsmanagementsysteme – Anfor-
derungen im Jahr 2015 wird erstmals der systematische Umgang mit den
Faktoren Wissen und Kompetenz gefordert (  
 2015). Die nach dieser international gültigen Norm zertifizierten
Unternehmen sind demnach angehalten, ein für sie passendes Wissensma-
nagement zu entwickeln. Es soll sie unterstützen, das für die Durchführung
von Prozessen notwendige Wissen zu identifizieren, aufrechtzuerhalten
und für Mitarbeitende verfügbar zu machen. Viele Unternehmen haben
bereits ein Wissensmanagement eingeführt. Denn nach Ablauf der drei-
jährigen Übergangsperiode sind Qualitätsmanagementsysteme ab Herbst
2018 nur noch nach der neuen Normversion 2015 zertifizierbar.
Die Anforderungen bezüglich des Umgangs mit dem Wissen der Or-
ganisation werden in Kapitel 7.1.6 der Norm  9001:2015 folgenderma-
ßen formuliert:
»Die Organisation muss das Wissen bestimmen, das benötigt wird,
um ihre Prozesse durchzuführen und um die Konformität von Pro-
dukten und Dienstleistungen zu erreichen.
Dieses Wissen muss aufrechterhalten und in erforderlichem Umfang
zur Verfügung gestellt werden.
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  /   /   /  
Beim Umgang mit sich ändernden Erfordernissen und Entwick-
lungstendenzen muss die Organisation ihr momentanes Wissen
berücksichtigen und bestimmen, auf welche Weise jegliches not-
wendige Zusatzwissen und erforderliche Aktualisierungen erlangt
oder darauf zugegrien werden kann.«
In Kapitel 7.2 der Norm wird zusätzlich der Umgang mit der Ressource
Kompetenz gefordert. Kompetenz ergibt sich aus der Kombination von Wis-
sen und der Handlungsfähigkeit, beabsichtigte Ergebnisse zu erzielen. Erst
die Kombination von Wissens- und Kompetenzmanagement machen ein
Unternehmen also tatsächlich stark. Deshalb sollte sich jede Unterneh-
mensorganisation, abgeleitet von der Norm, folgende vier Fragen stellen:
1.
Bestimmung von Wissen: Welches Wissen und welche Kompetenzen
der Mitarbeitenden sind gegenwärtig und in Zukunft relevant, um
die Kundenanforderungen zu erfüllen?
2.
Bereitstellung von Wissen: Mit welchen systemischen Ansätzen lässt sich
Wissen in der Organisation an die richtigen Personen weitergeben?
3.
Aufrechterhaltung von Wissen: Wird dafür Sorge getragen, dass das Wis
-
sen von ausscheidenden Mitarbeitenden rechtzeitig und möglichst
zielgerichtet erfasst und übertragen wird?
4. Identifikation von fehlendem Wissen: Welche Systematik ist vorhanden,
Zusatzwissen rechtzeitig zu identifizieren und so eventuell gege-
bene ›Wissenslücken‹ zu schließen?
Insbesondere die zweite und dritte Forderung hat den Siemens-Konzern
schon früh dazu bewogen, sich mit systemischen Ansätzen zur Bereitstel-
lung und Aufrechterhaltung von Wissen auseinanderzusetzen: Um seine
weltweit verteilte Belegschaft bestmöglich zu vernetzen, leistet Siemens
seit den 1990er-Jahren Pionierarbeit auf dem Gebiet zunächst des - und
später insbesondere des webgestützten Wissensmanagements (/
 2002). So wurde mit ShareNet im Jahr 1999 im früheren Bereich
Information and Communication Networks wohl eine der ersten Web-2.0-
Plattformen in einem Unternehmensintranet ausgerollt ( et al. 2004).
3. Die Community-Plattform References+
im Siemens-Intranet
Seit 2005 steht den Siemens-Mitarbeitenden im Intranet die Wissensma-
nagement-Plattform References+ zur Verfügung. Entstanden durch eine
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Beispiel Siemens AG: Mit References+ den internen Wissens- und Erfahrungsaustausch fördern
Initiative der ehemaligen Security Systems Business Unit () innerhalb
der Building Technologies Division war die Zielgruppe zunächst nur auf
Mitarbeitende dieser Geschäftseinheit beschränkt. Doch bereits im ersten
Jahr des Betriebs vergrößerte sich der Fokus auf die gesamte Building Tech-
nologies Division ( 2007). Im Jahr 2012 begannen weitere Divisionen
mit der aktiven Teilnahme im Rahmen eigener Communities; heute wird
References+ zum konzernweiten Wissenstransfer genutzt.
Von vorneherein bestand kein Anspruch, eine möglichst umfassende
und inhaltlich ›komplette‹ Wissensplattform bereitzustellen. Vielmehr
sollen ganz im Sinne von Social Networking – Mitarbeitende über or-
ganisationale, hierarchische und geografische Grenzen hinweg vernetzt
und zur direkten Kommunikation untereinander animiert werden. In
vielen Fällen kann der Wissenstransfer über die -Anwendung beginnen
(z. B. durch eine Anfrage in einem Forum), um anschließend über eine
bilaterale Kommunikation (via E-Mail, Telefon, Webkonferenz oder per-
sönliches Treen) fortgesetzt zu werden.
Beschreibung von Funktionen und Inhalten
Kernbestandteile der Wissensmanagement-Plattform bilden umfangrei-
che Funktionen zum Social Networking, zur Suche von Beiträgen (mittels
Freitext und Metadaten) und zur Subskription von neuen oder geänderten
Beiträgen mit E-Mail und -Feeds. Dazu kommen strukturierte Inhalte,
die als ›User Generated Content‹ in die Plattform eingetragen und damit
unternehmensweit publiziert werden können (//
2017). Diese Inhalte, die sich je nach Anwendungsfall in sogenannten ›Wis-
sensreferenzen‹, ›Urgent Requests‹ oder auf Profilseiten befinden, werden
im Folgenden beschrieben.
Wissensreferenzen sind strukturierte, umfangreiche Informations- und Da-
tenobjekte. Sie beschreiben beispielsweise Kundenprojekte, Produkt- und
Lösungsmodule, Servicekonzepte, bewährte Prozesse und Methoden (›Best
Practices‹) sowie ›Lessons Learned‹. Jedem einzelnen Beitrag müssen meh-
rere, voneinander unabhängige Metadaten (z. B. technologische Disziplin,
Branche, Staat, Jahr der Fertigstellung, Auftragsvolumen) verpflichtend
zugeordnet werden. Diese Metadaten können in komplexen Suchanfragen
als Filter verwendet werden, um die Treermenge einzuschränken. Jeder
Nutzer und jede Nutzerin kann ein für alle Leser sichtbares Feedback auf
eine Wissensreferenz geben analog zu Kommentaren im Internet. Neben
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  /   /   /  
einem Textkommentar enthält jedes Feedback eine optionale Bewertung
auf einer Skala von 0 bis 5, welche mit Sternen visualisiert wird.
Um die inhaltliche Qualität der Wissensreferenzen sicherzustellen, wer-
den alle neuen Beiträge von einem sogenannten ›Content & Community
Administrator‹ geprüft und ggf. leicht modifiziert freigegeben. Obwohl
dieser Prozess zeitintensiv ist, hat er sich über die Jahre als Qualitätsga-
rantie bewährt, sodass jede teilnehmende organisatorische Einheit min-
destens einen solchen Administrator bereitstellt (siehe Kap. 4).
Urgent Requests ermöglichen den Teilnehmenden, dringende und ge-
schäftsbezogene Fragen aller Art an die Community zu richten. Diese
müssen ebenfalls verpflichtend mit einem oder mehreren dazu passenden
Geschäftsfeldern (z. B. Building Technologies, Digital Factory, Energy Ma-
nagement) als Metadaten versehen werden. Viele Community-Mitglieder
werden via E-Mail benachrichtigt, wenn neue Urgent Requests gestellt wer-
den, die das eigene Geschäftsfeld betreen. So erhalten mehr als 90 Prozent
aller Anfragen mindestens eine Antwort, und zumeist werden pro Anfrage
sogar mehrere Antworten gegeben.
Profilseiten fassen Informationen über die einzelnen Community-Mit-
glieder zusammen: Jedes Mitglied wird auf einer sogenannten ›Member
Page‹ individuell repräsentiert. Standardmäßig zeigt diese Seite den Namen,
die organisatorische Zugehörigkeit, Telefonnummer(n), E-Mail-Adresse
und Standortinformationen an. Diese Nutzerdaten werden regelmäßig
automatisch mit dem Siemens-Mitarbeiterverzeichnis abgeglichen, so-
dass deren manuelle Pflege entfällt. Darüber hinaus hat jedes Mitglied
auf freiwilliger Basis die Möglichkeit, einen Freitext ins ›About me‹-Feld
einzutragen, ein oder mehrere Kompetenzattribute anzugeben sowie ein
Porträtbild hochzuladen. Sämtliche bereits erstellten Beiträge sowie das
›Follower‹-Netzwerk eines Mitglieds werden auf separaten Seiten angezeigt,
welche direkt auf der ›Member Page‹ verlinkt sind. Über entsprechende
Funktionen kann eine  direkt auf das eingetragene Mobiltelefon ge-
sendet oder eine Verbindung über die bei Siemens verwendete Webkonfe-
renzanwendung ›Circuit‹ hergestellt werden. Dabei bietet die Anzeige der
am jeweiligen Standort herrschenden Lokalzeit eine nützliche Hilfe, um
Kolleginnen und Kollegen in aller Welt besser zu erreichen.
Sowohl Wissensreferenzen als auch Urgent Requests lassen sich per
E-Mail abonnieren, um über neue, für das eigene Arbeitsgebiet relevante
Beiträge auf dem Laufenden zu bleiben. Dabei kann − analog zur Suche −
eine Kombination von Metadaten und Stichwörtern angegeben werden, um
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die Menge der Beiträge je nach Interessensgebiet passend zu filtern. Diese
E-Mails werden grundsätzlich nur einmal täglich bzw. einmal wöchentlich
verschickt, um eine zu große Anzahl derartiger Mail-Benachrichtigungen
in kurzer Zeit zu vermeiden. Es ist sehr wichtig, die optimale ›Dosierung‹
dieser Benachrichtigungen zu finden: Rückmeldungen der Nutzerinnen
und Nutzer zeigen, dass zu viele E-Mails kontraproduktiv sind und in letz-
ter Konsequenz gar nicht mehr gelesen werden. Ebenso wichtig ist eine
intuitiv bedienbare Auswahl und Filterung der individuellen Subskripti-
onseinstellungen, sodass nur thematisch interessante Benachrichtigungen
in die Mailboxen der Abonnenten gelangen. Natürlich können sämtliche
E-Mail-Abonnements von den Empfängerinnen und Empfängern jeder-
zeit geändert oder beendet werden.
Neben der Benachrichtigung via E-Mail stehen für sämtliche Beitragsar-
ten und alle einstellbaren Suchprofile -Feeds bereit, welche im eigenen
Feedreader mit wenigen Mausklicks abonniert werden können.
Anwendungsszenarien und korrespondierende Zielgruppen
Die primären Zielgruppen der Plattform waren zu Beginn Mitarbeitende
aus Vertrieb, Marketing und Projektmanagement, da die Beschreibungen
von Kundenprojekten und Lösungsmodulen als initiale Inhalte genau für
diese Mitarbeitergruppen hilfreich waren. Dies soll anhand von zwei An-
wendungsszenarien exemplarisch verdeutlicht werden:
Im Angebotsprozess fordert die Kundschaft vielfach Referenzpro-
jekte, welche innerhalb einer festgelegten Frist mit Abgabe des An-
gebots genannt werden müssen. Vertriebsmitarbeitende können in
References+ schnell und mit wenigen Mausklicks solche Referenz-
projekte finden.
Zur Erstellung von Referenzbroschüren, Pressemeldungen oder
Internetseiten können Marketing- und Kommunikationsmitarbei-
tende auf eine Fülle von Projektmeldungen zurückgreifen, um diese
bei Eignung als Referenzen aufzubereiten (siehe Kap. 5).
Bedingt durch Anforderungen weiterer Nutzergruppen kamen im Lauf
der Zeit zusätzliche Inhalte in References+ hinzu. Dadurch eröneten sich
neue Anwendungsfälle und folglich auch neue Zielgruppen:
Das Senior-Management kann für wichtige Präsentationen sowohl
für interne als auch für externe Zielgruppen besonders eindrückli-
che Projektbeispiele identifizieren und herunterladen.
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  /   /   /  
Im Qualitätsmanagement ermöglicht der strukturierte Austausch
von ›Lessons Learned‹ allen Beteiligten, aus Fehlern der Vergan-
genheit zu lernen und die Ergebnisqualität nachhaltig zu steigern.
Dokumentierte Fälle von ›Good Practices‹ und ›Best Practices‹ las-
sen sich auf einen anderen Kontext adaptiert wiederverwenden und
können somit zu einer Produktivitäts- und Ergebnissteigerung
beitragen (siehe Kap. 6).
Je mehr Anwendungsszenarien eine Community-Plattform wie Referen-
ces+ abdecken kann, umso mehr und umso größere Zielgruppen können
damit innerhalb der Organisation erreicht werden. Dies führt zu der Frage,
welche Faktoren den Erfolg einer Plattform wie References+ begünstigen.
4. Erfolgsfaktoren beim Betrieb von References+
Community-Plattformen wie References+ sind sozio-technische Systeme
( 2010). Neben der Beherrschung der eingesetzten Technologie als
Mindestanforderung ist es wichtig, die sozialen Prozesse rund um Mitarbei
-
tende zu beachten (/ 2009). Da die Nutzung von References+
in der Regel freiwillig geschieht, sollte den motivationalen Aspekten eine
hohe Bedeutung zugemessen werden. Nachfolgend werden vier Faktoren
erläutert, die zum Erfolg von References+ beitragen.
1. Erfolgsfaktor: Die Rolle der Community-Moderatoren
Alle in References+ registrierten Nutzerinnen und Nutzer bilden eine
weltweite Community. Die Moderation und Motivation aller Community-
Mitglieder wird dezentral von sogenannten ›Content & Community Admi-
nistrators‹ übernommen. Jede Organisationseinheit, die References+ im
Rahmen einer eigenen Community zum Wissensaustausch nutzt, stellt
mindestens einen Administrator, der neben dem im Kapitel 3 erwähnten
Content-Management folgende weitere Aufgaben übernimmt:
Persönliche Ansprache und Ermunterung von Wissensträgern zum
Erstellen neuer Beiträge oder zum Aktualisieren bestehender Bei-
träge; in der Regel geschieht dies durch bilateralen Kontakt via
E-Mail oder Telefon.
Ansprechpartner bei Problemen und Verbesserungsvorschlägen −
im Sinne einer ›References+ Hotline‹
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Beispiel Siemens AG: Mit References+ den internen Wissens- und Erfahrungsaustausch fördern
Durchführen von Trainingsmaßnahmen, die sowohl persönlich
in Form von Präsenzveranstaltungen als auch ortsunabhängig als
Webkonferenzen durchgeführt werden
Hervorheben und Kommunizieren besonders aktiver Autoren oder
besonders oft angeklickter Beiträge
Autoren danken, die überdurchschnittlich aktiv sind und/oder qua-
litativ hochstehende Beiträge verfassen, und dies auch der Commu-
nity kommunizieren
Ansprechen geeigneter Multiplikatoren (Senior-Management, re-
gionales Management, Kommunikation usw.) zwecks Motivation
ihrer Mitarbeitenden
Erstellen von News-Beiträgen, um sie im unternehmensweiten
News-Kanal sowie auf ausgewählten Intranetseiten zu veröent
-
lichen
Kommunikation wichtiger bzw. zeitkritischer Neuigkeiten als
E-Mail an alle Community-Mitglieder
Als übergreifende, plattformweite Kommunikationsmaßnahme wird
alle zwei bis drei Monate der ›References+ Newsflash‹ an alle Commu-
nity-Mitglieder versandt. Dieser E-Mail-Newsletter informiert über neue
Funktionen der -Anwendung, interessante Beiträge, Neuigkeiten aus
der Community und weitere relevante Themen. Darüber hinaus ist dieses
Medium auch ein ›Erinnerungs-Trigger‹, um sporadische Nutzerinnen
und Nutzer zum Önen von References+ im Browser zu animieren und
zur Teilnahme anzuregen.
Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Webkonferenzen werden
alle nominierten ›Content & Community Administrator‹ geschult und
zum gegenseitigen Austausch animiert. Die Trainingsinhalte werden in
References+ dokumentiert und stehen so zur späteren Recherche und für
neu hinzukommende Administratoren zur Verfügung.
2. Erfolgsfaktor: Der Beitrag der Unternehmensleitung
Ein wesentliches Element für den Erfolg von Web-2.0-Initiativen in Un-
ternehmen ist die spürbare Unterstützung des Managements. Nur wenn
sich die Mitarbeitenden sicher sein können, dass sie damit auch im Sinne
der Unternehmensführung handeln, sind sie bereit, eigene Erfahrungen
zu dokumentieren und über eine Intranetplattform mit anderen zu teilen.
Aus diesem Grund fordern mehrere Mitglieder der Unternehmensleitung
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  /   /   /  
auf der References+-Startseite die Anwender zur aktiven Nutzung und
zum Verfassen von Beiträgen auf.
Ein noch besserer Eekt lässt sich beobachten, wenn Mitglieder des
Senior-Managements als aktive Autoren in Erscheinung treten und somit
diese Erwartung selbst vorbildlich umsetzen.
3. Erfolgsfaktor: Incentive-Maßnahmen
Um References+ mit vielen Beiträgen anzureichern und die Community
zu vergrößern, gab es vor allem in der Anfangsphase mehrere Incentive-
Maßnahmen in Form von internen Wettbewerben ( 2007). Ein wei-
terer Wettbewerb folgte im Jahr 2015 anlässlich des zehnjährigen Bestehens
der Plattform. Die aktivsten Autoren konnten Preise gewinnen, welche
zusammen mit einer vom  unterzeichneten Urkunde an ihre direkten
Vorgesetzten versandt und von diesen persönlich an die Gewinner über-
reicht wurden. Fotos der Übergabe erschienen im Intranet sowie in der
Mitarbeiterzeitschrift. Die Wertschätzung der Unternehmensleitung, die
Übergabe durch die Vorgesetzten und die anschließende Visualisierung der
Preisträger wirkten wesentlich motivierender als die eigentlichen Sachpreise.
In diesem Zusammenhang muss jedoch darauf hingewiesen werden,
dass eine rein extrinsische Motivation durch Incentive-Maßnahmen auf
Dauer keine nachhaltige Wirkung zeigt. Im Hinblick auf einen anzustre-
benden Kulturwandel bringen sie nicht zwangsläufig den gewünschten
Eekt mit sich.
4. Erfolgsfaktor: Intrinsische Motivation
Um langfristig und vor allem nachhaltig die Bereitschaft der Mitarbeiten-
den zum Wissensaustausch zu steigern, ist die intrinsische Motivation aller
Beteiligten von zentraler Bedeutung. Fundamentale Voraussetzung dafür
ist eine oene und vertrauensfördernde Unternehmenskultur, in der auch
über Fehler und Misserfolge ehrlich und ohne Angst vor Sanktionen oder
Bloßstellung gesprochen werden darf.
Bezogen auf die Webanwendung gilt es, den Teilnehmenden ein posi-
tives und angenehmes Nutzungserlebnis zu ermöglichen. Dies erfordert
eine einfache und intuitive Bedienbarkeit, welche schnell zum erwünschten
Ziel führt ohne vorgängiges Studium von Anleitungen oder den Besuch
von Trainingsveranstaltungen.
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Beispiel Siemens AG: Mit References+ den internen Wissens- und Erfahrungsaustausch fördern
Mittels einer Nutzerumfrage (/ 2016) ließen sich drei
Hauptgründe zur Nutzung von References+ identifizieren, welche in der
Anwendung abgedeckt sind:
Schnelles und einfaches Aunden von Informationen und persön-
lichen Erfahrungen
Schnelles und einfaches Identifizieren der jeweiligen Wissensträ-
ger und Experten
Teilnahme an einer Community und bessere Vernetzung innerhalb
des Unternehmens
Der wohl wichtigste Motivationsfaktor zur Nutzung ist der erhote
oder erzielte Mehrwert für die eigene Arbeit ( 2001). Das
kann ein Informationsvorteil, eine Zeitersparnis, das Kennenlernen eines
zuvor unbekannten Wissensträgers oder eine Qualitätsverbesserung sein.
Wenn die Nutzerinnen und Nutzer einer -Anwendung einen spürbaren
Mehrwert erfahren, werden sie das Tool nicht nur weiterhin nutzen, son-
dern es auch weiterempfehlen.
Daneben sollte auch über Motivationsaspekte der Autoren nachgedacht
werden: Eine unternehmensweite Sichtbarkeit eigener Kompetenzen und
(Projekt-)Erfolge wirkt trotz des zeitlichen Investments motivierend, einen
Beitrag in eine Community-Plattform einzugeben. Weitere Anhaltpunkte
liefern die Antworten im nachfolgenden Abschnitt.
Aussagen ausgewählter Nutzerinnen und Nutzer
Nach der Motivation zur Nutzung von References+ als Leser oder Autorin
gefragt, machten die befragten Teilnehmer im Jahr 2017 folgende Aussagen:
»References+ ist eine einzigartige Wissensplattform und stets auf
dem aktuellsten Stand. Ich suche nach den neuesten Projekten und
Kundenreferenzen, um Inspiration für meine internen Artikel zu
finden. Dank detaillierter Informationen, Dokumente und Kon-
taktdaten kann ich mich schnell an die verantwortlichen Personen
wenden und falls erforderlich noch mehr erfahren« (Mitarbeiterin
der internen Kommunikation, Zug).
»Als Leser hoe ich, von anderen Business Units gute Ideen und An
-
regungen zu bekommen. Als Autor sehe ich die Möglichkeit, dass
auch andere Siemens-Standorte von unseren Ideen profitieren, da-
mit wir weiterhin erfolgreich bleiben« (Mitarbeiter bei Operational
Excellence, Frankfurt/M.).
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  /   /   /  
»Hier finde ich Projekte und Ansprechpartner über Divisions- und
Ländergrenzen hinaus. So wirkt References+ für mich wie eine Brü
-
cke zwischen einzelnen Ländern und dem Headquarter. Die Trans-
parenz über die erfolgreichen Projekte und deren Beteiligte hilft
uns, weitere Kunden von Siemens zu überzeugen« (Mitarbeiter bei
Marketing & Promotion, Erlangen).
»Als neue Mitarbeiterin bietet mir References+ einen lebendigen
Einblick in aktuelle Projekte, Aufgabenstellungen und Lösungen
sowie einen Zugang zu Kollegen und ihren Erfahrungen. Für mei-
nen Aufgabenbereich, die kundenorientierte Ausrichtung von tech-
nischen Trainings, hilft mir References+, reale Anforderungen bei
der Anwendung unserer Produkte besser zu verstehen« (Leiterin
der Trainingsorganisation, Zug).
»Ich nutze References+, um ›Best Practices‹ über verschiedene Län-
der und Technologien zu kennen sowie Kunden auf Referenzen
hinzuweisen, um deren Kaufentscheidung positiv zu beeinflussen«
(Mitarbeiter im Account Management, Erlangen).
»Auf dieser Plattform kann ich alle Referenzen zu unserem Fach-
gebiet zeigen und nach Branchen sortieren, auch diejenigen ohne
Kundenfreigabe zur externen Kommunikation« (Mitarbeiterin im
Consultant Support, Erlangen).
»Mit References+ kann ich Anfragen von Kollegen zu bestimmten
Datenwünschen einfach beantworten. Der Vorteil ist vor allem ein
sehr zeitnahes Filtern und Aunden der Daten nach Schlagwör-
tern, Örtlichkeiten und Technologien. Dies ist in unserer immer
rasanter werdenden Arbeitswelt eine unschätzbare Eigenschaft
eines Datenbanktools. References+ als Autor zu nutzen, ist mir ein
wichtiges Anliegen geworden. Zu meinen Beiträgen erhielt ich be-
reits viele positive Rückmeldungen aus aller Welt. Das zeigt, dass
References+ sehr gut angenommen wird« (Redakteurin der Kun-
denzeitschrift, Wien).
Die hier aufgezeigte Nutzungsmotivation lässt sich auch auf Organisa-
tionseinheiten und Prozesse übertragen, was die folgenden zwei Kapitel
exemplarisch aufzeigen.
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Beispiel Siemens AG: Mit References+ den internen Wissens- und Erfahrungsaustausch fördern
5. Generierung von Referenzprojekten
am Beispiel der Energy Management Division
Bei der Energy Management Division () sind ›Content & Community
Administrators‹ für References+ ein wichtiger Bestandteil des Marketing-
prozesses. Sie pflegen die Wissensreferenzen und optimieren ihre inhalt-
liche Qualität. Denn nicht immer kommen die eingetragenen Beiträge in
der erwarteten Qualität. So müssen die Administratoren nach einer ersten
Sichtung des Inhalts detailgerecht recherchieren und in manchen Fällen
fehlende oder fehlerhafte Angaben nachträglich ergänzen. Damit stellen
sie ein einheitliches Erscheinungsbild und die Konsistenz der Inhalte si-
cher. Dies erleichtert nicht nur die Aundbarkeit, sondern steigert auch
Verständlichkeit und Akzeptanz der relevanten Wissensreferenzen.
Zur Motivationssteigerung, aktuelle Projekterfolge in References+ zu
dokumentieren, wird jährlich in enger Zusammenarbeit mit der Divisi-
onsleitung ein › Sales Award‹ durchgeführt. Teilnehmer können sich
dabei für eine von sieben Award-Kategorien − wie beispielsweise Zusam-
menarbeit, Digitalisierung oder Service − bewerben. Der Wunsch, einen
Preis zu gewinnen, ist groß, denn er ist ein Beweis für die Kompetenz,
das Engagement und den Erfolg des gesamten Projektteams. So erstaunt
es nicht, dass im Bewerbungszeitraum des › Sales Awards‹ überdurch-
schnittlich viele Beiträge in hoher Qualität eingetragen werden. Eine aus
Mitgliedern des Senior-Managements bestehende Jury trit anhand von
vorab definierten Kriterien eine Vorauswahl und wählt daraus die Gewin-
ner. Diese werden im Rahmen der ›Energy Management Division Awards‹
prämiert und über interne Medien kommuniziert.
Mit dem beschriebenen Vorgehen stellt References+ eine solide und
bewährte Basis für den Wissensaustausch dar. Die Projektbeschreibun-
gen werden nicht nur in References+ unternehmensintern dokumentiert
und geteilt, sondern stehen auch als Erfolgsgeschichten für die externe
kommunikative Nutzung zur Verfügung. Aussagekräftige Referenzbe-
schreibungen erhöhen das Vertrauen und die Akzeptanz der Kundschaft
und können ein ausschlaggebender Grund für die Kaufentscheidung und
damit für eine Zusammenarbeit mit Siemens sein.
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  /   /   /  
6. Business Excellence im Kontext
von Produktivitätsmanagement
Unter Produktivität versteht Siemens die kontinuierliche Verbesserung
des Input-Output-Verhältnisses. Abgeleitete Maßnahmen zielen darauf ab,
die Kosten zu senken, den Umsatz zu steigern, die Bestände zu optimieren
und zusätzliche Ezienzsteigerungen zu erreichen.
Um den internen Austausch von Verbesserungsmaßnahmen zu för-
dern, ist References+ in der Zentralabteilung für Produktivitätsmanage-
ment seit dem Jahr 2015 im Einsatz. Während dieser Zeit wurden über 700
›Best Practices‹ aus verschiedensten Organisationseinheiten dokumentiert.
Durch die strukturierte Beschreibung der Ausgangssituation, der Vorge-
hensweise, ihrer Ergebnisse und der Erfolgsfaktoren einzelner Projekte
entstand eine Fallsammlung, die es Siemens ermöglicht, sich optimal an
Kundenbedürfnisse und -anforderungen anzupassen, ohne dabei jedes
Mal ›das Rad neu erfinden‹ zu müssen. Die hohe Qualität der Beiträge und
eine einheitliche Taxonomie helfen den Unternehmenseinheiten, schnell
die relevanten Informationen zu finden und bei Bedarf mit den jeweiligen
Ansprechpartnern in Kontakt zu treten.
Dieser Austausch ist erforderlich, um die implementierten Erfolgsge-
schichten zu multiplizieren, sich noch schneller an die sich ständig än-
dernden Marktbedingungen anzupassen und die hohen Erwartungen an
das Produktivitätsmanagement zu erfüllen. In monatlichen ›Best Practice
Sharing Sessions‹ werden zudem jene Projekte, die in den vorangehenden
drei Monaten die höchste Aufmerksamkeit erzielt haben, von den Verant-
wortlichen im Rahmen von Webkonferenzen vorgestellt und in Referen-
ces+ dokumentiert.
7. Einfluss auf Wissenserwerb
und Kompetenzaufbau
Zusammenfassend kann gesagt werden: Je mehr Mitarbeitende die Erfah-
rung machen, dass sie auf einfache Weise Wissen ›abholen‹ und dadurch
ihre Kompetenzen selbstbestimmt auauen können, desto eher werden sie
auch bereit sein, ihr eigenes Wissen mit Kolleginnen und Kollegen zu teilen.
Verfügt eine Organisation über die richtige Mischung aus personenge-
bundenen und technikbasierten Methoden zum Wissenstransfer, hat sie
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Beispiel Siemens AG: Mit References+ den internen Wissens- und Erfahrungsaustausch fördern
beste Chancen, im Wettbewerb zu bestehen und ein positives Arbeitsklima
zu erzeugen. So wird nicht nur der Drang nach Fachwissen befriedigt, son-
dern auch eine Unternehmenskultur geschaen, in der mit Wissen oen
umgegangen und Wissen nicht mehr als ›Machtinformation‹ gehortet
wird. Diese Kultur ermutigt jeden Einzelnen, Wissen weiterzugeben und
kreativer zu arbeiten, und sie macht das Unternehmen für neue Mitarbei-
tende attraktiv (et al. 2016).
Mit dem breit gefächerten Angebot von References+ sowie weiteren
Social-Media- und Collaboration-Plattformen nimmt Siemens im interna-
tionalen Unternehmensvergleich eine Vorreiterrolle ein. Zusammen mit
einer vom Management geförderten Kultur des oenen Austauschs und
gegenseitigen Unterstützens − auch über Länder- und Abteilungsgrenzen
hinweg − ermöglichen diese -Anwendungen einen ungehinderten Wis-
sens- und Informationsaustausch, von dem Mitarbeitende, Geschäftspart-
ner und Kunden gleichermaßen profitieren.
Literatur
, ;  ;  ;  :
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