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Specchi Scomodi. Etnografia delle Migrazioni Forzate nel Libano Contemporaneo.

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... 28 The MoU between the Lebanese government and the UNHCR was signed in 2003 on the occasion of the Iraqi "refugee crisis". Since 2014, the UNHCR is pushing for a new MoU to better manage the Syrian "refugee crisis" within the Lebanon Crisis Response Plan (LCRP) (Carpi, 2018). ...
... Some aspects of our "post-colonial roots" or our social identity can profoundly impact how we perceive others, the way we are perceived, and the power dynamics in the relationship with research participants. Following Anthropologist Estella Carpi, I suggest that the field should be approached in a "transformative" rather than in an "informative" way (Carpi, 2018). To do so, researchers should recognize hierarchies and postcolonial legacies, cultural biases, and structural aspects of identity and critically address the field using "decolonized methodologies" (Tuhiwai Smith, 2017). ...
... Those who live there, mostly in Informal Tented Settlements (ITSs), are the families of former seasonal workers from Syria who after the war started bringing their families to Lebanon. Other authors have investigated displacement in the Lebanese Dahyeh (Carpi, 2018). 43 A shāwīsh is a Syrian refugee who acts as the leader of the refugee camp. ...
Thesis
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Diese Dissertation untersucht die Auswirkungen der Vertreibung auf die Geschlechterrollen und -beziehungen bei syrischen Flüchtlingsfamilien im Libanon und in Deutschland. Sie basiert auf einer achtzehnmonatigen ethnografischen Feldforschung, die zwischen 2017 und 2019 durchgeführt wurde. Die wichtigsten Fragestellungen, die diese Studie geleitet haben, sind wie folgt: Welche Art von Geschlechterrollen- und Beziehungstransformationen erleben syrische Familien im Libanon und in Deutschland? Wie verhandeln syrische Männer und Frauen Beziehungen in der Vertreibung neu? Können unterschiedliche Fluchtsituationen ähnliche Erfahrungen erzeugen? Es wird die These aufgestellt, dass syrische Familien aufgrund der besonderen rechtlichen und bürokratischen Bedingungen im Libanon und in Deutschland eine langwierig-vorübergehende Vertreibung erleben. Dieser Bereich wird als Liminalität konzipiert, einen nichtstrukturellen Kontext, der alternative Dimensionen der „Agency“ ermöglicht. Für jede Fallstudie werden vier Typologien von Transformationen in Geschlechterrollen und -beziehungen bestimmt und anschließend analysiert, wie syrische Männer und Frauen diese neu verhandelt haben. Abschließend werden beide Situationen des Flüchtlingsdaseins verglichen und vorgeschlagen, dass drei Dimensionen der Agency in diesem Schwellenbereich aufgedeckt werden können - eine iterative Dimension, in der die Agency in Richtung Vergangenheit positioniert ist; eine projektive Dimension, die die Agency auf die Zukunft ausrichtet und eine praktische Bewertungsdimension, in der situative Urteile unter konkreten Umständen in einen Kontext gesetzt werden. Diese Dissertation liefert drei Beiträge: Auf theoretischer Ebene verwendete sie die Agency als Linse zur Analyse der Geschlechterverhältnisse bei Zwangsmigration; auf methodischer Ebene verwendet sie eine relationale Perspektive, um verflochtene Beziehungszusammenstellungen zu untersuchen, und auf empirischer Ebene werden zwei Vertreibungssituationen vergleichend analysiert.
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