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September 2018
EUROPEAN SCORECARD ZUM STAND DER
IMPLEMENTIERUNG DER ELEKTRONISCHEN
PATIENTENAKTE AUF NATIONALER EBENE
Erstes Update 2018
Eine Studie im Auftrag der Stiftung Münch
Die Studie wurde vom Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav)
unter der Leitung von Ana Sofia Oliveira Gonçalves, Dr. Nick Bertram und
Prof. Dr. Volker Eric Amelung erstellt.
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INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis .................................................................. 2
Abkürzungsverzeichnis ............................................................ 3
1 Einleitung ....................................................................... 4
2 Methodik ....................................................................... 4
2.1 Auswahl der Länder .................................................................................. 4
2.2 Datenquellen ......................................................................................... 5
2.3 Teilkategorien und Indikatoren ...................................................................... 6
2.4 Scoring und Bewertung .............................................................................. 9
3 Ergebnisse .................................................................... 10
4 Ausblick ....................................................................... 18
Referenzen ........................................................................ 20
Anhang ............................................................................ 22
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ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
AOK
Allgemeine Ortskrankenkasse
CDU
Christlich Demokratische Union Deutschlands
CSU
Christlich-Soziale Union in Bayern
eGK
elektronische Gesundheitskarte
ePA
elektronische Patientenakte
E-Rezept
elektronisches Rezept
Eurostat
Statistisches Amt der Europäischen Union
gematik
Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH
GKV
Gesetzliche Krankenversicherung
GMG
GKV-Modernisierungsgesetz
IBM
International Business Machines Corporation
inav GmbH
privates Institut für angewandte Versorgungsforschung
IT
Informationstechnik
k.A.
keine Angabe
MINT
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik
NHS
Nationaler Gesundheitsdienst (National Health Service)
OECD
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for
Economic Co-operation and Development)
SPD
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
TI
Telematikinfrastruktur
TK
Techniker Krankenkasse
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 4 von 34
1 EINLEITUNG
Im Jahr 2016 hat die inav GmbH im Auftrag der Stiftung Münch den Stand der Einführung einer
elektronischen Patientenakte (ePA) in Vorreiterländern wie Dänemark oder Israel detailliert un-
tersucht und die Ergebnisse in der Publikation Die elektronische Patientenakte Fundament ei-
ner effektiven und effizienten Gesundheitsversorgung medienwirksam im medhochzwei Verlag
veröffentlicht (Amelung, Binder, Bertram, Chase, & Urbanski, 2016).
Bestandteil dieser Publikation war auch eine Analyse die Frage betreffend, wo einzelne (europäi-
sche) Länder bei der Implementierung einer ePA stehen. Die Resultate dieser Untersuchung wur-
den in Kapitel 4 dieser Publikation als „European Scorecard zum Stand der Implementierung der
elektronischen Patientenakte auf nationaler Ebene“ wiedergegeben. In diesem Vergleich von
zwanzig europäischen Ländern erreichte Deutschland bei der Implementierung der ePA lediglich
den elften Platz. Die Spitzenplätze belegten Dänemark, Schweden und Estland. Die Studie zeigte,
dass in Ländern mit einer gut etablierten ePA eine klare Vorgabe des Gesetzgebers die Basis für
die erfolgreiche Einführung war.
Zwei Jahre nach dieser initialen Untersuchung soll nun ein Update dieser Scorecard vorgenom-
men und der Frage nachgegangen werden, ob Deutschland – im Vergleich zur Analyse von 2016
– im europäischen Vergleich zur Spitzengruppe aufholen konnte, nach wie vor im Mittelbereich
rangiert oder ob mittlerweile andere Länder an der Bundesrepublik vorbeigezogen sind. Sind die
Länder skandinavischer Prägung nach wie vor führend bei der Ausgestaltung der ePA oder wur-
den diese in den letzten Jahren von anderen Ländern überholt, die zuvor abgeschlagen auf den
hinteren Rängen lagen?
2 METHODIK
2.1 Auswahl der Länder
Die 20 europäischen Länder, die im Jahr 2016 in die Scorecard aufgenommen wurden, ergaben
sich aus der zum damaligen Betrachtungszeitraum relativen Vollständigkeit an verfügbaren Indi-
katoren in den identifizierten und vorhandenen Datenquellen (vergleiche Kapitel 2.2 sowie
Amelung et al. (2016)). Im Sinne der Konsistenz der Scorecard sollen deshalb auch bei dem vor-
liegenden Update die gleichen Länder wie schon im Jahr 2016 betrachtet werden:
Belgien,
Dänemark,
Deutschland,
Estland,
Finnland,
Frankreich,
Italien,
Irland,
Litauen,
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 5 von 34
Niederlande,
Österreich,
Polen,
Portugal,
Schweden,
Schweiz,
Slowakei,
Slowenien,
Spanien,
Tschechische Republik sowie
Vereinigtes Königreich
1
.
2.2 Datenquellen
Die nachfolgenden Quellen wurden 2016 für die Erstellung der Scorecard genutzt:
1) Europäische Kommission (2014b),
2) Eurostat (2016a),
3) Eurostat (2016b),
4) Health Consumer Powerhouse (2015),
5) OECD (2013) sowie
6) Europäische Kommission (2014a).
Für die Erstellung des Scorecard Updates konnten die obengenannten Quellen 1 bis 4 aktualisiert
werden:
1) Europäische Kommission (2016),
2) Eurostat (2018b),
3) Eurostat (2018a) sowie
4) Health Consumer Powerhouse (2016).
Eine aktuelle Version der Quellen 5 und 6 lag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Manuskriptes
nicht vor. Durch eine strukturierte Literaturrecherche konnten allerdings neue, 2016 noch nicht
verfügbare Quellen ausfindig gemacht und entsprechend in die Analyse einbezogen werden:
5) OECD (2017a),
6) OECD (2017b),
7) OECD (2017c) sowie
8) Europäische Kommission (2017).
1
Viele Daten das Vereinigte Königreich betreffend beziehen sich häufig nur auf den National Health Service
(NHS; Nationaler Gesundheitsdienst) England und nicht auf den NHS Schottland und NHS Wales beziehungsweise
Health and Social Care in Nordirland.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 6 von 34
2.3 Teilkategorien und Indikatoren
Für die Entwicklung der ersten Scorecard im Jahr 2016 war es zentral, relevante Indikatoren aus-
findig zu machen, die die Komplexität der ePA-Implementierung angemessen widerspiegelten.
Damals wurden 24 Indikatoren recherchiert und zu vier Teilkategorien zusammengefasst. Aus
den in Kapitel 2.2 aufgeführten, aktuellen Quellen konnten weitere fünf Indikatoren identifiziert
werden, die eine Beurteilung der Fortschrittlichkeit des Standes der jeweiligen nationalen ePA
erlauben. Zusammen mit diesen neuen Indikatoren wurden nunmehr insgesamt fünf Teilkatego-
rien gebildet:
A) Infrastrukturelle Voraussetzungen,
B) Nutzungseigenschaften und Gesundheitskompetenz,
C) politische und rechtliche Rahmenbedingungen,
D) Nutzung und Implementierung der ePA sowie
E) Inhalte und Funktionen der ePA.
Die ursprüngliche TeilkategorieA) Infrastrukturelle Voraussetzungendes Jahres 2016 wurde
bei dem vorliegenden Update in die beiden Kategorien
A) Infrastrukturelle Voraussetzungen und
B) Nutzungseigenschaften und Gesundheitskompetenz
gesplittet, sodass eine schärfere Trennung zwischen den Indikatoren möglich ist.
So liegt beispielsweise hinsichtlich der Aufnahme des Indikators Hochschulabschluss in MINT-Fä-
chern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) in die Teilkategorie A) Infrastruktu-
relle Voraussetzungen die These zugrunde, dass eine Nation mit einem hohen Anteil an MINT-
Akademikern eher fortschrittsaffin ist als ein Land mit einem nur geringen Anteil. Ein hoher An-
teil an 55-jährigen oder älteren Ärzten deutet gegebenenfalls auf eine eher wenig ausgeprägte
Fortschrittlichkeit auf Seiten der Leistungserbringer hin: Das Alter der Ärzte kann als Proxy dafür
verwendet werden, ihre Technologieaffinität zu messen.
Um nicht nur die eigentliche Infrastruktur sowie Eigenschaften von medizinischen Fachkräften,
sondern auch Patienteneigenschaften abzubilden, wurde die Kategorie B) Nutzungseigenschaf-
ten und Gesundheitskompetenz neu definiert. Diese beleuchtet dahingehend eher patientensei-
tige Aspekte wie die Frequenz der Internetnutzung pro Woche oder den Indikator Personen, die
das Internet zur Beschaffung von gesundheitsrelevanten Informationen genutzt haben. Denn Pa-
tienten und damit potentielle Nutzer beziehungsweise Nutznießer von ePAlassen sich eher
in gesundheitskompetenten Settings ausmachen. Da die Funktionen einer ePA zumeist Patien-
teninteraktionen umfassen beispielsweise die Durchführung von Online-Terminbuchungen –,
ist es sinnvoll zu ergründen, ob diese eine ausreichende (E-)Gesundheitskompetenz aufweisen,
die es ermöglicht, ePA-Dienste auch tatsächlich zu nutzen.
Alle Indikatoren der oben aufgeführten Teilkategorien sind einschließlich des zugehörigen Sco-
rings in der nachfolgenden Tabelle 1 aufgelistet.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 7 von 34
Indikator
Scoring
1
2
3
gesamtes Breitband-Internetzugang (in % aller Haushalte)
0-99,0
99,1-99,7; k.A.
99,8-100
Hochschulabschluss in MINT-Fächern unter 25- bis 64-Jährigen mit tertiärem Bildungsab-
schluss (in %)
0-23
24-29; k.A.
30-100
55-jährige oder ältere Ärzte (in % aller Ärzte)
36-100
21-35; k.A.
0-20
Frequenz der Internetnutzung pro Woche (in % an der Gesamtbevölkerung des Landes)
0-80
81-90; k.A.
91-100
Personen, die das Internet zur Beschaffung von gesundheitsrelevanten Informationen ge-
nutzt haben (in % an der Gesamtbevölkerung des Landes)
0-40
41-60; k.A.
61-100
Personen, die das Internet in den letzten drei Monaten genutzt haben, um Informationen
über die eigene Gesundheit (unter anderem Verletzung, Krankheit, Ernährung oder Verbes-
serung der Gesundheit) zu erhalten (in % an der Gesamtbevölkerung des Landes)
0-50
51-90; k.A.
91-100
Pläne oder Strategien der einzelnen Länder in Bezug auf eine ePA
nein
k.A.
ja
rechtliche/gesetzliche Verankerung der ePA
nein
unspezifisch; k.A.
spezifisch
Vorschriften zur Patienteneinwilligung
nein
k.A.
ja
ePA nur auf Gesundheitsdaten beschränkt
k.A.
ja
nein
rechtliche Verpflichtung für Leistungserbringer, die ePA upzudaten
nein
k.A.
ja
volle Zugriffsrechte der Patienten auf die eigene ePA
nein
k.A.
ja
Standards zur Interoperabilität
nein
k.A.
ja
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 8 von 34
Indikator
Scoring
1
2
3
Verwendung einer ePA durch Hausärzte (in %)
0-50
51-90; k.A.
91-100
Verwendung einer ePA von Fachärzten (in %)
0-50
51-90; k.A.
91-100
Verwendung einer ePA in Krankenhäusern (in %)
0-50
51-90; k.A.
91-100
Verwendung einer ePA in den Notaufnahmen von Krankenhäusern (in %)
0-50
51-90; k.A.
91-100
Verwendung einer ePA für Rezeptausstellung bei Hausärzten (in %)
0-50
51-90; k.A.
91-100
Qualitätsprüfungen der ePA
nein
k.A.
ja
Sekundärnutzung von ePA-Daten
nein
k.A.
ja
Möglichkeit von Online Terminbuchungen
nein/selten
teilweise verbreitet; k.A.
weitverbreitet
E-Rezept
nein/selten
teilweise verbreitet; k.A.
weitverbreitet
Zugang zur eigenen ePA
nein
k.A.
ja
spezifische Vorschriften für den Inhalt der ePA
nein
k.A.
ja
demografische Angaben
nein
k.A.
ja
sozioökonomische Angaben
nein
k.A.
ja
Medikationsplan
nein
k.A.
ja
klinisch relevante Bedenken
nein
k.A.
ja
durchgeführte Prozeduren
nein
k.A.
ja
Tabelle 1 Teilkategorien A) bis E) mit den zugehörigen Indikatoren und dem angewendeten Scoring.
Legende: ePA = elektronische Patientenakte; E-Rezept = elektronisches Rezept; k.A. = keine Angabe; MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik.
Quelle: Eigene Darstellung.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 9 von 34
Darüber hinaus konnten in die Teilkategorie D) Nutzung und Implementierung zwei weitere Va-
riablen integriert werden: Verwendung einer ePA in den Notaufnahmen von Krankenhäusern so-
wie Verwendung einer ePA für Rezeptausstellung bei Hausärzten.
In den Teilkategorien A und B können folglich maximal 9 Punkte erreicht werden; die Teilkatego-
rien C und D enthalten maximal 21 Punkte. Die betrachteten Länder können in der Teilkategorie
E maximal 27 (ungewichtet) bzw. 54 (gewichtet) Punke erreichen.
2.4 Scoring und Bewertung
Innerhalb der einzelnen Indikatoren fand ein subkategorienspezifisches Scoring statt, das heißt
den Ländern wurden Punktwerte zwischen 1 und 3 zugeteilt:
1 Punkt: geringer Fortschritt,
2 Punkte: mäßiger Fortschritt oder es lagen zu dem entsprechenden Land keinerlei Informa-
tionen zum jeweiligen Indikator vor (k.A.)
2
,
3 Punkte: größter Fortschritt.
Während bei einigen Indikatoren die Punktevergabe dem Schema 1 (nein), 2 (k.A.) oder 3 (ja)
folgt, wird insbesondere bei intervallskalierten Indikatoren eine relative Punktevergabe definiert,
welche sich an den in den Daten beobachteten Verteilungen orientiert. Die detaillierte Punktezu-
teilung ist ebenfalls Tabelle 1 zu entnehmen.
Durch die Addition aller Indikatoren innerhalb der jeweiligen Teilkategorien der Scorecard erge-
ben sich Zwischensummen für diese. Diese Zwischensummen werden anschließend addiert. So
entsteht zunächst eine ungewichtete Gruppierung der betrachteten Länder. Da jedoch insbeson-
dere die Teilkategorie E) nach Ansicht der Autoren die höchste Fortschrittlichkeit bei der ePA
suggeriert, wird diese für die Gruppierung der Länder doppelt gewichtet also mit dem Faktor 2
multipliziert.
In Anlehnung an das Vorgehen anderer Scores (Indizes), wie zum Beispiel dem Euro Health Con-
sumer Index, erfolgt anschließend an die Scorebildung eine Einteilung der betrachteten Ländern
entlang eines intuitiv verständlichen Ampelschemas. Die Länder werden also einer von drei
Gruppen zugeordnet:
rot (wenig fortgeschritten),
gelb (mäßig fortgeschritten),
grün (weit fortgeschritten).
Dies erfolgt empirisch unter Betrachtung der Verteilung der Punkte der Länder durch eine Identi-
fizierung von Grenzwerten. Dazu werden die Länder entlang ihrer erlangten Punktzahl in Form
eines Balkendiagramms aufgeführt und diese Verteilung auf Brüche beziehungsweise Kurven-
punkte hin untersucht.
2
Dieses Procedere hat den Vorteil, dass Länder, für die keine Informationen vorlagen bzw. in den ausgewählten
Quellen nicht vorhanden waren, nicht mit 0 Punkten oder nur 1 Punkt bewertet werden. Denn auch im Jahr 2018
gilt die ePA aus Sicht der Autoren nach wie vor als relativ datenarmes Forschungsfeld.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 10 von 34
3 ERGEBNISSE
Auf den folgenden Seiten werden grafisch die Ergebnisse der Untersuchung zum Update der Eu-
ropean Scorecard zum Stand der Implementierung der elektronischen Patientenakte auf natio-
naler Ebene präsentiert. Der Tabelle 2 sind zunächst die ungewichteten Zwischensummen der
fünf Teilkategorien für die betrachteten Länder sowie die Gesamtpunktzahlen aller Kategorien zu
entnehmen (siehe detailliert im Anhang). In der darauffolgenden Tabelle 3 sind die Ergebnisse
des Scorings nach der doppelten Gewichtung von Teilkategorie E) und die sich daraus ergeben-
den Gesamtpunktzahlen der zu vergleichenden 20 europäischen Länder dargestellt.
Die gewichteten Gesamtpunktzahlen der Länder wiederum wurden, wie Abbildung 1 verdeut-
licht, entlang der summierten Punktzahlen in absteigender Reihenfolge als Balkendiagramm dar-
gestellt. Grenzwerte wurden definiert und die Länder den drei Gruppen weit fortgeschritten
(grün), mäßig fortgeschritten (gelb) sowie wenig fortgeschritten (rot) zugeordnet.
Bei einem maximal erreichbaren Score von 114 wurden die Länder wie folgt eingeteilt:
weit fortgeschritten (grün): 90 bis 114 Punkte,
mäßig fortgeschritten (gelb): 79 bis 89 Punkte sowie
wenig fortgeschritten (rot): 0 bis 78 Punkte.
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Kategorie
BEL
DNK
DEU
EST
FIN
FRA
IRL
ITA
LTU
NLD
AUT
POL
PRT
SWE
SUI
SVK
SVN
ESP
CZE
GBR
maximale
Punktzahl
A) Infrastrukturelle Voraussetzungen
5
6
6
6
7
6
6
6
6
6
7
7
6
7
7
4
7
8
6
8
9
B) Nutzungseigenschaften und Gesundheits-
kompetenz
6
8
7
6
8
5
3
3
5
8
6
5
5
8
8
5
5
5
6
7
9
C) Politische und rechtliche Rahmenbedingun-
gen
15
15
14
15
15
17
10
17
15
11
20
18
15
17
15
19
11
18
12
13
21
D) Nutzung und Implementierung
15
19
12
19
17
11
13
12
13
17
15
9
14
19
14
13
13
15
14
17
21
E) Inhalte und Funktionen
18
27
19
25
26
21
16
18
19
19
16
19
22
24
25
25
19
25
19
23
27
Gesamtpunktzahl
59
75
58
71
73
60
48
56
58
61
64
58
62
75
69
66
55
71
57
68
87
Tabelle 2 Punkte der Länder in den jeweiligen Teilkategorien und Gesamtpunktzahl (ungewichtet).
Legende gemäß ISO-3166-ALPHA-3-Kodierliste: BEL = Belgien; DNK = Dänemark; DEU = Deutschland; EST = Estland; FIN = Finnland; FRA = Frankreich; IRL = Irland; ITA = Italien;
LTU = Litauen; NLD = Niederlande; AUT = Österreich; POL = Polen; PRT = Portugal; SWE = Schweden; SUI = Schweiz; SVK = Slowakei; SVN = Slowenien; ESP = Spanien; CZE =
Tschechische Republik; GBR = Vereinigtes Königreich.
Quelle: Eigene Darstellung.
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Kategorie
BEL
DNK
DEU
EST
FIN
FRA
IRL
ITA
LTU
NLD
AUT
POL
PRT
SWE
SUI
SVK
SVN
ESP
CZE
GBR
maximale
Punktzahl
A) Infrastrukturelle Voraussetzungen
5
6
6
6
7
6
6
6
6
6
7
7
6
7
7
4
7
8
6
8
9
B) Nutzungseigenschaften und Gesundheits-
kompetenz
6
8
7
6
8
5
3
3
5
8
6
5
5
8
8
5
5
5
6
7
9
C) Politische und rechtliche Rahmenbedingun-
gen
15
15
14
15
15
17
10
17
15
11
20
18
15
17
15
19
11
18
12
13
21
D) Nutzung und Implementierung
15
19
12
19
17
11
13
12
13
17
15
9
14
19
14
13
13
15
14
17
21
E) Inhalte und Funktionen
36
54
38
50
52
42
32
36
38
38
32
38
44
48
50
50
38
50
38
46
54
Gesamtpunktzahl
77
102
77
96
99
81
64
74
77
80
80
77
84
99
94
91
74
96
78
91
114
Tabelle 3 Punkte der Länder in den jeweiligen Teilkategorien und Gesamtpunktzahl (gewichtet [Teilkategorie E) mit Faktor 2 multipliziert]).
Legende gemäß ISO-3166-ALPHA-3-Kodierliste: BEL = Belgien; DNK = nemark; DEU = Deutschland; EST = Estland; FIN = Finnland; FRA = Frankreich; IRL = Irland; ITA = Italien;
LTU = Litauen; NLD = Niederlande; AUT = Österreich; POL = Polen; PRT = Portugal; SWE = Schweden; SUI = Schweiz; SVK = Slowakei; SVN = Slowenien; ESP = Spanien; CZE =
Tschechische Republik; GBR = Vereinigtes Königreich.
Quelle: Eigene Darstellung.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 13 von 34
Abbildung 1 Balkendiagramm der summierten Punktzahlen in absteigender Reihenfolge.
Legende: grün = weit fortgeschrittene Gruppe, gelb = mäßig fortgeschrittene Gruppe; rot = wenig fortgeschrittene Gruppe.
Quelle: Eigene Darstellung.
0
20
40
60
80
100
120
Dänemark
Finnl and
Schweden
Estland
Spanien
Schweiz
Slowakai
Vereinigtes Köni greich
Portug al
Frankreich
Niederlande
Österreich
Belgien
Deutschland
Litauen
Polen
Tschechische Republik
Italien
Slowenien
Irland
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 14 von 34
Im folgenden Balkendiagramm sind die Veränderungen des Rankings zwischen den Untersuchun-
gen des Jahres 2016 und des Jahres 2018 dargestellt.
Abbildung 2 Veränderung der Ränge der betrachteten Länder zwischen 2016 und 2018.
Aus dem Zusammenspiel der Ergebnisse, die in Abbildung 1 und Tabelle 3 dargestellt sind, ergibt
sich für das Jahr 2018 folgendes Ranking (Rangfolge)
3
der 20 betrachteten Länder:
3
Diese Bewertung ist nur relativ zu verstehen. Die Länder werden im Vergleich zueinander – und nicht im Ver-
gleich zu einem potentiellen Optimum bewertet und in ein Verhältnis gesetzt.
0246810 12 14 16 18 20
Irland
Italien
Slowenien
Tschechische Republik
Belgien
Deutschland
Litauen
Polen
Österreich
Niederlande
Frankreich
Portug al
Slowakei
Vereinigtes Köni greich
Schweiz
Estland
Spanien
Schweden
Finnl and
Dänemark
2018 2016
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 15 von 34
Abbildung 3 Aktuelles Ranking sowie Veränderungen in der Rangfolge der Länder im Vergleich zur Untersuchung
aus dem Jahr 2016.
Quelle: Eigene Darstellung.
Dänemark führt, wie bereits bei der initialen Untersuchung im Jahr 2016, das Ranking an und
kann seine Spitzenposition halten. Finnland (Verbesserung um einen Rang) und Schweden (Ver-
lust der Spitzenposition) teilen sich den zweiten Rang. Estland verliert einen Rang und befindet
sich auf dem vierten Platz. Wie schon bei der erstmaligen Erstellung der European Scorecard be-
finden sich also nur Länder skandinavischer Prägung auf den vorderen Plätzen. Neben Estland
rangiert noch Spanien (Verbesserung um drei Ränge) auf Platz vier.
Die Spitzenpositionen Dänemarks und der weiteren, sehr fortgeschrittenen Länder Finnland,
Schweden und Estland begründen sich neben den hervorragenden infrastrukturellen Voraus-
setzungen, wie die nahezu vollständige Abdeckung mit Breitbandinternet und einer hohen Inter-
netaffinität der Bevölkerung – insbesondere durch die Fortschrittlichkeit in Bezug auf Nutzung,
gebotene Inhalte und vorgehaltene Funktionen der jeweiligen ePA. So sind diese ePA nicht nur
auf Gesundheitsdaten beschränkt. Es erfolgt eine Sekundärnutzung von ePA-Daten und es exis-
tieren verbindliche Standards zur Interoperabilität. Ferner wird die ePA in allen Krankenhäusern,
darunter auch stets in den Notaufnahmen, verwendet. Es gibt eine sehr gute Einbindung von
Haus- und Fachärzten, e-Rezepte können ausgestellt werden und alle Patienten genießen vollen
Zugang zur eigenen ePA.
Das positivere Abschneiden Spaniens auf Rang vier begründet sich insbesondere auf der mittler-
weile guten Verbreitung der ePA im Gesundheitswesen. So verwenden gegenwärtig nahezu alle
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 16 von 34
Hausärzte eine ePA und von diesen wiederum über die Hälfte diese zur Rezeptausstellung.
Ebenso verwenden etwa 70% der spanischen Fachärzte eine ePA.
Die Schweiz (Verbesserung um drei Ränge) befindet sich auf Platz sechs gefolgt vom Vereinigten
Königreich (Verbesserung um sieben Ränge) auf Rang sieben.
Die relative Verbesserung der Schweiz um drei Ränge erklärt sich unter anderem aus einem voll-
ständigen Breitbandinternetausbau mit entsprechend verbundener hohen Frequenz der Inter-
netnutzung durch die Bevölkerung sowie durch die mittlerweile implementierte Sekundärdaten-
nutzung von ePA-Daten.
Das Vereinigte Königreich, welches im Ranking den größten Sprung um sieben Ränge machte,
konnte insbesondere durch infrastrukturelle Faktoren punkten, beispielsweise aufgrund einer
hohen (E-)Gesundheitskompetenz und einem geringen Anteil älterer Ärzte auf der einen Seite
sowie verbesserten spezifischen Vorschriften für die Inhalte der ePA, wie die Aufführung durch-
geführter Prozeduren oder den Zugang zur eigenen ePA, auf der anderen Seite. Die einzige nega-
tive Entwicklung zu 2016 gab es beim Medikationsplan, der laut aktueller Datenlage entfallen ist.
Es konnten also mit den drei Ländern Spanien, Schweiz und Vereinigtes Königreich, die 2016
noch der gelben, mäßig fortgeschrittenen Gruppe angehörten, in die grüne, weit fortgeschrit-
tene Gruppe aufsteigen. Obwohl die Slowakei im Ranking vier Plätze im Vergleich zur ersten Un-
tersuchung eingebüßt hat, konnte diese mit Rang sieben einen Platz in der grünen Gruppe be-
haupten. Es zeigt sich, dass mehr Länder als noch im Jahr 2016 einen (sehr) guten Fortschritt bei
der Nutzung und Funktionalität der ePA erreichten.
Portugal führt im Update des Rankings die gelbe, mäßig fortgeschrittene Gruppe mit Platz neun
an. Auf dem zehnten Platz folgt Frankreich, das – neben dem Vereinigten Königreich mit sechs
Plätzen den größten Sprung nach oben in der Rangfolge gemacht hat und damit nicht mehr der
roten Gruppe angehört.
Frankreichs deutlicher Sprung nach vorn lässt sich insbesondere dadurch begründen, dass mitt-
lerweile eine bessere Datenlage zu diesem Land vorhanden ist, das heißt, viele Angaben zu Inhal-
ten und Funktionen der ePA, die 2016 noch mit keiner Angabe kodiert waren, konnten nun mit
einer positiven Angabe, also einem höheren Score, versehen werden. Darüber hinaus werden in
Frankreich in den Notaufnahmen von Krankenhäusern ePA flächendeckend eingesetzt und die
infrastrukturellen Eigenschaften, wie Personen mit einem Hochschulabschluss in MINT-Fächern
oder die Nutzung des Internets zur Beschaffung von gesundheitsrelevanten Informationen, sind
positiv hervorzuheben.
Den elften Platz teilen sich die Niederlande (keine Veränderung gegenüber 2016) und Österreich
(Verschlechterung um drei Plätze). Auf Platz 13 folgen Belgien (Verschlechterung um drei
Ränge), Litauen (Verschlechterung um zwei Plätze) und Polen (Verbesserung um fünf Plätze).
Polens relative Verbesserung begründet sich insbesondere durch das verbesserte Breitbandin-
ternetangebot sowie die inzwischen vorliegenden spezifischen Vorschriften für die Inhalte der
ePA.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 17 von 34
Ebenso auf Rang 13 liegt Deutschland, das im Vergleich zur Untersuchung von 2016 um zwei
Plätze im Ranking abfällt und damit gerade so nicht in die rote, wenig fortgeschrittene Gruppe
abrutscht. Außer einer Verbesserung des Breitbandinternets konnte die Bundesrepublik keine
Verbesserungen in einem weiteren Indikator aufweisen.
Die Tschechische Republik konnte sich im Ranking zwar um zwei Plätze verbessern, liegt aber mit
Platz 17 noch immer in der roten Gruppe und führt diese an. Italien gibt im Ranking drei Plätze
ab und belegt nun zusammen mit Slowenien (Verschlechterung um zwei Ränge) den 18. Platz.
Wie schon bei der Initialuntersuchung belegt auch beim Update der European Scorecard zum
Stand der Implementierung der elektronischen Patientenakte auf nationaler Ebene die Republik
Irland den letzten Platz.
Die Abbildung 4 fasst die Ergebnisse des Updates der Scorecard abschließend in einer europäi-
schen Landkarte nochmals zusammen.
Abbildung 4 Einteilung der betrachteten Länder gemäß eines Ampelschemas.
Legende: grün = weit fortgeschrittene Gruppe, gelb = mäßig fortgeschrittene Gruppe; rot = wenig fortgeschrit-
tene Gruppe; weiß = nicht betrachtetes Land.
Quelle: Eigene Darstellung; Karte übernommen von http://4vector.com/i/free-vector-map-ofeurope-clip-
art_111631_Map_Of_Europe_clip_art_hight.png.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 18 von 34
4 AUSBLICK
Wie bereits bei der initialen Erstellung der European Scorecard zum Stand der Implementierung
der elektronischen Patientenakte auf nationaler Ebene führen die Länder Dänemark, Finnland,
Schweden und Estland das Ranking von 20 betrachteten europäischen Ländern an. Nach wie vor
gelten also nur Länder skandinavischer Prägung als Vorreiter in Sachen Implementierung und
Nutzung einer ePA.
Deutschlands relative Position im Ranking verschlechterte sich um zwei Plätze, da es von ande-
ren europäischen Ländern überholt wurde und sich im Vergleich zur Untersuchung von 2016, au-
ßer einer Verbesserung des Breitbandinternetangebots, nicht viel verändert bzw. gebessert hat.
Die Bundesrepublik befindet sich nunmehr auf Rang 13 und hat damit nur knapp ein Abrutschen
in die rote, wenig fortgeschrittene Gruppe verpasst. Deutschland ist demnach noch weiter davon
entfernt, zu den sehr fortgeschrittenen Ländern aufzuschließen. Obwohl Deutschland sehr gute
infrastrukturelle Voraussetzungen hat, beispielsweise sein Scoring in Teilkategorie A zeigt, wei-
sen insbesondere die betrachteten Indikatoren der Teilkategorien D und E darauf hin, dass ePA
in Deutschland nicht wie seitens Politik und Selbstverwaltung erhofft weit verbreitet und im-
plementiert sind und somit genutzt werden.
Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), basierend auf Artikel 1 Nummer 162
des GKV-Modernisierungsgesetzes (GMG) vom 14.11.2003 (Bundesanzeiger, 2003), kann theo-
retischals Startsignal zur Erneuerung und Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens
einschließlich Einführung einer ePA in der Bundesrepublik angesehen werden. So erfolgte zwar
die Einführung der eGK durch die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte
mbH (gematik) stufenweise seit dem 01.10.2011 und gilt seit 01.01.2015 als ausschließlicher Be-
rechtigungsnachweis für die Inanspruchnahme von ärztlichen Leistungen. Doch neben diesem
einfachen Update der Versichertenkarte ist von den hochgesteckten Zielen der in der gematik
vertretenen wichtigen Institutionen des Gesundheitswesens
4
von der Telematikinfrastruktur
(TI) über „nutzbringenden Telematikanwendungen“ wie einem Notfalldatenmanagement, den
Aufbau „einrichtungsübergreifender Kommunikationsinfrastruktur“ wie dem elektronischen
Arztbrief bis hin zu einer „elektronischen Fallakte“ oder ePA bisher wenig ersichtlich und er-
folgreich (GKV-Spitzenverband, 2018).
Obwohl sowohl gesetzlich als auch in Form von Interessensbekundungen seitens der Selbstver-
waltungspartner ein Top-Down-Ansatz und, wie aktuelle Umfragen zeigen, eine große Akzeptanz
der ePA von Seiten der Versicherer vorhanden ist, kann gegenwärtig beobachtet werden, dass
nur einige Kostenträger eigeninitiativ ePA in Form sogenannter „Insellösungen“ vorantreiben
und damit eher einem Bottom-Up-Ansatz folgen. Sowohl die Techniker Krankenkasse in Zusam-
4
Diese Institutionen sind Bundesärztekammer, Bundeszahnärztekammer, Deutsche Apothekerverband, Deut-
sche Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband, Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie Kassenzahnärzt-
liche Bundesvereinigung (GKV-Spitzenverband, 2018).
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 19 von 34
menarbeit mit dem amerikanischen IT- und Beratungsunternehmen IBM als auch der AOK Bun-
desverband entwickeln im Moment eigene ePA, die kompatibel zur TI sein sollen (AOK-
Bundesverband, 2017; Handelsblatt, 2018).
Ob der „große Wurf“ in Sachen ePA in Deutschland in nächster Zeit gelingen und somit eine posi-
tive Auswirkung auf das Ranking der Bundesrepublik in der European Scorecard haben wird,
muss die Zukunft zeigen. Gute Vorzeichen dafür sind zumindest vorhanden. So heißt es beispiels-
weise im Koalitionsvertrag der amtierenden Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD auf Seite
99 im Absatz Prävention[m]it einem Nationalen Gesundheitsportal wollen wir, dass sich die Pa-
tientinnen und Patienten verlässlich schnell und umfassend im Internet […] informieren können
sowie im Absatz E-Health und Gesundheitswirtschaft „[w]ir werden die Telematikinfrastruktur
weiter ausbauen und eine elektronische Patientenakte für alle Versicherten in dieser Legislatur-
periode einführen(Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 2018). Die
Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (2018) weist in ihrem
Positionspapier zu E-Health darauf hin, dass eine Neuauflage des E-Health-Gesetzes notwendig
ist, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen nachdrücklich voranzutreiben.
Ob die ePA in Deutschland derart ausgestaltet wird, wie sie seitens der Gematik seit nunmehr 14
Jahren vorangetrieben wird, ist gegenwärtig allerdings höchst fraglich. Jüngsten Äußerungen des
Bundesministers für Gesundheit, Jens Spahn (CDU), zufolge sind derzeit alternative Lösungsan-
sätze wie die Kopplung an das von der Bundesregierung geplante Bürgerportal als elektronischer
Kommunikationsplattform im Internet denkbar, denn „[d]ie Zeit von Kartenlesegeräten an Desk-
top-Computern als alleinige, vorgeschriebene Login-Variante ist in jedem Fall […] nicht der Zu-
gang, den sich die Bürger im Jahre 2018 mehrheitlich wünschen und vor allem auch nicht nut-
zen werden“, so der Gesundheitsminister jüngst in einem vielbeachteten Interview mit der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Becker & Mihm, 2018).
Wie es scheint, ist also die Zeit von Denkverboten in Sachen ePA seitens der deutschen Politik
vorbei insbesondere mit Blick auf die skandinavischen Länder ein längst überfälliger Schritt im
deutschen Gesundheitswesen.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 20 von 34
REFERENZEN
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Digitalisierung des Gesundheitswesens entschlossen vorantreiben - Positionspapier E-
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_TOTAL%22,%22unit-measure%22:%22pc_ind_iu3%22,%22ref-
area%22:[%22AT%22,%22BE%22,%22BG%22,%22HR%22,%22CY%22,%22CZ%22,%22DK
%22,%22EE%22,%22FI%22,%22FR%22,%22DE%22,%22EL%22,%22HU%22,%22IS%22,%2
2IE%22,%22IT%22,%22LV%22,%22LT%22,%22LU%22,%22MT%22,%22NL%22,%22NO%2
2,%22PL%22,%22PT%22,%22RO%22,%22SK%22,%22SI%22,%22ES%22,%22SE%22,%22U
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European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 22 von 34
ANHANG
Land
gesamtes Breitband-Internet (in %)5
25- bis 64-Jährige mit einem Hochschulab-
schluss in MINT-Fächern (in %)
55-jährige oder ältere Ärzte (in %)
2016
2018
2016
2018
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
96
3
100
3
n.b.
n.b.
22
1
-
n.b.
n.b.
44,4
1
-
DNK
91
2
100
3
↑1
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
37,4
1
-
DEU
86
2
99,9
3
↑1
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
43,9
1
-
EST
91
2
99,5
2
n.b.
n.b.
30
3
-
n.b.
n.b.
46,7
1
-
FIN
95
2
100
3
↑1
n.b.
n.b.
29
2
-
n.b.
n.b.
26,7
2
-
FRA
95
2
100
3
↑1
n.b.
n.b.
27
2
-
n.b.
n.b.
46,6
1
-
IRL
83
1
99,6
2
↑1
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
22,2
2
-
ITA
93
2
99,8
3
↑1
n.b.
n.b.
24
2
-
n.b.
n.b.
53,3
1
-
LTU
83
1
99,7
2
↑1
n.b.
n.b.
29
2
-
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
NLD
95
2
100
3
↑1
n.b.
n.b.
19
1
-
n.b.
n.b.
25,6
2
-
AUT
81
1
99,7
2
↑1
n.b.
n.b.
34
3
-
n.b.
n.b.
32,1
2
-
POL
84
1
99,9
3
↑2
n.b.
n.b.
24
2
-
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
PRT
92
2
99,9
3
↑1
n.b.
n.b.
22
1
-
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
SWE
93
2
100
3
↑1
n.b.
n.b.
26
2
-
n.b.
n.b.
32,7
2
-
SUI
k.A.
2
100
3
↑1
n.b.
n.b.
29
2
-
n.b.
n.b.
34,1
2
-
SVK
87
2
95,9
1
↓1
n.b.
n.b.
27
2
-
n.b.
n.b.
36
1
-
SVN
92
2
99,8
3
↑1
n.b.
n.b.
25
2
-
n.b.
n.b.
26,9
2
-
ESP
96
3
99,9
3
n.b.
n.b.
30
3
-
n.b.
n.b.
31
2
-
CZE
84
1
99,8
3
↑2
n.b.
n.b.
29
2
-
n.b.
n.b.
37,2
1
-
GBR
96
3
100
3
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
12,8
3
-
Anhang 1 Infrastrukturelle Voraussetzungen.
5
Ranking 2016: 0-85 = 1, 86-95 + k.A. = 2, 96-100 = 3; Ranking 2018: 0-99 = 1, 99,5-99,7 + k.A. = 2, 99,8-100 = 3.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 23 von 34
Legende gemäß ISO-3166-ALPHA-3-Kodierliste: BEL = Belgien; DNK = Dänemark; DEU = Deutschland; EST = Estland; FIN = Finnland; FRA = Frankreich; IRL = Irland; ITA = Italien;
LTU = Litauen; NLD = Niederlande; AUT = Österreich; POL = Polen; PRT = Portugal; SWE = Schweden; SUI = Schweiz; SVK = Slowakei; SVN = Slowenien; ESP = Spanien; CZE =
Tschechische Republik; GBR = Vereinigtes Königreich sowie k.A = keine Angabe und n.b. = nicht betrachtet.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 24 von 34
Land
Frequenz der Internetnutzung pro Woche (in
%)
Personen, die das Internet zur Beschaffung von
gesundheitsrelevanten Informationen genutzt
haben (in %)
Personen, die das Internet in den letzten drei Monaten genutzt
haben, um Informationen über die eigene Gesundheit (unter an-
derem Verletzung, Krankheit, Ernährung oder Verbesserung der
Gesundheit) zu erhalten (in %)
20166
2018
20166
2018
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
83
2
86
2
47
2
52
2
n.b.
n.b.
59
2
-
DNK
93
3
95
3
66
3
64
3
n.b.
n.b.
66
2
-
DEU
84
2
87
2
62
3
63
3
n.b.
n.b.
70
2
-
EST
86
2
86
2
55
2
55
2
n.b.
n.b.
67
2
-
FIN
91
3
92
3
67
3
69
3
n.b.
n.b.
73
2
-
FRA
81
2
83
2
40
1
44
2
↑1
n.b.
n.b.
50
1
-
IRL
78
1
79
1
35
1
37
1
n.b.
n.b.
46
1
-
ITA
63
1
69
1
30
1
33
1
n.b.
n.b.
46
1
-
LTU
69
1
75
1
46
2
55
2
n.b.
n.b.
71
2
-
NLD
91
3
94
3
61
3
71
3
n.b.
n.b.
75
2
-
AUT
81
2
85
2
54
2
54
2
n.b.
n.b.
61
2
-
POL
65
1
73
1
28
1
45
2
↑1
n.b.
n.b.
59
2
-
PRT
65
1
71
1
47
2
51
2
n.b.
n.b.
69
2
-
SWE
89
2
95
3
↑1
52
2
64
3
↑1
n.b.
n.b.
67
2
-
SUI
86
2
91
3
↑1
k.A.
2
64
3
↑1
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
SVK
74
1
79
1
47
2
50
2
n.b.
n.b.
61
2
-
SVN
71
1
77
1
47
2
54
2
n.b.
n.b.
69
2
-
ESP
75
1
80
1
52
2
57
2
n.b.
n.b.
67
2
-
CZE
77
1
81
2
↑1
40
2
51
2
n.b.
n.b.
61
2
-
GBR
90
2
93
3
↑1
53
2
57
2
n.b.
n.b.
60
2
-
Anhang 2 Nutzungseigenschaften und Gesundheitskompetenz.
6
2016 waren die Indikatoren Frequenz der Internetnutzung pro Woche (in %)und Personen, die das Internet zur Beschaffung von gesundheitsrelevanten Informationen
genutzt haben (in %)“ noch der Teilkategorie „Infrastrukturelle Voraussetzungen“ zugeordnet.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 25 von 34
Legende gemäß ISO-3166-ALPHA-3-Kodierliste: BEL = Belgien; DNK = Dänemark; DEU = Deutschland; EST = Estland; FIN = Finnland; FRA = Frankreich; IRL = Irland; ITA = Italien;
LTU = Litauen; NLD = Niederlande; AUT = Österreich; POL = Polen; PRT = Portugal; SWE = Schweden; SUI = Schweiz; SVK = Slowakei; SVN = Slowenien; ESP = Spanien; CZE =
Tschechische Republik; GBR = Vereinigtes Königreich sowie k.A = keine Angabe und n.b. = nicht betrachtet.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 26 von 34
Land
Pläne oder Strategien der einzelnen Länder in
Bezug auf eine ePA
rechtliche/gesetzliche Verankerung der ePA
Vorschriften zur Patienteneinwilligung
2016
2018
2016
2018
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
ja
3
ja
3
spezifisch
3
spezifisch
3
ja (k.A.)
2
ja (k.A.)
2
DNK
ja
3
ja
3
unspezifisch
2
unspezifisch
2
ja (k.A.)
2
ja (k.A.)
2
DEU
k.A.
2
k.A.
2
unspezifisch
2
unspezifisch
2
ja (opt-in)
3
ja (opt-in)
3
EST
ja
3
ja
3
spezifisch
3
spezifisch
3
nein
1
nein
1
FIN
ja
3
ja
3
spezifisch
3
spezifisch
3
ja (k.A.)
2
ja (k.A.)
2
FRA
ja
3
ja
3
spezifisch
3
spezifisch
3
ja (opt-in)
3
ja (opt-in)
3
IRL
k.A.
2
k.A.
2
unspezifisch
2
unspezifisch
2
nein
1
nein
1
ITA
k.A.
2
k.A.
2
unspezifisch
2
unspezifisch
2
ja (opt-in)
3
ja (opt-in)
3
LTU
k.A.
2
k.A.
2
spezifisch
3
spezifisch
3
nein
1
nein
1
NLD
nein
1
nein
1
unspezifisch
2
unspezifisch
2
nein
1
nein
1
AUT
ja
3
ja
3
spezifisch
3
spezifisch
3
ja (opt-out)
3
ja (opt-out)
3
POL
ja
3
ja
3
spezifisch
3
spezifisch
3
nein
1
nein
1
PRT
ja
3
ja
3
unspezifisch
2
unspezifisch
2
nein
1
nein
1
SWE
nein
1
nein
1
spezifisch
3
spezifisch
3
ja (opt-out)
3
ja (opt-out)
3
SUI
ja
3
ja
3
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
SVK
ja
3
ja
3
spezifisch
3
spezifisch
3
nein
1
nein
1
SVN
ja
3
ja
3
unspezifisch
2
unspezifisch
2
nein
1
nein
1
ESP
ja
3
ja
3
spezifisch
3
spezifisch
3
ja (k.A.)
2
ja (k.A.)
2
CZE
k.A.
2
k.A.
2
unspezifisch
2
unspezifisch
2
nein
1
nein
1
GBR
ja
3
ja
3
unspezifisch
2
unspezifisch
2
ja (opt-out)
3
ja (opt-out)
3
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 27 von 34
Land
ePA nur auf Gesundheitsdaten beschränkt
rechtliche Verpflichtung für Leistungserbringer,
die ePA upzudaten
volle Zugriffsrechte der Patienten auf die eigene
ePA
2016
2018
2016
2018
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
ja
2
ja
2
nein
1
nein
1
nein
1
nein
1
DNK
nein
3
nein
3
nein
1
nein
1
nein
1
nein
1
DEU
ja
2
ja
2
nein
1
nein
1
ja
3
ja
3
EST
nein
3
nein
3
nein
1
nein
1
ja
3
ja
3
FIN
ja
2
ja
2
nein
1
nein
1
nein
1
nein
1
FRA
nein
3
nein
3
ja
3
ja
3
nein
1
nein
1
IRL
ja
2
ja
2
nein
1
nein
1
nein
1
nein
1
ITA
nein
3
nein
3
nein
1
nein
1
ja
3
ja
3
LTU
ja
2
ja
2
nein
1
nein
1
ja
3
ja
3
NLD
ja
2
ja
2
nein
1
nein
1
ja
3
ja
3
AUT
ja
2
ja
2
ja
3
ja
3
ja
3
ja
3
POL
ja
2
ja
2
ja
3
ja
3
ja
3
ja
3
PRT
ja
2
ja
2
ja
3
ja
3
nein
1
nein
1
SWE
nein
3
nein
3
ja
3
ja
3
nein
1
nein
1
SUI
k.A.
1
k.A.
1
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
SVK
nein
3
nein
3
ja
3
ja
3
ja
3
ja
3
SVN
ja
2
ja
2
nein
1
nein
1
nein
1
nein
1
ESP
nein
3
nein
3
nein
1
nein
1
ja
3
ja
3
CZE
ja
2
ja
2
nein
1
nein
1
ja
3
ja
3
GBR
ja
2
ja
2
nein
1
nein
1
nein
1
nein
1
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 28 von 34
Land
Standards zur Interoperabilität
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
ja
3
ja
3
DNK
ja
3
ja
3
DEU
nein
1
nein
1
EST
nein
1
nein
1
FIN
ja
3
ja
3
FRA
nein
1
nein
1
IRL
nein
1
nein
1
ITA
ja
3
ja
3
LTU
ja
3
ja
3
NLD
nein
1
nein
1
AUT
ja
3
ja
3
POL
ja
3
ja
3
PRT
ja
3
ja
3
SWE
ja
3
ja
3
SUI
k.A.
2
k.A.
2
SVK
ja
3
ja
3
SVN
nein
1
nein
1
ESP
ja
3
ja
3
CZE
nein
1
nein
1
GBR
nein
1
nein
1
Anhang 3 Politische und rechtliche Rahmenbedingungen.
Legende gemäß ISO-3166-ALPHA-3-Kodierliste: BEL = Belgien; DNK = Dänemark; DEU = Deutschland; EST = Estland; FIN = Finnland; FRA = Frankreich; IRL = Irland; ITA = Italien;
LTU = Litauen; NLD = Niederlande; AUT = Österreich; POL = Polen; PRT = Portugal; SWE = Schweden; SUI = Schweiz; SVK = Slowakei; SVN = Slowenien; ESP = Spanien; CZE =
Tschechische Republik; GBR = Vereinigtes Königreich sowie k.A = keine Angabe.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 29 von 34
Land
Verwendung einer ePA durch Hausärzte (in %)
Verwendung einer ePA von Fachärzten (in %)
Verwendung einer ePA in Krankenhäusern (in %)
2016
2018
2016
2018
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
70
2
70
2
80
2
80
2
75
2
75
2
DNK
51
2
100
3
↑1
10
1
100
3
↑2
100
3
100
3
DEU
80
2
80
2
80
2
80
2
90
2
90
2
EST
98
3
99
3
50
1
55
2
↑1
100
3
100
3
FIN
100
3
100
3
100
3
100
3
100
3
100
3
FRA
k.A.
2
80
2
k.A.
2
80
2
k.A.
2
60
2
IRL
k.A.
2
95
3
↑1
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
35
1
↓1
ITA
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
LTU
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
NLD
100
3
100
3
100
3
100
3
100
3
100
3
AUT
80
2
80
2
90
2
90
2
100
3
99
3
POL
15
1
30
1
10
1
45
1
5
1
10
1
PRT
90
2
90
2
50
1
50
1
70
2
70
2
SWE
100
3
100
3
100
3
100
3
100
3
100
3
SUI
20
1
40
1
k.A.
2
18
1
↓1
90
3
100
3
SVK
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
SVN
90
2
90
2
90
2
90
2
90
2
90
2
ESP
90
2
99
3
↑1
25
1
70
2
↑1
70
2
80
2
CZE
k.A.
2
77,6
2
k.A.
2
75,8
2
k.A.
2
100
3
↑1
GBR
100
3
100
3
20
1
20
1
100
3
100
3
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 30 von 34
Land
Verwendung einer ePA in den Notaufnahmen
von Krankenhäusern (in %)
Verwendung einer ePA für Rezeptausstellung
bei Hausärzten (in %)
Qualitätsprüfungen der ePA
2016
2018
2016
2018
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
4,9
1
-
ja
3
ja
3
DNK
n.b.
n.b.
100
3
-
n.b.
n.b.
99,6
3
-
nein
1
nein
1
DEU
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
15,4
1
-
nein
1
nein
1
EST
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
100
3
-
ja
3
ja
3
FIN
n.b.
n.b.
90
2
-
n.b.
n.b.
82,3
2
-
nein
1
nein
1
FRA
n.b.
n.b.
60
2
-
n.b.
n.b.
28,5
1
-
nein
1
nein
1
IRL
n.b.
n.b.
55
2
-
n.b.
n.b.
5,0
1
-
k.A.
2
nein
1
↓1
ITA
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
9,2
1
-
k.A.
2
k.A.
2
LTU
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
0,5
1
-
k.A.
2
k.A.
2
NLD
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
94,0
3
-
nein
1
nein
1
AUT
n.b.
n.b.
99
3
-
n.b.
n.b.
8,1
1
-
nein
1
nein
1
POL
n.b.
n.b.
10
1
-
n.b.
n.b.
4,4
1
-
nein
1
nein
1
PRT
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
3,1
1
-
ja
3
ja
3
SWE
n.b.
n.b.
100
3
-
n.b.
n.b.
97,3
3
-
nein
1
nein
1
SUI
n.b.
n.b.
100
3
-
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
nein
1
nein
1
SVK
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
3,5
1
-
nein
1
nein
1
SVN
n.b.
n.b.
k.A.
2
-
n.b.
n.b.
0,6
1
-
nein
1
nein
1
ESP
n.b.
n.b.
80
2
-
n.b.
n.b.
52,7
2
-
ja
3
ja
3
CZE
n.b.
n.b.
100
3
-
n.b.
n.b.
7,8
1
-
k.A.
2
nein
1
↓1
GBR
n.b.
n.b.
100
3
-
n.b.
n.b.
20,0
1
-
ja
3
ja
3
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 31 von 34
Land
Sekundärnutzung von ePA-Daten
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
ja
3
ja
3
DNK
ja
3
ja
3
DEU
k.A.
2
k.A.
2
EST
ja
3
ja
3
FIN
ja
3
ja
3
FRA
ja
3
nein
1
↓2
IRL
k.A.
2
ja
3
↑1
ITA
k.A.
2
nein
1
↓1
LTU
k.A.
2
k.A.
2
NLD
k.A.
2
k.A.
2
AUT
ja
3
ja
3
POL
ja
3
ja
3
PRT
ja
3
ja
3
SWE
k.A.
2
ja
3
↑1
SUI
nein
1
ja
3
↑2
SVK
ja
3
ja
3
SVN
ja
3
ja
3
ESP
nein
1
nein
1
CZE
k.A.
2
k.A.
2
GBR
ja
3
ja
3
Anhang 4 Nutzung und Implementierung
Legende gemäß ISO-3166-ALPHA-3-Kodierliste: BEL = Belgien; DNK = Dänemark; DEU = Deutschland; EST = Estland; FIN = Finnland; FRA = Frankreich; IRL = Irland; ITA = Italien;
LTU = Litauen; NLD = Niederlande; AUT = Österreich; POL = Polen; PRT = Portugal; SWE = Schweden; SUI = Schweiz; SVK = Slowakei; SVN = Slowenien; ESP = Spanien; CZE =
Tschechische Republik; GBR = Vereinigtes Königreich sowie k.A = keine Angabe und n.b. = nicht betrachtet.
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 32 von 34
Land
Möglichkeit von Online Terminbuchungen
E-Rezept
Zugang zur eigenen ePA
2016
2018
2016
2018
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
nein/selten
1
nein/selten
1
weitverbreitet
3
k.A.
2
↓1
DNK
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
ja
3
DEU
teilweise verbreitet
2
teilweise verbreitet
2
teilweise verbreitet
2
teilweise verbreitet
2
weitverbreitet
3
k.A.
2
↓1
EST
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
ja
3
FIN
teilweise verbreitet
2
teilweise verbreitet
2
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
ja
3
FRA
nein/selten
1
nein/selten
1
nein/selten
1
nein/selten
1
teilweise verbreitet
2
ja
3
↑1
IRL
nein/selten
1
nein/selten
1
nein/selten
1
nein/selten
1
teilweise verbreitet
2
nein
1
↓1
ITA
teilweise verbreitet
2
teilweise verbreitet
2
nein/selten
1
nein/selten
1
teilweise verbreitet
2
k.A.
2
LTU
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
nein/selten
1
↓2
teilweise verbreitet
2
k.A.
2
NLD
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
k.A.
2
↓1
AUT
teilweise verbreitet
2
nein/selten
1
↓1
teilweise verbreitet
2
nein/selten
1
↓1
weitverbreitet
3
ja
3
POL
nein/selten
1
nein/selten
1
nein/selten
1
nein/selten
1
teilweise verbreitet
2
nein
1
↓1
PRT
weitverbreitet
3
teilweise verbreitet
2
↓1
weitverbreitet
3
teilweise verbreitet
2
↓1
weitverbreitet
3
k.A.
2
↓1
SWE
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
k.A.
2
↓1
SUI
teilweise verbreitet
2
teilweise verbreitet
2
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
ja
3
SVK
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
nein/selten
1
nein/selten
1
weitverbreitet
3
ja
3
SVN
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
teilweise verbreitet
2
↓1
weitverbreitet
3
k.A.
2
↓1
ESP
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
teilweise verbreitet
2
ja
3
↑1
CZE
nein/selten
1
nein/selten
1
nein/selten
1
nein/selten
1
weitverbreitet
3
nein
1
↓2
GBR
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
weitverbreitet
3
teilweise verbreitet
2
ja
3
↑1
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 33 von 34
Land
spezifische Vorschriften für den Inhalt der ePA
demografische Angaben
sozioökonomische Angaben
2016
2018
2016
2018
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
nein
1
nein
1
ja
3
ja
3
nein
1
nein
1
DNK
ja
3
ja
3
ja
3
ja
3
ja
3
ja
3
DEU
ja
3
ja
3
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
EST
ja
3
ja
3
ja
3
ja
3
nein
1
nein
1
FIN
ja
3
ja
3
ja
3
ja
3
nein
1
ja
3
↑2
FRA
ja
3
ja
3
k.A.
2
ja
3
↑1
k.A.
2
nein
1
↓1
IRL
nein
1
ja
3
↑2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
ITA
ja
3
ja
3
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
LTU
ja
3
ja
3
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
NLD
nein
1
nein
1
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
AUT
ja
3
nein
1
↓2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
POL
nein
1
ja
3
↑2
ja
3
ja
3
nein
1
nein
1
PRT
ja
3
ja
3
ja
3
ja
3
nein
1
nein
1
SWE
ja
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1
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1
SUI
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2
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↑1
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1
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2
↑1
SVK
ja
3
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3
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ja
3
ja
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SVN
nein
1
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1
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
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ESP
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CZE
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k.A.
2
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1
1
GBR
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1
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↑2
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3
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3
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1
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1
European Scorecard Erstes Update 2018 | Seite 34 von 34
Land
Medikationsplan
klinisch relevante Bedenken
durchgeführte Prozeduren
2016
2018
2016
2018
2016
2018
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
Ergebnis
Score
BEL
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DNK
ja
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3
DEU
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2
k.A.
2
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2
EST
ja
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ja
3
ja
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FIN
ja
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3
ja
3
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ja
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ja
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FRA
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k.A.
2
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ja
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IRL
k.A.
2
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2
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2
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2
k.A.
2
k.A.
2
ITA
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
2
k.A.
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k.A.
2
LTU
k.A.
2
k.A.
2
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2
k.A.
2
k.A.
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2
NLD
k.A.
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2
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AUT
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POL
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ja
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SVK
ja
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ja
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2
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2
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2
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↑1
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ESP
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ja
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CZE
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GBR
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ja
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Anhang 5 Inhalte und Funktionen.
Legende gemäß ISO-3166-ALPHA-3-Kodierliste: BEL = Belgien; DNK = Dänemark; DEU = Deutschland; EST = Estland; FIN = Finnland; FRA = Frankreich; IRL = Irland; ITA = Italien;
LTU = Litauen; NLD = Niederlande; AUT = Österreich; POL = Polen; PRT = Portugal; SWE = Schweden; SUI = Schweiz; SVK = Slowakei; SVN = Slowenien; ESP = Spanien; CZE =
Tschechische Republik; GBR = Vereinigtes Königreich sowie k.A = keine Angabe.
... Deutschland ist bei der Umsetzung der elektronischen Patientenakte (ePA) im europäischen Vergleich auf Platz 13 von 20 untersuchten Ländern und in den letzten 2 Jahren um 2 Plätze gefallen [6]. Für die Zukunft bleibt enormer Handlungsbedarf: Beispiele wie Dänemark zeigen anschaulich, dass durchgängige, intersektorale Versorgungsketten sowie konsequente Digitalisierung Mehrwerte für Ärzte sowie Patienten gleichermaßen schaffen können [7]. ...
Article
Full-text available
Was ist neu? Stand der Dinge Die Nephrologie steht vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Die Digitalisierung kann ein entscheidender Katalysator sein, um mit neuen Systemlösungen den Bedürfnissen von Patienten und ihren versorgenden Ärzten besser gerecht zu werden. Digitalisierung als „Game Changer“ in der Medizin Der Durchbruch der digitalen Medizin steht noch bevor; digitale Lösungen haben das Potenzial, das Gesundheitswesen und die klinische Arbeit am Patienten grundlegend zu verändern. Bedürfnis nach Kommunikation und gesundheitsbezogenen Mobilapplikationen (mHealth) Eine verbesserte Kommunikation ist der entscheidende Treiber. Über gesundheitsbezogene Mobilapplikationen können Behandlungsprozesse neu gedacht und gestaltet werden. Big Data und maschinelles Lernen Durch maschinelle Unterstützungssysteme könnte die Diagnosestellung insgesamt sicherer und schneller gestaltet werden, sodass in der Folge dem Arzt mehr Zeit für eine bedarfsadaptierte individuelle Patientenberatung zur Verfügung stehen würde. Natürliche Sprachverarbeitung Mithilfe künstlicher Intelligenz können Patientendaten besser analysiert und beispielsweise zur Früherkennung seltener Erkrankungen auf Grundlage von Symptomen schneller erkannt werden.
Chapter
Fallakten, Gesundheitsakten, Patientenakten – die Entwicklungen in den letzten Jahren haben eine Vielzahl von Begriffen hervorgebracht. Allen gemein ist, dass sie bestehende papierbasierte Strukturen digitalisieren wollen. Häufig wettbewerblich positioniert, zeigt dieser Artikel ein mögliches Zusammenspiel auf. Der Fokus liegt hierbei auf der elektronischen Fallakte (eFA), welche seit über 10 Jahren ein Konzept zur arztgesteuerten, intersektoralen Kommunikation liefert.
Book
Health data constitutes a significant resource in most OECD countries that could be used to improve population health, the quality of health care and the performance of health systems. Rising levels of chronic diseases; concerns about the quality and safety of patient care; the need to assure value for investments in health care; and the need to allocate health resources wisely; are all too important to be left without good evidence for decision making. This book, based on studies of 19 countries on the development and use of personal health data and of 25 countries on development and use of electronic health record systems, includes results showing good practices, new opportunities and data privacy protection challenges. It finds that well-intended policies to allay concerns about breaches of confidentiality and potential misuse of personal health data may be limiting data use, but that the next five years appear promising, in terms of both the number of countries that plan to implement national electronic health record systems and the number that consider it likely that data from these systems will be used for some aspects of health care quality monitoring. They also appear promising for the further use of existing personal health databases and for the linkage of multiple data sources to generate new evidence.
Ein digitaler Zugang zu allen Leistungen des Staates
  • K B Becker
  • A Mihm
Becker, K. B., & Mihm, A. (2018). "Ein digitaler Zugang zu allen Leistungen des Staates". Online unter http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/jens-spahn-ueber-digitale-loesungen-fuerdas-gesundheitssystem-15576807.html [abgerufen am: 15.05.2018].
Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz -GMG)
  • Bundesanzeiger
Bundesanzeiger. (2003). Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz -GMG). Online unter https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&start=//*%25 5B@attr_id=%27bgbl103s2190.pdf%27%255D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%2 7bgbl103s2190.pdf%27%5D__1526561690427 [abgerufen am: 17.05.2018].
Overview of the national laws on electronic health records in the EU Member States and their interaction with the provision of cross-border eHealth services -Final report and recommendations
Europäische Kommission. (2014a). Overview of the national laws on electronic health records in the EU Member States and their interaction with the provision of cross-border eHealth services -Final report and recommendations. Online unter http://ec.europa.eu/health/ehealth/docs/laws_report_recommendations_en.pdf [abgerufen am: 26.9.2016].
Special Eurobarometer 414 -E-COMMUNICATIONS AND TELECOM SINGLE MARKET HOUSEHOLD SURVEY
Europäische Kommission. (2014b). Special Eurobarometer 414 -E-COMMUNICATIONS AND TELECOM SINGLE MARKET HOUSEHOLD SURVEY. Online unter https://ec.europa.eu/digitalsingle-market/en/news/special-eurobarometer-414-ecommunications-household-survey [abgerufen am: 26.9.2016].
Broadband Coverage in Europe 2016 -Mapping progress towards the coverage objectives of the Digital Agenda
Europäische Kommission. (2016). Broadband Coverage in Europe 2016 -Mapping progress towards the coverage objectives of the Digital Agenda. Online unter http://ec.europa.eu/newsroom/document.cfm?doc_id=47090 [abgerufen am: 09.05.2018].
Seeking online information about health
  • Europäische Kommission
Europäische Kommission. (2017). Seeking online information about health. Online unter https://digital-agenda-data.eu/charts/analyse-one-indicator-and-compare-countries#chart={%22indicator-group%22:%22eHealth%22,%22indicator%22:%22i_ihif%22,%22breakdown%22:%22IND _TOTAL%22,%22unit-measure%22:%22pc_ind_iu3%22,%22ref-area%22:[%22AT%22,%22BE%22,%22BG%22,%22HR%22,%22CY%22,%22CZ%22,%22DK