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Vitamin D niemals ohne Vitamin K2 – Imperativ oder Konjunktiv?

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Abstract

Zusammenfassung In der Fachwelt, aber auch auf Seiten der Verbraucher kursiert seit einiger Zeit die Aussage, Vitamin D müsse mit Vitamin K2 kombiniert supplementiert werden. Bisher vorliegende Studien dazu sind allerdings extrem heterogen. Zum einen wurde Vitamin D nicht in einer rationalen Tagesdosierung eingesetzt, zum anderen liegen keine wissenschaftlichen Studien zum Verhältnis von Vitamin D und Vitamin K vor. Die Aussage, Vitamin D würde ohne Vitamin K2 eine Gefäßverkalkung verursachen, entbehrt jeglicher wissenschaftlichen Evidenz. Studien zur Osteoporosetherapie mit postmenopausalen Frauen zeigten Vorteile einer kombinierten Gabe von Vitamin D und Vitamin K, die Supplementierung kann unter synergistischen Aspekten daher sinnvoll sein. Insgesamt sind weitere größere Interventionsstudien dringend erforderlich.

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Zusammenfassung Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, die durch ein Missverhältnis in der Aktivität der knochenauf- und -abbauenden Zellen, einer niedrigen Knochenmasse mit Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes gekennzeichnet ist. Sie manifestiert sich durch dünne Knochen mit einem hohen Risiko für Knochenbrüche. Zur Prävention und Therapie gehört neben einer kalziumreichen Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität auch eine adäquate Versorgung des Organismus mit einem komplexen Spektrum knochenrelevanter Mikronährstoffe.
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Eine hohe psychische und physische Leistungsfähigkeit bis ins fortgeschrittene Alter steht bei den meisten Menschen ganz oben auf der persönlichen Wunschliste, um möglichst lange selbstständig in der gewohnten Umgebung zu leben. In den letzten 100 Jahren hat sich die mittlere Lebenserwartung der Europäer durch die moderne medizinische Versorgung und Verbesserung der Lebensbedingungen nahezu verdoppelt. Während in Deutschland zu Beginn des letzten Jahrhunderts der Anteil der über 60-Jährigen noch 5 % betrug, sind es gegenwärtig bereits nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 26 %, und für das Jahr 2030 wird mit bis zu 36 % der Bevölkerung gerechnet, die das 60. Lebensjahr überschritten haben. Während früher über zwei Drittel der Menschen an Infektionen starben, sterben heute etwa 70 % an Alterskrankheiten (Ben-Haim et al. 2018).
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Zusammenfassung Die Vitamine D und K2 interagieren auf vielen Stoffwechselwegen, v. a. im Kalzium- und Knochenstoffwechsel und haben günstige Effekte für die Knochendichte. Vitamin-K-abhängige Proteine sind an der Blutgerinnung beteiligt und schützen Arterien vor arteriosklerotischer Mikrokalzifizierung. Ein Mangel an Vitamin B12 und/oder Folsäure resultiert in Hyperhomocysteinämie. Diese ist im fortgeschrittenen Alter mit einer Abnahme von kognitiver Leistungsfähigkeit und Hirngröße assoziiert und gilt als Risikofaktor für eine Alzheimer-Demenz. Coenzym Q10 (Ubiquinon) spielt eine essenzielle Rolle bei der zellulären Energieproduktion. Das Vitaminoid ist Zellregulator, Antioxidanz und beeinflusst die Aktivität zahlreicher Gene. So beugt es Zellläsionen sowie Inflammaging vor. Das Verhältnis der reduzierten Form Ubiquinol zu Ubiquinon im Blut ist ein Marker für oxidativen Stress. Eine unzureichende Versorgung führt zu Störungen u. a. im Herz-Kreislauf- und Immunsystem.
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