ChapterPDF Available

Praxisorientierung des Studiums und Forschendes Lernen: Keine unvereinbaren Gegensätze, sondern (potenziell) eine produktive Verbindung

Authors:
A preview of the PDF is not available
ResearchGate has not been able to resolve any citations for this publication.
Article
Full-text available
Chapter
Für die Studierenden ist die Hochschule keineswegs mehr ein „Elfenbeinturm“ (Boye 1982), abgeschottet von der Praxis und entlastet vom Erwerbsleben, das Studium findet nicht mehr in „hülfreich Einsamkeit und Freiheit“ (Schelsky 1963) statt, wie es einstmals gefordert wurde.
Chapter
Praxisbezug in der Hochschulbildung ist zentrale Herausforderung des Bologna-Prozesses an Hochschulentwicklung im Allgemeinen und der Hochschuldidaktik im Besonderen. Die grundlegende Argumentationsfigur der „Philosophie“ dieses Prozesses liegt in der Veränderung der Bezüge zwischen Hochschule einerseits und Gesellschaft (bzw. Kultur) andererseits.
Chapter
Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts haben sich in Europa Hochschulreformbemühungen zu einer „Bewegung“ verdichtet. Typisch dafür ist erstens eine ständig zunehmende Breite der Thematik: Alles, was im Hinblick auf Lehre und Studium an Hochschulen für wünschenswert und reformierbar gehalten wird, soll – so die Tendenz – möglichst in den Bologna-Prozess integriert werden; jede Reformintention soll dadurch heilig gesprochen werden, dass sie mit einem Spiegelstrich in einem der Kommuniqués der Bologna-Nachfolgkonferenzen der Minister aufgenommen wird. Typisch ist zweitens eine enorme normative Spannbreite von weit reichenden Heilserwartungen und beredten Verteufelungen der zur Diskussion stehenden studienbezogenen Hochschulreformen. Insofern erleben wir eine ähnliche Stimmungslage wie bei dem Hochschulreformschub um 1970, dessen Ergebnisse einige Zeit später mit dem treffenden Buchtitel „Great Expectations and Mixed Performance“ (Cerych/Sabatier 1986) zusammengefasst worden waren.
Article
Der Autor versteht „den Bologna-Prozess soziologisch als Kampf verschiedener Arten von gesellschaftlichen Akteuren um die Leistungen des Hochschulsystems in der Lehre“ und führt „den zutiefst politischen Charakter solcher scheinbar rein „didaktischer“, „technischer“ oder „organisatorischer“ Maßnahmen wie z. B. studienbegleitender Prüfungen oder Diploma Supplements vor Augen“. Er will „als „soziologische Aufklärung“ verdeutlichen, dass im Bologna-Prozess alle Seiten „Politik“ betreiben“ und analysiert den Bologna-Prozess aus einer gesellschaftstheoretischen Perspektive heraus als „Differenzierungspolitik“. (DIPF/Orig./paul)
Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die System akkreditierung
  • Akkreditierungsrat
Akkreditierungsrat (2013). Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die System akkreditierung (Beschluss des Akkreditierungsrates vom 08.12.2009 in der Fassung vom 20. 02. 2013).
Universität und Persönlichkeitsentwicklung (S. 253-272)
  • D Euler
Euler, D. (2005). Forschendes Lernen. In W. Wunderlich & S. Spoun (Hrsg.), Universität und Persönlichkeitsentwicklung (S. 253-272). Frankfurt am Main: Campus.