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Jahrbuch für Pädagogik 2017: Pädagogik in Zeiten von Krieg und Terror

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In jüngster Zeit sind Krieg und Terror in öffentlichen Diskursen nahezu omnipräsent. Hatte sich bereits nach den Anschlägen vom 11. September 2001 die Wahrnehmung einer permanenten Bedrohung des „Abendlandes“ eingestellt, die unmittelbare und mittelbare politische, gesellschaftliche und auch pädagogische Konsequenzen nach sich zog, so vermitteln Kommentare aus Politik und Medien anlässlich der jüngsten Anschläge in europäischen Staaten inzwischen den Eindruck eines permanenten Ausnahmezustands. Pädagogik muss sich in Zeiten von Krieg und Terror mit dem Erstarken von Nationalismen, Exklusionsmechanismen und immer gewaltsamer werdenden Dominanzdiskursen auseinandersetzen, die sich sowohl in der Zunahme eines ideologisch immer offener werdenden Rassismus zeigen als auch in radikaler werdenden Identitätspolitiken beispielsweise des Salafismus und Dschihadismus. Regressive Ideologien und exkludierende Mechanismen sind für Pädagogik in zwei Hinsichten von Relevanz. Zum einen reproduzieren sie sich nicht zuletzt in Erziehungsverhältnissen und Sozialisationsprozessen, zum anderen muss danach gefragt werden, wie Bildungsarbeit auf sie reagieren kann.
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There is a widened western educational gap between the north and south of Nigeria with the predominantly Muslim areas of the north lagging behind due to some historical antecedents. In the colonial era the British educational policy did not address the aspirations of the people leading to a clamour for change in the post-independence era resulting in the first indigenous National Policy on Education in 1977. Changes have resulted in three revised editions of the national educational policy. This paper reviews the educational policy in the Federal Republic of Nigeria since 1944, highlighting specific issues on the disparity between educational policy and the implementation in context of the wider socioeconomic and political development process. This is a case study of the peculiarity of educational policy development in a pluralistic society and developing country, with unity and developmental concerns.
Book
Die Entstehung der »Islamophobie« wird gemeinhin als Folge des jüngsten radikalen Islamismus gesehen. Demgegenüber belegen kultur- und sozialwissenschaftliche Analysen, dass antimuslimischer Rassismus bereits lange vorher verbreitet war und in politischen, kulturellen und alltäglichen Diskursen der »westlichen Kultur« verwurzelt ist. Im Unterschied zu interreligiösen Dialogen, die sich bemühen, »das Fremde« zu verstehen und damit der »Islamophobie« begegnen wollen, kehrt dieses Buch die Perspektive um. Der Blick auf »die Anderen« dient als Ausgangspunkt der Betrachtung - nicht, um »das Fremde« zu verstehen, sondern um das »Eigene« reflektieren zu können. Mit Bezug auf postkoloniale und poststrukturalistische Theorien wird die Präsentation »des Islam« als hegemonialer Diskurs analysiert. Demnach ist die Dichotomie zwischen »Islam« und »Westen« eine Konstruktion, die beide essenzialisiert. Sie hat sich historisch entwickelt und transformiert, ihr kommen in politischen Konstellationen unterschiedliche Bedeutungen zu, ihre Facetten sind Teil des kulturellen Wissensbestandes »des Westens« über »den Orient« bzw. »den Islam«. In ihrem Alltag vermitteln sich den Subjekten die Bedingungen und Bedeutungen des »Islamdiskurses« als kulturelle Repräsentationen, die ihnen Sichtweisen und Interpretationen anbieten, nahelegen oder erschweren. In diesem Möglichkeitsraum setzen sich die Subjekte aktiv mit der kulturellen Hegemonie auseinander und positionieren sich darin.