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Genderspezifische Einstellungen und Kompetenzen von Young Professionals im Rahmen der Digitalisierung

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Abstract

Die Digitalisierung verursacht gravierende Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt. Die Prozesse wirken sich dabei unterschiedlich auf die beiden Geschlechter aus und werden in der Wahrnehmung von Männern und Frauen unterschiedlich bewertet. Allerdings liegen praktisch keine fundierten Ergebnisse der Genderforschung in Bezug auf die Digitalisierung vor. Der vorliegende Beitrag stellt die Erkenntnisse einer Untersuchung zu den grundlegenden Einstellungen der Young Professionals hinsichtlich der Digitalisierung aus der Genderperspektive dar, um mögliche Unterschiede der Wahrnehmungen und Bewertungen zwischen Frauen und Männern zu identifizieren. Darüber hinaus sollen Schlussfolgerungen zu den möglichen frauenspezifischen Eigenschaften und Kompetenzen für die Gestaltung der Digitalisierung abgeleitet werden.
Genderspezifische Einstellungen und Kompetenzen von Young
Professionals im Rahmen der Digitalisierung
Gender-specific a!itudes and competences of young professionals in the context of digitalization
Swetlana Franken
Fachhochschule Bielefeld
Bielefeld, Germany
swetlana.franken@!
-
bielefeld.de
Johanna Schenk
Fachhochschule Bielefeld
Bielefeld, Germany
johanna.schenk@!
-
bielefeld.de
Malte Wa"enberg
Fachhochschule Bielefeld
Bielefeld, Germany
malte.wa"enberg@!
-
bielefeld.de
ABSTRACT (DE)
Die Digitalisierung verursacht gravierende Veränderungen in
der Lebens
-
und Arbeitswelt. Die Prozesse wirken sich dabei un-
terschiedlich auf die beiden Geschlechter aus und werden in der
Wahrnehmung von Männern und Frauen unterschiedlich bewer-
tet. Allerdings liegen praktisch keine fundierten Ergebnisse der
Genderforschung in Bezug auf die Digitalisierung vor. Der vor-
liegende Beitrag stellt die Erkenntnisse einer Untersuchung zu
den grundlegenden Einstellungen der Young Professionals hin-
sichtlich der Digitalisierung aus der Genderperspektive dar, um
mögliche Unterschiede der Wahrnehmungen und Bewertungen
zwischen Frauen und Männern zu identizieren. Darüber hinaus
sollen Schlussfolgerungen zu denglichen frauenspezischen
Eigenscha$en und Kompetenzen für die Gestaltung der Digitali-
sierung abgeleitet werden.
ABSTRACT (EN)
Digitalization causes serious changes in the living and working
environment. &e processes have dierent eects on the two
genders and are assessed dierently in the perception of men
and women. However, results of gender
-
based sciences concern-
ing digitalization are scarce. &e following article presents the
results of a study about basic a"itudes of young professionals
regarding the digital transformation from a gender
-
specic point
of view, in order to identify possible dierences in the percep-
tion between women and men. In addition, conclusions will be
drawn on possible women
-
specic characteristics and competen-
cies concerning the design of the digital transformation.
CCS CONCEPTS
Social and professional topics~Management of computing and
information systems • Social and professional topics~Gender
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GenderIT’18, May 2018, H eilbronn, Germany
© 2018 Copyright held by the owner/author(s). Publication rights licensed to ACM.
ACM ISBN 978-1-4503-5346-5/18/05…$15.00
https://doi.org/10.1145/3196839.3196860
KEYWORDS
Genderkompetenzen, Digitalisierung, Industrie 4.0, Young Pro-
fessionals, Gender 4.0, genderspezische Einstellungen, frauen-
spezische Kompetenzen
ACM Reference format:
Swetlana Franken, Johanna Schenk, Malte Wa"enberg. 2018. Genderspe-
zische Einstellungen und Kompetenzen von Young Professionals im
Rahmen der Digitalisierung. In
Proceedings of 4th
Gender&IT conference, Heilbronn, Germany (GenderIT’18). ACM, New
York, NY, USA, 3 pages.
h"ps://doi.org/10.1145/3196839.3196860
1 EINLEITUNG
1.1 Hintergrund und Forschungsstand
Digitalisierung und Industrie 4.0 sind zu den entscheidenden Er-
folgs- und Wettbewerbsfaktoren für Unternehmen und Organi-
sationen geworden. Zugleich verändern sie die Arbeits- und Le-
benswelt von Menschen. Obwohl heute jedes zweite Unterneh-
men in Deutschland Industrie-4.0-Anwendungen nutzt, stellt der
Mangel an geeigneten Fachkräften ein zentrales Hindernis bei
der Einführung dar [1]. Gleichzeitig werden durch die Digitali-
sierung neben Arbeitsplätzen mit geringem Qualifikationsniveau
besonders solche mit hohem Automatisierungspotential gefähr-
det. Hierunter fallen zunehmend auch Verwaltungs- und Dienst-
leistungsaufgaben [2]. Durch die überdurchschnittlich hohe Prä-
senz von Frauen in diesen Sektoren werden laut einer Studie des
DIW Berlin somit vor allem frauenspezifische Berufe bedroht [4].
Angesichts dessen erfordert die Gestaltung der digitalisierten
Arbeitswelt eine breitere Beteiligung qualifizierter Frauen ver-
schiedenster Fachdisziplinen und -kulturen [5].
Für die digitalisierte Arbeit in Produktion und Dienstleistung der
Zukunft benötigen die Beschäftigten digitale Kompetenz, einen
hohen Grad an Selbstständigkeit sowie Selbstorganisation [6,7].
Soziale Kompetenzen und die Fähigkeit zu interdisziplinärer und
interkultureller Zusammenarbeit gewinnen ebenso an Bedeu-
tung. Diese sozialen Kompetenzen werden in der Forschung oft
Frauen zugeschrieben, was ihre Bedeutung für die digitalisierte
Arbeitswelt unterstreicht [5]. Zudem belegt eine Studie, dass
Frauen besser als Männer die Chancen der Digitalisierung nut-
zen, um ihre beruflichen Abschlüsse und Karrierechancen zu
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GenderIT’18, May 2018, Heilbronn, Germany
Swetlana Franken, Johanna Schenk, Malte Wattenberg
verbessern [8]. Das bedeutet, dass die Frauen, die die Bedeutung
der digitalen Kompetenzen für die Arbeitswelt 4.0 erkannt ha-
ben, diese auch effizient einsetzen können. Es bedarf aber einer
kritischen Analyse unter Einbeziehung des Genderaspektes, um
Einstellungen, Grundverständnis und Kompetenzen hinsichtlich
der Digitalisierung und Industrie 4.0 präziser zu erfassen.
1.2 Zielsetzung
Das Forschungsprojekt „Gender 4.0“ an der FH Bielefeld verfolgt
das Ziel, diese Einstellungen und Kompetenzen der Young Pro-
fessionals hinsichtlich der Digitalisierung aus der Genderper-
spektive zu untersuchen. Diese Personengruppe (mit der Genera-
tion Y ab Jahrgang 1981 bis 1995 und der Generation Z mit nach
1995 geborenen Personen) steht im Fokus, da sie mit digitalen
Medien sowie zunehmender Flexibilisierung des Arbeitsmarktes
aufgewachsen ist und zu Beginn oder vor dem Eintritt in das Be-
rufsleben steht [9].
Folgende Forschungsfragen sollen beantwortet werden: Welche
geschlechterbedingten Unterschiede lassen sich bei den Einstellun-
gen zu Digitalisierung feststellen? und Welche Kompetenzen für
die digitalisierte Arbeitswelt schreiben sich Young Professionals je
nach Geschlecht und Altersgruppe zu und welche halten sie für be-
sonders wichtig?Daraufhin sollen erste Schlussfolgerungen für
die erfolgreiche Gestaltung der Digitalisierung abgeleitet wer-
den.
2 FORSCHUNGSDESIGN
Als Erhebungsinstrument wurde eine Onlineumfrage mit 28 ge-
schlossenen Fragen im Zeitraum von Juli-September 2017 in
Deutschland durchgeführt. Die TeilnehmerInnen (N=400, davon
weiblich=273, männlich=127, berufstätig=221) wurden über sozi-
ale Netzwerke, Email sowie persönliche Ansprache akquiriert.
Das Durchschnittsalter betrug M=32,85 (MD=28, SD=12,7). Die
Items wurden anhand einer 4-stufigen Likert-Skala (1=stimme
gar nicht zu;4=stimme voll zu) abgefragt und Durchschnittswer-
te gebildet. Ab einem Wert von 2,5 kann so von einer Zustim-
mung ausgegangen werden.
Zudem wurde auf eine binäre Zuordnung der Geschlechter zu-
rückgegriffen. Auch wenn den theoretischen Orientierungen der
Gender- und Queer-Studies zufolge Geschlecht als soziales Kon-
strukt betrachtet werden kann, sollte in der Praxis und insbeson-
dere in der IT zunächst von einer gender imbalance ausgegangen
werden, die sich in der Trennung von Frau und Mann bemerkbar
macht [3]. Diese wird mit der vorliegenden Studie adressiert,
bevor weitere Geschlechteridentitäten in Betracht gezogen wer-
den können.
3 ERGEBNISSE
Zwei Items des Fragebogens beschreiben den Unterschied der
geschlechtsbezogenen Einstellung zur Digitalisierung: Frau-
en/Männer können gut mit digitalen Technologien umgehen.“ und
Frauen/Männer interessieren sich nicht für moderne Technolo-
gien.“ [vgl. Tab. 1].
Tabelle 1: Einstellung zur Digitalisierung
Item
Geschlecht
Mi"el
-
wert
Frauen können gut mit digitalen
Technologien umgehen.
männlich
2,84
weiblich
3,21
Männer können gut mit digitalen
Technologien umgehen.
männlich
3,18
weiblich
3,12
Frauen interessieren sich nicht
für moderne Technologien.
männlich
1,86
weiblich
1,68
Männer interessieren sich nicht
für moderne Technologien.
männlich
1,57
weiblich
1,52
Es fällt auf, dass Frauen glauben, gut mit digitalen Technologien
umgehen zu können (3,21), Männer diese These aber weniger
unterstützen (2,84). Ebenso glauben mehr Männer, dass Frauen
sich nicht für digitale Technologien interessieren würden (1,86
zu 1,68). Noch immer feststellbare und ausgeprägte stereotypi-
sche Geschlechterrollen könnten ein Grund hierfür sein.
Bei den Kompetenzen wurde anhand von 11 Items aus bestehen-
der Studienlage das persönliche Relevanzempfinden im Rahmen
der Digitalisierung untersucht. Generationsübergreifend wurden
als besonders wichtig die digitale und Medienkompetenz sowie
Sozial- und Kommunikationskompetenz (je 3,36), die Eigenver-
antwortung als auch Problemlösungs- und Optimierungskompe-
tenz (je 3,34) und interdisziplinäres Denken und Handeln (3,29)
identifiziert. Weniger wichtig erschien den Befragten hingegen
die Fähigkeit zum Austausch mit Maschinen (2,77) und Füh-
rungskompetenz (2,70). Dies ist möglicherweise auf die zu erwar-
tende Veränderung von autoritärer Führung hin zu flacheren
Hierarchien und mehr Mitbestimmung zurückzuführen [5]. Zu-
sätzlich wurde die vermutete derzeitige Ausprägung bei den Ver-
tretern des eigenen Geschlechts (G) und Alters (Vertreter männ-
lich und weiblich, Vm. und Vw.) der Young Professionals unter-
sucht. Die folgende Tabelle 2 zeigt diese und das Relevanzemp-
finden bei ausgewählten Kompetenzen der Generation Z und Y
sowie die jeweilige Differenz unter den Geschlechtern.
Tabelle 2: Kompetenzen nach Geschlecht und Generation
G
Z
Y
Di. Z
Di. Y
m.
3,07
3,35
m/w
+0,25
m/w
+0,07
Vm.
3,33
3,12
w.
3,32
3,42
Vm/Vw
-
0,27
Vm/Vw
-
0,02
Vw.
3,06
3,1
m.
3,47
3,2
m/w
+0,03
m/w
+0,17
Vm.
3,2
2,7
w.
3,5
3,37
Vm/Vw
+0,18
Vm/Vw
+0,64
Vw.
3,38
3,34
m.
3,47
3,42
m/w
-0,06
m/w
-0,13
Vm.
2,67
2,74
w.
3,41
3,29
Vm/Vw
+0,18
Vm/Vw
+0,12
Vw.
2,85
2,88
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Genderspezifische Einstellungen und Kompetenzen von Young
Professionals im Rahmen der Digitalisierung
GenderIT’18, May 2018, Heilbronn, Germany
So lässt sich bspw. erkennen, dass männliche Befragte die digita-
le und Medienkompetenzen zwar für weniger wichtig halten als
die weiblichen Befragten, gleichzeitig aber ihrem Geschlecht und
ihrer Altersgruppe hier mehr Kompetenz zusprechen. Hingegen
bescheinigen sich Frauen bei der Sozial- und Kommunikations-
kompetenz eine höhere Kompetenz als Männer. Bei der Prob-
lemlösungs- und Optimierungskompetenz fallen die Unterschie-
de zwischen den Geschlechtern eher gering aus, jedoch lässt sich
hier insbesondere der Bedarf der weiteren Qualifizierung erken-
nen. Während die Relevanz übergreifend als relativ hoch einge-
schätzt wird, ist die wahrgenommene derzeitige Ausprägung e-
her gering. In der Generation Z steht so bspw. bei den Männern
eine Relevanz von 3,47 einem Vorhandensein von 2,67 entgegen.
4 FAZIT
Die Studie trägt dazu bei, die Forschungslücke geschlechtsspezi-
fischer Unterschiede der Einstellung und Wahrnehmung von
Kompetenzanforderung im Rahmen der Digitalisierung zu
schließen. Bei den meisten Befragten liegt diese, möglicherweise
beeinflusst durch die gewählte Art der Onlineumfrage, im positi-
ven Bereich. Jedoch lässt die Auswertung Geschlechterunter-
schiede erkennen. Um identifizierte Stereotype abzubauen, junge
qualifizierte Frauen für die Gestaltung der Digitalisierung zu
sensibilisieren und deren Karrieren stärker zu unterstützen,
müssen Maßnahmen und Initiativen zur Förderung von Frauen
weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus zeigt die Studie, wel-
che Kompetenzen im Rahmen der Digitalisierung von den Young
Professionals je nach Geschlecht als relevant erachtet werden
sowie welche derzeitige gefühlte Ausprägung der erforderlichen
Kompetenzen vorliegt. Obgleich die reine Wahrnehmung der
Befragten keine Kompetenzmessung i.e.S. der vorhandenen Rea-
lität darstellt, gilt es, die vorhandene Differenz zu minimieren
sowie die geforderten Kompetenzen durch zielgerichtete Maß-
nahmen und Programme stärker zu fördern.
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141
... Bemerkenswert ist an dieser Stelle der festgestellte Unterschied zwischen den Geschlechtern. Grundsätzlich möglich ist zwar ein unterschiedliches Antwortverhalten von Frauen und Männern, dennoch müssen qualifizierte Frauen für die Themen der Digitalisierung stärker als bisher sensibilisiert und bestehende Maßnahmen in Unternehmen, aber auch Schulen und Hochschulen weiter ausgebaut und gefördert werden (Franken et al., 2018). Bei der Auswertung der gewählten Szenarien wird deutlich, dass auch in nicht produktionsnahen Bereichen Schulungen und Trainings seitens der Anwender hohe Zustimmungswerte bei beiden Technologien erreichen, aber auch die Medienbearbeitung, der Besuch von Messen, das Durchführen von Präsentationen sowie die Unterstützung in Bibliotheken und Archiven relevante Anwendungsfälle darstellen, die durch die Unternehmen entwickelt werden sollten. ...
Full-text available
Conference Paper
Der vorliegende Beitrag stellt die Ergebnisse einer Studie vor, welche die VR- und AR-Technologien aus Anwendersicht betrachtet. Dazu wurden in einer Umfrage zunächst der allgemeine Bekanntheitsgrad und das generelle Interesse an den Technologien hinsichtlich Geschlecht und Alter ausgewertet. Zudem wurden verschiedene Anwendungsfälle betriebswirtschaftlich geprägter Arbeitsumgebungen von den Teilnehmern hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit des Eintritts sowie ihrer persönlichen Nutzungspräfe-renz bewertet. Die Ergebnisse offenbaren deutliche Unterschiede der Geschlechter und unterstreichen die Relevanz von Schulungs- und Trainingsmaßnahmen mittels VR und AR.
Full-text available
Article
With digitalisation, the male-dominated bioeconomy sector becomes intertwined with the male-dominated tech sector. We focus on the effects on gender equality within the bioeconomy sector when these two gender unequal sectors are merged. We review the existing literature by studying three concepts – bioeconomy, digitalisation and gender – as a way to highlight the current state of knowledge on gender in the Nordic digitalised bioeconomy. Through this investigation we provide directions for future research and suggest actions to be taken. The contemporary literature discusses two major areas of focus: the impact of history on today’s situation and gender inequality as a women’s issue. We propose four areas of future research focus: moving beyond a historical perspective, understanding the effectiveness of women-only activities, focusing on men’s role in gender equality work, and developing sustainability. We identify four points of action for practitioners in the literature: female role models, mentorship programmes, networks for young professionals and students and incorporating gender into bioeconomy-related education. However, together with the proposed future research, we suggest two considerations when practitioners in the Nordic digitalised bioeconomy take action: being mindful of the purpose and structure of women-only activities and including men when working with gender issues.
Full-text available
Chapter
Im ersten Beitrag des Sammelbandes, verfasst von Malte Wattenberg, geht es um den Status quo zu den Frauen in Führungspositionen in der Industrie 4.0. Hier wird ein Überblick über die Veränderungen in Unternehmen aufgrund der Digitalisierung gegeben und einige Kerndaten zu der Beteiligung von Frauen an der Gestaltung der digitalen Transformation dargestellt. Anschließend werden die Herausforderungen für Frauen herausgearbeitet und allgemeine Handlungsempfehlungen für ihre intensivere Teilhabe aufgezeigt, die in weiteren Beiträgen konkretisiert und erweitert werden.
Book
Ob Filmkunst und Sexarbeit, Evolutionstheorie, Personenstandsgesetz oder Diversity Management, Pornografie oder Hartz IV: Die Gender und Queer Studies ermöglichen neue sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Alltag, Kultur und Politik. Und wenn es stimmt, dass in Geschlechtern, Sexualitäten und Körpern mehr Soziales als Natürliches steckt, kann die Soziologie wieder ihr ureigenes kritisches Potential mobilisieren, das in der gleichermaßen nüchternen wie auch engagierten Analyse gesellschaftlicher Zustände liegt. Dieses klar geschriebene und didaktisch gut aufbereitete Buch führt in Geschichte, Grundbegriffe und Arbeitsfelder der Gender und Queer Studies ein.
Book
In diesem Lehrbuch wird ein neues Modell vorgestellt, das beschreibt, wie moderne Führung den Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 gerecht wird. Anwendungsorientierte Instrumente der strukturellen und interaktiven Führung sowie Führungskompetenzen und die Möglichkeiten ihrer Vermittlung werden erläutert. Den neuen Herausforderungen wie Digitalisierung, Demografie bzw. Diversität, Demokratie und Dynamik entsprechen die vier Dimensionen des hier beschriebenen 4D-Modells der Führung. Anhand von Forschungsergebnissen und Praxisbeispielen aus innovativen Unternehmen beschreibt Swetlana Franken die Auswirkungen des Modells auf effektive Führungsmethoden und geeignete Führungstechniken sowie deren Umsetzung. Studierenden der Betriebswirtschaftslehre, vor allem im Bereich Personalmanagement, aber auch Praktikern vermittelt das Buch die notwendigen Kenntnisse, um dem Wandel der Arbeitswelt hin zu mehr Automatisierung und höherer Qualifikation der Beschäftigten zu begegnen. Der Inhalt • Warum ist neue Führung erforderlich? • Welche Führung ist zukunftstauglich? • Wie wird die neue Führung umgesetzt? • Wer führt in (die) Zukunft? Die Autorin Prof. Dr. Swetlana Franken ist Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Personalmanagement, an der Fachhochschule Bielefeld und leitet Forschungsprojekte zu den Themen Diversity Management, Innovation und Industrie 4.0.
Accenture-Studie: Digitale Fähigkeiten beschleunigen Gleichberechtigung am Arbeitsplatz
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Endbericht der Expertise "Übertragung der Studie von Frey/Osborne (2013) auf Deutschland
  • Zew Zentrum Für Europäische
  • Wirtschaftsforschung
Digitalisierung verändert die gesamte Wirtschaft
  • Bundesverband Bitkom
  • Informationswirtschaft
Bitkom. Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien. 2016. Digitalisierung verändert die gesamte Wirtschaft. (March 2016) Retrieved October, 30 2017 from https://www.bitkom.org/Presse/ Presseinformation/ Digitalisierung-veraendert-die-gesamte-Wirtschaft.html.
Arbeitswelt 4.0 - Stand der Digitalisierung in Deutschland
  • Iab Institut Für Arbeitsmarkt- Und Berufsforschung
Arbeit 4.0 - Blind Spot Gender
  • Diw
DIW. 2016. Arbeit 4.0 -Blind Spot Gender. (Sep. 2016) Retrieved October, 28 2017 from http://www.diw.de/de/ diw_01.c.535004.de/ueber_uns/vorstandsbereich/gender_studies/gender_ studies_tagung_2016.html.
Endbericht der Expertise "Übertragung der Studie von Frey/Osborne (2013) auf Deutschland
  • Zew
  • Zentrum Für Europäische Wirtschaftsforschung
ZEW. Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. 2015. Endbericht der Expertise "Übertragung der Studie von Frey/Osborne (2013) auf Deutschland". (Apr. 2015) Retrieved October, 28 2017 from http://www.arbeitenviernull.de/ fileadmin/Downloads/Kurzexpertise_BMAS_zu_Frey-Osborne.pdf.
Arbeitswelt 4.0 - Stand der Digitalisierung in Deutschland
  • Iab
  • Institut Für Arbeitsmarkt- Und
  • Berufsforschung
IAB. Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung. 2016. Arbeitswelt 4.0 -Stand der Digitalisierung in Deutschland. Dienstleister haben die Nase vorn. (Oct. 2016). Retrieved October, 28 2017 from http:// www.iab.de/ de/informationsservice/presse /presseinformationen/ kb2216.aspx.