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Kurie Neue Medien - Denkraum Wirtschaft

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Ergebnis des Bildungskonzil 2017 / Denkraum Neue Medien - Wirtschaft
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NEUE MEDIEN
Kurie Neue Medien
Denkraum
Wirtschaft
Kurie: NEUE MEDIEN
Denkraum
Wissenschaft
Denkraum
Wirtschaft
Denkraum
Gesellschaft
Experimen-
tierraum
Auszug, Original veröffentlicht in: Ebner, M. (2018) Kurie Neue
Medien - Denkraum Wirtschschaft. Bildungskonzil 2017.
Heldenberg. http://bildungskonzil-heldenberg.at
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NEUE MEDIEN
„Das BildungsKonzil Heldenberg ist aus
meiner Sicht eine hervorragende Veran-
staltung, um das Thema Bildung mit allen
Beteiligten intensiv und inhaltsreich an
mehreren Tagen zu bearbeiten. Vertreter
aus Wirtschaft, Bildungseinrichtungen
Lehrende wie Schüler – und öentlichen
Institutionen haben die Gelegenheit, in
kreativer und anregender Atmosphäre ihre
Positionen und Ideen einzubringen und
aktuelle Fragestellungen zu diskutieren.
Ergebnisse sind: relevante Beiträge und
Handlungsempfehlungen für Verantwort-
liche im Bildungssektor.
Gerhard Josef Wanek, Unternehmer
Der Denkraum „Medien – Wirtschaft“ beschäftigte sich mit der Auswirkung der Digitali-
sierung auf den Frieden und den Möglichkeiten in diesem Kontext. Dabei war von Beginn
an die einheitliche Meinung, dass ein Mehr an Bildung zwangsläufig zu mehr Frieden
führt und es daher zentral ist, diese durch entsprechende Maßnahmen zu fördern. Eben
auch seitens wirtschaftlicher Gesichtspunkte.
Die Gruppe begann mit einem individuellen Brainstorming. Dazu wurde ein Raum von
60 Minuten gegeben, wo wesentliche Eckpunkte auf Kärtchen festzuhalten waren. Diese
wurden dann in einer zweiten Phase gegenseitig vorgestellt und durch Fragen aus der
Gruppe erklärt und vertieft. Wesentlich war, dass jeder genannte Punkt gleichwertig war
und wertschätzend behandelt wurde, um keine Gedanken im Vorhinein zu blockieren.
Daraus ergab sich ein bunter Haufen an Karten auf insgesamt zwei Pinnwänden. Der
nächste Schritt bestand darin, ähnliche Karten zu bündeln und zu kategorisieren – mit
dem Ziel, daraus die Zielfelder unseres Denkraumes zu definieren.
Wie entwickeln wir eine Kultur im Umgang mit den sozialen Medien,
die uns gesellschaftlich bereichert, anstatt zu polarisieren?
AUTOR: MARTIN EBNER
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NEUE MEDIEN
Als Ergebnis des ersten Tages konnten die Kernthemen wie folgt festgelegt werden:
1. Es erscheint wesentlich, dass die Bürgerinnen und Bürger von morgen eine digitale
Mündigkeit besitzen, um Entscheidungen in der Gesellschaft tragen und beeinflussen
zu können.
2. Da die technischen Entwicklungen immer schneller zunehmen und kaum noch von
Einzelpersonen durchschaut werden können, scheint es nötig, dass ein Ethikboard
eingerichtet wird, um vor allem auch die „Digital Democracy“ abzusichern.
3. Selbstverständlich braucht es nicht nur digital mündige Bürgerinnen und Bürger, son-
dern als Pendant dazu auch digital mündige Unternehmen, die partizipatives Handeln
nicht nur verstehen, sondern auch leben.
4. Die Gruppe betonte auch, dass die globale Lebensfähigkeit von Schülerinnen und
Schülern durch entsprechende Bildung zu gewährleisten ist. Darunter verstand man
das Agieren in einer zunehmend globalisierten Welt.
5. Abschließend einigte man sich darauf, dass natürlich die technische Infrastruktur und
deren Anwendung bzw. Zugänglichkeit vorhanden sein muss, um entsprechend gleich-
berechtigt in einer digitalisierten Welt leben zu können.
Aus den Zielfeldern sollte am zweiten Tag mittels Think-Tank und Road-
mapping-Methode an konkreten Zukunftsszenarien gearbeitet werden.
Dazu erfolgte eine Teilung in zwei Gruppen, die folgende Thesen behan-
delten:
Gruppe 1: 2025 sind alle Unternehmen digital mündig
Gruppe 2: 2025 sind alle Bürgerinnen und Bürger digital mündig
Zuerst dachten die Gruppen über Stakeholder nach, wie diese auf die
These reagieren. So zeigte sich vor allem, dass es neue Geschäftsmodelle
brauchen wird und viele Prozesse transparenter werden. Dies führt dazu,
dass Unternehmen zukünftig in einem großen Netzwerk agieren werden
und sich gegenüber der Gesellschaft önen müssen. Hinter dem Schlag-
wort Openness befindet sich vor allem auch der Gedanke, dass erst Trans-
parenz und Oenheit Vertrauen zu den Kunden schaen. Diese wiederum
werden durch direkte Kommunikation wesentlich schneller und direkter
ihre Wünsche, Beschwerden und Fragen äußern. Flexibilität, Service-
Ori en tiert heit und Know-how scheinen die Säulen für zukünftige Unter-
nehmen zu sein. In der zweiten Phase bzw. der Roadmapping-Methode
wurde über Hürden und Chancen nachgedacht, die bis 2025 auftraten.
So führen der Druck des globalen Marktes, die zunehmende technische
Entwicklung und die ständig verfügbaren Crowd Unternehmen in die
Richtung der digitalen Mündigkeit. Man sollte aber darauf achten durch
Überreglementierungen, fehlende Leitbetriebe und die fehlende (Aus-)
Bildung die Entwicklung nicht zu sehr zu bremsen. Auch die Gefahr der
Monopolstellung durch internationale Großkonzerne und die vorherr-
schende träge Kultur wurden angesprochen. Man gab sich aber zuversicht-
lich, dass die Szenarien erreichbar wären.
In der letzten Phase fasste die Gruppe nochmals ihre Gedanken zu-
sammen und wollte ein gemeinsames Ergebnis präsentieren. Man legte
sich darauf fest, dass man 2025 das Ziel erreichen möchte, eine digitale
Gesellschaft zu formen – und zwar auf Basis digital mündiger Bürgerinnen
und Bürger sowie digital mündiger Unternehmen, gesteuert von einem
Ethikboard für digitale Agenden. Mit den Worten wollen, können, wissen
& tun soll der Weg dorthin beschrieben werden, der 2025 eine Begeis-
terung und Leidenschaft für eine zukünftige Gesellschaft auslöst, die
mit viel Freude digitale Möglichkeiten nutzt, um eben auch Bildung und
Frieden zu sichern.
Wie entwickeln wir eine Kultur im Umgang mit den sozialen Medien,
die uns gesellschaftlich bereichert, anstatt zu polarisieren?
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