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Partizipationserleben mit Social Software – Erste Befunde zu einem (pseudo-)partizipativen Unterricht mit digitalen Medien.

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... Weiter wird u.a. basierend auf ersten Explorationen (Mayrberger und Linke 2014) angenommen, dass partizipatives Lehren und Lernen nur gelingen kann, wenn man den entsprechenden Akteurinnen und Akteuren ausreichend Erfahrungsräume bereitstellt, damit sie selbstbestimmtes Lernen auf Augenhöhe im Sinne einer Ermächtigung erleben und authentisch erfahren -und sich ebenso kritisch dazu verhalten können. Diese Erfahrung sollte auf vielen Ebenen und mit den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren stattfinden (vgl. ...
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Prozesse von Digitalisierung sind aufgrund ihrer durchgehenden Relevanz von der interaktionistischen Mikro- über die institutionelle Meso- bis hin zur gesellschaftlichen und politischen Makroebene als derzeitige Ausprägung des Metaprozesses einer Mediatisierung zu verstehen. Im weiteren Sinne beschreiben sie relevante Einflussfaktoren und Kontextbedingungen für derzeit alle Formen des Lehrens und Lernens. Mediendidaktik fokussiert im engeren Sinne traditionell die Rolle von Bildungsmedien bzw. für Bildungszusammenhänge verwendete Medien in Form von Applikationen (‹tools›) und digitalen Technologien im Lehr- und Lernprozess. Die partizipative Mediendidaktik steht für ein Modell einer kritisch-konstruktivistischen Mediendidaktik und knüpft an allgemeindidaktische Überlegungen wie auch an medienpädagogische Grundsätze an. Sie fokussiert das partizipative Element in der Analyse, Planung und Gestaltung von Lernumgebungen unter den Bedingungen von Digitalisierung, Digitalität und (tiefgreifender) Mediatisierung. Der Ansatz bezieht sich im Sinne einer zeitgemässen Mediendidaktik gleichermassen auf formale, non-formale sowie informelle Lehr- und Lernprozesse und wird in diesem Sinne weiterentwickelt. Im vorliegenden Beitrag wird das heuristische Strukturmodell einer partizipativen Mediendidaktik bildungskontextübergreifend betrachtet und primär aus wissenschaftlicher Perspektive zur Diskussion gestellt. Es werden im Überblick konzeptionelle Eckpunkte wie theoretische Anbindungen aufgezeigt. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird dabei auf das konstituierende Strukturelement des Partizipationsraums gelegt.
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Schon seit mehr als zehn Jahren sind digitale Spiele in Deutschland als Kulturgut anerkannt und Computerspielen wird im Kontext des medienpädagogischen Diskurses – wenn auch eher vereinzelt – als spezifisch situierte medial-kulturelle Praktik thematisiert, die als „eine kulturell geprägte, aktive und soziale Auseinandersetzung mit dem Spiel als Artefakt, Regelwerk und Geschichte“ zu denken ist. Immer offensichtlicher wird, dass Spielen durchaus nicht alleine Spielen ist und die Auseinandersetzung mit dem Artefakt Computerspiel einen gemeinschaftlichen, einen sozialen und einen kulturellen Aspekt impliziert. So verweisen Begriffe wie ‚Gaming Culture‘ oder auch ‚Videospielkultur‘ darauf, dass sich in und um digitale Spiele Kulturformationen herausbilden, die von Spieler*innen hervorgebracht, gelebt, reproduziert und transformiert werden.
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Der vorliegende Beitrag erörtert, in welcher Weise soziales Handeln unter den Bedingungen von Digitalisierung und Digitalität, hier spezifiziert auf mediatisiertes Lehr- und Lernhandeln, als Praktiken im Sinne einer praxeologischen Perspektive aufgefasst und durch eine (partizipative) mediendidaktische Brille interpretiert werden können. Dafür werden praxistheoretische bzw. praxeologische Begriffe und Grundlagen ausgeführt und aus mediendidaktischer Perspektive betrachtet. Fazit ist hierbei, dass über diese Perspektive eine theoretische Anbindung der partizipativen Mediendidaktik an soziologische Überlegungen möglich ist.
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In dem Beitrag werden die Rahmenbedingungen für die didaktische Auseinandersetzung mit Mobile Learning über alle Bildungsbereiche hinweg beschrieben und erörtert. Sie werden hier aus mediendidaktischer Perspektive als erweiterte Bedingungen des Bildungskontextes betrachtet, worunter in diesem Beitrag folgende Aspekte gefasst werden: Ausstattung und Nutzung sowie Digitalisierung von Lehren und Lernen mit Bezug auf Partizipation und Entgrenzung. Dabei wird hier der Sichtweise gefolgt, dass der Ansatz eines Mobile Learning als Konkretisierung eines allgemeinen Lehrens und Lernens mit Medien eine besondere Relevanz für die Auseinandersetzung mit den Bedingungen Kontext, Mobilität und Subjektorientierung im Sinne einer Mobilität der Lernenden für die Gestaltung von Lernumgebungen mit sich bringt.
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Der Beitrag widmet sich den Voraussetzungen und Notwendigkeiten der Gestaltung einer partizipativen und partizipationsfördernden Lernumgebung in der Online-Lehre. Die zentrale These lautet, dass die Integration von Social Software in Studienkontexte potenziell vielfältige Chancen für ein selbstgesteuertes, kooperatives, aktives und vor allem studierendenzentriertes Lernen im (sozial-)konstruktivistisch orientierten Sinne birgt. Eine solche Art des Lernens und das damit verbundene Lehren sind voraussetzungsreich und wollen didaktisch angeleitet und ermöglicht werden. Ihre Überlegungen zur zentralen Rolle von Beziehungen für den Lernprozess und das Erleben tatsächlicher Partizipation führt die Autorin im Verlauf ihres Beitrages entsprechend im Konzept einer partizipativen Mediendidaktik für die Gestaltung partizipativer Online-Lehre weiter aus.
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In der Medienpädagogik findet zur Zeit ein theoretischer Konsolidierungsprozess statt. Er folgt der Entwicklung der Medien und ist Ausdruck der Tatsache, dass Medienpädagogik nicht mehr ihre Existenz begründen muss, sondern als wissenschaftliche Disziplin anerkannt wird und sich ergo um theoretisches Rüstzeug für die Bewältigung ihrer empirischen wie praktischen Aufgaben bemühen muss. Dabei bezieht sie sich auf den wissenschaftlichen Diskurs um Medien. Dieser Diskurs, der in der Erziehungswissenschaft erst in Ansätzen, in den anderen Sozialwissenschaften schon intensiver und am intensivsten in der Kommunikationswissenschaft geführt wird, bemüht sich Schritt zu halten mit der noch immer schnellen Medienentwicklung hin zur vollständigen Omnipräsenz und Omnipotenz der Medien.
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Dieser Beitrag geht von der Annahme aus, dass das Social Web Potenziale für ein partizipatives Lernen mit sich bringt. Zugleich setzt er sich mit der damit einhergehenden Problematik auseinander, dass mit dem Einsatz von Social Software ein tatsächliches partizipatives Lernen, das auf Freiwilligkeit basiert, in formalen Lehr- und Lernprozessen systembedingt nur begrenzt realisiert werden kann. Partizipation in formalen Bildungskontexten kann insofern immer nur eine von den Lehrpersonen bei der Gestaltung von Lernumgebungen bewusst ermöglichte und somit letztlich eine Form «verordneter Partizipation» sein. Dieser (medien-)pädagogische Widerspruch kann in institutionellen Bildungskontexten wie der Schule nie vollständig gelöst werden, wohl aber können adäquate Handlungsoptionen entwickelt werden. In diesem Sinne stellt der Beitrag ein Stufenmodell vor, das einen differenzierten Umgang mit den Grenzen und Möglichkeiten von Social Software beim Lehren und Lernen erlaubt. Es kann Lehrende bei der Planung und Analyse von (vermeintlich) partizipativen Lehr- und Lernprozessen darin unterstützen, die mediendidaktischen Bedingungen für eine (Nicht-)Partizipation klarer zu bestimmen und entsprechende Massnahmen zu ergreifen.
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A nation is democratic to the extent that its citizens are involved, particularly at the community level. The confidence and competence to be involved must be gradually acquired through practice. It is for this reason that there should be gradually increasing opportunities for children to participate in any aspiring democracy, and particularly in those nations already convinced that they are democratic. With the growth of children’s rights we are beginning to see an increasing recognition of children’s abilities to speak for themselves. Regrettably, while children’s and youths’ participation does occur in different degrees around the world, it is often exploitative or frivolous. This Essay is designed to stimulate a dialogue on this important topic. This Essay is written for people who know that young people have something to say but who would like to reflect further on the process. It is also written for those people who have it in their power to assist children in having a voice, but who, unwittingly or not, trivialize their involvement.
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Die Grounded Theory stellt einen erkenntnisgenerierenden Forschungsstil dar und liefert dazu ein methodisches Instrumentarium. Sie wurde unter bestimmten disziplinären und historischen Umständen in der Zusammenarbeit von B.G. Glaser und A.L. Strauss sowie einigen anderen Mitarbeitenden in der sozialwissenschaftlichen Forschungspraxis herausgebildet. Erst später wurde das Vorgehen in Form von Seminar-Unterweisung und in Lehrbüchern präzisiert, fi xiert und kanonifi ziert. Es gibt eine gut fünfzigjährige Geschichte der Entwicklung, Verbreitung, Etablierung, Institutionalisierung und Diversifi kation der GTM in sozial- und kulturwissenschaftlichen Fachrichtungen sowie im internationalen Maßstab – eine multidisziplinäre und globale Erfolgs-Story. Im Laufe der Zeit sind eine Reihe Problempunkte der Methodik ans Licht gekommen, und es haben sich unterschiedliche Spielarten und Gruppierungen formiert, u.a. in Zusammenhang mit Trends in der philosophischen Grundlagendiskussion der Sozialwissenschaften. Heute kann man von einer Theorienfamilie der GTM sprechen. Wir gehen auch auf die Rezeptionsgeschichte im deutschsprachigen Raum ein, die in sozialwissenschaftlichen Fachdisziplinen unterschiedlich ausfällt.
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The heated controversy over “citizen participation,” “citizen control”, and “maximum feasible involvement of the poor,” has been waged largely in terms of exacerbated rhetoric and misleading euphemisms. To encourage a more enlightened dialogue, a typology of citizen participation is offered using examples from three federal social programs: urban renewal, anti-poverty, and Model Cities. The typology, which is designed to be provocative, is arranged in a ladder pattern with each rung corresponding to the extent of citizens' power in determining the plan and/or program.
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Anmerkung des Umsetzungsdienstes: Das Werk wurde in Schriftgröße Punkt 12 umgesetzt und ist zitierfähig. In der "Konstruktivistischen Didaktik" wird gezeigt, wie Lehren und Lernen in der Gegenwart unter Beachtung der Inhalts- und Beziehungsseite erfolgreich und lernerbezogen begründet und gestaltet werden können. Der konstruktivistische Ansatz hilft dabei, das Lehren und Lernen neu zu bestimmen und eine lernerorientierte Didaktik für Unterricht in allen Formen differenziert darzustellen. Das Buch wendet sich an Didaktiker in allen Lehr- und Lernbereichen.
Demokratische Partizipation in der Schule Beiträge zur Partizipationsförderung in der Schule". BLK-Programm "Demokratie lernen & leben
  • Angelika Eikel
Eikel, Angelika (2006). "Demokratische Partizipation in der Schule. Beiträge zur Partizipationsförderung in der Schule". BLK-Programm "Demokratie lernen & leben". http:// blk-demokratie.de/fileadmin/public/partizipationsfoerderung/01_Demokr._Partizipation_in_der_Schule.pdf. [Zugriff: 20.06.2014]
Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen
  • John Hattie
Hattie, John (2014). Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen. Hohengehren: Schneider.
Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts
  • Andreas Helmke
Helmke, Andreas (2009). Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts. Seelze-Felber: Klett Kallmayer.
Basisstudie zum Medienumgang 12-bis 19-Jähriger in Deutschland
  • Information Jugend
Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12-bis 19-Jähriger in Deutschland. www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf13/JIMStudie2013.pdf [Zugriff: 20.06.2014]
Konzepte pädagogischer Forschung
  • Jörg Schlömerkemper
Schlömerkemper, Jörg (2010). Konzepte pädagogischer Forschung. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Kinkhardt.
Partizipation. Demokratie-Baustein "Partizipation". BLK-Programm "Demokratie lernen & leben
  • Ulrike Urban
Urban, Ulrike (2005). Partizipation. Demokratie-Baustein "Partizipation". BLK-Programm "Demokratie lernen & leben". http://www.pedocs.de/volltexte/2008/310/pdf/ partizipation_baustein.pdf. [Zugriff: 20.06.2014]
Partizipation mit und über Medien In: merz medien + erziehung 5
  • Ulrike Wagner
Wagner, Ulrike (2010). Partizipation mit und über Medien. In: merz medien + erziehung 5/2010, S. 11-17.