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Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften im ländlichen Raum. Projektrecherche für ein solidarisches Restaurant im südlichen Schwarzwald

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Es wird die Frage untersucht, ob Projekte aus dem Bereich des gemein-wohlorientierten regionalen Wirtschaftens eine mögliche konstruktive Antwort auf die negativen Auswirkungen der Globalisierung und des demographischen Wandels im ländlichen Raum darstellen und welche Rahmenbedingungen für die konkrete erfolgreiche Einführung eines solidarischen Restaurants erfüllt sein müssen. Im regionalen Kontext werden dazu mittels Befragung die Erfolgsstrategien bereits realisierter Projekte und das Verbraucherinteresse für das konkrete Projektkonzept erkundet und in einen weiterführenden Forschungsrahmen gestellt.
Abb. 11: Aspekte solidarischer Landwirtschaft (Kosanke et al., 2013, Seite 15) 3.3.4 Entstehungsgeschichte und Akteur*innen in Deutschland " Seit Mitte der 1970er Jahre entwickelte sich (...) unabhängig voneinander in Japan, Europa, Lateinamerika und den USA die Idee von gemeinsam getragener Landwirtschaft " (Netzwerk Solidarische Landwirtschaft 2013c, Text nicht mehr verfügbar). " Meist waren ökonomische und ökologische Krisen der Anlass für die Gründungen. In Japan entstanden die ersten " Teikei " (zu Deutsch: Partnerschaftshöfe). Sie basieren auf einem Genossenschaftskonzept und nehmen einen erheblichen Anteil der landwirtschaftlichen Produktion in Japan ein. (vgl. Japan Organic Agriculture Association 1993). " Unabhängig davon wurden in der Nähe von Genf 1978 die 'Jardins de Cocagne' errichtet. Vorbild waren (...) die kollektiven Höfe unter Allende in Chile. Außerdem wurden die Schweizer Jardins in Folge der politischen Arbeiter*innen-und Bäuer*innenbewegungen in der französischen Bretagne gegründet " (Netzwerk Solidarische Landwirtschaft 2013c, Text nicht mehr verfügbar). " Auch in Deutschland (gibt) es bereits seit den 1960er Jahren Initiativen, Landwirtschaft wieder kollektiv zu tragen. Dies bezog sich zunächst nur auf den Besitz des Bodens und nicht auf die Abnahme von Lebensmitteln. Ab 1985 wurde die Idee dieser anderen Landwirtschaft dann von zwei Personen, ebenfalls unabhängig voneinander, in die USA gebracht und dort von biodynamischen Landwirt*innen aufgegriffen. Traugher Groh, der bereits seit 1968 auf dem deutschen Buschberghof gelebt hatte, gründete 1986 die erste CSA in den USA " (Bietau et al. 2013, S. 12).
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Wenn von Innovation die Rede ist, dann sind in der Regel ökonomische Innovationen gemeint. Von Schumpeter bis zu aktuellen Definitionen geht es um die Einführung und Verbreitung von neuen und verbesserten Produkten, Prozessen, Systemen und Geräten zur kommerziellen Nutzung in der Ökonomie (z. B. Freeman 1974: 22; OECD 1997: 133). Aber gibt es in der Gesellschaft nicht auch viele Innovationen von nicht-ökonomischer Art, die z. B. Wissenschaft und Bildung, Politik und Alltagsleben, Kunst und Kultur folgenreich verändern?
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Der vorliegende Beitrag präsentiert internationale Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Forschung zu sozialen Innovationen und fragt nach deren Implikationen für intermediäre Organisationen des Sozialsektors. Maßgeblich sind hierfür zwei Leitfragen: • Welche Typen sozialer Innovation entstehen im Umfeld von intermediären Organisationen? • Wie lassen sich erfolgreiche soziale Innovationen verbreiten und in andere Kontexte transferieren?
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Dieser Beitrag beschäftigt sich mit theoretischen Konzepten, empirischen Forschungsfeldern und beobachtbaren Trends im Bereich sozialer Innovationen. Ausgangspunkt ist die Wahrnehmung, dass das Thema in den letzten 20 Jahren in westlichen Gesellschaften zwar einen deutlichen Aufschwung und immer größere Aufmerksamkeit erfahren hat, dabei gleichzeitig aber sowohl begrifflich, konzeptionell als auch inhaltlich äußerst unscharf und diffus geblieben ist. Eine Vielzahl höchst unterschiedlicher Sachverhalte, Gegenstandsbereiche, Problemdimensionen und Problemlösungserwartungen werden unter dem Stichwort ‚soziale Innovationen‘ subsummiert, ohne sie in ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung, ihren Ermöglichungs- und Entstehungsbedingungen, ihrer Genese und Verbreitung hinreichend zu erfassen und von anderen Formen des sozialen Wandels wie der Innovation trennscharf zu unterscheiden.
Soziale Innovation, Partizipation und die Entwicklung der Gesellschaft
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Keynes, John M. (2000/1936): Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, Berlin; Originalausgabe: The General Theory of Employment, Interest and Money, London.
Geld geht auch anders In: Institut für Forstökonomie
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Kennedy, M. (2012): Geld geht auch anders. In: Institut für Forstökonomie, Arbeitsbericht 59/2012, Wirtschaft ohne Wachstum?! Notwendigkeit und Ansätze einer Wachstumswende, S. 30-33
Auswirkungen des demographischen Wandels auf den öffentlichen Personenverkehr in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, Abschlußbericht im Auftrag der IHK SBH, Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmen e.V
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Leibert T. et al. (2006): Auswirkungen des demographischen Wandels auf den öffentlichen Personenverkehr in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, Abschlußbericht im Auftrag der IHK SBH, Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmen e.V. (WBO), Südbadenbus GmbH (SBG), erstellt an der Universität Mannheim, Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie, Projektleitung: Prof. Dr. Paul Gans Litges G., Wagner L. (2010): Sozial, alternativ, lokal?, in: Sozial Extra (2010), 34:21