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Epistemische Aspekte wahrgenommener Praxisrelevanz bildungswissenschaftlichen Wissens

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Im Rahmen der „empirischen Wende“ in der deutschen Bildungspolitik wird zunehmend die Evidenzbasierung von Entscheidungen und Handlungen in der pädagogischen Praxis hervorgehoben (Bromme et al., 2016). Eine zentrale Rolle spielt dabei einerseits eine praxisorientierte Aufbereitung von Forschungsergebnissen. Aber auch die Überzeugungen von Lehramtsstudierenden hinsichtlich wissenschaftlichen Wissens haben eine entscheidende Funktion: Eine Evidenzbasierung pädagogischen Handelns hängt maßgeblich davon ab, ob angehende Lehrer und Lehrerinnen das ihnen vermittelte Wissen als relevant für ihren späteren Berufsalltag einschätzen. Aus diesem Grunde wurden in zwei Studien Determinanten der wahrgenommenen Praxisrelevanz allgemeinen pädagogischen Wissens (GPK; jeweils gemessen mit einem Verfahren von Kunter et al.; 2014) bei Lehramtsstudierenden untersucht. In einer einsemestrigen Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten und 62 Lehramtsstudierenden wurde gezeigt, dass es im Rahmen einer forschungsorientierten Lehrveranstaltung („Forschungswerkstatt“) zu einem Absinken der wahrgenommenen Praxisrelevanz von GPK kommt. Mithilfe einer zweiten, experimentell angelegten Studie mit 365 Lehramtsstudierenden konnte jedoch auch gezeigt werden, dass GPK-Inhalten, die vorgeblich aus wissenschaftlichen Quellen stammen, eine höhere Praxisrelevanz zugeschrieben wird als solchen, die vorgeblich von Praktikern oder Experten stammen. Implikationen der Befunde für Theorie und Praxis werden diskutiert. Literatur Bromme, R., Prenzel, M., & Jäger, M. (2016). Empirische Bildungsforschung und evidenzbasierte Bildungspolitik: Zum Zusammenhang von Wissenschaftskommunikation und Evidenzbasierung in der Bildungsforschung. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 19(1), 129-146. Kunter, M., Leutner, D., Seidel, T., Terhart, E. (2014). Bildungswissenschaftliches Wissen und der Erwerb professioneller Kompetenz in der Lehramtsausbildung (BilWiss). Dokumentation der Erhebungsinstrumente für den ersten und zweiten Messzeitpunkt. Frankfurt: Goethe-Universität.
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Tom Rosmana, Myriam Schlagb, und Samuel Merkc
a Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID)
b Universität Mainz
c Universität Tübingen
AEPF-Tagung 2017
Tübingen · 25. - 27. September 2017
Epistemische Aspekte wahrgenommener
Praxisrelevanz bildungswissenschaftlichen
Wissens
AEPF-Tagung 2017 rosman@zpid.de
Einführung
„Empirische Wende“ in der deutschen Bildungspolitik
(Bromme, Prenzel & Jäger, 2016)
Evidenzbasierung von Entscheidungen und Handlungen
in der Bildungspolitik und im gesellschaftlichen Diskurs
(Bromme et al., 2016)
in der pädagogischen Praxis (Wissenschaftsrat, 2001; OECD, 2005; Petty,
2009; Kultusministerkonferenz, 2014)
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Einführung
Hochschulausbildung soll die Haltung forschenden Lernens
einüben und fördern, um die zukünftigen Lehrer zu befähigen,
ihr Theoriewissen für die Analyse und Gestaltung des
Berufsfeldes nutzbar zu machen und auf diese Weise ihre
Lehrtätigkeit nicht wissenschaftsfern, sondern in einer
forschenden Grundhaltung auszuüben.
(Wissenschaftsrat, 2001, S. 41)
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Einführung
Interviewstudie von Franke und Wecker (2017): Wenn
Lehrer unterrichtsmethodische Entscheidungen treffen,
greifen sie zurück auf …
Sehr häufig: erfahrungsbasiertes Alltagswissen
Häufig: subjektive Theorien
Sehr selten: wissenschaftliche Theorien
(Fast) nie: forschungsbasiertes Wissen
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Einführung
Gängige Ansicht vieler Lehramtsstudierenden (Gitlin,
Barlow, Burbank, Kauchak & Stevens, 1999; Sjølie, 2014; van der Linden, Bakx, Ros,
Beijaard & Vermeulen, 2012)
Forschungsbasiertes Wissen =
zu abstrakt, zu theoretisch, zu idealistisch
wenig direkte Anwendbarkeit
wenig Bezug zu den „wirklichen“ Problemen in der Schulpraxis
Wissenschaftliche Evidenz als irrelevant für die
Schulpraxis!
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Forschungsfrage(n)
Welche externalen (d. h. außerhalb des Individuums
lokalisierte) Faktoren beeinflussen die wahrgenommene
Praxisrelevanz pädagogischen Wissens bei
Lehramtsstudierenden?
Führt die eigenständige Bearbeitung von
Forschungsfragen (z. B. in forschungsorientierten
Vertiefungskursen) zu einer Auf- oder Abwertung der
wahrgenommenen Praxisrelevanz?
Gibt es ein generelles Misstrauen gegenüber Forschung?
Werden aus wissenschaftlichen Quellen stammende
Wissensinhalte „per se“ abgewertet?
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Studie 1
Veränderung der wahrgenommenen Praxisrelevanz
forschungsbezogenen psychologischen Wissens in
einem forschungsorientierten Vertiefungskurs
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Studie 1 Hintergrund
Forschungswerkstatt = forschungsorientierte
Lehrveranstaltung im Fach Psychologie bei
Lehramtsstudierenden (Universität Mainz)
Dauer: 2 Semester
Arbeit in Kleingruppen (max. 5 Personen)
Planung, Durchführung und Auswertung eigener
Forschungsprojekte mit Schülern/ Studierenden
Theoretischer Input: Forschungs- und Analysemethoden
der Psychologie
Abschluss: mündliche Prüfung
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Studie 1 Methode
Stichprobe:
N = 120 Lehramtsstudierende
Master of Education, 2. Sem.
68 % weiblich,
Alter: M = 24.5 (SD = 2.5);
verschiedene Fächer
Vollständige Datensätze
(t1 & t2): n = 89
Design:
2 Messzeitpunkte (t1 & t2) über ein
Semester (Beginn & Ende des 1. Sem)
2 Kohorten mit je 2 Kursen
(Start WiSe 16/17 & SoSe 17)
Dritter Messzeitpunkt geplant für
WiSe 2017/18
Erfassung der wahrgenommenen
Praxisrelevanz forschungsbezogenen
psychologischen Wissens (PFW)
Adaptation von Kunter, Leutner, Seidel,
& Terhart (2014; BilWiss-Projekt)
Bezug zur Psychologie
6 Multiple-Choice-Items
Antwortformat: 4-Punkt Likert-Skala
Beispielitem: Die meisten Ergebnisse
von wissenschaftlichen Studien aus der
Psychologie sind für die Praxis von
großem Nutzen.“
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Studie 1 Ergebnisse
Skala
t1
M(SD)
t2
M(SD)
Sig.
Effekt
Praxisrelevanz
(PFW)
3.03 (.49)
2.90 (.47)
p
= .010
d
= .27
Skala
t1
α (n =
112)
t2
α (n =
92)
Praxisrelevanz
(PFW)
.752
.798
Reliabilität (Cronbach‘s Alpha):
Veränderung von t1 zu t2:
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Studie 1 Fazit
Absinken der wahrgenommenen Praxisrelevanz
forschungsbezogenen psychologischen Wissens im Rahmen
der Forschungswerkstatt.
Führt die Planung und Durchführung kleinerer, thematisch
abgegrenzter Forschungsprojekte dazu, dass das „große
Ganze“ und damit der Nutzen von Forschung verkannt wird?
Limitationen:
Kleines, spezifisches Sample
Keine Kontrollgruppe
Bisher nur 2 Messzeitpunkte
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Studie 2
Wird aus wissenschaftlichen Quellen stammendes
Wissen „per se“, also unabhängig von den jeweiligen
Wissensinhalten, abgewertet?
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Studie 2 Hintergrund
Entwicklung von inhaltsinvariantem Textmaterial, welches
sich hinsichtlich der (fiktiven) Quelle variieren lässt (Merk,
Rosman, Rueß, Sying & Schneider, 2017)
Insgesamt 4 Themen (Mobbing, Worked Out Examples, Cognitive Theory of
Multimedia Learning, Klassengröße und Lernerfolg)
Insgesamt 3 (fiktive) Quellen
Erfahrungsbericht (nicht wissenschaftlich)
Expertenbericht (teilweise wissenschaftlich)
Wissenschaftliche Studie (stark wissenschaftlich)
Manipulation der Quelle anhand spezifischer
Textbausteine, Inhaltsbausteine bleiben invariant
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Studie 2 Texte
Erfahrungsbericht Expertenbericht Wissenschaftliche Studie
Thema: Mobbing
Während meines Referendariats
war ich aufgrund einiger
konkreter Beobachtungen
darüber schockiert, wie stark
sich Mobbing
seit meiner Schülerzeit
verbreitet hat. Wenn ich hier von
Mobbing schreibe, dann meine
ich damit
vorsätzliches,
wiederholt
negatives Verhalten von einer
oder mehreren Personen einer
anderen Person gegenüber.
[…]
Anhand meiner
Beobachtungen
schätze ich
insgesamt, dass ca. jede/r vierte
Schüler/Schülerin
der Mittelstufe und jede/r
zehnte Schüler/Schülerin der
Oberstufe gemobbt wird
. […]
Lehr
-
Lernforscher konstatieren,
dass Mobbing an Schulen,
insbesondere in den Klassen 5
-
10, in den letzten Jahren wieder
verstärkt zugenommen hat.
Unter Mobbing verstehen diese
Experten das
vorsätzliche,
wiederholt negative Verhalten
von einer
oder mehreren Personen einer
anderen Person gegenüber.
[…]
Die Lehr-Lernforschung
hat
in diesem
Zusammenhang auch
herausgefunden, dass ca. jede/r
vierte Schüler/Schülerin der
Mittelstufe und jede/r zehnte
Schüler/Schülerin der
Oberstufe gemobbt wird.
Als Arbeitsdefinition von
Mobbing wird auf
Olweus
(2010) zurückgegriffen. Danach
ist Mobbing ein
vorsätzliches,
wiederholt
negatives Verhalten von einem
oder mehreren Schülern einem
anderen Schüler gegenüber.
Forscherkollegen fanden bereits
heraus,
dass jede/r vierte
Schüler/Schülerin der
Mittelstufe und jede/r zehnte
Schüler/Schülerin der
Oberstufe gemobbt wird
(Whitney & Smith, 2003).
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Studie 2 Methode
Stichprobe: (Merk et al., 2017)
N = 365 Lehramtsstudierende
Bachelor of Education, 1.-4. Sem.
33 % weiblich
Alter: M = 21.3 (SD = 3.1);
verschiedene Fächer
Design:
Experimentelles Split-Plot-Design
Between-Person-Factor: Quelle
(3 Gruppen)
Within-Person-Factor: Thema
(4 Themen)
Erfassung der wahrgenommenen
Praxisrelevanz pädagogischen Wissens
(PPW)
Adaptation von Kunter, Leutner, Seidel,
& Terhart (2014; BilWiss-Projekt)
Bezug zur dem jeweiligen Text
4 Texte insgesamt 4x auszufüllen
6 Multiple-Choice-Items
Antwortformat: 4-Punkt Likert-Skala
Beispielitem: Die meisten Erkenntnisse
aus dem Text sind für die Praxis von
großem Nutzen.“
Durchführung:
Nach dem Lesen Ratings der
Praxisrelevanz für den jeweiligen Text
(insg. 4x)
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Studie 2 Auswertung
ω
(N = 365)
.777
Out Examples
.739
.743
.769
Reliabilität Praxisrelevanz-Skala (PPW; McDonald’s ω):
Auswertung via Strukturgleichungsmodellierung
Multiple-Indicators Multiple-Causes (MIMIC) model (Finch, 2005)
Gruppenzugehörigkeit dummy-kodiert mit Referenzgruppe
„Erfahrungsbericht“
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Studie 2 Modellierung
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Studie 2 Ergebnisse
Fit: χ² = 85.644, df = 29, CFI = .966, TLI = .951, RMSEA =
.037, SRMRwithin = .025, SRMRbetween = .066.
R2between = 0.079
Pfadkoeffizienten:
Iexp = 0.085, p = .602 , 95% CI (−0.184, 0.355)
Isci = 0.635, p < .001***, 95% CI (0.381, 0.889)
AEPF-Tagung 2017 rosman@zpid.de
Studie 2 Fazit
Wissenschaftliche Quellen werden, sofern man für den
Einfluss der Wissensinhalte kontrolliert, als praxisrelevanter
angesehen.
Ist die Forschung tatsächlich wenig praxisrelevant?
Limitationen:
Festlegung auf bestimmte Themen arbiträr?
Welche psychologischen Prozesse sind für die Effekte
verantwortlich?
AEPF-Tagung 2017 rosman@zpid.de
Gesamtfazit
Die Abwertung wissenschaftlicher Evidenz …
kann möglicherweise damit zu tun haben, dass
Studierende das „große Ganze“ nicht sehen, sondern nur
nicht aggregierte Einzelbefunde (Studie 1)
scheint nicht auf eine generelle Abwertung
wissenschaftlicher Quellen zurückzugehen (Studie 2)
Zukünftige Forschung:
Werden Themen mit stärkeren praktischen Implikationen
weniger abgewertet?
Interventionen zur Steigerung der wahrgenommenen
Praxisrelevanz?
AEPF-Tagung 2017 rosman@zpid.de
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Kontakt: rosman@zpid.de
Literatur
Bromme, R., Prenzel, M., & Jäger, M. (2016). Empirische Bildungsforschung und evidenzbasierte Bildungspolitik. Zeitschrift für
Erziehungswissenschaft, 19(1), 129146.
Franke, U. & Wecker, C. (2017, September). Erfahrungswissen von Lehrkräften: Eine Interviewstudie. Paper presented at PAEPSY 2017
conference, Münster, Germany.
Gitlin, A., Barlow, L., Burbank, M. D., Kauchak, D. & Stevens, T. (1999). Pre-service teachers’ thinking on research: Implications for
inquiry oriented teacher education. Teaching and Teacher Education, 15(7), 753-769.
Kultusministerkonferenz. (2014). Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften. Berlin: Sekretariat der
Kultusministerkonferenz
Kunter, M., Leutner, D., Seidel, T. & Terhart, E. (2014). Bildungswissenschaftliches Wissen und der Erwerb professioneller Kompetenz in
der Lehramtsausbildung (BilWiss). Version: 1. IQB Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. Datensatz.
Merk, S., Rosman, T., Ruess, J., Syring, M., & Schneider, J. (2017). Pre-Service Teachers' Perceived Value of General Pedagogical
Knowledge for Practice: Relations with Epistemic Beliefs and Source Beliefs. PLOS ONE, 12(9), e0184971. doi:
10.1371/journal.pone.0184971
OECD. (2005). Teachers matter: attracting, developing and retaining effective teachers. Paris: Organization for Economic Cooperation
and Development.
Petty, G. (2009). Evidence-based teaching: A practical approach. Cheltenham, Great Britain: Nelson Thornes.
Sjølie, E. (2014). The role of theory in teacher education: Reconsidered from a student teacher perspective. Journal of Curriculum
Studies, 46(6), 729-750.
van der Linden, W., Bakx, A., Ros, A., Beijaard, D. & Vermeulen, M. (2012). Student teachers’ development of a positive attitude towards
research and research knowledge and skills. European Journal of Teacher Education, 35(4), 401-419.
Wissenschaftsrat (2001). Empfehlungen zur künftigen Struktur der Lehrerausbildung. Berlin.
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Article
Full-text available
Pre-service teachers tend to devalue general pedagogical knowledge (GPK) as a valid source for deriving successful teaching practices. The present study investigated beliefs about knowledge sources and epistemic beliefs as predictors for students’ perceived value of GPK. Three pre-registered hypotheses were tested. We expected beliefs that GPK originates from scientific sources to entail a devaluation of GPK (Hypothesis 1). Concerning epistemic beliefs, we expected absolute beliefs to positively, and multiplistic beliefs to negatively predict pre-service teachers’ perceived practical value of GPK (Hypothesis 2). Finally, we expected relationships between epistemic beliefs and pre-service teachers’ perceived practical value of GPK to be confounded by epistemic trustworthiness, perceived topic-specific consistency and topic-specific familiarity (Hypothesis 3). In a study using a split plot design, 365 pre-service teachers were presented with four texts on different educational research topics. For each topic, three text versions were constructed. Even though they were invariant in content, these versions varied in a way that the results were allegedly generated by a practitioner, an expert or by means of a scientific study. Unexpectedly, results showed that research findings allegedly generated by means of a scientific study were associated with a higher perceived value of (topic-specific) GPK for practice (Hypothesis 1). As expected, the perceived value of GPK for practice was predicted by topic-specific multiplism and domain-specific absolutism (Hypothesis 2). These predictive effects were confounded by expertise evaluations of the source and the consistency of prior beliefs with the presented research results (Hypothesis 3). In summary, our results suggest that source beliefs might not be responsible for the devaluation of GPK, but that beliefs on the nature and structure of GPK (i.e., epistemic beliefs) might play an even more important role in this respect. Implications for research and practice are discussed.
Article
In dem Beitrag geht es um die Möglichkeiten und Grenzen einer evidenzbasierten Bildungspolitik und evidenzbasierten pädagogischen Handelns. Die Erwartungen der unterschiedlichen Öffentlichkeiten (Bildungsadministration, Lehrkräfte, Eltern) an die Wissenschaft (Bildungsforschung) sind dabei eine Rahmenbedingung der Erkenntnisgewinnung und zugleich der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Dieser Zusammenhang von Bildungsforschung, Evidenzbasierung und Wissenschaftskommunikation wird durch drei Fallstudien illustriert: Zur Wirkung gewalthaltiger Computerspiele, zum Zusammenhang von Klassengröße und Schülerleistungen und zu der Frage nach der Schulstruktur angesichts von PISA.
Article
Many teacher educators are championing inquiry oriented approaches that ask pre-service teachers to engage in a variety of activities including becoming critical consumers of research and participating in action research. What is largely missing from the literature is a sense of how preservice teachers think about research. This study attempts to fill in this gap, and by doing so considers how pre-service teachers’ thinking on research might inform approaches to inquiry teacher education. Our findings indicate that it may be helpful to investigate with preservice teachers what is research, to provide student teaching placements that support research as a form of inquiry, and to utilize action research as a bridge to more traditional forms of research.
Erfahrungswissen von Lehrkräften: Eine Interviewstudie
  • U Franke
  • C Wecker
Franke, U. & Wecker, C. (2017, September). Erfahrungswissen von Lehrkräften: Eine Interviewstudie. Paper presented at PAEPSY 2017 conference, Münster, Germany.
Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften
  • M Kultusministerkonferenz Kultusministerkonferenz Kunter
  • D Leutner
  • T Seidel
  • E Terhart
Kultusministerkonferenz. (2014). Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften. Berlin: Sekretariat der Kultusministerkonferenz Kunter, M., Leutner, D., Seidel, T. & Terhart, E. (2014). Bildungswissenschaftliches Wissen und der Erwerb professioneller Kompetenz in der Lehramtsausbildung (BilWiss). Version: 1. IQB – Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. Datensatz.
Evidence-based teaching: A practical approach
  • G Petty
Petty, G. (2009). Evidence-based teaching: A practical approach. Cheltenham, Great Britain: Nelson Thornes.
The role of theory in teacher education: Reconsidered from a student teacher perspective Student teachers' development of a positive attitude towards research and research knowledge and skills
  • E W Sjølie
  • A Bakx
  • A Ros
  • D Beijaard
  • M Vermeulen
Sjølie, E. (2014). The role of theory in teacher education: Reconsidered from a student teacher perspective. Journal of Curriculum Studies, 46(6), 729-750. van der Linden, W., Bakx, A., Ros, A., Beijaard, D. & Vermeulen, M. (2012). Student teachers' development of a positive attitude towards research and research knowledge and skills. European Journal of Teacher Education, 35(4), 401-419.
Empfehlungen zur künftigen Struktur der Lehrerausbildung
Wissenschaftsrat (2001). Empfehlungen zur künftigen Struktur der Lehrerausbildung. Berlin.