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Zur Information über und Dokumentation von Instrumenten zur Erfassung menschlichen Erlebens und Verhaltens – Die DIN SCREEN Checkliste 1, Version 3

223
© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018
Diagnostik- und Testkuratorium (Hrsg.), Personalauswahl kompetent gestalten,
DOI 10.1007/978-3-662-53772-5
Serviceteil
Anhang – 224
A1 Zur Information über und Dokumentation von Instrumenten
zur Erfassung menschlichen Erlebens und Verhaltens – Die
DIN SCREEN Checkliste 1, Version 3 – 224
A1.1 Informationen als Grundlage der Verfahrensauswahl und des
Verfahrenseinsatzes 224
A1.2 Handhabung der Checkliste „DIN SCREEN“ 227
A1.3 Qualitätsprüfung, -sicherung und -optimierung 231
A1.4 DIN SCREEN, Version 3, Checkliste 1 233
A1.5 Fazit 233
Literatur 234
Stichwortverzeichnis – 245
Kersting, M. (2017). Zur Information über und Dokumentation von Instrumenten zur Erfassung
menschlichen Erlebens und Verhaltens – Die DIN SCREEN Checkliste 1, Version 3
In: Diagnostik- und Testkuratorium (Hrsg.) Personalauswahl kompetent gestalten:
Grundlagen und Praxis der Eignungsdiagnostik nach DIN 33430 (S. 223-244).
Berlin: Springer. (DOI 10.1007/978-3-662-53772-5)
224 Anhang
A1.1 Informationen als Grundlage
der Verfahrensauswahl und des
Verfahrenseinsatzes
Nur wer informiert ist, kann ein eignungsdiagnostisches Verfahren regel-
gerecht anwenden, interpretieren und hinsichtlich der Qualität beurtei-
len. An Informationen mangelt es aber häug. Informationen dazu, wie
ein Interview oder ein Rollenspiel durchzuführen sind, werden häug
lediglich mündlich weitergetragen, und der Bericht wird dabei von Mal
zu Mal unkontrolliert modiziert. Für Informationen zu messtheoretisch
Nur wer informiert ist, kann
ein eignungsdiagnostisches
Verfahren regelgerecht
anwenden und seine Qualität
beurteilen
Anhang
A1 Zur Information über und Dokumentation von
Instrumenten zur Erfassung menschlichen
Erlebens und Verhaltens – Die DIN SCREEN
Checkliste 1, Version 3
Martin Kersting
Übersicht
Dieser Anhang thematisiert die DIN-Anforderungen an den
Informationsgehalt von Handhabungs- und Verfahrenshinweise
und umfasst eine Checkliste. Die Checkliste repräsentiert den
„Standard zur Information und Dokumentation von Instrumenten
zur Erfassung menschlichen Erlebens und Verhaltens des
Diagnostik- und Testkuratoriums der Föderation Deutscher
Psychologenvereinigungen“.
Zunächst wird die Bedeutung von Handhabungs- und Verfahrens-
hinweisen herausgearbeitet. Diese Hinweise müssen diejenigen
Informationen liefern, die für eine Entscheidung, welches Verfahren
zum Einsatz kommen soll, für den Einsatz des Verfahrens selbst
sowie für die Interpretation der Ergebnisse notwendig sind. Welche
Informationen das konkret sind, ist im Text der DIN detailliert
aufgeführt. Ob diesen Forderungen der DIN genüge getan wird,
lässt sich durch die Anwendung der Checkliste prüfen. Im Folgenden
erläutern wir, wie die Checkliste gehandhabt wird und wie das
Ergebnis einer Checklisten-Prüfung interpretiert werden kann.
Hinweis: Der Anhang A1 ist nicht Gegenstand der Prüfungen
zum Erwerb der Personenlizenz für berufsbezogene
Eignungsbeurteilungen.
225
Anhang
fundierten Fragebogen und Tests verweisen Anbieter/-innen gelegentlich
auf Verkaufsprospekte. Dort sind aber nur Werbeoskeln versammelt,
z.B. dass sich der Fragebogen oder Test weltweit tausendfach bewährt
habe. Auch Expertinnen und Experten können ohne Informationen ein
Verfahren nicht regelgerecht anwenden oder bewerten.
Mit diesem Informationsdezit räumt die DIN 33430 auf, indem
sie die für die Anwendung, Interpretation und Qualitätsbeurteilung
von Verfahren notwendigen Informationen benennt und einfordert.
Nach DIN (2016, S. 12) dürfen nur Verfahren eingesetzt werden, „für
die Handhabungshinweise vorliegen. Sofern es sich um messtheore-
tisch fundierte Fragebogen und Tests handelt, müssen zusätzlich zu
den Handhabungshinweisen auch Verfahrenshinweise vorliegen. Dabei
müssen die Handhabungshinweise den in Anhang A formulierten
Anforderungen entsprechen, die Verfahrenshinweise den in Anhang B
formulierten Anforderungen“. Dies bedeutet nichts anderes, als dass der
Einsatz von Verfahren, zu denen die für die Durchführung, Interpreta-
tion und Qualitätsbewertung notwendigen Informationen nicht vorlie-
gen, in einem DIN-konformen eignungsdiagnostischen Prozess tabu ist.
Wie in 7 Abschn. 4.2.2 erläutert, werden in den Handhabungshin-
weisen z.B. die Anwendungsbereiche des Verfahrens benannt, und die
Durchführung, Auswertung und Interpretation des Verfahrens werden
erläutert. Nach DIN (2016) ist nicht ein Verfahren an sich gut oder
schlecht (die DIN ist keine Produktnorm), sondern der Gebrauch, der
von einem Verfahren in einem konkreten Anwendungsfall gemacht
wird, kann sinnvoll oder problematisch sein. In diesem Sinne sind die
Handhabungs- und Verfahrenshinweise auch eine Gebrauchsanwei-
sung, die über das Verfahren und seinen Gebrauchswert informieren.
Für die Handhabungs- und Verfahrenshinweise sollen im Sinne eines
„Reporting“ diejenigen steuerungsrelevanten Informationen erarbeitet
und systematisch sowie empfängerorientiert und aussagekräig auf-
bereitet werden, die für eine Entscheidung über den Einsatz, für den
Einsatz selbst und für die Interpretation notwendig sind. Dies sind die in
den Anhängen A und B der DIN (2016) beschriebenen Informationen.
In Bezug auf Interviews und Verfahren der Verhaltensbeobachtung
und -beurteilung sind in diesem Kontext die Begrie „Interviewleit-
faden“ und „Beobachter-/innenhandbuch“ einschlägig. Wenn diese
Dokumente die Anforderungen erfüllen, die im Anhang A der DIN
(2016) formuliert werden und in der nachfolgend dargestellten Check-
liste (7 Abschn. A1.4) in Form der Forderungen A1 bis A15 auereitet
sind, so erfüllen diese Dokumente die Funktion der Handhabungshin-
weise im Sinne der DIN 33430. Dokumente wie der „Interviewleitfaden“
und das „Beobachter/-innenhandbuch“ werden in der Regel erst erstellt,
wenn die Entscheidung für den Einsatz des entsprechenden Interviews/
Rollenspiels gefallen ist, so dass Handhabungshinweise weniger bedeut-
sam für die Verfahrensauswahl sind als Verfahrenshinweise. Für die
Durchführung der Verfahren sind sie aber ebenso unverzichtbar wie
für die Interpretation. Um das Verhalten der Kandidatinnen und Kan-
didaten im Rollenspiel beurteilen (interpretieren) zu können, muss man
Es dürfen nur Fragebogen oder
Tests eingesetzt werden, zu denen
informative Verfahrenshinweise
vorliegen
In den Handhabungs- und
Verfahrenshinweisen müssen
diejenigen Informationen zur
Verfügung gestellt werden, die
für eine Entscheidung über den
Einsatz eines Verfahrens sowie für
den Einsatz selbst notwendig sind
Der „Interviewleitfaden“ und das
„Beobachter-/innenhandbuch“
können die Funktion der
Handhabungshinweise erfüllen
226 Anhang
z.B. wissen, welche Instruktionen sie erhalten haben und welche Inst-
ruktionen die Rollenspieler/-innen. Diese Informationen nden sich
in den Handhabungshinweisen.
Im Fall von messtheoretisch fundierten Fragebogen und Tests müssen
zusätzlich zu den Handhabungshinweisen auch Verfahrenshinweise (auch
Testhandbuch oder -manual genannt) vorliegen (7 Abb. 4.4). Sofern Ver-
fahrenshinweise vorliegen, inkludieren diese in der Regel die Handha-
bungshinweise. Die Informationen in den Verfahrenshinweisen geben
Antwort auf zentrale Fragen: Wurde die Zuverlässigkeit des Verfahrens
bestimmt? Wurde bestimmt, wie genau sich aufgrund der Verfahrens-
ergebnisse relevante Ereignisse (z.B. Berufserfolg, beruiche Zufrieden-
heit) vorhersagen lassen? Liegen bei Verfahren, die einen Bezug zu einer
Referenzgruppe vorsehen, umfassende Informationen zu dieser Referenz-
gruppe vor (Qualikation, Alter und Geschlecht der Personen, Datum
der Erhebung usw.)? Diese Informationen sind zwingend notwendig für
die Interpretation der Verfahrensergebnisse. Nur wenn man weiß, wie
zuverlässig die Messung erfolgt, wer oder was der Vergleichsmaßstab ist
und wie tresicher die aus dem Verfahren abgeleiteten Aussagen sind,
kann man eine Interpretation der Ergebnisse verantworten. So benötigt
man beispielsweise Informationen zur Reliabilität (Zuverlässigkeit), um
das Vertrauensintervall (Kondenzintervall) zu berechnen, das man bei
der Interpretation von Verfahrensergebnissen unbedingt beachten muss
(7Abschn. 5.4.2 zu Kondenzintervallen und zum Vergleich der Ergeb-
nisse verschiedener Kandidatinnen und Kandidaten). Es ist unverantwort-
lich, Verfahrensergebnisse ohne diese Informationen zu interpretieren.
Zur Entwicklung und Evaluation von messtheoretisch fundier-
ten Fragebogen oder Tests werden empirische Studien durchgeführt.
Im Rahmen dieser Studien werden beispielsweise die Zuverlässigkeit
(Reliabilität) und Gültigkeit (Validität) bestimmt (7 Kap. 5 und 7 Kap.6).
Die Einschätzung der Qualität eines Verfahrens ist nur anhand von
Kennwerten möglich, die in empirischen Untersuchungen gewonnen
wurden. Daher kommt der Qualität der empirischen Untersuchungen
sowie der Qualität der Dokumentation dieser Untersuchungen eine ent-
scheidende Bedeutung bei. Die Informationen, die entsprechend der
Anhänge A und B der DIN (2016) zu einem messtheoretisch fundier-
ten Fragebogen oder Test vorliegen müssen, sind die Basis, auf der die
Qualität des Fragebogens und Tests beurteilt wird. Diese Qualitätsbe-
urteilung ist wiederum die Grundlage für die Entscheidung, ob und für
welchen Zweck das Verfahren eingesetzt werden kann und wie belast-
bar die aufgrund der Ver fahrensergebnisse getroenen Interpretationen
und Eignungsaussagen sind. Steht z.B. eine Entscheidung darüber an,
welchen messtheoretisch fundierten Fragebogen oder Test man einset-
zen will, sollte man von den Anbieterinnen/Anbietern zu deren Verfah-
ren die Informationen einholen, die im Anhang der DIN gefordert und
in der hier vorliegenden Checkliste auereitet sind. Dass diese Infor-
mationen zum Verfahren eine unabdingbar notwendige Voraussetzung
für einen Kauf oder Aurag sind, sollte man schon in einer etwaigen
Ausschreibung verdeutlichen.
Die Informationen in den
Verfahrenshinweisen geben
Antwort auf die für die
Auswahl, den Einsatz und die
Interpretation der Verfahren
zentralen Fragen
Nur anhand von Kennwerten,
die in empirischen
Untersuchungen gewonnen
wurden, ist die Beurteilung von
messtheoretisch fundierten
Fragebogen und Tests möglich
227
Anhang
Die Verfahrenshinweise müssen, so wird es in der DIN (2016, S.
16) eindeutig vorgeschrieben, „Anwendern des Verfahrens sowie in
Sonderfällen auch Außenstehenden zugänglich sein.“ Damit wird
jeder Art von Geheimniskrämerei, die häug unter dem Deckmantel
der „Wahrung von Geschäsgeheimnissen“ betrieben wird, ein Riegel
vorgeschoben. Außerdem müssen sich die Informationen in den Hand-
habungs- und Verfahrenshinweisen benden. Es ist unzulässig, zu argu-
mentieren, die Informationen könnten an anderer Stelle (in einem
internen Bericht oder in einem Fachzeitschrienartikel) nachgelesen
werden. Bezüglich der Informationen, die in den Anhängen A und B der
DIN (2016) beschrieben sind, besteht für die Verfahrensanbieter/-in-
nen eine Bringschuld. Es ist nicht Aufgabe der Anwender/-innen, nach
Informationen zu „suchen, sondern es ist die Picht der Anbieter/-in-
nen, diese Informationen in den Handhabungs- und Verfahrenshinwei-
sen zur Verfügung zu stellen. Dabei kann in den Handhabungs- und
Verfahrenshinweisen eine URL abgedruckt werden, unter der Anwen-
der/-innen weitere Informationen nden, beispielsweise Informatio-
nen, die erst nach Publikation der Handhabungs- und Verfahrenshin-
weise bekannt wurden. Der Ver weis auf diese aktuellen Informationen
muss aber in den Handhabungs- und Verfahrenshinweisen explizit auf-
geführt werden.
In 7 Abschn. A1.4 werden die Informationsanforderungen an
Handhabungs- und Verfahrenshinweise zu messtheoretisch fundier-
ten Fragebogen und Tests in Form der „DIN SCREEN V3/Checkliste
1/Anforderungen an Handhabungs- und Verfa hrenshinweise“ zusam-
mengefasst. Die Checkliste gilt oziell als „Standard zur Information
und Dokumentation von Instrumenten zur Erfassung menschlichen
Erlebens und Verhaltens des Diagnostik- und Testkuratoriums der
Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen. Die vollständige
Checkliste steht auch unter der URL http://link.springer.com/978-3-662-
53772-5 (unter „Back Matter“) zum freien Download bereit. Die Check-
liste wird beispielsweise im Rahmen der ersten Stufe des Testbeurtei-
lungsprozesses nach dem Testbeurteilungssystem des Diagnostik- und
Testkuratoriums (2010; 7 Abschn. 4.2.2) genutzt. Hier wird anhand
dieser Checkliste geprü, ob die Handhabungs- und Verfahrenshin-
weise die nach DIN (2016) geforderten Informationen enthalten. Mess-
theoretisch fundierte Fragebogen und Tests, für die diese Informationen
nicht vorliegen, werden ohne weitere Prüfung als „nicht anforderungs-
gerecht“ bewertet.
A1.2 Handhabung der Checkliste „DIN SCREEN“
Die Checkliste „DIN SCREEN V3/Checkliste 1/Anforderungen an
Handhabungs- und Verfahrenshinweise“ gibt die Anhänge A und B
der DIN (2016) vollständig wieder. Der in diesen Anhängen stehende
Text der DIN (ebd.) wurde so umformuliert, dass sich prüare Ein-
zelaussagen ergeben. Jede Aussage ist mit einer eindeutigen Kennung
Transparenz als Grundpfeiler der
Qualität: Verfahrenshinweise
müssen zugänglich sein
Die Checkliste stellt den offiziellen
„Standard zur Information und
Dokumentation von Instrumenten
zur Erfassung menschlichen
Erlebens und Verhaltens“ dar
Die Checkliste „DIN SCREEN“ gibt
die Anhänge A und B der DIN
vollständig wieder
228 Anhang
versehen (z.B. bedeutet die Kennung „B16“: Buchstabe B für Anhang
B sowie die 16. Aussage in einer Reihe von fortlaufend nummerierten
Aussagen). Bei der Checkliste handelt es sich um die dritte Version der
„DIN SCREEN“. Die ersten beiden Versionen (Kersting, 2006, 2008)
bezogen sich auf die erste Fassung der DIN (2002) und sind seit der
Publikation der „neuen“ DIN (2016) veraltet.
Bei jeder Aussage ist durch den Eintrag „S“ oder „M“ dargestellt,
ob es sich um eine „Soll- oder eine „Muss-Anforderung“ im Sinne der
DIN 33430 handelt. Von den 69 Anforderungen sind 32 normativ, als o
„Muss-Anforderungen, die übrigen 37 hingegen haben als „Soll-An-
forderungen“ Empfehlungscharakter (. Abb. A.1).
Um die „DIN SCREEN“ Checkliste zu bearbeiten, werden für alle
Aussagen die jeweils notwendigen Informationen in den Handha-
bungs-/Verfahrenshinweisen gesucht. Weiter unten wird dargestellt,
dass einige Anbieter von Handhabungs-/Verfahrenshinweisen diese
Suche durch ein Verzeichnis in den Verfahrenshinweisen erleichtern.
In diesen Fällen ist tabellarisch verzeichnet, an welcher Stelle der Ver-
fahrenshinweise welche der laut DIN (2016) geforderten Informationen
aufzunden sind. Anhand einer zweistugen Skala mit den beiden Aus-
prägungen „ja“ und „nein“ müssen die Qualitätsprüfer/-innen doku-
mentieren, ob die jeweilige Informationsanforderung erfüllt wird oder
nicht erfüllt wird. Geprü wird also, ob sich die nach DIN (2016) gefor-
derten Informationen in den Handhabungs- bzw. Verfahrenshinweisen
Differenzierung in normative
Forderungen („muss“) und
Empfehlungen („soll“)
Geprüft wird, ob sich die
geforderten Informationen
in den Handhabungs- bzw.
Verfahrenshinweisen finden
. Abb. A.1 Überblick über die DIN-SCREEN Checkliste 1 (Version 3)
&KHFNOLVWH
]X$QKDQJ$
$QIRUGHUXQJHQ
4 x „muss“
11 x „soll“
9HU]ZHLJXQJVIUDJHQ
]X$QKDQJ%
$QIRUGHUXQJHQ
28 x „muss“
26 x „soll“

9HU]ZHLJXQJVIUDJHQ
+LQZHLVH
229
Anhang
nden lassen und ob diese verständlich und aussagekräig sind. Es emp-
ehlt sich, die Qualitätsbeurteilung durch zwei unabhängig voneinan-
der arbeitenden Prüfer/-innen vornehmen zu lassen.
Sind die Informationen vorhanden und hinreichend ergiebig, sollte
in der letzten Spalte der Checkliste eingetragen werden, auf welcher
Seite der Quelle (also der Handhabungs-/Verfahrenshinweisen) sich die
Information ndet. Für den Fall, dass Qualitätsprüfer/-innen sich aus
unterschiedlichen Gründen außerstande sehen, ein Ur teil zu der infrage
stehenden Aussage zu fällen, können sie alternativ zu „ja“ oder „nein
die Spalte „nicht zu bewerten“ ankreuzen. Allerdings sollte von dieser
Bewertungskategorie nur in (schrilich) begründeten Ausnahmefällen
Gebrauch gemacht werden. Sofern die Qualitätsprüfer/-innen Anmer-
kungen formulieren wollen, sollten sie in die dafür vorgesehen Spalte
einen Index eintragen, der eindeutig auf die entsprechende Anmerkung
verweist. Die Anmerkung selbst sollte aus Platzgründen an separater
Stelle formuliert werden. Eine schriliche Erläuterung ist vorgeschrie-
ben, wenn die Kategorie „nicht zu bewerten“ gewählt wurde. Ein Bei-
spiel für die möglichen Antwortkategorien ist in . Tab. A.1 dargestellt.
Bei allen „und“ Formulierungen in der „DIN SCREEN V3“ handelt
es sich um reine „Und-Verknüpfungen. Das heißt, es muss jede Kompo-
nente/jeder Aspekt der Aufzählung erfüllt sein, damit die Anforderung
als erfüllt („ja“) gelten kann. Wenn es in Aussage B 23 beispielsweise
heißt, die Erläuterung der Angemessenheit der für die Zuverlässigkeits-
bestimmung genutzten Methode(n) „berücksichtigt die Art der unter-
suchten Eignungsmerkmale und der angestrebten Entscheidung ebenso
wie die jeweiligen Anwendungs- und Untersuchungsbedingungen, so
Anmerkungen sind jederzeit
möglich
Die Formulierung „und“ wird
in der Checkliste im Sinne von
„sowohl als auch“ genutzt
. Tab. A.1 Beispiel für die Antwortkategorien der „DIN SCREEN V3/Checkliste 1/Anforderungen an Handhabungs-
und Verfahrenshinweise“ sowie für eine Bewertungsverknüpfung
SOLL(S) oder
MUSS (M)
ja
nein
nicht zu ewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
B17 Die Angemessenheit der Normwerte wurde in den letzten acht Jahren über-
prüft
S O O
V7 Verzweigungsfrage V7: Wurde die Angemessenheit der Normwerte in den letzten
acht Jahren überprüft? Falls „ja“-> Bitte weiter bei Verzweigungsfrage V8
O
B18 Es wird begründet, warum und unter welchen Umständen das Verfahren für
einen Anwendungsfall ausgewählt werden kann, obwohl die Angemessen-
heit der Normwerte nicht in den letzten acht Jahren überprüft wurde
M O O
V8 Verzweigungsfrage V8: Zielt das Verfahren auf die Erfassung eines Eignungs-
merkmals ab, dessen Ausprägung in der Referenzgruppe möglicherweise relativ
kurzfristigen Veränderungen unterliegt? Falls „nein“-> Bitte weiter bei Verzwei-
gungsfrage V9
O
B19 Die Angemessenheit der Normwerte wurde bereits vor Ablauf der Acht-Jah-
res-Frist empirisch gezeigt
M O O
230 Anhang
reicht es nicht aus, wenn entweder die Art der untersuchten Eignungs-
merkmale oder die Art der angestrebten Entscheidung berücksichtigt
wurden, sondern für ein „Ja“ in Bezug auf die Erfüllung der Anforde-
rung müssen beide Aspekte (sowohl als auch) erfüllt sein. Und/Oder-
Verknüpfungen sind explizit gekennzeichnet.
In 17 Fällen sind den zu bewertenden Aussagen „Verzweigungsfra-
gen“ vorangestellt. Die Zeilen mit „Verzweigungsfragen“ sind grau hin-
terlegt. Mit den „Verzweigungsfragen“ wird gewährleistet, dass nur die
für den jeweiligen Anwendungszweck relevanten Forderungen der DIN
(2016) geprü werden. In diesem Fall ist exakt angegeben, bei welcher
Aussage der Checkliste die Prüfung fortzusetzen ist. Damit ist festgelegt,
wie viele Aussagen „übersprungen“ werden. Bei den Zeilen mit Aussa-
gen, die übersprungen wurden, erfolgt keinerlei Eintrag. Die Qualitäts-
prüfer/-innen kreuzen in der Zeile der Verzweigungsfrage die Antwort
auf die Verzweigungsfrage an („ja“ oder „nein“). Anschließend lesen sie
nach, ob bei „ja“ oder „nein“ Folgeaussagen zu überspringen sind. Dies
ist im Text beschrieben, wird aber zusätzlich auch grasch verdeut-
licht, indem das „Kästchen“ („ja-“ oder „nein“-Kästchen), welches zum
„Überspringen“ auordert, eckig ist, während das Nicht-Überspringen-
Antwortkästchen „rund“ ist. Sofern kein „Überspringen“ indiziert wird
(also bei „runden“ Kästchen), wird einfach die nächste Aussage oder
Verzweigung in der Liste bearbeitet. Zur Erleichterung der Aundbar-
keit und Kommunikation sind auch die Verzweigungsfragen eindeutig
gekennzeichnet, indem sie von „V1“ bis „V17“ durchnummeriert sind.
Schließlich sind noch drei „Hinweise“ auf eine sachliche Bewer-
tungsverknüpfung in die Checkliste integriert, der sich aufgrund von
hierarchischen Beziehungen zwischen Aussagen ergibt. In der DIN
(2016) wird gefordert, dass in den Verfahrenshinweisen spezifische
Angaben zur Gültigkeit der aus einem Verfahren abgeleiteten Aus-
sagen getroen werden. Dabei geht es beispielsweise um die Art des
zugrunde gelegten Erfolgskriteriums bei Kriteriumsvalidierungen (zur
Erläuterung 7Abschn.6.2.2), um Methoden der statistischen Adjus-
tierung (zur Erläuterung siehe die Ausführungen zu „Korrekturen“ in
7Abschn.6.4.1) usw. Wenn aber in den Verfahrenshinweisen über-
haupt keine Angaben zur Gültigkeit der aus einem Verfahren abgelei-
teten Aussagen getroen werden, muss man auch nicht prüfen, ob sich
die nach DIN (2016) notwendigen Detailinformationen im Text der
Verfahrenshinweise aunden lassen. Entsprechend ist in der Check-
liste durch den Hinweis 1 geregelt, dass zahlreiche weitere Forderungen
(im konkreten Falle die Anforderungen B27 bis B34 und B40 bis B41)
„automatisch“ nicht erfüllt sind, wenn überhaupt keine Aussagen zur
Gültigkeit des Verfahrens (respektive der aus dem Verfahren abgeleite-
ten Eignungsaussagen) getroen werden. In diesen Fällen ist also auch
bei den Anforderungen B27 bis B34 und B40 bis B41 in der Checkliste
„nein“ anzukreuzen.
Der Hinweis auf Verknüpfungen führt dazu, dass bei der Nicht-
Erfüllung einer Anforderung weitere Informationsdezite der Verfah-
renshinweise deutlich werden. Deshalb sind hier keinesfalls Folgeaus-
sagen zu überspringen, sondern es ist angegeben, welche Folgeaussagen
Verzweigungsfragen stellen
sicher, dass nur die für den
jeweiligen Anwendungszweck
relevanten Forderungen der
DIN geprüft werden
Wenn eine hierarchisch
übergeordnete Forderung nicht
erfüllt ist, sind automatisch
auch die untergeordneten
Forderungen nicht erfüllt
Durch die Nicht-Erfüllung einer
hierarchisch übergeordneten
Anforderung werden weitere
Informationsdefizite der
Verfahrenshinweise deutlich
231
Anhang
„automatisch“ mit „nein“ zu beantworten sind. Demgegenüber können
Verzweigungsfragen (s.o.) dazu führen, dass einige Aussagen für den
zu prüfenden Fall nicht beurteilungsrelevant sind und folglich bei der
Qualitätskontrolle außer Acht gelassen werden können. Diese werden
übersprungen, es wird nichts angekreuzt.
Sofern im Rahmen von berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen
mehrere Verfahren zum Einsatz kommen, muss für jedes Verfahren
eine separate „DIN SCREEN“ Checkliste ausgefüllt werden, wenn man
wissen will, ob die Anforderungen an Handhabungs- und/oder Verfah-
renshinweise nach DIN (2016) erfüllt sind.
Die Checkliste sieht außerdem noch Fußnoten mit Erläuterungen
vor. Diese dienen lediglich dem Verständnis.
A1.3 Qualitätsprüfung, -sicherung und
-optimierung
Mit der „DIN SCREEN Checkliste 1“ kann geprü werden, ob die Texte
der Handhabungs- und Verfahrenshinweise den Informationsanfor-
derungen, die laut Anhang A und B der DIN (2016) gestellt werden,
gerecht werden. Jedes „Nein“ in der Checkliste zeigt ein Informations-
dezit auf. Für die DIN-Kompatibilität sind dabei strenggenommen
nur die 32 „Muss-Forderungen“ zu beachten. Wenn eine oder mehrere
der 37 „Soll-Forderungen“ nicht erfüllt wird, zeigt dies, dass die Hand-
habungs-/Verfahrenshinweise zwar formal noch den Anforderungen
genügen, im Sinne der in der DIN (2016) formulierten Empfehlungen
aber noch informativer gestaltet werden könnten.
Wie interpretiert man das Ergebnis der Checklisten-Bearbei-
tung? Wird die Anzahl der „Nein“-Ankreuzungen ausgezählt und in
eine Bewertung überführt? Es wurden keine Grenzwerte definiert,
die schematisch zur Beurteilung der Qualität der Handhabungs- und
Verfahrenshinweise herangezogen werden. Pseudorationale Regeln,
wie „wenn bis zu xx Prozent der ‚Muss-Forderungen‘ erfüllt sind, ist
der Informationsgehalt der Handhabungs- und Verfahrenshinweise
mit ‚gut‘ zu bewerten; von x bis y Prozent gibt es die Note ‚befriedi-
gend‘ usw.“ werden dem Einzelfall häug nicht gerecht. Mit solchen
schematischen Bewertungen werden Werturteile durch einen Algo-
rithmus getroen, die durch sachkundige Gutachter/-innen zu treen
sind. Welche Forderungen bedeutsam oder weniger bedeutsam sind,
variiert in Abhängigkeit von der Fragestellung und den Umständen des
jeweiligen Verfahrenseinsatzes und der jeweiligen Eignungsbeurtei-
lung. Man muss in jedem Einzelfall prüfen, welche Information beson-
ders wichtig ist. So kann es in einem Einzelfall von besonderer Bedeu-
tung sein, dass die Angemessenheit der Normwerte in den letzten acht
Jahren überprü wurde. Dann hat diese Forderung in diesem Einzel-
fall ein hohes Gewicht, auch wenn die entsprechende Forderung (For-
derung B17 nach der Checkliste) nach DIN (2016) nur Empfehlungs-
charakter hat („Soll-Forderung“). Die Kriterien für die Beurteilung
sind sachgerecht, nicht schematisch anzuwenden. Die Beurteilung des
Für jedes Verfahren muss eine
separate „DIN SCREEN“ Checkliste
ausgefüllt werden
Mit der Checkliste lässt sich
prüfen, ob Handhabungs- und
Verfahrenshinweise den DIN-
Informationsanforderungen
gerecht werden
Die Kriterien für die Beurteilung
des Informationsgehalts
von Handhabungs-/
Verfahrenshinweisen sind
sachgerecht, nicht schematisch
anzuwenden
232 Anhang
Informationsgehalts von Handhabungs-/Verfahrenshinweisen ist eine
Aufgabe, die mit Wissen, Verstand und Augenmaß erfolgen muss und
nicht mit dem Taschenrechner „erledigt“ werden kann. Dennoch steht
natürlich außer Frage, dass Verfahren mit Handhabungs- und Verfah-
renshinweisen, die den Informationsanforderungen überhaupt nicht
gerecht werden, in einem DIN-kompatiblen Prozess nicht eingesetzt
werden können.
Die im Anhang A und B der DIN (2016) sowie hier in der Check-
liste versammelten Forderungen beziehen sich auf den Informations-
gehalt der Handhabungs- und Verfahrenshinweise. Der Informations-
gehalt von Handhabungs-/Verfahrenshinweisen darf nicht verwechselt
werden mit der Qualität der Verfahren. Aufgrund der Informationen
kann die Qualität der Ver fahren beurteilt werden. Keinesfalls bürgt aber
ein hoher Informationsgehalt der Hinweise allein für eine hohe Qua-
lität der Verfahren. eoretisch könnte beispielsweise in den Verfah-
renshinweisen eines messtheoretisch fundierten Fragebogens X Folgen-
des nachvollziehbar und detailliert dargestellt werden: In empirischen
Untersuchungen habe sich gezeigt, dass der Fragebogen X über eine
mangelhae Reliabilität verfüge und die aus dem Fragebogen abgelei-
teten Eignungsaussagen in keinerlei systematischen Zusammenhang
zu dem Berufserfolg stünden. Wenn auch alle übrigen Informationsan-
forderungen erfüllt würden, stünde der Fragebogen X in Bezug auf den
Informationsgehalt der Verfahrenshinweise hervorragend dar. Dennoch
wäre das Verfahren für die Eignungsdiagnostik untauglich. Das Test-
beurteilungssystem des Diagnostik- und Testkuratoriums (2010) sieht
entsprechend mehrere Phasen des Beurteilungsprozesses vor. Zunächst
wird anhand der „DIN SCREEN Checkliste 1“ geprü, ob die notwen-
digen Informationen zum Verfahren vorliegen. Erst später erfolgt in
einer separaten Phase die eigentliche Beurteilung der Qualität des mess-
theoretisch fundierten Fragebogens oder Tests. Der Informationsgehalt
selbst ist dabei nur eines von mehreren Beurteilungskriterien bezüglich
der Qualität der Verfahren (für eine Skizze des Testbeurteilungssys-
tems 7 Abschn. 4.2.2). Anders formuliert ist der Informationsgehalt der
Handhabungs- und Verfahrenshinweise eine notwendige, aber keine
hinreichende Bedingung für die Qualität eines Verfahrens. Notwendig
bedeutet: Wenn die Forderung nach informativen Handhabungs- und
Verfahrenshinweisen nicht erfüllt ist, erübrigen sich weitere Prüfun-
gen. In diesem Fall ist eine DIN-kompatible Eignungsdiagnostik unter
Einsatz des Verfahrens nicht möglich.
Die Checkliste soll nicht nur nachträglich zur Beurteilung der Quali-
tät von Handhabungs- und Verfahrenshinweisen herangezogen werden,
sondern dient auch Verfahrensentwicklerinnen und -entwicklern als
Leitfaden zur Gestaltung dieser Hinweise. Die DIN (2016) eignet sich
nicht nur für eine Qualitätsprüfung am Ende der Prozesskette, sondern
zielt auf eine Prozesslenkung. Damit ist dieser Qualitätsstandard kultur-
prägend. Anbieterinnen und Anbieter von Verfahren, die Wert auf Qua-
lität legen, orientieren sich bei der Gestaltung der Handhabungs- und
Verfahrenshinweise an den Vorgaben der DIN (2016)/an der Checkliste.
Der Informationsgehalt
der Handhabungs- und
Verfahrenshinweise ist eine
notwendige, aber keine
hinreichende Bedingung für die
Qualität eines Verfahrens
Die Checkliste dient
Verfahrensentwicklerinnen und
-entwicklern als Leitfaden zur
Gestaltung von Handhabungs-/
Verfahrenshinweisen
233
Anhang
Die „DIN SCREEN/Checkliste 1“ zielt nicht auf eine statische Beurtei-
lung ab, sondern auf eine dynamische Qualitätsoptimierung. Mittler-
weile liegen Verfahrenshinweise zu messtheoretisch fundierten Frage-
bogen und Tests vor, die eine Tabelle umfassen, in der jeder Forderung
der Checkliste eine Seitenzahl der Verfahrenshinweise zugeordnet ist.
Dies bedeutet, dass sich die geforderte Information auf der entspre-
chenden Seite bendet. Eine solche Tabelle erleichtert eine Qualitäts-
prüfung des Informationsgehalts der Verfahrenshinweise und zeigt an,
dass die Anbieter/-innen sich dem Qualitäts- und Informationsansatz
verpichtet fühlen.
Während sich viele Forderungen der DIN (2016) nur auf die Eig-
nungsdiagnostik beziehen, kann die „DIN SCREEN V3, Checkliste 1“
mit ihren 69 Forderungen zu Handhabungs- und Verfahrenshinweisen
für Verfahren aus allen Anwendungsbereichen genutzt werden. Diese
Ausdehnung eines Teilbereichs der DIN 33430 über die Eignungsdia-
gnostik hinaus sieht man beispielsweise daran, dass die Autoren des
NEO-PI-R (Ostendorf & Angleitner, 2004; 7 Abschn. 4.2.6), eines mess-
theoretisch fundierten Fragebogens, der kein genuin eignungsdiagnos-
tisches Verfahren ist, in den Verfahrenshinweisen auf die DIN 33430
verweisen.
A1.4 DIN SCREEN, Version 3, Checkliste 1
Auf den folgenden Seiten wird die Checkliste „DIN SCREEN V3/
Checkliste 1/Anforderungen an Handhabungs- und Verfahrenshin-
weise“ wiedergegeben. Diese Checkliste gibt die Anhänge A und B der
DIN (2016) in leicht umformulierter, aber vollständiger Form wieder.
Der Text der DIN (2016) wird dabei so umformuliert, dass sich prüf-
bare Einzelaussagen ergeben, der Sinn des Textes aber unverändert
bleibt (Ausnahmen : Anforderungen B 18 und B 26).
A1.5 Fazit
Die Informationen, die im Anhang A der DIN (2016) zum verpichten-
den Bestandteil von Handhabungshinweisen erklärt werden, sichern die
regelgerechte und über verschiedene Anwender/-innen hinweg gleich-
sinnige Anwendung und Interpretation von Verfahren.
Die Informationen, die im Anhang B der DIN (2016) zum ver-
pflichtenden Bestandteil von Verfahrenshinweisen erklärt werden,
sind notwendig, um eine angemessene und über verschiedene Anwen-
der/-innen hinweg gleichsinnige Interpretation der Verfahrensergeb-
nisse vorzunehmen. Zugleich stellen sie die Basis dar, auf der die Qua-
lität des jeweiligen messtheoretisch fundierten Fragebogens und Tests
beurteilt wird. Diese Qualitätsbeurteilung ist wiederum die Grundlage
für die Entscheidung, ob und für welchen Zweck das Verfahren einge-
setzt werden kann.
Die Checkliste gilt für alle
Instrumente zur Erfassung
menschlichen Erlebens und
Verhaltens, nicht nur für
eignungsdiagnostische Verfahren
234 Anhang
Kontrollfragen
1. Wieso bedarf es ausführlicher Informationen zu eignungsdiag-
nostischen Verfahren?
2. Wieso müssen Verfahrenshinweise zu messtheoretisch
fundierten Fragebogen und Tests Informationen zu empirischen
Untersuchungen umfassen?
3. Angenommen, für die Verfahrenshinweise zu einem Verfahren
x kann die Aussage getroffen werden, dass alle Anforderungen
nach DIN SCREEN Checkliste 1 erfüllt wurden – welche inhaltliche
Bedeutung hat diese Aussage?
4. Welchen Stellenwert hat die Checkliste im Rahmen des
Testbeurteilungssystems des Diagnostik- und Testkuratoriums
(TBS-TK, Testkuratorium 2010)?
Weiterführende Literatur
Kersting, M. (2006). Zur Beurteilung der Qualität von Tests: Resümee und Neubeginn.
Psychologische Rundschau, 57, 243–253.
Testkuratorium der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen (2010). TBS-
TK. Testbeurteilungssystem des Testkuratoriums der Föderation Deutscher Psycho-
logenvereinigungen. Revidierte Fassung vom 09. September 2009. Psychologische
Rundschau, 61, 52–56.
Literatur
DIN (2002). DIN 33430: Anforderungen an Verfahren und deren Einsatz bei berufsbezo-
genen Eignungsbeurteilungen. Berlin: Beuth.
DIN (2016). DIN 33430: Anforderungen an berufsbezogene Eignungsdiagnostik. Berlin:
Beuth.
Kersting, M. (2006). „DIN Screen“ – Leitfaden zur Kontrolle und Optimierung der Quali-
tät von Verfahren und deren Einsatz bei beruflichen Eignungsbeurteilungen. Len-
gerich: Pabst.
Kersting, M. (2008). Qualität in der Diagnostik und Personalauswahl: Der DIN Ansatz.
Göttingen: Hogrefe.
Ostendorf, F., & Angleitner, A. (2004). NEO-PI-R - NEO Persönlichkeitsinventar nach
Costa und McCrae - Revidierte Fassung. Göttingen: Hogrefe.
Testkuratorium der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen (2010). TBS-
TK. Testbeurteilungssystem des Testkuratoriums der Föderation Deutscher
Psychologenvereinigungen. Revidierte Fassung vom 09. September 2009.
Psychologische Rundschau, 61, 52–56.
235
Anhang
SOLL (S) oder
MUSS (M)
ja
nein
nicht zu ewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
A1 In den Handhabungshinweisen ist die Zielsetzung des Verfahrens verständ-
lich beschrieben
S O O
A2 In den Handhabungshinweisen sind die Anwendungsbereiche verständlich
benannt1
S O O
V1 Verzweigungsfrage: Sind missbräuchliche Anwendungen des Verfahrens zur
Eignungsbeurteilung nahe liegend? Falls „nein“ -> Bitte weiter bei Verzweigungs-
frage V2
O
A3 Die Handhabungshinweise enthalten spezifische warnende Hinweise vor
missbräuchlicher Anwendung zur Eignungsbeurteilung
S O O
V2 Verzweigungsfrage: Erfordert dievHandhabung des Verfahrens besondere Quali-
fikationen? Falls „nein“ -> Bitte weiter bei Aussage A5
O
A4 Die für die Handhabung des Verfahrens erforderlichen besonderen Qualifika-
tionen sind genannt
M O O
Die Handhabungshinweise liefern Informationen, aus denen die Anwen-
derin/der Anwender den hinsichtlich der folgenden Aspekte entstehenden
Aufwand abschätzen kann:
A5 • Materialien S O O
A6 • Personal S O O
A7 • Räumlichkeiten S O O
Die Handhabungshinweise liefern Informationen, aus denen die Anwende-
rin/der Anwender den hinsichtlich der folgenden Aspekte entstehenden zeit-
lichen Aufwand abschätzen kann:
A8 • für die Kandidatin/den Kandidaten S O O
A9 • für die Anwenderin/den Anwender bei der Routinevorbereitung S O O
A10 • für die Anwenderin/den Anwender bei der Durchführung S O O
A11 • für die Anwenderin/den Anwender bei der Auswertung S O O
1 zu Anforderung A2: Es sollte z.B. angegeben sein, bei welcher Personengruppe (z.B. Bildungsstand) das Verfahren ein-
gesetzt werden kann.
z Anhang A (normativ): Anforderungen an Handhabungshinweise für Verfahren
236 Anhang
SOLL (S) oder
MUSS (M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
V3 Verzweigungsfrage 3: Gibt es eine Interaktion mit der Kandidatin/dem Kandida-
ten? Falls „nein“ -> Bitte weiter bei A13
O
A12 Die Handhabungshinweise beinhalten verständliche Instruktionen für die
Kandidatin/den Kandidaten, die dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit von
Nachfragen zu verhindern2
S O O
Die Handhabungshinweise sind so gestaltet, dass verschiedene Personen mit
den erforderlichen Qualifikationen in der Lage sind, die Verfahren allein auf-
grund dieser Handhabungshinweise auf die gleiche Art und Weise:
A13 • durchzuführen M O O
A14 • auszuwerten M O O
A15 • und deren Ergebnisse zu interpretieren M O O
2 zu Anforderung A12: Beispiele für häufige, aber (durch entsprechende Instruktionen zu Beginn des Verfahrens) vermeid-
bare Nachfragen: Darf man sich Notizen machen? Wird die zur Verfahrensbearbeitung zur Verfügung stehende Zeit be-
kannt gegeben? Darf man Teilaufgaben überspringen? Gibt es Minuspunkte bzw. Abzüge für falsche Antworten?
237
Anhang
SOLL (S) oder
MUSS(M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
B1 Die theoretischen Grundlagen des Verfahrens sind beschrieben M O O
B2 In den Verfahrenshinweisen ist angemessen (im Sinne
von ausführlich, verständlich und nachvollziehbar) dargestellt, wie das stan-
dardisierte Verfahren konstruiert wurde3
M O O
B3 In den Verfahrenshinweisen werden die Ergebnisse einer oder mehrerer
empirischen Untersuchungen berichtet
M O O
H1 Hinweis: Falls „nein“ gewählt wird, muss bei den Anforderungen B4 bis B13 eben-
falls „nein“ angekreuzt werden
B4 Alle in den Verfahrenshinweisen aufgeführten relevanten empirischen Unter-
suchungen sind nachvollziehbar beschrieben/dokumentiert
M O O
Der Bericht über empirische Untersuchungen enthält:
B5 • eine Angabe über das Jahr der Datenerhebung M O O
B6 • deskriptive Statistiken über die Merkmale der Untersuchungsteilnehmer-/innen4M O O
B7 • Angaben, mit welchem Ziel der Test von Teilnehmerinnen/Teilnehmern
bearbeitet wurde5
M O O
B8 • Angaben, ob die Datenerhebung unter Aufsicht oder unter nicht kontrol-
lierten Bedingungen (z.B. über das Internet von „zu Hause“ aus) stattge-
funden hat
M O O
B9 • Angaben, ob und wie die Teilnahme (z.B. ergebnisorientiert) belohnt (z.B.
vergütet) wurde
M O O
3 zu Anforderung B2: Das heißt, es wird z.B. erläutert, wie und warum die Fragen eines Fragebogens oder die Aufgaben
eines Tests ausgewählt oder konstruiert wurden.
4 zu Anforderung B6: Erläuterung: z.B. Angaben zu Alter, Geschlecht, Bildung, Status (z.B. Schülerinnen/Schüler, Studentin-
nen/Studenten, Azubis, Berufstätige usw.)
5 zu Anforderung B7: z.B. ohne für die Teilnehmer/-innen relevantes Ziel, zum Zwecke der persönlichen Orientierung oder
im Zusammenhang mit Personalentscheidungen.
z Anhang B (normativ): Anforderungen an Verfahrenshinweise für messtheoretisch fundierte
Fragebogen und Tests
Allgemeine Anforderungen
238 Anhang
SOLL (S) oder
MUSS (M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
Der Bericht über empirische Untersuchungen enthält: O O
B10 • Informationen über den Stichprobenplan S O O
B11 • Informationen zu den Teilnehmerquoten S O O
B12 Die Dokumentation der empirischen Arbeit folgt
den üblichen Kriterien für wissenschaftliche Publikationen6
S O O
B13 Die Anzahl der in den empirischen Studien untersuchten Personen ist für die
jeweilige Fragestellung7 angemessen
M O O
V4 Verzweigungsfrage V4: Ist mit einer Verfälschung des Verfahrens zu rechnen?
Falls „nein“ -> Bitte weiter bei Verzweigungsfrage V5
O
B14 Es ist aufgeführt, ob und wie einer Verfälschung durch die Art der Verfah-
rensvorgabe und -durchführung – sowie ggf. auch bei der Auswertung – ent-
gegengewirkt werden kann
S O O
V5 Verzweigungsfrage V5: Erfolgt die Auswertung manuell? Falls „nein“ -> Bitte wei-
ter bei Verzweigungsfrage V6
O
B15 In den Verfahrenshinweisen sind Regeln aufgestellt, wie bei der Auswertung
mit nicht bearbeiteten Fragen bzw. (Teil-) Aufgaben umgegangen wird
M O O
V6 Verzweigungsfrage V6: Handelt es sich um ein Verfahren, welches einen Ver-
gleich mit Normwerten anbietet? Falls „nein“ -> Bitte weiter bei Anforderung B22
O
B16 Die Bezugsgruppe, an der die Normdaten gewonnen wurden, entspricht
hinsichtlich zentraler Merkmale der Personengruppe, für die das Verfahren
laut Verfahrenshinweisen eingesetzt wird/werden soll, oder es wird nach-
gewiesen, dass die vorhandenen Normdaten für die Zielgruppe verwendet
werden können8
M O O
6 zu Anforderung B12: Erläuterung: Siehe z.B. Deutsche Gesellschaft für Psychologie (Hrsg.). (2016). Richtlinien zur Manu-
skriptgestaltung (4. Aufl.). Göttingen: Hogrefe, sowie Wilkinson, L., & APA Task Force on Statistical Inference (1999). Statisti-
cal methods in psychology journals: Guidelines and explanations. American Psychologist, 54, 594-604. Dabei gilt jeweils die
letzte Ausgabe dieser Publikationen.
7 zu Anforderung B13: z.B. Berechnung von Normwerten, erwartbaren Effektstärken
8 zu Anforderung B16: Zentrale Merkmale sind z.B. Alter, Bildungsstand, Berufserfahrung. Eine solche Entsprechung liegt
beispielsweise nicht vor, wenn etwa Englischkenntnisse von Managerinnen/Managern untersucht werden sollen, die
Normwerte zum Verfahren aber an Schülerinnen/Schülern gewonnen wurden.
239
Anhang
SOLL (S) oder
MUSS (M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
B17 Die Angemessenheit der Normwerte wurde in den letzten
acht Jahren überprüft 9
S O O
V7 Verzweigungsfrage V7: Wurde die Angemessenheit der Normwerte in den letzten
acht Jahren überprüft? Falls „ja“-> Bitte weiter bei Verzweigungsfrage V8
O
B18 In den Verfahrenshinweisen wird begründet, warum und unter welchen Um-
ständen das Verfahren für einen Anwendungsfall ausgewählt werden kann,
obwohl die Angemessenheit der Normwerte nicht in den letzten acht Jahren
überprüft wurde10
M O O
V8 Verzweigungsfrage V8: Zielt das Verfahren auf die Erfassung eines Eignungs-
merkmals ab, dessen Ausprägung in der Referenzgruppe möglicherweise relativ
kurzfristigen Veränderungen unterliegt?11 Falls „nein“-> Bitte weiter bei Verzwei-
gungsfrage V9
O
B19 Die Angemessenheit der Normwerte wurde bereits vor Ablauf der Acht-Jah-
res-Frist empirisch gezeigt
M O O
V9 Verzweigungsfrage V9: Besteht die Möglichkeit, die Werte einer Person anhand
unterschiedlicher Normgruppen (auch gruppenspezifische Normen genannt) zu
bewerten?12 Falls „nein“ -> Bitte weiter bei Aussage B22
O
B20 Zur Sicherung der Interpretationsobjektivität sind eindeutige Hinweise ge-
geben, wie die Entscheidung, welche Normgruppe in welchem Fall heranzu-
ziehen ist, zu treffen ist
S O O
B21 Die Effekte der Anwendung dieser gruppenspezifischen Normen13 sind
nachvollziehbar erläutert
S O O
9 zu Anforderung B17: Erläuterung: Es geht nur um eine Überprüfung der Angemessenheit der Normwerte. Ob eine Neu-
normierung durchgeführt werden muss, ergibt sich in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Überprüfung. In der DIN
33430 wird nicht gefordert, dass spätestens alle acht Jahre neu normiert werden muss.
10 zu Anforderung B18: Die Anforderung lautet im Text der DIN: „Wurde die Angemessenheit der Normwerte in den letzten
acht Jahren nicht überprüft, muss begründet werden, warum das Verfahren dennoch ausgewählt wird.“ Diese Begründung
obliegt den Eignungsdiagnostikern/Eignungsdiagnostikerinnen. Die hier in der Checkliste gewählte Formulierung richtet
sich hingegen an die Verantwortlichen für die Verfahrenshinweise.
11 zu Verzweigungsfrage V8: z.B. EDV-Kenntnisse
12 zu Verzweigungsfrage V9: unterschiedliche Normgruppen wären beispielsweise bildungsspezifische und bildungsun-
spezifische Normen
13 zu Anforderung B21: z.B. Bildungsnorm
240 Anhang
Zuverlässigkeit
SOLL (S) oder
MUSS(M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
B22 In den Verfahrenshinweisen werden Angaben zur Zuverlässigkeit des Verfah-
rens gemacht, die aus empirischen Studien abgeleitet wurden
M O O
H2 Hinweis H2: Falls keine Angaben zur Zuverlässigkeit des Verfahrens gemacht
werden, ist die Anforderung B22 mit „nein“ zu beantworten
V10 Verzweigungsfrage V10: Wurden Angaben zur Zuverlässigkeit des Verfahrens ge-
macht? Falls „nein“ -> Bitte weiter bei Anforderung B27
O
B23 Die Angemessenheit der für die Zuverlässigkeitsbestimmung genutzten Me-
thode(n) wird erläutert.14 Die Erläuterung berücksichtigt die Art der unter-
suchten Eignungsmerkmale und der angestrebten Entscheidung ebenso wie
die jeweiligen Anwendungs- und Untersuchungsbedingungen
S O O
V11 Verzweigungsfrage V11: Sollen mit dem Verfahren Merkmale erfasst werden, für
die eine zumindest relative Zeit- und Situationsstabilität angenommen wird?
Falls „nein“ -> Bitte weiter bei Anforderung B27
O
B24 Die Zuverlässigkeit wurde über die Retest-Methode bestimmt oder die
Retest-Reliabilität wurde durch einen geeigneten Untersuchungsplan ge-
schätzt
S O O
B25 Der aktuellste Nachweis der Geltung der Zuverlässigkeitskennwerte ist jün-
ger als acht Jahre
S O O
V12 Verzweigungsfrage V12: Wurde die Geltung der Zuverlässigkeitskennwerte in
den letzten acht Jahren überprüft? Falls „nein“ ->bitte weiter bei Anforderung
B27
O
B26 In der Verfahrenshinweisen wird begründet, warum und unter welchen Um-
ständen das Verfahren für einen Anwendungsfall gewählt werden kann, ob-
wohl die Geltung der Zuverlässigkeitskennwerte in den letzten acht Jahren
nicht überprüft wurde.15
M O O
14 zu Anforderung B23: Erläuterung: Die Bestimmung der internen Konsistenz ist beispielsweise keine angemessene Art
der Zuverlässigkeitsbestimmung für Verfahren mit heterogenen Inhalten; die Bestimmung der Retest-Reliabilität ist keine
angemessene Art der Zuverlässigkeitsbestimmung für Verfahren zur Messung rasch veränderlicher Merkmale (z.B. Stim-
mungen).
15 zu Anforderung B26: Die Anforderung lautet im Text der DIN: „Wurden die Zuverlässigkeitskennwerte in den letzten 8
Jahren nicht überprüft, muss begründet werden, warum das Verfahren dennoch ausgewählt wird.“ Diese Begründung
obliegt den Eignungsdiagnostikern/Eignungsdiagnostikerinnen. Die hier in der Checkliste gewählte Formulierung richtet
sich hingegen an die Verantwortlichen für die Verfahrenshinweise.
241
Anhang
SOLL (S) oder
MUSS(M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
B27 In den Verfahrenshinweisen werden Angaben zur Gültigkeit des Verfahrens
gemacht, die aus empirischen Studien abgeleitet wurden
M O O
V13 Verzweigungsfrage V13: Wurden Angaben zur Gültigkeit des Verfahrens ge-
macht? -> Falls „nein“ endet die Checkliste mit dem folgenden Hinweis H3
O
H3 Hinweis H3: Falls keine empirisch fundierten Angaben zur Gültigkeit des Ver-
fahrens gemacht werden, sind die Anforderung B27 bis B34 und B40 bis B41 mit
„nein“ zu beantworten
B28 Aus den Verfahrenshinweisen wird deutlich, welche empirischen Nachweise
der Inhalts- und/oder Kriteriums- und/ oder Konstruktgültigkeit eine Anwen-
dung des Verfahrens bzw. der Verfahrensklasse für den laut Verfahrenshin-
weisen intendierten Anwendungszweck rechtfertigen
M O O
In den Verfahrenshinweisen wird angegeben, welche Gültigkeitswerte:
B29 • in Bezug zu welchem Kriterium16 erzielt wurden M O O
B30 • für welche Referenzgruppen erzielt wurden M O O
B31 • in welcher Untersuchung erzielt wurden M O O
B32 • für welches Verfahrensergebnis erzielt wurden17 M O O
B33 • zu welchem Zeitpunkt erzielt wurden M O O
B34 Der aktuellste Nachweis über die Gültigkeit des Verfahrens ist jünger als acht
Jahre
S O O
16 zu Anforderung B29: Bewährungskriterium, z.B. Vorgesetztenbeurteilung zum Berufserfolg
17 zu Anforderung B32: Bezieht sich der Gültigkeitswert beispielsweise auf das Gesamtergebnis oder auf ein Teilergebnis
(etwa auf eine einzelne Skala oder einzelne Items)? Bezieht sich der Gültigkeitswert auf einen Rohwert oder auf einen
standardisierten Wert?
Gültigkeit
242 Anhang
SOLL (S) oder
MUSS(M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
V14 Verzweigungsfrage V14: Wurden zur Bestimmung der Gültigkeit Methoden der
statistischen Adjustierung/ Optimierung eingesetzt18? Falls „nein“ -> Bitte weiter
bei Verzweigungsfrage V15
O
Bei der Dokumentation der Analysen zur Gültigkeit:
B35 • sind sowohl die ursprünglich erhaltenen als auch die korrigierten Kenn-
werte aufgeführt
M O O
B36 • werden alle in Zusammenhang mit der Adjustierung verwendeten Statisti-
ken genannt
M O O
B37 • werden neben den statistisch optimierten Schätzungen auch die einfa-
chen Schätzungen angegeben19
M O O
B38 • wurden die optimierten Schätzungen auf eine andere Personengruppe
aus dem Geltungsbereich des Verfahrens angewendet und in ihrer Gültig-
keit bestätigt (Kreuzvalidierung)
S O O
B39 • sind die statistischen Optimierungen in handlungsleitende Beurteilungs-
regeln umgesetzt20
S O O
V15 Verzweigungsfrage V15: Wird der Gültigkeitsanspruch damit begründet, dass
Gültigkeitshinweise aus anderen Untersuchungen in Anspruch genommen wer-
den? Falls „nein“-> Bitte weiter bei Anforderung B42
O
Es wird nachvollziehbar aufgeführt: O O
B40 • welche Befunde generalisiert werden können (Darstellung der entspre-
chenden Studien, Literaturübersichten und Metaanalysen)
S O O
B41 • weshalb (und in welchem Ausmaß) sich die Gültigkeitshinweise übertra-
gen lassen, die sich aus anderen Studien ergeben
S O O
18 zu Verzweigungsfrage V14: (z.B. Minderungskorrektur, Varianzeinschränkungskorrektur, multiple Regression)
19 zu Anforderung B37: statistisch optimierte Schätzungen sind z.B. multiple Regressionen; einfache Schätzungen sind z.B.
einfache Korrelationen
20 zu Anforderung B39: Wenn beispielsweise gezeigt wird, dass die multiple Vorhersagbarkeit eines Kriteriums unter Ein-
bezug mehrerer Prädiktoren (z.B. mehrere Skalen eines Tests) deutlich höher ist als die einfache Korrelation zwischen
einzelnen Prädiktoren und diesem Kriterium, so sollte der Anwenderin/dem Anwender erläutert werden, wie sie/er die
verschiedenen Prädiktoren so kombinieren/gewichten kann, dass der Vorteil praktisch nutzbar wird.
243
Anhang
Konstruktgültigkeit
SOLL (S) oder
MUSS(M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
B42 Aufgrund von inhaltlichen Überlegungen wird dargelegt, wie sich das frag-
liche Konstrukt zu ähnlichen Konstrukten verhält (konvergente Gültigkeit)
S O O
B43 Aufgrund von empirischen Ergebnissen wird dargelegt, wie sich das fragliche
Konstrukt zu ähnlichen Konstrukten verhält (konvergente Gültigkeit)
S O O
B44 Aufgrund von inhaltlichen Überlegungen wird dargelegt, wie sich das fragli-
che Konstrukt zu unähnlichen Konstrukten verhält (diskriminante Gültigkeit)
S O O
B45 Aufgrund von empirischen Untersuchungen wird dargelegt, wie sich das
fragliche Konstrukt zu unähnlichen Konstrukten verhält (diskriminante Gül-
tigkeit)
S O O
Kriteriumsgültigkeit
SOLL (S) oder
MUSS(M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
B46 Bei der Analyse der Kriteriumsgültigkeit des Verfahrens wird beschrieben,
warum das in der Analyse jeweils verwendete Kriterium angemessen ist und
valide erfasst wurde
M O O
B47 Sowohl die Objektivität als auch die Zuverlässigkeit jedes verwendeten Krite-
rienmaßes wird nach Möglichkeit dargestellt
S O O
B48 Die Angemessenheit der für die Analyse der Kriteriumsgültigkeit herangezo-
genen Untersuchungsgruppe wird erläutert21
M O O
21 zu Anforderung B48: Beispielsweise sollten die demografischen Merkmale der Untersuchungsgruppe (z.B. Bildungs-
stand, Alter, Berufserfahrung usw.) vor dem Hintergrund der als Zielgruppe des Verfahrens genannten Gruppe diskutiert
werden.
244 Anhang
Inhaltsgültigkeit (sofern für das jeweilige Verfahren relevant)
SOLL (S) oder
MUSS(M)
ja
nein
nicht zu bewerten
Anmerkungen
Quelle (Seite)
V16 Wird für das Verfahren Inhaltsgültigkeit in Anspruch genommen? Falls „nein“
endet die Checkliste an dieser Stelle
O
B49 Der im Verfahren abgebildete Inhaltsbereich wird nachvollziehbar beschrie-
ben
S O O
B50 Die Kriterien zur Beschreibung des dem Verfahren zugrunde liegenden,
hypothetischen Itemuniversums sind angegeben
S O O
B51 Die Regeln, nach denen das Verfahren als systematisch zusammengestellte
Itemstichprobe aus dem Itemuniversum abgeleitet wurde, werden darge-
stellt
S O O
V17 Wurde die Frage, ob das Verfahren den definierten Inhaltsbereich repräsentiert,
durch Expertinnen/Experten beurteilt? Falls „nein“ endet die Checkliste an dieser
Stelle
O
Es wird:
B52 • Sowohl der fachbezogene Ausbildungsstand als auch die Erfahrung als
auch die Qualifikation der beteiligten Expertinnen/Experten beschrieben
S O O
B53 • erläutert, wie die Expertinnen/Experten zu ihrer Einschätzung gekommen
sind
S O O
B54 • angegeben, inwieweit die Expertinnen-/Expertenbeurteilungen
übereinstimmen
S O O
245
Stichwortverzeichnis
Beobachtungsfehler 51, 79
Beobachtungsskala, verhaltensver-
ankerte 79
Beobachtungssystem 53
Berliner Intelligenzstrukturmodell 128
Berufserfolg 198
Berufsinformationssystem 103
Beschreibungsebene 103
Betriebsrat 141
Betriebsvereinbarung 142
Beurteilungsfehler 51
Beurteilungsfehlertraining 60
Beurteilungsskala 49
Beurteilungsskala, verhaltensveranker-
te 50, 70, 109
Bewerbungsunterlagen 39, 125
Bewertungsfehler 79
Bezugsrahmentraining 59
Big-Five-Modell 207
BIP 133
BIP-6F 121
Birnbaum-Modell 170
Brogden-Cronbach-Gleser-(BCG-)
Nutzenmodell 217
Bundesdatenschutzgesetz 85
C
case study 130
Checkliste (DIN) 117
Checkliste - Beobachtungsbogen 47
Cronbachs Alpha 174
CUBE System 115
Cut-o-Wert 110
D
Datenschutz 118
Dauer der Verhaltensweisen 48
Development Center 115
Diagnoseinstrument zur Erfassung der
Interviewerkompetenz (DIPA) 80
Diagnostik- und Testkuratorium
(DTK) 121, 227
Dierenz, kritische 178
DIN (Institut) 3
DIN 33430 5
DIN SCREEN Checkliste 117, 227
DIN-Konformität 4
DIN-Norm-Verbindlichkeit 146
A–F
Stichwortverzeichnis
A
Ability Requirement Scales (F-JAS) 105
Abschlussphase (Interview) 77
Adjustierung, statistische 230
AIST-R 136
Akzeptanz 44, 68, 122, 195
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
(AGG) 88, 148
Alltagsbeobachtung 32
Anforderungs-Übungs-Matrix 43
Anforderungsanalyse 13, 70, 99
Anforderungsprol 28, 70, 97
Ankreuzverhalten 39
Anschlussmotiv 134
Antipathie 56
Arbeitsanalyse 101
Arbeitszeugnis 117
Arbeitszufriedenheit 98, 193
ASK 131
Assessment Center (AC) 35, 115, 206
Aufgabeninventar 103
Auftragsklärung 7, 72
Aufwand, zeitlicher 235
Ausbildungserfolg 201
Ausprägungsgrad (Eignungsmerk-
mal) 31, 109
Auswahlquote 211
Auswertung (Interview) 78
Auswertungsobjektivität 182
AZUBI-BK 131
B
Basisquote 211
Bearbeitungsgeschwindigkeit 129
Behinderung 86, 185
Benchmark 192
Beobachtbarkeit der Eignungsmerk-
male 36
Beobachterhandbuch 116, 225
Beobachterinnen und Beobachter 33
Beobachterkonferenz 50
Beobachterrotation 43
Beobachtertraining 58, 108
Beobachterübereinstimmung 49, 71
Beobachtung, (nicht-)teilnehmen-
de 34
Beobachtungsbogen 46
Beobachtungseinheit 45
Dokumentation 111, 191, 226
Dokumentationsanforderung 9
Dokumentenanalyse 117
Durchführungsobjektivität 182
Durchschnittlichkeit 184
E
Ezienz 219
Eigenschaft 127
Eignungsbeurteilungsprozess 8
Eignungsbeurteilungsverfahren 113
Eignungsdiagnostik 3
Eignungsdiagnostikerinnen und Eig-
nungsdiagnostiker 33
Eignungsmerkmal 28, 99
Eignungsmerkmalgewichtung 199
Eignungsprol 29
Eindimensionalität 166
Eindruck, erster 80
Einfallsreichtum 129
Einsatzhäugkeit (Interview) 68
Einwilligung 23
Engagement, freiwilliges zusätzli-
ches 193
Entlohnung, leistungsbezogene 194
Entwicklung, zukünftige 98
Ereignisstichprobenansatz 45
Erfolgskriterium 193
Erinnerungsverzerrung 56
Erwartungswert 167
Evaluation 190
Evidenzbasierung 200
Examensnote 205
ExploJob 105
Explorix 136
Extraversion 132
F
Facebook 144
Fähigkeit 98
Fairness 185
Fallstudie 39
Feedback 51
Folgeinitiativen (zur DIN) 13
Forced-choice-Antwortformat 207
Fortbildung (DIN) 13
FPI-R 121
Frage, biograebezogene 74
246 Stichwortverzeichnis
Frage, geschlossene 74
Frage, oene 74
Frage, situative 74
Frage, zulässige 84
Fragebogen 118
Fragebogen zur Arbeitsanalyse
(FAA) 104
Fünf-Faktoren-Modell der Persönlich-
keit 131
G
Gebrauchswert 225
Gelbdruck 4
Gesamteignung 110
Gesamturteil 31
Gewinn 215
Gewissenhaftigkeit 132, 201
Gleichstellungsbeauftragte 142
GPOP 121
Grundquote 211
Gruppendiskussion 32, 206
Gültigkeit 178
Gültigkeit, diskriminante 180, 243
Gültigkeit, divergente 180
Gültigkeit, inkrementelle 164
Gültigkeit, konvergente 180, 243
Gültigkeitskoezient, korrigierter 201
Gutachten 120
Gütekriterium 146, 172
H
Halo-Eekt 57
Halo-Fehler 60
Handhabungshinweis 235
Handhabungshinweise 41, 116, 172,
225
Häugkeit der Verhaltensweisen 48
Hauptgütekriterien 172
Homogenität 166
I
Impliziter Assoziationstest (IAT) 134
Impression Management 54
Indikator 30
Informationsgehalt von Handhabungs-
und Verfahrenshinweisen 232
Informationspicht 44
Inhaltsgültigkeit 244
Inhaltsgültigkeit (-validität) 179
Initiativrecht 142
Instruktion 40, 236
Intelligenz 72, 127
Intelligenzquotient 22
Intelligenzstrukturtest 130
Intelligenztest 122, 203
Intelligenztest mit simulativem Cha-
rakter 130
Intensität der Eignungsmerkmalsaus-
prägung 48
Intensität der Verhaltensweisen 48
Interesse 135
Interpretationsobjektivität 182
Interquartilabstand 161
Interview 122, 203
Interviewfragenformulierung 73
Interviewleitfaden 70, 116, 225
Interviewstandard 83
Interviewte 67
Interviewtraining 70
Interviewvorbereitung 75
Intimsphärenwahrung 22
Item 166
Item-Response-Modell (IRT ) 169
Itemeliminierung 179
Itemparameter 170
Itempopularität 169
Itemschwierigkeit 169
K
Kandidatenattraktivität 205
Kausalität 162
Kettenfrage 74
Kompensationsmöglichkeit 111
Kompetenz 100
Kompetenzmanagementansatz 106
Kompetenzmodell 106
Kondenzintervall 177
Kongruenztheorie 135
Konkurrentenklage 148
Konsistenz, interne 173
Konsistenzeekt 56
Konstrukt 30, 165
Konstruktgültigkeit 179
Konstruktgültigkeit (Interview) 71
Kooperation (Eignungsmerkmal) 38,
108
Korrektur 210
Korrektur gegen Varianzeinschränkun-
gen 202
Korrelation 162
Korrelation, multiple lineare (R) 164
Kreis, interessierter 3
Kriterium 163, 195
Kriteriumsgültigkeit 180, 243
Kriteriumsgültigkeit (Interview) 71
Kriteriumsorientierung 183
KSAO 98
Kulturabhängigkeit 109
L
Leistung, beruiche 193
Leistungsmaß, objektives 194
Leistungsmotiv 134
LinkedIn 144
Little Thirty 132
Lizenz (DIN) 14
Lizenzprüfung 14
LMI 134
Logit-Einheit 171
M
Machtmotiv 134
Makrostrategie 136
Management-Audit 115
Matrizentest 130
Median 159
Mensch, behinderter 8, 143
Merkfähigkeit 129
Metaanalyse 182, 200
Methode der kritischen Ereignisse 105
Methode, arbeitsplatzanalytisch-empi-
rische 101
Methode, erfahrungsgeleitet-intuiti-
ve 101
Methode, personbezogen-empiri-
sche 101
Mikrostrategie 136
Milde-/Strengeeekt 57
Minderungskorrektur 181
Mitbestimmungsrecht 141
Mittelwert 159
Mittelwertbildung 50
Modalwert 159
Modell, kompensatorisches 199
Modikationsstrategie 137
Motiv 133
Motiv, implizites 134
Multiple-cuto-Modell 200
N
Nebengütekriterien 172
NEO-FFI 132
NEO-PI-R 121
Neurotizismus 132
Norm 183
Normierung 12, 182
Normwert 238
247
Stichwortverzeichnis G–V
Szenario 41, 107
T
Taktik, nonverbale 55
Taylor-Russell-Tafel 212
Telefoninterview 67, 136
Test 118
Testbeurteilungssystem (TBS-TK) 121,
232
Testen, beaufsichtigtes 125
Testen, computerbasiertes 123
Testen, internetgestütztes 123
Testen, unbeaufsichtigtes 125
Testhandbuch 117, 226
Testtheorie, Klassische (KTT) 166
Testung unter Aufsicht 125, 158
Training 138
Trait-Aktivierung 42
Treerquote 211
Trennschärfe 168
Typenstabilität 177
Typentest 133, 176
U
Überdurchschnittlichkeit 184
Und-Strategie 200
Unterdurchschnittlichkeit 184
Untersuchung, empirische 237
Unvoreingenommenheit 43
Urteilsbildung, diagnostische 195
Urteilsbildung, klinische 196
Urteilsbildung, mechanische 196
Urteilsbildung, soziale 47
Urteilsbildung, statistische 196
V
Validität, siehe Gültigkeit 178
Validität, operationale 210
Validitätsgeneralisierung 218
Variable, latente 165
Variable, manifeste 165
Varianz 161
Varianzeinschränkung 181
Verantwortung für Fehler 89
Verarbeitungskapazität 129
Verfahren 10
Verfahren zur Verhaltensbeobachtung
und Verhaltensbeurteilung 32
Verfahren, anforderungsanalyti-
sches 102
Verfahren, projektives 134
R
Rasch-Modell 170
Realistic Accuracy Model (RAM) 36
Recency-Eekt 56
Recht zur Lüge 88
Referenzgeber/-in 67
Regression, multiple 198, 242
Rekrutierung 214
Relevanz von Verhaltensindikato-
ren 36
Reliabilität, siehe Zuverlässigkeit 167
Report 120
Retest-Korrelation 173
Retest-Reliabilität 173
Rollenspiel 32, 73, 122, 206
Rollenspieler/-in 40
Rosenthal-/Pygmalion-Eekt 56
Rückschaufehler 56
S
Schulnote 117, 203
Schweigepicht 145
Schwerbehindertenvertretung 143
Schwierigkeit 169
Screening 126
Selbstdarstellung (Interview) 82
Selbstdarstellungstechnik 54, 81
Selektionsrate 211
Selektionsstrategie 137
Self-Assessment 126
Service Level 19
Sicherheitswahrscheinlichkeit 177
Simulation 39, 131
Situationsstärke 42
Skalierung 156
Spannweite 161
Split-Half-Korrelation 173
Stabilität 173
Stabilität, zeitliche 30
Standardabweichung 161
Standardisierung (Interview) 68
Standardmessfehler 176
Stereotyp 102
Stichprobe 119, 158
Stichprobenabhängigkeit 174
Stichprobengröße 175
Stichprobenplan 238
Strategie 136
Streuungsmaß 160
Strukturierung (Interview) 68
Studienerfolg 203
Suggestivfrage 74
Sympathie 56
Syntheseansatz 106
Normwertangemessenheit 239
Note 194
Nutzen, monetärer 215
O
Objektivität 182
Objektivität (Interview) 71
Observer drift 57
Oder-Strategie 200
Oenbarungspicht 89
Oenheit für Erfahrungen 132
OLMT 121
Omega 174
Operationalisierung 29, 108
Operationalisierung, verhaltensna-
he 30
OPQ32 121
Organisationsstruktur 194
Organisationsziel 106
P
Paralleltest-Korrelation 173
Parameter 169
Persolog 121
Personalfragebogen 141
Personalmangel 138
Personalrat 142
Personenlizenzierung (DIN) 13
Personenparameter 170
Persönlichkeitsfragebogen 123, 207
Persönlichkeitsrecht 21, 85
Perspektivenvielfalt 102
Planungsphase 197
Potenzial 100
Prädiktor 163
Präsentation 39, 206
Präsentationsübung 32
Primacy-Eekt 56
Produktnorm 10
Protokollierung (Interview) 78
Prozesslenkung 232
Q
Qualikation 100
Qualikationselement 11
Qualikationsprol 11
Qualität 6
Qualitätsforderung 18
Qualitätsmanagement 18
Qualitätsmerkmal 218
Qualitätssicherung 41
Qualitätsstandard 15
248 Stichwortverzeichnis
Verfahrenshinweise 237
Verfahrenshinweise 116, 172, 225
Verfahrenskategorie 113
Verfälschbarkeit 122, 207
Vergleichsmaßstab 191, 226
Verhaltensanalyse 104
Verhaltensanker 38, 100
Verhaltensbeobachtungsansatz 47, 78
Verhaltensbeobachtungstraining 59
Verhaltensbeschreibung, konkrete 38
Verhaltenskonkretisierung 108
Verhaltensweise, konkrete 30
Verteilung 158
Verteilung, schiefe 160
Verteilung, symmetrische 159
Verträglichkeit 132
Verzweigungsfrage 230
Videointerview 67
Vorgesetztenbeurteilung 193
Vorher-Nachher-Vergleich 192
VVKI 121
W
Wert, wahrer 167
Z
Zeitstichprobenansatz 45
Zertizierung 15
Zielperson 36
Zugänglichkeit von Verhaltensindika-
toren 36
Zuverlässigkeit 167, 218
Zuverlässigkeitshöhe 176
... ormationen umfassen, auf deren Basis die Qualität des Verfahrens erst beurteilt werden kann. Diese Qualitätsbewertung ist wiederum die Grundlage für die Entscheidung, ob das Verfahren im Rahmen eines OSA eingesetzt werden kann.In den Anhängen A und B der DIN (2016) wird definiert, welche Informationen zu einem Test oder Fragebogen vorliegen müssen.Kersting (2018) hat diese Informationsanforderungen in Frageform umformuliert und daraus eine Checkliste entwickelt. Diese Checkliste "DIN SCREEN, Checkliste 1, Version 3 / Anforderungen an Verfahrenshinweise" umfasst 54 Fragen. Sie gilt offiziell als "Standard zur Information und Dokumentation von Instrumenten zur Erfassung menschlichen Erlebens und V ...
Chapter
Full-text available
„Zuverlässige Informationen sind unbedingt nötig für das Gelingen eines Unternehmens“. Dieses Zitat wird Christoph Kolumbus zugeschrieben, inhaltlich trifft es auch auf Studieninteressierte zu, die sich auf eine Entdeckungsreise durch die Angebote der (Fach-)Hochschulen begeben. Im Rahmen von OSA werden den Studieninteressierten verschiedene Verfahren angeboten, mit denen zuverlässige und gültige Informationen über die Passung ihrer Fähigkeiten, studienbezogenen Persönlichkeitsmerkmale und Interessen zu den Anforderungen (z. B. eines spezifischen Studiengangs, siehe Kap. 3) gewonnen werden. Ziel des vorliegenden Kapitels ist es, einen – um konkrete Beispiele angereicherten – Überblick über die in OSA eingesetzten diagnostischen Verfahren zu geben. Weitere Abschnitte gehen auf die Entwicklung und die Qualität diagnostischer Verfahren ein.
... Zunächst wird dazu geprüft, ob zu dem Test überhaupt die Informationen vorliegen, die notwendig sind, um den Test beurteilen zu können. Welche Informationen das sind, wurde im "DIN Screen" von Kersting[47] definiert. Diese Checkliste dient als "Standard zur Information und Dokumentation von Instrumenten zur Erfassung menschlichen Erlebens und Verhaltens des Testkuratoriums der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen". Aktuelle Testverfahren wie z. ...
Chapter
Full-text available
Intelligenz ist ein kontrovers diskutiertes Eignungsmerkmal, insbesondere Intelligenztests rufen häufig emotionale (Abwehr-)Reaktionen hervor. Seit Beginn der Intelligenzforschung gab es kritische Stimmen, die Intelligenztests für bestenfalls nutzlos ggf. aber sogar für schädlich erklärten. Mit der „Erfindung“ der sozialen oder emotionalen Intelligenz war die Hoffnung verbunden, die herkömmlichen Intelligenztests begraben zu können. Dennoch ist kein Ende der Intelligenztestungen abzusehen. Nichts scheint so sehr die Unsterblichkeit zu verbürgen, wie die andauernde Debatte über den Tod. Zumal wenn, wie im Falle der Intelligenztests, die Befundlage so eindeutig ist: Kein anderes Verfahren erlaubt so treffsichere Vorhersagen über den Erfolg in Ausbildung und im Beruf. Wir skizzieren im Folgenden zunächst, was Intelligenz – einigen aktuellen Definitionen und Theorien zufolge – bedeutet und nennen beispielhaft Verfahren, mit denen sich Intelligenz messen lässt. Wir konzentrieren uns auf Theorien, die im deutschsprachigen Raum verbreitet sind und auf deren Basis deutschsprachige Intelligenztests entwickelt wurden, einige davon werden wir kurz vorstellen. Dabei gehen wir insbesondere auf Befunde zur Treffsicherheit von Aussagen (z. B. Personalentscheidungen) ein, die aus Intelligenztests abgeleitet wurden, wobei wir auch die Grenzen der Intelligenzdiagnostik ansprechen. Wir reflektieren über die Gründe für die geringe Einsatzhäufigkeit von Intelligenztests und gehen dabei besonders auf die Frage der Akzeptanz solcher Tests ein. Darüber hinaus geben wir Tipps, wie man die Qualität von Tests beurteilen kann. In weiteren Abschnitten behandeln wir die Kreativität und grenzen die traditionelle Intelligenzauffassung gegenüber neueren Konzepten, wie z. B. der emotionalen und praktischen Intelligenz ab. Auch für Kreativität und emotionale Intelligenz nennen wir ausgewählte Testverfahren und berichten über die Treffsicherheit entsprechend fundierter Personalentscheidungen.
Chapter
In diesem Kapitel wird die Relevanz Psychologischer Diagnostik im Zuge der Feststellung der Passung zwischen Individuen und Arbeitskontexten betont. Die Rolle der Psychologischen Diagnostik im Allgemeinen sowie von spezifischen diagnostischen Zugängen im Speziellen wird mit Bezug zu den Themenbereichen Organisationsdiagnostik, Personalauswahl und -entwicklung sowie Berufs- und Ausbildungswahl erläutert. Zudem wird der derzeitige Kenntnisstand zur Evaluation des diagnostischen Vorgehens in diesen Anwendungsbereichen präsentiert. Schließlich erfolgt eine Einführung in die DIN 33430 für berufsbezogene Eignungsbeurteilungen.
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