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Der Mensch als Mit-Mensch. Aufsätze von Giuseppe Galli zur Gestalttheorie in Forschung, Anwendung und Dialog. Herausgegeben und eingeleitet von Gerhard Stemberger

Authors:

Abstract

Inhalt: Gerhard Stemberger: Zur Einleitung Zu den Grundkonzepten der Gestalttheorie: Die Gestalttheorie als Schule des Respekts - Die Rolle der Teile im Ganzen und die Zentrierung - Die Gestalttheorie als Verfahrenslehre - Beziehungen zwischen Text und Bild - Theorie des zielgerichteten Handelns bei Metzger. Die Person im Gleichgewicht von Ich und Wir: Die Rolle des Ich bei den Begründern der Gestalt-theorie - Norbert Elias: Die Balance zwischen Ich und Wir - Tzvetan Todorov: Gleichgewicht zwischen teleologischen und intersubjektiven Aktivitäten. Gestalttheorie der sozialen Tugenden: Die Dynamik der Vergebung - Dankbarkeit und Erkenntlichkeit - Vertrauen in der Arzt-Patient-Beziehung - Zärtlichkeit und ihre Sprache. Gestaltpsychologie und Ethik: Anthropologische Modelle der Gestalttheorie - Autonomie der Person und Autorität - Struktur der Ethik von Ricoeur und von Max Wertheimer. Gestalttheorie in Klinischer Psychologie und Psychotherapie: Psychoanalyse und Gestalttheorie im Vergleich - Lewins wissenschaftstheoretische Begriffe und die Psychoanalyse - Die Theorie des Bezugssystems und ihre Anwendung in der klinischen Situation (mit Giancarlo Trombini). Gestaltpsychologie und Entwicklungspsychologie: Metzgers Verständnis der Fähigkeiten des Säuglings und die heutige Forschung (Anna Arfelli Galli) - Individuationsprozesse im Jugendalter Gestaltpsychologie u. Neurowissenschaft: Unterscheidung Organismus und Körper - Rolle der Sprache in der Beziehung zwischen Phänomenologie und Neurowissenschaften
Giuseppe Galli: Der Mensch als Mit-Mensch
Aufsätze zur Gestalttheorie in Forschung, Anwendung und Dialog.
Herausgegeben und eingeleitet von Gerhard Stemberger
Wien 2017 Verlag Wolfgang Krammer -
ISBN 978 3 901811 75 3 - 208 Seiten,
Preis 25,00 Euro
http://www.krammerbuch.at/
Der Inhalt:
Gerhard Stemberger: Zur Einleitung
Zu den Grundkonzepten der Gestalttheorie: Die Gestalttheorie als Schule des Respekts - Die Rolle
der Teile im Ganzen und die Zentrierung - Die Gestalttheorie als Verfahrenslehre - Beziehungen
zwischen Text und Bild - Theorie des zielgerichteten Handelns bei Metzger.
Die Person im Gleichgewicht von Ich und Wir: Die Rolle des Ich bei den Begründern der Gestalt-
theorie - Norbert Elias: Die Balance zwischen Ich und Wir - Tzvetan Todorov: Gleichgewicht zwischen
teleologischen und intersubjektiven Aktivitäten.
Gestalttheorie der sozialen Tugenden: Die Dynamik der Vergebung - Dankbarkeit und
Erkenntlichkeit - Vertrauen in der Arzt-Patient-Beziehung - Zärtlichkeit und ihre Sprache.
Gestaltpsychologie und Ethik: Anthropologische Modelle der Gestalttheorie - Autonomie der Person
und Autorität - Struktur der Ethik von Ricoeur und von Max Wertheimer.
Gestalttheorie in Klinischer Psychologie und Psychotherapie: Psychoanalyse und Gestalttheorie im
Vergleich - Lewins wissenschaftstheoretische Begriffe und die Psychoanalyse - Die Theorie des
Bezugssystems und ihre Anwendung in der klinischen Situation (mit Giancarlo Trombini).
Gestaltpsychologie und Entwicklungspsychologie: Metzgers Verständnis der Fähigkeiten des
Säuglings und die heutige Forschung (Anna Arfelli Galli) - Individuationsprozesse im Jugendalter
Gestaltpsychologie u. Neurowissenschaft: Unterscheidung Organismus und Körper - Rolle der
Sprache in der Beziehung zwischen Phänomenologie und Neurowissenschaften
Der Autor:
Giuseppe Galli (1933-2016) war Mediziner und einer der profiliertesten Vertreter der Gestalttheorie
in Italien. 1982 bis 2009 lehrte er als ordentlicher Professor für Allgemeine Psychologie an der
Universität Macerata. Galli trug maßgeblich zur Weiterentwicklung der Gestaltpsychologie und der
Gestalttheoretischen Psychotherapie bei. Das belegen - neben den im vorliegenden Sammelband
enthaltenen Arbeiten - seine Buchveröffentlichungen in deutscher Sprache zur Psychologie der
sozialen Tugenden, zur Psychologie des Körpers und zur Gestaltpsychologie der Person.
Zum vorliegenden Band haben zwei weitere bedeutende Vertreter der Gestalttheorie in Italien
beigetragen: Anna Arfelli Galli, emer. Professorin für Entwicklungspsychologie und Pädagogische
Psychologie an der Universität Macerata, und Giancarlo Trombini, Psychiater, Gestaltpsychologe und
Psychoanalytiker, Inhaber des ersten Lehrstuhls für Psychosomatische Medizin in Italien an der
Universität Bologna, inzwischen emeritiert.
Der Herausgeber:
Gerhard Stemberger, geb. 1947 in Innsbruck, Soziologe, Psychotherapeut und Supervisor, lebt und
arbeitet in Wien und Berlin. Lehrtherapeut der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für
Gestalttheoretische Psychotherapie, zahlreiche Publikationen zur Anwendung der Gestalttheorie in
der Psychotherapie. Mit-Herausgeber der Zeitschriften Gestalt Theory und Phänomenal – Zeitschrift
für Gestalttheoretische Psychotherapie. Der vorliegende Sammelband ist Ausdruck der langjährigen
Zusammenarbeit und Freundschaft mit Giuseppe Galli.
Aus der Einleitung von Gerhard Stemberger:
Giuseppe Galli, geboren am 24.2.1933 in Ravenna, promovierte 1957 in Bologna in Medizin. Seine
Facharztausbildung in Endokrinologie, die ihn zusammen mit seiner Frau Anna Arfelli Galli
vorübergehend auch nach Wien führte, absolvierte er an der Universität von Florenz. Seine
psychologische Ausbildung und zugleich seine Einführung in die Gestalttheorie erhielt er bei Renzo
Canestrari an der Universität Bologna. Hier lernte er auch Wolfgang Metzger kennen, der in diesen
Jahren regelmäßig Seminare an den „Hochburgen der italienischen Gestaltpsychologie“ Padua, Triest
und Bologna abhielt (vgl. Galli & Bartoli 2013) – Galli war dabei sein Übersetzer. Von Canestrari und
Metzger sprach Galli zeitlebens in Dankbarkeit als seinen bedeutendsten Lehrern.
1964 erhielt Giuseppe Galli die Lehrbefugnis für Allgemeine Psychologie. Ab 1966 lehrte er dieses
Fach an der Universität Macerata im Rahmen des Philosophiestudiums. 1982 wurde er dort zum
Ordentlichen Professor für Psychologie berufen. Von 1982 bis 1990 war er Prorektor der Universität
Macerata. Im Jahr 2000 gründete er das “Centro Interuniversitario di Studi Medicina e Scienze
Umane ‘Augusto Murri’”. Von 2003 bis 2006 war er Direktor des Instituts für Aus- und Weiterbildung
und Koordinator des Doktoratsstudiums im Bereich der erziehungswissenschaftlichen Forschung. Im
September 2009 wurde er emeritiert, blieb aber weiterhin höchst aktiv in Forschung und Diskurs,
sowohl in Italien, als auch international.
In deutscher Sprache erschienen von Giuseppe Galli neben einer Vielzahl von Zeitschriftenaufsätzen
und Buchbeiträgen vier Bücher: 1998: Psychologie des Körpers. Phänomenologie und Hermeneutik;
1999: Psychologie der sozialen Tugenden (2., erweiterte Auflage 2005); 2010: Gestaltpsychologie und
Person - Entwicklungen der Gestaltpsychologie; ; und nun der vorliegende Sammelband 2017: Der
Mensch als Mit-Mensch - Aufsätze zur Gestalttheorie in Forschung, Anwendung und Dialog. Diesen
Sammelband habe ich noch gemeinsam mit Giuseppe Galli konzipiert. Sein Erscheinen hat er leider
nicht mehr erlebt – er starb am 9.9.2016 in Macerata.
Beinahe vier Jahrzehnte stand Giuseppe Galli der Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre
Anwendungen (GTA) und ihrer Zeitschrift Gestalt Theory mit Rat und Tat zur Seite. Er war Mitglied
der GTA seit ihrem ersten Bestandsjahr 1979. Ebenfalls seit 1979, beginnend mit ihrem ersten Heft,
gehörte Giuseppe Galli dem Advisory Board der Gestalt Theory an. In seinen letzten Lebensjahren
war Giuseppe Galli auch der Zeitschrift Phänomenal – Zeitschrift für Gestalttheoretische
Psychotherapie besonders verbunden. In ihr veröffentlichte er einen Großteil seiner zuletzt
entstandenen Arbeiten, von denen einige auch im vorliegenden Sammelband enthalten sind.
Im Jahr 2009 erschien anlässlich der Emeritierung von Giuseppe Galli als ordentlicher Professor der
Universität Macerata die Festschrift „L’analisi qualitativa dell’esperienza diretta“ (sinngemäß also
„Die qualitative Analyse der unmittelbaren Erfahrung“). In dieser Festschrift finden sich Beiträge von
mehr als 50 seiner Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen (und auch seines inzwischen
verstorbenen Lehrers Renzo Canestrari). Sie spiegelt die Vielzahl der Themen- und Arbeitsbereiche,
zu denen Giuseppe Galli im Laufe seines Lebens bedeutende Beiträge geleistet hat, und die Vielzahl
der Forscherinnen und Forscher, deren Denken und Wirken er beeinflusst hat.
Die Herausgeber dieser Festschrift, Andrzej Zuczkowski und Ivana Bianchi, gliederten die Beiträge zu
dieser Festschrift in drei Abschnitte, in einen psychologischen, einen philosophischen und einen
pädagogischen – auch das ein Hinweis auf das weite Spektrum des Denkens und der Ausstrahlung
von Giuseppe Galli.
Galli selbst führt in dieser Festschrift in einer kleinen wissenschaftlichen Autobiographie sechs
Forschungs- und Arbeitsbereiche als wesentlich für sein Leben als Forscher an:
Erstens seine Forschungen zur Wahrnehmung von Ausdruck und Zentrierung, die vorwiegend in
seiner Zeit am Psychologischen Institut der Universität Bologna in den 1960er-Jahren bei seinem
Lehrer Renzo Canestrari entstanden sind – sie wurden auch von Wolfgang Metzger in dessen
„Gesetze des Sehens“ gewürdigt;
Zweitens seine Forschungen zur Psychologie des phänomenalen Ich, die für ihn von den
Anfängen Ende der 1960er-Jahre bis an sein Lebensende thematisch bleiben sollten;
Drittens die von ihm Ende der 1970er-Jahre ins Leben gerufenen „Kolloquien über die
Interpretation“, deren Beiträge zwischen 1980 und 1999 in neunzehn Sammelbänden
veröffentlicht wurden;
Viertens seine Arbeiten zur Psychologie sozialer Tugenden, die aus diesen Kolloquien erwuchsen;
Fünftes seine Arbeiten zu Problemen der intersemiotischen Transposition als Methode der
szenischen Analyse; und schließlich
Sechstens seine Aktivitäten im Rahmen des Zentrums für medizinische und
humanwissenschaftliche Studien „Augusto Murri“.
Durch die Vielzahl dieser von Giuseppe Galli bearbeiteten Themenfelder zieht sich ein roter Faden,
der nun auch im vorliegenden Sammelband sichtbar wird: Gallis unermüdliches Plädoyer für die
Würde der Person, für einen respektvollen Blick auf den Menschen und seine phänomenale Welt - in
allen Bereichen der Forschung ebenso wie in der medizinischen, psychologischen und
psychotherapeutischen Praxis. Er plädierte zeit seines Lebens dafür, die Gestalttheorie als eine
„Schule des Respekts“ zu interpretieren, wie auch einer seiner letzten Aufsätze überschrieben war,
und in diesem Sinne weiter auszuarbeiten.
Galli sah darin eine notwendige Vertiefung der Gestalttheorie und auch eine notwendige Korrektur
von gewissen Einseitigkeiten in deren Entwicklung. Er hatte schon früher als Schwäche
gestalttheoretischer Forschung kritisiert, dass diese zu lange jene Bereiche ausgeklammert hätte, wo
nicht nur die sachliche Seite des jeweiligen Wahrnehmungs- und Erlebnisfeldes zu untersuchen war,
der Pol des phänomenalen Objekts, sondern auch die subjektive Seite, der Pol des phänomenalen
Ich, in seiner Wechselwirkung mit dem phänomenalen Objekt.
So stellt er 1983 kritisch fest:
"Was den Umfang des zu untersuchenden Ganzen betrifft, kann man bemerken, dass die
Gestalttheorie, obwohl sie mit dem Begriffe des Gesamtfeldes operiert, sich auf die Ebene der
sogenannten 'phänomenalen Objektivität' beschränkt hat, während die 'phänomenale Subjektivität'
(das 'phänomenale Ich') ausgeschlossen wurde (Galli 1980). Nur von Kurt Lewin wurde die
Notwendigkeit anerkannt, die Analyse so durchzuführen, dass der Lebensraum (Person und
Umgebung) als Ganzes betrachtet wird (Lewin 1936, 9 ff.)." (Galli 1983, 25; siehe vorliegender
Sammelband S. 103).
Allerdings kritisierte er später auch an den Arbeiten Lewins,
"erstens, dass der Schwerpunkt der Theorie zu sehr auf den Gegenstandspol (Struktur der Aufgabe)
des Gesamtfeldes verlagert wurde, so dass die Personenanteile in den Hintergrund traten, zweitens,
dass der Theorie insgesamt zu viel Platz zum Nachteil der dialogischen Methode eingeräumt wurde.“
(Galli 1997, 84).
Und er schlug vor:
„Lewins Maxime: ‚Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie‘, müsste meines Erachtens ergänzt
werden mit: ‚wenn die Theorie von einer guten dialogischen Methode begleitet wird.‘ “ [ebenda; siehe
vorliegender Sammelband S. 111]
Dieses sein Anliegen symbolisierte er wiederholt mit der Spirale, mit dem phänomenalen Ich und
dem phänomenalen Objekt als den beiden Polen des phänomenalen Feldes (siehe Abbildung).
Abb.: Das phänomenale Feld als Kontinuum zwischen Ich-Pol und Objekt-Pol. Galli 2010, 15.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Kritik Gallis ist nicht ident oder verwandt mit früheren
Einwendungen gegen die Gestalttheorie (etwa bei Piaget oder Merleau-Ponty), dass diese die Rolle
des Subjekts entwertet hätte. Bei diesen früheren Einwendungen ging es um andere Fragestellungen,
nämlich vor allem um die, ob die Gestaltbildung in Wahrnehmung und Erleben erst durch eine
Aktivität des Subjekts zustande käme, ob also gewissermaßen die Gestalten vom Subjekt
„erschaffen“ würden. Dem wurde von Seiten der Gestalttheorie entgegengehalten, dass das Subjekt
diese Gestalten nicht erschafft, sondern sie in seinem Wahrnehmen und Erleben bereits vorfindet.
(Zur Auseinandersetzung mit diesen früheren kritischen Lesarten und Interpretationen der
Gestalttheorie vgl. Toccafondi 2003).
Worauf Galli abzielt, ist ein anderer Sachverhalt. In der Entwicklung der gestalttheoretischen
Forschung, insbesondere im Bereich der Wahrnehmungsforschung, ging es lange Zeit vorrangig um
Fragestellungen, bei denen der Subjektpol des phänomenalen Feldes außer Betracht bleiben konnte:
Um z.B. die Gesetzmäßigkeiten zu studieren, die für die Figur-Grund-Gliederung des visuellen
Wahrnehmungsfeldes maßgeblich sind, kann in der Regel davon abgesehen werden, die psychische
Verfassung der Versuchsteilnehmer mit zu untersuchen. Dass sich beim Blick zum Himmel die
Wolken als Figur vom blauen Grund abheben und nicht umgekehrt, ist nicht abhängig davon, ob der
Betrachter traurig oder fröhlich, hungrig oder gesättigt ist.
Auch bei vielen der im Rahmen der Gestalttheorie untersuchten Denk- und Problemlösungsvorgänge
handelte es sich um solche, wo man begründet davon ausgehen konnte, dass die Struktur und
Dynamik auf Seiten des Gegenstandspols, also der Aufgabe selbst, die erforderlichen
Lösungsschritte ergeben, wenn man den “Zug des Ziels“ nur möglichst ungehindert wirken lässt und
in seinem Vorgehen der „Gefordertheit der Lage“ gerecht wird. Die Seite des Subjekts kam hier meist
nur insofern in den Blick, als hier Hindernisse wirksam sein konnten, in solcher Weise der
Gefordertheit der Lage gerecht zu werden, wenn man z.B. durch sein Geltungsstreben daran
gehindert wird, in der sachlichen Aufgabenstellung ganz aufzugehen.
Galli bestreitet keineswegs, dass es Fälle und Problemstellungen gibt, wo diese besondere
Zentrierung gestalttheoretischer Forschungen auf den Sachpol durchaus angemessen war und ist. Er
rückt in seinen eigenen Arbeiten aber andere Fälle und Situationen ins Blickfeld, die für das
alltägliche menschliche Leben und Zusammenleben noch wesentlich gewichtiger sind: Nämlich
solche, wo das Subjekt nicht einer sachlich gegebenen Lage gegenüber steht und sich dazu verhält,
sondern wo es selbst mit seinen Möglichkeiten und Schwierigkeiten, Bestrebungen und Nöten Teil
der Sache und der „Gefordertheit der Lage“ ist. In der Realität des mitmenschlichen Lebens, die in
den Arbeiten Gallis im Mittelpunkt steht, ist es eher die Ausnahme als die Regel, dass man die Lage
eines Menschen verstehen und ihm angemessen begegnen kann, indem man nur die Struktur und
Dynamik der sachlichen Gegebenheiten seiner Erlebnis- und Verhaltenswelt in den Blick nimmt, ohne
ihn selbst als Teil dieser Struktur und Dynamik zu begreifen.
Giuseppe Gallis konsequentes Streben nach einer angemessenen Berücksichtigung beider Pole, des
Subjektpols ebenso wie des Objektpols, sowohl in der Forschung als auch in allen Bereichen des
mitmenschlichen Lebens kommt im vorliegenden Sammelband in allen Arbeiten zum Tragen. Galli
öffnet damit auch neue Felder für die gestalttheoretische Forschungs- und Anwendungspraxis. Er
erschließt Themen, die nicht zuletzt auch für die medizinischen, psychologischen und
psychotherapeutischen Aufgabenstellungen zentral sind. Er plädiert nicht nur allgemein für einen
dialogischen Ansatz in der zwischenmenschlichen Begegnung, er führt in einer Reihe von Aufsätzen in
diesem Sammelband auch sehr konkret die Fruchtbarkeit eines solchen Dialogs mit der
Gedankenwelt eines Norbert Elias, Tzvetan Todorov und Paul Ricoeur für eine Bereicherung und
Weiterentwicklung der Gestalttheorie vor Augen.
Die vorliegende Aufsatzsammlung entstand aus einem Austausch zwischen Giuseppe Galli und mir
für ein solches Projekt, der sich über etwa ein Jahr erstreckte
1
. Es sollte Giuseppe Gallis letztes
Lebensjahr gewesen sein – ich musste das Vorhaben letztlich alleine zu Ende bringen, wenn auch
nicht ohne Unterstützung: Anna Arfelli Galli trug - wie noch gemeinsam mit ihrem Mann geplant - ihr
Kapitel über die Gestalttheorie der Entwicklung im Säuglingsalter bei, Irene Agstner wie schon bei
früheren Publikationen der Gallis die Übersetzung dieses Kapitels aus dem Italienischen, Wolfgang
Krammer - bereits Verleger zweier anderer Bücher von Giuseppe und Anna Arfelli Galli
2
- die
Gestaltung des Bandes . Mein Dank gilt an dieser Stelle auch ihnen.
Gerhard Stemberger (Wien und Berlin)
1
Ein Quellenverzeichnis, aus dem hervorgeht, welche Kapitel dieses Buches neu verfasst wurden und welche
bereits an anderer Stelle erschienen sind, findet sich am Ende dieses Bandes.
2
Galli 2010: Gestaltpsychologie und Person. Arfelli Galli 2013: Gestaltpsychologie und Kinderforschung.
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Präsentiert bei der 18. Wissenschaftlichen Arbeitstagung der GTA an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, 11.-
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Giancarlo Trombini presents the continuation of his research on the question of which criteria can be used to assess the progress of therapy in an objectively verifiable way and to make the decision on the completion of therapy. In the first phase of his research, the phenomenological criterion of a qualitative change in the patient’s relations toward the positive and higher complexity was proposed for this purpose. In terms of the working method in analytic therapy, this meant concretely: attention should be paid to what development is shown in the comparison of the relationships that occur in the dream narrative and in the subsequent associations. This criterion was therefore given the name manifest dream/association comparison (MDAC)—comparison between the manifest dream and the subsequent associations. The idea can easily be transferred to those therapy methods, which do not primarily work with reports of dream memories and subsequent associations—also, in other ways of working, it is possible to pay attention, in the way suggested by Trombini, to the qualitative development of the relationships which are thematized by the clients in the course of an hour.
... ( Galli 2009Galli , 2017. Auf Seiten der Therapeutin kann die Prägnanz-form der Hingabe als Grundform der psychotherapeutischen Situation und Beziehung gesehen werden -gemeint ist die Hingabe an die Aufgabe, sich ganz in den Dienst des therapeutischen Anliegens der Klientin zu stellen; soweit persön-liche Interessen und Bestrebungen der Therapeutin dem im Wege stehen, soll das wahrgenommen und reflektiert werden, aber nicht das therapeutische Handeln bestimmen (vgl. ...
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Summary (article is in German): The present article aims to present and explain the main features of the practice of Gestalt Theoretical Psychotherapy. Consequently, it begins with the question part of which superordinate whole this practice is, on which whole the meaning and effects of this practice ultimately depend and are determined. In the context of psychotherapy, the relationship between therapist and client is understood as this superordinate whole. Only in this context is it possible to make appropriate statements about the appropriate thematic focus. about the appropriate concrete forms of encounter and cooperation, about a meaningful choice of working methods and procedures, about interventions and techniques in Gestalt Theoretical Psychotherapy. The presentation and explanatation of these concrete sub-areas of the practice in Gestalt Theoretical Psychotherapy is therefore the first part of this contribution. Zusammenfassung: Der vorliegende Beitrag stellt sich zur Aufgabe, die Praxis der Gestalttheoretischen Psychotherapie in ihren Grundzügen darzustellen und zu begründen. Folgerichtig beginnt er mit der Frage, Teil welches übergeordneten Ganzen diese Praxis ist, wovon also Bedeutung und Wirkung dieser Praxis letztlich abhängen und bestimmt werden. Als dieses übergeordnete Ganze wird im Kontext von Psychotherapien das Beziehungsgeschehen zwischen Therapeutin und Klientin verstanden. Erst in diesem Kontext lassen sich angemessene Aussagen über die jeweils passenden thematischen Fokussierungen, über die geeigneten konkreten Begegnungs- und Kooperationsformen, über eine sinnvolle Wahl der Arbeitsmethoden und Vorgangsweisen, über Interventionen und Techniken in der Gestalttheoretischen Psychotherapie treffen. Der Darstellung und Begründung dieser konkreten Teilbereiche der gestalttheoretisch-psychotherapeutischen Praxis ist daher im ersten Teil dieses Beitrags vorangestellt, worin die Beziehungszentrierung der Gestalttheoretischen Psychotherapie konkret besteht und was sich daraus für die therapeutische Praxis ergibt.
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Gestalt Theoretical Psychotherapy, in the broader sense of the term, has developed in various forms on both sides of the Atlantic since the 1920s. Gestalt Theoretical Psychotherapy, in the narrower sense of the term, came into being in the second half of the 1970s in German-speaking countries. In Austria, it is a state-approved, independent scientific psychotherapy method since 1995, and an integrative psychotherapeutic approach based on the Gestalt theory of the Berlin School. With reference to this comprehensive, consistent, scientific theory, this article presents the basic concepts of therapeutic practice in the field of Gestalt psychotherapy. Starting from the overarching whole to the parts, the paper first examines the concept of therapeutic relationship and therapeutic attitude, and then describes the basic principles of the practical design of the therapeutic process.
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Summary: The occasion for this article is the 70th birthday of Rainer Kästl, the co-founder of Gestalt Theoretical Psychotherapy. It is not primarily dedicated to personal memories, but rather to the attempt to trace the history of Gestalt Theoretical Psychotherapy in some aspects that have so far been less explored and to place Rainer Kästl's contribution in this context. Zusammenfassung: Anlass für diesen Beitrag ist der 70. Geburtstag des Mit-Begründers der Gestalttheoretischen Psychotherapie. Er ist nicht vorwiegend persönlichen Erinnerungen gewidmet, sondern dem Versuch, die Geschichte der Gestalttheoretischen Psychotherapie in einigen bisher weniger beleuchteten Aspekten nachzuzeichnen und Rainer Kästls Beitrag in diesen Kontext einzuordnen.
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Summary in English: The first section of the article is devoted to the presentation of the working methods, the second to interventions and techniques in Gestalt Theoretical Psychotherapy. As basic working methods, "practicing phenomenology in psychotherapy" and the change-activating force field analysis are oulined. In both cases it is ultimately important that it is the client herself who applies these methods - encouraged by her therapist, accompanied and challenged by her therapist in a humane attitude and objective competence, but never replaced in her searching movements and decisions. The second section of the article turns to interventions and techniques. It is usually these interventions and techniques that are asked about first and foremost when discussing psychotherapeutic methods. Especially in the first part of this article (in issue 2/2018) this understanding of psychotherapy was decisively contradicted and it was shown that this approach is a misconception and to what extent this is the case. In this third part of the article, we will now look at a variety of different forms of interventions and techniques that can usefully and meaningfulkly be accommodated within the framework of the basic working methods of Gestalt Theoretical Psychotherapy. In accordance with our understanding, this presentation does not simply open a "toolbox", but assumes what function the respective forms of interventions and techniques can have. Once you have understood this, you will not make mistakes so easily even using the "toolbox", and at the same time and above all you will have your head and heart free for what really matters in psychotherapy. Zusammenfassung: Dieser dritte und letzte Teil des Beitrags zur Praxeologie der Gestalttheoretischen Psychotherapie wendet sich im ersten Abschnitt den Arbeitsweisen und Arbeitsmethoden, im zweiten Abschnitt den Interventionen und Techniken in der Gestalttheoretischen Psychotherapie zu. Als grundlegende Arbeitsweise oder Arbeitsmethode werden das „Phänomenologie treiben“ und die veränderungsaktivierende Kraftfeldanalyse genannt. Bei beidem kommt es letztlich darauf an, dass es die Klientin selbst ist, die dies tut – von ihrer Therapeutin dazu zwar angeregt und in menschlich zugewandter Haltung und sachlicher Kompetenz begleitet und gefordert, aber in ihren Suchbewegungen und Entscheidungen nie ersetzt. Der zweite Abschnitt wendet sich den Interventionen und Techniken zu. Zu Unrecht sind es meist diese Interventionen und Techniken, nach denen bei psychotherapeutischen Methoden zuallererst gefragt wird. Vor allem im ersten Teil dieses Artikels (in Heft 2/2018) wurde diesem Verständnis von Psychotherapie entschieden widersprochen und gezeigt, dass es sich dabei um einen Irrglauben handelt und inwiefern das der Fall ist. Im vorliegenden dritten Teil des Artikels wird nun auf eine Vielzahl verschiedener Interventionsformen und Techniken eingegangen, die im Rahmen der grundlegenden Arbeitsweise und Arbeitsmethoden der Gestalttheoretischen Psychotherapie sinnvoll Platz haben können. Unserem Verständnis entsprechend wird in dieser Darstellung nicht einfach ein „Werkzeugkoffer“ geöffnet, sondern davon ausgegangen, welche Funktion die jeweiligen Interventionsformen und Techniken haben können. Wer das einmal verstanden hat, wird sich auch im „Werkzeugkoffer“ nicht so leicht vergreifen und zugleich und vor allem Kopf und Herz frei haben für das, worauf es in der Psychotherapie tatsächlich ankommt.
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Summary: The paper [in German language] outlines the key concepts of Gestalt Theoretical Psychotherapy, a strictly Gestalt psychology based psychotherapy method. Preprint of the book chapter: Zabransky, Dieter; Eva Wagner-Lukesch; Gerhard Stemberger & Angelika Böhm (2018): Grundlagen der Gestalttheoretischen Psychotherapie. In: M. Hochgerner et al. (Hrsg.), Gestalttherapie. Zweite Auflage. Wien: Facultas, 132-169.
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Der Beitrag stellt die Gestalttheoretische Psychotherapie in ihren theoretischen und praktischen Grundkonzepten vor.
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The present work focuses on the transformations of the psychotherapeutic field through the relationship dynamics which occur within it. The first part of this article starts with a brief outline of the Gestalt psychological understanding of the field concept, also in its application to the psychotherapeutic situation, followed by a brief review of the introduction of the field concept into the psychoanalytic theory formation. After this, the first author first presents the theoretical concept underlying a new approach he has developed for observing the relationship dynamics in psychotherapy. Mirroring a formation of both psychoanalytic and Gestalt theory of the main author, this new approach is based on the combination of psychoanalytic and Gestalt psychological concepts. According to the clinical experience and insights of the author, the phenomenological and relational approach of Gestalt theory fits well with the psychoanalytic approach; on this basis, a criterion for recording the progress of therapy can be developed. This criterion is the phenomenology of the development of the qualities of the relationships of the client, as they become visible in his dream narrations and the subsequent associations in the analysis room and continue to develop during the session and the further course of therapy. The relationship dynamics in the dream narration is thus compared with those which develop in the course of the subsequent associations. This is demonstrated and further elaborated in the second part of this article on the basis of a clinical case. The clinical example shows how the relationship dynamics develop in this sense in the individual therapy sessions and over a longer course of therapy. The associated transformations of the therapeutic field give a good indication of the progress of therapy. The main author gained such insights into the transformations of the therapeutic field and the progression of therapy, which are visible in the course of therapy, from the careful application of the criterion “MDAC of relational dynamics”. In the specific case, there was also a high degree of correspondence between the results of the application of this phenomenological criterion and the empirical evidence of the symptom questionnaire, a self-report measure requested by the patient himself during the course of the therapy.
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About life and work of the Flemish Gestalt psychotherapist Georges Wollants, his intellectual background (Utrecht school, Netherlands; Leeuwen school, Belium), his close relationship to Gestalt psychology (Gestalt theory of the Berlin School) and his contributions to a Gestalt psychology based Gestalt therapy. Über Leben und Werk des flämischen Gestalttherapeuten Georges Wollants, seinen geistigen Hintergrund (der niederländischen Utrecht-Schule und der belgischen Leuven-Schule), seine enge Beziehung zur Gestaltpsychologie (Gestalttheorie der Berliner Schule) und seine Beiträge zu einer gestaltpsychologisch ausgerichteten Gestalttherapie.
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The contribution by Gestalt psychology to the study of child behavior is here documented by illustrating researches by KEMMLER, KLAMMA, HECKHAUSEN, all members of the METZGER school. Their results on field articulation in children aged between 1,6 and 5,6 years, from the appearance of the first forms of self consciousness to that of the level of aspiration, appear particularly actual. Their analysis is concerned with the changes in the child personal experience of his/her own achievements, with the conflict between hope of success and fear of failure, with the structure of the temporal perspective, with the reciprocal interaction between the plane of reality and that of unreality, and with the relationship between the child and the adults.
Chapter
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First Paragraph: Mirror Neurons to Empathy, pp. 281-302. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins. CHAPTER 16 To Sing and Dance Together: From Infants to Jazz Benjaman Schögler and Colwyn Trevarthen Communicative Musicality Is Part of Us, The Way We Converse By Moving First Paragraph: Of all the ways we human beings share company, and communicate being alive, active and aware in our intricately mobile bodies, singing and dancing, the breath and activity of music, are the most elemental and persuasive. With them we celebrate friendship, and tell the story of our experiences, hopes and beliefs. There are messages in the polyrhythmic way our two-legged bodies move, a moving with pulse and accents that can be varied to express the subtleties of will and consciousness to others, and music seems to be a special manifestation of human skill. We are different from other animals in this, but the foundations for all human cleverness in moving were laid down in the moving of creatures that evolved long ago. We need to trace the development and cultivation of human moving by comparison of its principles with those that guide all animal actions. A beginning can be made by describing how infants, very lively but naive human beings, move in musical ways.
Article
Infants between 12 and 21 days of age can imitate both facial and manual gestures; this behavior cannot be explained in terms of either conditioning or innate releasing mechanisms. Such imitation implies that human neonates can equate their own unseen behaviors with gestures they see others perform.