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Die elektronische Patientenakte - Fundament einer effektiven und effizienten Gesundheitsversorgung

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... Im Jahr 2016 hat die inav GmbH im Auftrag der Stiftung Münch den Stand der Einführung einer elektronischen Patientenakte (ePA) in Vorreiterländern wie Dänemark oder Israel detailliert un- tersucht und die Ergebnisse in der Publikation Die elektronische Patientenakte -Fundament ei- ner effektiven und effizienten Gesundheitsversorgung medienwirksam im medhochzwei Verlag veröffentlicht (Amelung, Binder, Bertram, Chase, & Urbanski, 2016). Länder skandinavischer Prägung nach wie vor führend bei der Ausgestaltung der ePA oder wur- den diese in den letzten Jahren von anderen Ländern überholt, die zuvor abgeschlagen auf den hinteren Rängen lagen? ...
... Die 20 europäischen Länder, die im Jahr 2016 in die Scorecard aufgenommen wurden, ergaben sich aus der zum damaligen Betrachtungszeitraum relativen Vollständigkeit an verfügbaren Indi- katoren in den identifizierten und vorhandenen Datenquellen (vergleiche Kapitel 2.2 sowie Amelung et al. (2016) ...
... Darüber hinaus können durch den Austausch von Daten beispielsweise auch telemedizinische Anwendungen unterstützt und unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden, was zur Verbesserung von Versorgungsprozessen und zur Patientensicherheit beitragen kann. Einige elektronische Patientenakten erlauben auch Patienten Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten(Amelung et al. 2017). ...
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Qualitative study on organizational models and actions to secure the provision of health care in German rural areas. We have also explored barriers to the implementaiton of such organizational models as well as their potential. The study is in German.
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This edited volume is a product of the undergraduate and graduate students from the University of Bayreuth who participated in a study tour to the U.S. to learn about the country’s health reform efforts. Through writing about their experiences the students had a chance to reflect on the enormous amount of information they were exposed to during their time in the U.S. Students were free to choose a topic for their essay and to decide on the focus of their work. They all invested substantial amounts of time and effort to present their thoughts and reflections in a clear and informative manner. Nonetheless, this volume does not aim at presenting a comprehensive overview of the U.S. health care system. Rather, it gives an impression of what the students took away from ten extremely intensive days in the U.S. For the reader this volume offers the chance to get an upto-date overview on a range of topics that shape current U.S. health policy.
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The Health Information Technology for Economic and Clinical Health (HITECH) Act has set substantial financial incentives to foster the imple-mentation of electronic health records (EHRs) in the U.S. healthcare system. These incentives contributed to an incr ease to 86% in the use of EHRs among office-based physicians and 95% among hospitals in 2017. In order to assess whether the broad adoption of EHRs had a valuable impact on medical and economic outcomes, this paper will evaluate the findings from the SDL p er-spective. Results show that widespread use of EHRs does not necessarily lead to improved medical and economic outcomes. Empirical evidence suggests that effects range from negative to positive and significantly differ between medical service providers. R easons for the variety of the findings may result in a gap between the value propositions of EHR manufacturers (higher qual-ity, lower costs) and the actual increase in value after implementation. Strat-egies to improve the value achieved may include strateg ic planning for the implementation of EHRs and sufficient training of staff working with EHRs to digitalize and not purely digitize existing processes.
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The Blue Cross and the Blue Shield health plans were the first health insurance plans in the United States. Together with these insurances, the first health maintenance organisations (HMOs) were also formed in the midst of the Great Depression. Some of the pioneering HMOs include the Kaiser Foundation Health Plans (1937), the Group Health Association (organised by the Home Owner’s Loan Corporation in 1937), the Health Insurance Plan (1944) and the Groups Health Cooperative of Puget Sound (1947). The basic structure of independent practice association (IPA) model HMOs was developed as competition for the group-practice-based HMOs in 1954.
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Die Erhebung von Patientenpräferenzen hinsichtlich digitaler Gesundheitstechnologien ist im Rahmen einer patientengesteuerten Gesundheitsversorgung von hoher Bedeutung. Die Implementierung von patientenpräferierten Instrumenten kann zu einer Erhöhung des Patienten-Empowerment und damit zu einer Verbesserung der Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung führen. In der vorliegenden Studie wurde der aktuelle State of the Art der wissenschaftlichen Forschung aufgearbeitet und unter Anwendung der Choice-based-Conjoint-Analyse wurden Patientenpräferenzen in Bezug auf die Ausgestaltung einer elektronischen Patientenakte empirisch erhoben. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Patienten den Merkmalen Anbieter der Datenspeicherung und Vernetzungsgrad eine hohe Wichtigkeit zuordnen. Insbesondere die Speicherung bei einem Leistungserbringer und die Realisierung eines hohen Vernetzungsgrades können die Nutzungswahrscheinlichkeit einer elektronischen Patientenakte beeinflussen.
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Die Einführung einer elektronischen Patientenakte in Deutschland verzögert sich seit Jahren. Im Vergleich zur Bundesrepublik sind hier international strukturähnliche Länder – insbesondere diejenigen mit skandinavischer Prägung wie Dänemark und Estland – bei der Etablierung von elektronischen Patientenakte sehr viel weiter (7 Kapitel 9 in diesem Band). Diesen Vorsprung erreichten diese Länder mittels starker Governance und durch frühzeitige Setzung verbindlicher Ziele und zeitlicher Rahmen bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Inhalte und Funktionen der elektronischen Patientenakte wurden von Anfang an klar definiert und technische sowie Interoperabilitätsstandards vorgegeben. Deutschland sollte sich diese Best-Practice-Länder und deren Wissensvorsprung zum Vorbild nehmen, um die elektronische Patientenakte nach über 14 Jahren des gefühlten Stillstandes auch hierzulande erfolgreich umzusetzen.
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Die geburtenstarken Jahrgänge werden schon bald aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Der große „Rentenansturm“ ist im Laufe der 2020er Jahre zu erwarten und mithin auch eine wachsende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen. Gleichzeitig droht allerdings eine Rationierung auf dem Arbeitsmarkt für Gesundheitsberufe und infolgedessen auch der Leistungen für Patienten. Zentrale Aufgabe wird es daher sein, mit weniger Fachkräften mehr hilfsbedürftige Menschen zu versorgen, ohne dass die Arbeitsbelastung dieser Fachkräfte so sehr steigt, dass sie am Ende das Interesse am Gesundheitswesen verlieren und in anderen Branchen attraktivere Tätigkeiten suchen. Der Fokus muss daher auf arbeitssparendem technischem Fortschritt liegen. Dabei ist die unternehmerische Gestaltungsfreiheit ein zentrales Element, um medizinischen und besonders technologischen Innovationen Zugang zum Gesundheitswesen zu ermöglichen. Die anstehenden gewaltigen Herausforderungen im Gesundheitswesen werden nämlich nicht allein dadurch gemeistert werden können, dass die Ablauf- und Aufbauorganisation der einzelnen Leistungserbringer immer weiter optimiert werden. Vielmehr werden dazu auch völlig neue effizienzsteigernde Innovationen nötig sein, wie Digitalisierung der Medizin, Telemedizin, künstliche Intelligenz oder auch Robotik. Da sie Zeit bis zur Marktreife brauchen, gilt es, die Digitalisierung im Gesundheitswesen schon jetzt voranzutreiben. Länder wie Dänemark können hierbei gute Vorbilder sein. So hat die Digitalisierung dort u. a. in deren Krankenhausreform einen besonderen Stellenwert. Auch in Deutschland braucht es eine breit angelegte Digitalisierungsstrategie. Die Autoren schlagen daher einen „Digital Boost“ vor, der Investitionen im Krankenhausbereich in die Digitalisierung durch ein zeitlich befristetes Investitionsprogramm von acht Jahren vorsieht. Dessen Ziel ist es, eine zeitgemäße IT-Infrastruktur und die elektronische Vernetzung der Krankenhäuser zu ermöglichen, wie sie manch anderen Ländern bereits existiert.
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