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Maurice Merleau-Ponty (1908 – 1961)

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Abstract

Als Phänomenologe und Philosoph hat Maurice Merleau-Ponty keine Kunstsoziologie verfasst. Weder untersucht er Kunst mit soziologischen empirischen Methoden noch entwickelt er eine explizit kunstsoziologische Theorie, die in einer geschlossenen und zusammenhängenden Programmatik auftreten würde. Vielmehr erarbeitet Merleau-Ponty seine Phänomenologie in Auseinandersetzung mit verschiedenen künstlerischen Positionen und Werken besonders aus den Bereichen der Literatur und Malerei.

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Künstlerische und ethnografische Praxis privilegieren beide in unterschiedlicher Weise das Wahrnehmen als Zugang zu ihrem Gegenstand: Während die Ethnografie an der Produktion von Wissen und Erkenntnis über ihr Feld mittels Beobachtung und Teilnahme interessiert ist, geht es in der Kunst um die Hervorbringung künstlerischer Arbeiten beziehungsweise Werke, die ihre Wirkungen entfalten. Mit einer phänomenologisch orientierten ethnografischen Perspektive auf die Entwicklung von Werken im Bereich der bildenden Kunst schlägt der Beitrag vor, nicht allein das feldspezifische Wissen von Künstler*innen, sondern zudem deren Praxis des Wahrnehmens ins Zentrum des Erkenntnisinteresses zu rücken. Angeschlossen wird dieses Vorgehen an die Phänomenologie Maurice Merleau-Pontys, mit der sich das leiblich situierte Wahrnehmen auf die Kopräsenz der Ethnografin im Feld übertragen lässt. Aus dieser Perspektive zeigt sich künstlerische Praxis als eine, die den Bereich des Möglichen im Wahrnehmen und speziell Sehen zu erschließen vermag – ein Bereich, der auch für die Ethnografie selbst im Gang durch das Wahrnehmen dieser Praxis zugänglich(er) wird.
Book
L'œil et l'Esprit est le dernier écrit que Merleau-Ponty put achever de son vivant.Installé, pour deux ou trois mois, dans la campagne provençale, non loin d'Aix, au Tholonet, goûtant le plaisir de ce lieu qu'on sentait fait pour être habité, mais surtout, jouissant chaque jour du paysage qui porte à jamais l'empreinte de l'œil de Cézanne, Merleau-ponty réinterroge la vision, même temps que la peinture. Il cherche, une fois de plus, les mots du commencement, des mots, par exemple, capables de nommer ce qui fait le miracle du corps humain, son inexplicable animation, sitôt noué son dialogue muet avec les autres, le monde et lui-même - et aussi la fragilité de ce miracle. Claude Lefort
Book
Wie das Denk- und Sagbare ist auch das Sichtbare einer Kultur historisch wandelbar. Es hängt von den inkorporierten Wahrnehmungsschemata ab, die das Subjekt in Auseinandersetzung mit den Gestalten seiner dinglichen Umwelt erworben hat. Um dieses Verhältnis zwischen der »perzeptiven Syntax« (Merleau-Ponty) des Subjekts und der visuellen Ordnung der Dinge zu erhellen, unternimmt Sophia Prinz zunächst eine systematische Rekonstruktion der im Werk Michel Foucaults angelegten, aber fragmentarisch gebliebenen Theorie der historischen Bedingungen des Sichtbaren. Im Dialog mit Maurice Merleau-Pontys Phänomenologie der Wahrnehmung, Jacques Lacans Psychoanalyse des Blicks sowie Pierre Bourdieus Habitustheorie wird diese »Geschichte des Sehens« weiter geschärft und zu einer umfassenden praxistheoretischen Heuristik ausgebaut. Das Sehen erweist sich dabei einerseits als kulturell überformt und andererseits als relativ freie Praxis, die sich für ein Anders-Sehen offen zeigt.
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Legte 1930 seine Agrégation ab; Lehrtätigkeit an der École Normale Supérieure; 1935 Studium von Hegel und Marx; Dienst in der französischen Armee während des Zweiten Weltkriegs; 1946 Gründung der Zeitschrift Les Temps Modernes mit J.-P. Sartre; 1948 Professor in Lyon; lehrte Kinderpsychologie an der Sorbonne von 1949–1955; 1952 Professor für Philosophie am Collège de France als Nachfolger Lavelles; 1955 Bruch mit J.-P. Sartre und S. de Beauvoir; starb während der Arbeit an seinem unvollendet gebliebenen Hauptwerk; gilt als einer der Hauptvertreter der französischen Phänomenologie im Umfeld des Existenzialismus, der Dialektik und des Strukturalismus.
Chapter
Jede Betrachtung von Kunstwerken enthält eine bewußte oder unbewußte Dekodierung:
Article
Introduction: the body as representation and being-in-the-world Thomas J. Csordas Part I. Paradigms and Polemics: 1. Bodies and anti-bodies: flesh and fetish in contemporary social theory Terence Turner 2. Society's body: emotion and the 'somatization' of social theory M. L. Lyon and J. M. Barbalet Part II. Form, Appearance and Movement: 3. The political economy of injury and compassion: amputees on the Thai-Cambodia border Lindsay French 4. Nurturing and negligence: working on others' bodies in Fiji Anne E. Becker 5. The silenced body - the expressive Leib: on the dialectic of mind and life in Chinese cathartic healing Thomas Ots Part III. Self, Sensibility, and Emotion: 6. Embodied metaphors: nerves as lived experience Setha M. Low 7. Bodily transactions of the passions: El Calor among Salvadoran women refugees Janis H. Jenkins and Martha Valiente 8. The embodiment of symbols and the acculturation of the anthropologist Carol Laderman Part IV. Pain and Meaning: 9. Chronic pain and the tension between the body as subject and object Jean Jackson 10. The individual in terror E. Valentine Daniel 11. Rape trauma: contexts of meaning Cathy Winkler 12. Words from the Holy People: a case study in cultural phenomenology Thomas J. Csordas.
Article
Th. : Lett. : Paris : 1945 Paris : Bibliothèque Nationale Impr. Microfiche.
Maurice 1969: La prose du monde
  • Merleau-Ponty
Le primat de la perception et ses consequences philosophiques
  • Merleau-Ponty
Maurice 1964: L’oeil et l’esprit
  • Merleau-Ponty
Résumés de cours: collège de France 1952-1960
  • Merleau-Ponty
Maurice Merleau-Ponty: Eine Einführung
  • Paul Good
Maurice 1948: Sens et non-sens
  • Merleau-Ponty
Das Auge und der Geist. Philosophische Essays
  • Merleau-Ponty
Die Regeln der Kunst. Genese und Struktur des literarischen Feldes
  • Pierre Bourdieu
Hg.) 1976: Maurice Merleau-Ponty und das Problem der Struktur in den Sozialwissenschaften
  • Richard Grathoff
Maurice 1964: Le visible et lʼinvisible: suivi de notes de travail
  • Merleau-Ponty
Phänomenologie der Wahrnehmung. Herausgegebenvon Rudolf Böhm
  • Merleau-Ponty
Sehen als Praxis. Frankfurt am Main: Suhrkamp
  • Eva Schürmann
Der Philosoph und der Künstler: Maurice Merleau-Ponty als Denker der réflexion
  • Lara Huber
Die Abenteuer der Dialektik
  • Merleau-Ponty