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Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium

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In diesem Kompendium führen 40 Politik- und Wirtschaftswissenschaftler aus insgesamt 25 Hochschulen gemeinsam in die wichtigsten Bereiche der Politischen Ökonomie ein und beleuchten die verschiedenen Teilbereiche jeweils aus Sicht beider Disziplinen. Damit wird in diesem Handbuch erstmals ein explizit integrativer Ansatz verfolgt. Im ersten Teil geben die interdisziplinären Autorenteams einen Überblick über grundlegende Frage- und Problemstellungen, die das Nachdenken über Politik und Wirtschaft sowie insbesondere die Reflexion über das Zusammenspiel dieser beiden Gesellschaftsbereiche seit Jahrhunderten geprägt haben. Der zweite Teil bietet eine Einführung in zentrale Aufgabenbereiche der Wirtschaftspolitik, während im dritten Teil die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beteiligten Fachdisziplinen bei der Analyse verschiedener Politikfelder aufgezeigt werden.
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Politik
und Wirtschaft
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert Hrsg.
Ein integratives Kompendium
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium
hrsg. von Karsten Mause, Christian Müller & Klaus Schubert
erscheint am 15.01.2018 im Springer-Verlag
http://www.springer.com/de/book/9783658062262
Buchkonzept:
Es gibt eine Reihe von Lehrbüchern, die Studierende der Volks- und Betriebswirtschaftslehre
in Mikroökonomik, Makroökonomik, Finanzwissenschaft und andere Teilbereiche der
Wirtschaftswissenschaften einführen. Darüber hinaus existieren einige Lehrbücher, in denen
Politikwissenschaftlern ökonomisches Grundlagenwissen vermittelt wird (d. h. „Ökonomie
für Politik-/Sozialwissenschaftler“). Und schließlich gibt es Bücher, die einen Überblick über
das inzwischen recht weitverzweigte Forschungsgebiet der „Politischen Ökonomie“ geben; in
diesem Forschungsgebiet untersuchen Politikwissenschaftler und Ökonomen aus
unterschiedlichen theoretischen Perspektiven und mittels verschiedener Methoden das
Verhältnis von Politik und Wirtschaft.
Auffallend ist, dass die oben genannten Bücher in der Regel entweder von
Politikwissenschaftlern oder von Ökonomen verfasst worden sind. Das Handbuch „Politik
und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium“ betritt insofern Neuland, indem es wie der
Untertitel andeutet explizit einen integrativen Ansatz verfolgt: im Rahmen dieses
Handbuchs führen 40 Politik- und Wirtschaftswissenschaftler aus insgesamt 25 Hochschulen
gemeinsam in die wichtigsten Bereiche der Politischen Ökonomie ein. Dies ist wörtlich
gemeint: die einzelnen Buchkapitel (siehe die untenstehende Inhaltsübersicht) wurden
jeweils von mindestens einem in dem jeweiligen Feld ausgewiesenen Politikwissenschaftler
und mindestens einem Wirtschaftswissenschaftler verfasst. Beide zusammen geben einen
systematischen Überblick über den derzeitigen „State of the Art“ in dem jeweiligen
Teilgebiet: Was können Politikwissenschaftler zu dem spezifischen Untersuchungsgebiet
sagen? Was Wirtschaftswissenschaftler? Und wo liegen die Gemeinsamkeiten und
Unterschiede der politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Perspektiven?
Auf diese Weise sollen disziplinäre Vorurteile (z. B. „ökonomischer Imperialismus“?
Praxisrelevanz des Modelldenkens? Hat „die“ Ökonomik in Hinblick auf die Finanz-/
Wirtschaftskrise versagt? usw.) abgebaut werden und es soll deutlich werden, dass die
(weitere) Integration beider Disziplinen sinnvoll erscheint, um gemeinsam zu einem
besseren Verständnis von Politik und Wirtschaft sowie insbesondere der Interdependenz
beider Sphären zu gelangen (Stichwort „Einheit der Sozialwissenschaften“).
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Inhaltsübersicht:
Teil I: Einführung
Politik und Wirtschaft analysieren: Ein integrativer Ansatz
Karsten Mause, Christian Müller & Klaus Schubert (alle WWU Münster)
Teil II: Ideen Ordnungen Theorien
1. Politische und ökonomische Theorie- und Ideengeschichte
Fritz Söllner (TU Ilmenau), Alexander Stulpe & Gary S. Schaal (beide HSU Hamburg)
2. Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen
Martin Brusis (LMU München) & Joachim Zweynert (U Witten-Herdecke)
3. Varianten des Institutionalismus: Sozialwissenschaftliche Institutionenanalyse
Agnes Orban, Jan Sauermann & Christine Trampusch (alle U Köln)
Teil III: Aufgaben der Wirtschaftspolitik
1. Allokation: Marktversagen und Staatstätigkeit
Karsten Mause & Christian Müller (beide WWU Münster)
2. Distribution: (Um-)Verteilungspolitik
Jörg Althammer (U Eichstätt) & Tanja Klenk (HSU Hamburg)
3. Stabilisierung: Konjunktur- und Wachstumspolitik
Albrecht F. Michler (U Düsseldorf) & Till van Treeck (U Duisburg-Essen)
4. Der Faktor Führung: Unternehmerische vs. politische Führung
Manuela Glaab (U Koblenz-Landau) & Jochen Koch (Europa-Universität Viadrina
Frankfurt/Oder)
Teil IV: Politikfelder
1. Finanzpolitik
Oliver Pamp (LMU München) & Jan Schnellenbach (TU Cottbus-Senftenberg)
2. Geldpolitik und Finanzmärkte
Ulrich Hamenstädt (WWU Münster) & Dirk Wentzel (HS Pforzheim)
3. Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik
Silke Bothfeld (HS Bremen) & Werner Sesselmeier (U Koblenz-Landau)
4. Wettbewerb und Regulierung
Oliver Budzinski (TU Ilmenau) & Sandra Eckert (U Frankfurt)
5. Umweltpolitik
Thomas Döring (HS Darmstadt) & Annette E. Töller (U Hagen)
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6. Energiepolitik
Cornelia Fraune (TU Darmstadt) & Andreas Löschel (WWU Münster)
7. Verkehrs- und Infrastrukturpolitik
Sonja Rinne (WWU Münster), Lyn Pleger & Fritz Sager (U Bern)
8. Verbraucherpolitik
Christoph Strünck (U Siegen) & Lucia A. Reisch (Copenhagen Business School)
9. Bildungspolitik
Josef Schmid (U Tübingen) & Michael Schuhen (U Siegen)
10. Gesundheitspolitik
Thomas Gerlinger (U Bielefeld) & Dirk Sauerland (U Witten-Herdecke)
11. Sozialpolitik und Wohlfahrtsstaat
Lothar Funk (HS Düsseldorf) & Sven Jochem (U Konstanz)
Teil V: Fazit
Auf dem Weg zu einer „Integrativen Politischen Ökonomie“?
Karsten Mause, Christian Müller & Klaus Schubert (alle WWU Münster)
Kontaktadressen der Herausgeber:
Jun.-Prof. Dr. Karsten Mause
Institut für Politikwissenschaft, Universitätnster
karsten.mause@uni-muenster.de
Prof. Dr. Christian Müller
Centrum für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung, Universität Münster
christian.mueller@wiwi.uni-muenster.de
Prof. Dr. Klaus Schubert
Institut für Politikwissenschaft, Universität Münster
klaus.schubert@uni-muenster.de
Chapter
Angesichts der Diskussionen um den demografischen Wandel und die Ressourcenknappheit im Gesundheitswesen gewinnen ökonomische Aspekte im Kontext von Gesundheitsförderung und Prävention zunehmend an Relevanz. Wenngleich die Wirtschaftlichkeit präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen in den vergangenen Jahren vermehrt Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen war, besteht im Bereich gesundheitsökonomischer Evaluationen weiter ein Nachholbedarf. Dies ist unter anderem auf die spezifischen Herausforderungen der verschiedenen Analyseformen im Kontext der Gesundheitsförderung und Prävention zurückzuführen. Diesen methodischen Schwierigkeiten gilt es zu begegnen, indem die Standards der gesundheitsökonomischen Forschung berücksichtigt und die praktische Anwendung weiter gestärkt werden.
Article
Vor dem Hintergrund jüngerer real-, finanz- und weltwirtschaftlicher Krisen ist der Politischen Theorie wirtschaftsanalytische Kompetenz gelegentlich abgesprochen worden. Und tatsächlich weist die wirtschaftspolitische Analysefähigkeit der derzeitigen Politischen Theorie manche Mängel auf. Ihr bei Wirtschaftsthemen vergleichsweise geringer Einfluss in Politik und Bildung ist aber auch auf ihr kritisches Potential zurückzuführen, Grundannahmen und Schlussfolgerungen der Ökonomik zu hinterfragen. Dafür sucht der Beitrag nach konstruktiven „Deutungskonkurrenzen“ zwischen Politischer Theorie und Ökonomik. Dabei stellt er nicht normative oder fachspezifisch isolierte Deutungsdifferenzen aus, sondern identifiziert interdisziplinäre Schnittmengen. Dadurch werden verschiedene Sichtweisen der Disziplinen auf gemeinsame Beobachtungs- und Problembereiche erkennbar. Dazu zählt etwa die Frage, ob sich moderne ökonomische Modelle und Theorien wirtschaftlichen Handelns ohne systematische Zugrundelegung liberaldemokratischer Normen und Institutionen überhaupt konzipieren lassen. Eine Schlussfolgerung ist, dass die moderne Wirtschaftslehre ohne einen historisch und kulturell höchst voraussetzungsvollen politischen Ökonomiebegriff nicht zu haben ist.
Chapter
Die einzelnen Kapitel des vorliegenden Handbuchs „Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium“ wurden jeweils gemeinsam von interdisziplinären, aus Politik- und Wirtschaftswissenschaftlern bestehenden Autorenteams verfasst. Die Autorinnen und Autoren geben in ihren Beiträgen jeweils einen integrativen, polit-ökonomischen Überblick zu einem wichtigen Feld innerhalb des Themenkomplexes „Politik und Wirtschaft“. Dieses Schlusskapitel geht zusammenfassend der Frage nach, ob es heutzutage überhaupt noch einen Unterschied macht, ob das Verhältnis von Politik und Wirtschaft aus politik- oder wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive analysiert wird.
Karsten Mause Institut für Politikwissenschaft karsten.mause@uni-muenster.de Prof. Dr. Christian Müller Centrum für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung
  • Jun.-Prof
  • Dr
Jun.-Prof. Dr. Karsten Mause Institut für Politikwissenschaft, Universität Münster karsten.mause@uni-muenster.de Prof. Dr. Christian Müller Centrum für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung, Universität Münster christian.mueller@wiwi.uni-muenster.de Prof. Dr. Klaus Schubert Institut für Politikwissenschaft, Universität Münster klaus.schubert@uni-muenster.de
Führung": Unternehmerische vs
  • Der Faktor
Der Faktor "Führung": Unternehmerische vs. politische Führung Manuela Glaab (U Koblenz-Landau) & Jochen Koch (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder)
Christian Müller Centrum für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung
  • Prof
  • Dr
Prof. Dr. Christian Müller Centrum für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung, Universität Münster christian.mueller@wiwi.uni-muenster.de
Klaus Schubert Institut für Politikwissenschaft
  • Prof
  • Dr
Prof. Dr. Klaus Schubert Institut für Politikwissenschaft, Universität Münster klaus.schubert@uni-muenster.de