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Zur Vielfalt freiwilligen Engagements im Kontext eines mehrdimensionalen Konzepts von Zivilgesellschaft

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Dem freiwilligen Engagement und einer aktiven Zivilgesellschaft werden bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen und Probleme große Bedeutung beigemessen. Nicht zuletzt die Flüchtlingskrise hat gezeigt, dass freiwilliges Engagement bei staatlicher Überforderung zu einer essenziellen Ressource werden kann. Politik sollte förderliche Rahmenbedingungen schaffen, die das Engagement und eine aktive Zivilgesellschaft entfalten helfen, es aber nicht als „Lückenbüßer“ instrumentalisieren. Freiwilliges Engagement und Zivilgesellschaft sind keinesfalls statische, grundlegend zu erfassende Phänomene, sondern vielmehr in mehreren Dimensionen zu betrachten und zusammenzudenken. In Deutschland ist das Engagement trotz pessimistischer Prognosen allgemein angestiegen. Die Bereitschaft, sich zu engagieren, kennt aber individuelle und regionale Voraussetzungen, die nicht für alle Menschen in einem gleichen engagementfördernden Maße vorliegen. Die soziale Ungleichheit in Deutschland sorgt auch für eine Polarisierung im Engagement; zu den im Engagement Benachteiligten gehören auch Menschen mit Migrationshintergrund.

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Der Band bietet theoretische Zugänge und empirische Befunde zur Rolle von Zivilgesellschaften und sozialem Kapital bei der Sicherung politischer und sozialer Integration. Außerdem analysiert der Band Integrations- und Segregationseffekte ethnischer Gemeinschaften. Die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Sicherung politischer und sozialer Integration angesichts wachsender kultureller Unterschiede, neuer sozialer Ungleichheiten und teilweise erodierter soziomoralischer Bestände steht im Mittelpunkt des Bandes.
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Die Sportvereine in Deutschland erweisen sich nach wie vor als anpassungsfähige Stabilitätselemente in einer ich schneller wandelnden Gesellschaft. So zeigen die neuesten Befunde des Sportentwicklungsberichts, dass Sportvereine mit dem demographischen Wandel, aber auch mit der offenen Ganztagesschule und G8 immer besser zurechtkommen. Auch haben sie eine klarere Gesamtperspektive, wohin ihre Entwicklung gehen soll. Immerhin 29 % engagieren sich in besonderer Weise für Flüchtlinge. 35 % der Vereine ermöglichen Menschen mit Behinderun- gen Sport. 52 % der Vereine engagieren sich mittlerweile in besonderer Weise für die Prävention sexualisierter Gewalt im Verein. Gleichzeitig bleibt die gemein- wohlorientierte Grundausrichtung der Sportvereine stabil: Sie bekennen sich wei- terhin in hohem Maße zu Wertvermittlung, einem preisgünstigen Sportangebot sowie gleichberechtigter Partizipation. Zudem legen sie maßgeblich Wert auf die Qualifizierung ihrer Trainer. 8 % der Vereine bzw. 7.200 Vereine insgesamt sind überdies als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Der Anteil der Vereine, die sich in besonderer Weise im Gesundheitsbereich engagieren, pendelt sich bei etwas über 26 % ein. Auffallend ist, dass entgegen dem leicht rückläufigen Trend bei den Gesundheitsportangeboten der Anteil der Reha- bilitationsangebote an allen Sportangeboten wächst. Die finanzielle Situation der Sportvereine in Deutschland ist stabil. Die Wahrnehmung der Finanzsituation als Problem des Vereins ist im Durchschnitt sogar signi- fikant gesunken. Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns bereitet aber immerhin 6 % der Vereine größere Probleme. Im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zustand oder Eignung von Sportanlagen zeigt sich keine Problemverschärfung, jedoch auch keine Verbesserung der Situation. Blickt man auf die Mitglieder (indem man den Datensatz so gewichtet, dass er für die Sportvereinsmitglieder in Deutschland anstatt für die Sportvereine repräsentativ ist), so treten Probleme der Verfügbarkeit sowie der Zustands von Sportanlagen etwas stärker hervor. Dies ergibt sich daraus, dass größere Sportvereine stärker von Sportstättenproblemen betroffen sind. Bei der Diskussion der Sportstätten- probleme ist zu berücksichtigen, dass Sporthallen erst im Laufe der Erhebung sowie danach verstärkt als Flüchtlingsunterkünfte genutzt wurden und diese besondere Problematik nur teilweise erfasst werden konnte. Zum Zeitpunkt der Erhebung (17.09.-08.12.2015) gaben gut 3.400 Vereine an, von ihnen genutzte Sportanlagen seien in den vergangenen zwei Jahren als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden. Hauptproblem der Sportvereine bleibt aber ganz klar die Bereitschaft zum ehren- amtlichen Engagement. Zwar liegen keine signifikanten Veränderungen der An- zahl an Engagierten in formalen Positionen auf der Vorstands- oder Ausführungsebene (z.B. Schiedsrichter, Übungsleiter) vor, doch hat sich das wahrgenommene Problem, ehrenamtliche Funktionsträger zu gewinnen bzw. binden, weiter ver- schärft. Zudem ist die Anzahl freiwilliger Helfer in den Vereinen leicht rückläufig. Trotz der bedeutenden Gemeinwohlleistungen der Sportvereine sollte folgenden Befunden Aufmerksamkeit geschenkt werden: 13 % der Vereine stimmen der Aussage gar nicht zu, dass sie sich für die Prävention sexualisierter Gewalt engagieren. Weiterhin stimmen 7 % der Vereine der Aussage gar nicht zu, dass sie sich stark in der Jugendarbeit engagieren.1 Immerhin 4 % der Vereine stimmen der Aussage gar nicht zu, dass sie Familien Sport ermöglichen und familienfreundlich sein wollen, und 3 % der Vereine stimmen gar nicht zu, sich für die gleichberechtigte Partizipation von Mädchen/Frauen und Jungen/Männern zu engagieren. Lediglich 2 % der Vereine stimmen der Aussage gar nicht zu, dass sie Menschen mit Migrationshintergrund Sport ermöglichen wollen. Insgesamt ist zu prüfen, ob diese Befunde auf eine Konzentration der entsprechenden Vereine auf ihre Kernaufgaben schließen lassen, ob die Strategie- und Kommunikationsarbeit der Verbände diese Vereine nicht erreicht oder ob andere Gründe für die Ablehnung vorliegen.
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Das freiwillige Engagement und die öffentliche Aktivität von Menschen mit Migrationshintergrund können als Indikatoren für die gesellschaftlichen Teilhabechancen in der bundesdeutschen Gesellschaft verstanden werden. Freiwilliges Engagement hat für Menschen, die aus ihrem Herkunftsland in eine neue Heimat eingewandert sind, eine doppelte Bedeutung (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 2010: 161): Zum einen übernehmen engagierte Migrantinnen und Migranten wichtige gesellschaftliche Aufgaben (Engagement kann also als Zeichen von Integration verstanden werden), zum anderen ist freiwilliges Engagement auch ein Weg zu Teilhabe und Mitgestaltung der Gesellschaft (kann also einen Weg in die Integration bilden). Sind die Anteile freiwillig Engagierter, die gewählten Engagementbereiche und die Ausgestaltung des Engagements bei Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ähnlich, kann dies ebenso mit Blick auf die Integrationsleistung der Migrantinnen und Migranten interpretiert werden als auch mit Blick auf die Integrationsleistung der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland.
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Viele Menschen erbringen Dienstleistungen jenseits der bezahlten Erwerbsarbeit und der unbezahlten Haus- und Familienarbeit. Diese Dienstleistungen werden zum Beispiel im Rahmen des freiwilligen Engagements erbracht (siehe Kapitel 3) oder als informelle Unterstützung im sozialen Nahraum geleistet, und zwar trotz der Verfügbarkeit sowohl marktbasierter als auch staatlich bereitgestellter oder geförderter Unterstützungsleistungen. In diesem Kapitel betrachten wir die informellen Unterstützungsleistungen im sozialen Nahraum.
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Freiwilliges Engagement ist an Voraussetzungen geknüpft: Die bisherige Forschung zum Engagement hat gezeigt, dass ein hoher sozioökonomischer Status in der Regel förderlich für die Ausübung einer freiwilligen Tätigkeit ist (siehe beispielsweise Gensicke 2015; Schmidt 2014). Personen aus höheren Schichten sind deutlich häufiger und auch dauerhafter engagiert als Personen aus niedrigeren sozialen Schichten (Simonson, Hagen, Vogel & Motel-Klingebiel 2013).
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Freiwilliges Engagement gestaltet sich durch die regionale Vielfalt in Deutschland auf die unterschiedlichste Art und Weise. Wenngleich freiwillige Tätigkeiten in der Regel ortsgebunden sind und damit insbesondere von kleinräumigen Gegebenheiten beeinflusst werden (siehe Kapitel 21), unterliegen sie dabei auch den strukturellen Voraussetzungen und Gegebenheiten sowie der Politik auf Bundeslandebene. In den bisherigen Erhebungswellen des Deutschen Freiwilligensurveys haben sich zwischen den einzelnen Ländern teilweise deutliche Unterschiede im Engagement gezeigt.
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Ein Hauptziel des Freiwilligensurveys war und ist es, einen umfassenden Überblick über das Feld des freiwilligen Engagements der Menschen zu geben, die in Deutschland leben (von Rosenbladt 2001: 17). Hierbei sollen die Vielzahl von mehr oder weniger regelmäßigen Tätigkeiten in ganz unterschiedlichen Kontexten in ihrer Differenziertheit umrissen und Aussagen über Veränderungen und Wandel der Engagierten, ihrer Aufgaben und Tätigkeiten sowie der gesellschaftlichen Bereiche ermöglicht werden, in denen Engagement stattfindet.
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Sie spazieren gegen die »Islamisierung des Abendlandes«, skandieren »Wir sind das Volk« und schimpfen auf die »Lügenpresse«: Die Demonstrationen von Pegida bewegten 2014/15 ganz Deutschland. Nicht nur (aber vor allem) in Dresden, wo Pegida ihren Anfang nahm, wurden Zehntausende mobilisiert. Medien und Politik rätselten: Was ist Pegida? Woher kommt die Bewegung? Was macht sie aus und was treibt ihre Aktiven an? Dieses Buch liefert erste Erkenntnisse. Das Göttinger Autorenteam hat Pegida-Demonstrationen beobachtet und Interviews, Gruppendiskussionen sowie eine Onlineumfrage durchgeführt. So konnte ein tiefer Einblick in die Einstellungen und Überzeugungen der Pegida-Anhängerschaft gewonnen werden. Auch die Gegendemonstranten von NoPegida wurden vom Göttinger Institut für Demokratieforschung untersucht: Inwiefern unterscheiden sich die Lager? Entstanden ist eine facettenreiche Studie, die erste Auskünfte gibt über Pegida sowie über die Verfassung der deutschen Gesellschaft im Jahr 2015 insgesamt.
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In der wissenschaftlichen und politischen Debatte um Zivilgesellschaft geht es vorrangig um das Verhältnis von Bürgerinnen und Bürgern zum Staat. Erst in jüngerer Zeit wird das Verhältnis der Wirtschaft zur Zivilgesellschaft sowie die Rolle von Unternehmen als Akteure in der Zivilgesellschaft über Konzepte wie "stakeholder-value", "coporate responsibility" oder "corporate citizenship" thematisiert. Das Jahrbuch für Europa- und Nordamerika-Studien will einen Beitrag zu einer theoriegeleiteten sowie empirischen Auseinandersetzung leisten und nimmt eine erste Analyse sowohl der deutschen und US-amerikanischen Gesellschaft unter vergleichender Perspektive als auch auf globaler Ebene vor. Dabei wird das Verhältnis von wirtschaftlichen Akteuren und Zivilgesellschaft theoretisch und empirisch eingefangen sowie nach den Machtkonstellationen, Kooperationsmöglichkeiten und Konfliktlinien zwischen beiden Sektoren gefragt.
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Diese Studie ist eine aktuelle Bestandsaufnahme zum freiwilligen Engagement. Die Ergebnisse basieren auf dem Deutschen Freiwilligensurvey, der 2014 zum vierten Mal im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt wurde. Die Autor/innen klären die Fragen: Wer engagiert sich aus welchen Beweggründen? Wie ist freiwilliges Engagement ausgestaltet und an welche Ressourcen und Rahmenbedingungen ist es geknüpft? Wie hat sich freiwilliges Engagement gewandelt? Der Inhalt • Freiwilliges Engagement und zivilgesellschaftliches Handeln im Zeitvergleich • Die Ausgestaltung freiwilligen Engagements und individuelle Ressourcen • Organisationale, regionale und kulturelle Rahmenbedingungen des freiwilligen Engagements Die Zielgruppen • Forscher/innen, Dozent/innen und Student/innen der Fachgebiete Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaft, Pädagogik und verwandter Disziplinen • Praktiker/innen aus der Zivilgesellschaft (z.B. in den Bereichen Sport, Kirche, Soziales und Politik), politische Entscheidungsträger/innen in Bund, Ländern und Kommunen Die Herausgeber/innen Die Herausgeber/innen arbeiten am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA), einem auf dem Gebiet der sozial- und verhaltenswissenschaftlichen Gerontologie tätigen wissenschaftlichen Forschungsinstitut. Dr. Julia Simonson ist Soziologin, Leiterin des Arbeitsbereichs Forschung und stellvertretende Institutsleiterin. Dr. Claudia Vogel ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin. Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer ist Psychologe und Institutsleiter.
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In Deutschland hat die Prävalenz von zivilgesellschaftlichem Engagement im Berichtszeitraum 2002 bis 2012 deutlich zugenommen. Das gilt im Prinzip für alle Aspekte von zivilgesellschaftlichem Engagement: für Volunteering, konventionelles politisches Engagement und auch für Engagement als Protestverhalten. Deutliche Unterschiede zwischen westdeutschen und ostdeutschen Bundesländern sind nicht beobachtbar. In Europa insgesamt hat sich die Prävalenz von zivilgesellschaftlichem Engagement nur wenig verändert. Zwischen den Ländern gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. Es lässt sich eine Gruppe von Ländern mit hohem Mobilisierungsgrad unterscheiden – vor allem Schweden, Norwegen und Finnland. Der Gegenpol sind Länder mit niedrigen durchschnittlichen Kennwerten für zivilgesellschaftliches Engagement: vor allem Ungarn, Polen, Portugal und Slowenien. Dann gibt es eine relativ große Gruppe von Ländern, zu denen auch Deutschland gehört, die im Mittelfeld liegen.
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Jürgen Habermas: \"Faktizität und Geltung\". Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaats. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1992. 667 S., kt., 48,-, geb., 92,- DM
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Das Buch trägt dem demografischen Wandel in der deutschen Einwanderungsgesellschaft Rechnung, indem es die Notwendigkeit auch muslimische Wohlfahrtsverbände zu gründen herausstellt und Wege zu deren Etablierung aufzeigt. Der Inhalt · Muslimische Wohlfahrtspflege als wichtiger Schritt im Kontext der „nachholenden Integration“ · Freie Wohlfahrtspflege in Deutschland · Muslimische Wohlfahrtspflege – Theologische Grundlegung aus den islamischen Quellen und der Historie · Muslime in Deutschland: Wohlfahrtspflege und Professionalisierung der Gemeindearbeit · Handlungsoptionen für die muslimische Verbandsarbeit · Ausblick und Thesen Die Zielgruppen - MigrationsforscherInnen - SozialpädagogInnen/SozialarbeiterInnen - Politische Entscheidungsträger - VertreterInnen der Moscheegemeinden - StudentInnen des Studiengangs Islamische Theologie/Muslimische Sozialarbeit< Die Autoren Dr. rer. soc. Dr. phil. Rauf Ceylan ist Professor für gegenwartsbezogene Islamforschung am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück. Dr. phil. Michael Kiefer ist derzeit Postdoc am Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück und Projektleiter bei einem Jugendhilfeträger in Düsseldorf.
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Seit Robert Putnams Italien-Studie „Making Democracy Work“ (1993) ist ein verstärktes Interesse an den gesellschaftlichen Bedingungen für die Funktionsfähigkeit liberaler Demokratien zu beobachten. Im Zentrum steht dabei jene Sphäre „Jenseits von Markt und Staat“, die mit solch unterschiedlichen Konzepten wie „Zivilgesellschaft“, „Bürgergesellschaft“, „Netzwerkgesell-schaft“ oder „Dritter Sektor“ beschrieben wird. Social capital — Sozialkapital bzw. Sozialvermögen — ist dabei zu einem Schlüsselbegriff avanciert, der in unterschiedlichen Operationalisierungen in die historische und empirische Forschung Einzug gehalten hat.2 Die emphatische Wiederentdeckung Tocquevilles für die politische Theorie weist in die gleiche Richtung (Wolin 2001). Die einfache Botschaft lautet: „Tocqueville was right: Democratic government is strengthened, not weakened, when it faces a vigorous civil society.“ (Putnam 1993: 182)
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Seit Mitte der neunziger Jahre erlebt das Konzept „Sozialkapital“ einen ungeahnten Boom. Studien und Kommentare schreiben der Förderung von Sozialkapital eine solidaritäts- und demokratiefördernde Kraft zu. Es scheint, dass Sozialkapital zu einer zentralen Hoffnungsformel in der Integrations- und Zivilgesellschaftsforschung geworden ist. Allerdings sind empirische Studien zum Thema Migration und Sozialkapital bisher noch kaum vorhanden.
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Die Bilder, die in den Medien zum Thema Einwanderer und Politik vermittelt werden, sind vielfältig und reichen von im Schutz von Moscheeverein und Grundgesetz lebenden „Politextremisten“ (SPIEGEL 48/98) bis hin zum rechtlich geknebelten Ausländer, der „links und stumm“ (Die Zeit 39/94) das politische Geschehen verfolgt. Auch wenn man die weitere Diskussion des Realitätsgehalts dieser Bilder einmal der öffentlichen Debatte überlässt und sich mit dem bescheideneren Ziel zufrieden gibt, die Grundmuster der politischen Partizipation von Einwanderern in Deutschland zu beschreiben, zeigt sich schnell ein eklatanter Mangel an verlässlichen Informationen. Sind Ausländer besonders politisch oder besonders unpolitisch eingestellt? Unterscheiden sie sich in ihren politischen Verhaltensweisen überhaupt so sehr von den Deutschen? Und wenn ja, reflektieren diese Unterschiede eher die institutionellen Bedingungen im Aufnahmeland wie z.B. ihr fehlendes Wahlrecht, ihre individuellen Merkmale wie z.B. ihr niedrigeres Bildungsniveau, oder Gruppenmerkmale wie z.B. den Grad der Enklavenbildung? Selbst diese einfachen Fragen sind bislang weitgehend offen und es liegen nur beschränkt Daten vor, anhand derer eine Klärung erfolgen könnte.
Conference Paper
Video-based media spaces are designed to support casual interaction between intimate collaborators. Yet transmitting video is fraught with privacy concerns. Some researchers suggest that the video stream be filtered to mask out potentially sensitive ...
Article
How do real individuals live together in real societies in the real world? What binds societies together and how can these social orders be structured in a fair way? This book addresses this central paradox of modern life. Feelings for others - the solidarity that is ignored or underplayed by theories of power or self-interest - are at the heart of this novel inquiry into the meeting place between normative theories of what we think we should do and empirical studies of who we actually are. The book demonstrates that solidarity creates inclusive and exclusive social structures, and shows how they can be repaired. It is not perfect, it is not absolute, and the horrors which occur in its lapses have been seen all too frequently in the forms of discrimination, genocide, and war. Despite its worldly flaws and contradictions, however, solidarity and the project of civil society remain our best hope - the antidote to every divisive institution, every unfair distribution, and every abusive and dominating hierarchy. A grand and sweeping statement, the book is a major contribution to our thinking about the real but ideal world in which we all reside.
Auswertung der Zeitverwendungserhebung 2012/13 des Statistischen Bundesamtes für den Zweiten Engagementbericht und den Siebten Altenbericht der Bundesregierung
  • B Blinkert
Erster Engagementbericht – Für eine Kultur der Mitverantwortung
  • Bmfsfj Bundesministerium Für Familie
  • Senioren
  • Frauen
Motive des bürgerschaftlichen Engagements
  • Bmfsfj Bundesministerium Für Familie
  • Senioren
  • Frauen
Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt - messen was verbindet
  • G Dragolov
  • Z Ignácz
  • J Lorenz
  • J Delhey
  • K Boehnke
Bericht zur Lage und zu den Perspektiven des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland
  • M Alscher
  • D Dathe
  • E Priller
  • R Speth
Der Vierte Armutsund Reichtumsbericht der Bundesregierung
  • Bmas - Bundesministerium Für
Zivilgesellschaft: Theorie und politische Praxis
  • F Adloff
Die Aufnahme von Flüchtlingen in den Bundesländern und Kommunen. Behördliche Praxis und zivilgesellschaftliches Engagement
  • J Aumüller
  • P Daphi
  • C Biesenkamp
Kinder-und Jugendbericht
  • Bmfsfj Bundesministerium Für Familie
  • Senioren
  • Frauen
Die Vielfalt der Freiwilligenarbeit. Eine Analyse kultureller und sozialstruktureller Bedingungen der Übernahme und Gestaltung von freiwilligem Engagement
  • J Emmerich
Gefährdung von Zivilität. Zum Verhältnis von Zivilgesellschaft und Drittem Sektor
  • A Evers
Die Vielfalt des Engagements. Eine Herausforderung an Gesellschaft und Politik
  • A Evers
  • T Klie
  • P.-S Roß
Bürgerschaftliches Engagement von Migrantinnen und Migranten. Lernorte und Wege zu sozialer Integration, Partizipation und Kompetenzentwicklung
  • S Huth
Partizipation und Engagement türkeistämmiger Migrantinnen und Migranten in Nordrhein-Westfalen
  • M Sauer
Salutogenese im kulturellen und interkulturellen Kontext
  • H.-H Uslucan
Ethnische Kolonien: ‚Binnenintegration‘ oder gesellschaftliche Isolation? In Hoffmeyer-Zlotnik
  • H Esser
Erfolgs-und Misserfolgsbedingungen für Kooperationen zwischen etablierten Trägern und Migrantenorganisationen
  • U Hunger
  • S Metzger
Zivilgesellschaft/Bürgergesellschaft
  • A Klein
Engagement für Flüchtlinge in München. Ergebnisse eines Forschungsprojekts an der Hochschule München in Kooperation mit dem Münchner Forschungsinstitut miss
  • G Mutz
  • R Costa-Schott
  • I Hammer
  • G Layritz
  • C Lexhaller
  • M Mayer
  • T Poryadina
  • S Ragus
  • L Wolff
Gewinnwarnung - Anmerkungen zur wundersamen Engagementvermehrung des Freiwilligensurveys
  • R Roth
Freiwilliges Engagement in Deutschland – Der Deutsche Freiwilligensurvey 2014. Endbericht. Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA). Berlin. Online verfügbar unter: http:// www. bmfsfj. de/ RedaktionBMFSFJ
  • J Simonson
  • C Vogel
  • C Tesch-Römer