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Bundesärztekammer: Ethische und rechtliche Probleme bei der Behandlung bösartiger Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer

Authors:
  • Dierks+Company
  • ISBA-Univ. and ANGELL-Academy Freiburg
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Abstract

Das einzige flächendeckende Krebsregister der Bundesrepublik Deutschland ist das vom Institut für Medizinische Statistik und Dokumentation der Johannes Gutenberg-Unversität in Mainz geführte Deutsche Kinder-krebsregister. Mit Einführung des Saarländischen Krebsregistergesetzes im Jahre 1989 besitzt das Saarland als einziges der Bundesländer ein dem internationalen Standard entsprechendes Krebsregister für etwa 1 Million Einwohner. Auch das in der ehemaligen DDR über nahezu drei Jahrzehnte (1961 bis 1989) geführte Krebsregister entsprach dem internationalen Standard, und beide Register gehören der International Association of Cancer Registries (IACR) an. Die im Krebsregister der ehemaligen DDR zusammengetragenen Daten werden derzeit nur verwaltet, die Vollständigkeit der laufenden Registrierung ist durch die veränderten Rahmenbedingungen stark zurückgegangen. Da es ein bundesweites Krebsregistergesetz bis heute nicht gibt, muß durchaus befürchtet werden, daß mit Auslaufen der Übergangsregelung für die Datensicherung des ehemaligen DDR-Registers am 31. Dezember 1994 die Bundesrepublik mit 80 Millionen Einwohnern nur durch die etwa 1 Million Einwohner des Saarlandes im internationalen Verbund der Krebsregister mit akzeptiertem Standard vertreten ist.

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Rather than a comprehensive review of childhood and adolescent acute lymphoblastic leukaemia (ALL), a discussion of aspects that have more practical relevance to the treatment of ALL patients is presented in this chapter. It is impossible to mention all the scholars and scientists around the world who have contributed to this field during the past 40 years since the advent of the first effective chemotherapy. However, we feel we must recall some historical milestones [1–7] and cite some of the more recent review articles [8–17].
Article
Seit 1991 gibt es in Europa Empfehlungen, die Standards für die ordnungsgemäße Durchführung von Studien mit Arzneimitteln am Menschen festlegen. Diese Good Clinical Practice (GCP) Modalitäten der Studien durchführung gehen über die Vorschriften des Arzneimittelgesetzes (AMG) hinaus. Sie beinhalten Empfehlungen zum Schutz des Studienteilnehmers, zur Verantwortlichkeit der Prüfärzte, zur Biometrie und zur Qualitätssicherung. Die in der pädiatrischen Onkologie vorherrschenden Studien zur Optimierung komplexer Therapieschemata sind keine Studien im Sinne des AMG. Trotzdem gelten bei der Durchführung bestimmte Regeln, u.a. die in der Deklaration von Helsinki zum Schutz des Menschen formulierten allgemeinen Voraussetzungen: Ärztliche Vertretbarkeit der Risiken, geeignete Aufklärung und Einwilligung des Patienten und der Sorgeberechtigten. Das Einschalten einer Ethikkommission, wie es nach der Berufsordnung für Ärzte bei klinischen Versuchen vorgeschrieben ist, gilt analog bei den Optimierungsstudien.
Article
Etwa 2200 Kinder und Jugendliche erkranken jährlich in der Bundesrepublik Deutschland an Krebs. Ihre Regelversorgung erfolgt im Rahmen prospektiver Therapiestudien der GPO bzw. DAL, welche hervorragende Erfolge und internationale Anerkennung gewonnen haben. Nach einer Anschubfinanzierung durch das Bundesministerium für Forschung und Technologie ist die Weiterführung dieser Studien derzeit völlig von privater Drittmittelförderung, insbesondere durch die Deutsche Krebshilfe, abhängig. Die Sicherung von Fortschritt und die Optimierung der Versorgung sind eng an die Etablierung überregionaler Behandlungszentren geknüpft. Mit ca. 80 Neuzugängen pro Jahr haben solche Zentren eine optimale Größe erreicht, welche die Bildung stabiler Strukturen erfordert. Die integrierte Grundlagenforschung und die Gliederung in klinische Teilbereiche erfordern eine differenzierte Leitungsstruktur. Hochwertige Forschung sowie kontinuierlich kompetente ärztliche Versorgung erfordern eine ausreichende Ausstattung mit unbefristeten Arztstellen. Die Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren aus dem Jahre 1979 für die Ausstattung mit Pflegekräften im stationären Bereich ist aus heutiger Sicht völlig unzureichend. Eine Grundausstattung von 1,75 Pflegekräften pro tagesbelegtes Bett neben zusätzlichen Funktionsstellen sind angemessen, wie im Schlußteil des Beitrages durch Analysen und Berechnungen belegt. Ebenfalls unzureichend sind die ADT-Empfehlungen für die Ausstattung mit Verwaltungs- und Schreibkräften. Die ADT-Empfehlung betreffend das ärztliche Personal bedarf lediglich einer Anpassung an die seit 1979 eingetretenen tariflichen Veränderungen der Arbeitszeit. Die Durchsetzung dieser Anhaltszahlen ist jedoch dringend erforderlich. Der Bedarf an Personal zur psychosozialen Versorgung wurde in den vorliegenden Empfehlungen erstmals aufgenommen. Das Verhältnis von Krankenräumen zu Funktionsräumen (ohne Laboratorien) in einem Pädiatrisch-Onkologischen Zentrum mit Ambulanz und Tagesklinik sollte etwa 1:3 betragen. Mängel in der Personalausstattung sowie der herrschende Mangel an Funktionsräumen behindern die tägliche Arbeit und haben ungünstige Auswirkungen auf die Sicherheit der Behandlung sowie auf die von den Patienten erlebte Qualität der Versorgung und auf die Qualität von Lehre, Ausund Weiterbildung.
Principles and Practice of Pediatric Oncology
  • P A Pizzo
  • D G Poblack
  • PA Pizzo
Klinik und Praxis der Pädiatrischen Onkologie. 3
  • P Jutjahr
  • Krebs Bei Kindern Und Jugendlichen
  • E Deutsch